Ausgabe 
(5.2.1940) Nr. 35
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MIM Nun

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Lreien ffansestadr vremen

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ionniaasFernsprecher 51115- Obernstraße 86. Fernspr. 8 41 21 In Syke Mühlendamm Ikr. 2

der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches VerkünSungsdlatt des Neittisftattiialkers in Videnburg und Lremen

Nr. Z5 / 10. Jahrgang

INontag, 5. Zebruar 1940

Linzelpreis 1S Nps.

valkanblmd für Neutralität und frieden

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Vor Abschluß der velgrader Konferenz

öemeinsame Vekrüstigung des Friedenswillens / Paktverlängerung für 7 Zatire / fluch die lürkei bleibt neutral

koe. Belgrad, 5. Februar

Die Belgrader Konferenz fand am Sonntagabend mit der Verlesung des Schluß- kommuniques ihren Abschluß. Die Verlautbarung stellt eine erneute Bekräftigung des Neutralitätswillens der Balkanbundstaaten dar.

Auch die Türken haben sich unter dem Druck der Tat­sachen zu dieser Neutralitätspolitik bekannt, was ins­besondere auf die Argumente des südslawischen Außen- ministers Cincar - Markowitsch zurückzuführen ist, der während der Ratssitzung immer wieder auf die Not­wendigkeit dieser Haltung hinwies. In politischen Krei­sen wird dies als ein großer Erfolg der südslawischen Außenpolitik geniertet und dabei auf die Erklärung hin­gewiesen, die der türkische Außenminister Saracoglu zu Beginn der Konferenz abgegeben hat, wonach die Tür­kei in diesem Kriege nicht neutral sei, sondern nur außerhalb des Konfliktes stehe.

Her ler» des Kommuniques

Der Ständige Rat der Valkanentente ist in Belgrad oom 2. bis 4. Februar zu einer Tagung zusammen­getreten, wobei Griechenland durch Ministerpräsident und Außenminister Metaxas, Rumänien durch Außen­minister Gafencu, die Türkei durch Außenminister Sa­racoglu und Südslawien durch Außenminister Cincar- Markowitsch vertreten wurden. Die Beratungen der Ratsmitglieder, die sich in einer freundschaftlichen und vertrauensvolle Atmosphäre vollzogen, führten zu fol­genden einmütig angenommenen Entschließungen:

1. Die vier Staaten haben ein gemeinsames Interesse an der Erhaltung des Friedens, der Ordnung und Sicherheit in Südosteuropa.

2. Sie sind fest entschlossen, ihre absolut friedliche Politik weiter zu betreiben, indem sie ihre Haltung im gegenwärtigen Konflikt streng aufrechterhalten, um die­sen Teil Europas vor den Schrecken des Krieges zu bewahren.

3. bekunden sie ihren Willen, im Rahmen einer Entente vereinigt zu bleiben, die nur ihre eigenen Ziele verfolgt und gegen niemanden gerichtet ist und gemein­sam über die Erhaltung des Rechtes jedes einzelnen von ihnen, seine Unabhängigkeit und sein nationales Territorium zu wachen.

4. geben sie ihrem aufrichtigen Wunsch Ausdruck, freundschaftliche Beziehungen mit ihren Nachbarstaaten zu unterhalten im Geiste der gegenseitigen Verständi­gung und friedlichen Zusammenarbeit.

8. erkennen sie die Notwendigkeit, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Valkanstaaten enger zu ge­stalten und auszubauen, insbesondere durch Organisie­rung des Warenaustausches innerhalb der Balkan­paktländer.

6. Der Vertrag wird für eine neue Periode von sieben Jahren, die ab 9. Februar 1941, beginnt, verlängert.

7. Die vier Außenminister haben beschlossen, im en­gen Einvernehmen zu bleiben bis zur nächsten ordent­lichen Sitzung des Ständigen Rates, die in Athen im April 1940 stattfinden wird.

