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partLiamiliche Lageszeitung
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ronntaas^renilprecher 51115. Obcinstraße 86. Fernspr. 5 41 21 In Syke Mühlendamm Nr. 2
der NationalsoMisten Vremens
flmklirftes verkünvungsbiatt des Neichsstattiiairers in Vldenburg und Bremen
Nr. 5 / 10. Jahrgang
Sonnabend,-Januar 1840
Lmzeipreis 18 Nps.
tngland befchlagnalWl seine Handelsflotte
kine folge der zahllosen Schiffsverluste
Vie deutsche öegenblockade zwingt die Londoner Piraten-Negieeung zu einschneidenden Maßnahmen
Amstcrdam, 6. 'Januar.
Der englische Handelsminister Gilmour hat Donnerstag Vertretern der Handels- und Schisfahrtskammer von Liverpool mitgeteilt, die Regierung habe in Großbritan- nien und in allen Kolonien die Beschlagnahme der Weitstrecken-Schissahrtslinien ab 1. Februar beschlossen.
Mit dieser Maßnahme, die eine -Folge von zahlreichen Schiffsverlusten durch Torpedierungen und Minenexplo- sionen ist, stellt England alle in Großbritannien und den Kolonien eingetragenen Fracht- und Fahrgastschiffe, die auf den großen Linien verkehren, unter seine Kontrolle. Die Beschlagnahme findet an dem Tage statt, an dem die Schiffe zum ersten Male nach dem Inkrafttreten des Planes im Bereinigten Königreich ihre Ladung löschen. Der Plan soll, wie es in der Mitteilung des englischen Schiffahrtsministeriums heißt, nicht auf Schiffe ausgedehnt werden, die in den Registern der Dominien, Indiens oder Virmas eingetragen sind. Die englischen Reeder sollen ihren Betrieb auf normale Weise fortsetzen. Das Risiko für den Verlust von Schiffen und Ladungen wird aber zu Lasten der Regierung gehen. Die britische Regierung beansprucht dafür das Recht, Schiffe nach ihrem Gutdünken auflegen zu können, bestimmte Routen vorzuschreiben und die Schiffe mit Ladungen zu befrachten, die für englische Staatsinteressen am dringlichsten benötigt werden.
«vie größte flngreifernation der wett"
Newyork, 6. Januar.
Die Wochenzeitschrift der Iren in USA., „The Gaelic American", beschäftigt sich mit der britischen Anmaßung, sich als Wächter des Friedens und der Zivilisation aufzuspielen. Kein Mensch, der den englischen Imperialismus kenne, so schreibt das Blatt, werde behaupten wollen, daß England jemals um den Weltfrieden besorgt gewesen sei. England stehe es schlecht an. Deutschland „Aggression" vorzuwerfen; denn England sei seit Generationen die größte Angreifernation der Welt. Es habe stets die Wünsche, Belange und Rechte der von ihm unterdrückten Völker mißachtet. England stehe dauernd unter Waffen. Die grausame Austilgung von Bergstämmen in Rordwestindien, die Bombardierung ihrer Dörfer ohne Rücksicht auf Frauen, Kinder und Greise, das Hinschlachten Tausender von Eingeborenen in Aegppten, im Sudan und Palästina sei kein Beispiel friedlicher Gesinnung. In den Grafschaften Nordirlands sei heute noch die Nationalsprache verboten, deren Gebrauch im Süden Irlands bis zur Befreiung von den Engländern als Verbrechen geahndet wurde. Noch 1912 seien irische Bauern bestraft worden, wenn sie ihre Eigennamen auf den Ochsenkarren mit irischen Buchstaben schrieben.
kngltmd in Znflationsgefaffr r
Das Volk muß die Zeche der kapitalistischen Kriegshetzer bezahlen
Amsterdam, 8. Januar.
Daß die Eesahr der Inflation für England in bedrohliche Nähe gerückt ist, hat Schatzkanzler Sir John Simon jetzt selbst bestätigt.
