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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien kjansestadt vremea
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtliklies Verkünüungsdlatt des Neichsstatttialters in Mdenburg und Vremen
Nr. 4 / 10. Jahrgang
Lreitag, 5. Januar 1940
kinzelpreis 15 Npf.
England sucht neue
dunkle britische schlichten aus Skandinavien ^
Sie „moralische und strategische Seite" des finnischen Konflikts
/
Amsterdam, 8. Januar
Zu dem finnischen Konflikt und der Stellung, die England und Frankreich ihm gegenüber einnehmen, schreibt der diplomatische Korrespondent des „Manchester Guardian" u. a., die westlichen Alliierten seien davon überzeugt, das; die Niederlage Finnlands ihrer eigenen Sache sehr abträglich, nicht nur in einem moralischen Sinne, sondern auch in strategischer Hinsicht, sein würde. Die Anwesenheit der russischen Koalition an den Küsten des Nordatlantik — in Petsamo, am Varanger Fjord und in Narwik an der norwegischen Küste — würde den nördlichen Verbindungswegen Englands gefährlich werden. Es würde sozusagen eine umfassende Bewegung darstellen, mit der die deutsch- russische Koalition versuchen würde, die Ruhe in West- europa und in der-Nordsee zu überbrücken und Grog- britannien als Flotten- und Handelsmacht oom Nordosten her zu bedrohen. Gefahren dieser Art seien es, die die Alliierten, zwängen, Finnland zur Hilfe zu eilen.
Ob die Beziehungen zwischen Rußland und den Alliierten, so berichtet der Korrespondent weiter, für die Zukunft normal bleiben könnten, sei nicht völlig sicher. Man erkenne sowohl in London, als auch in Paris sehr wohl. daß Rußland auf Deutschlands Seite stehe.
Der Gedanke, bei dem. der Wunsch Pate gestanden habe, und wonach man Rußland als einen geheime« Feind Deutschlands betrachtet habe und demzufolge in Rußlands Einmarsch in Lstpolen, in Rußlands Besetzung strategischer Punkte in den baltischen Staaten und in Rußlands Einmarsch in Finnland eine gegen Deutschland gerichtete Politik gesehen habe, sei völlig ausgegeben worden.
Zum gleichen Thema berichtet ein Londoner Korrespondent von „Het Vaderland", man glaube in England nicht mehr an einen leichten Sieg über Deutschland mit Hilfe der Propaganda und der Blockade. Man bereite sich auch jetzt auf einen harten Kampf mit den Waffen vor. Dieser Kampf mit den Waffen könne sowohl auf See. als auch in der Lust ausgetragen wer-
krkundungsfliige unserer Luftwaffe
Britisches Kampfflugzeug abgeschossen
Berlin, 5. Januar
Das OKW. gibt bekannt: „2m Westen zwischen Mosel und Pfälzer Wald etwas stärkeres Artilleriestörungsfeuer als an den Vortagen. Auch die Spähtrupptätigkeit war reger. Die Luftwaffe führte Erkundungsflüge gegen Frankreich und über der Nordsee durch. Ein britisches Kampfflugzeug wurde Mittwoch früh in der Gegend von Aachen nach Ueberfliegen luxemburgischen Hoheitsgebietes von einem deutschen Jagdflieger gestellt und nach kurzer Verfolgung abgeschossen, ehe es über die deutsch-belgische Grenze hin entkommen konnte. Das zertrümmerte Flugzeug liegt in Erenznähe auf belgischem Gebiet."
Seutsktie slieger über Paris
Berlin. 8. Januar.
Der Londoner Rundfunk gibt am Donnerstagabend zu, daß deutsche Flieger aus ihren Erknndungsflügen über französischem Boden bis nach Paris gekommen sind. London vergaß hinzuzufügen, daß ein nach Deutschland geflogenes englisches Flugzeug bei Äschen abgeschossen wurde.
den, vielleicht aber auch an Lackd, wenn das auch nicht an der Westfront sei.
Daß England Finnland und damit sich selbst verteidigen werde, betrachte man in London als sicher. Man sage sogar, daß diese Hilfe an Finnland ansehnlichen Umfang annehmen werde. Es bleibe aber für England eine Schwierigkeit; denn England könne sein Material nicht auf direktem Wege nach Finnland schicken, da die Russen die finnischen Häfen im Norden beherrschten und Deutschland die Ostsee geschlossen halte. Die Anfuhr müsse demgemäß über Skandinavien stattfinden.
