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isten Bremens
eichsstattkalters in MSenburg unS Sremen
Nr. 59/10. Jahrgang
„Dvr clvulselHs ^silungslsssr clsr bsslunle^ieklsls ^«lungslsssr clsr V/sIl"
ßuch unser Voll der Seelen unüberwindlich
,Ne deutsche presse zerschmettert
der Lügeichudra das lzaupt
KsicksprssssckS/ Dr. Oistn'ck scrd in V/issdcrcilsii cisa cisutselisn Loüri/tlsitsrn cii's Xcrmp/pcrrois
»Schluß mit der fluchwürdigen plutokratischen tyranneU"
Dr. OosI)I)sIs sprcrck in cZsr §tcrc!t ciss /ür crlis leiten üIzSrivllnclsnsn MsstiÄisclisn I'riScisNL
Wiesbaden, 29. Februar
In Wiesbaden fand am Mittwoch eine vom Reichspresseches Dr. Dietrich einberufene Kriegstagung der deutschen Schriftleiter statt. Die Tagung sieht die deutschen Schriftleiter diesmal in einer besonderen Weise vereint: Die Männer im feldgrauen Rock ebenso wie die Hauptschriftleiter aus den Hcimatredaktionen. Der Sinn dieser Tagung ist es, die deutschen Schriftleiter, die Gestalter der deutschen Zeitungen, und ihre in der heutigen Zeit so wichtigen militärischen Mitarbeiter, die Männer der Propagandakompanien-, zu persönlichstem Gedankenaustausch unmittelbar zusammcnzusühren. Gleichzeitig verleiht diese Tagung, an der auch Hauptschriftleiter I. B. Dietrich („Bremer Zeitung") und Hauptschristleiter Dr. Kaiser („Oldenburgische Staatszeitung") teilnehmen, der Frontverbundenheit der deutschen Press« sichtbaren Ausdruck.
Die Tagung wurde eröffnet von Ministerialrat Fritzsche, der nach der Begrüßung der Teilnehmer jener deutschen Schriftleiter gedacyte, die im bisherigen Berlaus des Krieges ihr Leben hingegeben haben für das Deutschland, dem sie ihre ganze Lebensarbeit gewidmet hatten, und an das sie glaubten, so wie wir Lebenden alle unerschütterlich glauben. Während Ministerialrat Fritzsche die Namen der Gefallenen nannte, klang die Weise des Liedes vom guten Kameraden durch den Saal, in dem in diesem feierlichen Augenblick die große Gemeinschaft zwischen dem Frontsoldatentum und den deutschen Schriftleitern eindrucksvoll zur sichtbaren Wirklichkeit wurde.
Reichspresseches Dr. Dietrich ergriff dann das Wort zu einer großangelegten Rede, in der er die Ausgaben der deutschen Presse im gegenwärtigen Kriege darlegte und die Richtung des Kampfes auswies, in dem sich die deutschen Schriftleiter mit den Waffen des Berufes an die Seite ihrer an den Fronten kämpscnden Volksgenossen stellen.
Der Reichspresseches gab am Beginn seiner Rede ein anschauliches Bild der Aufbauarbeit an der deutschen Presse in den Jahren nach der Machtergreifung, in denen parallel zu der deutschen militärischen Aufrüstung auch die seelische Rüstung der Nation durchgerührt wurde.
Seit dem Gerbst des vergangenen Jahres seien nun an die deutsche Presse die Aufgaben des Krieges herangetreten. In der Aufstellung der Propagandakompanien sei eine völlig neue Art der Kriegsberichterftattung geschossen worden. Die eingehenden Darlegungen des Rcichspressecliefs über das Wesen und die Arbeit, über die bisherigen Erfahrungen und Leistungen der Propagandakompanien -gipfelten in der Parole an die Schriftleiter im grauen Rock:
„Sie, die Sie mitten unter den Kämpfern an der Front stehen und Ihr Leben mit ihnen teilen, müssen die deutschen Menschen, die durch den Krieg räumlich getrennt sind, durch die erhebende Kraft Ihres Wortes seelisch zusammenhalten."
