Ausgabe 
(2.1.1940) Nr. 1
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parteiamtliche Lageszeiwng

vas pmlsdlatt des Negierenden Bürgermeisters der Zrrten Hansestadt vremen

Nochirut

n^lonniuas^sternsprecher 51115- Ohernstraße 86. Fernspr. 5 41 21 8n Syke Mühlendamm Nr. 2

der Nationalsozialisten Vremens

flmtilkties verkündungsdlatt des Neichsstattlialters in Mdenburg und vremen

7lr. 1 / 10. Jahrgang

Dienstag, 2. Januar 1940

Linzelpreis 15 Npf.

tligen-tlimchill in liochster Verlegenheit

-Verbrechen lüßt chn nicht schlafen

Wie die Briten in unseren Kolonien Hausen

Vergeblicher Versuch, das amerikanische Untersuchungsergebnis zu verwässern

Berlin, 2. Januar.

Kaum hat die Weltöffentlichkeit von dem nahezu abgeschlossene» Untersuchnngsergebnis der Rechtsabtei- lnng des amerikanischen Staatsdepartements über den Athenia"-Fall die ersten Nachrichten erfahren, Nach­richten, die eindeutig besagen, daß die englische Be­hauptung, das Schiff sei von einem deutschen U-Boot versenkt worden, durch keinerlei Beweise zu erhärten sei, daß vielmehr die Mehrzahl der Aussagen der Fahr- gäst« es unzweifelhaft erscheinen lägt, daß das Schiff durch eine innere Explosion zerstört wurde. Kaum ist diese für Herrn Churchill so peinliche Kunde in der Welt bekanntgeworden, druckt der Lügenlord mit zu vertrauter Gewohnheit gewordener Geste aus den Reuter-Verwässerungsknopf. Er lägt die durchsichtige Meldung verbreiten, die Erklärung, die Staatssekretär Hüll zur Untersuchung über den Untergang derAthe­nia" abgegeben habe, sei aus die Veröffentlichungge­wisser Abschnitte in der amerikanischen Presse hin" er­schienen, wonach durch die bisherigen Untersuchungen kein genügendes Beweismaterial erbracht worden sei, um einen amerikanischen Protest gegen Deutschland zu rechtfertigen".

Reuter tut noch ein übriges und beschwört wohl­weislich nicht näher benannte amerikanische Stellen herauf, die ihrePrivatmeinung" dahingehend ausge­sprochen hätten, dah wenig Zweifel darüber bestünden, daß dieAthenia" durch ein deutsches U-Boot versenkt worden sei. Infolge der Dunkelheit Und der Verwirrung zur Zeit des Unterganges sei es jedoch vielleicht nicht möglich, die deutsche Tat mit einer Beweisführung zu verdammen, die von einem Gerichtshof angenommen werden würde. (!)

Dieser alte Dreh wird von uns mit ebenso vertrauter Gewohnheit, wie er inszeniert wurde, zu den Akten gelegt. Weder mitPrivatmeinungen" noch mit dem Versuch, den Bericht der Rechtsabteilung des amerika­nischen Staatsdepartements alsgewiss« Abschnitt« in der amerikanischen Presse" darzustellen, dürfte Churchill

entschlossen;um kntscheidungskainpf

Dr. Fricks Neujahrsgruß an den Führer

Berlin, 2. Januar

Reichsminister Dr. Frick hat aus Anlaß des Jahres­wechsels das folgende Telegramm an den Führer ge­richtet:

Mein Führer! Am Ende des schicksalhaften Jahres 1938 übermittele ich Ihnen meine herzlichsten Grüße und Wünsche. Auch dieses Jahr war bestimmt durch Ihr leidenschaftliches Ringen um Freiheit und Ehre Ihres Volkes. Es war getragen von Ihrem heiligen Streben, in friedlicher Weise durch Ueberwindung des zersetzen­den Geistes von Versailles eine neue. gerechte und dauerhafte Ordnung in Europa zu schaffen. Neid. Hast und Engstirnigkeit böswilliger Gegner haben Ihnen das Schwert in die Hand gezwungen.

