Ausgabe 
(19.2.1940) Nr. 49
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parteiamtliche Lageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien fjansestaSl vremen

en An- EeschSst«. .^n t Am Geeren pr. 5 41 21. Nachtrus , : Fernsprecher 511,15; ^.lnstraße 88, Fernspr. 5 4121. n Svke. Mühlendamm Nr. 2.

der Nattoü^zMsten Bremens

fimiliches Verkünvungsdlai^^lieichsstaltiialters in Vldenburg und Bremen

Nr. 49/10. Jahrgang

Montag, 19. Februar 1949

Linzelpreis 15 Bps.

Spiegelfechtereien derMordpZraten

sjeuchlerische Nechtfertigungsoersuliie

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kngland will Norwegen einschüchtern - Siegesfeiern an der tliemse zu dem Völkerrechtsbruch

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Berlin, 19. Februar.

Nach echt britischer Piratenart wurde in der Londoner T-nntagspreiie der ungeheuerliche Reutralitätsbruch, den die britische Marine aus Veranlassung der Regierung in den nor­wegischen HoheitsgewSssern an dem deutschen DampferAlt- mark" begangen hat, an der Themse gefeiert. Man setzte sich über alle völkerrechtlichen Bestimmungen hinweg und ver­herrlicht den gemeinen Piratenstreich als -inegroßartige Heldentat". Manche Londoner Blätter hielten es sogar für angebracht, bei diesen widerwärtigen Vorgängen den Geist Nelsons zu zitieren. Um die traurige Leistung der Tee- verbrecher alsSieg" hinstellen zu können, wird behauptet, dag dreAltmark" mit zahlreichen Geschützen bestückt gewesen sei. Der Protest der norwegischen Regierung gegen den bei­spiellosen Reutralitätsbruch findet in der englischen Presse kaum Beachtung. Man bringt es im Gegenteil sogar fertig, Norwegen einzuschüchtern zu versuchen und mrt einer scharfen Antwortnote zu bedrohen.

Nachdem die britische Admiralität sich in einer Reuter- Verlautbarung des beispiellosen und menschenunwürdigen Piratenübersalles auf das unbewassnete deutsche Handelsschiff Altmark" gebrüstet und mit zynischer Offenheit aller Welt verkündet hatte, daß die brutale Verletzung der norwegischen Hoheitsgewässer durch englische Seestreitkräste mit voller Bil­ligung und aus Befehl der britischen Regierung erfolgt ist, macht Reuter jetzt im Hinblick auf die Entrüstung in der gesamten neutralen Welt besonders auch in USA., auf das England Rücksicht zu nehmen hat einen Rechtfertigungs­versuch .der in feiner Art nur als jämmerlich und damit höchst aufschlußreich für die Methoden der britischen Lügen­propaganda bezeichnet werden kann.

Reuter erklärt nämlich, Deutschland hab« norwegische Ge­wässer andauernd benutzt, um der Verfolgung durch britische Schisse zu entgehen und versucht hierdurch, vor der Welt als tugsndhajter Wiederherstelle! eines rücksichtslos gebroche­nen Rechtes aufzutreten. Nach allen anerkannten Gesetzen des Völkerrechts aber ist die Schiffahrt in den Küstengewässern der neutralen Staaten frei, und England hat von dieser Freiheit ausgiebig Gebrauch gemacht. Nach dieser höchst blamablen Heuchelei bemüht sich Reuter weiter, den flagranten Bruch der primitivsten Regelst des Völkerrechtes durch Eng­land dadurch abzuschwächen, daß es im Zusammenhang mit dem Untergang der englischen DampferThomas Walton" undDeptford" sowie des griechischen SchissesGarousaila" innerhalb norwegischer Hoheitsgewäfser die lügnerische Be­hauptung aufstellt, Deutschland habe norwegische Gewässer dazu benutzt, Kriegsmäßnahmen gegen England und andere Staaten durchzuführen.

Um sein eigenes Bubenstück zu decken, versucht man also, Deutschland die Schuld am Untergang dieser Schiffe anzu­dichten. Diese schon oft angewendete, aber längst durchschaute Spielregel der englischen Propaganda ist ebenso durchsichtig

über Ser Nordsee abgeschossen

Wieder ein britisches Flugzeug vernichtet

Berlin, 1». Februar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Bei einem Ttoßtruppunternchmen westlich Vierzig wurden mehrere Gefangene eingebracht. Wie durch SonLcrmcldung bereits bekanntgegeben, sind in der Woche vom 11. bis 17. Fe- , bruar durch Einsatz der Teekriegsmittel an britischer, fran­zösischer und dem Feind nutzbarer neutraler Tonnage 32 Schiffe mit 128 174 BRT. versenkt worden. Ueber der Nordsee kam es auch Sonnabend wieder zkl einem Lustkamps zwischen einem Bristol-Blcnheim und einem Messerschmitt-Flugzeug. Das englische Flugzeug wurde zum Absturz gebracht."

