Ausgabe 
(13.2.1940) Nr. 43
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vremer Mim

parteiamtliche Lageszeitung

vos Amtsblatt des Negierenden viirgermeisters der Lreien Hansestadt vremen

achlru« erniprecher 5 1l ib Ohernstraße 88. Fernspr. 3 41 21 In tzyle Mühlendamm Nr. 2

der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches Verkündungsdlatt des Nelchsstattdalters in Oldenburg und Lremen

Nr. 4Z / 10. Zalirgang

Dienstag, 1Z. Zebruar 1940

kinzelpreis 15 Nps.

deutsch-russisches Wirtschaftsabkommen

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Segenseitiger Warenumsatz bereits im laufenden Zatzr ftöchste latzresmenge seit dem Weltkrieg übersteigend

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;ur alten wlrkstliastsoerbundenlieit

Moskau, 13. Februar.

Nach erfolgreich beendeten Verhandlungen ist in Moskau am 11. Februar 194» das Wirtschaftsabkommen zwischen Deutschland und der Sowjetunion abgeschlossen worden. Dieses Abkommen entspricht dem Wunsche der Regierungen der beiden Staaten, ein Wirtschastspro- gramm über den Warenumsatz zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufzustellen, so wie dies in dem Brief­wechsel zwischen dem Reichsminister des Auswärtigen, Herrn von Ribbentrop, und dem Präsidenten des Rates der Volkskommissare und Volkskommissar für Auswär­tige Angelegenheiten der UdSSR., Herrn W. M. Molo- tow, zum Ausdruck gebracht worden ist.

Das Wirtschaftsabkommen sieht die Ausfuhr von Roh­stoffen aus der Sowjetunion nach Deutschland vor. die dnrch deutsche industrielle Lieserungen kompensiert werden.

Der Warenumsatz zwischen Deutschland und der Sowjet­union wird bereits im ersten Jahr der Geltung des Ab­kommens einen Umfang erreichen, der die seit dem Welt- krieg jemals erreichten Höchstmengcn übersteigt. Es ist be- l absichtigt, den Umfang der gegenseitigen Warenlieferungen in Zukunft noch weiter zu steigern.

Das Abkommen ist aus deutscher Seite von dem Sonder- bevollmächtigten der deutschen Reichsregierung, Herrn Bot­schafter Ritter, von dem Leiter der deutschen Wirtschasts- delegation, Herrn Gesandten Schnurre, aus sowjetischer Seite von dem Volkskommissar für den auswärtigen Handel der UdSSR-, Herrn Mikojan, und dem Handelsvertreter der UdSSR. in Deutschland, Herrn Babarin, unterzeichnet worden.

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Nachdem bereits im August 1939 ein neues deutsches Kredit­abkommen mit Rußland abgeschlossen wurde, das gegenüber der Entwicklung der letzten Jrchre wesentlich erweiterte Mög­lichkeiten des Handelsverkehrs bot, erfolgte anläßlich des zweiten Besuches des Reichsaußenministers von Ribbentrop in Moskau am 28. September der bekannte Briesivcchsel zwi­schen dem deutschen Roichsaußenminister und dem russischen Hßgierungsches Molotow, worin der beiderseitige Wille be­kundet wurde, mit allen Mitteln den Warenumsatz und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der UdSSR. zu entwickeln Die zur Durchführung dieser Vereinbarung erforderlichen Verhandlungen wurden dann schnellstens aus­genommen und teilweise in Berlin und teilweise in Moskau geführt, wo sie jetzt auch mit der Unterzeichnung eines neuen Wirtschaftsabkommens ihren erfolgreichen Abschluß gefunden haben. Das jetzt ausgearbeitete gemeinsame Wirtschastsprv- gramm wird den deutsch-russischen Warenaustausch nicht nur wieder zu dem in der Vergangenheit erfolgreichen Höchstum- sang entwickeln, sondern darüber hinaus noch steigern.

