Ausgabe 
(6.2.1940) Nr. 36
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parteiamtliche Tageszeitung

Pas Pnitsblatt des N-gleieadea vilrzermeillei- dee Zrelen gaaleftadi Sremea

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kmi?1onninasFernsprecher s 1115 Ohernstraße 86. Fernspr. 5 41 21 In Sylr MWenbamm Nr. 2

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkünüungsblatt ües Keichsstattkatters in vlvendurg und Lreme»

Nr. 56/10. Zakrgang

Dienstag, 6. Zebruar 1940

Einzelpreis 15 Npf.

Nordsee vcherrscher" in der Klemme

Dementis" bestätigen deutsche krfolge

Nie Nroßaktioneir gegen öeleiyiige sind den britischen Vertufchungskünstlern arg in die Knochen gefaliren

Amsterdam, 8. Februar.

Die letzten großen Erfolge der deutschen Luftwaffe haben der englischen Lügenzentral« die Sprache verschlagen. Man hat in London geraume Zeit gebraucht, um überhaupt erst Worte zu finden. Was bis jetzt aber anBerichten" vorliegt, ist nur ein hilfloses Gestammel, ein wildes Durcheinander von Dementis und Eingeständnissen.

Zunächst wmiden die konkreten deutschen Angaben einfach I bsstrstten. Inzwischen bequemte Reuter sich immerhin znzu- I geben, daß der 3877 BR 2 .. große DampferKtld-ale" von der ' Mannschaft verlassen worden sei, als deutsche Flugzeuge ihn angriffen und daß 6 Mann der Besatzung beim Angriff ge­tötet wurden, während 15 das Festland erreichten: daß der DampferHarleh" ebenfalls von der Mannschaft ausgegeben worden fei, die ein Fischdampfer in den Hafen schleppte, daß bei dem Angriff aus den Kohlendampf«!:Ueiodale", eine Meile von der Küste entfernt, der Kapitän getötet und zwei Be- ' satzuugsmidgliedcr verwundet worden seien, daß der Fisch- dampferRose os England" fchiver beschädigt wvrden fei. und der 3431 ART. große DampferEorland" noch einen retten­den Hafen.hätte erreichen können.

Der Londoner Rundfunk geht in feinen Eingeständnissen noch etwas weiter und verstrickt sich dabei in seinen eigenen Lügengewebe. Noch am Sonntagmorgen erklärte Radio Lon­don nämlich, es seinur ein kleines norwegisches Schiss" angegriffen worden. Jetzt gibt mannach den bisher vor­liegenden Nachrichten" immerhin zu, daß etwa7" Schiffe angegriffen worden seien, und man nennt auch die einzelnen Dampfer, wobei sich ergibt, daß von dem Norweger, von dem man zuerst phantasierte, jetzt überhaupt keine Rede mehr ist. Radio London gesteht damit ein; die ersteMeldung" war eine glatte Erfindung, Die Reutermoldnng über den DanrpserKildale" wird bestätigt, ohne daß über das Schick­sal dos Schiffes etwas gesagt wird. Aus dem Dainpfpr .Hewdale" meldet Radio London im Gegensatz zu Reuter nicht den Kapitän, sondern den Steuermann als getötet und drei Mann als verletzt. Von derHarleh" wird in thpifch englischer Zurückhaltung nur berichtet:Die gesamte Be­satzung ist in England gelandet."

Aus dem Kauderwelsch und Durcheinander ergeben sich jedenfalls schwere Verlust« der Engländer. Trotzdem hat man immer noch die Stirn, den deutschen Bericht als unwahr zu bezeichnen. Welch kläglicher Versuch, den Erfolg der deutschen Lustwaffe z» vertuschen! Welch Eingeständnis, daß die bri­tischen Lngenmatadore aus Angst vor deutschen Fliegern völlig aus dem Häuschen geraten sind, so daß sie sich zwischen ihren eigenenDementis" nicht mehr zurechtfinden. Hoffent­lich überanstrengen sich die Rechenkünstler nicht bei der weiterenAuswirkung" des Ergebnisses des letzten deutschen Luftangriffes. 'Sie haben ja erst angefangen.

