Ausgabe 
(19.1.1940) Nr. 18
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parteiamiUche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien kjansestadt Sremen

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Ohcrnstraße 8K. Fernspr. 5 4121 In Syke Mühlendamm Ihr. 2

der Nationalsozialisten Siemens

flmrliches verkünvungsdlatt des Neidisstaktdalters in Vldenburg und Sremen

Nr. 18 / 10. Jalzrgang

Freitag, 19. Januar 1940

kinzeipreis 1Z Nps.

Frankreichs Kriegsschuld bewiesen

kin vries Mbbentrops an Sonnet

der englische Slankoscheck für Warschau sabotierte die deutsch-sranröstsche friedenserklärung vom ö. Vezember 1SZS

„wir wollen Veutschland zerstückeln"

oraßbritanniens Kriegsziele im Licht von Äußerungen britischer Politiker

und der englischen presse

Sich. Berlin, 18. Januar.

Als 2. amtliche deutsche Veröffentlichung zum sranzösi- scheu Eelbbuch wird verlautbart: Wie vor kurzem durch die Veröffentlichung von Urkundcnmaterial über den Besuch des Reichsaußenministers v. Ribbentrop in Paris im Dezember 1938 nachgewiesen worden ist, schien im Winter 1938/39 seit langen Jahren zum erstenmal die Voraussetzung für eine wirkliche und dauernde deutsch- französische Entspannung gegeben zu sein. Deutschland hatte durch den schriftlich bekräftigten, endgültigen Ver­zicht aus eine Revision seiner Westgrenze jedes Ueber- greisen seiner Politik auf das Gebiet französischer Le­bensinteressen ausgeschlossen; Frankreich hatte durch sei­nen verantwortlichen Augenminister erklärt, daß sich in der Einstellung Frankreichs zu den osteuropäischen Fragen seit München ein grundsätzlicher Wandel voll­zogen habe und damit zu verstehen gegeben, daß die französische Regierung in Zukunft den Lebensinteressen Deutschlands in Mittel- und Osteuropa nicht mehr störend in den Weg treten werde.

Trotz innerpolitischer Widerstände mannigfacher Art ist die französische Regierung bis in den März 1939 von dieser neuen realistischen Politik nicht offen abge­wichen. Erst die seit dem 17. März 1939 zum politischen Programm erhobene englische Emkreisungspolitil hat die hoffnungsvollen Ansätze zu einer deutsch-französischen Berständigung mit einem Schlage zerstört. Es zeigte sich „ sofort, daß die französische Außenpolitik jede Selbstän­digkett verloren hatte. Bedingungslos folgte Frankreich der britischen Politik.

Der englische Blankoscheck für Warschau erhielt auch die französische Unterschrift, die einseitigen »englischen Garantien für Rumänien und Griechenland wurden oon 'Frankreich gegengezeichnet, der Türkei im Interesse Eng­lands das Gebiet von Alexandrette überantwortet und bei den'Bemühungen, Sowjetrußland für das Einkrei- fungsnetz zu gewinnen, spielte Frankreich eine beson­ders aktive Rolle.

Somit hatte Frankreich bereits im Frühjahr 1939 durch seine aktive Teilnahme an der antideutschen Ein- kreisungspolitrk der deutsch-französischen Erklärung die Grundlage entzogen. Trotzdem ist der französische Außen­minister Mitte Juli 1939 nochmals von maßgebendster deutscher Seite auf seinen politischen Kurswechsel fest­genagelt und auf die verhängnisvollen Folgen der Polen gegebenen Blanko-Vollmacht hingewiesen worden Am 1.'Juli war dem deutschen Botschafter chom fran­zösischen Außenminister eine schriftliche Notiz zur Wei- terleitung an Reichsaußenminister von Ribbentrop übergeben worden. Hierin hatte Bannet behauptet, daß im deutsch-französischen Abkommen ein Vorbehalt hin­sichtlich der fortdauernden Geltung des französisch-polni­schen Bündnisses enthalten sei und gleichzeitig erklärt, daß Frankreich fest entschlossen wäre, die Polen gege­benen Versprechungen unter allen Umständen einzulösen.

Der Rcichsaußenminister beantwortete diese franzö­sisch« Drohung mit dem folgenden Schreiben an den französischen Äußemninister:

Reichsaußenminister von Ribbentrop

an den französischen Außenminister Georges Bonnet (Persönlich!) Fu.schl, den 13. Juli 1939.

