Ausgabe 
(26.2.1940) Nr. 56
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partLiamtliüie Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden VÜrgermeisters der Lreien Hansestadt vremen

der Natio

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isten Vremms

eichsstatthalkers in Müenburg und Vremen

Montag, 26. Lebruar 1940

kinzelpreis 13 Nps.

lZewoltiger Widerhall -er-rerre-e

2es süsscers SiegesgewißHett beeindruckt die ganze Welt

Ne Weltpresse würdigt Adolf Hitlers öedankengünge

Berlin, 28. Februar.

Wie'im gesamten deutschen Volk. das mit tiefer Be- ivcgung und Begeisterung die Münchener Ausführungen des Führers am Lautsprecher verfolgt hatte, hat man auch im neutralen Ausland der Führerrede jene Bedeutung beigcmcssen, die ihr in Anbetracht der Klarheit und Deut­lichkeit zukommt, mit welcher der Führer die Forderungen des deutschen Volkes und seine Kampfbereitschaft gegen den Terror der Weltplutokratie unterstrich. Deutlich geht aus dem anständigen Teil der Weltpresse hervor, wie sehr auch im Ausland Deutschlands Freiheitskampf verstanden wird.

Rom, 28. Februar.

Die Fiihrcrrede hat nicht nur bei allen Jtaliendeutschen, die sich zu Geineinschastsempfängen zusammengesundcn hatten, stärkste Begeisterung ausgelöst, sondern auch im italienischen Volk tiefsten Eindruck gemacht. Nundsunk und Presse haben lange Auszüge verbreitet, in denen die der deutsch-italienischen Freundschaft gewidmeten Worte, die deutschen Forderungen, vor allem aber der unerschütterliche Entschluß Deutschlands, bis zum Siege weiterzukämpfen, hervorgehoben und gewürdigt werden.

Das Reich ist unbesiegbar", stellt dieGazetta del Popolo" an die Spitze ihres Berichtes, dem als Schlagzeile das Wort des Führers vorangestellt ist:Gott hat die Welt nicht nur sür die Engländer geschasfenl" DerCorriere della Sera" bemerkt, Hitler erklärte sich entschlossen den Kampf bis zum Siege zu führen. Die Rede ftei-eine Abrechnung mit den Plutokratien gewesen, die die Welt versklaven wollen,

Madrid, 28. Februar.

Die Madrider Presse veröffentlicht die Fiihrcrrede ausführ­lich unter großen Schlagzeilen, wieDas Reich unbesiegbar", Das Reich kann jeder Blockade widerstehen",Wer zur Be­seitigung der Arbeitslosigkeit im eigenen Lande unfähig ist, ist zum Wiederaufbau Europas nicht berufen". Die Zeitung ABK." unterstreicht in ihrem Kommentar, die Einteilung der Welt in Besitzende und Habenichtse sei ungerechtfertigt und Deutschlands Kampf daher berechtigt.

Oslo, 28. Februar.

Die überlegene Art, mit der Adolf Hitler die Probleme und Aussichten des Krieges, behandelte, hinterließ in der norwegi­schen Oeffcntlichkcit den stärksten Eindruck. Besonders wurde die unerschütterliche deutsche Siegeszuversicht beachtet. Man empfand die Rede als einen hier noch nie erlebten Eindruck der Einheit zwischen Führer und Volk. Der norwegische Rund­funk unterstrich in seinen ausführenden Berichte» den brau­senden Beifall, als der Führer den Unterschied der politische.» Führung des Reiches von 1914 und heute betonte.

Stockholm, 28, Februar, .

Starken Widerhall sinket auch in der gesamten Stockholmer und der übrigen schwedischen Presse die Rede des Führers. Stockholms Tidniiigcn' saßt die wichtigsten Punkte des In­halts der Rede auf der ersten Seite zusammen und veröffent­licht im Innern des Blattes einen längeren Auszug,TvenSka Dagbladct" bringt die Ausführungen Adolf Hitlers unter dicken Ueberschristen auf der ersten Textfeste Besondere Her­vorhebung findet die Feststellung, daß Deutschland gegen die Blockade gefeit ist, daß es sich in seinem Lebensraum nicht bedrohen läßt und auch k e i n e p o l i I i s ch e K v m b i - nationen dulden wird, die sich gegen die deutschen In­teressen richten. ^ ,

Brüssel, 27. Februar

Die belgische SonntagSpresse gibt die Rede des Führers in München an sichtbarer Stelle ausführlich wieder. Die' Blätter hebew in ihren'Neberfchriften die-M-rsichrrung-Mols Hitlers-hervor, daß Deutschland siegen muß und siegen wird

Amsterdam, 26. Februar.