lilrine mach; flusstüchle

EnglischeMoral" in Reinkultur

bv. Kopenhagen, 8. Februar

Der englische Gewerkschastshäuptling Walter Citrine, der sich an der Spitze der englischen Labour-Dclegation für Finn­land gegenwärtig in Kopenhagen aufhält, gab hier Erklärun­gen über Englands Verhältnis zu Rußland ab, die mit ihrer sorgfältigen Unterscheidung zwischen Moral und englischer Politik eine wertvolle Bereicherung für die Beurteilung von Zielen und Methoden Englands darstellen. Er sagte wörtlich:

Moralisch wäre England voll lwrechtigt, die diplomatischen Beziehungen zu Sowjetrnßland abzubrechen, aber es ist eine andere Sache, ob das eine praktische und kluge Politik wäre." Die dänischen Journalisten erwähnen im übrigen, daß die Engländer nicht besonders gesprächig feien. Dies sei nicht ver­wunderlich, wenn man bedenke, daß der englische Marxisten­politiker dauerndHilfe für Finnland geboten hat und gleich­zeitig glaubhaft machen muß, warum sie nicht kommt", wenn er seinerseits gegen Rußland hetzen und gleichzeitig verteidigen

0er westrmachtsberichr

Berlin, K. Februar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gab mit Bezug aus den 4. Februar bekannt: Der Tag verlies ruhig.

wolle, warum England eifrig hinter den Sowjets herlaufe, statt Krieg, gegen sie zu führen.

11m diesem Dilemma zu entgehen, troff Mr. Citrine auch bei dieser Gelegenheit von Phrasen der Bewunderung über den Mut und die Entschlossenheit der sinnischen Bevölkerung. England werde seine Hilfe auf alle Fälle soweit ausführen, wie das für Englandinnerhalb dos Rahmens der Reso­lution" möglich sei. Die Frage, was er unter solcherHilfe" verstehe, beantwortete Citrine jedoch nicht. Als er nach der Haltung der Labonr-Partei gegenüber dem Kriege gefragt

Amsterdam, 8. Februar

Die jüngste» Erfolge der deutschen Seekriegsfiihrung, die Vernichtung von weiteren 14 bewaffneten Handelsdampsern und Vorpostenbooten durch die deutsche Lustwasse und die stolze Bilanz von 11 Tagen mit 14-1 888 BRT. versenkten Schiffsraumes haben in England einen niederschmetternden Eindruck gemacht. Der erste Lügciilord der Admiralität hat ja erst vor wenigen Tage» an die britische Oeffentlichkeit die Zumutung gestellt, an einen englischen Gesamtberlnst von nur 488 888 BRT. in sämtlichen vergangenen siins Kricgsmonaten zu glauben, eine Behauptung, deren groteske Lächerlichkeit durch die deutsche Ersolgszifser besonders unterstrichen wird.

Zu dem Gesamtverlust von 145 088 BRT. in 11 Tagen er­klärt Mister Churchill, 46 880 BRT. neutralen Schiffsraumes seien tatsächlich verlorengeangen. Britische Schiffe werden also. wenn man seinem neuerlichenDementi" Glauben schenken soll, von der deutschen Kriegsmarine und vor allem von den Minen, die vermutlich mit einer besonderen Apparatur zur Unterscheidung der Nationalitäten ausgerüstet find, seltsamer­weise säst völlig verschont. Nur sieben englische Schisse, ver­sichert Mister Churchill mit frommem Angenansschlag, seien

MinensucherSpstmr" gesunken

Flugzeugangrisfe beschädigten das englische Kriegsschiff

Amsterdam, 8. Februar.

Einer Reuter-Meldung aus London zufolge ist dort amtlich bekanntgegeben worden, daß das britische Minensuchboot Sphinx" (871 BRT.), während es i» einen Hasen eingeschleppt wurde, sank. 54 Besatzungsinitglicdcr wurden nach den bis­herigen Angaben getötet oder sind ertrunken. Das Schiff hakte eine Fricdensbesatzung von 88 Mann. Es war erst im Jahre 1838 von, Stapel gelaufen und mit zivei 18,2-Zenti- meter-Flakgeschiitzen sowie zwei Maschinengewehren bewaffnet.

