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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden VÜrgermeisters der Freien ftansestadr vremen
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Oen Vremens
ieichsstattlialters in Oldenburg und vremen
Nr. 50/10. Jahrgang
Dienstag, 20. Februar 1940
Linzeipreis 15 Nps.
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Deutsche frauen und Kinder beschossen
Mit Flugzeugen gegen Nettungsboole
Neuer Nofteftsakl britischer Piraten / vestiatische veschießung von Mannschaft und Passagieren des
deutschen Nampsers „Matussi" nach dessen Selbstversenkung
Berlin, 29. Februar.
???, Lanze Welt ist noch empört über das unmenschliche britische Vorgehen gegen die wehrlosen Besatzungen der deutschen schiffe „Altmark" und „Wakama", und schon wieder wird ein neuer Fall bekannt, der beweist, daß hinter diesem Mord wehrloser deutscher Seeleute ein planvolles britisches System steht. Es liegen jetzt auch Augenzeugenberichte darüber vor, daß die Rettungsboote des deutschen Dampfers „Watussi". der am 2. Dezember 1939 aus der Höhe des Kaps der Guten Hoffnung von englischen Bombenslugzeugen angegrisfcn wurde und sich selbst versenkte, von den britischen Bomben- und Jagdflugzeugen mit Maschinengewehren beschossen wurden.
Obwohl die englischen Flieger deutlich sahen, dah die Passagiere und die gesamte Besatzung des Schiffes in die Rettungsboote gingen, eröffneten sie ein lebhaftes Maschinengewehrfeuer auf die Boote und setzten dieses auch noch fort, nachdem die Boote sich bereits ein gutes Stück von dem sinkenden Schiff entfernt hatten. Die Tatsache, datz sich in den Rettungsbooten auch Frauen und Kinder befanden, macht das Vorgehen der britischen Flieger noch verwerflicher.
knglands Schmach
Herr Winston Churchill hat den Kommandanten imd die Mannschaft, die den Ueberfall auf die „Altmark" in norwegi
schem Hoheitsgebiet durchführten, belobt und beglückwünscht. Sein Telegramm wird ein ewiges Dokument der Schande Englands bleiben. Der Londoner Rundfunk stellt einen neuen Rekord der Schamlosigkeit aus mit der erneuten Behauptung, der Bubenstreich im Jössingfjord sei ausgeführt worden in der besten Tradition von Nelson. Das Andenken eines der. besten Männer, die England je besaß, kann Wohl nicht schmutzi- der besiedelt werden, als durch diese Zusammenstellung mit der Untat von Seeleuten, die einen Mordnberfall auf ein deutsches Handelsschiff unternahmen. Wochenlang war die englisch« Flotte nicht imstande gewesen, die „Altmark" aus See zu stellen. Erst als sie dank ihrer seemännischen lleber- legcnheit nach allen Gesetzen des Seerechtes als dem Zugriff der Engländer endgültig entzogen gelten mußte, haben sie sich ihrer durch eine Vergewaltigung fremder Neutralität bemächtigt.
Auch hier noch erkennt man aus dem Bericht des „Alt- mark"- Kapitäns, wie dieser — ohne sich dessen zu rühmen — den Engländern seemännisch weit überlegen war. wenn man liest, wie er so zu manövrieren verstand, daß der verfolgende englische Zerstörer durch das Schraubenwasser der „Altmark"
so zurückgeworfen wurde, daß diese dadurch ihm den Eingang in den Fjord abgewann.
Wo man hinsieht: englische Lüge. Da griff das Lamm den Wolf an. Da schoß zuerst die „Altmark", die doch überhaupt keinen Schuß abgeben konnte. Da wird aus dem friedlichen deutschen Dampfer ein Kriegsschiff. Da wird von „deutschen Feindseligkeiten" gesprochen, wo nichts war als englischer Mordübersall. Aber sie lügen vergebens, um das eine zu vertuschen. woraus es ankommt, die Tatsache nämlich, daß „der Nebersall aus die „Altmark" die schlimmst« Neutralitätsverletzung ist, die je vorkam".
