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Erscheint 7malwkchentliA Dtonatsbezug E 2,3V elnschl. Zustellgebühr- Postbezugspreis monatl. 2,30 E (einschl. 28,7 ^ Post- zeitungSgebühr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis Ist Im voraus - ahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- EmS GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 5 4121, Nachtr. u. Sonnig. 5 I115. Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr- Dchriftleitung Dienstag und Freitag 12V»—13V, Uhr.
Meiner Zeltu
parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Mrgermeisters der Freien iiansestadl Vremen
der Natio
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ieichsstaltkialters in llldenhurg und Lremen
Nr. 4? / 10. Jahrgang
Sonnabend, 17. Februar 1940
Linzelpreis 19 Nps.
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kngland pfeift auf Norwegens Neutralität
Nechtsbruch unweit der Küste kine Lehre für die neutrale S chiffahrt
Neckischer Zerstörer wollte in norwegischen kjoheitsgewässern deutschen dampfer kapern
die Versenkung des holländischen Vampfers „vurgerdijk" ein völlig klarer Nechtssall
Berlin, 17. Februar.
In den gestrigen späten Abendstunden traf die Nachricht von einer unerhörten Berlctzung der norwegischen Neutralität durch englische Seestreitkriiftc ein. Der deutsche Dampfer „Altmark" teilt durch Funkspruch mit, daß der englische Zerstörer „Jntrcpid" versucht hat, in den norwegischen Ho- hcitsgcwässern 200 Meter vorn Land entfernt bei ihm längsseits zu gehen, um das Schisf zu kapern. Nur durch das geschickte Manövrieren des deutschen Kapitäns und das entschlossene , Dazwischentreten zweier norwegischer Torpedoboote konnte im Augenblick ein brutaler britischer Neutrali- tiitsbruch verhindert werden. Der britische. Zerstörer liegt weiter auf der Lauer, um seinen Versuch zu wiederholen. Wiederum zeigt sich, wie Großbritannien bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Rechte neutraler Staaten achtet.
Pariser Zeitungsente abgeschossen
Wieder einmal: „Teutsche Truppenzusammenziehung gegen Schweden"
Berlin, *17. Februar.
Die berüchtigte Pariser Lügenzeitung „Oeuvre" behauptete am K. Februar, es werd« aus Stockholm gemeldet, daß Deutschland in den Ostseegebieten gegenüber schweben Truppen- und Kriegsmaterial zusammenziehe. Größere Einheiten seien veu Bremen und Hamburg durch den Kieler Kanal nach pom- merschen Hasen gebracht worden. Van neutralen Beobachtern wisse man, daß die deutsche Luftwaffe AngrifsiIPiüne in Richtung des Sund studiere.
Hierzu wird amtlich festgestellt: Da es sich bei dem „Oeuvre" um eine Zeitung handelt, die seit langem unter den eng-
Veulschland und UdSSN. zum Vorteil
Moslau, 17. Februar.
Zum Abschluß des Wirtschaftsabkommens zwischen Deutschland und der Sowjetunion veröffentlicht die ossiziöse „Js- westija" einen gewichtigen Leitartikel, der die ungeheure wirtschaftliche und politische Bedeutung dieses Vertragswerts hervorhebt, das beiden Staaten zum Vorteil gereiche und die weitere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Sowjetunion garantiere.
Der Außenhandel der Sowjetunion werde dank diesem Abkommen in keiner Weise mehr davon beeinflußt, daß die Handelsbeziehungen der Sowjetunion mit England und Frankreich durch die Schuld ihrer Regierungen auf den Nullpunkt gesunken seien. Wie sei es, so fragt das Blatt, überhaupt möglich, mit Frankreich einen normalen Handel zu unterhalten, dessen Regierung unlängst den „banditenhasten" Polizei- übersall aus die Pariser Handelsvertretung durchgeführt hat
pus Moskau abgereist
Moskau, 17. Februar.
