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parteiamtliche Tageszeitung
vas Pmlsblalt des Negierenden vürgermeisters der treten Hansestadt Vremen
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llns^cinntaas^iserniprecher 51115-, Ohernslraße 88, Fernivr. 5 41 21 In Syke Mühlendamm Ali. 2
der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches vernanvungsdiatt des Nelktisstattiialters in Oldenburg und Lremen
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Nr. 42/10. Zahrgang
Montag, 12. Zebruar 1S40
kinzelpreis 13 Nps.
Neue tondoner vrutalitüt gegen Irland
öürgermeister im l-efängms verliungert!
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Zur neuen Liigenaktion der Plutokraten
Iren-teichen werden nicht ausgeliefert / öärung auch in Nordirland
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dos. Den Haag, 12. Februar.
Mit der Vollstreckung des Todesurteils gegen die beiden irischen Freiheitskämpfer hat sich die englische Terrorjustiz noch nicht zufrieden gegeben. Das Londoner Innenministerium hat am Wochenende erklärt, datz die Leichen der beiden Iren nicht nach Irland ausgeliefert werden dürfen, sondern aus dem Miirdcrsriedhof des Winson-Grecn-Kesängnisscs in Birmingham beigesetzt werden müssen.
„Sunday Dispatch" begründet diese Anordnung mit der Befürchtung der Regiern!,ig. daß die Ilebersührung der Leichen nach Irland die autiengüsch« Stimmung noch verschärfen würde, da die irische Bevölkerung die Hingerichteten als Märtyrer feiern würde. Die brutale Londoner Anordnung hat in Irland außerordentliche.Erregung hervorgerufen.
Der Terror gegen die irischen Nationalisten hat inzwischen ein weiteres Opfer gefordert: Im Brixton-Gesängnis ist der jrühere Bürgermeister von Cork, Swiney, an den Folgen eines Hungerstreiks gestorben. Alle Bemühungen, den mit dem Tode ringenden Patrioten aus dem Gefängnis zu befreien, waren vergeblich. Die englische Polizei fürchtet infolgedessen neue Vergeltungsmahnahmen. Aus diesem Grunde wurden am Wochenende wieder alle Regierungsgebäude, Plätze und öffentlichen Werke scharf bewacht. Jeder Minister erhielt während des Wochenendurlaubs aus dem Lande eine verstärkte Leibwache, bestehend aus mindestens drei Mann. Der Innenminister hat währenddessen eine Anzahl neuer Ausweisungsbefehle unterschrieben, auf Grund derer mehrere Iren nach Irland abgeschoben werden. Die Verhaftungen nehmen ihren Fortgang.
Mit großer Besorgnis nimmt London zur Kenntnis, daß die irische tlnruhcbeivegung immer mehr nach Nordirland, dem noch zu England gehörigen Teil der Insel, übergreift. Die
„flch, es war ja nur ein Irrtum!"
Ain sterdain, 12. Februar.
Am Sonnabendabend erklärte der Londoner Rundfunk zu den letzten erfolgreichen Angrisscn der deutschen Lustwasse aus britische bewaffnete Handelsdampser und Vorpostenboote wörtlich: „Die gestrigen Lustangrissc waren völlig erfolglos. Es wurde kein einziges Schisf versenkt, lediglich eines beschädigt." Genau l^/< Stunden später sagte der gleiche Londoner Sender ebenfalls wörtlich: „Zwei kleine von der britischen
Admiralität gecharterte, Fiichdanivjer wurden gestern bei dem Naziangrisf versenkt. Vier Offiziere und 18 Mann sind dabei ums Leben gekommen. Unsere srühere Mitteilung, das; bei diesem Angriss keine Schisse versenkt worden seien, beruhte also aus einem Irrtum."
Aon den bewaffneten Handelsdannpferu, die den Schisis- friedhof rund um England um löÜOO BRT. vermehrt Haben, ist in der zweiten Meldung mit keinen, Wort die Rede. Sollte hier auch ein Irrtum des Herrn W. E. obgewaltet haben?