Auch in Holland hat. man die Rede. des Führers mit größter. Aufmerksamkeit mitgehört. Die Blätter geben eingehende Be­richte, Hervorgehoben werden-die Teile der- Führerrede- in- denen nochmals die deutsche Forderung auf Sicherheit des deutschen Leben-raumes in Mitteleuropa und Rückgabe der deutschen Kolonien wiederholt wird Besonders wird Nach­druck auf die Erklärung des Führers über die anßenpolitiiche Lage, das Verhältnis zu Italien, Rußland und-Japan und die Feststellung, daß das deutsche Volk durch seine yuhrimg und seine entschlossene Haltung heute militärisch, wirtschaft­lich und geistig unüberwindlich seh gelegt.

Newyork, 28. Februar.

Die Ncwhorkcr Blätter bringen die Ftthrerrede in Mün­chen in großer Aufmachung. Der Empfang der Riindiunkiiber- traqunq aus München war gut. Die Rede wurde in den Ber­einigten Staaten über alle drei großen Rundniiiknctze ver-

Bu-nos Aires, 26. Februar.

Die Führer-Rede wurde bereits in den Nächtaiisgaben der Sonnadend-Spätblätter in langen Auszügen gebracht. .»> Schlagzeilen auf den Titelseiten wird die Anklage hervor­gehoben daß nach dem Weltkrieg das i,nbe,legte Deutschland dou den Westmüchten ausgeplündert wurde.

Nio dc I a n e i r o, 26. Februar.

Die Rede Adolf Killers vor seiner Alten Garde wird von der brasilianischen Presse an hervorragender Stelle vcrosfcnt- licht. Der Haß meiner Feinde kann mich nicht beeindrucken Unsere Feinde können machen was sie wollen, der Triumph wird unsör sein",Das deutsche Volk hat ebeniovlclL-bcns- rcckst wie andere, und wir sind zum Kamp, ent,chloen b,s zum Bruch der Blockade", lauten die Schlagzeilen.

Mit vomben gegen englische hehfilme

Amst - rdam . 26. Februar. d-Bren berichtet aus Dublin, daß kurz nach Mittcr- i zwei Lichtspielhäusern der nordirischen-ladt London- °L expiodierwn.' Es wird ^ diesem Zu.amme.chang

-lWustr"d?r"n°rd7r^

»icn sich ereigneten, hatten trotz Warnung der -ng ilme gezeigt.

London: ohnmächtiges Wutgeheul

Berlin, 26. Februar

Unter sich immer wieder erneuerndem stürmischen Beifall hatte der Führer in seiner großen Münchener Reoe aus der Erinnerung an die - Kampfzeit heraus festgestellt, Hetze und Anfeindung seien stets das sicherste Anzeichen dafür gewesen, daß die Partei sich auf dem, richtigen Wege befand. Wie richtig diese Worte geivesen sind, zeigte sich schon tzn der gleichen Stunde, als sie gesprochen wurden. Mi, einem ohn­mächtigen Wutgeheul reagierte man in London aus die Rede des Führers und sein« vernichtende Abrechnung ist den Kriegshetzcrn an der Themse anscheinend stark in die Knochen gefahren. Eine Fülle von Verdrehungen und Ver­leumdungen, persönlichen Beschimpfungen und Beleidigungen wurden in offiziösenBemerkungen zu der Führerrede" ver­breitet, aus denen aber immer wieder die Äugst vor der Entschlossenheit und der Einheit des deuischen Volkes und seiner Führung erkennbar wurden.

Vorn sreckeitskampf -er Partei zum sreiHettskampf -er Nation

Me ousfiiHrllche Fassung -er Münchener Ne-e Adolf Hitlers

München. 26. Februar.

