Ausgabe 
(15.2.1940) Nr. 45
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Ä-

so 2'

üo»

Ä

>°n. k'

V

H

»M

"-°H-

s''M

^Nckd, ^ s»> ^

Erscheint 7m aktvZchentNH

Monalsbezug M! 2,30 elnschl. Zu stellgebühri PostbezugSprel« monat 2,30 E (elnschl. 28,7 Post

zeltungSgebühr) zuzügl. 42 Be

stellgeld. Bezugspreis ist im voraus ahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt leinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: N8.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Teeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachtr. u. Sonnig. 5 1115. Vprech z.: Verlag: werktl. 1213 Uhr: Schriftleitung Diens­tag und Freitag 12V»13V» Ubr.

Vremer

parteiamtliche Tageszeitung

aas Amtsblatt des Neglermdm vürgermeisters der Zreien fjansestavl vremen

relskt

ANfesgea - Tr»

Die 1 mw Zeile im 78

en An- Eesckükt«- /ru r Am Geeren pr. 5 41 21. Nachtrus Fernsprecher 51115) ^Tnstraße 86, Fernspr. 5 4121, n Svke. Mühlendamw Nr. 2.

der Natio

flmlttches verkünvungsvlak

isten Vremens

eichsstattkialters in Oldenburg und vremen

^ Aitzir ltzht >p lnliiW,'

z«jit ^ ein »>

it m. tzj I« l» klihiyx >Wi te

g-l'Kij

he Mg r M

lipWi

kiiiSr

i. Füll- e A-v iiide^ lUchM H dlE > mk il

M, !S!

>ili>»: sei! s diil md»!

fk!>> Hic» ein ) ldÄ>f ki Le!

M TeiOc: ^

»!>

i

1 «I»i;

. H«d> silMl e-

m . «>

°x- UU

eadlq/ E,-i« -

rn '

d-" tz

des . - niE

-Stt ^ i-

diB '' -ft ^ ! Bi - >r> h

>d« ^

sollt

lins!

tkt

W.

j«^

ls4

«l'^

>!»iS

Sb-!^

i-H

- ^5-'-

's

Nr. 45/10. Jahrgang

Donnerstag, 15. Sebruar 1940

Linzelpreis 15 Npf.

Polens verbrecherischer Weg

20 lechre warschauer AusrottungspolMK

Die Schrecken und tzualen des schwer geprüften deutschen Volkslums in polen

Berlin, 15. Februar.

Amtlich wird als dritte deutsche Verössentlichnng über die polnischen Greueltaten an den Volks­deutschen in Polen mitgeteilt:

Mit Erschütterung und Abscheu hat das deutsche Volk und mit ihm die ganze Weltöffentlichkeit erfahren, welche furcht­bare Höhe die von dem verbrecherischen Tadismus polnischer Banden dem deutschen Volkstum auferlegten Blutopser bis heute erreicht haben. Es erscheint kaum faßbar, daß die letzten amtlichen Feststellungen eine vorläufige Zahl von säst KOMI» Volksdeutschen Toten ergeben haben. Wohl ist der polnische Volkscharakter feit langem durch seinen Fanatismus, seine Zügcllosigkeit und seine sprichwörtliche Grausamkeit unrühm­lich bekannt. Aber die Orgien sinnlosen Wütens gegen alles Deutsche können nicht mehr als spontane Aktion plötzlich aus­buchender Leidenschaft begriffen werden. Sie sind vielmehr Nur die letzte Folge und der Höhepunkt einer jahrzehntelangen Politik systematischer Aufhetzung Bedrückung und Verfolgung, die von der sogenannten polnischen Oberschicht, vom polni­schen Klerus und vor allem von den polnischen Behörden selbst gegen das gesamte Deutschtum betrieben worden ist.

Durch das Diktat von Versailles sind Millionen von Teut­schen unter flagranter Mißachtung des feierlich zugesicherten Selbstbestimmungsrechtes der Völker zwangsweise der neu geschassenen polnischen Republik eingegliedert worden. Selbst einzelne Vertreter der damaligen alliierten Mächte hatten Be­denken, deutsche Menschen bedingungslos Trägern eines Staatsexperimentes zu überandivorten. deren Knlturnioeau um Jahrhunderte hinter dem deutschen zurückstand- und deren zivilisatorische Leistungsfähigkeit seihst von den Schöpfern dieses Experimentes mit grösstem Mißtrauen angesehen wurde.