Die deutsche Wirtschaftsdelegation unter Führung von Botschafter Dr Ritter und Gesandten Dr. Schnurre hat nach Beendigung ihrer Verhandlungen, die zum Abschluß des deutsch-sowjetischen Wirtschaftsvertrages geführt haben, Moskau wieder verlassen und sich nach Berlin zurückbegeben, Botschafter Dr. Ritter und Gesandter Dr. Schnurre waren vom Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare und «»ßeiikom- misfar Molotow sowie vom Volkskommissar sür Außenhandel, Mikojan, bereits am Tage vorher z»r Verabschiedung emp- sangen worden.
... auch gegen die Sowjetunion gerichtet
Moskau, 17. Februar
In einem Leitartikel der „Jswestii-" schreibt Michail Ossiposs: „Durch die deutsch-russische Freund,cha,t ist die Ostsee völlig geschlossen. Die Träume Englands und Frankreichs, einen Keil zwischen Deutschland »nd die Sowjetunion z» treiben haben sich als fruchtlos erwiesen. Deshalb vcr,»chen England und Frankreich jetzt, die Türkei zur Schaffung eines Blockes im Nahen Osten und aus dem Balkan zu bewegen. Ein derartiger Block wäre auch gegen die S-W,ctunion gerichtet.
per verichr des Sberkommandos der wekrmachr
B « rlin, 17. Februar.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Keine besonderen Ereignisse."
die srontberichte der Woche
Berlin, 17. Februar.
Ab Sonntag, 18. Februar, bringt der Deutschlandscnder jeden Sonntag von ll bis 11.30 Uhr -in- Zusammenstellung der interessantesten Frontberichte unter dem Titel „Die Frontberichte der Wcchc". Die Sendung des Teutschlandsenders Wird von allen Reichssendern übernommen.
lischen und französischen Blättern den Rekord für Lügen innehat, sind auch diese Meldungen selbstverständlich von Anfang bis zu Ende frei erfunden und erlogen. Die Tendenz solcher sich immer wiederholender Schwindelmanöver, durch die England und Frankreich zwischen Deutschland und den nordischen Staaten Mißtrauen säen wollen, nm ihre eigene» Pläne der Kriegsausweitung und der Unruhestistung in Europa zu verschleiern, ist klar und eine deutlich« Warnung an die Neutrale».
Berlin. 17. Februar
Die Versenkung des holländische» Dampfers „Bürger- dijk" durch ein deutsches U-Boot wird in einem Teil der ausländischen Presse in unzutressenden Darstellungen behandelt. Der Sachverhalt ist nach den vorliegenden Meldungen der folgende:
Der Dampfer kam von einem amerikanischen Hasen und wurde am Eingang des englischen Kanals von dem deutschen
Nie Verluste vom w.—16. sebruar 1940
Sieben sage Seekrieg — wieder 117000 VM. versenkt oder beschönigt
i-g. Berlin, 17. Februar.
Das war wieder eine harte mid verlustreiche Woche koi- vlü 1üii-rl»»äs Seeherrschaft. Daß das Oberkommando der Wehrmacht allein sür den 14. Februar eine Versenkn ngszisfer von 58 000 BRT. melden konnte, die größtenteils aus das Wirken der deutschen U-Boote zurückzusührc» ist, war ein harter Schlag sür den Ersten Lord der Admiralität. Da die englischen Eingeständnisse mit dem Anwachsen der Bcrlust- zissern spärlicher r»id »»genauer werden, ist vielfach die Ursache des einzelnen Verlustsalles nicht mit Klarheit erkennbar, so daß nicht jeder U-Boot-Ersolg als solcher festzustellen ist, zumal die englische» Berichte alles tun, um Sccunfülls, wie Auflaufen, Kollision oder ähnliches als Grund des Schifss- verlustes hinznstelle». Teutsche Flieger erzielten bei einem Vorstoß ein Iagdcrgebnis von k Handelsschissen und zwei Vor- postensahrzeugen mit etwa 15 000 BRT. Schiffsraum.