Es ist übrigens bemerkenswert daß am r-onnadend das so viel gebrauchte Argument' der deutschen Angriffe aus „harmlose Fischerboote" ,unb aus „schutzlose Handelsschule" zum erstenmal ,u der VerscuTtiug verschwunden ist.
Wie es mit den „schutzlosen Handeisschmcn" bestellt ist. plauderte das französische Havasdüro aus. In dem Eifer, eine Besichtigung des britischen Königs im Haien von Cardin recht eindrucksvoll zu schildern, meldete mau in Par:S: „Der König und die Königin begaben sich au Bord eines Kohlendampsers. Der Kommandant des Schisses zeigte dem König die Kanonen, mit denen das Schiff wie die meisten ähnlichen ausgerüstet ist . .
lampinchi übertrifft kkurchill
Ulster-Svzialisten haben ein Manifest hergusgegeben, in dem sie die Bereinigung mit Irland fordern Die Bevölkerung von Nord-Irland,, fo heißt es, müsse jetzt die unheilvolle Trennung damit bezahlen, daß sie sich ebcnsalls in den, unglücklichen Krieg der Westmächte befinde. — In Londonderry wurden in der vergangenen Nacht fast alle öffentlichen Gebäude mit Aufrufen versehen, die lauteten: „Jrlander, rächt Barnes und Richards!"
Woods dummes Wochenögeschwütz
Berlin, 12. Februar.
Der englisch« Luftfahrtminister Kingsleh Wood hielt zum Wochenende eine Rede, in der er getreu dem Vorbild seines
Meisters Churchill mit brutaler Offenheit die Neutralen zur Teilnahme am Kriege für die Interessen britischer Macht- Polikik aufsorderte. Seine einfältigen Wehklagen über das Schicksal der Polen sind dumm und zeugen von typisch englischer Heuchelei. Sein Geschwätz über die für Deutschland angeblich „unbequeme" Zusammenarbeit mit Rußland ist ebenso einfältig und kann nur als billiger „Trost" für die kläglich gescheiterten britisch-französischen Einkreisuiigsversuche angesehen werden. Wenn Herr Kingsleh Wood von der technischen Ileberlegenheit britischer Kampfflugzeuge saselt, so dürsten damit jene Maschinen gemeint sein, die angesichts der niederschmetternden Mitzersolge der britischen Lustwasse eigens zu dem Zweck konstruiert wurden, um beim Absturz unversehrt auf dem Boden liegen zu bleiben. .
wie wird Ihnen, kerr churchttl?
wie an einem läge rund 15000 rönnen durch deutsche Kampsflugreuge vernichtet würden
. 12, Februar.
Den Leuchtturmwärter von Flamborough Head wird das kalte Entsetzen gepackt haben, als er am letzten Freitag schon wieder deutsche Bombenflugzeuge beobachten mutzte, die sich in greifbarer Nähe der englischen Küste daranmachten, bewaffnete englische Handelsdampser zu jagen. Wir könnten es ihm gar nicht übelnehmen, wenn er bis znm letzten Augenblick geglaubt haben sollte: „Das können nur Engländer sein". Denn Herr Churchill und seine Genossen im englischen LUgcnrundsiink haben sich im Verlause ihrer unrühmlichen Praxis eine Vcrschleicrungsmcthodc ausgeknobelt, aus die der Tiirchschnittsengliinder einige Male hereinfallen dürste, bevor ihm ein entscheidendes Licht ausgeht.