Infolgedessen wurden Polen bei Verteilung des Raubes deutschen Gebietes im Jahre ISIS diese deutschen Länder nur unter der ausdrücklichen Bedingung zugesprochen, Latz es den Deutschen ganz bestimmte Garmstien für ihr Leben, ihr Eigen­tum, ihre Sprache und ihre Kultur geben würde, denn man nahm mit Recht an, datz Polen ohne eine solche Bindung den zwangsweise eingegliederten Deutschen die primitivsten Rechte verweigern würde. Das neue Polen wurde also

von seinen eigenen Schöpfern nicht als ein voll­berechtigter und vollzivilisierter Staat angesehen.

Der Minderheitenschützvertrag vom 28. Juni ISIS, dem Tage der Unterzeichnung des Versaillcr Diktats, ist ein wertloser Fetzen Papier geblieben. Sofort nach der Inbesitz­nahme der deutschen Gebiete durch Polen setzte eine systema­tische Austreibung und Ausrottung aller Deutschen ein, die eine wahre Völkerwanderung herbeiführte. Hunderttausend- von bodenständigen Deutschen wurden unter Berufung aus den Wechsel der Gebietshoheit sofort zur Auswanderung gezwun­gen. Drohungen gegen alle Deutschen, die sich nicht sofort zur Abreis- anschickten, waren an der Tagesordnung und erfreu­ten sich der Duldung, ja der Förderung durch die polnischen Behörden. Darüber hinaus setzte in vielen Teilen Polens ein blutiger Terror gegen die Volksdeutschen ein. Nnzahlige Deutsche fielen den polnischen Mordbanden zum Opfer; aber keine Stelle der Welt kümmerte sich darum, keinerlei Statistik berichtet von ihnen. . , ,

Erst letzt, nachdem eine amtliche deutsche -Ltelle eingesetzt worden ist. um alle diese polnischen Aktionen zu unter­suchen. beginnt sich langsam der ungeheuerliche NiMang der deutschen Verluste an Eigentum, an wirtschaftlicher Exi­stenz und an Leben klarer herauszuschälen

Bereits 1S2S hatte diese systematische Entdeutschungspolitik das Ergebnis, datz das Deutschtum in den Städten des ab­getretenen Gebietes auf 14,5 v. H. seines früheren Bestandes zusammengeschmolzen war. Hand in Hand mir der Ein­deutschung der Städte ging die

Entdeutschung von Grund und Boden.

In völkerrechtswidriger Weife nahm man aus Grund des Versailler Diktates die Enteignung des gesamten B-sitzes aller Reichsdeutschen vor. Man entzog ferner in ausdrück­lichem Gegensatz zu einem Rcchtsgutachtcn des Haagcr Internationalen Gerichtshofes vom 10. September 1S23, das diese polnischen Matznahmen als gegen die Minderheitcn- schutzvcrpslichtungcn Polens verstoßend bezeichnete, zahllosen deutschen Siedlern ihr Eigentum an Grund und Boden und vertrieb sie von Haus'und Hos. Durch ähnliche illegale Maß­nahmen hat Polen sich ein Wi-derkauss- und Verlaussrecht für deutschen Landbesitz angematzt, durch das sogar der Erb- gang von Vater auf Sohn, erst recht aber jede Eigentums- Übertragung unter Deutschen verhindert wurde. Im Jahre 1S2S schuf sich Polen sodann durch das sogenannte Agrar- Reformgesetz eine neue Waffe im Kampf gegen den deutschen Landbesitz. Jahraus, jahrein wurde das Gesetz ganz -inseitig gegen die deutsche Volksgruppe angewendet. Allein im Korri­dor-Gebiet wurden von 1S25 bis 1SZ8 an deutschem Grund­besitz 72 v. H. der enteignungssähigen Fläche, an polnischem Grundbesitz dagegen nur 28 v. H. ausgeteilt, ähnlich in Posen; in Lstobcrschlesien betrug dieses Verhältnis im Fe­bruar 1S3S sogar S8,7 v. H. gegen 1,3 v. H. Alls dem

Her wetirmachtsbericht

Berlin, 15. Februar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Keine besonderen Ereignisse.

enteigneten Boden wurden ausschlictzlich landfremde Polnische Elemente aus Kongrctzpolcn und Galizien angesiedelt. Dem­selben Zwecke diente das sogenannte Grenzzonengcsctz von 1827, durch das Beschränkungen des Aufenthaltes und des Erwerbes von Grundbesitz in den an Deutschland an­grenzenden Gebieten eingeführt wurden.