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vier Schiffe in der Nordsee gesunken

krv Kopenhagen, 19. Februar.

Folgende Schisse werden von englischer Seite als in der Nordsee gesunken gemeldet: der englische DampferBaron Nils-" (3799 BRT.), zwei vermißte, die beiden schwedi­schen DampferLian a" (1799 BRT.) undOsme d" (1599 BRT.), hiervon neun Mann gerettet, sowie der holländische DampferAmcland" (4599 BRT.).

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enAliseke kirntenscliikk. Der englische ZerstörerIntrsxiä", der unter flagrantem Lrneh der norvregi- sostsn hseutrs-IitütSLone innerhalb dieser Zone auk die Lssatsnvg des deutschen Oawpkers^Itinark" scholl. Die Lssatsung setzte äsn deutschen Oanipker ant (Arnnd und trat sieben Pate 211 beklagen. küs-ss-Uattmsnn

wie dumm. Denn daß deutsche Unterseeboote zur Zeit des Unterganges der drei genannten Schisse sich überhaupt nicht aüf dem in Frage kommenden Seegebiet bekunden haben, daß also der Untergang dieser Dampfer keinesfalls auf Maß­nahmen deutscher U-Boote zurückgeführt werden kann, wurde bereits in einem Notenwechsel zwischen Deutschland und Nor­wegen eindeutig klargestellt, über den der norwegische Außen­minister Koht am 29, Januar vor dem Storting erklärte, dah in keinem Falle erwiesen sei, ob die drei Dampfer torpediert worden sind. Die norwegische Regierung habe die deutsche Re­gierung gebeten, diese Fälle auf die Möglichkeit hin zu unter­suchen, ob es sich hierbei vielleicht um Versenkungen seitens deutscher U-Boote gehandelt habe. Unter ausdrücklichem. Hin­

weis aus die Behauptung französischer und britischer Zei­tungen, die geschrieben hätten, Deutschland hätte den Krieg auf norwegisches Gebiet ausgedehnt und Frankreich und Groß­britannien würden das gleiche tun, stellte der norwegische Außenminister nachdrücklich fest, daß für eine solche Ansicht kein Anlaß bestehe. Die deutsche Regierung habe geantwortet daß sich deutsche U-Boote in keinem Fall innerhalb der nor­wegischen Hoheitsgewäfser befunden hätten.

Keine noch so verzweifelten Versuche des englischen Liigen- miillsteriums, durch solche Spiegelfechtereien den unerhörten Völkerrcchtsbruch englischer Seestreitkräste zu decken, dürsten aus Norwegen als Opscr der britischen Nentralitätsvcrletznng auch nur den geringsten Eindruck machen.

örößtLS Aufseilen desMmark"-llberfaiis

In der Weltpresse als kolinsprechender Nechtsbruch und Sewaltnkt klar erkannt

Rom, 19. Februar.

Der jüngste unerhörte Akt englischer Secräuberei hat in ganz Italien lebhafte Entrüstung ausgelöst, wo man keinen Hehl daraus macht, daß England von Kricgsbeginn an Ab­kommen nach Belieben verletzte und das Recht mit Füßen trat, sofern es sich für seine egoistischen Ziele davon irgend­welchen Nutzen versprach. Besonders stark ist die Empörung über das gemeine Vorgehen gegen wehrlose deutsche Matrosen eines unbewassnetcn Handelsdampsers, die, während sie schwimmend das User zu erreichen suchten, beschossen wurden. In diesem Zusammenhang wird von der gesamten Presse an das schändliche Vorgehen der Besatzung derBaralong" er­innert, die während des Weltkrieges in sadistischer Weise aus die Ucbcrlcbenden eines versenkten deutschen U-Bootes das Feuer eröffnet«.