Der Londoner Rundfunk sucht den Eindruck eines Kampscs -zu erwecken, indem er behauptet, die Deutschen hätten ein gut gezieltes Feuer eröffnet. Jedes Wort Lüge. die damit als Wahrheit ausgewiesen werden soll. daß man erzählt, ein englischer Offizier sei verwundet worden Jawohl, es wurde einer verwundet, aber, wie der Bericht des „Altmark"- Kapitäns feststellt, von den englischen Stümpern selbst, die ihn im Dunkeln abknallten. Ein deutscher Arzt nahm sich seiner an.
Die See-„Macht" ohne Flottenehre
„Man wird euch immer mitverflnchcn, wenn man,
flucht." (Siegsried in Hebbels „Nibelungen")
k. ülü. Die jetzt vorliegende genaue Schilderung des englischen Piratenaktes im Jössingfjord gegen den deutschen Dampfer ..Altmark" zeigt den erschreckenden barbarischen Charakter der „Cossak"-Mannschaft in seiner ganzen Verworfenheit und enthält Zeile für Zeile die bisher schwerste Anklage gegen die ehrlose britische Admiralität. Nicht nur ließen es die Matrosen des englischen Seeräuber-Kriegsschiffes an jeder soldatischen Haltung gegenüber dem friedlichen deutschen Schiff fehlen, sie beantworteten sogar die Ritterlichkeit und Korrektheit der deutschen Mannschaft innerhalb der norwegischen Hoheitszone (!) mit einem kaum faßbaren Ausbruch bestialischer Roheit. Nicht zuletzt paßt die unbeschreibliche Plünderung der „Altmark" durch die Engländer zu dem abscheulichen Bild, das nunmehr das britische Piratenvolk auch den Neutralen bietet. In allen Kulturländern nennt man Gestohlenes kurz und bündig Diebesgut, die englischen Plünderer dagegen sprechen im „Eossak"-Fall von — Siegestrophäen. Welche schmachvolle Selbst- entehrung einer See-.,Macht"! Das wirkliche Wesen des britischen Maulheldentums, getragen vom gemeingefährlichen Geist heuchlerischer Rechtsbrecher, ist mit dem erschütternden Bericht über die grauenhafte Schandtat vor aller Welt für alle Zeiten angeprangert.
deuffchland ist völlig lm stecht!
Me Neutralen zu knglands Völkerrechtsbruch - überall Stürme der Entrüstung
Oslos 2». Februar.
Da in Norwegen am Sonntag keine Zeitungen erscheinen, wurde die breite Oesfcntlichkeit Norwegens mit den Einzelheiten der englischen Piraterie im Jössingfjord erst durch die Montagmorgenblättcr bekannt. Diese betonen einstimmig, datz der Neutralitiitsbiuch Englands die bei weitem ernsteste und schwerwiegendste völkerrechtswidrige Handlung einer kriegführenden Großmacht gegenüber dem neutralen Kleinstaat Norwegen durch Jahrhunderte zurück in der Geschichte des Landes sei. „Astenposten" schreibt, «s sei ein« Neutralitätskränkung seitens des deutschen Schisses nicht begangen worden. England müsse man aber bestätigen, datz seine Flotte bei dieser Gelegenheit zweifellos aus der zynischen Erwägung heraus gehandelt hat, daß Norwegen eine kleine Nation ist, aus die man keine Rücksicht zu nehmen brauche, wenn es sich um eine so schwere Kränkung der Neutralität handelt.
Wenn der Jössingsjord einer Großmacht gehören würde, hätt« die „große Tat" wahrscheinlich nicht stattgefunden. Im „Morgenposten" heißt es: Die „englische Seeschlacht" im Jö- ffinofj'ovd ist die aufsehenerregendste und brutalste Verletzung unserer Hoheit? ge Wässer und ein Angriff auf unsere Neutralität. Man übertreibt nicht, wenn man sagt, daß dieser englische Angriff in ganz Norwegen einen sehr peinlichen Eindruck hinterlassen hat. Eine große Heldentat der überlegenen britischen Kriegsstreitkräfte' gegenüber dem deutschen Handelsschiff ist dies auch nicht gewesen Wir empfinden es als verstimmend, daß man diesen Nebergrifs in der britischen Allgemeinheit als Heldentat betrachtet.
