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parteiamtliche 'tageszeimng
vas pmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien fjansestodk vremen
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uni?lonniaa«^?ernlpr.rck>er 51115- Oheinsiraße 86. Fernspr. 5 41 21 In Sytr Mühlendamm Nr. 2
der Nationalsozialisten Bremens
sinnliches verdündungsdiatt des Neichsstatchalrers in Sldenburg und Sreme»
Nr. S / lo.Mrgang
Mittwoch, 10. Januar 1940
kinzelpreis 1S Npf.
erfolgreicher Vorstoß unserer Kampfflieger
knglischer Seleihug durch Bomben vernichtet
Bewaffnete Vorposten- und standelsschiffe angegriffen / Veutfche Flugzeuge unversestrt zurückgekestrt
Berlin, 1«. Januar
Deutsche Kampfflugzeuge unternahmen am Bor- und Nachmittag des 9. Januar einen Erkundungs- vorstotz gegen die englische und schottische Ostküste. Hierbei wurden mehrere bewaffnete Vorposten- fahrzeuge und unter deren Geleit fahrende Handelsschiffe angegriffen und vernichtet. Die eingesetzten Flugzeuge sind sämtlich unversehrt zurückgekehrt.
standgreisliche Widerlegung
dss. Amsterdam, tt>. Januar Obwohl am Montag der Staatssekretär für Schott- land, Cvlville, groHsprechertsch erklärt hatte, daß durchgreifende Maßnahmen getroffen worden feien, um „Nazi-Luftmrgriffe" auf britische Dampfer abzuwehren, und obwohl er versichert hatte, daß in Zukunft deutsche Mieger nicht mehr ohne gebührende Antwort englische Schiffe angreifen könnten,. mußte der britische Rundfunk in einer Mitteilung zugeben, daß-am Dienstag an der Ostküste Schottlands fünf britische Schiffe von der deut
schen Luftwaffe angegriffen wurden. Nach englischer Darstellung sind — wie üblich — die Verluste natürlich „gering".
In einer Schilderung des Londoner Blattes „Daily Herald" über die Verhältnisse in der Nordsee findet sich ein bemerkenswertes Eingeständnis der Wirksamkeit der deutschen Se-skriegsfÄhrnn-g, die sonst von -englischer Seite mit grundsätzlicher Verlogenheit in Äbreda gestellt wird. Der Flottenmitarbeiter des englischen Blattes schreibt nämlich: ,/Die ganze Wasserwüste, die unsere Insel von dem Rest Europas trennt, ist mit Wracks bedeckt."
?ür äie „Lromer reitunZ" Zerelcknet von Lmil Kodein
„Zeder prbeiter ist
Broßadmiral Naeder vor den Belegschaften der
Berlin, 10. Januar.
Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Naeder, besuchte am 8. und 9. Januar die Kri^smarinewersten Kiel und Wilhelmshaven. Bei dieser Gelegenheit ergriff er vor den versammelten Belegschaften das Wort zu längeren Ausführungen, in denen er auf die Wichtigkeit der Werften für die Kriegsmarine hinwies und die Arbeit des Werftarbeiters als einem besonders wichtigen Faktor -er Landesverteidigung herausstellte.
Der Großadmiral ging zunächst auf die Tatsache ein, daß die Kriegsmarine in dem Deutschland aufgezwun- aenen Kriege' einzigartige Erfolg« erzielen konnte. Mit Freude könne er feststellen, daß die Kricgsmarinewerf- ten den hohen Anforderungen,,die an sie gestellt worden seien, voll entsprochen hätten. Im letzten Jahre, besonders aber seit Kriegsausbruch, sei Außerordentliches geleistet worden, und'es erfüll« ihn mit Genugtuung, daß die Gefolgschaftsmitglieder den Ernst und die harten Notwendigkeiten dieser Zeit verstanden hätten. Wörtlich fuhr der Großadmiral fort: „Dieses Verständnis ist die Voraussetzung für eine fruchtbare Arbeit auch in der Folgezeit. Und ich muß es heute von jedem einzelnen bewußt fordern. Jeder ist an seiner Stelle notwendig. auch die geringfügig erscheinende Arbeit ist wichtig und muß geleistet werden, wenn das Gesamtwert erfolgreich arbeiten soll Der Arbeiter, der seine Arbeit gewissenhaft und gründlich ausführt, der dabei beweist, daß and Verstand voll bei der Sache sind. die unser aller Sache ist ist nicht weniger wert, als irgendwer sonst im großen Deutschen Reich.
Kriegskamerad!"
kriessmarinewerften kiel und wilftelmskaven
Wir wissen, daß wir trotz unseres Voltsreichtums noch zu wenig Arbeitskräfte in Deutschland haben, um all das, was jetzt im Kriege auch von der Heimatfront zur Sicherung des Sieges geschafft werden muß, zu leisten. Daher muß der einzelue mehr leisten als im Frieden. Es muß erreicht werden, daß, wo immer es möglich ist, noch Leistungssteigerungen erzielt werden.