Sehr geehrter Herr Bannet!

Sie haben Graf Welczek am 1. Juki eine für mich bestimmte persönliche Notiz gegeben, deren Inhalt es

stujklärungsstüge über der schottischen Küste

Der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht Berlin, 19. Januar.

Das Oberkommando der Wehrmacht teilt mit: Im Westen keine besonderen Ereignisse. Die Luftwaffe führte neben Grenzübcrivachungsflügen an der West­front Aufkliirungsflüac über der schottischen Küste durch.

nunmehr auch mir zur Pflicht macht, Eurer Exzellenz klar und unmißverständlich die Einstellung der deut­schen Regierung zu den deutsch-französischen Beziehun­gen im allgemeinen und zu der Danziger Frage im be­sonderen bekanntzugeben:

Die deutsche und französische Regierung haben am 6. Dezember 1938 eine Erklärung unterzeichnet, wonach sie feierlich die zwischen Deutschland und Frankreich be­stehenden Grenzen als endgültig anerkennen und wo­nach sie alle ihre Kräfte einsetzen wollen, um friedliche und gutnachbarliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern sicherzustellen. Diese Erklärung war auf feiten der Reichsregierung die logische Folge der von ihr seit der Machtübernahme konsequent verfolgten Politik der Verständigung mit Frankreich, einer Politik, an der sie grundsätzlich auch heute noch festhal­ten möchte.

(Fortsetzung aus Seite 2)

3M. Bremen, 19. Januar.

Es war eine jener wohldurchdachten von echt britischer Heuchelei durchtränkten Redensarten, die Chamberlain in seiner letzten llnterhausrede von sich gab, als er be­hauptete, daß niemand in England an die Vernichtung des deutschen Volkes und die Zerstückelung seines Rei­ches denke. Wir haben tags darauf schon kurz an dieser Stelle dies Pharisäerwort zurückgewiesen und möchten, um Herrn Chamberlain etwas schwach gewordenem Ge­dächtnis nachzuhelfen, hier eine kleine Auslese all der Aeußerungen zusammentragen, die wir so während der wenigen Monate des jetzigen Krieges uns als besonders charakteristisch für den englischen Vcrnichtungswillen gegenüber Deutschland gemerkt haben.

Wir greifen heraus die „Times" vom 1. Dezember vorigen Jahres und lesen hier, daß die Voraus-

keit zu Imperien hab?«, lehrt uns, daß dar Imperium im ersten Stadium eine geistige, politische und militä­rische Schöpfung des Mutterlandes darstellt. In einem zweiten Stadium lebt und entsaltet sich das Imperium mit zum größten Teil vom Mutterland« gelieferten Mitteln. In einem dritten Stadium versorgt das Im­perium sich selbst, d. h. es erlangt eine vollkommene wirtschaftliche und militärische Selbstversorgung. In einem vierten Stadium ist das Imperium in der Lage, die Hilfsquellen des Mutterlandes zu vervollständigen, indem es ihm Rohstoffe liefert. Um die Imperien sicher zu behalten, muß man sie bevölkern. Von diesen Stadien kann", wie Mussolini abschließend betonte, „das erste als abgeschlossen gelten. Die Aufgabe der neuen Be­ratenden Ausschüsse, die heute mit ihren Arbeiten be­ginnen, besteht darin, mit möglichst wenig Papier und Tinte den Ablauf der anderen zu beschleunigen." Musso­linis richtunggebende Worte wurden mit stärkstem Bei­fall aufgenommen, der sich nach Schluß der Sitzung zu einer großen Kundgebung für den Duce steigerte.

worden sei. Aber die Demokratien hätten die Ge­legenheit nicht versäumen wollen, um von Kursände­rungen, Abschwächungen und Verzichten zu faseln. Es hätte keinen Wert, sich mit derartigen Albernheiten zu befassen, wenn es nicht gerade in der ernsten Zeit, die die Welt zur Zeit durchmache, notwendig wäre, die granitene und unabänderliche Grundlage des Faschis­mus und seiner Mission zu bekräftigen.

Zwei britische S000-ronnen-0ampser auf Minen gelaufen unS gesunken

London, 19. Januar.