Wie bekannt, begingen die nationalsozialistische Bewegung und mit ihr das ganze deutsche Volk die 28. Wicdcrkchr des Tages, an dem das Programm der NSTAP. ver­kündet wurde. Nachdem wir bereits in einem Stiminungs- bcricht aus die mitreißende Rede des Führers im Münche­ner Hosbräuhaus eingingen, geben wir nachstehend eine ausführliche Fassung der Führcransprache. Der Führer sagte:

Meine deutschen Volksgenassen und Volksgcnossinnenl

Vor zwanzig Jahren bin ich znm erstenmal in diesem Saal vor die breite Oefseistiichkcii getreten. Was mich hierher führte, war der härteste und fanatischste Entschluß meines Lebens.

Wenn ich nun heute nach zwanzig Jahren so diele meiner damaligen ältesten Mitkämpfer und -kämpscrinnen vor mir sehe, wenn ich jetzt wieder in ihrem Kreis stehe, dann ist das allein schon etwas Bemerkenswertes. Ich weiß nämlich nicht.

l,s Millionen vm. auf dem Meeresgrund

der große krfolg der deuischen Soekriegswoffe / wieder zwei feindliche slug;euZS abgeschossen

Berlin, 28. Februar

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Zwischen Mosel und Psälzerwald örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. In der Lust schwache Anskläriingstätig- kcit und Jagdüberwachung an der deutsch-französischen Grenze und über der Deutschen Bucht. Ein sranzösisches und ein britisches Flugzeug wurden abgeschossen: Eigenvcrlustc traten nicht ein. Durch Einsatz der Seekriegsinittcl wurden während der ersten fünf KricgSmonate (bis zum 28. Februar 1848) 488 feindliche und mit Bannware für England fahrende neutrale Handelsschiffe mit 1818 315 BRT. versenkt.

Weiler anhaltende Schiffsverluste

London, 26. Februar.

Der britische DampferR ohal Arche r" <2288 BRT.) ist am Sonnabcndnachmitiag an der schottischen Küste gesun­ken. Die gesamte Besatzung, von der 14 Mitglieder verletzt sind, konnte an Land gebracht werden.

Weiter siel die bewaffnete englische SchaluppeBelvolio" einer Mine zum Opfer. 18 Mitglieder der Besatzung werden vermißt. Man nimmt an, daß diese ertrunken sind. Die Admiralität hat die Familien benachrichtigt.

WieReuter" notgedrungen zugeben muß, ist der britische TampscrIevington Court" 14544 BAT.) in der Nord­see versenkt worden. Die Besatzung landete a» der Ostkiistc Englands. Die gleiche Reederei hat bereits die Tampier Kensington Court"-"im September,Arington Court" im November undEedrington Court" im Januar verloren.

A in sterda in . 28. Februar.

Reuter berichtet aus Oslo, daß der csinlsche Tampser B o r g h i l d" <838 BRT.), von dem zuerst berichtet Wurde, er sei aus Grund gelaufen, am Sonnabend nach einer Explo­sion untergegangen sei.

Der AmsterdamerTclegraas" meldet aus London, man befürchte, daß das griechische FrachtschiffP ananchran - dos" <4681 BRT,), das am 13. Januar aus Antwerpen nach Eharleston <Vereinigie Staaten) ausgelaufen war, un­tergegangen sei. Man habe nämlich seit dem 13. Januar von dem Verbleib dieses Schisses nichts mehr gehört.

Wie der Londoner Korrespondent desTclegraas" weiter berichtet, hat man nunmehr die Hoffnung aufgegeben, die 26 vermißten Besatznngsmitglicder dcS gesunkenen holländi­schen TankersDen Haag" <887l BRT.) noch lebend ber­gen zu können.

weiterer Ausbau -er Hanbelsbeziebungen

Veutsch-italienische Zusammenarbeit aus das beste bewährt fiktive fintoiinahme des Sure

Berlin, 26. Februar.

Wir berichteten bereits gestern über die Tagung des deut­schen und des italienischen RegieriingSausschusses sür die Re­gelung der deutsch-italienischen Wirtschaftsbeziehungen, in deren Verlaus der Dnce persönlich eingriss und bestimmte Weisungen erteilte.