Sodann gab Dr. Dietrich den Sauptschristleitern der Hei- matredaktioneu in längeren Ausführungen die Parolen und Anregungen für ihre Kricgsausgaben. Nach dem, was sie schon im Frieden als Träger einer der besten Wafsen des Führers
im Kamps um das Großdeutsche Reich geleistet hätten, komme nun für sie der Zeitpunkt ihrer größten Beinahrung. In dem Jahr der Entscheidung, in das wir jetzt eingetreten seien, gelte es nun, alle Kräfte auf das ein« Ziel zu konzentrieren und das Schicksal zu meistern.
In eindrucksvollen Worten legt« der Reichspresseches dar, wie heut«
jedes persönliche kin;eischichsal unlösbar mit dem Sesamtschichsal der gan;en Nalion verbunden
sei. Mehr denn je erhebe sich heute in jedem einzelnen die Frage an das Schicksal. Das Gel>eiinni- des Schicksals aber, das der einzelne nicht unmittelbar aus sich selbst heraus zu ergründen vermöge, erschließe sich ihm heute aus der Anschauung des Ganzen, von dem er ein Teil sei. Im Spiegel der Gemeinschaft erkenne er sich selbst, ersässe er das Gesetz seines eigenen Schicksals, In unserer Volksgemeinschaft seien die sozialen Bedingungen nicht mehr wie in der Welt des Individualismus je nach Geburt, Stand und Herkommen für jeden verschieden, sondern füralle die gleichen, (Fortsetzung auf Seite 2,)
in. Brüssel, 29. Februar.
„Kriegspolitik und Freimaurerei" lautet ein Artikel des Brüsseler Blattes „Pahs Necl", in dem in sensationeller Form aus gewisse Hintergründe des gegenwärtigen europäische» Konfliktes aufmerksam gemacht wird. „Der Krieg" — schreibt das Blatt und versichert, daß seine Informationen aus einwandfreien Quellen stammen — „hat zu einer verstärkten Zusammenarbeit der französischen und der englischen Logen geführt. Diese Zusammenarbeit wird vor allem durch eine Art Konvent aller englischen und französischen parlamentarischen Freimaurer geleistet, der Ende Januar in Paris zum ersten Male in der Rue de Pnteaux in dem ehemaligen Kloster St. Antoine stattgcsunden hat, das in eine Freimaurerloge umgewandelt worden ist- Die im Verlauf dieser Versammlung getrogenen Entscheidungen beeinflussen bereits den Gang der Ereignisse und werden sie noch weiterhin beeinflussen". Diese genannten „Entscheidungen" erstrecken sich sowohl aus die Außenpolitik wie auf die französische Innenpolitik. Aus außenpolitischem Gebiet haben die englisch-französischen Freimaurer vor allem den Beschluß gefaßt, nicht nur dem deutschen Nationalsozialismus, sondern auch dem italienischen Faschismus den schärsstcn Kamps anzusagen. „Keinerlei Verständigung mit Italien", lautet das Motto. Im Gegenteil: Jede geeignete Gelegenheit, um mit dein Faschismus „abzurechnen", soll benutzt werde».
Die Enthüllungen, die das belgische Blatt über die von den Lösen auf innerpolitischem Gebiet getroffenen Entschlüsse macht, 'sind um so aufschlußreicher, als sie durch eine ganze
Münster, 29. Februar.
Reichsminister Dr. Goebbels traf am Mittwochmittag auf dem Flugplatz in Münster ein, wo er von Gauleiter Reichsstatthalter Dr. Meyer und vom Befehlshaber im Lustgau 6, Generalleutnant Schmidt, empfangen wurde. Abends nahm in dein überfüllten größten Saal der Stadt vor einer ihm mit höchster Spannung lauschenden Menschenmenge, die seine Rede mit Begeisterung und großer Zustimmung aufnahm, das Wort, während gleichzeitig in einem zweiten Saal der Stadt eine Parallelversammlung stattfand.