Aber auch sonst macht sich die italienische Presse zum Dol­metsch der Gefühle des italienischen Volkes, wenn sie in

großen Schlagzeilen und mit schärfsten Worten den ollen internationalen Abkommen hohnsprechenden Rechtsbruch und Gewaltakt englischer Kriegsschiffe in den norwegischen Hc-Heits- gewässern geißelt.Schwere Verletzung der norwegischen Neu­tralität durch Großbritannien"Die Engländer schießen auf die wehrlose Besatzung derAltmark"Tentschlands Empörung über den Akt englischer Seeräuberci", so lauten die Nebcrschristen der drei römischen Tonntagsblätter, die gleichzeitig den Protest der norwegischen Regierung vermerken.

Weiter melden die Blätter, daß bereits die Ucbersliegung des Dampfers in norwegischen HoheitsgewSssern eine offene Verletzung der norwegischen Neutralität darstellte. Sicherlich werde aber, und davon ist man in Italien überzeugt, auch dieser Völkerrechtsbruch und Gewaltakt seine gerechte Sühne finden, denn das nationalsozialistische Deutschland wisse sehr Wohl, Was es seiner Ehre schuldig sei und werde diesen Mordbuben die gebührende Antwort erteilen.

(Fortsetzung aus Seite 2)

kusfischer kinbruch in die Mannerheim-Linie

1S2 befestigte und 41 eisenbelonierle flrlitleriestellungen erobert

Viinischer Vompfer durch seuer zerstört

kv Kopenhagen, 19, Februar.

Der dänische DampscrE. F. Tictgen" <1938 BRT.) ist in

der Nacht zum Sonntag im Hasen von Aarhus durch einen Riesenbrand, der durch Kurzschluß entstand, last vollständig zerstört worden. Das Schiff war 1928 iür zwei Millionen Kronen gebaut und erst vor kurzem mit, einem Kostenaus- piand von weiteren zwei Millionen vollständig modernisiert worden.

Moskau, 19, Februar,

Die sowjetrusstschen Heeresberichte der letzten Tage zeichnen ungefähr folgendes Bild der Kampfhandlungen an der Ka­relischen Front:

Seit dem 11. Februar habe Sowjetrußland den Angriff ani die sogenannt- Mannerheim-Stelluag aus der Karelischen Land­enge konzentriert. Die Vorstöße der Sowjettruppen seien in drei Richtungen erfolgt: im Abschnitt von Summa (im Westen der Landenge), im Abschnitt von Mnola (in der Mitte der Landenge) und in dem schon früher hart umkämpsten Ab­schnitt am Taipaleen-Joki unweit des Ladoga-Sces. J»l Ab­schnitt von Summa habe der offenbar mit stärkstem Einsatz von Truppen und Material durchgeführte Vorstoß alsbald wichtige Erfolge zu verzeichnen gehabt. In kurzer Zeit sei es den Sowjettrupptn gelungen, auf einer Breite von un­gefähr 19 Kilometern die voroderstcn Stellungen der Manncr- Heim-Linie zu durchbrechen und ungefähr 19 Kilometer tief in Richtung aus Wyborg (zunächst b,is zu der Eisenbahn­station Kamärä) vorzustoßen.

Besiilschter SSS-Nuf englischer Piraten

wie der deutsche Kampferwakama" Übersatten wurde

Rio de Janeiro, 19 Februar

Das m Rio de Janeiro erscheincndt BlattEazeta de Noticias" veröffentlicht eine ausführliche Darstellung des englischen Ueberfalls auf den deutschen DamssterWakama , die sich nach den Angaben des Blattes aus Aeußerungen «nglisckvr Matrosen und auf andere Beweise stützt, die die Leitung in Händen hat. In dieser Schilderung wird fol­gendes festgestellt:

1 Die Wakama" wurde durch englische Kriegsschiffe inner­halb der' brasilianischen HolMsgewässcr angegossen und daraus von der eigenen Besatzung versenkt. Die Verfolgung des deutschen Fra'chtdampsers wurde vom Lande aiis mit dem bloßen Auge von Zeugen beobachtet, die auch Schuhe englischer Kriegsschiffe horten,

2. Englische Flugzeuge machten darauf Jagd auf die deut­schen Rettungsboote, die von dem MG.-Feuer der pilugzeuge getroffen wurden, wie der Zustand beweist, in dem sie an der Küste Rio de Janeiros aufgefunden wnrk^m

3. Erst viele Stunden später wurde -in sO-,-Rus ge­sendet, offensichtlich durch eines der englilchcn Kriegs ch.tf- um den Eindruck zu erwecken, daß der Angriff außerhalb der Hohcitsgewässer erfolgt sei. Die Schisse, die zu dem in dem SOZ.-Rus angegebenen Ort eilten, fanden jedoch kcnicrlci Spuren vor, so daß anzunehmen ist. daß die in dem -L Rus bezeichnete Position gesälscht war. Sonst hätte z.