Nach einer Reutermeldung wurde am Donnerstag eine Beamtenabordnung bei ihm wegen Erhöhung der Beamtengehälter vorstellig. Simon erklärte dieser Vertretung, eine automatische Erhöhung der Bezüge angesichts der erhöhten Lebenshaltungskosten führe zu der schweren Gefahr einer Inflation. Die Regierung prüfe
flufklärungstätigkeit See Luftwaffe
Berlin, 6. Januar.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An der Westfront geringe, an einzelnen Stellen etwas lebhaftere Artillcrietätigkeit. Die Ausklärungstätigkeit der Lustwasfe gegen Großbritannien und Frankreich wurde planmäßig fortgesetzt."
die Besoldung der öffentlichen Beamten im Hinblick aus andere Gehaltserhöhungen, man solle aber die enormen finanziellen Lasten des Krieges bedenken und die schwere Jnflationsgefahr, die eine automatische Anpassung der Gehälter an die Preise mit sich bringen würde. Schließlich versuchte Simon, die Veamtenabord- nung durch vage Andeutung einer künftigen Gehaltserhöhung bei weiterem Ansteigen der Preise und die billige Versicherung, daß die Regierung alles tue, um „unnötige Erhöhungen" der Lebenshaltungskosten zu verhindern, zu trösten.
4-
Ein beachtlicher Zynismus dieses leitenden Herrn der Plutokratenkaste! Erst. bricht eine Clique satter Verdiener frischfröhlich den Krieg vorn Zaun, und wenn die Sache schief zu gehen beginnt und man mit den herauf
beschworenen Schwierigkeiten nicht fertig wird, dann wälzt man die Lasten ab aus die Schultern der Irregeführten. Echt englisch!
Indien reißt an den englischen ketten
Rom, 6. Januar
Wie die „Azion Coloniale" aus Bombay meldet, hat das indische Kongreßkomitee zwei Tagesbefehle genehmigt, die augenscheinlich aus eine neue Kampagne des passiven Widerstandes hinauslaufen. Der eine dieser Tagesbefehle beziehe sich aus den „Unabhängigkeitstag" zur Stärkung der nationalen Gefühle des indischen Volkes, der andere befasse sich mit kürzlich«:« Aeußerungen der Regierung zu den indischen Problemen, die noch der Lösung harren.
kmblitk in die englische Lügendiktatur
Untersuchung des „sttlzenia'-salles Sokumentarijch festgelegt
Berlin, 6. Januar.
Die Deutsche Informationsstelle teilt mit: Im Rahmen der Schriftenreihe „England ohne Maske" ist jetzt eine Broschüre erschienen, die unter dem Titel „Der Athenia-Fall" eine Episode des Krieges behandelt, die aus mehr als einem Grunds eine dokumentarische Untersuchung erfordert. Die Broschüre hat es unternommen, den Fall aus der Sphäre der Tagespolitik herauszunehmen und in seiner grundsätzlichen Bedeutung für die Art der-englischen Kriegsführnng überhaupt zu beleuchten.
So ist aus der knappen, aber inhaltsreichen Darstellung die Geschichte einer politischen Lüge geworden, die für alle Erzeugnisse der britischen Propaganda- maschine jetzt und in Zukunft typisch geworden ist.
Unter Verwertung aller wesentlichen und vielfach neuen Beweisstücke wird dem Leser ein Einblick in die Zusammenhänge jener Meinungsdiktatur gewährt, die England auch in diesem Kriege über den gesamten Erdball auszuüben sucht. Neben den bekannten Einzelheiten
des Falles selbst bilden die Auswirkungen, die er zeitigte, und der Hintergrund der englisch-amerikanischen Beziehungen, auf dem er möglich wurde, den Gegenstand der anschaulichen und fesselnden Darstellungen.
In einem Schlußkapitel „Der Lhurchillismus und sein Werk" wird das klare und eindeutige Ergebnis der eingehenden Untersuchung zusammengefaßt:
' „Sämtliche Indizien — Indizien, die Beweise sind — zeugen gegen Winston Churchill als den Mann, der als Erster Lord der Admiralität alle Vorgänge aus der Athenia bis zu ihrer Versenkung durch britische Zerstörer veranlaßte und sich damit vor der Weltöffentlichkeit zu verantworten hat. Mehr als das: Sie zeugen gegen den Churchillismus als gegen die politische Richtung, die mit ihrem unversöhnlichen Haß einen dauernden Ausgleich zwischen Deutschland und England verhinderte, die für Europa und das britische Reich den gefährlichsten Krieg ihrer'Geschichte heraufbeschworen hat und jetzt, wo er geführt wird, die infamsten und hinterhältigsten Mittel zur Difsamiernng des Gegners in Anwendung bringt."
wieder dummes Seschwöff
was ich selber denk und tu
Berlin, 8. Januar.
