Ausgabe 
(10.2.1940) Nr. 40
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vremer

parteiamtliche Tageszeitung

vag pmtsdlalt des legierenden Bürgermeister» der freien ffansestavt Sremen

Nachtnil

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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches Verkündungsblatl des Neichsstaltlialters in Vldenburg und Dremen

Nr. 40 / 10. Jahrgang

Sonnabend, 10. Lebruar 1940

Linzelpreis 13 lps.

Neuer großer krfolg deutscher Nufklörer

ficht Schiffe in der Nordsee vernichtet

„Deutschland muß geopfert werden!"

Vas britische öeleit-System gewichrt keinen wirklichen Schuh!

Zynisches „olaubensbekennlnis" eines britischen Diplomaten

Berlin, 10. Februar

Teutsche Fliegerverbände waren am S. Februar zur bewaff­neten Ausklärung über der Nordsee eingesetzt. Hierbei wurden sechs britische oder in britischem Geleitzug fahrende Schisse mit einer Tonnage von etwa 15 888 Tonnen und zwei Borposten­boote versenkt oder so schwer beschädigt, daß mit einem Total- berlust zu rechnen ist. Trotz starker Jagd- und Flakabwehr Wird nur ein deutsches Flugzeug vermißt.

fln Englands Küsten lauerr der lad

Glasgow, 18. Februar.

Der Dampser „Chagres" (5488 BRT.) wurde am Freitag durch feindliche Einwirkungen an der Nordwcstküste von Eng­land versenkt. Zwei Mann der aus 84 Mann bestehenden Besatzung werden vermißt.

Amsterdam, 18. Februar.

Nach einer Londoner Reutermeldung ist am Dienstag früh der britische Dampser „Highclisse" (3 847 BRT.) an der eng­lischen Nordküste auf ein „unsichtbares Riss" gestoßen. Die Besatzung begab sich in Rettungsboote.

Wie Reuter weiter meldet, ist der französische Dampser „Marie Dawn" (2858 BRT.) in der Nordsee durch eine Mine versenkt worden. Die 28 Mann starke Besatzung, die haupt­sächlich aus Singhalesen bestand, wurde von einem hollän­dischen Dampser ausgenommen, der sie später einem britischen Schiss übergab.

Englischer ISSSSer ln Seenot

Kopenhagen, 18. Februar.

Am Freitag geriet, zum zweiten Male binnen dreier Tage, eines der großen Passagierschisfe, die den Verkehr zwischen England und Irland vermitteln, in ernste Bedrängnis. Es handelt sich um ein Schwestcrschisf der vor wenigen Tagen gesunkenen „Munster". Das Schiss hatte 288 Passagiere an Bord. — Ferner wird von englischer Seite auf Grund ameri­kanischer Meldungen die Nachricht verbreitet, daß ein eng­lischer Dampser bei Neufundland in Seenot geraten sei. — Zahlreiche Schisfsberlnste oder Schftfsbeschädignngen Werden von englischer Seite verschwiegen. Erst jetzt wird beispiels­weise bekannt, daß der 18 888-BNT.-Dampser „Scvern Lee" angeblich nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Schis! vor der englischen Ostküste beschädigt worden ist, so daß

Schwere Schlappe Doladiers

Doch Geheimsitzung der Kammer

mit. Brüssel, 18. Februar.