Das deutsche Volk, geeint und verbunden durch die Kraft seiner nationalsozialistischen Weltanschauung, ist in Einmütigkeit und Geschlossenheit zum harten Ent­scheidungskampf um Dasein und Selbstbehauptung an­getreten. Mit ruhiger, entschlossener Sicherheit folgte es Ihnen, mein Führer, der Sie zur Verkörperung des deutschen Lebenswillens und des deutschen Lebcns- rechtcs geworden sind und der Sie ihm in unserer neuen Wehrmacht starken Schirm und Schuh gegeben haben. Die Nation tritt in das neue Jahr mit der gläubigen Gewißheit ei», unter Ihrer Führung dem Siege und einer neuen glücklichen Zukunft, erfüllt von Werken des Friedens und der allgemeinen Wohlfahrt, entgegen­zugehen.

Ich grüße Sie, mein Führer!

Dr. Frick."

irgendwo auf dieser Erde seine Tat verschleiern, bei uns am allerwenigsten. Vielleicht wäre Reuter in der Lage, der Weltöffentlichkeit mitzuteilen, weshalb es seit der eingehend begründeten unantastbaren deutschen Be­weisführung für die Alleinschuld Churchills an der Versenkung derAthenia" jenseits des Kanals um die­sen Fall so still geworden ist, wo doch bekanntermaßen die englische Lllgcnpropagandamaschine sonst keine Mög­lichkeit unversucht läßt, den Gegner zu diffamieren und die eigenen Hände in Unschuld zu waschen? Ist auch diesmal dem Rcuterbüro, das ansonsten über dieWohl­informiertheit" das ausschließliche Patent zu besitzen sich rühmt, die vielsagende Anfrage der Pressekonferenz im Statedepartement entgangen, weshalb, die seit langem erbetenen näheren Informationen Londons über den FallAthenia" in Washington bis zum heutigen Tage noch nicht eingetroffen sind?

Ver Lost an den Küsten knglands

Amsterdam, 2. Januar

Der englische DampserBoxhill" (8877 Brutto-Re- gister-Tonnenl, ist an der englischen Nordostküste, wie nutz London verlautet, nach einer Explosion gesunken. 19 Mann der 32köpf>gen Besatzung werden noch ver­mißt.

Ferner wird aus London bekannt, daß auch das eng­lische BorpostenschiffBarbara Robertson" an der Nord­küste Schottlands gesunken ist. Das Vorpostenschiff soll durch ein U-Boot versenkt worden sein. Die Besatzung dieses Schiffes sei mit Ausnahme eines einzigen Mannes wohlbehalten in Fleetwood eingetroffen.

Wie aus Haugesund gemeldet wird, ist die norwe­gische FrachtdampferLuna" am Neujahrstag 4 Uhr früh in der Nordsee auf eine Mine gelaufen und ge­sunken. Die Besatzung wurde von dem norwegischen FrachtdampscrColumbia" übernommen.

Wir wollen kämpfen und arbeiten"

,kin deutsches laffr in der europäischen Seschichte!" Neichsminister Vr. Soebbels an das deutsche

Volk Neujahrsansprache über alle Sender

Berlin, 2. Januar.

Zum Jahreswechsel 1939/49 hielt ReichsMinisier Dr. Goebbels am Sonntagabend über alle deutschen Sender folgende Ansprach«:

Es fällt mir diesmal etwas schwerer als in frühe­ren Jahren, in einer kurzen Silvesteransprache noch einmal das abgelaufene Jahr vor dem geistigen Auge meiner Zuhörer in Erscheinung treten zu lassen. Nicht als wenn es mir dabei am notwendigen Stoff mangelte. Im Gegenteil, das Jahr 1939 war so drama­tisch bewegt und so großartig in seinen historischen Vor­gängen, daß man eine ganze Bibliothek darüber schrei­ben könnte; und doch weiß man kaum, womit man an­fangen soll.

Vieles von dem. was sich in diesem Jahr ereignete, liegt uns heute schon so fern, als wenn Jahre oder gar Jahrzehnte darüber verstrichen wären. Hs ist ein Jahr. das unauslöschlich in das Buch der Geschichte eingetra­gen worden ist. Es wird gewiß noch üiele Jahrzehnte lang den Geschichtsforschern Material und Unterlage für eine Unzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen geben. Sie werden sich dabei bemühen. Vorgänge und handelnde Personen in ihren Motiven und Triebkräften aufzuzeigen und darzustellen. Sie werden alles das, was wir mit heißen, glühenden Herzen erlebt und gestaltet haben, mit wissenschaftlicher Objektivität kritisch unter­suchen und festlegen und ihm trotzdem vermutlich nicht ganz gerecht werden. Aber Freund und Feind. Anhänger und Gegner werden doch konstatieren müssen, daß es

ein großes und bewegtes Jahr

war. daß in ihm Geschichte gemacht wurde, daß es das Gesicht Europas geändert und der Landkarte dieses Erdteils neue Umrisse gegeben hat.