Eine Kränkung norwegischen Hoheitsgebietes von englischer Seite ist die schwerste Verletzung des norwegischen Hohcits- rcchtes, die seit der Schlacht von Bergen am 2. August 1663 stattgefunden hat, als eine englische Flotte in den Hasen von Bergen eindrang, und eine holländische Handelsflotte, die dorthin geflüchtet war. zu entführen versuchte.
Die „Altmark" hatte, ebenso wie britische defensiv bewaffnete Schisse — heute ist es sa die gesamte britische Handelsflotte — ein Anrecht auf Durchfahrt durch norwegische Hoheitsgewässer. Dazu haben sogar Kriegsschiffe unter gewissen Bedingungen ein Recht. Daß sich britische Gefangene an Bord befanden, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Das Recht für die Durchfahrt durch neutrale Hobeitsgewässer besteht auch für Prisen- schisse und Gefangene, sich als ein Teil einer Prise zu betrachten. In dem Leitartikel von ..Tidens Tegn" wird die völkerrechtswidrige Seit« des Falles mit dem gleichen Ergebnis untersucht, daß. da das deutsche Schiff freie Durchfahrt hatte, die Engländer einseitig daS Völkerrecht gebrochen hatten. „Morgenbladet" schreibt:
Es war wirklich kein Kunststück, -rn- große britische Flot- tcnabtcilunq auf das deutsche Schiff loszuhetzen. Datz diese Tat aus direkten Befehl des englischen Marin-innnsters Churchill ausgcstihrt wurde, macht diese Kränkung norwegischer Neutralität um so schwerwiegender. Es wird in Norwegen Lbcrhauvt nicht das geringst« Verständnis finden, datz dieser Ueberfall in der britischen Presse, aber auch ossizieK als eine Heldentat ausposaunt wird. 88 wirkt sehr niederschmetternd, datz gerade die Westin-chte diesen Nebergriss begangen haben, denn sie behaupten ja stets, datz sie auch kür die neutralen Staaten für deren Freiheit und Selbständigkeit lammen. Durch diese Handlung haben sie die ideologische Grundlage für diese Behauptung geradezu zunichte gemacht. Englanv hat hier viel mehr verloren, als es gewonnen hat.
Stockholm. 20 Februar.
Unter der Ueberschrist „Sprengbombe gegen das Nentrali- tätsrecht" veröffentlicht „Stockholms Tidningen einen Artikel
Zwei britische srachter;usammengestoßen
A m st e rd a m 2V. Februar.
Die britischen Frachtdampser „Grehstone Castlc" (3833 BRT.) und „Chcldale" (4218 BRT.) stießen wie aus Durban t-lw- asrika) über London gemeldet wird, 'urzvorMittcrnacht zusammen Die Chcldale" sank innerhalb drei Minuten. Der Kapitän, der'Erste und Zweite Lss,z,°r und13 Mann der Besatzung der „Chcldale werden vermißt. Der amtte Oisizicr, der Bordfunker und 17 Mann konnten das Land erreichen.
Spanischer vampjer gesunken
die. Kopenhagen, 2«. Februar.
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N-rdwestküst- Spaniens gesunken. 22 Mann der -Skvps g Bcsatzung sollen umS Leben» gekommen setn.
zu dem „Altmark"-Fall, der für die hiesige Stimmung bezeichnend ist. In dem Artikel heißt es: Die Motivierung, die in London gegeben* wird. ist nichts anderes als eins völlig anarchische Lehre, die wie eine Sprengbombe in das Völkerrecht hineingeworfen wird. Und das wird von einer Macht getan, die Anspruch daraus erhob, als Beschützer der kleineren Völker aufzutreten. „Nya Daglight Allehanda" stellt fest. datz in Norwegen äußerst ernste Stimmung herrsche. Im Leitartikel schreibt das Blatt, unter allen Umständen fei es ossenbar. daß die englische Regierung absichtlich und überlegt die norwegische Neutralität verletzt habe, und zwar als Rspressalie gegen die deutsche Seekriegsführung, die in den letzten Wochen den Engländern bedeutende Verluste zugefügt habe.
Amsterdam, 20. Februar.
Die holländische Presse bringt in großer Aufmachung Berichte über den „Cossak"-Fall. Im „Het Nieuws van den Dag"
wird die Feststellung des norwegischen Außenministers Koht gebracht, in der der Ueberfall aus die „Altmark" die schlimmste Neutralitätsverletzung genannt wird, die je vorgekommen sei.