Der Reichsminister für Volksausllärnng »nd Propaganda ließ zu Beginn seiner Rede die Erinnerungen an eine Begebenheit aus der Zeit des harten Kampses um die Macht wiederaufcrstchen, die erst zehn Jahre zurückliegt. Er schilderte, wie an einem naßgrauen Februarnachmittag des Jahres 193« eine kleine Schar gläubiger Nationalsozialisten Horst Wessel zu Grabe trug, und wie damals, in alle scheinbare Hossnungslosigkeit hinein zum ersten Male öffentlich das Horst-Wesscl-Lied erklang. Geifernder Hohn aller Gegner habe zu jener Zeit seine Prophezeiung ausgelöst, daß in wenigen Jahren dieses Lied vom ganzen Volk gesungen, daß es die Freiheitshynine der deutschen Revolution werden würde.
Reihe von Tatsachen bestätigt werden, auf die schon von anderer Seite wiederholt hingewiesen worden ist. Dahin gehören die Reibungen mit der katholischen Kirche in Frankreich. Bekanntlich hat die Pariser Polizei in den letzten Wochen^dreimal nacheinander die Zeitschrist „Scmaine Ne- ligieuse" beschlagnahmt, in welcher der Kardinal Verdier, Erz- bischos von Paris und Primas von Frankreich, sich zu sozialen Fragen geäußert hat, „Diese Feindschaft gegenüber dem Pariser Erzbischof", schreibt das „Pahs Reel", „ist um so überraschender, als noch im August 1939 Daladier Verdier anbot, in die Regierung als Minister ohne Portefeuille einzutreten" Dieses wenig bekannte Detaille zeigt, daß der französische Staatschef heute gezwungen ist, sich in gewissem Maße den Anordnungen der Logen zu unterwersen. Auch die Verhaftung von 27 Priestern der Pariser Diözese gehören hierher. Ein Protest-Hirtenbrief des Kardinals Suchard von Reims gegen diese Verhaftungen wurde beschlagnahmt.
Die Enthüllungen des Brüsseler Blattes können niemanden überraschen, der die Zusammensetzung des gegenwärtigen französischen Kabinetts kennt. Der derzeitige Innenminister Sarraut ist einer der führenden Häupter der größten französischen Freimaurerloge: auch der Jude Mandel, jetziger Kolonialminister und ehemaliger Sekretär Elemenceans, ist Freimaurer, desgleichen der Finanzminister Rcynaud, einer der schärfsten Deutschenhasser und die Stütze und Hoffnung des internationalen Kapitalismus. Bei dein Einfluß dieser Männer auf die Regierung kann eine solche Entwicklung nicht wundernehmen. Sie war vielmehr zwangsläufig zu erwarten.
Valadier im Netz der Freimaurer
Sensationelle kntlilillungen — sreimaurerkreften in Paris
fliegerische Nufklörungstatigkeit
Deutsch« Flieger über Paris / Der Wehrmachtsbcricht
Berlin, 29. Februar
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „In Gegend Perl dicht ostwärts der Mosel wurde nachts der Anglist eines stärkeren, mit Artillericuntcrstützung vorgehenden feindlichen Stoßtrupps erfolgreich abgewiesen.
Die deutsche Luftwaffe unternahm in der Nacht vom 26. zum 27. Februar ausgedehnte Vorstöße in den französischen Lustraum, wobei auch Paris von mehreren Flugzeugen längere Zeit überflogen wurde. Die am 27. Februar über der Nordsee und den britischen Inseln und in beschränktem Umfang gegen Frankreich durchgeführte Erkundung der Lustwasse stieß an verschiedenen Stellen aus starke feindliche Abwehr. Zwei deutsche Flugzeuge sind vom Flug gegen England nicht zurückgekehrt. Ein englisches Ausllärungsslugzeng vom Muster Bristol-Blcnhcim wurde abgeschossen."
kngland bewaffnet alle Handelsschiffe
Sie britischen Kriegsmaßnaftmen vor Sem Unterhaus abermals bestötigt
Amsterdam, 29 Februar.
Nach Angaben des Zivillords der britischen Admiralität, die dieser am Dienstag im Unterhaus machte, will England nunmehr alle Handclsschiste von mehr als SO« BRT. bewaffnen. Von 3128 in Frage kommenden Handclsichissen icicn bereits 1926 bewaffnet.