Die Bilanz dieses Vernichtiingskampfcs gegen den deutschen Grundbesitz, der im tiefsten Frieden und in einer Zeit ehr­licher deutscher Bemühungen um einen Ausgleich mit Polen stattfand, ergibt, datz in den Jahren ISIS bis 1S3S Millionen von Morgen des deutschen Besitzes geraubt worden sind.

Die Ungeheuerlichkeit dieser Zahl wird noch deutlicher, wenn man sich vergegenwärtigt, daß in der Zeit der preußi­schen Verwaltung durch das von-der feindlichen Propaganda des Weltkrieges immer wieder auss heiligste angegriffene Enteignungsgesctz von 1908 insgesamt nur 0000 Morgen Polnischen Landes, d. h. also Praktisch überhaupt nichts, ent­eignet wurden. Mit anderen Methoden, insbesondere mit

Boykottaktionen und Steuerschikanen

wurde auch der Lebensnerv der deutschen gewerblichen Unter­nehmungen in Polen zugrunde gerichtet. Dadurch wurde

z. B. die gesamte deutsche Industrie Ostoberschlesiens in pol­nische Hände gespielt. Massenentlassungcn von deutschen An­gestellten und Arbeitern wurden durchgeführt und auf diese Weise eine ständige Abwanderung erzwungen.

Schon im Jahre l»31 gibt eine Untersuchung des War­schauer Forschungsinstituts für Nationalitätensragcn die Zahl der bis dahin aus Polen vertriebenen Deutschen aus rund eine Million an. In Wirklichkeit war die Zahl weit höher, das Schicksal der Vertriebenen weit tragischer. Eine große Zahl der Vertriebenen ist an den Folgen der Aus­treibung elend zugrunde gegangen, ein beträchtlicher Teil der heimatlos Gemachten schon in Polen gewaltsam beseitigt worden. Eine unvorstellbare Summe von vernichteten Exi­stenzen und Menschenleben; Not. Elend und Verzweiflung sind das Ergebnis dieser eiskalten und verbrecherische» Ver­nichtungsPolitik Polens.

Aber auch die Zurückgebliebenen konnten ihres Lebens nicht froh werden. Trotz aller internationaler Garantien wurden ihre primitivsten Rechte mit Füßen getreten. Bis auf einen geringen Rest wurden fast sämtliche der mehreren tausend deutschen Schulen in Posen und Wcstpreußen geschlossen. Der Kampf ums tägliche Brot wurde von Jahr zu Jahr ver­zweifelter.

(Fortsetzung «nf Seijx-2)

Zwei schwere Verluste für kngiand

irllllll^bM.-SampfeeSultan Star" gesunken 1SSüll-lonnen-ranker vernichtet

Newhork, 15. Februar.

Hier ist die Nachricht eingetroffen, datz der britische Damp­ferSultan Star" (12 3VK BNT.) Mittwoch gesunken ist.

Amsterdam. 15. Februar.

Wie Reuter meldet, wurde der britische OcltankerGre­ta f i e l d" (10 1S1 BRT.) am Mittwochmorgen an der Nord­ostküste Schottlands versenkt. Von der Besatzung wurden 28 Mann durch einen Fischdampscr gerettet, die restlichen 13 Mann werden vermißt. Der Tanker ging in Flammen aus.

Reuter zufolge ist am Dienstag an der Küste von Norfolk ein bisher noch unbekanntes Schiff gesunken. Es wurde kiel- obentreibend gesichtet. Außerdem ist an der schottischen Küste im Lause der Nacht ein Schift bisher unbekannter Nationali­tät gesunken. An der Küste konnte man schwere Explosionen hören.

Die britische Admiralität teilte Mittwoch morgen mit, datz das britische HandelsschiffVrodwall" (3385 BNT.) sich in der Gegend der Azorenin Seenot" besände.

Der schwedische DampferT a l a r ö" (2S27 BRT.) ist nach hier eingctrosscnen Meldungen am Dienstag im Atlantik ge­sunken. Ob das Schiff aus eine Mine gelaufen oder torpe­diert worden ist, ist nicht bekannt. Die 20köpf!gc Besatzung

Wurde von einem belgischen Trawler übernommen. Der Ka­pitän starb kurze Zeit darauf.