Aus der Verlautbarung geht deutlich hervor, daß fast alle Fragen der südosteuropäischen Länder zur Er­örterung standen, vor allem im Hinblick auf di« durch

den Krieg entstandene Lage. Wenn auch, wie voraus­zusehen war, konkrete Beschlüsse zur sofortigen Lösung der schwebenden Fragen nicht gefaßt wurden, so stellt die Aussprache der vier Staatsmänner doch einen Bei­trag zur Erhaltung des Friedens im Balkanraum dar. Die Konferenz hat damit den erwarteten Verlauf ge­nommen. Trotz der Bemühungen, die Konsolidierung der südosteuropäischen Verhältnisse zu beschleunigen, sind natürlich in der Praxis die Schwierigkeiten, die sich einer Bereinigung der noch offenstehenden Fragen ent­gegenstellen, nicht zu unterschätzen. Das bedeutet in erster Linie Verhinderung der Ausbreitung des Krie­ges auf den Balkan und Verstärkung aller Bemühun­gen zur Vertiefung der Zusammenarbeit, insbesondere aus wirtschaftlichem Gebiet.

Sie beiden velqrader Tischreden

Aus dem Gala-Diber des Balkanvundes betonte der jugoslawische Außenminister Eine« r-M arkon> itsch in seiner Tischrede, daß die Staaten der Valkanentente diesem wertvollen Instrument des Friedens und der Zusammenarbeit auf dem Balkan treu bleiben wolle».

Er bedauerte die Auseinandersetzungen in Europa und solgerte daraus, daß die Valkanstaaten die Pslicht hätten, doppelt vorsichtig zu sein, nm den Balkan vor den Kriegswirren zu bewahren.

Schon vor Ausbruch des Konfliktes hätten die Staaten des Balkanbundes den Wunsch ausgedrückt, unter der einzigen Bedingung neutral bleiben zu wollen, daß ihre Integrität und Unabhängigkeit nicht in Frage gestellt werde. Mit Freuden könnten sie heute feststellen, daß diese friedliebenden Anstrengungen bisher gute Ergeb­nisse gezeitigt hätten. Mit demselben Optimismus könnten sie in die Zukunft blicken. Mit besonderer Be­friedigung könne man auch die Uebereinstimmung Bul­gariens und Ungarns mit der Friedenspolitik des Bal­kanbundes feststellen.

Anerkennung verdiene der wertvoll« Beitrag Italiens znr Erhaltung des Friedens in Südosteuropa.

Die diesmalige Ratstagung habe die Aufgabe, die bisherige Politik des Friedens und der Beruhigung fortzusetzen. In Verbindung damit wäre es wünschens­wert, wenn auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Balkanländern in wirkungsvoller Weise gestaltet würde. Die Politik der Staaten des Balkan- bundes, schloß Cincar-Markowitsch, habe bereits kriti­sche Zeiten im jetzigen Krieg überstanden; nur mit derselben Politik könne auch weiterhin der Krieg vom Balkan ferngehalten werden.

(Fortsetzung auf Seit« 24

Neuer beweis für knglands Kriegsschuld

was eine juSenßörige amerikanische Zeitschrift am S. ftpril ISISprophezeite" ...

Mailand, 8. Februar.

Wo die Drahtzieher des Krieges zu suchen sind. er­hellt aufs neue mit überraschender Deutlichkeit aus einer Notiz, die die judenfreundliche amerikanische Zeit­schriftKen" schon am 8. April 1939, also volle fünf Monate vor Ausbruch des Krieges, veröffentlichte. Das Regime Fascista" zitiert aus dieser Zeitschrift fol­gende Stelle:

In England sind die gut unterrichteten Kreise der Ansicht, daß Frankreich und England vor Ende des Sommers in einen Krieg mit Deutschland verwickelt sein werden. Anthony Eden wird zur Mitarbeit im englischen Kabinett nur aufgefordert werden, wenn es Lhamberlain nach einem zweimaligen Versuch nicht ge­lingen sollte, Mussolini zn einem Abgehen von der Achse Berlin- Rom zu bewegen. Winston Churchill wird nur im Kriegsfall Kabinettsmitglied werden."

Wer vor fünf Monate vor Eintritt eines Ereignisses, so stellt das italienische Blatt fest, die Dinge mit solcher Genauigkeit vorherzusagen in der Lage ist, muß ent­weder geradezu eine übersinnliche Sehergabe besitzen oder aber, was weitaus wahrscheinlicher sein dürfte, über ausgezeichnete Informationen verfügen. Ein neuer über jeden Zweifel erhabener Beitrag zur Klar­stellung der britischen Kriegsvorbereitungen.