Mehr noch: was unser Volk betrifft, wird man fest­stellen. daß sein nationales Leben sich im Jahre 1939 endgültig zu festigen begann, daß es in einer großen Kraftanstrengung anfing, die Ketten der Beengtheit und Unfreiheit endgültig abzuwerfen und zum ersten­mal wieder nach seinem tiefen Fall als Großmacht in die Erscheinung zu treten. Dann, wenn dieses Jahr einmal mit wissenschaftlichem Fleiß von der Geschichts­schreibung untersucht wird, werden Sorgen und Küm­mernisse, die wir dabei zu tragen hatten, vergessen sein: die gebrachten Opfer werden in einem milderen und schöneren Lichte erstrahlen, die vergossenen Tränen sind. versiegt, und das geopferte Blut bildet dann den Kitt, der unser Reich für ewig Zusammenhalt.

Schon bei seinem Beginn war es für jeden, der Ge­schichte nicht nur zu lesen, sondern Geschichte auch zu er--

MeSt. Louis" wieder in der keimst

Vas IS?VV rönnen große Passagierschiff nach siebenmonatiger fibwesenheit lurückgekehrt

Berlin, 2. Januar.

Am 1. Januar 1949 tras das 18 799 BRT. große Mo­torschiffSt. Louis" der Hamburg-Amerika-Linie nach siebenmonatiger Abwesenheit in Hamburg ein. Damit ist das letzte der fünf großen Passagierschiffc der Ham- burg-Anicrika-Linie im Nordamerika-Dienst unter Führung seines Kapitäns Gustav Schröder in seinen Heimathasen zurückgekehrt.

feindlicher Luftangriff abgewehrt

Neue Verletzung holländischen Gebietes durch britische Flugzeuge

Berlin, 2. Januar

Das Oberkommando der Wehrmacht gab am 31. De­zember bekannt:An der Westfront verlies der Tag ruhig. Die Kriegsmarine setzte auch in den letzten Wochen die Aufklärungs- und Ueberwachungstätigkeit sowie eine laufende Kontrolle der Handelswegc in Ost- und Nordsee planmäßig fort. Der Ansatz von Seestrcit- krästen im Handelskriege war weiterhin erfolgreich.

Ein Vorpostenboot ist in der Nacht oom 29. zum 39. Dezember östlich von Trelleborg bei schwerem Sturm

gestrandet. Von der 37 Mann starken Besatzung wurden 35 gerettet."

Das Oberkommando der Wehrmacht gab am 1. I a - nuar bekannt:An der Westfront keine besonderen Ereignisse. Feindliche Flugzeuge versuchten am 31. De­zember nachmittags, die deutsche Nordseeküste anzu­fliegen. wurden jedoch frühzeitig erkannt und ab gewehrt."

Hierbei ist in drei Fällen festgestellt worden, dah die Briten, wahrscheinlich um den Flug über offenes Wasser abzukürzen, aus der Deutschen Bucht in niederländisches Hoheitsgebiet einflogen. Damit hat sich das britische Konto von Neutralitätsverletzungen um drei weitere Fälle erhöht.

Unsere slioger wieder über den Slietland-Inseln

Amsterdam. 2. Januar

Wie aus London berichtet wird. wurden zwei deutsche Flieger Montag morgen über den Shetland-Jnseln ge­sichtet. Es wurde Lustalarm gegeben, und die Luftab- wehrgeschütz« traten in Tätigkeit.

leben versteht, klar, daß dieses Jahr tief in das Schicksal Deutschlands und der europäischen Völker eingreifen würde. Wenn es in seinen beiden ersten Monaten noch gemessen und gleichmäßig verlief, so wußte der Tiefer­blickende, daß das nur die Ruhe vor dem Sturm war. Jedermann fühlte, daß es ein Entscheidungsjahr erster Ordnung werden würde. Als am 13. Februar aus Volks­deutschem Munde

in Böhmen und Mähren

erklärt wurde, daß die techtliche, wirtschaftliche und so­ziale Stellung der Deutschen in der ehemaligen Tschecho- Slowakei seit der Lösung der sudetendeutschen Frage nicht verbessert, sondern eher verschlechtert worden sei, als am 22. Februar aus slowakischem Munde der Ruf nach Selbständigkeit ertönte, als Anfang März schwere Ausschreitungen gegen Deutsche in Prag, Brünn und anderen Städten Böhmens- und Mährens gemeldet wurden, als am 8. März die karpatho-ukrainische Regie-

Ves sührers Neujahrswimsche

Berlin, 2. Januar.