Es ist bekannt, daß Deutschland schon 1913 ein Drittel der russischen Gesamtausfuhr abnahm und etwa die Hälfte der russischen Einfuhr lieserte. AIs Rußland nach dein Kriege die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Auslande wieder aus- nahm, wurde Deutschland sofort erneut sein bedeutendster Handelspartner, der 1921/1923 wieder mehr als ein Drittel der russischen Einfuhr stellte und diesen Anteil in den Jahren 1931/1933 sogar aus über 40 v. H. steigerte. In der gleichen Weise hatt« sich auch der deutsche Anteil an der russnchen

Ausfuhr entwickelt Diese Tatsachen sind ein klarer Beweis sür die natürliche Ergänzungssähigkcit der deutschen und der russischen Volkswirtschaft. Während Rußland über un­erschöpfliche Rohstossvorkommen versügt. deren Ausbeute in den letzten Jahren bereits gewaltig gesteigert wurde und unter dem lausenden Fünfjahresplan sich noch von Jahr zu Jahr erhöht, besitzt Deutschland eine industrielle Leistungs­fähigkeit so großen Nmsauges, daß es trotz des Krieges und der militärischen Anforderungen in der Lage ist. den großen Bedarf Rußlands in industriellen Fertigwaren aller Art voll zu decken

Der bei den jetzt abgeschlossenen Verhandlungen vereinbarte Rahmen sieht daher einen Austausch russischer Rohstoffe ge­

gen deutsche Jndustrieerzeugnisse in größtem Umfange vor. Deutschland und Rußland sind zu ihrer alten natürlichen Wirtjchastsverbundenheit zurückgekehrt.

Italienisch-russische wirtschastoveichandlungen

Dr. v. I,. Rom, 1L. Februar.

In diesen Tagen finden in Rom zwischen dem italienischen Außenministcrium und dem sowjetrussischen Geschäftsträger Fühlungnahme über wirtschaftliche Fragen zwischen Italien und Sowjetrußland statt, da der italienisch-sowjetrussische Wirtschaftsvertrag zu Beginn dieses Jahres außer Kraft ge­treten ist.

vrößle Mordaklion der neueren SeWchte"

bester kindruck der amtlichen deutschen Feststellung über das stusmaß der polnischen vlutschuid

im neutralen flusland

Berlin, 13. Februar.

Die zweite amtliche deutsche Verlautbarung über die pol­nischen Mordtaten an den Volksdeutschen in Polen, die die grauenvolle Zahl von 58 999 ermordeten Volksdeutschen do­kumentarisch feststellt, hat im gesamten neutralen Ausland Bestürzung und Empörung hervorgerufen. Ucberall wird dieser größte Massenmord der neueren Geschichte als organi­sierte und systematisch durchgeführt« Aktion erkannt, wobei immer wieder zum Ausdruck kommt, daß vor allem die englische Garantieerklärung an den polnischen Staat die Hatzinstinkte der polnischen Regierung und Behörden nur noch stärker auszupeitschen geeignet war.

Rom: In Italien verschließt sich niemand der Tatsache, daß dieses Blutopser der Volksdeutschen in Polen aus Rech­nung der britischen Regierung zu setzen ist. Die Lcsicnt- lichkeit Italiens, das als eines der ersten staaten das Vcr- saillcr Verbrechen anprangerte, gibt sich keiner Täuschung darüber hin, daß das grauenvoll« Blutbad ein letzter furcht­barer Ausfluß eines Friedens gerade jener Regierungen war, die heute mit heuchlerischer Miene erneut vorgehen, für Recht, Freiheit, Zivilisation, Kultur und Menschlichkeit zu kämpfen.

Budapest: Die grauenvollen Enthüllungen haben auch in der ungarischen Dessentlichkeit wie aus den Kommentaren der Budapester Zeitungen hervorgeht größte Bestürzung und tiefste Empörung ausgelöst. Nicht nur die Zahl der Er­mordeten, sondern auch die Methoden die angewendet wur­den, und die Systematik, mit der die Polen die Vernichtung von Mensckfenleben betrieben haben, bilden, so sagt man hier, eines der traurigsten Kapitel dieser Zeit. Das Reich hab«, wie aus der Veröffentlichung mit Deutlichkeit hervorgehe, große Geduld und Selbstbeherrschung bewahrt, bis es sich endlich entschlossen hab«, den fortgesetzten Provokationen ein End« zu machen, um die Volksdeutschen vor völliger Vernichtung zu retten.

