Ausgabe 
(16.2.1940) Nr. 46
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vremer ZM

parteiamMche Tageszeitung

vas Amtsblatt ves Negierenden Bürgermeisters der freien ftonsestadl Vremen

der Natio

stmllirtfes verkünvungsvlat

«eise:

An- EeschäftS- n: Am Geeren 5 41 21. Nachtruf ^gS: Fernsprecher 511.15; ^..Mraße 88, Fernspr. 5 4121- n Svk«. Mühlendamm Nr. 2-

isten Bremens

eiHsstaltiialters in oidenburg und vremen

7ir. 46/10. Jahrgang

§reitag, 16. Lebruar 1940

kinzelpreis 1S Npf.

wieder eine Broßlal desfüdrers

Krönung des sozialen flusbaues

Umfangreiche und großzügige Mtersoerforgung des deutschen Volkes befohlen Vr. Leg mit der Durchführung beauftragt

Berlin, 1k. Februar.

Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet: Der Führer hat gestern dem Rcichsorganisationsleiter der NS- DAP., Reichsleiter Dr. Robert Leh, mit folgendem Schreiben den Auftrag zur Durchführung einer umfassenden Altersver­sorgung des deutschen Volkes erteilt:

An Reichsorganisationsleiter

Dr. Robert Sey, Berlin.

Zur weiteren Verwirklichung des nationalsozialistische» Parteiprogramms erteile ich Ihnen, Parteigcnosse Leh, den Auftrag, die Grundlagen und Bedingungen der Durchführung einer umfassenden und großzügigen Al­tersversorgung des deutschen Volkes in Zusammenarbeit mit den hierzu berufenen Stellen der Partei und des Staates zu prüfen, zu klären, die sich daraus ergebenden Vorschlage unverzüglich auszuarbeiten und mir zu unter­breiten.

Dieses neue Gesetzeswerk des Ausbaues der national­sozialistischen Volksgemeinschaft soll sllr alle Zeit unser Volk an den gemeinsamen Kamps der Front und Hei­mat um die Freiheit und Unabhängigkeit des Groß- deutschen Reiches erinnern.

Berlin, den 15. Februar 1940.

gez, Adols Hitler.

*

Hierzu drahtet unsere Berliner Schriftleitung: Mitten im Kriege hat der Führer Dr. Robert Leh an seinem SO. Geburtstage den Befehl, zum Aufbau eines gewaltigen sozialen Werkes gegeben. Die Durchführung einer umfassen­den Altersversorgung des deutschen Volkes gehört zu den ältesten Forderungen der nationalsozialistischen Bewegung und wird schließlich die Krönung des gesamten Sozialauf­baues des nationalsozialistischen Reiches darstellen. Der Ge­danke, allen Volksgenossen eine ausreichende Altersversor­gung zu sichern, stellt eine der imposantesten Ideen dar, die jemals in der Geschichte gedacht worden sind. Die Alters­versorgung an sich ist entstanden aus dem Bemühen heraus, einzelne Menschen besonders eng an das Schicksal des Staa­tes zu ketten, ihnen einen Teil der Sorgen für das per­sönliche Ich abzunehmen und die dadurch frei werdenden Kräfte der Staatssührung dienstbar zu machen. Aus einer solchen Gedankenwelt heraus entstand das preußische Berufs­beamtentum. Der Nationalsozialismus hat dielen Gedanken ausgegriffen und vertieft. Er geht allerdings als.Grundlage nicht vom Staat, sondern vom Volke aus. Wenn die Idee der Volksgemeinschaft bis zur letzten Konseguenz verwirklicht werden soll, so darf diese VoWgemeinschaft, die den höchsten Einsatz jedes einzelnen Volksgenossen für das gemeinsame Wohl ein ganzes Leben lang fordert, auch nicht vor dem alternden und nicht mehr arbeitsfähigen Volksgenossen halt­machen.