Wieder zwei englische vorpostenboore

Amsterdam, 15. Februar.

Einer Reutcrmeldung aus London zufolge sind am Diens­tag elf Besatzungsmitglieder 'des britischen Vorpostcnschisses T o g i in o" (282 BNT.) in einem Hasen der irischen Süd- ostkiiste gelandet. DieTogimo" ist gesunken. Wie weiter ays London gemeldet wird, ist auch die neunköpsigc Be­satzung des Grimsbher FischkuttersGurth" Dienstag früh an Land gebracht worden. Das Schiff war an der briti­schen Lstkiiste aus Strand gelaufen.

französischer rankergescheiter«"

OSlo, 15. Februar.

Das norwegische SchiffSamuel Backe" hat 28 Besatzungs­mitglieder des französischen Tankers ,,P i c a r d i e" aufge­nommen, der be! den Azorengescheitert" sein soll. Die ge­retteten Mannschaften wurden in Guadeloupe gelandet.

Das norwegische MotorschiffS n e st a d" aus Oslo (4114 BNT.) sank am 11. Februar nach einer Explosion. Es be­fand sich aus der Reise von Norwegen nach'Amerika.

kngland verantwörtlich

Amerikanische Verlautbarung

Newhork, 15. Februar.

Zu den Berliner Auffassungen, daß nach deutschem Prisen- recht jeder nach einem feindlichen Hasen freiwillig oder un­freiwillig unterwegs befindliche neutrale Dampfer von deut­schen Sccstrcitkräften als konterbandeverdächtig anzusehen sei, meldetAssociated Preß" aus Washington unter Hinweis aus die USA.-Notc an England dom 14. Dezember, datz die UTA.-Regierung England wahrscheinlich für den Verlust jedes von deutschen U-Booten torpedierten USA.-Dampscrs, der gezwungen werde, einen britischen Kontrollhasen inner­halb der Kampfzone anzulaufen, verantwortlich machen würde.

Militärische 0rgonisation im Mittelpunkt

Tagung des Obersten italienischen Vcrtcidigungsausschusscs abgeschlossen

Rom, 15. Februar.

Der Oberste faschistische Berteidigungsausschutz hat am Mitt­woch unter dem Vorsitz des Duce die sechste und letzte Sitzung seiner 17. Tagung abgehalten. Nach Erledigung der Tages­ordnung betonte Mussolini die besondere Bedeutung dieser Tagung, in deren Mittelpunkt Fragen der militärischen Or­ganisation der Nation, der zivilen und industriellen Mobili­sierung sowie der wirtschaftlichen Autarkie standen und sprach abschließend dem Sekretär des Obersten VeiteidignngSaus- schusses, General Fricchinoe, sowie dem Generalsekretär slir die Kriegssabrikation, General Favagrossa. sein besonderes Lob aus.

Unerhörter NeutraMStsbruch eines Vönen

flngrift aus deulsches U-Voot - praklerischesInterview" mit demllaily krpreß"

dir. Ko p e n h a g « n , 15. Februar.

Ein bedauerliches Beispiel dasür, welche Risiken manch« neutralen" Kapitäne durch ihr gefährliches Verhalten für ihr Schift und sür die gesamte neutral- Schiffahrt heran,beschwo­ren. liefert der dänische Kapitän Christian Holm. der bisher den DampferInga" <150« BRT.) im Englandverkehr führte. In einem Interview, das Holm dem LondonerDaily Expreg" gegeben hat, rühmte er sich selbst, im Januar die Auftorde- rung eines deutschen U-Bootes zum Stoppen abge,chlagen und mit einem Angris,-versuch (!!) auf das deutsche U-Boot beant­wortet zu haben. Er erklärte, er hab- sofort nach dem Anruf durch das U-Boot sämtlich- Lichter löschen laste» und >ollc Kraft voraus" angeordnet mit direktem Kurs aus dasRazi- Boot". Der deutsche Kapitän habe die Gefahr gemerkt und gerade noch Zeit gesunden, auszuweichen. Infolge der Dunkel­heit sei es sllr ihn unmöglich gewesen, die B-rsolgung aufzu­

nehmen. Dieserneutrale" Kapitän scheint sich im übrigen seines schlechten Gewissens durchaus bewußt zu sein, denn er kündigt an, daß er von der Tee sür eine Weile genug habe. Er werde vorläufig an Land bleiben . . .