Sie wahre Stimmung in Südafrika

Niedergang der Wirtschaft - wachsende flrbeitsiosigkeit knglandfeindliche Symptome

boe. Den Haag, S. Februar

Einen anschaulichen Bericht über die wahre Stim­mung der Bevölkerung in der südafrikanischen Union veröffentlicht das Haager BlattHet Vaderland".

In dem Bericht des Korrespondenten aus Kapstadt schreibt das Blatt u. a., daß die meisten Leute in der Union über den gegenwärtigen Krieg bittere Klage führten. Im Gegensatz zu den verlogenen Behauptungen des englandhörigen Premierministers Smuts schildert der neutrale Beobachter dann. daß die Arbeitslosigkeit stark zugenommen habe. Zahlreiche Unternehmer und Kaufleute hätten ihre Angestellten am Ende des vorigen Jahres entlassen müssen, da der Ueberseehandel stark nachgelassen habe. Die Regierung nenne das Verhalten der Unternehmer zwar skandalös, aber, so fragt der Korrespondent:Könne man verlangen, daß sie ihre Angestellten aus Patriotismus für England behalten?

Wie stark weite Teile der Bevölkerung unter der wirtschaftlichen Not leiden, beweist ein Aufruf des nie­derländischen Konsuls, der an die Mitglieder der hol­ländischen Kolonie die dringende Aufforderung richtete, bedürftige Holländer zu unterstützen. Seit langen wah­ren so betont der Korrespondent, sei ein derartiger Notruf nicht mehr nötig gewesen. In Schiffahrtskrei>en beschwere man sich über die unsinnige Anordnung der Regierung, daß die Leuchttürme nachts ihr Licht laichen müssen, während an der ganzen Küste alle Städte hell beleuchtet seien. .

Die Arbeiterschaft verursache der Regierung groge Sorgen da die Gewerkschaften und insbe,andere d,e Vertreter der Bergarbeiter höhere Löhne forderten. Als eine bemerkenswerte Reaktion bezeichnet der Beobachter den Entschluß der theologischen Hochschule der holländi­schen Kirche in der südafrikanischen Union, dag Kandi­daten in Zukunft keine Prüfungsreden mehr in eng­lischer Sprache halten sollen. Seit dem Jahre 1860 war dies eine Eramensbedingung gewesen.

Entgegen allen verlogenen Reden und Kundgebungen der englandhörigen Sniutsregierung beweisen derartige

Tatsachenberichte, wie die wirkliche Lage in der süd­afrikanischen Union ist, deren Bevölkerung von einigen gelausten Hetzern in Not und Elend getrieben wird, um die Interessen der Londoner Plutokraten zu schützen.

ks brennt in Nordwestindien

Die Engländer brauchen Truppenverstärkungeu Amsterdam, 5. Februar

DieTimes" meldet ». a. aus Delhi, die feindliche Aktivität in Waziristan, von der unlängst gesagt wor­den sei, daß.sie abgenommen habe, sei erneut im Gange. Das ganze System derBefriedung" dieses Gebietes werde jetzt von den Engländern erneutgeprüft". Der Gouverneur der nordwestlichen indischen Grenzprovinz, Sir George Cunnigham, sei in Delhi eingetroffen, um dort Besprechungen mit der Regierung zu führen. Die Behörden hätten bereits beschloßen, in Zukunft schärfer vorzugehen und di« Grenzwachen zu verstärken. Der Brandherd der gegenwärtigen Unruhen dehne sich jetzt im Norden Indiens bis zum Ahmadzi-Bezirk aus.

vritischevefriedung" in Indien

Amsterdam, 5. Februar.

Wie Radio London berichtet, ist Ehandi am Sonn­tag in Neu-Delhi eingetroffen, wo heute Besprechungen mit dem englischen Bizekönig aufgenommen werden sollen.

Bei diesen Besprechungen wird es sich um die ge­samte politische Lage in Indien handeln, deren Ernst neuerdings hekanntlich durch die Tatsache gekennzeichnet wird, daß England gezwungen ist, daß ganze System der sogenanntenBefriedung", insbesondere der nörd­lichen Provinzen, zuüberprüfen". Zu diesem Zweck ist auch der Gouverneur dieser Provinzen ebenfalls in Neu-Delhi eingetioff»».