In England sei man -davon überzeugt, daß Schweden und Norwegen dabei gerne mitarbeiten, doch sei es auf- fallerch, daß diese Staaten auf die ihnen gestellte Frage
Berlin, 8. Januar
Die Grundlagen, Ziele und Richtung der deutschen Kriegswirtschastspolitik behandelt ein Aussatz des Staatssekretärs Körner in der neuesten Nummer der Zeitschrift „Der Vierjahresplan" mit dem Titel „Straffste Lenkung der Kriegswirtschaft". Einleitend wird in dem Aufsatz daraus hingewiesen, daß die Umstellung der hochentwickelten deutschen Wirtschaft auf den Krieg zweifellos eine der schwersten Aufgaben der letzten Monate war. Die unerläßlichsten sachlichen Voraussetzungen für die erfolgreiche wirtschaftliche Mobilisierung habe der Vierjahresplan geschaffen.
Die Umschaltung in den vergangenen Monaten, die Reichswirtschaftsminister Funk als Generalbevollmächtigter für die Wirtschaft durchführte, habe sich auf dieser Grundlage vollzogen und stelle eine organisatorische Leistung größten Ausmaßes dar, sie sei in der Wirtschaftsgeschichte ohne Beispiel.
Die ersten Monate einer systematisch entwickelten Kriegswirtschaftspolitik haben nun, wie in dem Aufsatz weiter ausgeführt wird, vielfältige Ergebnisse und zahlreiche Erfahrungen gezeitigt. Solange der Krieg dauert, wird die Wirtschaft Operationsgebiet bleiben. Hier müssen die vorhandenen Kräfte Betriebe, Arbeiter, Rohstoffe und Verkehrsmittel — jeweils den wechselnden Anforderungen der Kriegsführung, zu Lande, zu Wasser und in der Luft entsprechend gelenkt werden. Gleichzeitig ist es notwendig, den brutalen Methoden der englischen Blockade durch überlegene Schachzüge zu begegnen. Dementsprechend muß die Kriegswirtschaftspolitik elastisch und schlagkräftig, erfinderisch und wagemutig im Aufspüren neuer Mittel und Wege, hart und konsequent in der Verfolgung des großen Zieles der siegreichen Reichsverteidigung sein. Um diesen Ansprüchen zu genügen, sind drei Voraussetzungen unerläßlich:
1. Klare Vefehlsgewalt und straffste autoritäre Lenkung der gesamten Kriegswirtschaft.
2. Laufende engste Zusammenarbeit sämtlicher Stellen, die mit kriegswirtschaftlichen Fragen beschäftigt sind, und zwar in Partei und Staat.
3. Disziplin und verständnisvollste Mitarbeit des ganzen Volkes, der Schaffenden, als auch der Verbraucher.
Aus diesen Gründen hat sich Generalfeldmarschall Eöring im Dezember des vergangenen Jahres auf die Initiative von Reichsminister Funk hin entschlossen,
noch keine Antwort gegeben hätten, nämlich, was Norwegen und Schweden zur Hilfe Finnlands zu tun gedächten.
Die englische Diplomatie scheine eifrig am Werk zu sein, die nordischen Staaten zu einem schnelleren Entschluß zu bringen, wobei u. a. davon gesprochen werde, daß Großbritannien den beiden Ländern Garantien gegen einen eventuellen russischen und deutschen Versuch gäben, die Durchfuhr des Materials zu stören, oder Schlußfolgerungen zu ziehen, die für die nordischen Staaten unangenehm seien. Für Stockholm und Oslo liege hier die Schwierigkeit darin, daß die Annahme einer englischen Garantie in Moskau und Berlin auch als ein Einschwenken in die Front der Alliierten angesehen werden könne. (Siehe auch Seite L)
eine weitere Vereinheitlichung in der Lenkung der Wirtschaftspolitik herbeizuführen. Der Genrralseld- marschall nimmt demnach die Leitung der Kriegswirtschaft ganz in die Hand. Mit anderen Worten: Der Beauftragte für den Vierjahresplan wird höchste kriegswirtschaftliche Instanz, der Auftrag des Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft, des Reichsministers Dr. Funk, bei der Wirtschaftspolitik und der Kriegs- sinanzierung im engeren Sinne entsprechend den Aufgaben des Reichswirtschaftsministeriums und der Reichsbank.