Brüssel, 20. Februar.
Die „Libre Belgique" stellt fest, daß eine der wichtigsten Regeln der Menschenrechte durch die Engländer vergewaltigt worden sei. Wieder einmal versuche sich die englische Regierung, durch die gefährliche Theorie der Repressalien zu rechtfertigen.
Mailand, 20. Februar.
Das bestialische Piratentum der britischen Kriegsschiffs- bcsatzungen wird von der oberitalienischen Presse weiter in aller Ausführlichkeit als das Ereignis des Tages in größter Aufmachung behandelt. „Die harte antibritische Sprache der offiziösen deutschen Stimmen, schreibt „Corricre della Sera", die sich in den letzten Tagen immer mehr gesteigert hatte, haben nach dem Angriff auf die „Altmark" ihren Höhepunkt erreicht. (Fortsetzung aus Äite 2.)
wieder ein britischer Zerstörer vernichtet
erfolgreiche flngriffe auf vier Seleihiige — Vampfer und rankschiffe versenkt
Berlin, 20. Februar
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Westen geringe örtliche Artillerietiitigkcit. In verschiedenen Seegebieten wurden wiederum vier feindliche Geleitziige von U-Booten erfolgreich angegriffen. Aus drei Geleitzllgen heraus wurden Dampfer und Tankschiffe, aus dem vierten ein Zerstörer versenkt, der zu den Sicherungskrästen dieses Geleitzugcs gehörte."
Amsterdam, 20. Februar.
Nachdem die britische Admiralität bereits den Verlust des Zerstörers „Daring" zugegeben hatte, teilt sie nunmehr mit, daß der 1375 Tonnen große Zerstörer torpediert worden ist. g Offiziere und 148 Mann werden vermißt imd als verloren betrachtet. 1 Offizier und 4 Mann wurden gerettet. Der Konimandant des Schisses, Cooper, befindet sich unter den Vermißten.
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Bei dem vernichteten Zerstörer „Daring" handelt es sich mn ein aus der TlMnhcroft-Werst erbautes Kriegsschiff, mit
dessen Bau im Jahre 1931 begonnen und das im Jahre 1932 in Dienst gestellt wurde. Die „Daring" gehörte zu einer Klasse von 8 gleich großen Zerstörern der Dcfender-KIasse mit einer Wasserverdrängung von 1373 Tonnen und einer Geschwindigkeit von 35,3 Knoten, jedoch wurde diese bei Probefahrten um 2,7 Knoten überboten. Seine Fahrstrecke betrug 5400 Seemeilen bei einem Brennstoffvorrat von 470 Tonnen Ool und einer Krastentfaltung von 36 000 PS. Ausgerüstet war das Schiff mit Parsons-Turbinen, die ihre Kraft mittels Rädern aus die Schranbenwelle übertrugen. Der Zerstörer war 99 Meter lang, 10 Meter breit und hatte einen Tiefgang von 2,6 Meter, seine Friedensbesatznng betrug 145 Mann Der „Daring" war bewaffnet mit 4 Geschützen von 12-Zentimeter- Kaliber. 8 Maschinengewehren, die der Flugabwehr dienten und in je zwei Viererlasetten schwenkbar angeordnet waren, und 8 Torpedorohren von 53,3-Zentimeter-Kaliber, ebenfalls zn zwei Vierergrnppen am Bug eingebaut. Die „Daring" war ein Schwesterfchifs des Zerstörers „Ducheß", der im Dezember bei einem „Zusammenstoß" — wie die Engländer behaupteten — mit einem andern Schiff der Flotte verlorenging.
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kür äis „Bremer Geltung" xereicdost von Lwil Köders
In dem Bestreben, sich den schweren Folgen ihres neuesten Völkerrechtsbruches zu entziehen,' überschlagen sich die Londoner „Propaganda"-Chefs geradezu in Lügen. Verdächtigungen und neuen Unverschämtheiten. Während zum Beispiel ein angeblicher Erlebnisbericht des Londoner Reuter-Büros die sich selbst als Lüge demaskierende, allzu phantastische Behauptung aufstellt, die über das Eis geflüchteten deutschen Matrosen hätten von einer Uferanhöhe aus Maschinengewehrfeuer gegen die Briten eröffnet, meint der Londoner Rundfunk mit unglaublichem Zynismus, die Engländer hätten auf die fliehenden Deutschen wie auf Karnickel schießen können. (!) Mit dieser zum Himmel schreienden Frivolität widerlegt die eine Londoner Nachrichtenstelle die andere, soweit die schlecht erlogenen Ausflüchte jener Meuchelmörder überhaupt noch einer Widerlegung bedürfen.