Reuter berichtet aus London, 19 Besatzungsmitglieder des britischen Dampfers „E s ° s" (1248 BNT.) seien Dienstagabend von einem holländischen Schiss in -nien Hafen gebracht wor- den. Man glaubt, daß der britische Dampfer am Montagabend in der Nordsee „auf ein Schiffswrack ausgelaufen fei.
Vestechungsskandal der britischen Hochfinanz
kein tieserungsaustras ohne SchmierselSer - Schiebergeschöste englischer Politiker
b. D - n Haag, 29. Februar, i« Schiebungen, die die Plutokraten b-i der Erteilung von i-rungsaufträgen vornehmen, haben ,etzt derartige Aus- :e angenommen, daß -in- Geheimhaltung vor der engen L-ssentlichkeit nicht mehr möglich ist. Der Labourabge- i-tc Marrison gab im Unterhaus Einzelheiten über das
L' L"L"SL". SÄ; L L-L.S!
Req'ierst^g est^gelM wolle, zunächst von gewlßen Geschafts- :n und sogenannten Fianzagenten ansge,uchtwurde. Diese prechen der Firma einen festen Vertrag, wenn sie einen m Prozentsatz der Gelamtfumme, am die lich die Lieie- «nH ÄS .Vergütung" erhielten Da t»e,e Agenten, zu Deutsch „Schieber", die beiden Beziehungen i-n^Regierungsstellen l>a>beii, kommen die Vertrage in sM i Fällen, zustande. Die- habe nun g^uhrt so be-
vtet die Opposition, daß die Firmenhlll^reP reche chr- i. um den Verlust, der durch die Zahlung der Provision landen ist, wieder auszugleichen. , _ . .. ,
ünister Bürgin antwortete aus d,e,e P°rwür,e. datz er dieser Jobber-i gehört hab«, erklärte I-boch, « W^nich, solch« Leute unter dem gegenwärtigen Sesch S«lchtl»ch
belangt werden könnten! Dieser typisch plutokratische Standpunkt des Bersorgiingsiiiinisters, dessen eigene Schlebergeschaste die Spatzen in London von den Dächern Pscisen, verschlug den Labourlcuten denn doch ausnahmsweise einmal die Sprache, Morrison sprang erregt von seinem Sitz aus, schrie „Bestechung und Schiebung" und forderte mit Nachdruck da« die Regierung nicht mir gegen die gewissenlosen Finanzleute, sondern auch gegen die Rcgierungsbeamten vorgehen solle.
Die hitzige Debatte nahm dann aber eine thplsch parlamentarische Wendung, Beide Redner bracl^n wie aus Kommando ihre Attacken at> und begaben sich hinter den ->,tz Svre-ihers wo sie von den Mitgliedern des Unterhauses nicht Mieten werden konnten. Hier übergab, wie „Daily Mirror enthüllt. Morrison dem Minister «inen Umschlag, der schiver- wiegendeS Beweismaterial gegen I^r pronnnenle Person ich- keiten in England endlsatten haben soll. Bürgin soll Marri,cm versprochen haben, daS Material an --cotland Yard weiterzuleiten.
Jeder, der den englischen Parlamentarismus kennt weiss, daß damit Bewcismaterial, das verschiedene pliit^ratische Politiker stark belastet haben würde, aus der Welt «cich-ift ist Wenn es überhaupt zu einer «"'chtlichen Unters,lchung des peinlichen Falles kommen sollte, dann werden ftlbstvcrstand, lich nur untergeordnete Personen daran klauben müssen, woh« rend die eigentlichen schuldigen Politiker und ihre indischen Drahtzieher frei aussehen werde».
Es werde angenommen, daß alle Besatzungsmitglieder gerettet worden seien.
tx, Oslo, 29. Februar.
Das in der Nordsee untergegangene schwedische Schiss „Nord in" ist, wie der Reeder auf Grund eines bei ihm eingegangenen Telegramms meldet, aus hoher See von einem britischen Torpedoboot gerammt worden. Die hierbei erlittenen Beschädigungen waren so groß, daß die „Nordia" binnen kurzer Zeit sank.