Für diese Führungsaufgwbe bedient sich der Generwl- feldmarschall der zuständigen Ministerien und der bereits bewährten Einrichtungen und Dienststellen des Dierjahresplanes. Er beabsichtigt also keineswegs, ein neues Amt für Kriegswirtschaft aufzubauen. Für die Errichtung neuer Behörden liegt kein sachliches Bedürfnis vor, und behördliche lleberorganisation hat sich stets nachteilig ausgewirkt. Um die unbedingt notwendige Zusammenarbeit zu gewährleisten, werden alle in die Kriegswirtschastspolitik eingeschalteten obersten Reichsbehörden in einem Generalrat zusammengefaßt.
Diesem gehören die Staatssekretäre an: Des Beauftragten für den Vierjabresulan, des Reichsmirtichafts- ministeriums, des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, des Reichsarbeitsministeriums, des Reichsverkehrsministeriums, des Reichsministeriums des Innern und des Reichsforstamtes; ferner gehören ihm an: Der Reichskommissar für die Preisbildung, der Chef des Wehrwirtschaftsamtes im Oberkommando der Wehrmacht sowie ein Beauftragter des Stellvertreters des Führers der NSDAP.
Nach Bedarf kann der Generalrat namentlich durch Heranziehung von Vertretern des ReichsfinanMini- steriums oder der Reichsbank' und der Generalbevollmächtigten des Vierjahresplanes erweitert werden. Den Vorsitz führt der GeneralMdmarfchall; mit seiner Vertretung hat er StaatssekrMr Körner beauftragt.
Der Genevwlrat hat fest umrissene Aufgaben, so vor allem die lausende Abstimmung der Arbeiten der einzelnen Ressorts, die Entgegennahme und Prüfung von Berichten und die Veranlassung der jeweils erforderlichen kriegswirtschaftlichen Maßnahmen Er ist «ine Arbeitsgemeinschaft, die-die wichtigsten Fragen klärt und die Richtlinien sür-^M Lotung festlegt. Die Durchführung der einzelnen Maßnahmen hingegen, also auch die Ausarbeitung der einschlägigen Verordnungen und Verwaltungsvorfchriften, bleibt nach wie vor den zuständigen Pessorts überlassen, die über geeignete Fachkräfte und den notwendigen Verwwltungsapparat verfügen. - - (Fortsetzung auf Seite 2)
wieder ein britischer Zerstörer vernichtet
Straffung -er deutschen Kriegswirtschaft
öeneralfeldmarschall Söring nimmt die Leitung der Kriegswirtschaft ganz in die stand
Sleichreitiger Verlust von mehreren englischen Handelsschiffen in der Nordsee
Rom, 5. Januar.
Nach einer Meldung des italienischen Rundfunks vom 30. Dezember 1030 ist der britische Zerstörer „Discount" in der Nordsee aus eine Mine gelaufen und gesunken.
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Die „Discount" gehört zu der sogenannten Klasse der britischen V.- und W.- Zerstörer und wurde in den Jahren 1917—18 gebaut. Er hat eine Wasserverdrängung von 1120 Tonnön und eine Geschwindigkeit von 35 Knoten. Die Bestückung besteht aus vier 10,2-Zentimeter-Geschlltzen, sechs Torpedorohren, vier MGs. und Flaks.
knglondsaffrt — Lodessaffrt
Amsterdam, 8. Januar
Dem „Telegraaf" zufolge wird der estländische Dampfer „Agu" (2200 Tonnen) seit dem 3. Dezember vermißt.
Man befürchtet, daß das Schiff aus eine Mine gelaufen ist.
Der englische Dampfer „Ardangorm" (8200 Tonnen) ist an der Küste von Cornwall aufgelaufen. Das Schiff hat Notsignale ausgesandt.
An der irischen Küste ist der englische Frachtdampker „Athelbcach" (8888 Tonnen) ebenfalls aus Grund qe- lausen.
vor oiiAlisvüe Zerstörer „Viseouin"
ev. Kopenhagen, 8. Januar.