Der Führer läßt auf diesem Wege allen seinen Mitarbeitern, seinen Bekannten, und Freunden sowie dem ganzen deutschen Volk seine besten Neujahrswünsche übermitteln. Er dankt ebenso für die ihm selbst zugegangenen Gratulationen.

rung in Prag gegen die Einsetzung eines tschechischen Generals zum karpatho-ukrainischen Innenminister pro­testierte, als gar am 10. März die Absetzung der slo­wakischen Regierung durch Prag erfolgte, als darauf die Ausschreitungen gegen Deutsche im Gebiet von Böhmen und Mähren auf ihren Höhepunkt stiegen, wußte man. daß nun die Frage dieser beiden seit Jahr­hunderten von Deutschen kultivierten Länder endgültig spruchreif geworden war.

Am 13. März erschien der slowakische Füh­rer Tiso beim Führer, und am 14. März er­folgte dann durch den tschechischen Staats­präsidenten Dr. Hacha in Berlin die Ueber- gabe des Schicksals Böhmens und Mährens in die Hände des Führers.

Die Göttin Geschichte neigt sich auf die Erde hernie­der. Deutsche Truppen rücken in Böhmen und Mähren ein, und unter atemloser Spannung vernimmt das deut­sche Volk und mit ihm die ganze Welt. daß der Führer in Prag auf der Burg Wohnung genommen hat. Am selben Tage erfolgt die Selbständigkeitserklärung der Slowakei, und am darauffolgenden Tage erläßt der Führer seinen geschichtlichen Erlaß über das Protekto­rat Böhmen und Mähren. Die Slowakei stellt sich unter den Schutz des Reiches. Die Frage Böhmen und Mäh­ren hat damit ihre endgültige historische Lösung gefun­den. Am 22. März ersolgt im Zuge dieser Entwicklung

die Rückgliederung des Memelgebiets in den Bestand des Deutschen Reiches.

Parallel damit läuft die krisenhafte Zuspitzung der polnischen Frage. Schon am 8. Januar hatte der Führer den polnischen Außenminister Beck auf dem Obersalzberg empfangen. Er hatte ihm den deutschen Charakter Danzigs dargelegt und eine Anregung zur endgültigen Vereinigung des deutsch-polnischen Verhältnißes ge­geben. Diese Vorschläge trafen bei der polnischen Re­gierung auf taube Ohren. Warum, das konnte man sehr bald aus der Reaktion auf diese Vorgänge in der Londoner und Pariser Öffentlichkeit entnehmen.

(Fortsetzung aus Seite 2)

8. d4ü. Die Reichsregierung hat, wie wir berichteten, in einem scharfen Protest gegen die Hineinziehung der sogenannten Mandatsgebiete in den Krieg die Auf­merksamkeit der Weltöffentlichkeit auf einen kolonial­politisch und kriegsrechtlich untragbaren Vertragsbruch der westlichen Plutokratien gelenkt. Vor allem hat sich wiederum England, das unter großem Aufwand mora­lischer Beteuerungen den Anspruch auf eine führende Stellung innerhalb der europäischen Kolonialnationen erhebt, einer folgenschweren Verletzung seiner Treuhänderpflicht gegenüber der ihm anvertrauten Bevölkerung in den betroffe­nen, Deutschland geraubten Teilen Afrikas schuldig ge­macht. Die Neutralität der afrikanischen Kolonialgebiete für den Fall eines europäischen Krieges war bereits 1883 in der Kongo-Akte festgelegt worden. Nur wider­willig hatte England seinerzeit dem proklamierten Grundsatzgemeiner kolonialer Verantwortung der herrschenden Völker für das Wohlergehen der Einge­borenen" zugestimmt. Zu Beginn des Weltkrieges wußte Albion nichts Eiligeres zu tun, als sich skrupellos über die Bestimmungen der Kongo-Akte hinwegzusetzen und afrikanische Kolonialgebiete mit Krieg zu über­ziehen genau so wie in unseren Tagen das verpflich­tende Genfer Mandatsstatut für Großbritannien nicht existiert. Englands nackter Kolonialimpe- rialismus behielt die Oberhand. Nur um ein deutsch-französisches Zusammengehen in Afrika zu ver­hindern, hatte sich Großbritannien vor öö Jahren pro torvm. zur Hebung der geistig-sittlichen und wirtschaft­lichen Wohlfahrt eingeborener Völker bereit erklärt, was die englischen Menschenfreunde aber nicht hinderte, in der kolonialen Praxis durch Ströme sinnlos ver­gossenen Eingeborenenblutes zu waten uud dem Moloch britischen Machtrausches immer wieder die Lebensinter­essen fremder Völker zu opfern.