Der britische Dampfer „Cairnroß" (5599 ART) ist in der Nacht zum Donnerstag an der Westküste Englands auf eine Mine gelaufen und gefunlen. Die 48 Mann starke Besatzung konnte sich in Rettungsbooten in Sicher­heit bringen. Nach dreistündigem Treiben im Ozean wurde sie von einem englischen Kriegsschiff aufgenom­men.

Rom, 19. Januar.

Dor englische Dampfer „Gracia" (5624 Tonnen) ist infolge einer Explosion unmittelbar nach der Ausfahrt aus einem Hasen an der Nordwestküste Englands ge­sunken. Die Besatzung ist gerettet worden.

setzung eines anhaltenden europäischen Friedens nach dem Siege Englands und Frankreichs die Vor­nahme einer politischen und konfessionellen Spaltung des deutschen Volles sei. Es ist der Zu­stand des Dreißigjährigen Krieges, in den uns der in der „Times" zum Ausdruck gekommene englische Ver­nichtungswille versetzt sehen möchte; es ist der Zustand der deutschen Kleinstaaterei, womöglich mit den alten deutschen Fürstentümern — das erwähnt die „Times" ausdrücklich — mit den Erzherzogtümern, Herzogtümern und Königreichen, vor allem aber mit einem katholischen süddeutschen und österreichi­schen Staates, gegenüber dem protestantischen norddeut- deutschen Preußen. Ein Staate nkonglomerat also ist es. das nach dem Willen der „Times" in Deutschland wieder entstehen soll, ein Staatenkonglo­merat, das noch dazu unter Be- und Ileberwachung seitens seiner verschiedenen Nachbarn gestellt werden solle. Mit einem Wort die nach außen machtlose und nach innen uneinige Spottgeburt eines Rei­ches soll wieder sein, das, wie die „Times" so schön sagt, Jahrhunderte hindurch keine Gefahr für Europa darstellte, bis seine Staaten unter Preußens Führung zu einer einzigen Einheit zusammengeschlossen wurden.

So meint es die „Times". „Daily Herald" spricht in seiner Ausgabe vom 2. 12. 1939 brutal und mit echt jüdischer Frechheit aus, was die „Times" in etwas ver­zuckerter Form der Welt und dem deutschen Volke sagte. Das Blatt der Labour Party schreibt: „Vernichten wir zuerst die Tyrannen, dann wollen wir Deutsch­land zerstückeln. Machen wir den Rhein zur W e st -, die Oder zur Ostgrenze. Geben wir Sach­sen der Tschecho-Slowakei und Holstein an Dänemark. Mit einem Wort: Lassen wir den Hunnen keine Frei hei t." Noch ungeschminkter benimmt sich die „Picture Po st", indem sie nach der Zerschlagung Deutschlands und der Zerstückelung des Reiches in Kleinstaaten die Ermordung der Naziführer verlangt, die zusammen mit allen anderen „ruchlosen Viechern" erschossen werden müßten, gemäß dem Grundsatz, daß bösartige Geschwüre aus einem Leibe, der gesunden soll, auszuschneiden wären, „Nazismus, Preußentum, deutscher Militarismus, dies alles bildet das bösartige Geschwür, an dem die Welt leidet", be­hauptet frisch und frei der Jude, der diesen Artikel in "der „Picture Post" schrieb und setzt in echt jüdisch- britischer Anmaßung hinzu: „Wir fechten für die Ge­sundheit wahrer Freiheit, um nach diesem Krieg wirk­lichen Frieden zu haben, daß auf der Landkarte Europas nichts mehr von Deutschland übrigbleiL e."

Wenn es nur die Wünsche und Aeußerungen rabiater Pressejuden in England wären, die die Zerstückelung Deutschlands und die Vernichtung des deutschen Volkes wollten, so könnte man vielleicht noch verstehen, daß Chamberlain, dem im Augenblick es nicht mehr genehm zu sein scheint, wenn das deutsche Volk sich dieses eng­lischen Vernichtungswillens wohl bewußt bleibt, über die Stimmen seiner eigenen Presse leicht hinweggehen zu dürfen glaubt. Aber da ist noch eine ganze Reihe Stimmen von Politikern, die in England und auch von Ehamberlain durchaus ernst genommen werden, welche nichts anderes wünschen als das, was allerdings in viehischer Ungeniertheit die Artikelschreiber der „Times", des „Daily Herald", der „Picture Post" aus­gesprochen haben. Da gibt es einen in England sehr angesehenen englischen Völkerrechtslshrer Charles