Unbekümmert um die von zuständiger deutscher Seite erfolgte Entlarvung der dummen Lüge, wonach Deutschland einerseits Finnland mit Waffen gegen Rußland versorge, während es andererseits Rußland militärische Hilfe in Aussicht stelle, phantasiert der französische Rundfunk munter weiter von einer angeblich russischen Bitte an Deutschland um militärische Hilfe und von der Erwartung eines diesbezüglichen Besuches Molo- tows in Berlin.
Man werde, so schwindeln die englisch-französischen Lügenbolde weiter, in Deutschland wohl nur dann der russischen Bitte um Hilfe entsprechen, wenn Rußland sich dem deutschen Wunsch auf Einräumung einer Kontrolle über die russische Wirtschaft beuge. Deutschland wolle Rußland seine wirtschaftlichen Methoden aufzwin- gen. Moskau wisse jetzt, welchen Preis es für die deutsche militärische Unterstützung in Finnland werde zahlen müssen.
Wohl selten ist mehr militärischer Unsinn und politisches Geschwätz auf einmal verzapft worden als hier in dieser Sendung der englisch-französischen Lügen- köche! Es ist überflüssig zu wiederholen, daß Rußland Deutschland niemals um Hilfe angegangen ist. Da-
Kriegsausweitung, ihre fire Idee
kriegskefferischer Srößenwaffn in der französischen Presse
Brüssel, 8. Januar.
Die seit August angestaute Wut der für die Wetterführung des Krieges verantwortlichen Kreise Frankreichs, die durch die Wiederherstellung der traditionell begründeten deutsch-russischen Freundschaft zwar einen schweren Schlag erlitten hatten, aber immer noch hassten, durch irgendwelche dunklen Manöver doch noch wieder Zwietracht zwischen den beiden, den Frieden des europäischen Ostens garantierende Mächte stützen zu können, bricht seit einigen Tagen in der Pariser Presse mit voller Wucht durch. Zähneknirschend wird zunächst zugegeben, daß die Hoffnung auf eine Trennung Rußlands von Deutschland abwegig sei, da keinerlei Bresche in das deutsch-russische Freundschaftsverhältnis mehr geschlagen werden könne.
Um aber die Kriegsbegeisterung des französischen Volkes, das sich allmählich der Sinnlosigkeit des Krieges gegen das durch den Westwall unverwundbar gewordene Deutschland bewußt wird, nicht absinken zu lassen, versuchen die unverbesserlichen Pariser Presseeinpeitscher nunmehr, ihrem Volk die „glänzenden" Möglichkeiten
fischen Hafen Murmansk beschießen und siegreich auf Leningrad marschieren. Diese Stadt werde dann, so meint der „Figaro" großsprecherisch, wieder Petersburg heißen, und das russische Reich werde durch einen solchen Schlag in seinen Grundfesten bis nach Wladiwostok und bis zu den Karpaten hin erschüttert werden (!).
Der „Jour" seinerseits träumt von einem gemeinsamen offensiven tllrkisch-englisch-französischen Vorgehen gegen die russischen Erdölquellen im Kaukasus und von der Unterbindung der russischen Petroleumtransporte über das Schwarze Meer.
Wenn auch die Hauptlast der zu vollbringenden Heldentaten von den Pariser Strategen großmütigerweise den Finnen und Türken überlassen wird, so macht sich, wie neutrale, in Brüssel aus Paris eingetroffen«: Beobachter berichten, in den Kreisen der französischen Bevölkerung eine sichtliche Unruhe bemerkbar. Das Gefühl greife, um sich, so bemerken diese neutralen Beobachter, daß das französische Volk von unverantwortlichen, dem Größenwahn ständig mehr verfallenen Politikern, denen der Gedanke der Kriegsausweitung zu einer fixen Idee geworden ist, in immer unübersehbarere und uferlos werdende Abenteuer gestürzt zu werden droht.
