Ausgabe 
(22.2.1940) Nr. 52
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Werner Zeitu

parteiamtliche Tageszeitung

vas flmlsblatt des Negierenden VÜrgrrmeisters derZreien «iansestad» Vremen

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eichsftattftafters in oldenüurg und Lremen

Nr. 52 / 10.7alirgang

Vonnerstag, 22. Lebruar 1940

kinzelpreis 15 Nps.

Kontrolle in neutralen Koltellsgewossern!

Sensationelle knIlMlung seitens der Moskauer Presse über britische Ziele

Moskau. 22. Februar.

Komsomolsiaja Prawda" prangert in einem Artikel zum britischen Piratenstrcich gegen dieAltmark" der Verletzung der Neutralität durch England in scharfen Worten an. Nach ein­gehender Schilderung des Zwischensalls und des ungesetzlichen Vorgehens der Engländer gegen die wehrlose Besatzung des deutschen Dampfers schreibt das Blatt, der Uebersall im Jössingsjord zeige, wie die englischen Verteidiger derDemo­kratie" und derOrdnung" mit den Lebenskrästcn und Le- bcnsintercssen anderer Völker in Wirklichkeit umgehen, wobei besonders zu beachten sei, daß die englischen Kriegsschisse die Kaperung des deutschen Dampfers und damit die rücksichtslose Verletzung der norwegischen Neutralität auf den direkten Be­fehl der höchsten britischen Marinebehörde unternommen haben.

DieKomsomolskaja Prawda" erinnert dann an die Rede Churchills, in der die Bedrvhung der neutralen Staaten be­reits offen ausgesprochen wurde und betont, die Neutralen würden jetzt verstehen was Churchill im Auge hatte, als er damals drohte, es werde allen denjenigen Mächten, die nicht an der Seite des englisch-französischen Blockes in den Krieg eintreten, noch viel schlechter ergehen. In seinem Kampf um die Unterjochung der neutralen Staaten gehe der englisch- französische Kriegsblock jetzt, wie der Zwischensall im Jössing- fjord zeige, von Einschüchterungen und Drohungen znr direkten Einmischung in die inneren Verhältnisse dieses Staates über.

Offizielle Londoner Kreise hätten gegenüber der Anslands- prcsse bereits angedeutet, es sei möglich, daß die englische Flotte die Seetransporte in den norwegischen Territorialgewässer» unter ihre Kontrolle nehme.

Das Bestreben die neutralen Länder in den Krieg hinein­zuziehen, «st, so schreibt das Blatt w.rtlich, zur beherrschen­den Grundlage der englisch-svanzösischen Politik geworben. England und Frankreich, die während vieler Monate des Krieges die Position Deutschlands nicht im geringsten schwächen konnten, stellen 'es sich nunmehr zur Aufgabe, neue Fronten schaffen. Die skandinavischen Länder erscheinen dabei gegenwärtig als das geeignete Objekt der englisch-fran­zösisch«! Provokation. Unter allen möglichen Verwanden ver­suchen England und Frankreich, Schweden und Norioegen in den Krieg gegen Deutschland hineinzustürzen. Es unter­liegt keinem Zweifel, daß auch die englisch-französischen Auf­forderungen an Schweden und Norwegen, in den finnischen

Dr. Meirich vor den Saupresseamlsleilern

Berlin, 22. Februar.

Am Mittwoch hatte der Rcichspreffeches die Gaupresseamts- lcitcr der NSDAP. aus dem Reich zu einer Arbeitsbesprechung in Berlin versammelt. Rcichsleitcr Dr. Dietrich gab ihnen in .längeren Ausführungen die Parolen zur Durchführung ihrer kriegswichtigen Aufgaben und forderte stärksten >ournali,ti>chcn kämpferischen Einsatz für den Sieg der Nation. Tue daraus folgenden Vortrage von Neichshauptamtsleiter Friedrichs, Oberstleutnant von Wedel, Reichsamtsleiter Pros. Dr. Böhmer und Ministerialrat Stephan gaben den Gaupresseamtsleitern anschließend Einblick in die mit ihren Ausgaben verbundenen Sachgebiete.