Doch die Tatsachen, die ja noch immer eine harte Sprache sprechen, die gerade Engländer im allgemeinen sehr gut zu verstehen pilegen, werden den guten Leuchtturmwärter zu guter Letzt doch noch davon überzeugt haben, daß da draußen, kaum zwei Kilometer von seinem Ausguck entkernt. eben doch deutsche Bomber am Werke waren: Die beiden angegriffenen, bewaffneten Handelsdampser hatten ichon genug. — Nicht viel anders wird es der Besatzung des lMM-Tonnen-Motorschisfes'gegangen sein die sich auch im tiefsten Frieden wähnte, als sie im Schutz der theoretischen Versicherung des .Herrn Churchill an der. englischen Küste nichtsahneud vorbeifuhr "Auch sie wird sich von dem Vorhandensein deutscher Kampstlugzeuge erst dann überzeugt haben, als die ersten MK.-Talven zu einer durchaus kriegs- mäßigen Begrüßung vor dem Bug ihres Tchifies platzten. Bis zum endgültigen AuSsteigen war. noch Zeit. Dann lagen die Bomben alle hart am Schilf, bis die letzte genau vor den Bug stet und im Explodieren da? Vorschist wie ein Spielzeug hochhob, es im Hernnterkallen zerbrechend.
Und da ja die den sauberen Herren an der Themse verbündeten Franzosen auch der Vernebelungspropaganda des Herrn Churchill ausgesetzt sind, kann es sür sie ganz heilsam sein, datz bei demselben Angriss derselben deutschen Bomben- stastel - Wohl aus Gründen der ausgleichenden Gerechtigkeit — auch ein französischer 4Nül>-Tonner daran glauben mutzte, der ebenfalls schwer bewaffnet herumfuhr, um, solange er es noch konnte, wie wild nach dem deutschen Bomber zu schießen, ohne ihm allerdings etwas anhaben zu können. Als er jedoch eine wohlgezielte Bombe unter seinem Kiel spürte, wurde er wesentlich friedlicher und wandte sich den notwendig werdenden Rettungsmatznahmen zu, die er
im Interesse der Besatzung hätte eher treffen sollen. Die Flugzeugbesatzung beobachtete noch im Abdrehen, datz der Dampfer starke Schlagseite bekam und anhielt.
Eine aikderc Rotte derselben Staffeln nahm sich einen 3lM-Tonner großen englischen Kohlendampier vor, der sich vergeblich durch heftiges MG.-Fener Vvr dem Angriss schützen wollte. Als die heranbrausenden Flugzeuge ihre Bomben in mehreren Anflögen abgeworfen hatten, konnten sie zu ihrer großen Freude einen Erfolg melden: „Bewaffneten englischen Handelsdampser angegriffen und durch Tröster schwer beschädigt." Zwar kamen die — laut Churchill — allgegenwärtigen Jäger doch ausnahmsweise noch angebraust: aber wieder einmal zu spät. um den Erfolg der deutschen Bomber und ihre glückliche Heimkehr zu verhindern.
Ein weiteres deutsches Flugzeug grisf einen 3NNÜ--Tonner an. der im Verband mit einem anderen Handelsdampser im Geleit von Kriegssahrzeugen dicht an der englischen Küste entlangfuhr. Die hart am Bug aufschlagende Bombe riß in einer gewaltigen Detonation das Vorschist so hoch. daß nach seinem Zurückschnellen die Schiffsschrauben samt dem Heck einige Zeit lang über Wasser hingen. Nach wenigen Augenblicken lag der Kahn fest und noch im Abstiegen sah die deutsche Flugzengbesatziing, wie mehrere in der Nähe befindliche Küster herbeieilten, um die Beiatzung. zu übernehmen.