Durch'die Jlugwaffe wurden zerstört oder so schwer beschädigt, das; mit Verlust gerechnet, weiden, soweit Ila-me mid Nationalität bekamst wurde:
„Port Darwin" (8083 BRT.), brit., beschädigt, „Elitcmia" (3ll>8), brit., die britischen Vorposten boote „Robert Bowen" (290). „Fort Royai" (350), „Theresa Bohle" (224), „Boston Traber" (371). „Mad Kopper (300 BRT.).
Verluste durch U - B o o t - W a! fe : „Chagres (5406 BRT.), brit.', „Sultan Star" (12 308), brit,; „Gretasieid" (lOllll), brit,; „Christine Maersk" <5177), dän.; „Burgerdijk" (6835), holt.
Verluste durch See minen: „Brillst; Triumph" (8500 BRT.), brit.; „Marie Dawu" (2158), srauz.; „Gevrgio Olseu" (58041, ital.: „Linda" (1213), schweb.; „Orauin" (1874), schweb.; „Martin Gokdschmidt" (3500), dän.; „Tnestadt" (4114). now.; „Talaroe" (2027), schweb.
Sonstige Verluste: „Severn Lee" (10 000 BRT.), brit., beschädigt; Vorpvstenboot „Togiino" <202), brit.; „Brodwall" (3385). brit.; „Blankennerge" (?), brit.; „Vierge" (520), sranz.; „Picardie" (?), sranz.; „Baradrangnr" (?), dänisch; „Flandres" (5827), belg,; „Nidarhvlm" (5200), norw.; „BisP" (lOchO, norw.i „Ladt; Eounarght (2284), brit,, beschädigt; „Oregon" (6000), brit,, beschädigt.
Ver 6eist der britischen plutokratie
lkurchill läßt seine Wut an den flngekörigen gefangener U-Vootmänner aus
Amsterdam, 17. Februar
Don der asozialen Gesinnung der regierenden Plutokratie Englands zeugt erneut das uümeuschliche Verhalten Churchills gegenüber den Familien der englischen in Deutschland gesan- genen li-Bvotbcsatzuugen,
Durch gemeiuschastliche Bemühungen des Roten Kreuzes und Deutschlands erhielten die Frauen der gefangenen Besatzungen der britischen II-Boote „Starsish" und „lindine" Postkarten und Briese als Lebenszeichen ihrer Männer, Außerdem teilte der Hamburger Sender amtlich und sehr übersichtlich die genauen Namen, Wohnorte, Dieiistbezeichnuugeu und die Militürkoutrollnummcr der ll-Bvotbesatzuugen mit, was zur Vermeidung von Fehler» gruppenweise geschah, so daß die jelveiligen deutschen Rnndsuiikmeldungeu in England in aller Bequemlichkeit mitgeschrieben werden konnt,eu. Daß das sorgfältig geschehe,, ist, erwiesen die genauen Veröffentlichungen der englischen Presse.
Nunmehr, Wochen nachdem die Familien wenigstens die Gewißheit hatte», daß ihre Ernährer in Sicherheit, wen» auch in Gefangenschaft sind, läßt Churchill — wie der „Daily Mirrur" berichtet — ihnen durch die Admiralität aus Postkarte mitteilen: Der U-Bootmani, soundso ist vermißt, wahrscheinlich tot. 13 Wochen nach Erhalt dieser Mitteilung werden die Iliiterstützungszahluiigen eingestellt.