Durch Förderung der privaten Initiative und durch die großen Sozialversicherungen, ist in Deutschland bereits eine

gewisse Grundlage für eine allgemeine Altersversorgung ge­schaffen worden. Die llntcrstützungsmöglichkeit der -Sozial­versicherung ist aber bei weitem nicht ausreichend. Einzelne Betriebe haben daher in den letzten Jahren von sich aus zu­sätzliche Altersversorgungskassen gegründet, so daß auch in den freien Berufen die Altersversorgung bereits in einem weitgehenden Umfange organisiert worden ist, es sei hier auch an die vom nationalsozialistischen Staat geschaffene Altersversorgung der deutschen Künstler erinnert aber immer noch sind große Lücken vorhanden, und zahlreiche Volksgenossen können nicht von sich sagen, daß ihr Lebens­abend in jeder Weise gesichert sei.

Durch den Entschluß des Führers zum Aufbau einer um­fassenden Altersversorgung wird in Zukunft allen Volks­genossen die beruhigende Gewißheit gegeben, daß die Volks­gemeinschaft, der sie im Leben gedient haben, sie auch bis zum Tode begleitet und ihnen die wirtschaftliche Existenz ihrer letzten Lebensjahre sichert. (Siehe auch Seite 2.)

ssooo t Schiffsraum an einem lag

empfindliche Schlage der deutschen Seekriegsüftrung - erfolgreiche deutsche U-Voote

ftufregung im englischen Unterhaus

Berlin, 1K. Februar.

DaS Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Bei Spähtrupptätigkeit im Grenzgebiet südlich Saarbrücken wur­den mehrere Gefangene eingebracht. Der 14. Februar war für die deutsche Seekriegführung, vor allem für die deut­schen U-Boote, besonders erfolgreich. An diesem Tage wur­den allein 58 888 BRT. Schiffsraum versenkt."

boo. Den Haag, 18. Februar.

Die Versenkung von drei englischen Dampfern durch deut­sche U-Boote hat England sowohl in moralischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht schwer getroffen. Die Londoner Blätter geben nämlich zu. daß die Schisse Lebensmittel an Bord hatten, über die in England bereits disponiert war. Auf dem versenkten Frachtdampfer ..Sultan Star" befanden sich Tausende von Tonnen Gefrierfleisch. Die Hiobsnach­richt über die Vernichtung der Dampser hat in London einer Kampagne Austrieb gegeben, die eine weitgehende Selbst- versorgung aus dem eigenen Boden anstrebt. Im Unterhaus

Die Nordsee steht unter deutscher Kontrolle

lhurchill Windel sich vor dem Unterhaus, muß aber klein beigeben

Berlin, 18. Februar

Herr Churchill hatt« welch einmaliges Ereignis (I) einen Wahrheitsansall, und zwar gleich eineu doppelten. Zu­erst gestand er am Mittwoch wie berichtet im Unterhaus ein, daß jedes englische Handelsschiff mit Geschützen ausge­rüstet wird (praktisch heißt dies natürlich, wie ja von eng­lischer Seite bereits mehrfach festgestellt wurde, daß die Schisse bereits armiert sind). Damit gibt der Erste Lord der Admi­ralität die britische Sccpiraterei, die keineunschuldigen, harmlosen Handelsschifse" mehr kennt, ganz offen zu.

Das Verbrechen an der wirklichen Handelsschisfahrt wird zhnisch eingestanden. Jedes englische Schisf, das die Nordsee befählt, ist ein Kriegsschiff. Es gibt keine englischen Handels­schifse mehr. Keine künftige Lüge über angebliche deutsche An­griffe auffriedliche" Schiffe wird über diese vor dem eng­lischen Parlament von dem zuständigen Minister erhärtete Tatsache mehr hinwegtäuschen können.

Nicht minder wertvoll aber ist die zweit« Wahrheit, die dem Lügenlord in der gleichen Unterhausdcbatte entschlüpfte. Der

Labour-Abgeordnete Shinwell hatte W. C. verärgert gefragt, wie es denn möglich sei, daß fortgesetzt deutsche Handelsschiffe zwischen Holland und den skandinavischen Häfen bis hinaus »ach Norwegen sahren könnten, ohne daß die englischen Blockademaßnahmen dies zu verhindern vermöchten.