Ministerpräsident Taladier hat am Freitagvormittag in der französischen Kammer eine schwere Schlappe erlitten. Aus der Tagesordnung standen die Interpellationen über die Füh­rung des Krieges, Sie allgemeine Politik der Regierung und die Zensur. Verschiedene Abgeordnete hatten einen Antrag eingereicht, über diese Frage in einer geheime» Sitzung z» verhandeln. Allgemein hatte man erwartet, daß die Kammer sich dem Wunsche des Ministerpräsidenten sügen und diese Geheimsitzung ablehnen würde. Nach Eröffnung der Sitzung ergriff Taladier sofort das Wort und erklärte sich bereit, die Interpellationen zuzulassen. Die Regierung könne es nicht mehr länger mit ansehen, daß Gerüchte erzeugt würden, die in der Armee eine völlig unberechtigte (1) Verwirrung hervor­riefen. Er, Taladier, sei der Ansicht, daß das Verfahren der Geheimsitzung keine glückliche Methode sei. Leon Blum ver­langte jedoch die sofortige Abhaltung einer Geheim­sitzung. Die Abstimmung über diesen Antrag verlies unter allgemeiner Unruhe des Hauses, die sich derart steigerte, daß die Sitzung unterbrochen werden mußte. Nach ihrer Wieder­aufnahme wurde das Resultat der Abstimmung bekanntge­geben, das einen wahren Tumult hervorrief: 262 gegen 227 Stimmen für die Geheimsitzung. Daladier war zum ersten­mal seit Beginn seiner Ministcrpräsidcntschast im März 1938 in die Minderheit gedrängt worden. Es folgte die Geheim­sitzung der französischen Kammer.

er in den Hafen eingeschleppt werden mußte. Das andere Schiff, dessen Name verschwiegen wird, soll angeblich un­beschädigt sein.

Dublin, 18. Februar.

Das britische Motorschiff „Ladh Eonnanght" (2284 BRT.) stieß in der Irischen See an der Stelle, an der vor einigen Tagen das Motorschiff „Munster" gesunken ist, aus ein „Hin­dernis" und wurde schwer beschädigt. Die „Ladh Eonnanght" sandte TOS.-Rufc aus, konnte aber schließlich mit großer Verspätung Dublin erreichen.

Die Ueberlebenden des in der vergangenen Woche an der englischen Küste gestrandeten belgischen Dampfers „Charles" sind Donnerstagabend in Ostende eingetroffen. Sechs Mann der Besatzung kamen ums Leben. Einer der geretteten Ma­trosen erzählte, daß das Unglück verursacht worden sei durch die geradezu katastrophalen Verhältnisse, die gegenwärtig an der englischen Küste herrschen. Mit Einbruch der Dunkel­heit sei die Schiffahrt völlig unmöglich gewesen, da weder Leuchtfeuer noch Leuchtbojen in Betrieb seien.

* Berlin, 18. Februar

An Bord eines von der deutschen Kriegsmarine aufgebrach­ten Schisses wurde ein an Mr., Mrs. and Miß Blackwell in Leeds adressierter Brief eines Angestellten der englischen Ge­sandtschaft in Peking beschlagnahmt. Der Brief, der am 2. De­zember lS39 geschrieben wurde, enthält außerordentlich be­merkenswerte Ausführungen eines britischen Diplomaten über die wirklichen Hintergründe des Krieges, den England an Deutschland erklärte. Wir entnehme» dem Bries folgende auf­schlußreiche wörtlich übersetzten Stellen:

„Alle Briefe, die ich seit Kriegsbcginn erhielt, haben mich insofern in Erstaunen gesetzt, als sie buchstäblich die Thesen der offiziellen britischen Propaganda wiedergeben. Ich sehe in diesem Kriege vielmehr eine ungeheure Tragödie — im dra­matischen Sinne —, in welcher das deutsche Volk zum Wohlc der ganzen Menschheit geopfert werden muß. Ob ein kleiner unabhängiger Staat, wenn auch unter den fadenscheinigste» Vorwänden angegrissen und aufgeschluckt wird, wie es 1888

Da helfen keine englischen Lügen

weitere flugenzeugonderichle über Sie viehischen MorSe an volksSeukschen in polen

Lodsch, 18. Februar.