Italiens weg zur Unablziingigkeit

Her Seneralrat Ses Korporativausschusses für Italienisäi-Sslalrika tagte — Mussolini sprach über die Ziele der italienischen kolonialarbeit

Rom, 19. Januar

Unter dem Vorsitz des Duce trat am Donnerstagabend im Ministerium für Jtalienisch-Ostafrika der Ende April vorigen Jahres ins Leben gerufene Eeneralrat des Beratenden Korporativausschusses für Jtalienisch- Ostafrika zusammen. Der Eröffnungssitzung .wohnten u. a. sämtliche Mitglieder der Regierung bei. In einer großangelegten ausführlichen Rede schilderte der Mi­nister sür Jtalienisch-Afrika, General Teruzzi, die Aufgaben der Beratenden Ausschüsse, die vor allem auch dafür zu sorgen hätten, daß die wirtschaftliche Tätigkeit in geregelten Bahnen verlaufe. Hauptziel der Arbeit sei die wirtschaftliche Unabhängigkeit des ganzen Im­periums. Die afrikanische Wirtschaft habe in dieser Hin­sicht gewaltige Aufgaben vor sich.

Nach den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Aus­führungen des Ministers für Jtalienisch-Afrika ergriff Mussolini das Wort, um die Zielsetzung des fa­schistischen Italiens in seiner Kolonialtätigkett wie folgt zu priizisicren: „Die Geschichte der Völker, die die Fiihig-

„Italien muß bereit bleiben"

Mailand, 19. Januar.

Die Ansprache des faschistischen Parteisekretärs Muti an die politischen Leiter der mittelitalienifchsn Provin­zen wird von der gesamten italienischen Presse als ein für die gegenwärtige politische Lage besonders wichtiges richtnngweisendes Dokument bezeichnet. Die Weisungen des Parteisekretärs, so schreibt der „Carriere della Sera", machten allen dummen Spekulationen über eine Kursänderung der faschistischen Politik ein Ende. Der Fachismus fahre auf seinem bisher LechrittenenWeg« fort, ohne sich irgendwie aufhalten zu lassen. Auch in der Außenpolitik lehne der Fachismus jeden Pazifis­mus. vor allem aber auch jede Illusion ab. Der Duce wolle, daß Italien im Zustande einer nichtkriegführen- den Macht bewaffnet bleibe, aber die Ereignisse könn­ten Italien zwingen, aus dieser Haltung hernnszügehen. Wie lange der jetzige Zustand anhalten werde, könne niemand sagen, deshalb müsse Italien bereit bleiben und dürfe nicht abrüsten.

Wer den alten Kämpfer Ettore Muti kenne, habe gewußt, so stellt „Tribuna" fest, daß seine Ernennung zum Parteisekretär nichts anderes bedeuten konnte, als ein entschlossenes Festhalten an der revolutionären Richtlinie, die nie abgeschwächt und nie abgeändert

„Neue gperalionsbaßs gegen Moskau"

See Mißerfolg Ser britischen vestrebungen in Skandinavien unverkennbar

Moskau, 19, Januar.

Die Betrachtungen und Kommentare der Moskauer Presse sind in den letzten Tagen wieder auf London abgestimmt. Die Zeitungen behandeln dabei in erster Linie die Bestrebungen der britische» Kriegspolitik, den Kriegsschauplatz auf Kosten der Neutralen und insbe­sondere der nordischen Länder zu erweitern. Im Rah­men der Polemik gegen die gegenwärtige Ausrichtung der Politik Schwedens enthält ein Artikel des Organs des Volkskommissariats für Leichtindustrie, „Legkaja Jndustrija". ein neues Moment der Anklage. Das Blair schreibt u. a„ die englische Politik, deren Ziel es fei, Schweden und Norwegen für ihre imperialistischen Be­lange in den Krieg hineinzuziehen und als Aufmarsch- gebier gegen die Sowjetunion auszunutzen, ietze dabei ihre Hoffnung auf gewisse Kreise der schwedischen Rechts­parteien. Die britischen Agenten feuerten die politische Großmannssucht dieser Kreis« an. die daraus hinaus­laufe. Schweden wieder zu einer beherrschenden Macht des Nordens machen zu wollen. Der britische Sirenen­gesang unterstütze diese Elemente und versuche ihnen nnzurcden. daß Schweben nunmehr die Großmachtpolitik des' 17. Jahrhunderts und den Kampf gegen den rusii- fchen „Erbfeind" wiederaufnehmen müsse.