Die wirtschasttichen- Nebercinkonimcn Porsche» Italien und Deutschland sehen die dem Bedars entsprechende teilweise An­passung und Erweiterung der gctrossenen Vereinbarungen an die sich in der Wirtschaft jedes Staates bekanntlich dauernd ändernden Verhältnisse vor. In der Praxis hat sich die Zweck- Lienlichleit ergeben, die^ Verhandlungen zwischen Deutschland "und Italien" ain' dlesein"'Kebiek auf die" Mönäkc' Januar und Februar zu verlegen. Die diesjährigen Verhandlungen sind am Sonnabend in einer sür beide Staaten denkbar befriedigenden Weise beendet und durch Unterzeichnung der Vereinbarungen durch die Bevollmächtigten der beiden Staaten abgeschlossen worden. Pressevertretern gegenüber hat der Vorsitzende der deutschen Wirtschastsabordnung, Gesandter Dr. Elodius, daraus verwiesen, daß von italienischer Seite während der ganzen Dauer der Verhandlung der einzelnen Wirftchastssra- gen in ganz besonders sreundschastlichcr Weise verhandelt wor­den ist. Sowohl sür die rein wirtschnstliche Seite als auch für

die politischen Begleitmomente der verhandelten Fragen hat sich aus der befreundeten italienischen Seite größtes st^ts gleich­bleibendes Verständnis gezeigt. Von, ersten Verhandln »gstage an hat sich niemals auch nur die leiseste Disserenz in den Ver­handlungen fühlbar gemacht. Auch bei den soeben abgeschlos­senen Wirtschastsverhandlunge» hat sich wieder einmal die enge freundschaftliche Zusammenarbeit der beiden Staaten be­währt. Ihre enge Verknüstsung fvird bewiesen durch die Tat­sache, daß Italien schon jetzt'bei "der Einsllhr"Fn erster" unlp' bei der Ausfuhr an dritter Stelle steht. Diese Entwicklung ist als sehr günstig zu bezeichnen und hat ihre Probe auch im Kriege voll beständen.

Der gräßzilMe- Arrsbaiidrr.7veutfch-i-tnti«irischen- -Hnndels-- beziehiingen, über den in Rom die Besprechungen soeben nn-' ter der aktiven Anteilnahme des Dnce abgeschivssen sind, be­weist erneut den Willen der beiden Achsenmächte zur Zusam­menarbeit auf dem wirtschaftlichen Sektor. Gerade 'während des Krieges Deutschlands gegen die plutokratischen Westmächte gewinnt die Großzügigkeit .auch in der Festlegung !ür den Warenverkehr des Jahres 1848 besonders an Bedeutung, er­weist es sich doch, daß Deutschland izxid Italien gewillt sind, in aller Zukunft gemeinsam den Weg des einmal begonnenen Aufbauwerks weiter zu beschneiten.

knie fast unbegreifliche flngelegenheii'

Norwegens fiußLnminifiee über den peinlichen kindruck des sattes »lossak" in Norwegen

Kopenhagen, 26 Februar,

Ter norwegische Außenminister Dr, Koht sprach nach seiner Ankunft in Kopenhagen zu der Konierenz der drei nordischen Außenminister vor Pressevertretern über den ,rallEoffal »nd sagte dabei u" a,: Der Kernpunkt dieser sehr merkwür­digen, fast i,»begreiflichen Angelegenheit, die einen glitzerst ueinlichcn Eindrn ck gemacht habe sei, was die Eng-, länder ossenbar svrtgcsctzt nicht begreift-,, wollen daß die "lltmark" überhaupt nicht in irgendeinem norwegischen Hasen gewesen sei. Nach derTimes" blieben die Engländer dabei, den Fall von der Auffassung zu erörtern, daß dieAltmark einen norwegischen Hafen ausgesucht habe. L-m- treffe nicht zu. Das Schift sei überhaupt in keinem norwegischen v»icn ge­wesen Ferner erinnerte Dr",-Koht bei dieser Getegenheit daran daß England und Norwegen sich bisher völlig einig darüber gewesen seien, daß selbst ein Kricgslchiff das Recht habe, neu­trales Fahrwasser zu Passieren ohne ungehalten zu werdem Englnnd selbst habe diese Festlegung vor einem halben Jahr direkt gefordert, und Norwegen sei daraus eingegangen.