Die Londoner „Times" unternimmt den Versuch, das eng­lische Gewissen reinzuwaschen. Sie greift auf die Ermordung von Volksdeutschen im ehemaligen Polen zurück, die sie als „Akt der Polnischen Notwehr" bezeichnet, und dabei erklärt. Deutsche hatten aus die zurückflutenden polnischen Truppen geschossen, woraus eine,Unzahl Teutscher hingerichtet worden sei. Die nachstehende» Berichte einwandfreier Zeugen, die der „Lodschcr Zeitung" aus dem Leserkreis zur Beringung gestellt werden, geben klar zu erkennen, wie es mit diesen neuesten englischen Lügenmanöver bestellt ist.

Der Bauer Friedrich berichtet: Meinen Nachbarn Ludwig Göppert hat man verschleppt, seine Fra» von dem Anwesen verjagt nnd das Haus selbst verbrannt. Ebenso wurde mein Haus angezündet, ich nnd meine zwei Söhne wurden ver­schleppt. Mein Nachbar Göppert wurde in einer Schule bei Kaluszyn zusammen mit »och drei Volksdeutschen kurzer­hand erschossen. Seinen noch nicht 18 Jahre alten Gesellen, der zu Hause geblieben war, hat man mit Steinen erschlagen und die Leiche ins Feuer geworfen.

Joses Drews aus Wladhslawow mußte mit seiner Frau und seinen zwei Kindern flüchten. Im Walde von Koscielec wurde Drews vom polnischen Schulzen aus Wla- dyslawow erkannt und einem polnischen Offizier als Deut­scher angezeigt.- Drews wurde unter schweren Mißhandlun­gen weitergetrieben. Die Fra» und die Kinder hörten noch sein Schreien und schließlich die Schüsse, die Drews töteten. Den Kindern kam vor Schreck das Blut aus Nase und Mund. Frau Drews sollte mit den Kindern ebenfalls er­

schossen werden. Sie kniete nieder und sagte zu dem pol­nischen Ossizier: Schießt uns nieder, aber quält uns nicht.

Reinhold Albert Messal wurde von polnischer Zivilbevöl­kerung dem polnischen Militär übergeben mit der Bemerkung, daß er ein „deutscher Spion" sei. Bald daraus wurde er er­mordet und die Leiche verscharrt. Bei der Ausgrabung der Leiche war der deutsche Feldwebel Muschol anwesend, nach dessen Bericht die Leiche gräßlich zugerichtet, der Bauch aift- geschlitzt, der, Schädel gespalten und die Augen ansgestochcn waren.

In Belchathow wurde die Familie Heppner, nnd zwar das Ehepaar und deren Sohn. in den naheliegenden Wald ge­trieben, wo sie gezwungen wurden, ihr eigenes Grab zu schaufeln. Daraus wurde die dreiköpfige Familie aus grau­same Weise ermordet. Man schnitt ihnen " u und Nasen ab, der Frau schlitzte man noch den V us. Deutsche Polizeiosfiziere gruben ungefähr „ach einer die Leiche»

aus. Edmund Heppner hatte gebrochene Gl die Schläfen waren mit Bajonetten durchstochen.

Bei Theodor Brand in Kurnos fanden polnische Soldaten eine deutsche Bibel. Sie sielen über ihn her, bearbeitete» ihn zunächst mit Bajonettstichen, um den Schwerverletzten dann schließlich 'zu erhängen. Sein Knecht namens Lange wurde ebenso zu Tode gemartert, weil er seinen Herrn verteidigen wollte. Dieser Knecht verstand kein deutsches Wort, nur sein deutscher Name wurde zum Anlaß, daß man auch ihn er­mordete. Im Dorfe Kurnos waren 14 deutsche Bauern zum Tode „verurteilt", die Vollstreckung tonnte aber nicht mryr vollzogen werden, dank dem schnellen Einmarsch der deutsche» Wehrmacht.

Schießerei in Belfast

Amsterdam, 18. Februar.