Nach Mitteilung des dänischen Rundsunks sind schon wieder zwei schwedische Schisse und zwar Dampfer der Erängesberg-Gesellschast untergegangen. Dqr Dampser „Kiruna" (5400 BRT.) hat von seinem Aon dort, ungefähr 500 Seemeilen von den Äzoren cmsernt, Notsignale gesendet. Das zweite Schiff ist an der schottischen Küste gesunken; elf Mann der Besatzung sollen gerettet sein.
Sriechischer Vampfsr gestrandet
Athen, 5. Januar
Der griechische Tankdampfer „Motorina", der mit Petroleum von Konstanza nach Alexandrien unterwegs war, ist bei der Insel Chios gestrandet. Das 2230 BRT. große Schift wurde wegen seiner kritischen Lage von der Mannschaft verlassen.
knglands Verluste noch höher
Britische Admiralität verheimlicht Minentreffer!
Berlin, 8. Januar.
Die britische Admiralität versucht, Schisssverlnste durch Minentreffer geheimzuhalten. Der Kapitän eines neutralen Dampfers, der längere Zeit an der englischen Ostkllstc auf der Reede von Vlqth liegen mußte, hat an einem einzigen Tage beobachtet, wie drei englische Dampfer von je 2000 bis 3000 Tonnen Größe auf eine Mine liefen und in die Luft flogen. Er hat hiervon in einem neutralen Hasen dem Kapitän eines deutschen Dampfers Mitteilung gemacht, der jetzt nach der Rückkehr in die Heimat den Vorfall, den die britische Admiralität vergeblich zu verheimlichen suchte, gemeldet hat.
Auch aus diesem Vorfall ergibt sich, daß die. britischen Schisssverlnste höher sind, als die Engländer zugeben und auch die Ergebnisse der amtlichen deutschen Statistik noch übertreffen, da in dieser Minenzuschläge nicht enthalten sind.
Rom, 8. Januar.
Die großen Ersolge der deutschen Seekriegsführung unterstreicht „Tevere" durch die Veröffentlichung einer Liste englischer und französischer Schisssverlnste, die die Ecsamttonnagc mit 1039 637 Tonnen angibt.
Das Blatt erinnert an die verzweifelte Lage, in die die Engländer im letzten Krieg geraten waren und an! die wenig bekannte Tatsache, daß es 1017 eine Periode - gab, in der das englische Heer nur noch für zwei Tage ! Proviant besah. 1914 seien in den ersten vier Kriegs- ^ monatcn nur 67 984 Tonnen torpediert worden, heute ^ sei die Million bereits überschritten. Damals habe Deutschland im Verlaus des Krieges 811 neue Unterseeboote aus Stapel gelegt. Diese Zahlen genügen an sich schon, um sich einen Begriff von den künftigen Möglichkeiten des deutschen Seekrieges zu machen.
Berlin, 5. Januar-
Die letzten Auslandsmeldungen stimmen darin Wen- ein, daß die Westmächte nünmehr von der Aussichtslosigkeit ihres Blockadekrieges und eines unmittelbaren Angriffes auf Deutschland überzeugt sind und, um ihr eigenes Gebiet zu schonen, alles daran setzen, den Kriegs, schauplatz nach Skandinavien, auf den Balkan und in den Nahen Osten vorzutragen. Trotz der von der englisch-französischen Presse ständig behaupteten angeblichen Langsamkeit der russischen Armee (!) wird vor allem Her finnische Konflikt für den Versuch zum Vorwand genommen, die neutralen Staaten gegen die neuentdeckts „russische Bedrohung", die seit einiger Zeit scharfmacherisch in allen Spielarten den Unbeteiligten ein- suggeriert wird, in den Krieg zu hetzen. Das Stichwort gibt London mit der gestern durch die Presse bekanntgewordenen offiziösen Erklärung, daß „die Verteidigung Finnlands und die Erhaltung der Integrität der skandinavischen Halbinsel als politische und strategische Notwendigkeit ersten Ranges angesehen werden uNd die Unabhängigkeit Norwegens für England fast die gleiche große Bedeutung wie die Perteidigung Belgiens und Hollämds habe." Die bisher schamhaft verhüllten imperialistischen Wünsche Englands werden jetzt offen als Kriegsziele Englands verkündet.
Der „Daily Telegraph" behandelt an Hand von Meldungen seines Sonderberichterstatters die Frage der Einbeziehung der Türkei und des Nahen Ostens in den Krieg. In Beirut sei man fast allgemein davon überzeugt, daß im Frühjahr der Krieg wahrscheinlich entweder auf den Balkan oder auf den Kaukasus übergreifen werde.