Ein anderes Flugzeug hat einen IlW-Tonner. ein Vnr- pastenichist. versenkt. Flugzeuge' einer weiteren Staffel, die ebenfalls gegen den Feind angesetzt war. haben, wie wir erfahren, ein Vorpostenbnot zu 460 Tonnen, versenkt. und einen Süü-Tounen-Handeisdampfer" der wer Äustorderuüg zum Stoppen nicht nachkam, schlster beschädig!. Außerdem wurden einem Tankdampfer von lüü Tonnen schwere Tresser beigebracht. . . ' ^ '
Wenn'wir die Erfolge dieses Einsatzes zusammenrechnen, so ergibt sich sür die englische Handelsilotte wieder ein Anstalt von rund 15ÜNN Tonnen Gewiß sind diese . täglichen Erfolge nicht ohne Opser nisiglich. und es hieße, den Ejn- satzwillen unserer tapferen »liegenden Besatzungen .verkleinern. wollten wir ihre Verluste gering achten. Während wir unsere stolzen Eriolge zusammenstellen sind wir in Sorge um die'Besatzung eines Fl.u,azengeD. das bisher nicht vom Einsatz zurückgekehrt, ist .. . .„Das.ist Flieger-schicksal — den Lebenden ein heiliges Vermächtnis den.Milieu der. gefallenen Kameraden zu Vollstreckern, , ll. ivi
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sidiis
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Berlin, 12. Februar.
Der französische Kriegsmarineminister Campinchi, einer der notoristischen Kriegshetzer des Pariser Kabinetts, hat eine Rundsunkansprache gehalten, die beweist, daß seine Fähigkeiten denjenigen des Serrn Churchill nicht nur gleichkommen, sondern sie gelegentlich sogar noch weit übertresien. Er, der wirklich sein bestes tat, um Frankreich in diesen Krieg zu stürzen, hatte die Stirn, von dem Frankreich „auigezwunge- neu" Kriege zu sprechen und zu erklären, Frankreich kämpfe lediglich sür den Wohlstand der kleinen Völker. Gleichzeitig dichtete er als würdiger Kollege Churchills der deutschen Führung unsinnige Pläne gegen die neutralen Staaten an — Doch auch den neutralen Staaten dürfte inzwischen zum Bewußtsein gekommen sein, wo in Wahrheit die unentwegten Hetzapostsl sitzen, deren einziges Ziel die Kriegsausweitnng um jeden Preis ist.
englisches Vorpostenboot versenkt
Berlin, 12. Februar.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der Westfront verlies der Tag ruhig. Die deutsche Luft- wasse setzte trotz schlechten Wetters ihre Ausklärungstätigkeit gegen Großbritannien fort. Ein britisches Vorpostenboot wurde versenkt. Alle Flugzeuge kehrten unversehrt zurück. Wie durch Tondcrineldung bereits bekanntgegeben, hat ein von Fernfahrt zurückgekehrtes deutsches U-Boot die Versenkung von 38 ül>» BRT., zum Teil wiederum aus Geleitzügen, als Gesamtergebnis seiner Tätigkeit gemeldet.
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englische Kritik an valadier
parlamentarisches „Vertrauensvotum"
mii. Brüssel, 12. Februar.
Die französische Kammer hat ihre Geheiinsitzuiig am Sonntagabend in später Abendstunde nach insgesamt 18 stündiger Beratung abgeschlossen. Als das Publikum und die Journalisten wieder in den Saal eingelassen wurden, gab Kammerpräsident Herriot bekannt, datz Las Parlament mit 574 Stimmen der Regierung Taladier sein Vertrauen ausgesprochen habe, was, wie man weiß, nicht gleichbedeutend ist mit dem Vertrauen des französischen Volkes.
weit bis jetzt bekannt ist, haben die Debatten sich. au, liehe Probleme der Kriegst',hrung bezogen. Die Panzer stehen Kreise legen in ihren Betrachtungen über die Gc- sitzung Nachdruck aus die Feststellung, daß die Kammer Ministerpräsidenten dazu gezwungen habe. ,ene Erklärung seine Kriegspolitik abzugeben, bis er in den bisherigen Monaten bei jeder Gelegenheit verweigert hat. r Verlauf der letzten Pariser Kammersitzung „hat in and trotz des formalen Vertrauensvotums r am Schluß ausstellen ließ, nicht be,r>edigt. Dalabiers i, wird als wenig glücklich, empfunden, --in starker rstand gegen eine geheime Sitzung, den er erst ausgab, r in der Minderheit geblieben war, ,-ugt nach engst,eher cht geradezu von diktatorischen Neigungen. Dag die mer gegen ihn entschied, war auch nach engst,chcn Vc- :n praktisch -in Mißtrauensvotum. Vor allem hat es ondon verstimmt, datz Daladier von der Gehcimntzung dem Hinweis abriet, datz nach der geheimen «itzung im schen' Unterhaus, ein voller Bericht über die Verband- cn in die Ocsscntlichkcit gelangt sei. D>e,c Bemerkung in Londoner parlamentarischen Kreisen heftig erörtert empfindet es als Unsrcundlichkeit, datz der sranzösische isterpräsident dies- Veröffentlichung derart herausstellte
— und was denkt das sranjölische Volk!