Prctzburg: Soweit die deutsche Mitteilung noch vor Redak­tionsschluß der slowakischen Blätter in Preßburg eingetroffen war, bringen die Sonntagsblätter in der Slowakei die Be­richte über die deutschen Blutopfer in Polen in größter Auf­machung:58VVV Ermordete klagen an',Eine Million Deutsche von Haus und Hof vertrieben',Hunderte von Massen­gräbern' so lauten die Ueberschristcn und Schlagzeilen in der Presse der slowakischen Hauptstadt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

eindeutige flbfulir für die westmiichte

Vas Matt der faschistischen Mist; über die deutsch-italienischen Schiebungen

Rom, 13. Februar

Eine eindeutige Abfuhr sür die Westmächte und ein Treue­bekenntnis zur deutsch-italienischen Freundschaft bildet ein be­merkenswerter Aussatz über die deutsch-italienischen Beziehun­gen aus der Feder des seit Kriegsbeginu in.Deutschland wei­lenden Direktors derMilizia Fascista", des Milizgenerals Melchior!, der erst kürzlich zum Jahrestag der Miliz nach Rom gekommen war und bei dieser Gelegenheit von Mussolini in Privataudienz empfangen wurde.

Nicht selten, so schreibt das amtliche Organ der faschistischen Miliz, hör« man die Frage, welches die Beziehungen zwisck^n Deutschland und Italien seien. Die gesamte demokratisch- jüdisch-sreimaurerische Welt läßt klar ihre Hofsnung erkennen.

Wir wünschen den feind geschlagen zu sehn

Sewaltige Volkskundgebung in Vublin eindeutige Stellungnakme der Iren

Stockholm, 13. Februar.

Nach Meldungen der Stockholmer Press« sand am Sonntag in Dublin -ine große Kundgebung gegen die Hinrichtung der beiden irischen Freiheitskämpfer durch die Engländer statt, an der weit über 1« WO Personen teilnahmen. Der Leiter der alten INA, S. Donell, hielt eine Rede, in der er erklärte daß die Namen der beiden Hingerichteten in die Liste dcr irischen Märtyrer übergegangen seien. Ein groger Teil des irischen Volkes sei!m gegenwärtigen Krieg nicht neutral. Wir sind uns vollkommen klar darüber", so erklärte Donell wörtlich,was wir als Folg- dieses Krieges wünschen. Wir wünschen den Feind geschlagen zu sehen, der unser Volk <<>« Jahre unterdrückt hat und jetzt die Bluttat der letzten Woche hinzugefügt hat. Im gegenwärtigen Augenblick sind wir nicht in der Läge, unter Anwendung von Gewalt unser Land von England loszureißen, aber wir können unsere Anstrengungen fortsetzen, um zu zeigen, daß wir nur aus eine Gelegenheit warten, um England zu zwingen, militärisch und wirtschaft­lich von hier abzuziehen."

Amsterdam. 13. Februar.

Im Zusammenhang mit den in ganz Irland abgehaltenen Demonstrationen gegen die Hinrichtung der beiden Iren Barnes und Richards berichtet das AmsterdamerHandels- blad". der Ausruf eines Redners in Dublin, er wünsche, daß England durch Deutschland »»barmherzig geschlagen werde, fei von einer großen Zuhörermengc stürmisch bejubelt

In einer Versammlung in Mullinger (Nordirländ), so schreibt das Blatt weiter, sei ein Brief Richards vorgelesen worden, den dieser kurz vor der Hinrichtung seiner Schwester geschrieben habe. In ihm heißt es:Ich weiß, daß ich ster­ben mutz. Ich werde an dem Hinrichtungsmorgen lachend heraustreten, während ich an Gott u ld, on diejenigen denke, die vor mir gegangen sind und die jür dasselbe Ziel ge- kämpft haben.'

Panzerwagen gegen demonstrierende Iren

Amsterdam, 13. Februar.

In Belfast der Hauptstadt des von den irischen Stammes- brüdern abgetrennten Noidirlands. veranstaltete die von den Engländern verfemt« Irisch« Republikanische Armee «roß« Kund. gebungen, in denen gegen die Hinrichtung der beiden irischen

Freiheitskämpfer auf das schärfste protestiert wurde. Die bri­tische Polizei versuchte vergeblich die Tausende, die sür die Freiheit Irlands demonstrierten, auscinandcrzutreibcn und nahm schließlich 13 Verhaftungen vor.