England und Frankreich hatten in ihrem Kriegsplan eine solche Möglichkett bereits in Rechnung gestellt. In jedem Fall rechne man mit einer engen Zusammenarbeit zwischen der Türkei und den Alliierten.
Wie diese „Zusammenarbeit" gedacht ist, enthüllen dre „Basier Nachrichten" mit der Feststellung, daß nach Meldungen der englisch-französischen Presse die in Syrien aufgestellte englisch-französische Expeditionsarmee jetzt marschbereit sei. Sie könne im Ernstfälle m wenigen Tagen an der russisch-türkischen Grenze sein, von wo aus sie zusammen mit der türkischen Armee das Oelgebiet um Baku ernstlich gefährden könne.
Einen näheren Einblick in die englisch-französische« Angriffsa.bsichten erhält man aus einem gleichzeitig erschienenen Artikel des „Temps", der von der Genfer Zeitung „La Suisse" ausführlich zitiert wird. Darin wird ganz unzweideutig die Eroberung der Gebiete angekündigt, in denen sich Erdölquellen befinden, die der Versorgung des Feindes dienen könnten. Eine solche Eroberung ist nach dem „Temps" eine „vollkommen logische strategische Operation". Unter Heranziehung von Mitteilungen des zuständigen wirtschaftlichen Fachmannes, des Präsidenten der Syndikatskammer der französischen Petroleumindustrie, General Serrigny, behandelt der „Temps" ausführlich die verschiedenen europäischen Erdölgekbieke und die Möglichkeiten der Deckung des deutschen und russischen Bedarfs, vor allem im Kriege, und kommt zu dem Schluß, daß man diese beiden Mächte des wichtigen Brennstoffes berauben und damit ihre Armeen teilweise lahmlegen könnte, wenn Rumänien aufhören würde, sein Erdöl an Deutschland zu liefern, und wenn andererseits die Kaukasusgebiete „irgendwie" der Autorität der Moskauer Regierung entzogen würden, ja, wenn nur die Erdölerzeugung dort gestört würde (!). Aus allen diesen Gründen, so folgert der „Temps", könnte die Gegend um das Schwarze Meer gegebenenfalls für die Alliierten ein „strategisches Ziel von kapitaler Bedeutung sein". (!)
Der Herausgeber der Zeitschrift „Nineteenth. Century" setzt sich in einer Betrachtung zur Lage nachdrücklich für eine aktiv« Intervention der Alliierten in den skandinavischen Staaten und Südosteuropa ein, wobei er unverhüllt zugibt, daß der eigentliche Gegner die bewaffnete und geeinte deutsche Nation sei.
Daß es England nicht um das Schicksal der kleinen Nationen sondern allein um die Durchsetzung seiner imperialistischen Herrschaftsgelüste geht, ergibt sich in voller Eindeutigkeit aus der Feststellung des Blattes, es liege im strategischen und im politischen Interesse der Alliierten, daß die finnische Unabhängigkeit erhalten
Unser IssesspSegvI
tllnsers ksutiAs LvsAsbs uivkokr gebt Feiten)
In der Nordsee wurde erneut ein britischer Zerstörer vernichtet.
In Kleinasien wurden die türkisch-französischen Trnppenkonzentrationcn fortgesetzt.
Bei den Westdemokraticn werden dunkle Absichten aus Skandinavien und Kaukasien erkennbar.
Aus Anatolien werden weitere schwere Erdstöße gemeldet.
Anläßlich der Eröffnung des Bundesparlaments sprach Roosevelt über die politische Lage der USA. Die deutsche Luftwaffe sührte Erkundungsflüge über Frankreich und England durch.
Eeneralfeldmarschall Eöring nimmt die Leitung der deutschen Kriegswirtschaft ganz in die Hand. Unser Gauleiter empfing im Blockhaus Ahlhorn drei U-Voot-Bejatzungen mit Konteradmiral Dönitz. Das Rcichsernährnngsministerium berichtet über die Lebensmittelznteilung vom 13. Januar bis 11. Februar.
Der vom Sondergericht Hannover znm Tode verurteilte Brandstifter Otto Grewe ist gestern hingerichtet worden.