Nordische konferon; bereits beendet

Kopenhagen, 26. Februar

Die Kopenhageucr Konferenz der drei nvrdisckfcii Außen­minister wurde gestern nachmittag liegviiiien und bereits gestern abend abgeschlossen. Die ilftratungen. die um bt.38 Uhr ansingen, waren gegen 19.80 Uhr schon beendet, statt

der ursprünglich vorgesehenen drei Sitzungen an zwei Tagen ein infolge des Ausbleibens des schwedischen Außen­ministers undurchsührbares Programm genügte gestern eine Verhandlung von ungefähr vier Stunden, Ueber das Ergebnis der Verhandlungen wird ein Kviiimiiniaiie aus­gegeben iverden, _

85. Geburtstag des Reichsarbcitssührers. Im Kreise der Ka­meraden des Rcichsarbeitsdienstes beging der Reichsarbcits- führer Dr, Sierl am Sonnabend seinen 85. Geburtstag, N, a, sandte der Führer an den NeichsarbeitSsührcr ein herzlich ge­haltenes Telegramm,

Italienisch-türkisches Protokoll unterzeichnet. Nach beinahe zweimonatiger Verhandinngsdauer ist in Rom ein Protokoll unterzeichnet worden, in dem die Kontingente des gegenseitigen Warenaustausches zwischen Italien und der Türkei für das lausende Jahr festgesetzt worden sind

Frankreich vor neuen Einschränkungen, Man erwartet in Paris, daß neue, vom Kabincttsrnt durchgearbeitete einschrän­kende wirtschaftliche Maßnahmen schon gleich nach der Minister- ratssihliiig am kommenden Mittwoch bekanntgegeben werden,

PostränÜer England. Unitcd-Prcß meldet aus Ncwhork von Bord des Tampft-rsRer":Britische Kontrollbssizicrc holten 331 Säcke amerikanischer, für Deutschland bestimmte Post her­unter, ohne Ruckn Ist ons die Washingtoner Proteste gegen diese Praxis."

wieviele Politiker demokratischer Länder es gibt, die nach so viel Jahren so wie ich wieder vor ihre ersten Anhänger treten könnten. tBrauscnder Beifall.) Als ich damals diesen Saal be­trat, kam ich nicht aus irgendeiner pazifistischen Einstellung heraus. Ich war damals noch Soldat und zwar Soldat mit Leib und Seele, Was mich hierher geführt hatte, war der Protest meines soldatischen Empfindens in einer Zeit, die man heute als die Zeit der tiefsten Erniedrigung unseres Volkes bezeichnen darf.

Ei» Zusammcnbruch war damals über unser Volk gekom­men, der schon deshalb ohne Beispiel in der Geschichte war, weil die sogenannten Besiegten die

Spser eines ungeheuren Selbstbetruges

geworden waren. Allerdings waren wir damals nicht allein die Betrogenen. Man hat auch die eigenen Länder betrogen. In all diesen sogenannten Siegcrstaaten haben die Völker nicht das bekommen, was sie damals erwarteten.

Es sollte ja ein Zeitalter der Gerechtigkeit kommen. Aber mich innerhalb dieser Nationen selbst ist die versprochene so­ziale Gerechtigkeit ausgeblieben. Am meisten allerdings wurde unser deutsches Volk betrogen. Das deutsche Volk hat auf Grund von Versprechungen, die in 14 Punkten zusammenge­faßt worden waren, seine Massen niedergelegt, Die Folge war Tpa und endlich Versailles,, Damit kam allerdings eine neue Weltordnnng alik, nämlich die Weltordming der sogenannten Sieger und Besiegten, wobei,die ^Sieger alle Rechte besaßen und die Besiegten überhaupt keine Denn die anderen sind ja auch betrogen worden.

Man hnt damals die Italiener betrogen, man hat die Inder betrogen, man hat ihnen versprochen, daß, wenn sie für Eng­land eintreten wollten, dann würden sie nachher die Frei­heit bekommen. Man hat die Araber betrogen, man hat ihnen versichert, daß .sie ein großes arabisches Reich erhalten wür­den. Man hat allerdings nebenbei dabei auch die Juden be­trogen, denen man das gleiche Gebiet, das man den Arabern zusprach, auch gleich vorweg zusicherte. tHcitcrkcit.)

Es gab damals angesichts unseres totalen Versalls aus allen Gebieten sehr viele die meinten, nun sei das Ende der deut­schen Nation überhaupt gekommen. Ich war anderer Aus­lassung, Was sür viele das Ende zu sein schien, war in mei­nen Augen ein Ansang. Denn was war damals in Wirklich­keit zerbrochen? Zerbrochen waren unhaltbare F o r in c n , die aus die Dauer doch nicht mehr hätten bestehen können. Zusammengefallen war die bürgerlich-kapitalistische Welt. Ihr Zeitalter hatte sich überlelbt, und in irgendeiner Form muß dieser Zusammenbrach überall kommen, er wird nirgends ausbleiben.