und den englischen Abgeordneten damit sozusagen eine Riigs erteilte.
Daß Daladier mit seinen Argumenten nicht dnrchdrang, hat mindestens bei der englischen Linken Befriedigung hervorgerufen, die sich ohnehin um das Schicksal der „Demokratie" in Frankreich erhebliche Sorgen macht. Sie werden geteilt von allen, die in der Propagierung des „demokratischen Gedankens" einen wesentlichen Faktor sür die Westmächte erblicken, diesen aber durch die sranzösische Prayis kompromittiert sehen.
Strosespedition liir das flusstandogebiel
London spricht von Aufrichtigkeit
Den Haag, 12, Februar.
Die englische Regierung hat dem, Vizekönig von Indien die Anweisung erteilt, mit allen Mitteln gegen den Ausstand an der Nvrdwestgrenze Indiens einzuschreiten. Die Regierung in Nen-Telhi hat daraufhin sogleich eine Straserpedition ins Unruhegebiet entsandt, die.am Wochenende bereits ihre Standorte verlassen hat. Nach einer Rentermeldung sind weitere reguläre Truppen in das Gebiet von Bannn und Kohat geschickt wurden, um die Polizcistreitkrästc zu unterstützen. Fast zur gleichen Zeit, wo moderne britische Trnppeneinheiten gegen die Eingeborenen vorgehen, unternimmt der Indienminister Lord Zcltland einen neuen Versuch, um die Iuder von ihren Fowerungen abzubringen. In einem gtoßausgcmachten Interview in der „Snndat, Times" gibt er zunächst seiner Enttäuschung ühcr das Fehlschlagen der Unterredung z>visä>en Gandhi und dem Vizekönig Ausdruck. Sodann fordert er die Führer des indischen Nationalgrdankens mit anmaßenden Worten aus. „von der Tyrannei der Phrasen abzulassen und vom Idealismus zum Realismus zurückzukehren." (I)
Lettischer Vampker aufgelaufen
A m st e r da m„ .12. Februar. .
Die holländische Schifsahrtszeitschrift „Scheepvaart" meldet aus London, der britische Dampfer „Cousuelv" (4847 BNT.s sei Freitagnachmittag in der Nähe dcS Humber auf die Sand- baut von Haila Spit gelaufen. Rettungsboote seien ausgelaufen, um dem Schisse Hilfe zu bringen.
koffelerplosion aus englischem vampser
btv. K » P e st h ätz e n , 12, Februar. .
Der englische Dampfer „Oregon^ (Küvü BRT.) ist, einer englischen Meldung zufolge, in stark beschädigtem Zustand nach Lissabon eingeschleppt worden Das Schiss hat angeblich eine Kesselexplosion erlitten und war vier Tage umhergetric- ben worden.
Ottawa, 12, Februar,
Zwei englische Frachtdampser, „Koranton" (7NNN Tonnen) und „Comedian" lAM Tonnen), sind bei nebligem Wetter an der kanadischen Küste zusammengestoßen. „Comedian" erhielt ein Leck. Die Besatzung mutzte in die Rettungsboote gehen.
vrlechlsches Schiff gesunken
Amsterdam, 12. Februar.