Damit ist wieder eine von England zusammengebraute Lüge aufgedeckt worden. Als der Verlust der „Nordia" bekannt wurde,-war es sür einen Teil der englandhörigon nordischen Presse selbstverständlich, daß dieses schwedische Schiff ein Opfer der deutschen Seelriegsührnng geworden war. England selbst hat diese Kollision seines Torpedobootes mit der „Nvidia", von deren Besatzung zwei Männer nms Leben kamen, verschwiegen und den Deutschland gegenüber ausgestellten Vermiitungen und Verdächtigungen weiter den Boden geebnet. Erst jetzt hat die Veröffentlichung des wirklichen Grundes, der zum Verlust des Schisses und zum Tode zweier Seeleute führte, jenen mysteriösen Untergang aufgeklärt, sür den auch die skandinavische Presse wieder die Deutschen verantwortlich gemacht hatte,
Neval, 29. Februar.
Wie die Blätter in Reval berichten, ist der 827 BNT. große cstnischc Dampfer „R e e t" seit fast einem Monat spurlos verschwunden. Die „Reet" hatte eine Besatzung von l8 Man». _
englisches flugieug über pmsleröam
Reue Verletzung der holländischen Neutralität
Amsterdam, 29. Februar.
In der Nacht zum Mittwoch verletzten englische Flieger erneut die holländische Neutralität. Von der Luftabwehr, di« bei Amsterdam stationiert ist, wurden sie dabei unter Feuer genommen. Eine Granate, die nicht explodierte, siel aus ein Haus und richtet« Sachschaden an.
Eine Meldung des amtlichen Niederländischen Telegraphen- Büros berichtet darüber, daß in der letzten Nacht wiederum die Lnstabwehrartillerie um Amsterdam das Feuer aus ein unbekanntes ausländisches Flugzeug eröffnete. Eine nicht kre- viertc Flakgranate traf ein vierstöckiges Wohnhaus, durchschlug sämtliche Stockwerke und richtete großen Sachschaden an. Die Hausbewohner, mehrere Familien, entgingen wie durch «» Wunder der Gefahr und wurden nicht verletzt.
Als die geistigen Hauptirwrtsührer des plutokratischen Krieges, den England und Frankreich gegen das Reich vom Zaun gebrochen haben, hetzten
Keule die gleichen jüdischen und plulokralischen volkoaufwiegler
von 193« vom Ausland aus gegen Deutschland. Ihre falschen Prophezeiungen, ihre lärmenden Methoden von einst hätten sie auf ihrer feigen Flucht mit über die Grenze genommen.
Dr. Goebbels zeigte dann, wie diese Kräfte der Zersetzung nur gedeihen und Erfolg haben konnten, wenn das deutsche Volk nneins war, wie ja auch England seine Weltherrschaft über Europa und über die ganze Erde nur aufzurichten vermochte, weil das deutsche Volk sich nur selten der ihm innewohnenden Kraft bewußt wurde oder sie gar in inneren Kämpfen vergeudete. Am Beispiel des Dreißigjährigen Krieges führte Dr, Goebbels dann nälser aus, wieviel deutsche Volkskrast durch falsche Führung und durch Uneinigkeit sinnlos vertan wenden ist. Die machtpolitischcn Folgen dieser völkischen Tragödie haben wir noch heute zu tragen, während die Bedeutung der Probleme, die damals zur Debatte standen, vollkommen verblaßt sind.
Dieser Zeit der Zerrissenheit und damit der Schwäche und des dentschen Niederganges stellte Dr. Goebbels dann das geschichtliche Wirken Friedrichs des Großen gegenüber, des ersten, „der, diesen Zustand innerer deutscher Ohnmacht langsam überwindend, von Preußen aus begann, zuerst eine neue Staalsidee zu bilden".