Wie Reuter zusätzlich mitteilt, war das britische Kriegs­schiff bei den deutschen Flugzeugangrisfen am Sonnabend be­schädigt worden. Bei schwerem Wetter habe man jetzt versucht, dieSphinx" einzuschleppen. Beim Haseneingang aber sei das Schlepptau gerissen und das Schiff selbst umgeschlagen. Unter den Getöteten befindet sich auch der Kapitän des Schisses.

Zwei neutrale Vampfer verschollen

Oslo, 8. Februar

Die letzten Erfolge der deutschen Lustwasse an der englischen Küste und die große Zahl der durch die deutschen Maschinen versenkten bzw. stark beschädigten bewaffneten englischen

wurde, geriet er nochmals in einige Verlegenheit. Er ver­sicherte, an sich seien die Arbeiter in England natürlich gegen den Krieg. Die Labonr-Partei wolle Europas Probleme, darunter auch die Verteilung der Rohstoffe durch friedliche Verhandlungen regeln. Aber Citrine sagte nichts darüber, wa­rum dann die englischen Arbeiter von ihren marxistischen Politikern weiter in den Krieg getrieben werden.

Citrine nahm eingehend an den Beratungen des sogenann­tenNordischen Arbeiterkomitees" teil. Die Verhandlungen der Konferenz mit der englischen Delegation, die den Neu­tralitätswillen der nordischen Regierungsparteien in einem zweideutigen Licht erscheinen lassen, mn so mehr, als eine große Zahl aktiver Minister an der Konferenz teilnahmen, war auf keinen Fall frei von Bedenklichkeiten. Die Konferenz begnügte sich mit einer offiziellen Auslassung, wonach die Arbeiterbewegungen in den nordischen Ländern die Hilfs­aktion für Finnland mit aller Kraft stützen und fördern wollten.

verlorengegangen, und ihre Gesamttonnage mache wenig mehr als 18 888 BRT. aus.

Sieben Schiffe? Meint Mister Churchill vielleicht diePro- thesilans" (8117 BRT.) und dieFerrhkill" (1888 BRT.), die geheimniSvoll gestrandeteKirlpool" (4842 BRT.) oder die Bancrest" (4418 BRT.), deren SOS-Riis« sogar vom Reuter- büro gemeldet wurden, die TankdampscrCaroni Nivcr" (7887 BRT.) undBritish Triumph" (8188 BRT.) oder dieBalt- anglia" (1123 BRT.)? Sollte Mister Churchill tatsächlich diese sieben englischen Schiffe, deren Verlust in der genannten Zeit von seiner eigenen Admiralität oder von neutraler Seite ge­meldet wurde, im Auge haben, dann hat er sich allerdings leicht verrechnet; denn ihre Gesamttonnage beträgt rund 38 888 BRT., also allein mehr als das Doppelte der von ihm zuge­gebenen Gesamt,Ziffer. Wir find aber durchaus in der Lage, die gleiche Rechnung Herr» Churchill noch mit anderen Namen auszumachen. Ein allzu großes Talent im Lügen hat Mister Churchill also dieses Mal wirklich nicht entwickelt.

Aber mag man in London noch so dreist leugnen: man kann Wohl mit Lügen die deutschen Erfolge der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe zu vertuschen' versuchen, man kann aber nicht mit Lügen Schiffe wieder von, Meeresgrund heraufholen, lind das dürste Wohl das Entscheidende sein!

Schiffe hat in Norwegen große Beachtung gefunden. Zwar beklagt die norwegische Oeffcntlichkcit den Verlust des DampfersTempo", doch wird in den Zeitungen verschwie­gen, daß auch dieses Oslo-Schiff sich in einem englischen Ge- leitzug befand und aus diesem Grunde von den deutschen Streitkriisten als feindliches Schiff betrachtet werden mutzte. Der schwedische DampferAndalusia" (1388 BRT.), der am 17. Januar Bordeaux mit dem Ziel Göteborg verließ, ist seit­dem verschollen. Das Schiss gilt als verloren. Es hatte' eine Besatzung von 2l Mann. Das gleiche gilt von dem norwegi­schen MotorschiffSegovia" (2188 BRT.),

Modernster belgischer kiistendampfer ...