Wie die holländische T'chifsahrts-Zeitschrist „Scheepvoart" meidet, ist das griechische Schiff ...Keimnim" (5085 BRT.) in der ersten Hälfte der vorigen Wocl^ genncken Das Blatt nimmt au. daß die 28köpiige Besatzung der „Keramia-" von einem anderen Schift 1',berur.'Mmem und gerettet'worddn ist,'
... und ein holländischer srvchtdampler
Newyork, 12. Februar.
Die Funkstation Machah sing Notsignale, des holländischen Frachldampsers „Burgerdhck" (6853 BRT.) auf. Danach ist der Dampser infolge eines Znsammei,-stolzes 60 Meilen südlich von Bisiw-P Rock (Lciliy-In!elst»gesi,akeii.'.EinPÜ(^iten, über den ZusaMinenslvß wurden nicht angegeben. Der Frachddampier verließ Newlzork am 30 Januar IdM.
Der Oberste DerteidigungsauSschutz in Rom l>it am Sonnabend in einer dreistündigen Sitzung seine Arbeiten fortgesetzt und sich dann aus Montag vertagt.
Der 2MN Rcichsgriindungstag in Japan wurde feierlich begangen. Ein Kaisererlaß drückt die, Erwartung au?, daß ein geeinigtes Volk die' gegenwärtige Krisciizeit Japans' übstt winden werde. Der Ministerpräsident erklärte, daß der Streit zwischen Japan , und China endgültig beseitigt werben müsse:
8. hlü. Eigentlich sollten Sie sich längst darüber im klaren sein, Mr, Lhamberlain und Monsieur Daladier, datz Ihrer „Nachrichten"-Politik nicht nur die Originalität, sondern auch jede Erfolgsaussicht fehlt. Aber Ihre neuesten Anstrengungen auf dem Gebiet der Erfindung „planmäßiger Greueltaten deutscher Soldaten" geben uns Anlatz, Ihre an sich verständliche Geistesverwirrung und Ihr törichtes Werben um die Sympathie der Dummen dem Gelächter preiszugeben. Zunächst eine Frage: Hat Sie die unablässige Lektüre der englischen und französischen Blätter aus den ersten Kriegsmonaten des Jahres 1914 und die Neuauflage der alten Lügen über Deutschland nicht bereits in einen Zustand lähmender Langeweile versetzt? Wir sahen Sie nämlich >m Geiste während der letzten Wochen unentwegt damit beschäftigt, die Lügenproduktion Ihrer Vorbilder sozu- sagen an d,er Quelle zu studieren, Mr. Lhamberlain und Monsieur Daladier! Im Sammelband des Pariser „Ma- tin" vom August 1914 zum Beispiel entdeckten Sie geradezu einen Wegweiser für Ihren Nachahmungstrieb auf dem Gebiet der Lügenpropaganda. Als Ihnen in einer jener alten Ausgaben des „Mattn" die Meldung unter die Augen kam: „Deutsche Armee schießt auf Reservisten, die den Kriegsdienst verweigern", da hatten Sie das erste brauchbare Stichwort für Ihren eigenen Nachrichtendienst gefunden, und sogleich ließen Sie dem Pariser Blätterwald eine „Information" über „Mißhandlungen zahlreicher Kriegsdienstverweigerer in der Rheinstadt Laichen" zuleiten) außerdem gab es „Selbstmorde deutscher Mädchen, deren Vcrloöte sich stellen mußten". Zu einer anderen Zwietrachtlüge lieferte Ihnen der „Temps" vom August 1914 willkommenen Stoff, Schon vor 25 Jahren gab es nämlich hellsichtige Journalisten, die nach Beendigung der Sitzungen des deutschen Kri'egsrates stets sofort wußten, daß es stürmische Auseinandersetzungen zwischen General- stab und Regierung gegeben habe. Es konnte Ihnen, Mr. Lhamberlain und Monsieur Daladier, natürlich nicht schwerfallen, jene Enthüllungen zu modernisieren und „Meldungen" über einen „schroffen Gegensatz zwischen Generaladmiral Raeder und der Berliner Regierung", über „Konflikte der Heeresführung mit Reichsaußenminister von Ribbentrop" und über eine „Ausbootung Dr. Goebbels' und Rosenbergs" um den Erdball zu jagen.