Churchills Antwort spricht Bände. Nachdem er erst verlegen mit der Erklärung auszuweichen versuchte, die britische Ma­rine habeein wachsames Auge" auf diese Transporte, ließ er sich dann zu dem Stoßseufzer hinreißen:Niemand kann von uns erwarten, daß wir in der Lage sind, eine genau« Patrouille auszuüben, nachdem seit dem letzten Kriege die Luftwaffe in den Küstenstiitzpunkten eine so enorme Entwick­lung genommen hat" (!). Churchill hat damit offen eingestan­den, daß die von ihm, Chambcrlain, Stanley usw. noch in ihren letzten Reden so gepriesenesouveräne" englische Kon­trolle der Nordsee, aus der die Deutschen angeblich hinweg­gefegt sein sollen, dank dem heldenmütigen Einsatz der deut­schen Luftwaffe im erfolgreichen Zusammenwirken mit der Flotte ein längst entschwundener Traum ist.

Englands flnmaßung gegen die USfl.

Bittere Klagen des Senators Pittman

Newyork, 18. Februar

Senator Pittman, der Vorsitzende des Außcnausschusses des UTA.-Scnats, wandte sich in einer öffentlichen Erklärung gegen die britischen Ucbcrgrisse, unter denen die amerikanische Schiffahrt zu leiden hat. England zwinge neuerdings ständig die USA.-Schiffe, Gibraltar zur Durchsuchung nach Banngut anzulaufen. Pittman verwies darauf, daß dadurch amerika­nische Schisse ins Kriegsgebiet gerieten. Wörtlich erklärte er:

öieichgewicht im Mittelmeer gestört

Nom zu den Iruppenbewegungen in figgplen und Palästina

vr. v. I,. Rom, 18. Februar.

Das Erscheinen australischer und neuseeländischer Truppen in Aeghptcn und Palästina wird in römischen politischen Krei­sen mit Ausmerksamkcit verfolgt. Die Anwesenheit sremder Truppenkontingente in Acgypten und Palästina kann Italien als ausgesprochene Mittclmeermacht auf keinen Fall gleich­gültig lassen. Alle Verschleierungsversuche um die Wehgand zugeschriebenen Ausgaben können nicht die Tatsache vertuschen, daß nunmehr in direkter Nachbarschaft Libyens Truppenkou- zentrationen stattfinden.

' Die üblichen demokratischen Propagandalügen von angeb­lichen deutschen oder sowjetrussischen Drohungen versagen ge­genüber Aeghpten vollständig, so daß die Anwesenheit über-, seeischer englischer Truppen in der zwischen Libyen und

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Abessinien ebenso strategisch wichtigen wie politisch heiklen Zone einen kaum zu leugnenden antutallenrschen Charakter trägt Völkerrechtlich gesehen, handelt es sich dabei um einen giatten Bruch der englisch-italienischen St,w,--w°-Erklaru,ig mr das Mittelmeer. Wenn auch Italien gegenwärtig nicht gewillt zu sein scheint, sich in juristische Diskussionen einzulassen, son­dern seine ganze Kraft aus die militärische Vorbereitung kon­

zentriert, so liegt es doch nahe, daß alle diese Fragen die The­men zu der langen Unterhaltung abgegeben haben, die der italienische Gesandte in Kairo wenige Stunden nach Eintreffen der australischen und neuseeländischen Truppen in Suez mit dem ägyptischen Ministerpräsidenten hatte. Die italienische Presse selbst zeigt sich in der Behandlung dieser Fragen zu­rückhaltend.