Die Londoner Zeitung verherrlicht natürlich das Verhalten dieses-seltsamenNeutralen", der durch sein Verhalten allen wirklich neutralen Schissen einen schlechten Dienst geleistet hat- Terartige Neutralitätsbrecher sind im übrigen eine nicht zu unterschätzende Gefahr sür ihr eigenes Land, indem sie den englischen Plänen Vorschub leisten, die nordischen Staaten vor den englischen -Karren zu spannen und aus ihrer Neu­tralität herauszuführen. Es wird interessant sein zu hören, wie sich die dänischen Behörden gegenüber dem flagranten Neiitralitätsbruch »nd dem Mißbrauch der dänischen Flagge durch einen Kapitän der dänischen Handelsflotte verhalte» werden.

Stetige flnwesenheit und Wachsamkeit"

Großmacht Italien keine passive Zuschauerin

Rom, 15. Februar

Mit Italiens Vorbereitungen aus allen Gebieten, um für alle Fälle möglichst gerüstet zu sein, besaßt sich ein inter­essanter Aussatz derForzc Armate". Einleitend betont das Organ der italienischen Wehrmacht, daß eine Großmacht wie Italien zum Unterschied von anderen neutralen Staaten keine passive Zuschauerin sein, sondern eine Hauptrolle in ste­tiger Anwesenheit und Wachsamkeit sowie im Bcrcitscin auf jedes Ereignis spielen wolle, sich keine Ablenkungen erlauben und keine Zeit verlieren dürfe.

Datz die militärische Vorbereitung richtig vorwärtsschreite, so führt das Blatt weiter aus, beweise» die vom Ministcrrat bereitgestellten gewaltigen Geldmittel, die Direktiven des Duck für die Befestigung der Grenzen und der Lustabivehr die In­spektion der Truppen und Befestigungen im Mutterland sowie in Nebersce, schließlich die gegenwärtige Tagung des Obersten Verteidigungsrates, die unter dem Vorsitz des Duce bereits viermal zusammentrat. Die militärische Vorbereitung findet ihre entsprechende Ergänz» nq in der wirtschaftlichen' Vorbe­reitung, die in der Autarkie eine mächtige Waffe besitzt. Italien lebe in einer Periode lebhaftester Vorbereitung, wäh­rend deren sich das gesamte italienische Volk in einer steten Mobilisierung befinde. Das Bewußtsein seiner imperialc» Mission werde letzten Endes zusammen mit der Gewißheit der eigenen Stärke und des eigenen Wertes eines Tages Italien die äußersten Entscheidungen diktieren, die ihm den Weg sei­nes Schicksals weisen.

Italien beruft die Ioftresklassen lSlS und lS2S ein

Rom, 15. Februar.

Nach einer Mitteilung des italienischen Militäranzeigers

sind Italiens Jahresklasicn 181» »nd 182» März unter die Fahnen berufen worden.

sür Ansang

wakrfteiten einer englischen Zeitung

Amsterdam, 15. Februar.

Die englische MonatszeitschriftNinteenth Century" warnt in ihrer letzten Ausgabe nachdrücklich vor einer Unterschätzung der deutschen Stärke und Widerstandskraft, Deutschland werde, so stellt die Zeitschrift fest, in einem Jahre noch genau so unüberwindlich" dastehen wir heute. Der Mangel an Nahrungsmitteln und Rohstoffen in Deutschland werde sür eine sehr lange Zeit kein- entscheidende Bedeutung haben. Es sei nicht einmal sicher, daß dieser Mangel überhaupt je­mals entscheidend sein werde. Die Rationierung sei streng, aber durchaus erträglich. Kein Deutscher brauche heute zu hungern, weil Deutschland mit einem langen Kriege rechne. Aber Deutschland scheine einen langen Krieg nicht zu fürch­ten, Alles in allem, der Krieg mache sich sür die Bevölkerung in Deutschland viel weniger fühlbar als in Frankreich oder England. Das Leben in Deutschland gehe im allgemeinen lo weiter wie früher.