Als die äußerst entsetzten und durch die ganz unerwartete Mitteilung niedergedrückten Frauen mit den Briesen, Postkarten und Zeitungsausschnitten über das Schicksal ihrer
Männer sich an die Admiralität wandten, erhielten sie die Anskunst: „Die Mitteilungen des deutschen Senders sind der Admiralität bekannt. Es besteht auch kein Zloeisel. daß sie , authentisch sind. Die Admiralität sieht sie aber auf Anordnung des Ersten Lords nicht als amtlich an. Veranlassung zu ihrer amtlichen Anerkennung ist erst gegeben, wenn das Rote Kreuz aus dem übliü^n Wege die deiitsitstn Mitteilungen als zutreffend erklärt hat." Diese Auskunft der Admiralität veranlaßte einen mitleidigen Menschen, drei Frauen, die Postkarte» oder Briese von der Hand ihrer Männer aus Deutschland besaßen, aus seine Kosten zu einem Notar zu schicken.
Dieser ermittelte umständlich durch Schristvergleiche die Echtheit der Karten, die er von Sachverständigen bestätige» ließ, und machte die Admiralität daraus' aufmerksam, daß sie nach den von ihr selbst gegebenen Anordnungen den Frauen von Gesangenen die. volle Unterstützung mit allen Sonder- leistungen weiterzahlen müsse.
Als Ehnrchill erkannte, daß er in die Enge getrieben war, ließ er sofort eine Sonderversugung herausgehe», daß Frauen von Kriegsgefangenen ein Drittel der Unterstützung abzuziehen ist, und zwar mit sofortiger Wirkung. Diese Brntalität wurde gegen die drei Frauen, die das Vorhandensein ihrer Männer notariell nachgewiesen hatten, sofort durchgesührt und bei den anderen bis zum Eingehen der Beiiachrichtignnge» des Roten Kreuzes vertagt. Von dieser rücksichtslosen Anordnung ließ sich Churchill auch nicht abbringe», als seine Beamte» ihn darauf ausmerksam machten, daß sein Vorgehen in der ganzen Welt Aussehen erregen würde.
Ver deutsche prisenhos tagte
r-6 Hamburg, 17. Februar.
In einer dritten Sitzung beschäftigte sich der deutsche Pri- senhof in Hamburg mit einigen Prisendampfer», von denen vier Schnittholz »nd einer Zellulose geladen hatte».
Der Prisenhvs gaib zunähst den in der Ostsee ausgebrachten lettischen Dampfer „Konsuls P. Dannebergs" mit samt seiner Ladung srei. Bei der Ausbringung hatten sich die Ladungs- papiere des Dampfers zwar nickst in Ordnung befunden. Später erhielt der Prtsenhof aber eine holländisch« Staatsgaräntie, daß die Holzladung deS Dampfers nur in Holland zur Verwendung kommen solle. Das Schisf wird darauf seine Reise nach Holland wrtsetzen.
Der griechische Dampser „Onaia", der mit Schnittholz von Finnland nach Aeghpten unterwegs war, wurde außerhalb der schwedischen Sol^itsgewässcr ausgebracht, kurz uackstiem er Stockholm verlassen hatte. Die Ladung ist nach militärischem Urteil als absolute Bannware anzusekgm, Achnlich liegt der Fall des griechischen Dampfers „Marietta Nemikos", der in Finnland Schnittholz sür Aeghpten geladen hatt«. Der Prheu-
hof hatte nun in der Hauptsache die Frage zu klären, ob Aeghpten als Feindland anzusehen sei. Der Reichskommissar bejahte in seinem Gutachten diese Frage. Aeghpten habe prisen- rechtliche Maßnahmen gegen Deutschland ergriffen. Im übrigen sei Alexandrien ein Stutzpunkt der englischen Flotte und werbe von . England und Frankreich als Koutrolkhasen benutzt. Außerdem habe Aeghpten Maßnahmen gegen dendsck^ Staats- an,gehörige und gegen deulsches Eigendi»,» ergriffen, AnS alledem gehe krvor, daß Aeghpten als Feindland anzusehen sei. Der Reichskommissar beantragte datier, die Äampier „Onia" „nd „Marietta Nemikos" mit ihren Ladungen einzuziehen.