Die britische Polizei mutzte sogar Panzerautos einsetzen, um einige tausend Demoiistranten auseinander zu treiben. Als die eigentliche Hauptdemonstration von der Polizei auf­gelöst wurde, ging die Menge singend auseinander und ver­suchte später abermals, sich zu einem Deinonstrationszug zu­sammenzuschließen. Die Polizei griss jedoch sosort ein. Schließlich umdrängten Hunderte von Demonstranten die Panzerwagen und warfen mit Steinen nach der Polizei. Ungefähr zwanzigmal mutzte die Polizei innerhalb kürzester Zeit vorn Gummiknüppel Gebrauch machen, wobei verschie­dene Personen verwundet wurden.

Auch in der nordirischen Stadt Armagh sand eine große Prvtestversainriilung statt. Anschließend sammelte sich die Bevölkerung immer wieder in den Straßen der Stadt, so daß auch hier die britische Polizei eingreifen und Verhaftungen vornehmen mußte.

Neue flktion der INst

Polizeistation in Nordirland ausgehoben

Newyorl, 13. Februar.

Wie amerilanischc Blätter aus Belfast berichten, haben Angehörige der Irischen Republikanischen Armee am Sonn­abendabend eine Aktion gegen das englische Militärdcpot in Ballhkinl-r in der Grass-Haft Down durchgesührt. Die irischen Freiheitskämpfer überwältigten die Wachen des Mi- litärdcpots, drangen in das Gebäude ein und verschwanden unter Mitnahme von 290 Gewehren und zahlreicher Muni­tion ebenso schnell, wie sie gekommen waren.

Neben diesem kühnen Handstreich, der von dem ungebroche­nen Freihcitswillen des von den Briten unterdrückten iri­schen Volkes in Nordirland zeugt, haben auch die großen Protestkundgebungen größte Beachtung gefunden. Die Blät­ter berichten ausführlich über die eindrucksvollen Demon­strationen und die scharfe Kampfansage gegen die englischen Unterdrücker. Dabei wird hervorgehoben, daß Hunderte von britischen Polizisten gegen tue Teilnehmer der Kundgebung eingesetzt werden mußten.

so führt das Blatt u. a. aus, daß in den deutsch-italienisstfen Beziehungen tatsächlich ein Riß bestehen möge und daß Ita­liens Nichtkriegssührnng keineswegs bedeuten möge, daß Italien im zweckmäßigen Augenblick bereit sei, an der Seite Deutschlands in den Krieg zu treten. Viele unserer alten Feinde, die sich Arme und Beine ausreisten, um unsere Sym­pathien. d. h. znm mindesten unsere Neutralität zu sichern, suchen in jeder unserer Gebärden, in jeder Rede maß­gebender Männer unseres Regimes, in jeder neuen Tatsache der internationalen Politik, auch in denen, die uns nicht im geringsten betreffen, eine Stellungnahme Italiens gegen Deutschland zu sehen, sowie eine Loslösting des Faschismus vom Nationalsozialismus. Wir haben bereits mehrmals Ge­legenheit gehabt, zu beweisen, daß dies alles absolut phan­tastisch ist und daß Deutschlands Feinde ihrer Phantasie gern feste Gestalt verleihen und als konkrete Tatsachen ansehen möchten, was nur leere Hoffnungen sind, General Melchior! führt sodnn längere Auszüge aus den Reden des Führers vom 39. Januar 1939, 28, April 1939, l. September 1939 und 39, Januar 1949 sowie aus dem deutschen Weißbuch an, die bestens geeignet sind, die Gedanken jener von Hirngespinsten zu befreien, die unter dem Titusbogen Schmetterlinge suchen gingen. Von besoüdcrer Bedeutung, sei aber, daß der Führer dem Duce nicht nur dafür , seinen Dank ausgesprochen habe, was er zur Vermeidung des Konsliktes tat, sondern auch dafür, was er in Zukunft tun würde,

Italiens Position ist gradlinig und sonnenklar" so schließt der Artikel,Mögen Deutschlands Feinde weder daran denke» daß das italienische Volk sich von ihnen so leicht auss Glatteis führen läßt, noch hofsen, daß es ihnen durch Lügen in die Arme sollen kann. Mehr denn je stehen wir heut- während der Streit tobt, ruhig und stark über dem Streit."'

velgischer S 80 V-VM.-Vampser gesunken

m. Brüssel, 13. Februar.