Die Werften sind die Stützpunkt« unserer Schiffe und Fahrzeuge, das heißt sie sollen — wie der Name sagt — diese stützen, sie immer wieder instandsetzen und den Besatzungen die Vorbedingungen schaffen, vor dem Feint» Höchstes aus Schiffen und Waffen herauszuholen. So ist im Weltkrieg 1914—18 der Sieg vor dem Skager- rak nicht zuletzt auch ein Verdienst der Werft und -er zugehörigen Industrie gewesen. Hier wird also schon ganz klar, wie sehr der eine aus den anderen angewiesen ist, wie aus dieser' gegenseitigen Abhängigkeit eine Kampfgemeinschaft wird, die sich felsenfest aufeinander verlassen muß. Wir erleben so am eigenen Beispiel, wie'Front und Heimat auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden sind. Jeder Arbeiter muß dessen eingedenk sein, daß der Seemann an der Front auch für ihn und seine Familie das Leben einsetzt, und daß eine auch nur geringe Nachlässigkeit in der Arbeit des Werkmannes das U-Boot, den Zerstörer, ja selbst das große Panzerschiff vor dem Feinde gefährdet. Auf der anderen Seite muß jeder Bcsatzungsangehörigc auf den großen Schiffen, auf Zerstörern und U-Booten oder sonstigen Fahrzeugen wissen, daß er sich auf Leben und Tod auf die Arbeit seiner Arbeitskamcraden verlassen kann.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Sie loSesfakrt nach kngland
Wider drei Schiffe mit über 18 VÜV Tonnen auf Minen gelaufen
Amsterdam, 1V. Januar.
Reuter zufolge rechnet man damit, daß der englische Tankdampfer „Vritish Liberty" (8485 Tonnen) während des Wochenendes in der Nordsee auf eine Mine gelaufen und gesunken ist. 18 lleberlebende trafen gestern in England ein. 29 Mann der Besatzung dürften verloren sein.
Der Amsterdamer „Telegraaf" berichtet aus Dün- kirchcn, daß Dienstag nachmittag das rd. 19 099 BRT. große britische Schiff „Dunbar Castle" in der Nähe der französischen Küste aus der Höhe der Somme- Mündung auf eine Mine gelaufen ist. Ueber das weitere Los des Schiffes soll bis jetzt noch nichts bekannt sein. Die „Dunbar Castle" gehörte der Union Castle Mail und war in London registriert.
Das niederländische Motorschiff „Truida" ist am Dienstagmorgen auf dem Wege von. Holland nach England auf eine Mine gelaufen und gesunken. Die vielköpfige Besatzung konnte durch ein holländisches Schiff gerettet werden. ' Die „Truida" hatte Stärk« geladen.
Späftlrupptätigkoik und flusklärungsfliige
Berlin, 19. Januar.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Außer örtlicher Spähtrupptätigkeit und Ausklärungs- flngen der Luftwaffe in der nördlichen Nordsee keine besonderen Ereignisse."
Die LöAvaAe E Leekeieq
Flugzeug gegen Kriegschifs
Zum erstenmal in der Kriegsgeschichte ist am 26. Sep. tember 1939 ein Luftangriff auf einen manövrierenden Flottenvevband unternommen worden. Deutsche Flugzeuge haben englische Seestreitkräfte — Schlachtschiffe, Flugzeugträger, Kreuzer und Zerstörer — in der mittleren Nordsee angegriffen uud mit Bomben belegt. Der Angriff war ein durchschlagender Erfolg für die deutsche Luftwaffe. Ein englischer Flugzeugträger wurde zerstört und ein Schlachtschiff durch mehrere Treffer schwer beschädigt. Während die Engläuder bei ihrem Anfang September durchgeführten erfolglosen Luftangriff auff deutsche Kriegshäfen mehr als die Hälfte ihrer eingesetzten Flugzeuge verloren, ist es den deutschen Luftstreitkräften gelungen, von ihrem erfolgreichen Unternehmen gegen die englischen Seestreitkräfte unversehrt zurückzukehren. Zum erstenmal hat sich in der Praxis in Kampf zwischen Flugzeugen und Kriegsschiffen auf hoher See abgespielt. Dieser geglückte Angriff auf englische Kriegsschiffe dürfte bei allen Marinen für die gesamte Erörterung der Möglichkeit eines Luftkrieges gegenüber Kriegsschiffen von erheblichem Einfluß sein. I« diesem Zusammenhang ist es interessant, etwas über den Einsatz der Luftwaffe im Seekrieg und über die Wirkung von Bomben auf Kriegsschiffen zu erfahren.