England fürchtet um die »Yueen Mary"

Newyork, 8. Februar

Der Stolz der englischen Handelsflotte, dieOueen Mary" sowie der französische RiesendampferNor- ma«die" liegen seit nunmehr fünf Monaten untätig in Newyork. Di« beiden Ozeanriesen, die von der Auto­straße am Hudson.weithin sichtbar sind, lassen Tausend« amerikanischer Autofahrer täglich erneut die Frage nach der Berechtigung des englischen Anspruches auf unbeschränkte Seeherrschaft auswerfen. Außerdem liegt bereits seit vielen Wochen dieMauretania" in New­york, wo sie und dieOueen Mary",New Park Times" zufolge, voraussichtlich bis Kriegsende bleiben werden. Die Beanspruchung der Pieranlagm durch die zur Un­tätigkeit verdammten Schiffe zwingt die Cunard-Line jetzt von der Stadt Newyork zwecks Abfertigung klei­nerer Frachter zusätzliche Piers zu pachten.

In I I logen über I4SSSV lonnen versenkt

Berlin, 5. Februar.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Westen keine besonderen Ereignisse.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, hat die deutsche Luftwaffe im Rahmen der Aufklärung über der Nordsee am 3. Februar britische Kriegsfahr­zeuge und bewaffnete oder im Geleit fahrende Handels­dampfer angegriffen und trotz stärkster Flak- und Jagd­abwehr ein Minensuchboot, vier Borpostenboote und neun Handelsdampfer versenkt. Zahlreiche weitere be­waffnete Handelsdampser wurden teilweise erheblich be­schädigt. Sämtliche versenkten Handelsdampfer wurden in britischen Geleitziigen angegriffen: Drei eigene Flugzeuge sind vom Feindflug nicht zurückgekehrt.

Nach zuverlässigen Nachrichten betrugen die in der Zeit vom 21. bis 31. Januar 1940 als Folgen des See­krieges entstandenen Verluste an englischen, französischen und neutralen Handelsschiffen zusammen 148 «03 BRT.

Italien würdigt Deutschlands Erfolge

Dr. v. u. R»m, S. Februar.

Der deutsche Heeresbericht, der die Versenkung von 14 britischen Schiffen durch die deutsche Luftwaffe mel­det, wird in der gesamten italienischen Presse als neuerlicher Beweis für die Wirksamkeit der deutschen Gegenmaßnahmen gegen Englands Blockade verzeichnet.

Wenn London, so schreiben die faschistischen Blätter, heute seine Verluste zugebe und damit die Ueberlegen- heit Deutschlands in der Luft anerkenne, dann wisse man im Ausland, was von den Dementis der letzten Monate zu halten sei. Der Berliner Korrespondent desEiornale d'Jtalia" schreibt:Es spricht auch für die Einsatzbereitschaft der deutschen Flugzeug- und U- Bootbesatzungen, daß Deutschland heute eine vielsagende Zwischenbilanz des Seekrieges veröffentlichen kann, obwohl in den letzten Wochen die widrigen atmosphäri­schen Verhältnisse in der Nordsee allen Kriegshandlun­gen fast unüberwindliche Hindernisse entgegenstellten."

Englondfahrt sodesfokrt

Amsterdam, 5. Februar.

Der holländische DampferLaertes" (8828 BRT.) ist vier Meilen östlich des FeuerichiftesRoyal Sovereign" im Kanal auf eine Mine gelaufen. Das Schiff befand sich Sonntag triih in sinkendem Zustand und war von dem größten Teil der Be'atzung verlassen worden.

Reuter meldet, daß an der Nordostküste Englands der norwegische DampferTempo Oslo" (629 BRT.) gpf»t»k«l M.

Am nachfolgenden schildert ein arabischer Mitarbeiter unseresZcitungsdienstes Gras Neischach", der selbst Araber und Mohammedaner ist, die Einstellung der durch die Engländer und Franzosen unterdrückten ara­bischen Bevölkerung zu diesem Kriege, von dem sich das Arabcrtum mit der Niederlage Englands und Frankreichs seine Befreiung erhofft.