In Belfast kam es nach einer englischen Zeitungsmcldung z» einer wilden Schießerei als Folge einer Protestkundge­bung gegen die Hinrichtung der beiden irischen Freihcits- lämpfcr. Als eine Klebekolonne Plakate mit der Aufschrift „Märtyrer für Irland" an Zäune und Hauswände anschlug, versuchte die Polizei dagegen einzuschreiten. Im Nu war aber die Polizei von einer größeren Menge umzingelt, die gegenüber den Beamten eine drohende Haltung einnahm. Erst nach Abgabe einiger Schreckschüsse durch die Polizei zerstreute sich die empörte Menge.

Segen die britischen Mörder

Ncwhork, 18. Februar.

Das mit Trauerrand erschienene Hauptorgan der Ameri­kaner irischer Abstammung, „Jrish Echo" schleudert in seinem Leitartikel eine leidenschaftliche Anklage gegen die „britischen Mörder", die für ihr neuestes Verbrechen teuer zu zahlen haben würden.

Sstafrika-Deutsche in seiest eingetroffen

von den Engländern ausgewiesen — Sie werden nach dem Siege zurückkehren

Trieft, 18. Februar.

Mit dem Dampser „Urania" trafen am Freitag 482 in Deutsch-Ostafrika ansässige deutsche Volksgenossen in Trieft ein. Die Engländer hatten sie des Landes verwiesen, nach­dem all- Männer seit Beginn des Krieges in Konzentrations­lagern gesangengchaltc» worden waren. Während der langen Haftzeit der Männer mußten die deutschen Frauen und Kinder die schwersten Strapazen erdulden. , , ^ ^

Am 18 Januar verließ der Transport, bestehend aus 31k Erwachsenen nnd 148 Kindern, Taressalam. um au, dem italienischen Schift in die Heimat zurückzukehren. Bei ihrer Ankunft in Trieft richtete Landesgcuppenleiter Tr. Ehrich an die Ostairika-Dentschei, eine kurze -Ansprache, in der er die harte und schwere Ausbanarbcit dieser Teutschen hervor­hob Viele von ihnen seien, so betonte er, zum zweiten Mate von ihrem Besitzungen vertrieben worden. Biete von ihnen ka­men jetzt zum ersten Mate in das neue Deutschland, das im Kamps um sein Dasein stehe und das auch für in- den Kampf durchiechte, damit sie nach dem „-gleichen Ende des Krieges in ihre überseeische Wahlheimat als freie deuftche Menschen wieder zurückkehren können. Die Auslandsorgan,- sativn bemühe sich mit allen Kräften, den Vertriebenen im Rahmen der deutschen Potksgcmeinschait einen Ausgleich mr ihre erduldeten Leiden und Entbehrungen zu bieten. Man Werde olles tun. um ihnen das schwere Los zu erleichtern. In gläubigem Vertrauen und fester Huverncht grüßten mit einem dreifachen Siegheft die Ostasrika-aeutschen den ,andrer.

Vtit dem inenigcn Hab und Gilt, t-aß Ne von ihren - e sihunaen mitnehmen konnten gingen die Ostairika-uvutickien von Bord. Da sie vielfach nur mit dem NvtigNen beklcidrt waren, wurde in Anbetracht des europäische» Winters noch in besonderer Lüeise für sie gesorgt. Am Freitagabend ver­sammelten sich die Ostairita-Teutscheii uut den Miststiet-ern der deutschen Kolonie Trief» in einem der größten Tale der

Stadt zu einer Kundgebung, in der die enge Bevbundenhoit der Kvlonialdentschen, der Ausländsdeutschen und auch der Seeleute der in Trieft liegenden Schiffe ihren Ausdruck fand. Die Weiterfahrt der Qstafrika-Doutschen ins Reich wird am Souutag erfolgen.

Vor wekrmachtsberichl

Berlin, 18. Februar.

Das LKW. gibt bclannt: In Fvrbach stieß eine eigene Sicherung mit einem stärkeren feindlichen Spähtrupp zu^ sammen. Dabei verlor der Gegner mehrere Gefangene. Grenz- übcrwachnngssliige der Luftwaffe blieben ohne Berührung mit dem Feind.

über dem Nkein ...

Berti», 18. Februar.