Unter der UeberschristDie Truppenbewegungen im Nahen Osten und englische Erklärungen, die nicht überzeugen" schreibt Tribuna", daß die angeblichen defensiven Ausgaben der Weh- gand-Armee nicht gerade glaubhaft klingen.Außerdem muß die schwere Störung des Gleichgewichts im Mittelmecr verzeich­net werden, die durch diese Truppen hcrvorgerusen wird. Man kann dabei nicht gut einsehen, wie man diese Gleichgewichts­störung mit dem mit Italien abgeschlossenen Mittclineerabkom- men in Einttang bringen will."

freisten" im englischen Munde

Rom, 16. Februar

Regime Fascista" ironisiert die heuchlerischen Ausführun­gen Anthontz Edens vor den in Aegypten ausgeschifften neu-, seeländischcn Truppen, daß,es in diesem Kriege um dieFrei­heit" gehe. Das Blatt verweist auf den Widerhall, den diese seltsam« Behauptung in Irland und in Indien findet. Die irische Presse mache auf die grausame Unterdrückung der nord- irischen Bevölkerung aufmerksam, und die indische Kongreß- partei beklage sich über die Versklavung des indischen Volkes durch die britischen Beherrscher. Beide Völker stimmten also darin überein, daß die britische Despotie vernichtet werden müsse, Edens Ausführungen, so solgcrt das Blatt, seien an­gesichts dieser Haltung der unter englischer Herrschaft sielen­den Völker nicht dazu geeignet, auf die Neutralen Eindruck zu machen.

stvv Kopenhagen, 16, Februar.

Dominionminister Eden hat, wie von amtlicher englischer Seite verlautet, die Gelegenheit seines Besuches i.n Aeghpten dazu benutzt, König Faruk eine persönliche Botschaft des englischen Königs zu übergeben. Dieser persönliche Schritt König Georgs steht zweifellos in Verbindung mit den Be­mühungen der englischen Politik, auch Aegypten eine Sander- rolle bei den englischen Machenschaften im Mittelmeerraum und in Klein-Asien zuzuschieben, die sich nicht zuletzt gegen Italien richten.

Am Donnerstag traf Eden mit einem Flugzeug in Palä­stina ein, wo er von dem Oberbefehlshaber der britischen Truppen empfangen wurde. Auf eine Besichtigung der von S.-M,-Truvpen niedergebrannten und gesprengten Araber- dörser und der Gräber der zahllosen arabischen Opfer des englischen Terrors und der Konzentrationslager dürste der Herr Dominiomuinrster vermutlich verzichtet haben.

Ich kenne keine Bestimmung des Völkerrechts, welche die Ein­bringung unserer Schisse nach einem Hafen zur Konierbande- durchsuchung gestattet. Das ganze Vorgehen erregt den Ver­dacht Deutschlands, daß unser« Schisse durch solches Versah«» tatsächlich Fracht nach England befördern. Englands Entschul­digung sür sein Vorgehen ist weit hergeholt und erscheint wenig großzügig gegenüber den Vereinigte» Staaten.

vrMstste Piraten mißachten USfl.-proteste

- Newyork,: 18. Februar.

Wie England die Rechte des USA.-Volkes und dessen Pro­teste gegen die britischen Rechtsbrüch« mißachtet, geht erneut aus Nachrichten aus Columbien hervor. Danach sind die Briten nunmehr dazu übergegangen, auch die USA.-Post nach Südamerika unterwegs aufzubrechen und zu zensieren. Zahlreiche Bürger der Vereinigten Staaten, die in Bogota leben, beschwerten sich auf dem dortigen USA.-General- konsulat darüber, daß die Luftpostbriefe aus Newyork ge­öffnet worden sind, Wier hierzu verlautet, wurde die Post von den Engländern in Jamaika durchsucht.

»culmore' -Schwindel zugegeben

Wieder eine britisch« Propagandalüge aufgeflogen

W a shington, 18. Februar

Im Verlaus seiner Aussagen vor dem Budgeiausschuß des NSR.-Senats gab Admiras Wäsche zum erstenmal formell zu, daß die von einem kanadischen Sender Anfang November ver­breitete Meldung, ein deutsches U-Boot habe den britischen FrachtdampserEulmore" vor der USA.-Kiistc versenkt, falsch war.