Der 5899 BRT, große belgische DampferFlandres" ist zwei Meilen von der Südostküstc Englands entscrnt mit einem anderen Schift zusammengestoßen und gestrandet. Die Flandrc' befand sich aus der Ausfahrt aus einem englischen Kontrollhaien, als sich der Zusammenstoß ereignete.

Seit Kriegsausbruch hat die kleine lielgifche Handelsflotte damit unter der englischen Küste bereits elf Einheiten mit insgesamt 39 498 BRT. verloren.

Y-Vook-Kapitön lief auf Mine

bv. Kopenhagen, 13. Februar.

Der Minenuntergang des englischen DampfersChagres (5499 BRT.i vor der englischen Nordwcstküste hat einen eng­lischen Kapitän getroffen, der im Weltkrieg eine sehr üble Rolle gespielt hat. Es handelt sich um den Kapitän Sugb Roberts der während des Weltkrieges eines der sogenannter: Q-Bootc. eine der berüchtigten N-Bvot-Fallen, kommandierte. Zu Beginn des fetzigen Krieges erhielt er eine Auszeichnung snr glückliches Entkommen vor einem angeblichen N-Boot- Angrisf. Roberts konnte sich mit 92 Mann seiner Besatzung an Land retten.

Ik-reee .emsk Lnet Ost

Von Or. b*. 3 sss

Die Tatsache, daß es im totalen Kriege der Gegen­wart neben der äußeren eine innere Front gibt, von der unter Umständen vielleicht ebenso viel abhängt wie von jener, wurde uns Frontsoldaten in den vier Weltkriegsjahren erst ganz allmählich in ihrer un­geheuren Tragweite bewußt. Es wird der unvergäng­liche Ruhm der deutschen Heeresleitung jener Tage bleiben, daß sie zuerst diese Dinge klar erschaute und unter der Initiative Ludendorffs dasHindenburg- programm" erdachte und seine Durchsetzung forderte, um jener Tatsächlichteit Rechnung zu tragen. Es wird die ewige Schande aller Hörigen der überstaatlichen Feinde unseres Volkes bleiben, daß sie nach Kräften sich be­müht haben, diesen gewaltigen und so ganz und gar zeitgemäßen Plan zu durchkreuzen und zu verwässern. Wenn etwas geeignet ist, unsere unbeirrbare Sieges­zuversicht zu stärken, so ist das die Erkenntnis, daß der heutigen Staatsfllhrung in Deutschland diese Zusam­menhänge und die daraus zu ziehenden Schlußfolgerun­gen eine Selbstverständlichkeit sind. Die ganze Größe des Gegensatzes zwischen einst und heute wird aber doch wohl iiur wenigen vollkommen klar sein. Wenn wir daher im folgenden an der Hand einiger Tatsachen die Schwäche unserer inneren Front im Weltkrieg mit der gewaltigen Kraft und Geschlossenheit dieser Front im jetzigen Ringen vergleichen, so wird mancher sich mit Staunen fragen, wie es möglich war, daß solche Zu­stände überhaupt einreihen konnten und auf der an­deren Seite die beruhigende Gewißheit gewinnen, daß heute derartig haarsträubende Dinge unmöglich sind.