In Paris wird am Freitag, wie der Londoner Rundfunk meidet, der „dramatisch- Bericht" von französischen Fliegern veröffentlicht, die einen „besonders kühnen" Erkundungsiliig über deutschem Boden ausgeführt haben und die dafür, süni Mann. an der Zahl, mit dem französischen Kricgskrcuz aus­gezeichnet worden sind. Die „besondere Kühnheit" dieser Flie­ger bestand darin, daß sie bis über den Rhein ,ckommen,.dort in deutsches Abwehrfeuer geraten und schließlich mit knapper Not und in 8888 Meter Höhe fliegend in arg zerschossenem Zustande wieder nach Hause gekommen sind, Tcr Londoner Rundfunk sagt yierbci, sie seien bereits am Rhein von einem deutschen Lcheinweri-I entdeckt worden. Daraus seien sie in ein fürchterliches Abwehrfeuer geraten, dem die Flieger nur entgangen seien, indem sie auf >,8NN Meter Höhe stiegen und nur mit knapper Not nach Hause kamen.

kin telegramm SanSkis

A m st e r d a m, 18. Februar.

„Daily Heraid" veröffentlicht in großer Aufmachung ein Telegramm, das Gandhi dem Blatt nach Abbruch seiner Be­sprechungen mit dem britischen Bizckönig für Indien geschickt hat. Die Unterredung mit dem Vizeköiiig habe gezeigt, so stellt Gandhi in seinem Telegramm u. a. scst, daß ein wei­terer Abgrund zwischen der britischen Regierung und den indischen Nationalisten klaffe. Das, was England Indien an­zubieten habe, sei keine wirkliche Freiheit. In Wirklichkeit aber Müsse Indien das festsetzen, was Indien sür sich als er­forderlich erachte und nicht Großbritannien. Großbritannien müsse die sofortige Unabhängigkeit Indiens anerkennen.

Sie pol iifche Eerrororganilation

Kowno, 18. Februar

- Die litauische Tclographenagentnr veröffentlicht eine Er­klärung des Innenministers General Skncas über die Aufdeckung der zn-ei polnischen Geheimorganftatioiien. Er bestätigt, daß die beiden in Wilna anfgedeckten geheimen Organisationen gegen den litauischen Staat gerichtet waren und miteinander Hand in Hand arbeitete,». Ein Teil der Angehörigen dieser Organisation ist verhaftet nnd dem Un­tersuchungsrichter zugeführt worden. Aus dem ausgesiindenen Material geht hervor, daß diese Organisationen ihr Ziel durch Terror und mit Waffengewalt zu erreichen suchten. Bei einzelnen Mitgliedern sind Waffe» gefunden worden. Die Untersuchung ergab schließlich, daß beide Organisationen erst nach dem Zusammenbrach des poinisckzen Staates ausgezogen wurden.

„Seniale Movellschöpfung"

Unverwüstliche Absturzsliigzenge! — King ist begeistert

Die niederschmetternden Mißerfolge bei britisckfen Lusftvaffe bei ihren Angrifssabfichten aus deutsches Küstengebiet haben den Flngzenkvnstruktenren der Insel die keine mehr ist. schlaflose Nachte eingebracht. Diese aufreibende „Tätigkeit" hat, wie gestern der Londoner Rundfunk verkündete, end­lich zu einem Erfolg geführt. Dem englischen König konnte nämlich, als er bei einer Rundfahrt durch Westengland auch eine Nngzengfabrik aussuchte, ein neues Modell vorgeführt werden, das — so betonte der Londoner Rundfunksender aus­drücklich — die hervorragende Eigenschaft besitze, beim Ab­sturz fast unverwüstlich zu sein.