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der brasilianisch- DampferVage" bestimmt noch Rettungs­boote finden müssen, die jetzt angetrieben wurden. Diese Ansicht des in Rio erscheinende» Blattes wird durch den merkwürdigen Zeitunterschied bestätigt, der sich daraus er­gibt, daß die erwähnten Augenzeugen die Vcrsolgung und Beschießung des deutschen Tampiers zwischen 7 und 8 Uhr morgens beobachteten, während der SOS.-Rlii erst um </-3 Uhr nachmittags erfolgte.

4. Mehrere Zeugen sahen an Bord des englischen Kreuzers Hawkins". als dieser in den Hasen von Rio de Janeiro,ein- licf einige Leute von derWakama", was darauf schließen läßt daß die Mitglieder derWakama"-Besatzilng, die nicht getötet worden waren, von dem englischen Kriegsschiff ge­fangengenommen wurden.

5 Eine der Kanonen des englischen KreuzersHawkins" wie? deutlich Spuren von Abschüssen auf, die erst vor we­nigen Stunden erfolgt waren,

Gazeta de Noiicias" kommt aus Grund dieser Tatsachen zu der Feststellung, daß der englische Admiral Harwood seine Zeit verloren habe. wenn er nach diesen zahlreichen Beweisen für das Vorgehen der Engländer mit seinen Erklärungen die brasilianische Lcsscntlichkcit irrezuführen suche, Brasiliens Protestnote beweise, daß das Land entschlossen sei, gegen der­artige Piratenakte in seinen Hoheitsgcwässcrn vorzugehen. Die Tatsachen sprächen lauter als die Worte des Admirals Seiner britischen Majestät.

Nach den letzten sowjetischen Heeresberichten habe die im Abschnitt von Summa operierende Sowjet-Armee ihren Vor­stoß sowohl in der Breite wie auch in der Tiefe beträchtlich erweitern können. Es dürste daher kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß im Rayon zwischen Summa und Wyborg die Mannerheim-Linie von den Sowjettruppen durchbrochen wor­den sei. Damit seien die im Westen der Karelischen Landenge (südlich von Wyborg, entlang dem Whborger Meerbusen) ver­mutlich noch operierenden finnischen Truppenteile abgeschnit­ten, Ferner ergäbe sich für die Sowjettruppen nunmehr die Perspektive, den Verteidigern der Mannerheim-Stcllnng von Wyborg aus in den Rücken zu fallen und auch die finnische Armee, die nördlich des Ladoga-Sces stehe, zwischen der Kare­lischen Landenge und der zentralsinnischen Seenplatte einzu­kreisen.

Die Witterungsvcrhiiltnissc seien im Gebiet der militärischen Operationen in den letzten Tagen etwas günstiger geworden. Zwar herrsche immer noch strenge Kälte, doch weroc nicht mehr dieselbe Rekvrdtrmperatur verzeichnet wie vor einigen Wochen. Ein klares Wetter begünstige die Operationen der sowjetischen Luftwaffe. Aus den Berichten der letzten Wvche ergebe sich, daß die Sowjettruppen an der Mannerhei»,-Linie nunmehr insgesamt 192 befestigte Verteidiguiigspunkte uns 41 eisenbetonierte Artilleriestellungen (Bunker) erobert habe». Man dürfe wohl annehmen, daß die Führung der sowjetischen Armeen vor allein bestrebt sei, die Kainpshanolniigcn im Sü­den Finnlands vor einem Witternngsunischlag, vor dem Ein­setzen des Friihjahr-Tauwetters, zu einem erfolgreichen Ab­schluß zu bringen.

Nach dem Kvmmilniqiik des Generalstabes sür den Militär­bezirk Leningrad vom 17, Februar soll es den Sowjettruppen

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gelungen sein, die Finnen aüs der Karelischen Landenge zu- rückzuwersen. Diese zögen sich in Richtung Wyborg sowie in das Gebiet östlich dieser Stadt in großer Eile zurück. Die Dörfer, durch die die Finnen bei ihrem Rückzug kämen, seien von ihnen in Brand gesteckt worden. Die Stadt Ojnvla am Nvrduser des Muola-Tees sei von den Sowjettruppen desellt worden, - ebenso die Station Oainio, 9 Kilometer südöstlich von Wyborg.