Die zahlreichen Flugzeuge der Seeluftstreitkräfte der großen Mächte finden sowohl an den Küsten als auch auf Schiffen Verwendung.
Fast alle Großkampfschiffe und modernen Kreuzer führen heute für Artilleriebeobachtung und Aufklärung je zwei bis vier Bordflugzeuge, die im allgemeinen mittels Schleuder vom Schiff aus starten. Es finden durchweg Seeflugzeuge Verwendung, also Flugzeuge, die von der Schleuder aus ihren Weg in die Lüfte nehmen können und auf dem Wasser niederzugehen vermögen. Die Einholung geschieht mit Hilfe eines Heißkranes. Der auf obengenannten Schiffen am häufigsten vertretene Flugzeugtyp ist das zweisitzige Schwimmerflugzeug.
Die Masse der schwimmenden Luftstreitkräfte befindet sich immer auf bewaffneten Flugzeugträgern. Jeder dieser schwimmenden, schnell fahrenden Flughäfen beherbergt also - eine erhebliche Streitkraft. Von hier aus startet nicht nur der Aufklärer, sondern auch das Bombengeschwader.
Die Bomberverbände der Flugzeugträger bestehen meist aus sehr leistungsfähigen Radflugzeuge.n, die auf den langen Flugdecks der Fahrzeuge in schneller Reihenfolge starten uud landen können. Schwimmerflugzeuge und Flugboote sind auf den großen Flugdeckschiffeü nicht vertreten, dagegen in großer Zahl auf den „Mutterschiffen", das sind Spezia'lflugzeugschiffe für Seeflugzeuge.
Die Vernichtung eines Flugzeugträgers bedeutet für die betroffene Flotte einen gewaltigen Schaden. Die an Bord befindlichen Flugzeuge gehen mit unter, die in der Lust befindlichen, eventuell zum Angriff gestarteten Maschinen müssen schließlich — falls kein zweiter Flugzeugträger oder Land in erreichbarer Nähe wäre — infolge Vrennstoffmangels aus offener See niedergehen. Die Radslugzeuge würden in diesem Fall als verloren zu betrachten sein. Um die Flugzeugträger gegen feindliche Angriffe jeglicher Art zu schützen, sind sie mit zahlreichen Geschützen und Maschinengewehren armiert und haben meist Panzer und sehr ausgebauten Unterwasser- schutz. Daß letzterer auch nicht immer hilft, beweist der Untergang des 22 500 Tonnen großen, 62 .Flugzeuge fassenden englischen Flugzeugträgers „Courageous", der von einem' deutschen U-Boot torpediert wurde und innerhalb von 29 Minuten tank.
Die Angriffswaffen der Flugzeugträger sind die Flugzeuge. Eine Gruppe oder auch schon eine Staffel Bomber oder Torpedo-Flugzeuge ist für einen Kriegsschiffverband ein sehr beachtlicher Gegner. Es ist sehr fraglich, ob Flugabwehrgeschütze imstande sind, z. V. eine größere Anzahl plötzlich aus großer Höhe in rasendem Sturzflug herniederstoßender Bombenflugzeuge mit Erfolg abzuwehren, zumal die Angreifer in unregelmäßigen Höhenabständen voneinander auf ihr Zibl'zusteuern. Außerordentlich schwer ist es allerdings auch für die Angreifer, bewegte, eng begrenzte Ziele — wie Schiffe es sind — erfolgreich mit Bomben zu belegen. Witterungsverhältnisse, Flughöhe und — Geschwindigkeit des angreifenden Bombenflugzeuges, die Verfassung seiner Besatzung, die Größe und Sichtbarkeit des Zieles, alles das sind Faktoren, die für den Erfolg eines
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Unser LDDesspseISi
(Unsers ksutiZs Ausgabe nmksür gabt Zeiten)
Deutsche Kampfflugzeuge vernichteten an der schottischen Ostküste einen britischen Geleitzug. Chamberlain hielt eine von Lügen und Entstellungen strotzende Rede.
Die Moskauer „Prawda" reißt erneut den englischen und französischen Heuchlern die Maske herunter. Das UdSSR.-Berkehrsslugzeug ist wohlbehalten in Berlin eingetroffen.
Dnfs Cooper hielt in Amerika eine antiarabische Rede.
Das Scheitern der amerikanisch-argentinischen Han- dclsocrtragsoerhandlungen bedeutet eine Rechtfertigung des deutschen Verrechnungsverkehrs. Großadmiral Raeder sprach vor den Gefolgschaften der Kriegsmarinewersten Kiel und Wilhelmshaven. Kreisamtsleiter Staatsrat von Hagel sprach vor Betriebssührern und -obmännern über das neue „Sozialgewerk des bremischen Handwerks".
Der Reichsstuventensührer hat ab 1. Januar dir Studentische Dienstpflicht für die ersten drei Semester angeordnet.