Man sieht also, England weiß das Leben seiner Piloten zu schützen, indem es Flugzeuge konstruieren läßt, deren Spc- ziai tät der absolut -»gefährliche Absturz ist. (I) Tcr König habe sich von der Fähigkeit dieser Apparate, steil aufzu­steigen, eine Geschwindigkeit von 378 Stundenkilometer zu erreichen und in der nächsten Minute wie ein Falke still zu schweben, persönlich überzeugen können. Seiner Majestät wurde allerdings die markanteste Eigenschaft dieses Flng- zeugtyps, nämlich wie ein Stein zur Erde zu stürzen und dabei unftersehrt liegen zu bleiben, nicht demonstriert. Dieses Schauspic! anzusehen, dürfte den Soldaten unserer Flak und den Piloten unserer Luftwaffe vorbehalten bleiben.

Kroßes Gcichäit der Plutolraten. Die englische Regierung iiiliertc den Eisenbahn,» sellilt,astn, auf Kosten der britischen Steuerzahler höhere Jahrcsgcwinne als in Vorkriegszeit zu.

geschah (als wir es mit den Burenrepublikcn taten) oder wie im Jahre 1838 (als es Deutschland mit Polen Machte), das ist in der tausendjährigen Geschichte der Menschheit von geringer Bedeutung. Fest jedoch steht, daß zwei jo dynamische Völker wie England und Deutschland nicht in der gleichen Welt zu­sammenleben können. Die Welt ist nicht groß genug für beide. Einer muß gehen und wir, die wir unsere Stellung erst durch das größte Weltreich gefestigt haben, das die Geschichte kennt, glauben natürlich, daß es nicht an uns ist, zu gehen. Diesen Standpunkt teile ich von Herzen. Ich bin deshalb der Ansicht, daß Deutschland und nicht nur Hitler vernichtet werden muß, so daß es sich niemals wieder erholen kann. Es darf kein Miß­verständnis darüber geben, daß Hitler und Deutschland ein Begriff sind. bei dem die paar deutschen Liberalen, noch dazu meistens Juden, keine Rolle spielen. Der Versuch, zwischen dem Hitlcrismns und dem deutschen Volk eine Unterscheidung zu machen, ist fraglos propagandistisch gut, aber bestimmt grund­sätzlich salsch.

Wenn ich sage, Deutschland müsse zerstört werden, so meine ich damit, es müsse zerstört werden als ein erstrangiger Macht­staat, Es wird bestehen bleiben dem Namen nach, aber nicht länger im paiitisckzen Leben eine Rolle spielen, gerade so wie Spanien. Ich glaube, so wird es auch besser für die Welt sein. Zugegeben, daß der Status guo ungerecht ist, aber er ist besser als ein großer Krieg für jede Generation. Die einzige Frage ist die, ob die Mächte, die für den Status quo sind, auch wirk­lich das Nebcrgewicht haben. Mit den USA. wäre das sicher der Fall, aber wir können nicht auf sie rechnen.

Die gegen den Status quo eingestellten Kräfte sind außer­ordentlich stark, wie ihr wißt, nämlich Deutschland, Rußland, Japan, Italien, Irland, Ungarn, Bulgarien, Indien, Palä­stina. Zwar werden sie sich Wohl nicht alle gegen uns ver­einen, aber es zeigt sich, daß es eine ganze Mciige von Völ­kern gibt, die nicht dem Glauben anhängen, eine von Bri­tannien beherrschte Welt sei die beste aller möglichen Wclt- ordiiimgen.

Der einzige ernsthafte Rivale, der unsere Vorherrschaft in Frage stellt, ist Deutschland, und deshalb muß es zerstört werden. Wir dachten, wir hatten ihm 1814/18 gezeigt, wer der Herr ist, aber es muckt jetzt schon wieder so unbezähmbar auf wie je zuvor. Jetzt sehen wir, daß der Fall sehr viel ernster ist, als wir dachten.

Die Frage der Moral hat damit gar nichts zu tun, denn alle Nationen sind gleichmäßig moralisch oder unmoralisch oder vielmehr amoralisch. Aber da unsere in der Vergangenheit be­gangenen Missetaten uns in die glückliche Lage versetzt haben, daß wir zur Zeit anscheinend moralisch handeln können, soll­ten wir diese unsere Gelegenheit benutzen, um die moralische Ordnung der Welt zu fördern.