Konflikt einzugreifen, dieselben Absichten verraten. Die eng­lisch-französischen Imperialisten machen jedoch ihre Pläne, ohne mit der öffentlichen Meinung der breitesten Schichten der neutralen Staaten zu rechnen. Die aus Norwegen ein­laufenden Meldungen berichten von bei tiefen Empörung, die im ganzen Land« aus Anlaß des Zwischensalls imJössing- Fjovd um sich gegriffen hat. Die höhnische Beschiverdc, die das Foreign Office den norwegischen Behörden aus Anlaß des Zwischensalls vorzulegen wagte, wird die Empörung in Norwegen zweifsellos nur vermehren. Die Methoden der Ver­gewaltigung und der Verhöhnung führen oft zu ganz ent­gegengesetzten Resultaten.

«Deutschland kann über die-flttmark^ »erlügen"

Ain sterdam, 22. Februar.

Der norwegische Außenminister Koht erklärte, einer Presse­meldung zusolge, das norwegische Kabinett habe nicht über die

Madrid, 22. Februar.

Die spanische Presse kommentiert auch weiterhin den bru­talen englischen Uebersall aus dieAltmark". Die Zeitung Jnsormacione" schreibt, die Tatsache, daß der deuksche Frach­ter innerhalb des norwegischen Fjordes von britischen Kriegs­schiffen angegriffen wurde, sei ernst, noch ernster aber, das. dieser Angriff aus Beseht der britischen «dmiraiität geschah. Welche Entschuldigung gebe es für diesen Bruch des Völker­rechtes außer dem Recht des Stärkeren, das die britischen Moralisten so eifrig zu verdammen Pflegen?

Das Blatt erinnert dann auch an die zahlreichen Rechts­verletzungen Englands während des Weltkrieges und in früheren Jahrhunderten auch Spanien gegenüber, und stellt fest, daß England also nur eine alte Tradition fortsetze. Aus Grund solcher Rechtsbrüche meintJnwrma- cione", könnte die Psychoanalyse der britischen Geschichte ge­schlossen werden. Das Blatt meint abschließend: Als Spanien im Bürgerkrieg feindliche Schiffe versenkte, kannte die bri­tische Empörung keine Grenzen, Wenn England aber schlim­meres tut, dann wird Nelson zitiert und der Ruhm der glorreichen" englischen Flotte ausgewärmt."

Belgrad, 22. Februar.

Die jugoslawische Presse räumt dem FallCossak" weiterhin besonders großen Raum ein. Die Blätter stellen dabei die Er­klärungen des norwegischen Außenministers den verlegenen Ausreden Chamberlains gegenüber. In politischen Kreisen der jugoslawischen Hauptstadt zeigt man sich immer mehr entsetzt

Frage der Jntcrnieriing derAltmark" verhandelt. Die Reichs- regierung könne nach eigenem Ermessen über das Schiff ver­fügen. Norwegen gehe das nichts an.

Sei den Verwundeten derflltmark"

Kristiansand, 22. Februar.

Ein DNB.-Bcrtreter besuchte am Mittwoch Verwundete von derAltmark", die zum Teil im hiesigen Joseph-Krankenhaus untergebracht sind. Einige von ihnen liegen mit schweren and leichteren Schüßvcrletzuugen, andere mit Erfrierungen dar­nieder. Sie alle bestätigen die bisherigen Berichte von dem Uebersall aus dieAltmark". Insbesondere schildern sie er­bittert, mit weicher unmenschlichen Roheit die Engländer am die sich rettenden Deutschen geschossen haben. Es sei beson­ders schwierig gewesen, von dem im Wasser treibenden Eis auf die tragende Eisfläche zu kommen. An Bord hätten die Piratenhvrdcn sogar aus Verwundete, die bereits zusammen­gebrochen waren, wahllos weiter eingeschossen.

über die Kaltschnäuzigkeit, mit der England diese unerhörre Neutralitätsberletzung zu bemänteln sticht.

Oslo, 22. Februar.

Zu den Erklärungen des Königs von Schweden schreibt Dagbladet", daß der König sich völlig hinter die Neutrali­tätspolitik der schwedischen und norwegischen Regierung stelle. Er wende sich damit auch gleichzeitig gegen die van England gegen den Norden gerichtete Propaganda.Arbeidcren" schreibt:

Viele Norweger haben sich durch die demagogische Behaup­tung, wonach England und Frankreich den Krieg um hohe Ideale, um des Friedens und der Freiheit und der Demokratie willen führen, hintcrs Licht führen lassen. Der provokatorische Neutralitätsbruch der englischen Regierung unserem Lande ge­genüber in dem FallCossak" und das daraus folgende Trom- melsciier der englischen Presse, welches den Uebersall aus die Altmark" beschönigen sollte, reißt dem englischenGentleman" die Maske herunter.