Daß sich diese Ihre sensationellen Berichte — ähnlich wie 1914 — in ded Weltöffentlichkeit sehr bald als Fehlleistungen herausstellten, entmutigte Sie keineswegs. Denn auch die „Times" harrten noch der Auswertung, waren diesem Londoner Blatt doch zu Beginn des Weltkrieges keineswegs die (erfundenen) „Aktionen Bayerns gegen Preußen" entgangen. Hier sträubte sich Leim Abschreiben allerdings Ihre Feder, und da Ihnen „Enthüllungen über eine Entwaffnung bayerischer Truppen durch preußische Soldaten" doch reichlich gewagt schienen, mutzten die Slowaken in die Bresche Ihrer Lügenfront springen und sich „von Deutschen die Achselstücke abreißen lassen".
Besonders gern verschlingt der Zeitungsleser, so sagten Sie sich weiter, Schilderungen über „jämmerliche Leistungen der deutschen Soldaten". Das hatte Lllgen- Reüter schon 1914 klassisch unter Beweis gestellt. Diesmal waren Sie, Monsieur Daladier, eifersüchtig darauf bedacht, daß Ihr Pariser Nachrichtenbüro „H a v a s" sich diesen fetten Bissen nicht wegschnappen ließ. So hat sich denn Ihre Liigenzentrale besonders für die deutsche Luftwaffe interessiert und „in Erfahrung gebracht", daß die deutschen Flieger nur noch mittels Alkohol zum Aufstieg ermuntert werden können. Und Sie, Mr. Lhamberlain, konnten sich selbstverständlich nicht damit abfinden, datz Ihre Journalisten auf diesem wichtigen Nachrichtenfeld nachklappten. Deshalb ließen Sie zwecks Pertuschung Ihrer katastrophalen Schisfsverluste „Erlebnisberichte" (lies: Phantasieberichte) über „tägliche Mißerfolge der deutschen Luftwaffe im Nordsee- bereich" in die Londoner Presse lancieren.
Inzwischen stellte sich Ihre Hungerblockade, mit der Sie deutsche Frauen, Kinder und Greise auf echt britische Art aus der Welt schaffen wollten, als ein .Schlag ins Wasser heraus. Aber von der Kenntnis dieser Tatsache mutzte die Masse Ihrer Nachläufer solange wie nur irgend möglich verschont bleiben. „Man bietet vier Mark für ein Brot in Berlin", so schrieben im August des ersten Weltkriegsjahres französische Zeitungen. Was taten Sie, Mr, Chamberlain und Monsieur Daladier? Sie verschafften dem „Daily Expreß" die Ehre, die ersten Anzeichen der allerdings nur in Ihren Wunschträumen existierenden Vlockadeauswirkung auf
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Ein britisches Vorpostcnboot wurde versenkt.
London übt heftige Kritik an Taladier. -
Die englischen Plutokraten lehnten die Auslieferung der Jren-Leichen ab.
Die Hitlerjugend seht sich erneut in dringenden Fällen sür den Hausbrandtransport ein.
Eine große Tranergemeindc nahm Abschied von Johannes Wiegand.
Den Mannschastskanips im Kunstturnen gewann Bremen mit 513,1 Punkten vor Wilhclmshaven mit 507,4 Punkten.
Bei den Hallenmeisterschastcn des deutschen Schwimmsports erhielt der Bremische Schwiminvcrband mit den Siegen Balkes und Fischers auch den Ehrenpreis des Rcichssportführers.
Deutschland siegte im Bor-LSndcrkamps gegen Ungarn pcher mit 14:2.
In der Salzburger Vcrgstadt Zcll am Tee wurden in Anwesenheit des N-ichslcitcrs Korpssührcr Hiihnlcin die Wintcrsportwcttkämpic des NSKK. ansgctragen.