4 « 4 ise

Zum heutigen 5V. Geburtstag Dr. Leys

Dr. Robert Ley begeht heute seiften 50. Geburtstag. Es mag deshalb geeignet erscheinen, eine kurze Rückschau auf die Arbeit Robert Leys zu halten, weil diestz Arbeit, die unter dem Befehl und nach dem Gedanken des Füh­rers im Frieden geleistet wurde, nun im Schicksalskampf des deutschen Volkes ihre Richtigkeit und Bedeutung er­weist. Diese Arbeit ist getragen worden von einem un­bändigen Glauben an das Deutschland Adolf Hitlers. Schulter an Schulter mit dem deutschen Arbeiter hat Dr. Ley den Weg zum Führer gesucht und gefunden. Plastisch steht dieser Weg gerade in diesen Tagen vor unseren Augen. Wir sehen die Kampfzeit in der rheinischen Heimat Robert Leys. Wir verfolgen seinen Weg von Köln über München nach Berlin. Der Aufbau der Deutschen Arbeitsfront, die Zu- sammenführung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber und der Siegeszug der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" gewinnen erneut Gestalt in uns. Wir be­gleiten den Reichsorganisationsleiter der NSDAP. bei seinen Fahrten durch die deutschen Gaue. nehmen teil

steiolizm'Kniimatiaimlsi'ter Dr. I-e^,

an den zahlreichen von ihm in jedem Jahr durchgeführ­ten Appellen der Politischen Leiter und erkennen im Ablauf der Reichsparteitage die tiefgreifende organi­satorische Vorarbeit Dr, Leys, Die von Dr. Ley geschaf­fenen und vom Führer feierlich geweihten Oröens- NSDAP, erstehen in ihrer einmaligen für die Ewigkeit bestimmten Gestaltung vor uns und wir denken daran, dah Krössinsee, Sonthofen und Vogel­fang jene Orte sind, die Dr. Ley immer wieder aufsucht und zu kürzerem oder längerem Aufenthalt wählt.

^ " n! e wir einen weite-

Führers an Dr. Ley planmäßig ver­wirklicht. Einst versprachen gewissenlose Maulhelden dem deutschen Arbeiter, daß er über die Meere fahren und sich so die Welt erschließen könne. Eingelöst haben dieses Versprechen einzig und allein die Nationalsozia­listen, Die von der Deutschen Arbeitsfront qebauten Kraft-durch-Freude"-Schiffe haben ihre -oungsernfahrten längst hinter sich. Die Krönung alle: Fahrten aber gab der Führer selbst: Auf dem Flaqq- W.h.der Kraft-durch-Freuds-FlotteRobert Ley", dein vom Führer diesen Namen erhielt, fuhr Adolf Hitler mit deutschen Arbeitern vier volle Tag­aus See. Die Volksgemeinschaft hat ihre Versinnbild- lichung auch in dem Bau des Teedades auf- gen und nicht zuletzt in den zahlreichen Maßnahmen und Einrichtungen des Deutschen Volksbil- dungswerkes in der Deutschen Arbeitsfront qefun- den. Dag Dr. Ley als Präsident des Internationalen AentralburosFreude und Arbeit" in vielen Ländern der Welt dem nationalsozialistischen Aufbauwerk An-

MiMIIlMIItMilNIIUMMMlllMIMIIIIIMllltMMMtMlMIMIIIlIMllNMNMiMII

Vnsror

Eine amtliche deutsche Verössentlichnng gewährt erschüt­ternden Einblick in die zwanzigjährige Polnische Aus- rottiingspolitik gegenüber dem deutschen Volkstum.

Ein unerhörter dänischer Neiitralitätsbruch gegenüber einem deutschen U-Boot wird bekannt.

Unter anderem wurden wieder zwei englische Schisse mit einer Gesamttonnage von 22 008 Tonnen versenkt. Um der Ausbringung durch ein englisches Kriegsschiff zu entgehen, versenkte sich ein deutscher Frachtdampser in­nerhalb der amerikanischenSichcrheitszone".

In einer Note an Panama stellt Deutschland den Willen der britischen und französischen Regierung zur Bcrnich- tung des Grundgedankens der amcrilanischcn Sicher- hcitszonc klar.

In Schweden wurden englische Spione verhaftet.

Die Kältewelle hat sich in ganz Europa erneut folgen, schwer ausgewirkt.

Schwerkricgsverletzte des Weltkrieges und des jetzigen Einsatzes erhalten zusätzlich Leise und andere Vergün­stigungen.

Als Ergebnis der Büchersammlung im Gau Wcscr-Ems gehen 888 Bücherkisten an die Front.