England macht riesenhafte Anstrengungen, um Skandina­vien in den Krieg hineinzuziehen, nicht um Finnland zu stützen, sondern um feine Blockade gegen Deutschland zu er­weitern. England will sich ein Hand- und Halsrecht über unser Land verschaffen. Die Regierung mutz die Kricgsakti- visten. wo immer sie sich verbergen, scharf im Auge behalten, denn die geringste Nachgiebigkeit dem frechen Imperialismus gegenüber kann schicksalsschwere Folgen für uns, für unser Land und Volk nach sich ziehen," (Liehe auch Seite 2)

Veutsches U-Voot versenkte 2??95 VM.

ks gibt keine kntschuldigung für knglanb!

britische Kaltschnäuzigkeit löst auch weiterkin heftige kmpörung aus

Deutscher ranker auftragsgemäß abgeliefert

Zwei britische Minenleger durch vombenabwurf deutscher slieger versenkt

Newhark. 22. Februar.

Die Texas Petroleum Company hat am Dienstag, im sechsten riegsmonat den bei der Deutschen Werst in Auftrag gr- ebcncn neuen 10 00« Tonnen großen TankdampierScandi- Svre" übernommen. Das Schiff hat Deutschland nn Januar erlassen nahm in Oslo norwegische Besatzung an Bord und -as am 14. Februar in Newtzork ein Die Fahrt des neuen ankdampfcrs ist von amerikanischen Schiffahrtkrcisen mit groß- :m Interesse verfolgt worden, da man damit rechnete, da« i« Engländer versuchen würden, das Schiff vor Uebernahme urch den amerikanischen Auftraggeber zu kapern. Um io rößcres Aufsehen rüst die Tatsache hervor, daß es derScan- inavia" gelungen ist. die englische Blockade ersolgreich zu urchbrechcn.

Berlin, 22. Februar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Westen leine besonderen Ereignisse. Auskliirungs- und Grenzüberwachungsslüge der Luftwaffe blieben ohne Kainpf- berührung. Im Rahmen der gegen die britische und schotti­sche Ostküste bis zu den Shetlands unternommenen Ausklä­rungsflüge wurden zwei britische Minenleger durch Bomben­abwurf versenkt und ein bewaffnetes Handelsschiff so schwer getroffen, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Sämtliche Flugzeuge sind unversehrt in ihren Heimathäfen gelandet. Nach Mitternacht flogen mehrere seindliche Flugzeuge aus

Me Nüssen besetzten die festung koivisto

krfogreicher Fortgang der sowjetrvssischen offensive aus der karelischen Landenge .

Moskau, 22. Februar ach dem Heeresbericht des itärbczirks Leningrad vom Februar soll sich die Sowjct- isivc aus der Karelischen dcnge weiter entwickelt m. Die Sowjcttruppen en Stadt und Festung Koi- , (Björkö) besetzt und nahe- ,ollkommen von finnischen ppcn gesäubert. Dabei soll Russen Leiche Beute zuge- n sein. Von den anderen ntabschnitten werden keine ndcren Ereignisse gemeldet, »jetluftstreitkräfte hatten tiirischr Ziele der Finnen Erfolg angegriffen. Sech: ischc Flugzeuge seien bei Lustkämpsen abgeichossen den.

Helsinki, W. Februar.

>ie der finnische Hcercsbe- vom 18. Februar mitteilt, m die Russen stellenweise neuen finnischen Stcllun- zwischen dem Finnischen rbusen und dem Vnvkli- z angegriffen, Auch m pale setzte um die Mittays- der russische Angriff ein. Kämpfe dauern noch an. doftwarts des Ladogasecs -s den Finnen gelungen . einen stark befestigten hen Stützpunkt einzu- Weiter wird ffnni-

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ta ^'enticheident^r Erfolg über die 18. russische Di- , gen war durch ten den finnischen Truppen zahlreiches Kriegs- Mnelde^die a^r Uomaa nach ShskyjSrvi vvrgedrun- I Material tu di« Hand- g-saüe» set.

Westen und Nordwesten unter Verletzung niederländische» Hoheitsgebietes in die innere Deutsche Bucht ein. Ein von Fernfahrt zurückgekehrtes U-Boot hat di- Versenkung don 27 705 BRT. gemeldet.

wieder ein «Zusammenstoß"

Amsterdam, 22. Februar.