(Siehe «rch Seite H
gegen ist überall hinreichend bekannt, daß das llm- Hilfe-Botteln und Schnorren um militärische Unterstützung in der ganzen Welt grundsätzlich die Art der Kriegführung der alliierten Demokratien ist. Was das Geschwätz von einer deutscherseits erstrebten Kontrolle über die russische Wirtschaft anlangt, so kann ein solcher Gedanke nur in den Gehirnen von Menschen entspringen, deren Wirtschaft selber von anderen kontrolliert wird. Daß die französische Wirtschaft heute von England kontrolliert wird und umgekehrt, wissen wir, und daß sie sich daher ein Leben ohne Kontrolle gar nicht mehr vorstellen können, ist das einzige, was bei diesem blöden Propagandagefchwätz begreiflich ist.
englische Wirtschaftsspionage
Berlin, 6. Januar.
Gegenüber dem Protest Amerikas gegen die Wegnahme der amerikanischen Post von neutralen Schiffen durch englische Behörden sucht der diplomatische Korrespondent des „Daily Herald" vom 3. Januar England mit der Begründung zu rechtfertigen, daß es das Recht habe, neutrale Schifte auf Konterbande zu durchsuchen, und daß es Konterbande, vor allem Geld, das in Briefen enthalten sein könnte, auch beschlagnahmen dürfe.
Diese faule Ausrede klingt wenig glaubwürdig, da wohl niemand in Kricgszeiten Geld in Briefen nach Uebersee verschicken wird. Beschlagnahme dient vielmehr England dazu, eine wohlortzanisierte Handelsspionage durchzuführen. Diese Spionage .richtet sich unter dem Vormund. Deutschland treffen zu wollen, besonders gegen die neutralen Staaten. Die Post-Durchsuchungen können den Engländern wichtige Hinweise geben über Geschäftsverbindungen, Warenpreise, Absatzmärkte und Bezugsquellen der Neutralen. Auch Produktionsgeheim- nifse und politisch wichtige Nachrichten können so den Engländern in die Hände fallen. England ist auf Grund der erworbenen Kenntnisse in der Lage, die Handelsbeziehungen der Neutralen zu stören.
Schon im Weltkriege haben die Engländer die Postbeschlagnahme durchgeführt. Damals war England in der Lage, den gesamten Postverkchr zwischen Amerika und Europa zu kontrollieren. Die Organisation der englischen Postzensur begann 1914 ihre Tätigkeit mit einem Stab von vierzehn Beamten. 1916 verfügte die Organisation bereits über 2000 Personen. 1917 waren 3700 Kontrollbeamte in London und 1500 in Liverpool, den beiden Hauptsitzen der Organisation, tätig. Weitere Zweigstellen bestanden in Gibraltar, Alexandria und Folkestone.
Mit Hilfe dieses ausgebildeten Apparates war England in der Lage, mehr und mehr die Märkte der neutralen Länder unter seine Kontrolle zu bringen und auch im Hinblick auf den kommenden Frieden Maßnahmen zu treffen, die geeignet waren, die Neutralen in wirtschaftlicher Beziehung i« fühlbare Abhängigkeit von der City zu bringen.
höre velisha
und MacMMan zurückgetreten
cknb. Amsterdam, 8. Januar.
Wie Reuter aus London meldet, sind Kriegsminister Höre Velisha und Jnformationsminister Mac Millan zurückgetreten. Der bisherige Handelsminister Stanley hat das Kricgsministerium übernommen. Zum Handelsminister ist Sir Andrew Duncan und zum Jnsor- mationsminister Sir John Neith ernannt worden.
Amsterdam, 6. Januar.
Wie Reuter ergänzend mitteilt, wurde Höre Velisha nach seinem Rücktritt als Kriegsminister das Handelsministerium angeboten, er lehnte es aber ab. Dieser Wechsel vervollständige die Neubesetzung der wichtigsten Regierungsstellen, schließe aber die Möglichkeit von Aenderungen in den unteren Stellen nicht aus.
Der Weltkrieg und seine Lehre für Indien
Von kancktt laracbsnck kox
Die Blicke der gesamten Welt sind heute auf Indien gerichtet. In diesem alten Kulturlande, das schon solange in den Fesseln der Knechtschaft schmachtet, ist ein Kampf entbrannt, dessen Ausgang nicht nur für Asien, sondern auch für Europa von größter Bedeutung sein wird. Schon seit vielen Jahrzehnten kämpft das indische Volk um seine Freiheit und ist immer wieder auf dem verfassungsmäßigen Weg« mit seinen Wünschen Lei der englischen Regierung vorstellig geworden, aber die Engländer haben es immer verstanden, es mit leeren Versprechungen hinzuhalten.