Norwegischer Vampfer iibersiiliig
Oslo. 17. Februar.
Der Dampfer „BisP" aus Haugesund 1000 BRT. groß, ist überfällig. Man befürchtet, daß er mit seiner B-satznng von 18 Mann in der Nordsee verloren ging. Die letzte Meldung des Dampfers datiert vom 20. Januar, als er einen britischen Hafen verließ, um »ach Norwegen zu sichren.
Nas neue bulgarische Kabinett
U-Boot angehalten. Zu diesem Zweck ist das deutsche U-Boot in der Nähe der Scillh-Jnseln aufgetaucht und hat unter dem damit verbundenen Risiko die prisenrcckstliche Untersuchung des Schisses vorgenommen. Wie allgemein bekannt, sind sür eine solche Untersuchung die Sckstssspapicre allein nicht entscheidend, vielmehr sind neben ihnen auch andere Faktoren zu berücksichtigen, die in der deutschen Priscnordming im einzelnen ausgeführt sind. Nach ordnungsmäßiger Durchsüh- rung des prisenreüstlichen Versahrens erfolgte die Versenkung des Dampsers, nachdem sür die Rettung der Mannschaft Sorge getragen worden war. Der Dampser ist also weder warizungs- ios noch im Widerspruch zu internationalen Regeln, sondern nach Prisenordnnng versenkt worden.
Wenn in diesem Zusammenhang die neutrale Presse den Begriss des Banngutes erörtert, so sind die Bestimmungen Kerl-rutschen Prisenordnnng in diesem Punkts völlig eindeutig unp entsprechen den internationalen Grundsätzen. Zum Begriff des Banngutes gehört seine feindliche Bestimmung, Diese ergibt sich aus verschiedenen Voraussetzungen. Hierfür ist die in den Sckstssspapieren angegebene Bestimmung keineswegs allein entscheidend. Eine Ladung, die an sich für neutralen Gebrauch bestimmt ist, kany z, B. in ihrer Eigenschaft als neutrale Ladung schon dadurch disqualifiziert werden, daß sie unter dem Vorwand der Kontrolle in einem feindlichen Hafen dem Zugriff des Feindes ausgesetzt wird. Unter diesen Umständen spielt es sür die Entscheidung des Falles aus Häher See keine Rolle, ob das neutrale Schisf einen britischen Kontrollhafen freiwillig aufsucht aber auf Grund eines von England ausgeübten Zwanges. Die ganze Frage hat überhaupt nichts mit der sogen, warnnngslosen Versenkung zu tun. Es wird mit ihr nur einer von verschiedenen Faktoren berührt, die sür die Entscheidung wesentlich sind. ob eine Ladung Banngut ist oder nickst. Don dieser Entscheidung hängt die Zulässigkeit einer Versenkung eines Schisses nach seiner Aufbringung ab.
Die Gefahr zü» die neutrale Schiffahrt ergibt sich auch tu diesem Fall einzig und allein aus den Anordnungen der britische» Admiralität lind daraus, daß ihnen Folge geleistet wird. Die Rechtinätzigkcit der Aufbringung und der Versenkung ergibt sich aus dem Prisenrecht. Es muß den Neutralen überlasten bleiben, bei der Frage, ob ein britischer Kon- trallhasen angelaufen werden soll oder nicht, die Lehre aus diesem Vorfall zu ziehen. Es kann nicht als ein Zeichen sür neutrale Haltung geweitet werden, wenn ein völlig klarer Rechtsfall neutralen Zeitungen Veranlassung gibt, einseitige Vorwürfe gegen eine der beiden kriegführenden Parteien zu richten »nd sich die Argiimeiite der Gegenseite kritiklos zu eigen z» machen.