Der Wille zur Macht ist eine komische Sache. Ihr materiel­ler Hintergrund — wenn er auch oft substanztcll sein muß (wie unser höherer Lebensstandard und Komfort), steht in kei­nem Verhältnis zu den Mühen und Opfern, die erforderlich sind, um die Macht zu behaupten. Aber wegen des eigenarti­gen Vergnüge,is, das die Macht gibt,, wird sie teuer erkauft und bis zum äußersten verteidigt. Vergleiche den politischen Status eines Inders und eines Engländers und die größere oder geringere Befriedigung, die dieser Status verleiht. Für diesen unbestimmten und unfaßbaren Besitz sind Menschen willens, zu Millionen zu sterben, um ihn zu gewinnen, oder, wenn sie ihn gewonnen haben, zu verteidigen. Das ist eine tragische, aber nur ,n wahre Tatsache. Warum hat Deutsch­land nicht das leiden wollen, was nach Versailles war, warum wollte England nicht das unbedeutende klein- Eiland bleiben!-! Wer weiß es!"

*

Der Inhalt dieses ungeheuerlichen eindeutigen Briefes überrascht uns an sich nicht,enthält er dochEedänkengänqe Willensäußerungen und Forderungen, die wir bereits aus zahlreichen amtlichen Erklärungen britischer Deut­schenhasser kennen. Was dem Produkt des englischen Briefschreibers dennoch eine ganz besondere Bedeu­tung gibt, ist die Tatsache, daß die Zeilen des Diplo­maten keineswegs für die Öffentlichkeit bestimmt waren, also ohne Rücksicht auf etwaige Nebenwirkungen niedergeschrieben wurden und deshalb in ihrer Präg­nanz und Durchsichtigkeit einen erheblichen dokumen­tarischen Wert besitzen. Nicht irgendein Privatmann hat hier zur Feder gegriffen, nicht eine persönliche, willkür­lich gefärbte Angelegenheit steht zur Debatte, sondern wir haben ein typisch britisches Zeugnis der Mentalität und Zielsetzung der Hintermänner Lhamberlains vor können an Hand dieses Briefes einen tiefen Blick m die sogenannte Moral des verführten und ver- hetzten englischen V o l k e s tun! Diejenigen Deutschen aber, die bisher vielleicht noch der Ansicht waren, es sei ein Unterschied zwischen den maßlos gehässigen Publi­kationen der Londoner Regierung und der Meinung des Durchschnlttsengländers zu machen, sind nun endgül­tig von einem solchen Irrtum befreit. Jedem Deut- schen steht es jetzt in letzter Klarheit vor Augen, wel­ches Schicksal ihm und dem Reich gegenüber seinen Lauf nehmen würde, wenn die britischen Plutokralen in die Lage kamen, ihren Vernichtuiigswillen durchzuführen. Tag England sein Kriegsziel unter keinen Um­stand e.n erreichen wird, dafür bürgt der wuchtige Ein­satz des heroischen großdeutschen Volkes, das im Kampf UM fein Lebensrecht jedes Opfer bringen wird!

mü.

UllllllllMIlllttllMIilNMIIIIMMttlMIIIMlUIIMIIlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll

Unser ^«sesspLsFSL

Die deutsche Luftwaffe vernichtete in der Nordsee erneut acht schiffe.

über Deutschland vollendeten Ausdruck. "

In Trieft trafen ausgewiesene Ostasrika-Teutsche cir Taladier erlitt in der Kammer eine schwere Schlo In Belfast lam es zu Schießereien.

Im Rahmen der seitlichen Erstausftihruna des dokui tauschen Filmwcrks „F-ldzug in Polen" prach K Eiter Plante.

Maria de Tmeth sprach in einer Kundgebung der N2- DAP., Kreis Bremen.