Damit ist wieder eine der gemeinsten britischen Propaganda­lügen entlarvt. Einen Tag vor der Abstimmung des ameri­kanischen Repräsentantenhauses über die Aufhebung des Wassenaussnhrverbots verbreitete, wie erinnerlich, eines kana- fdische Funkstation, dieEulmore" sei innerhalb der amerika­nischen Küstengcwasser von einem deutschen U-Boot ange­griffen worden, Obwohl der angebliche SOS.-Rus lediglich von dieser einen ausgerechnet kanadischen Station ausgesnngcn sein sollte und amerikanische Schisse, die sich auf der ange­gebenen Position besonder,, keinerlei Feststellungen tressen konnten, brachte es die britische Propaganda in den Vereinig­ten Staaten fertig, eine wüste Setze gegen Deutschland zu ent­fachen. In schreiender Aufmachung berichteten die Zeitungen über diesen angeblickt» Angriff und forderten einen Protest­schritt gegen dieVerletzung" der amerikanischen Sichcrhcits- zone. Jetzt, nachdem genügend Zeit über diesen ausgemachten britischen Schwindel vergangen ist und man sich der Hoff­nung hingibt, daß die große Wcltösfcntlichkcit ihn vergessen hat. gibt man ohne Umschweif zu, daß es sich um eine Lüge gehandelt habe. Wir aber nageln diese schmutzige englische Betrugsmethode von neuem sest. denn immer wieder wird sie von Piratcnnaturcn vom Schlage eines Churchill angewandt.

Sie amerikanisch-japanischen Seziestungen

Tokio, 16. Februar.

Die ZeitungTokio Asahi Tchimbun" beschäftigt sich in längeren Aussührungen mit der japanischen Außenpolitik. Außenminister Arita erachte grundsätzlich die deutsch-japa­nischen Beziehungen als unzertrennlich. Der Minister wolle auch die japanisch-russischen Probleme klären. Gegenüber den Bereinigten Staaten von Nordamerika sei. so sagt die Zei­tung, das Gesamtbild unerfreulich. Infolge des blinden Vorurteils der USA. gegenüber dem Feinen Osten seien alle Bemühungen Japans wirkungslos geworden, so insbe­sondere auch die angekündigte Freigabe der Schiffahrt aus dem Jougtse, Auch in bezog auf die Haltung der Ver­einigten Staaten gegenüber Tschiangkaischek und der kom­menden neuen Regierung in China sei die zukünftige Ent­wicklung der amerikanisch-japanischen Beziehungen sehr ernst.

unternahmen verschiedene Abgeordnete einen Vorstoß gegen die Landwirtschaftspolitik der Regierung, wobei sie daraus hinwiesen, daß kaum 58 Tage den Bauern zur Versügung stünden, um neues Land zu pflügen. Die Opposition be­schwerte sich darüber, daß die Regierung die Landwirtschaft nicht genügend unterstütze und daß es gelte, über eins Million Acker umzupflügen.

Vertreter der Geflügelzüchter wiesen die Regierung darauf hin, daß der Eierertrag in absehbarer Zeit stark zurückgehen werde, da für das Geflügel keine Futtermittel mehr vor­handen seien. Schließlich protestierten in der Grafschaft Essex 288 Schlächter gegen die unregelmäßige Belieferung mit Fleisch. Die Protestredner gaben der verfehlten Regievungs- politik die Schuld und erklärten im Namen der Schlächter, daß diese in Zukunft kein Hammelfleisch mehr abnehmen würden, da die Preise derart hoch seien, daß die Kundschaft die Ware kaum bezahlen könne. Außer Hammelfleisch be­kämen die Läden jedoch keine Ware. Es sei endlich Zeit, daß die Regierung der Oeffentlich- keit reinen Wein einschenke. Der von den Par­lamentariern gefordertereine Wein" ist leicht auszuschenken: es ist aus mit der englischenKontrolle" aus den Meeren.

England, das in allem aus Seezusuhren angewiesen ist, bekommt deshalb jetzt zu spüren, daß das Verbrechen, das sich Blockade nennt, heute von England nicht mehr unge­straft begangen werden kann. Diese Waffe richtet sich jetzt gegen die Briten selbst.