Leningrad meldet Zurückweichen der sinnen
Moskau, 17. Februar
Der Heeresbericht des Leningrader Militärbezirkes vom 15. Februar meldet weitere Fortschritte der Sowjcttruppcn auf der Karelischen Landenge. Die Finnen wichen zurück und hinterließen Waffen und Munition. Die Sowjcttruvpcn hätten sich der Station Kamara genähert. Am 15. Februar hätten die Towjkitrupp-n 53 für den Widerstand wichtige Punkte besetzt, von denen 21 mit Artillerie ausgerüstete betonierte Forts seien.
Stockholm, 17. Februar
Der Berichterstatter der schwedischen Zeitung „Tagcns N!z- heter" meldet aus Helsinki, daß sich die Finnen am Donnerstag lurz vor Mitternacht nach stärlsten russischen Angriffe» gezwungen gesehen haben, ihre ersten Verteidigungsstellungen »n Suiiima-Abschnitt der Mannerheim-Linie zu räumen.
finnischer flppell an die weslmüchte
t>v. Kopenhagen, 17. Februar.
Nach Enthüllungen schwedischer Blätter hat sich die finnische Regierung nach vergeblichen Appellen an die Adresse Schwedens nunmehr an die Westmächts mit der Aufforderung zum Eingreifen gegen Rußland gewandt. Der finnische Schritt in Stockholm soll bereits vor 14 Tagen ergangen, aber vom Ministerpräsidenten Nansson aus einstimmigen Beschluß der schwedischen Regierung zurückgewiesen worden sein. Bei einer Ablehnung Schwedens müsse sich, so sei schon damals erklärt worden, Finnland an die Weltmächte um militärische Hilfeleistung wende». Es sei dann mit einer Aufforderung an Schweden zur Gewährung freier Passage auf Grund des Genfer Artikels 16 zu rechnen.
provocierende lruppenbesicklkgungen kdens
Dr. V. I-. Rom, 17. Februar.
Die in der italienischen Presse verzeichnete Besichtigung indischer Triippeiieinheiteil durch Eden, die in Marsa Ma'truh, oF»,. in der Nähe der libyschen Grenze, in Garnison liegen, bestätigt die Berechtigung der gespannten Wachsamkeit, mit der man von Rom aus die englisch-französischen Truppen- konzentrationen in Aegypten und im Nahen Osten verfolgt. Daß die Ausgaben dieser sogenannten Erpeditionskorps der Generäle Weygand und Wavel nicht nur Svwjetrußland und die Balkanstaaten betreffen, sondern auch Italien angehen, wurde in Italien auf Grund von Ausführungen des „Paris ^vir" mit Interesse zur Kenntnis genommen. Das Pariser Blatt hatte den Willen der Westmächte ausdrücklich unterstrichen, die Türkei znm aktiven und wirksamen Rivalen Roms werden zu lassen.
Selgrad: „Nieder mit kngland!"
provocierende Sriiße eines Secrel-Seroice-flicenten
Belgrad, 17. Februar
Taaesacspräch Belgrads bildet -in Zwischensall, den atcr-Vertietcr Peter BroNm heraufbeschwor, als er am staq nicht nur uncingeladcn auf der Jahresseier der n Freikorpskämpser in der Zwetkokolana erschieii, sonach in einer Ansprache bie Grütze des -e-ret--«rvice- a Captain Bnrr überbringen Wollte, der ,cho» ,e,t im Gewände eines „alten Kameraden von der --alo- ont" die jugoslawischen Freiheitslampier mit <einer iven Tätigkeit belästigt „nd zu kompromittieren verz Kaum hatte Brown jedoch zu reden begonnen als ; mit England!" gernsen wurde. D,e,e «use wieder- sich und verstärkten sich immer mehr. ,o daß der br>- iattcnfiinger schleunigst seinen Rcde,chwall abbrach >,,id -oa zu verschwinden. Hohe ,ngostawi,ch- Militärs Zeugen dieser eindeutigen Bolkskundgebnng. englandnnfreiindlichc Stimmung in den Kreisen A cn Freikorpskämpser geht aus verschiedene Umstände Zunächst haben sie. wie auch andere Patrioten, nicht
vergessen, daß England mehrere Jahrs lang das Königshaus Karadjordjewitsch nach seiner Rückkehr aus den Belgrader Thron im Jahre 1003 nickst anerkannte und den Posten eines Gesandten unbesetzt ließ. Zum andern haben es die Serb-n im Weltkrieg mehrmals erlebt, daß ihnen von den Engländern immer wieder Hilf- versprochen, aber nur zögernd und dann in völlig unzureichendem Maße gewährt wurde. Schließlich spricht man eS in diesen Kreisen ganz ossen aus. daß England seine Verpslickstungen nur solange zu halten Pflegt, wie dies in seinem eigenen Interesse liegt,
knglando Sekeimagenten in gan; Schweden
Stockholm, 17, Februar.