„Das Fiasko des politischen Spiels Englands", so überschreibt das Blatt die außenpolitische Betrachtung. Es prangert die britischen Machenschaften an, die zum Kriege geführt haben, so z. B. die „Garantie für Polen" den so kläglich gescheiterten Versuch, die Sowjetunion und Deutschland auseinanderzubringen und schließlich das Bestreben, durch Einmischung in den finnischen Konflikt «ine neue Operationsbasis gege» die Sowjet­union zu schaffen. Auch im Falle Finnlands entspreche die britisch« Kriegspolitik der jahrhundertealren Tra­dition. andere die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen und das Blut anderer Böller für die Interessen der Plutokratien der City zu vergießen. Jedoch, das bisherige Ergebnis dieser britischen Bestrebungen sei auf der ganzen Linie ein außenpolitischer und innen­politischer Mißerfolg. Entgege» aller britischen Propa­ganda sei die Zahl der Kriegsgegner sogar in Finn­land selbst ständig gewachsen. Das Blatt faßt seine Ausführungen in den bemerkenswerten Satz zusam­men: „Alles zeugt davon, daß die Kriegsbrandstister aus dem Lager des britischen Imperialismus der un­vermeidlichen geschichtlichen Vergeltung nicht entgehen werden."

fln der englischen Küste aufgelaufen

Amsterdam, 19. Januar.

Wie die holländische Presse meldet, ist am Dienstag infolge des starken Sturmes der italienische Dampfer „Premuda" an der englischen Küste aufgelaufen. Von Ramsgate aus ist ein Rettungsboot unterwegs, um der Mannschaft zu helfen. Das italienische Schiff ist 4427 BRT. groß. — Weiter verzeichnen die holländischen Zeitungen den von uns bereits als gesunken gemelde­ten Untergang des 10 OOO-To.-Tankdampfers,. dessen Name noch nicht bekannt sei. — Der holländische Damp­fer „Virgo" (500 To.) ist in der Nähe- der iPestküste Zeelands auf Grund gelaufen.

knglands „Mittel" gegen Minen

B e r li n , 19. Januar.

Phantastische englische Meldungen, die von dem Mär­chen sprechen, daß die britische Admiralität Gegenmittel gegen deutsche Minen erfunden habe, finden den Weg von der englischen auch zur neutralen Presse. So soll ein torpedoähnlicher Apparat mit einer Quccksilberladung auf eine nicht näher bezeichnete Weise in der Lage sein, die Minen zur Explosion zu bringen. Obwohl die britische Marine säst die halbe Fischereiflotte in ihren Dienst gestellt hat, steht sie machtlos da in der Be- kiimpsung deutscher Minen. Im Gegenteil werden diese Märchen von Gegenmitteln täglich durch deutsche Tat­sachen widerlegt, denn die steigenden Verlustzifscrn der englischen »nd neutrale« Schiffahrt beweisen, welch -roß« Gesahren rund um Englands Küsten herrschen.

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(Dis dsudigs ^nsAghs ruvksüt nckt Leiten)

Ein jetzt veröffentlichter Brief oon Ribbentrops an Bannet bestätigt unwiderlcglich Frankreichs Kriegsschuld.

Die deutsche Luftwaffe führte Anfklärungsfliige über der schottischen Küste durch.

Zwei britische 5090-Tonnen-Dampfer sind aus Mi­nen gelaufen und gesunken.

Englische Vorpostenboote wurden unter dänischer Flagge beobachtet.

An der holländischen Küste kam es zu einer neuen Minenexplosion.

Mussolini sprach vor dem Eeneralrat des Beraten­den Korporativausschusses für Jtalienisch-Ostafrika über die Ziele der italienischen Kolonialarbeit.

In Emden wurde SA.-Obersiihrer Korvettenkapitän Hermann Härtung beigesetzt.

Die NSV. unseres Gaues Weser-Ems blickt auf eine erfolgreiche Jahresarbeit zurück.

Die zum Zweck der Soldatenbetreuung gegründete „Dorfgemeinschaft Arbergen" leistet vorbildliche Arbeit.