Vor allem seien hier die britischen Machen- Nh a fteninDeutsch-OstafrikaundDeutsch- Südwest durchleuchtet. Das von der englischen Man- dotspolitik hartnäckig verfolgte Ziel war und ist die Annektion jener Gebiete, die deutschem Fleiß und deut­scher Tatkraft Unermeßliches verdanken, unter britischer Verwaltung jedoch katastrophaler Mißwirtschaft aus­gesetzt wurden. Bezeichnend war 1927 der Versuch des Mandatars, Deutsch-Ostafrika mit den benachbarten englischen Kolonien zu einerZoll-, Verwaltungs- und fiskalischen Einheit" zusammenzuschließen, und zwar be­nutzten die Londoner Imperialisten das Versailler Man­datssystem geradezu als Sprungbrett für ihre mehr oder weniger getarnten Annektions- ab sichten. Das britische Weißbuch hierzu, auf Grund der Berichte einer englischen Kommission veröffentlicht, verriet unvorsichtigerweise die Ländergier John Vulls derart aufdringlich, daß es sowohl von den weißen Sied­lern als auch von den Eingeborenen verworfen wurde; nicht zuletzt die Mandatskommission der Genfer Liga mußte dieser Einverleibungspolitik Englands Bremsen anlegen. Britannien selbst ließ, trotz der scharfen Worte des südafrikanischen Ministers Piet Grober,, keine Zwei­fel darüber, daß es den Plan der widerrechtlichen poli­tischen Vereinigung Deutsch-Ostafrikas mit den angren­zenden Kolonien nur alsvertagt" ansieht.

Nicht weniger aufschlußreich ist ein Blick in die neueste Geschichte Südafrikas. Die Absicht der englandhöri- gen Tlique innerhalb der Südafrikanischen Union, das ihr zugeschanzte Mandatsgebiet Deutsch-Südwestäfrika den Provinzen Kapland, Transvaal, Oranje und Natal als fünften Verwaltungsbezirk anzugliedern, kam be­reits in der Fassung des eigenmächtig aufgestellten Son- derstatuts zum Ausdruck, und zwar hieß es in diesem rechtsbeugenden Statut mit Bezug aus Deutsch-Südwest-

Ul,8vr ISSS58PZVSSI

(vis ksnlixs LnsZabs umkallt sseks Sstt-sn)

Deutsche Flieger wurden über den Shctlands-Jnseln gesichtet.

Britische Flugzeuge verletzten erneut holländisches Hoheitsgebiet.

Die Silvcsteransprache des Reichsministers Dr. Goebbels wird im Wortlaut veröffentlicht.

In einem Neujahrsgruß an den Führer gibt Dr. Frick dem unbeugsamen Sieqeswillen des deutschen Volkes Ausdruck.

Das 18799 Tonnen große PassagierschisfSt. Louis" ist in die Heimat zurückgekehrt. Sowjetrußland und Japan einigten sich in den Fischerei- und Grenzsragen.

Schwere Ueberschwemmungen treten nach der Erd­bebenkatastrophe in der Türkei aus.

Beim Ncujahrsempfang verlieh Reg. Bürgermeister Böhmcker an Kommodore Ahrcns die Goldene Me­daille der Freie» und Hansestadt Bremen.

Von Bord des SchnelldampfersVremen" wurde am Nenjahrsmorgcn ein Hafenkonzert gesendet. Werder stand in Bremen gegen VsL. Osnabrück (3:3) kurz vor dem Sieg.

Der BSV. siegte in Wilhelmshaven gegen 98 knapp mit 1:9.