Eindringlich schilderte Dr, Goebbels, wie oft dieser einzigartige König scheinbar völlig aussichtslosen Situationen gegenüberstand, wie ihn aber selbst schwerste Niederlagen und erdrückendste Uebermacht des Gegners niemals zu Boden zwin- Mn konnten. Er erinnerte an des Königs Wort vor der Schlacht bei Leuthcn: „Ich muß diesen Schritt wagen, oder es ist alles verloren. Wir müssen den Feind schlagen oder uns von seinen Batterien begraben lassen!", und er zeigte an zahlreichen Beispielen aus dem Siebenjährigen Krieg, wie des Königs heroische Kühnheit auch die härtesten Schicksols- schläge zu überwinden wußte. So habe Friedrich, das neu« Preußen gegründet: „ES ist also nicht andem, als sei das Reich, in dem wir heute leben und atmen, das Ergebnis des Zufalls oder eines unverdienten Glückes,"
Dr. Goebbels zeigte, wie aus Bismarck gegen Hohn, Haß und Abscheu im eigenen Land und gegenüber schwierigsten außenpolitischen Konstellationen seine verwegenen Entschlüsse habe durchsetzen müssen. Der Führer aber, als
Ser Vollender der neuen deutschen Nelchsidee
vollstrecke heute ein geschichtliches Schicksal: „Sein Werk ist der deutsche Volks- nnd Sozialstaat. Er begründete das erste Volksrcich der Deutschen. Es umschließt über 8« Millionen Menschen gleicher Art, gleicher Sitte und gleicher Rasse."
Zum erstenmal in seiner Geschichte sei das deutsche Volk nun einig geworden, und in seiner Einheit liege auch seine Kraft, Die sterile plutokratische Welt des Westens aber habe schon in dieser Einheit eine Herausforderung gesehen; deshalb habe sie das Reich überfallen, um sie sür ewige Zeiten auf das Niveau des Westfälischen oder doch wenigstens des Versailler Friedens zurückzudrängen.
Hier zeichnete Dr. Goebbels ein schonungsloses Bild vom Wesen dieser Plutokratie: „Ihr ganzes Bestreben läuft darauf hinaus, die Völker ihren Ecldsack-Jnteressen dienstbar zu machen. Sie sind damit eine europäische, ja eine Wcltgcfahr geworden. Diese Art von Plutokratie sehen wir heute vor allem in England am Werke."
Dr. Goebbels befaßte sich in diesem Zusammenhang mit dem kürzlich veröffentlichten Bries eines englischen Diplomaten, der ganz unzweideutig erklärt hat, die Welt sei nicht groß genug sür Deutschland und England; deshalb müsse Deutschland vernichtet werden.
„Das deutsche Volk ist sich also im Klaren darüber, daß es in dieser kriegerischen Auseinandersetzung zwischen ihyr nnd der westlichen Plutokratie aus Leben und Tod geht. Ein Allsweichen ist jetzt nicht mehr möglich! Dabei unterschätzten wir unsere Gegner so wenig, wie wir sie überschätzten:
„Wir kennen aus das Genaueste unsere Hilfsmittel, aber auch die des Gegners. Keinen Augenblick jedoch zögern wir, in die Rechnung für die kommenden Dinge auch jene unwägbaren Werte des Glaubens mit einzukalkulieren, die die deutsche Nation in den letzten sieben Jahren so stark und unüberwindlich gemacht haben."
Es lasse uns deshalb vollkommen gleichgültig, wenn unsere Gegner ihr Nrteit über Deutschland aus den Ansichten jüdischer Emigraten ausbauten, nnd aus einer völlig abwegigen Beurteilung der tatsächlichen Kräfteverhältnisse heraus die unsinnigsten Kricgsziele aufstellten, die bis zur
»»»»»»»»»»INI»,MINIMUM,IN,nun,NMIMMIINMI'IINIIMNIINIININIIIIIIII
Die deutsche Luftwaffe setzte ihre Ansklärungstätigleit
Ein englisches Flugzeug verletzte die holländische Neu- tralität.
Dr. Goebbels rechnete in der Stadt des Westfälischen Friedens mit den Plutokratie» ab.
Reichspresseches Dr. Dietrich gab in Wiesbaden den deutschen Schriftleitern die Kampfparole.
Der Propagandachcf der slowakischen Regierung Mach weilt in Deutschland. » u u.
Im englischen Unterhaus stand der Bcstechungsskandal der britischen Hochfinanz zur Debatte.
Bei gleichbleibenden Lcbensmittclrationcn ergeben sich in der kommenden Zutcilungsperiode erweiterte Bc- zngsmöglichkeiten sür die Verbraucher.
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