2m Weltkrieg, als es sehr schlecht um die Alliierten bestellt war, bat England das indische Volk um Hilfe und stellte als Belohnung dafür die Gewährung der Selbstregierung in Aussicht. Das indische Volk half und wartete geduldig auf die versprochene Belohnung. Leider vergebens! Und das, nachdem Indien der englischen Regierung 1 401 350 Mann und 2 000 000 000 Pfund Sterling zur Verfügung gestellt hatte! Die Empörung, die nach dieser bitteren Enttäuschung überall in Indien um sich griff, wurde durch das von dem Engländer General Dyer am 13, April 1919 unter friedlichen Indem in Amritsar angerichtete Blutbad zu namenloser Wut und Entrüstung gesteigert. Die englische Regierung versuchte die erregten Gemüter durch «iu Parlamentsgesetz zu, besänftigen, das die Entsendung einer königlichen Kommission zur Untersuchung der Ansprüche der Inder auf eine verantwortliche Verwaltung vorsah.
Das hielt aber den Gang der Ereignisse in der nationalen Sphäre in Indien nicht auf. Das wachsende politische Bewußtsein der Inder und ihre Unzufriedenheit mit den Methoden Englands beschleunigte das Tempo in Indien, insbesondere unter den jüngeren Führern des Landes, 1927 nahm der Allindische Ratio- nalkongreß auf Pandit Jawaharlal Nehrus Veranlassung in Madras e.ine Entschließung an, derzufolge der Kongreß die vollständige nationale Unabhängigkeit als das Ziel des indischen Volkes erklärte. 1928 gelang es Mahatma Gandhi, die jüngere Generation zu bewegen, von England spätestens bis zum 1. Januar 1930 die Gewährung des Dominialstandes zu verlangen und im Falle der Ablehnung zur Forderung der völligen Unabhängigkeit überzugehen. Indien wartete vergeblich au^ ein greifbares Entgegenkommen der Engländer, Auf dem 44. Allindischen Nationalkongreß in Lahore unter der Präsidentschaft Pandit Jawahalal Nehrus erfolgte dann die unter diesen Umständen unvermeidlich gewordene Absage der Inder an die englische Regierung. Am 29, Dezember 1929 hißte Pandit Nehru auf einem 40 Meter hohen Mast die indische Nationalflagge (rot- weiß-grün mit einem Spinnrad) und sprach, „Diese Flagge ist ein Symbol der Freiheit und Einigkeit Indiens und darf, solange einer von uns noch am Leben ist, nicht heruntergeholt werden. Ich fordere Sie auf, das Gelübde abzulegen, daß Sie die FiagÜ? verteidigen werden und, wenn es nötig sein sollte Ihr Leben dafür einsetzen werden!" „Jawohl!" erscholl es ihm aus Tausenden von Kehlen entgegen. Der 26. Januar wurde als indischer Nationaltag erklärt,
Mahatma Gandhi wurde ermächtigt, die' Bewegung der bürgerlichen Gehorsamsverweigerung als alleiniger
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(Unsers llsutigs -lusgalls umkskt sollt 8sitsn)
Als Folge der Eegenblockade hat die britische Regierung die Beschlagnahme der gesamten englischen Handelsflotte^ beschlossen.
Die englischen Minister Höre Velisha und MacMillan traten zurück.
Der britische Schatzkanzler Simon gestand die Jn- slationsgcfahr für England ein.
Die Reklamestellen der Westmächte verfallen auf immer dümmere Lügen.
In Anatolien wurden neue Erdstöße beobachtet.
Italien organisiert die Einfübrung der Lebensmittelkarte.
Die russisch-japanische Verständigung ist wieder um einen guten Schritt weitergekommen.
Die NSDAP. Kreis Bremen führte im großen Elockensaal einen Kreisappell durch, bei dem Kreisleiter Blanke einen umfassenden Leistungsbericht über den imposanten Kriegscinsatz der Partei gab.