Das FrachtmotorschifsF o x" ist einer Havas-Meldung aus London zufolge am Dienstag in der Nähe der Insel Wight mit dem 108 BRT. großen britischen SchiffLord Elgin" zu­sammengestoßen und gesunken.

kolländisches Küstenfahrzeug gesunken

A m st e r d a m, 22. Februar.

Das holländische KüstensahrzcugAlja" (385 BRT.). das sich aus dem Wege von Spanien nach Holland befand, ist süd­lich von Brest aus ein Wrack gestoßen und gesunken. Die Be­satzung konnte sich retten.

weitere neutrale SäMsopfer

Amsterdam, 22. Februar.

Wie die amerikanische Standard Petroleum Company in Den Haag initteilt, mache man sich bort Sorgen über das Schicksal des holländischen MotortankschisscsDen Haag", das mit einer Oelladung von Newhark nach Rotterdam unter­wegs war. Das Schiff, das 11800 Tonnen an Borb hatte, hättc^am 20. Februar in Rotterdam ankommen müssen. Am 14" Februar hätte die Reederei zum letztenmal mit dem Schiff in Verbindung gestanden, damals befand sich das Schiff etwa 400 Meilen von Kap Lizard (an der Westküste Corn- walks i entfernt.

Der kMändislche FrschbampjerPetten vm 40" (WO BRT .1 ist, wie jetzt bekannt wird, in der Nordsee auf eine Mine gelauien. Das Schiff befindet sich in sinkendeM Zustand. Die Besatzung wurde durch ein anderes holländisches Fische­reifahrzeug übernommen:

Der holländische DampferTara" ist nach einer Explo­sion nngeiühr 160 Meilen vom Kap Finisterre gesunken. Der Dampser hatte eine Ladung Getreide an Bord. Die gesamte Besatzung des 4700 BRT. großen Schisses wurde gerettet.

Der britislke SchiffssrieShof

Athen, 22. Februar

In Piräns eingctrosfcne griechische Seeleute teilten mit, daß sie bei der Einfahrt nach London in Eravesend allein 16 große völlig zerstörte Dampfer gezählt hätten Ebenso haben sie gesehen, wie Neger und Mulatten gefesselt an Bord ihrer Schisse gebracht wurden, um dort als Heizer Dienst zu tun.

Kriechen verweigern knglandsakrk

Lissabon, 22. Februar.

Aus dem griechischen Teemannshcim In Lissabon wird gemeldet, daß dort gegen 1500 griechische Seeleute aller Gat­tungen ant ihre Heimreise nach Griechenland warten, weil sie sich weigern, an Bord griechischer siir England bestimm­ter Schisse Dienst zu tu».

Mee Ähtzse «t

Shakespeare als Kronzeuge gegen Chamberlain

Mit dem größten Erstaunen", so schreibt die nor­wegische ZeitungNationen", habe das norwegische Volk erfahren, daßEngland in gewissen Fällen alle Rücksichtnahmen auf das Völkerrecht beiseite schiebt". Wieso mit dem größten Erstaunen? Doch nur, weil die neutrale Dogel-Ttrauß-Politik gegen­über dem englischen Piratentum, Norweger, Schweden und andere Leute auf die Dauer eben in der Tat mit Blindheit gegenüber der englischen Wirklichkeit geschla­gen hat. Vielleicht nimmt jetzt der eine und andere Neutrale die Scheuklappen ab und sieht sich einmal in diesert Wirklichkeit um. Er kann dann in derDaily Mail" z. V. lesen, daß Englandim gegebenen Fall genau wieder so wie im Jössing-Fjorü handeln" werde, und daßEngland mit voller Ueberlegung die norwe­gischen Hoheitsgewässer verletzt hat".

Sollte dennoch irgendwo in Neutralien noch ein Zwei­fel herrschen, daß dem wirklich so sei, so braucht man nur die Unterhausrede des immer greisenhajter in Haß und Lüge sich verhärtenden Neville Chamberlain zu lesen. Im Namen der englischen Regierung macht ja der englische Ministerpräsident den Mordbubenstreich vom Jössing-Fjord sich ganz zu eigen, b'e kennt sich zu dem Mord und zu den Mördern, denen er zu diesemhervorragenden Zusatz zu ihren Taten" A.ilUuliert, zu dieserwundervoll durchgeführten Opera­tion". So beglückwünscht der Vandenführer seine ange- l/ellten Bravi zur prompten Ausführung ihnen erteil­ten Mordbefehls. Es ist also doch nicht ganz so, wie der englische Diplomat aus Peking schrieb, daß die Englän­der immer und überalldurch ihre in der Vergangen­heit begangenen Verbrechen in die glückliche Lage ver­letzt sind, heute anscheinend moralisch zu handeln". Sie kommen ohne das offene und schamlose Verbrechen doch nicht ausl die alte Betschwester muß auf ihr altes, vom Volksmund ihr nachgesagtes ehemaliges Handwerk zu­rückgreifen. Sie legt die Bibel beiseite und bekennt sich z» ihrem wahren Gewerbe.