Brüssel, 6. Februar.

Wie in Ostende bekannt wird, ist der 788 BRT. große belgische KiistendampserEminent" an der englischen Küste gesunken. Die elsköpfige Besatzung konnte gerettet werden. Das Schiss gehörte einer Antwerpener Reederei Wie es heißt, soll das Schiss aus ein Riff gelansen fein. Bei der Eminent" handelt es sich um den modernsten belgischen Kiistcndampier.

stcht überlebende Norweger geborgen

Amsterdam, 6. Februar

Wie aus London gemeldet wird, sind acht Uckberlsbend« dos gesunkenem norwegischen DampfersTempo-QAo" an Land gebracht wvrden, darunter auch der Kapitän.

Der AeAe «it 4 ier

Völkermordim I^smsn Lottes"

8.1AÜ. Kein Volk der Weltgeschichte hat sich außer den Juden das Selbstzeugnis restloser Eottgefälligkeit mit einem derart dünkelhaften Anspruch auf Unfehl­barkeit ausgestellt, wie es die Briten mit der schein­heiligen Geste angeblich christlicher Haltung seit Jahr­hunderten tun. Wenn derOberpriester des englischen Reiches", der Erzbischof von Lanterbury, entgegen je­dem wirklich sittlichen Empfinden es nicht für geschmacklos hält, so oft wie nur irgend möglich mit frommem Augenausschlag von einer Wesensgleichheit zwi­schen englischem Imperialismus und christlicher Kultur zu sprechen, so liefert die mit dem britischen Königstum alliierte englische Hochkirche in Erfüllung ihrer getarn­ten politischen Mission geradezu ein Musterbei­spiel abstoßender Ueber- heblichkeit, widerlicher Selbstbeweihräucherung undgeistig-seelischerVer- irrung.Alles Englische entspricht dem göttlichen Willen, alles Nichteng- lische dagegen ist nicht gottgewollt" auf diese knappe Formel läßt sich das sogenannte christ­liche Denken des engli­schenWeltmannes" bringen. Die anmaßende univer­salistische Tendenz desSriiisü is best," hat die herr­schende Oberschicht des Jnselvolkes zweifellos von der römischen Kirche übernommen, deren Politik wiederum auf der Behandlung aller Andersgläubigen alsBar­baren" beruht.

Schon das englische christliche Königstum des Mit­telalters schmiedete seine Weltherrschaftspläne unter dem alttestamentarischbegründeten" Vorwand, die Un­terwerfung fremder Völker unter die britische Herr­schaft sei ein Gott wohlgefälliges Werk. Die edlen Triebkräfte dieser intensiven Missionstätigkeit und die christliche Methode" der britischen Welteroberer hat der 2re Bernard Shaw einmal mit folgenden treffen­den Worten ins rechte Licht gerückt:Wenn der Eng­länder einen neuen Markt braucht, so schickt er einen Missionar aus, der den Eingeborenen das Evangelium predigt) die Wilden töten den Missionar) der Englän­der greift zu den Waffen, zum Kamps für das Christen­tum; er kämpft und erobert in seinem Namen und nimmt den Markt als Lohn des Himmels!" Hierzu ein kleines, aber aufschlußreiches Beispiel aus der Geschichte Albions: Eines der allererstenKriegsschiffe" Englands wurde (im 16. Jahrhundert) auf den NamenJesu"

getauft; Verwendung fand es später ohne Na­menswechsel (!) als Trans­portschiff im Sklaven­handel. Kommentar über­flüssig!