Das scheinbar so geschlossen und begeistert in den Augusttagen des Jahres 1gl4 zum Kamps ausziehende deutsche Volk war in seinem Innern tausendfältig zer­spalten. Das Wort des Kaisers, daß er nur noch Deut­sche, aber keine Parteien mehr kenne, spiegelte auch nur diesen Rausch der Begeisterung wider, ohne der Ausdruck einer jeder Prüfung gewachsenen seelischen und weltanschaulichen Geschlossenheit zu sein. War doch der Monarch selber sich über das Wesen der llberoölkischen Feindorganisationen so wenig klar, daß zu seinen intim­sten und verantwortlichen Beratern die beiden Juden und Hochgradfreimanrer Vallin und Rathenau gehör­ten. Aus der völkischen Schau der Gegenwart heraus muß auch die Tatsache als eine Schwächung der inneren ii-ront angesehen werden, da der Oberste Kriegsherr zu jener Fürsteninternationale gehörte, deren Mitglie­der, oft genug als enge Blutsverwandte, die europäi­schen Throne bevölkerten, wobei nicht selten Verwand­tenneid und Rivalität die Beziehungen der Völker ver­giftet haben. Heute wird allein die Tatsache, daß in jenem Ringen das Reichsoberhaupt zur Hälfte engli­schen Blutes war, der Mehrheit des nationalsozialisti­schen deutschen Volkes ganz unbegreiflich sein.

Kein Mensch hatte damals eine blasse Ahnung da­von, daß weite Teile des deutschen Volkes unter gehei­men Oberen des Weltjndentums in den Freimaurer­logen organisiert waren. Alle Deutschen ohne Aus­nahme werden folgendes Geschehen rückschauend nur mit Grauen zur Kenntnis nehmen: Der Sohn des be­kannten jüdischen Geigenvirtuosen Joachim war in iNledenszeften nach dem llebertritt in eine christliche Konfession aktiver Offizier im deutschen Heere gewor­den. Er rückte als.Hauptmann in den großen General- stab auf, quittierte später den Dienst und siedelte nach Paris über. Dort wurde er Mitglied der großen vor­wiegend jüdischen Freimaurerloge Vnai-Vrith. Kurz vor Kriegsausbruch kehrte er nach Deutschland zurück, ließ sich reaktivieren und arbeitete mehrere Jahre lang wahrend des Krieges in einer der wichtigsten Abtei­lungen des Großen Eeneralstabes. Die ganze Angele­genheit wurde mit größter Hartnäckigkeit und unter Erduldung erheblicher Unannehmlichkeiten von einem Oberst Gabriel monatelang verfolgt und schließlich ans Tageslicht gebracht. Als die Vcrrätereien des Joachim endlich ruchbar wurden, stürzte sich dieser aus einem fahrenden Eisenbahnzug zu Tode. Hochgradbrüdcr, die freiwillig oder unfreiwillig zu Verrätern ihrer Sache werden, pflegen nach altem Loqenbrauch so oder so rechtzeitig zu sterben. '

Wenn man sich nun überlegt, daß die ganze innere deuftche Front von solchen politischen Spaltpilzen durch­setzt war. daß darüber hinaus zahlreiche politische Par­teien und sonstige Organisationen von Hochgradbrüdern wie Scheidemann u. a. geleitet wurden, dann wird einem klar, daß Deutschland diesen Krieg politisch gar konnte, solange der vollständige mili- tarische Sieg nicht gelang. Aber selbst nach einem solchen Sieg hatten diese Kräfte weiter gewirkt und

Keine besonderen kreignisse

Berlin, 13. Februar.

Das cberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Keine besonderen Ereignisse."

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Unser LaFssspLQFel

Das zwischen Deutschland und der UdSSR.' dcreinbartc «rogzugige Wirtschaftsabkommen wurde jetzt abgeschlossen. Das Ausmaß der englischen Blutschuld in Polen findet im neutralen Ausland stärkste Beachtung.

Eine eindeutige Abfuhr erteilte den Wcstmächtcn das Blatt der fa,ch,,tl,chen Miliz.

In machtvollen Volkskundgcbungcn wendeten sich die Iren gegen die englische Unterdrückung.

Vor den englischen Towns sank ei» belgischer 5899-VRT.- Dampser.

«eußcrst aktiv beschäftigt sich die englische Kriegspropa­ganda mit Skandinavien. ^

Das neue Jnfantcric-Tturmabzcichen ist in der gcnchmia- ten Form jetzt erschienen.

Ueber die Stärke der deutschen Kriegswirtschaft sprach Rcichsarbeitsministcr Franz Scldtc. ^

Der RSNL.-Gau Niedersachscn wurde gcbictlich der NS- TAP. angeglichen.

Auch die Bremer Bäckermeister gliedern sich der Dollkorn- brotaktion ein.