Helsinki, 19. Februar.

Nach finnischen Meldungen sei seit langer Zeit am Sonn­abend Helsinki zum ersten Male wieder von einem Geschwa­der sowjetrussischcr Flugzeuge überflogen worden. Die finni­schen Meldungen geben zu, daß bei den hestigen Kämpfen aus der Karelischen Landenge es den Russen am Sonnabend gelungen sei, weiteren Geländegewinn zu erzielen. In Helsinki sehe man jetzt die Lage in zunehmendem Maße als e r n st an.

Brüssel, 19, Februar,

Die Entwicklung der Lage in Finnland steht auch in der Pariser Presse als außenpolitisches Thema im Vordergrund des Interesses. Die Blätter betonen die ä u sse r st kritische Lage, in der sich die finnischen Truppen angesichts des Dorinarsches. der Sowjetrussen befinden.

Der AMtossak'

England zeigt sein wahres Gesicht

Die Welt weiß nun endgültig, was sie von England zu halten und zu erwarten hat. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, um den SchantmamenPerfides Albi-on". in seiner weltgeschichtlich einmaligen Ungeheuevlichkeit als voll zu Recht bestehend zu kennzeichnen, so ist dieses durch den bestialischen und schmutzigen Mordübcrsall des britischen Pi­ratenkriegsschiffesCossak" auf den DampferAltmark" ge­schehen, Großbritannien, das angeblich gegen Deutschland in den Krieg zog, um den Weltsrieden, die Freiheit der Meere und die Neutralität der kleinen Völker zu schützen hat nun­mehr, nachdem alle diplomatischen und Propagandistischen Aufputschversuche bei den kleineren nichikriegsührenden Staa­ten gescheitert sind, wieder zu jenem Mittel gegriffen, dem es sein Weltreich verdankt: Offene Gewalt, unter Ver­höhnung der Primitivsten Forderungen des Völkerrechts und der Menschlichkeit, soll nunmehr erreichen, was sein unge­heuerlicher Lügen- und Vepleumdungsseldzug gegen das nationalsozialistische Deutschland nicht vermocht«. Der Fall Cossak" ist einer jener unheilvollenZwischensälle", die bri­tische Kewaltpolitikcr vom Schlage Churchills von jeher in­szenierten, wenn die politische und strategische Position Eng­lands völlig festgefahren ist.

Kriegsausweitung um jeden Preis das ist die Parole, für die jetzt auch wehrlose deutsche Seeleute unter den mörderischen Kugeln britischer Seekriegspiraten verbluten mußten. Der Erste Lord der britischen Admiralität hat die Ehre, der englischen Kriegsmarine unbedenklich und gewissen- ws für alle Zeiten mit unauslöschlicher Schande bedeckt, um dafür die Chance einzuhandeln, Norwegen in eine Front­stellung gegen Deutschland hineinlaviercn zu können. In e i n e m hat sich Mister Churchill allerdings peinlichst ver­rechnet: Die neutrale Weltmeinung hat sich trotz aller jämmer­lichen Verdrehungs- und Abschwächungsmanöver an der Themse in einem spontanen Sturm der Ent­rüstung gegen die brutale Mordpolitik des Perfiden Albions erhoben. Die Empörung aber, die das deutsche Volk nun­mehr angesichts der feige dahingemordeten Blutzeugen von Altmark" empfindet, wird England in der zermalmenden Wucht der unweigerlich zu erwartenden deutschen Gegcnschläge am eigenen Leibe Zu spüren bekommen!

Daß die britische Brutalität sich nach solch einem in der Weltgeschichte einzig dastehenden Verbrechen auch noch in zynischer Offenheit an ihren Bluttaten weidet, und dies vor ", .Welt zu demonstrieren, war wiederum Mr. Churchill einemGlückwunschtelegramm" spricht der Anstifter den Meuchelmördern seine Anerkennung aus (!), Selbstverständlich will London der Welt seineMotive", die das britische Kriegsschiff zumAngriff" aus dieAltmark" bewogen, nicht vorenthalten.