Natürlich hat es John Bull nicht versäumt, das perfide und provozierende Unternehmen, ,tm Namen Jehovas' andere Völker in das britische Joch zu zwin­gen, auf eine .bewährte Tradition' zurückzufüh­ren. Wo es an wirklich

sittlichen Impulsen fehlt,

da stellt zur rechten Zeit sich eine Offenbarung ein: den Briten hat es die Lheopspyramide angetan, in­dem sie ihnen die erhebende Kunde übermittelte, daß ihre Vorfahren welch Geschenk des Himmels!

als die unmittelbaren Nachkommen des ver­lorenen zehnten Stammes Israel zu gel­ten haben. In ihrem projüdischen Fanatismus haben sich englischeSprachwissenschaftler" sogar zu dem

Nachweis" verstiegen, daß der Name der Angelsachsen aus den des Erzvaters Jsaack zurückzuführen sei. Nach

enttäuschte Kriegsbrandstifter am Pranger

Moskauer Mall über die Ziele der waknwihigen britischen Kriegspolilik

cburchills neueste Milchmädchenrechnung

öroßes ralent stak knglands tiigenlord wiederum nicht entwickelt

....und

bringt-allen

Völkern

gielilgmö christliche^ Äulvsc *eit^

Moskau. 8. Februar.

Die Moskauer GebietszeitungMoskowski Bolschewik" gibt in einem ausschlußreichcn Artikel ihren Lesern einen Ueber- blick über die Grundlagen und Ziele der britischen Kricgs- Pvliti«. Lange Zeit hindurch, so schreibt das Blatt, hat Eng­land gehofft, Deutschland und die Sowjetunion als die hauptgcgncr seiner Welthcrrschastspläne gegeneinander auf­hetzen und zum Kriege treiben zu können. Je fühlbarer das Gewicht der Sowjetunion in der internationalen Politik wurde und je mehr Deutschlands wirtschaftliche und mili­tärische Kräfte wuchsen, desto größere Hoffnungen setzte England a»i einen Krieg zwischen Tcutichland und der Sowjetunion. Treu ihren alten Traditionen sah sich die britische Diplomatie einerlohnenden Ausgabe" gegenüber: die stärksten Mächte des Kontinents sollten in einen Krieg gestürzt werden, um so den britischen Imperialismus ge­winnen zu lassen.

Stalin hatte jedoch schon im März v. I. diese Absichten Englands durchschaut. Deutschland hat ebenso die britischen Kriegöprovvkateure enttäuscht, indem es sich nach der "Mün­chener Konferenz nicht gegen die Sowjetunion ausätzen ließ. Daran! hat die englische Politik das Steuer hernmgeworien und versucht, nunmehr die Sowjetunion in ihre Einkreifnngs- iront gegen Deutschland einznbeziehen. Jedoch ist es -tatins Weitblick im Lause der Verhandlungen nicht verborgen ge­blieben daß England und Frankreich auch weiterhin in erster Linie den Konflikt zwisck>en Dentichtand und der Sowjetunion wollten. ... . ....

So wurden mit dem Abschluß des deutsch-sowsetiichen Nicht­angriffspaktes die Pläne der «ricgstreiber bann endgültig vereitelt und aus dem Fcldzugc Deutschlands gegen Polen

entwickelte sich nicht ein Zusammenstoß, sonder» ein Freund- ichastSvertrag zwischen Deutschland und der Sowjetunion. Die Berechnungen der britischen Kriegspolitilcr sind also aus Sand gebaut gewesen.

England, das von jeher alle seine Kriege von langer Hand und mit der gleichen Sachlichkeit wie ein beliebiges ein­trägliches Geschält vorbereitet, hat sich grundsätzlich ver­rechnet. Die französische Armee sitzt jetzt untätig hinter der Maginot-Linie, während der Seekrieg sür die Westmächte täglich neue Verluste bringt. Englands Versorgung an Nah­rungsmitteln und Rohstoffen hat sich bedeutend verschlech­tert und die Blockade gegen Deutschland kann als gescheitert bezeichnet werden, denn Deutschland wird durch sie weder in der Ostsee noch auf dem Balkan noch in Zentral- und in Süostenrvpa in seinem Handel beschränkt. Es ist klar. daß diewildgewordenen britischen Kriegsb.randstister" im gegen­wärtigen Moment sich nicht die geringsten Hoffnungen machen können. Deshalb gehen jetzt ihre Bestrebungen aus Erweite­rung des Kriegsschauplatzes und aus den Fang neuer