In der sensationellen Spionagcasläre, bei der dZei sür England arbeitende Spione verhaltet wurden, ist jetzt noch eine vierte Person scstgcnommcn worden, und zwar in Helpngborg. SS sckwiiit, daß die ve-n Lindh geleitete Tpioiiageoigauisistion nch über das ganze Land ausdehnte und in allen großen Haseiistädten Verzweigungen hatte.
r Sofia, 17. Februar.
Das neue bulgarische Kabinett wurde Freitag w!e folgt zusammengesetzt: 'Ministerpräsident und Minister des Schulwesens: Bogdan Filoss, Minister des Auswärtigen AmteS: Iwan Poposs (ehemaliger bulgarischer Gesandter in Belgradi, Minister des Innern: Gabrowskh (ehemaliger Minister des Eisenbahnwesens). Finanz»,inister: Bojiiois (wie bisher!,
Rechtsmiiiister: Mitakosf (wie bisher), Kriegsminister: Daska- losf (wie bisher), Handels,niuister: Sagarosf (wie bisher!, Wirtschaftsminister: Bagrianoff (wie bisher), Balkanministkr: Ingenieur Wgssiless (wie bisher), Eisenbahnminister: Rechls- auwalt Gvrniiosf,
Der ueist Außenminister Iwan Popoff ist !in April 1800 in der Douaustadt Swickstow geboren. Er studierte Philologie in Berlin und später Rechtswissenschaften in Sofia.
Per erste VolksschSdiingsprocest in Prag
be, Prag, 17. Februar
Am Freitag begann vor dem deutsche» Landgericht i» Prag als Sondergericht der erste Prozeß auf Grund der Verordnung gegen Volksschädlinge im Protektorat, Die beiden tschechischen Angeklagten Franz Resel und Rudolf Honja hotten eine Scheune in Brand gesteckt, »m die Ausmerksamkcit der Einwohner von einem geplanten Einbruch abzulenken. Dabei war ein großer Teil der Getreideernte eines Landwirts vernichtet worden. Beide Angeklagten wurden zum Tod« verurteilt.
Die gegen England rebellierenden Waziristämme haben an der indischen Nordwestgrenze wieder zahlreiche britische Forts überfallen und die Insassen umgebracht.
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Innerhalb von 7 Tagen hat die deutsche Masse 117 000 Brniio-Register-Toniie» verbotene Waren befördernden Schiffsraum vernichtet bzlv. unbrauchbar gemacht.
Unter flagranter Verletzung der norwegischen Neutralität versnchie ein englischer Zerstörer einen deutschen Dampfer zu kapern.
Churchill läßt seine Wut an den Angehörigen gefangener U-Boot-M8iiner aus.
In Hamburg fand die 3. Sitzung des deiitschen Prisen- hoses statt.
Görings Appell an das Landvolk hat in der ganzen Welt ein starkes Echo gesunden.
Im Wiener Phönix-Prozeß wurde das Urteil gefällt.
Eine Abordnung der faschistischen Jugendorganisation wird den Rordseegau besuchen.
Heute mittag findet ein Probebctrieb der Lustschutzalarm- »reuen statt.