Das Tollste sind dabei doch wohl Herrn Chamberlains Vorwürfe gegen die norwegische Regierung, welcher er ^Untätigkeit" undvollständige Gleichgültigkeit" in machen Wahrung ihrer Neutralität vorzuwerfen wagt, wodurch siesich in Widerspruch setze zum internatio­nalen Recht, wie die britische Regierung es versteht", schamloser konnte englische Anmaßung sich nicht ent­blößen, als Herr Chamberlain es mit dieser Umschrei­bung der von England über die Neutralen verhängten Rechtlosigkeit tut.

, Nun, der norwegische Außenminister Koht, der in die­ser Sache den norwegischen Rechtsstandpnnkt so klar fest- gestellt Hat, wenn er auch, was freilich sehr entscheidend ist, sich außerstande erklären mußte, irgendwelche mili- taryche Macht bekräftigend hinter sein Recht zu stellen, straft auch in diesem Punkte desinternationalen Rech­tes Herrn Chamberlain drastisch Lügen. Er erinnert ihn daran, daß noch im Sommer 1939 die englische Re­gierung der norwegischen Regierung mitteilte, dieein­zig mögliche Völkerrechtsregelung über die Durchfahrt von Kriegsschiffen Kriegführender durch neutrale Ho­heitszonen könne und müsse dahingehen, daß diese Kriegsschiffe so lange das Recht zu solcher Durchfahrt hatten, wie sie das für nötig hielten, und solange sie keinen Hafen anliefen". Die norwegische Regierung habe sich diese englische Auffassung uneingeschränkt zu eigen gemacht. Dieselbe Auffassung sei ja auch in eng­lischen Volkerrechtsbüchern vorgetragen und vertreten.

So lautete die betonte Auffassung der englischen Re­gierung des Herrn Chamberlain, solange sie glaubten, daß diese Auffassung nur zum Vorteil Englands wirken könne. Nun aber. da sie auf ein deutsches Schiff An­wendung finden, stellt der alte Sünder Chamberlain Kch ?.uf den ganz genau entgegengesetzten Standpunkt. Er fällt mit Vorwürfen über die norwegische Regierung her weil diese sich aufs genaueste an die ihr zudiktierte englische Auffassung zu halten suchte, ihr freilich aus Mangel an Machtmitteln keinen Nachdruck verleihen konnte, gegen dasselbe England, das ihr diese Auf­fassung im Sommer 1939 diktiert hat. Jetzt rechnet das­selbe England, derselbe Herr Chamberlain diese von ihnen verkündete Rechtsaufsassung der norwegischen Re­gierung zum Verbrechen an. Der englische Lant erklärt und ohne jede Regung von Scham denn völlige Unfähigkeit für Scham ist ein wesentliches Merkmal die­ser englischen Lügentechnik das genaue Gegenteil seiner eigenen Verkllndung vom Sommer 1939 für in-

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Die schweren Schisssverluste Britanniens zwingen Chur­chill zu einem schlecht verschleierten Teilgcständnis.

Ein deutscher Tanker wurde auftragsgemäß en Amerika abgeliefert.

Die deutsche Luftwaffe versenkte zwei britische Minen­leger; ein deutsches U-Boot kehrte nach Versenkung von insgesamt 27 800 BRT. zurück.

Die VesatzungSmltglieder derAltmark" berichteten Ein­zelheiten über die Schandtaten derCossak'-Mannschaft.

Italien wendet sich gegen falsche Spekulationen der Plutokralien.

In Palästina wurden von den britischen Bluthunden wieder elf Todesurteile ausgesprochen.

Im Fortgang der russischen Offensive in Finnland haben die Russen Stadt und Festung Koivisto (Björkö) ein- genommen.

Ncichspresscchef Dr. Dietrich sprach vor den Gauprcsse- amtsleitcrn.

Auch der 5. OPfersonntag für das WHW. brachte im Nordseegau gegenüber Iti.Zg eine gewaltige Steigerung.

Die Polizeistunde wird für das bremische Staatsgebiet bis aus weiteres aus 22 Uhr festgesetzt.