Bundesgenossen aus. um so Deutschland trotz alledem zu einem neuen Frontcnkamps zu zwingen. Die gegenwärtigen Ziele der britischen Krieg-politik umschreibt das Blatt ab­schließend folgendermaßen:England will jetzt den Krieg an der Maginot-Linie einsricren' lassen und mit seiner Kriegs­marine und mit Hilje der Handelsflotten eines neutralen Staatenblockcs Deutschland mit der dürren Hand pes Hun­gers an der Kehle packen. Schweden, Rumänen. Belgie.r, Griechen und Türken sollen Kanvneninttcr lieiern und Deutschland in die Flanke lallen. Es unterliegt keinem Zweisol, daß England dabei »sbsr «es den PatriotitmoeS

seiner eigenen Bevölkerung, noch auf die Kräfte seines Kolo­nialreiches zahlen kann. Indien, Australien, die Südafri­kanische Union, Aegypten usw. zeigen keine besondere Lust, sich am Kriege zu beteiligen. Die herrschenden Kreise Eng­lands, die der Gefahr eines mächtigen Auflodern? des natio­nalen Befreiungskampfes in diesen Ländern gegenüberstehen, können es nicht einmal wagen, auf ihre Kolonien denselben direkten unv nnverhüllten Druck auszuüben, den sich Herr Churchill gegenüber den neutralen Staaten Europas erlaubt. Jedoch die breiten Massen der neutralen Länder begreifen das Wesen der englischen Politik, und mit jedem Tag wächst ihr Widerstand gegen Englands Versuche, sie in den impe­rialistischen Krieg hineinzustoßen.

Schlagworl gesucht

Berlin, 6. Februar.

Daily Sketch", die große englische Bilderzeitnng, setzt Preise für die Erfindung eines Schlagwortes aus, das die Engländer znm Krieg ermutigen soll. Die Franzosen hätten eines, nämlich: ..Sie sollen nicht durch!", womit wohl die Maginottinie gemeint ist. Den Engländern aber fehle so etwas, das aus den Lippen aller sei und alle mitreiße. Da kann man nur sagen mit Goethe:Wenn Jhr's nicht suhlt. Ihr werdet'- nicht erjagen." Das Schlagwort des englischen Krieges hat die englische Plntokratic trotzdem schon längst gesprochen. E- ist das Schiagwort der französischen Ober­schicht vor dergroßen Revolution":Nach uns die Si,li­stn«"

»IIIINI,li»I»»,IN»tt»»U»IIIINI»»»»II»II,I8INMI,»IIIN,UINItt,NIttINII

Unser Vsgesspiegel

(Ois tlsutixs äusAads umksllt sscks Lsitso)

Die britische Regierung ringt sich seltsameEingeständ­nisse" über die neuesten Verluste durch die deutsche Lust­wasse ab.

Ein Packender Erlebnisbericht schildert uns den zweistün­digen Angriff eines deutschen Kampfflugzeuges aus einen Gelcitzug.

In Wien wurden die Verhandlungen über den Phönix- Slanda! wieder aufgenommen.

Die Belgrader Neutralitätserklärung des Balkanbundcs hat in London sichtliche Enttäuschung hervorgerufen.

In Waziristan kam es zu neuen Kämpfen zwischen Eng­ländern und Anhängern des Fakirs von Jpi.

Der Führer sandte dem lOOjährigen Fräulein Marie Ulrichs in Magclsen ein mit einer Ehrengabe verbun­denes persönliches Glückwunschschreiben.

Unser Gauleiter besuchte die Luftwaffe in einem Flieger­horst im Süden unseres GaucS.

In Oldenburg fand eine Tagung der KreiSwirtschafts- bcrater statt.

Partcigcnossc Gcrking. der Betriebsdirektor der Nordwest- dentschcn Kraftwerke, wurde vom Gauleiter mit der Lei- -ung des Ganamles für Technik der NSDAP. im Gau Wcfer-Ems beauftragt.