Was man hier allerdings an den Haaren herbeizieht um das gemeinste und hinteihättigste Bubenstück, das je unter weixnder Kriegsslagge von Secsoldaten verübt wurde, zu rechtfertigen", übersteigt jedes Maß der .Heuü^lei. Die Briten WEN nämlich wegen derschlechten Behandlung" der eng- lnchen Mairoien an Bord des deutschen Frachters zum Ein- fchreiten gezwungen worden sein. Man fragt sich nun wie sie von dieser angeblich brutalen Einkerkerung und Mißhand- lung ihrer LandAcute Kenntnis erhalten halben, wo sie längst die Vcrbiiidiiii'g mit dem deutschen Schiff und den auf ihm befindlichen englischen Gefangenen verloren hatten? Ferner will man seile,is der britischen Admiralität jetzt Plötzlich Ec- Ichiilze auf dem deutschen Dampfervermutet" also nicht einmal entdeckt! und ihn darum als ..Hilfskreuzer" ange- grislen haben! Wie verträgt sich diese fadenscheinigeVermu­tung (inzwischenbehauptet" man in England dercits, die Mtmark" hal>e drei Kanonen und eine Anzahl von Ma- schtnengetvehren an Bord gehabt) mit den triumphierenden Berichten von derHeldentat" eines britischen Offiziers, der nur mit einem Revolver bewaffnet, den deutschenHilfs­kreuzer" als erster geentert und so dieEroberung" eingeleitet habe? Hätte die deutsche Besatzung tatsächlich Waffen gehabt, britische Prisenkommando doch wc-hl sehr plA'ch m ein Himm«lfahrtskommandv verwandelt haben!

Wenn man kann vonflüchtenden" deutschen Matrosen redet, so beweist dies nichts weiter, als daß diese Männer wehrlos denHeldentaten" der britischen Piraten preis- gegeben waren. Täten die Lügenfabrikanten nicht besser, ihre Augenzeugenberichte" wenigstens auseinander abzustimmen, wenn schon einmal das Blaue vom Himmel heruntergelogen werden soll? Mau entblödet sich aber sogar nicht einmal, diesen ruchlosen Meuchelmord denn als solcher ist der Fall -Eoffak" bereits unwiderlegbar in die Annalen der scheuß- .ichsten Gewalttaten eingegangen! mit den Seegefechten Nelsons (!) auf eine Stufe zu stellen. Anaesichts dieser un­geheuerlichen Beschimpfung eines verdienten kopieren Admi­rals wird man endgültig darauf verzichten müssen, noch von einer britischen Soldatenchre zu sprechen.

Was^ die Hintergründe der ^Eossak"-Affäre anoeht, boilemalls das Lchandmal ..Baralonci" an die Leite zu «teilen wäre. so hat khurcW m seiner' skandalösen Brand- tede vorn 29. Januar eindeutige Erklärungen dazu abgegeben.

wenn er davon sprach, daß die Neutralen aus Englands Seit« treten mußten, wenn sie sich nicht von England verge- l!) lassen wollten. Der Eingriff in Norivcgcns Hoheitsrechte, der mit dem tleberiall a»k einen in.norwcgi-' Ichen Küstengewässern fahrenden Dampscr völkerrechtlich un­

streitig gegeben ist. bleibt eine solrlfe Deiaewaitigung auch dann, wenn man unsinnigerweise seitens der britischen Admi­ralität behauptet. daß dieCossak" eine angeblich bevorstehende Versenkung derAlt-mark" mitsamt den britisck^n Gefangenen

Illlllllllllllllllllllllllllimimmmunuilllllllilllllllimlliuiuiuuummuuuimiiuil

hat in der gesamten neutralen W eine Welle der Empörung und der Entrüstung ouSgele London versucht, mit vliimpcn Verdreh»ngskünsteii d verbrecherischen Nebcrsall auf dieAltmarl" 'zu begründ, Gauleiter Bohle richtete an die deutsche Handclsmari einen Ausriis.

Ein englisches Flugzeug Imirde abgeschossen.

In der Nordsee sanlen wiederum 4 Schiffe.

Den russischen Truppen ist der Einbruch in die sinnisi Mannerheim-Linie geglückt, "

Die NcichSsraiicnsiihrcrin stellte in ihrer Weimarer R- acht KriegS-Gcbote iür die lautende Hausfrau aus.

Der Tag der deutschen Polizei erbrachte in Brcm 95 999 Mark für das Kriegswinterhilkswerk. Deutschlands Ringernachwuchs besiegte Italiens Land, mannschaff in Dresden 9'1.

In Nuhpolding verteidigie Berauer erfolgreich fein Titel als Teutscher Slimeister.

Weltmeister Jennewein stellte im Torlauf bei Wien < neut sein großen Können unter Betveis.