Aber entscheidend war damals sür uns nur eines: In dieser Zeit, da so viele äußere, formelle Einrichtungen zer­brochen foaren, da ist nicht zerbrochen worden der deutsche Mensch! Er hatte ja gerade eine Leistung vollbracht, wie kein Volk der Erde vorher. In einem vierjährigen Kamps hat dieses Volk '28 Staaten standgehalten nnd ist nur durch Lug und Trug besiegt worden! Wenn sich damals nicht Teutsche'gefnilden hätten, die das Vertrauen in das eigene Regime zerstörten,

kngland unS Frankreich hätten nie gesiegt!

Wenn damals ein gewisser Adolf Hitler, statt deutscher Musketier zu sein, deutscher Reichskanzler gewesen wäre <mit brausendem Jubel und stürmischem Händeklatschen antworten die alten Parteigenossen dem Führer), glaubt man etwa, daß damals diese kapitalistischen Götzen der in­ternationalen Demokratie gesiegt hätten? <Stürmische Zu- ...rz,fx:-Mc!"Nir!>. .

Und wenn ich nun vor 28 Jahren als Träger einer neuen politischen Idee in diesem Saale auftrat, dann geschah dies als Repräsentant eines in Millionen einzelner Wesen ungebrochen weiterlebenden deutschen Volkes. Es war mir damals eines KMiz, klarz..Zn Ttelle ^dcs alten Klasscnstantes mußte das deut­sche Volksreich tretcn7 Die Rcichsidee inlißkc äus den Händen der früheren feudalen, bürgerlichen oder kapitalistischen Ver­treter genommen nnd zu treuen Händen dcS deutschen Volkes gegeben werden. tBranscnder Beifall.)

Dieser Volksstaat wurde vor 28 Jahren in diesem Saale proklamiert, 13 Jahre hat der Kamps gedauert, um ihn aus­zurichten, Was ist in diesen 13 Jahren an Arbeit geleistet worden: was an Sorgen »nd Mühen zn überwinden war, was es an Ausstieg im einzelnen, aber auch an Rnckfällen gegeben hat, das wissen Sie, meine alten Parteigenossinnen und Par­teigenossen, am allerbesten, 1833 begann dann die Zeit, in der alles das, was wir in den zahllosen Kundgebungen prokla­miert und gepredigt hatten, rinn verwirklicht worden mußte. Wenn man gerecht ist, kann man nicht bcstreitcn, daß in dieser Zeit in Deutschland geradezu ein Wunder geschehen

,NI8»fN»8»I»N»M,fN,ff,I8Nfffff,8,INI,N8ffM,NN,NfffU8,NfN,N,

Vnsor ^ayS 88 p»eyoL

Das Echo der Weltpresse znr Fiihrcrrede unterstreicht den ilnerschiitterlichen deutschen Sicgcswillcn.

> In den ersten siins Kriegsmoncstcn wurden durch die deutsche Seekrieg-Führung l,8 Millionen BRT. versenkt.

Ter großzügige Ausbau der dcntsch-italienischen Handels­beziehungen ist ein Beweis sür die Bewährung der Achsen-Zilsainincnarbcit.

In der Nordsee sanken wieder drei britische Tampscr.

In Birmingham hielt Chambcrlain erneut eine liigcndurch- tränkte Ansprache.

In Kopenhagen traten die Antzeiiministcr der skandina­vischen Staaten zusammen.

Der Führer verlieh dem Fischcrhnder Maler Otto Mo­dersohn die Goethe-Medaille sür Kunst und Wissenschaft.

Die Fachgruppe Beherbcrgungsgcwcrbc ftihrtc in Hanno­ver eine große Arbeitstagung durch.

Den Box-LLnderkampi DeutschlandItalic» gestalteten unsere Brrtretcr in dem Rückkampf zu einem II:3-Sicg.

Der letzte Tag der 5. Wintcrkampsspiclc der HJ. brachte bei ausgezeichnetem Sport eine Reihe von Entscheidungen.