Sie Schiffsverluste dauern an

Amsterdam, 16. Februar.

Wie die holländische SchissahrtszcitungScheepdaart" be­richtet, ist der englische DampferBoston Traber" <871 BRT.), der von Flugzeugen angegrissen worden sei, gesunken.

Wie das holländische Blatt weiter berichtet, ist das däni­sche BergungssahrzeugValthricn" (34Z BRT.) nach einer Explosion auf der Höhe der portugiesischen Küste ge­sunken. Einige der Besatzungsmitglieder seien ums Leben gekommen, andere verwundet. Das Schisf selbst habe einer Kopenhagcner Reederei gehört.

Oslo, 16. Februar.

Nach hier eingetroffenen Meldungen hat ein norwegisches §ch>ls sünf Mitglieder der Besatzung des dänischen Dampfers Martin Goldschmidt" aufgenommen, der an der Nordwestküste Schottlands gesunken ist. 15 Mitglieder der Mannschaft des verunglückten Dampfers sind ums Leben gekommen.

Berlin, 18. Februar

Der 5884 BRT. große italienische DampferGcorgio Olscn" ,st am Mittwoch srüh an der Ostküste Englands auf eine Mine gelaufen und gesunken.

Veutsche SegenblockaLe sekr wirksam!

Scharse Beschränkungen in der englischen Wollbclicserung Amsterdam. 18. Februar

Der englische Wollkontrolleur Shacklcton sprach in Lcicester vor Fabrikanten. Er erklärte, daß sie sich in der Wollbclicsc- rung für Zivilzwecke aus scharfe Beschränkungen gefaßt machen muyten. Die zwei Schiffe mit Wolle, dieGras Spce" versenkt habe, hätten bereits ein großes Loch in die Rücklage gerissen.

strgentinien von England enttäuscht

Berlin, 16. Februar.

Es ist eine bekannte Praxis der Engländer, den neutralen Staaten große Versprechungen zu machen und sie dann nicht zu halten. Nachdem erst vor kurzem die Türkei feststellen mußte, wie die englische Freundschaft aus wirtschaftlichem Gebiet in Theorie und Praxis aussieht, wird jetzt aus Südamerika be­kannt. daß auch in Argentinien die englischen Methoden stärk- stcns kritisiert werden.

Wie ein gewiß unverdächtiger Zeuge, dieNeue Zürcher Zei­tung", aus Buenos Aires gerichtet, herrscht in Argentinien Mißstimmung darüber, daß England die Verteilung der Lic- serungsquaten sür argentinisches Fleisch selbständig vornehme und dabei besonders die mit englischem Kapital arbeitenden Firmen bedenken will. während Argentinien verftändlicher- weise die einheimische Fabrikation berücksichtigen möchte Wie dieNeue Zürcher Zeitung" weiter berichtet, hat England aber ohne Rücksicht auf die argentinischen Wünsche trotzdem die­jenigen Lieferanten bevorzugt, die mit englischem Kapital arbeiten.

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Vnsor

Der Führer beauftragte Dr. Leh mit der Verwirklichung einer Altersversorgung des deutschen Volkes.

58 888 Tonnen Schiffsraum wurden von der deutschen Waffe an einem einzigen Tage versenkt.

Die deutsche Schwcinczählung hatte ein äußerst günstiges Ergebnis.

Vier polnisch- Massenmörder wurden vom Poscncr Son- dergericht zum Tode verurteilt.

Durch die Truppenbewegungen in Aeghpten und Palästina sieht Italien das Gleichgewicht im Mittelmecr gestört.

Das Sondergericht am Hanseatischen Oberlandcsgcricht verurteilte in Bremen zwei Straßenräubcr zu höchsten Zuchthausstrafen.

Bei einem Vertehrsunfall bor der Sortillicnstratze gab es vier Schwer- und zwei Leichtverletzte.

Die HJ. gibt Wocheuparvlen des Kricgseinsatzes heraus. Die Besoldung der Militäranwärier und Volksschullchrer ist neu geordnet worden.

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