Die Empörung über das ungeheuerliche Berbrechen der Churchill-Clique und ihrer ausführenden Organe ist im ganzen deutschen Volk und darüber hinaus in der Öffentlichkeit der neutralen Staaten besonders deshalb so nachhaltig, weil die britischen Schurken in aller Planmäßigkeit vorgingen. Diese unsere Feststellung bezieht sich nicht allein auf die in London kaltblütig getroffene Entscheidung, den deutschen Dampfer „Altmark" unter dreister Verletzung der norwegischen Neutralität zu überwältigen: vielmehr hat die englische Regierung ihren Willen, sich ohne Hemmungen über die Erundbestimmungen des Seekriegsrechtes hinwegzusetzen, schon zu Beginn dieses Krieges bekundet. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an die Londoner Note vom 7. September 1939 an den Generalsekretär des Genfer Debattierklubs, in der die britische Regierung die Stirn besaß, sich von ihrer dem Ständigen Internationalen Gerichtshof gegenüber zu erfüllenden Pflicht der Behandlung von Rechtsstreitigkeiten vor diesem Forum offen loszusagen. Wie der deutsche Völkerrechtslehrer Viktor Bruns inzwischen nachgewiesen hat, richtete sich dieser schon an sich rechtlich unmögliche Schritt der Eewaltpolitiker jenseits des Kanals ausschließlich gegen die neutralen Staaten, denen die Möglichkeit entzogen wurde, völkerrechtswidrige Akte der britischen Seekriegführung einem zwischenstaatlichen Gericht zur Beurteiiung zu unterbreiten. Heute, nach dem „Wakama"-Skandal und dem „Lossak"-Fall, ist mit restloser Gründlichkeit der Beweis dafür erbracht, daß die Verbrecher an der Themse mit „w e i t s ch a ü e n d e r" Vorsätzlichkeit an das Werk ihrer Völkerrechts- brüche gingen, als sie im September vorigen Jahres in herausfordernder Weise die von ihnen unterzeichnete Genfer Fakultativklausel über Bord warfen.
Offenbar sind die Briten der Meinung, ihre im Weltkrieg geübte Praxis, die Souveränität der neutralen Staaten mit Füßen zu treten und ihren Piratengelüsten auch in fremden Hoheitsgewössern skrupellos nachzugehen, in vollem Umfange ungestraft wieder aufnehmen zu können. Jedenfalls find dem Ueberfall auf den deutschen Dampfer „Altmark" mitten in fremdem Staatsgebiet während des Weltkriegs zahlreiche ähnliche Fälle vorausgegangen, und zwar han-
IUM»UI»IU„MI„UM,M,i„„,„„U,U„UM„,M„>„M„„„„„„„„„,
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Wie der Kapitän der „Altmark" berichtet, plünderte das britische Verbrcchcrgcsindel das deutsche Schifp nach dem Nebersall völlig aus.
Der Entrüstungssturm über Englands feiges Piratcnstiick im Jössing-Fjord hält in der ganzen Welt an.
In Flekkesjord fand die feierliche Beisetzung von sechs Matrosen der iibcrsallencn „Altmark" statt.
Wie setzt bekannt wird, beschossen englische Flieger auch die Rettungsboote eines deutschen Dampfers, der sich aus der Höhe des Kaps der Guten Hossnung selbst versenkte.
Wieder wurde ein britischer Zerstörer vernichtet, wobei 137 Mann der Besatzung den Tod funden.
Die Carl - Rover - Geburtstagsspcnde hatte ein überragendes Ergebnis.
Die Marine-SA.-Standarte 89 hat die Standarten- nummer gewechselt.
Die Gültigkeit der Ncichskleiderkarte wurde im Hinblick aus die anhaltende Kälte vorverlegt.