Der Sieg Frankreichs wird der Sieg Syriens sein." In diesen Worten, die der Hohe französische Kommissar für Syrien, Gabriel Puaux, auf seiner kürzlichen Inspektionsreise in Nordsyrien äußert«, ist der Geist der englisch-französischen Propaganda in den arabischen Län­dern völlig enthalten. Die Engländer und Franzosen möchten sich gegenüber der arabischen Welt als Verfech­ter einer gerechten und anständigen Sache aufspielen: der Sache der Freiheit der Völker gegen die angebliche deutsche Unterdrückung. Kein Araber' läßt sich dadurch betrügen. Die Zeit der schönen Worte und der groß­artigen Versprechungen, die im Weltkrieg so stark und mit dem bekannten Erfolg angewandt wurden, ist end­gültig vorbei. '

Die englischen und französischen Soldaten als Verfech­ter der Freiheit der kleinen Nationen? Die Araber lachen darüber und sind zugleich angeekelt. Wieviel Heuchelei ist nicht darunter verborgen. Die Freiheit! Welche Freiheit? Etwa jene auf den Spitzen der Bajonett« französischer Soldaten oder in den Vomben britischer Flieger, die seit zwanzig Jahren arabische Dörfer bombardieren und niedermetzeln, nur um ihr Regiment der Eisenfaust aufrechtzuerhalten über ein Volk so hoher und alter Kultur wie das arabische? Die Araber erinnern sich der ihnen gegenüber im Weltkrieg gemachten schmeichelhaften Phrasen nur zu gut. Nachdem sie soviel Blut im Namen der heiligen Freiheit ihres Vaterlandes vergossen hatten, wurden sie von dem tür­kischen Joch befreit, nur um unter einen noch uner­sättlicheren und grausameren Herren zu kommen.

Einmal sind die Araber in die Falle gegangen. Heute wissen sie Bescheid. Man wird sie nicht wieder be­trügen können.Der Sieg Frankreichs wird der Sieg Syriens sein." Etwa nach dem Beispiel desSieges jenes gequälten, mißhandelten und von seinem Män- datsherrn so unzähligemal verratenen Syriens! Diese Verfechter der Freiheit" verfügen über die Freiheit von Millionen Menschen. Mehr als die Hälfte der Erde gehört ihnen und sie ändern die Grenzen, wenn es ihnen beliebt. Alexandrette verkauften sie den Türken. Palästina an die Juden. Um die Freiheit zu verteidi­gen? Niemals, sondern nur um ihre Reiche, ihre Vor­herrschaft über die Welt zu erhalten!

Nein! Dies ist wahrhaftig nicht ein Krieg zur Ver­teidigung der schwachen Völker,- noch ein Krieg für die Freiheit". Die Freiheit erobert man. Sie ist eine Frage der Stärke, aber kein Geschenk. Und die Araber er­warten ihre Stunde! Gegenwärtig halten sie sich zurück um ihre Kräfte zusammenzuhalten und sie im entschei­denden Augenblick desto besser zur Verteidigung ihrer eigenen Interessen, ihrer eigenen Ideale einsetzen zu können. Sie befürchten auch, daß eine Ausbreitung des Krieges im Mittelmeer Frankreich zwingt, die arabi­schen Gebiete der Türkei zu überlassen, was ein fast töd­licher Schlag für die nationalen Hoffnungen aller arabi­schen Volker darstellen würde. Die Haltung Ita­liens wird dabei in der Zukunft von Bedeutung sein.

Dieser Krieg ist ein imperialistischer Krieg. Denn durch ihn wollen die Engländer und Franzosen nichts, als ihre ewige Vorherrschaft in der Welt im allge­meinen, in den arabischen Ländern aber im besonderen aufrechterhalten. Und die Opfer sind jene arabischen Volker, die wagten, die Waffen zu ergreifen, um endlich ihre Ketten zu sprengen und sich von der Knechtschaft zu befreien.

Für. uns Araber befinden sich zwei Parteien im Kampf, die eine, um ihre Herrschaft über die Welt auf­rechtzuerhalten, die andere, um die Welt zu befreien Die ganzen Sympathien des Arabers aus dem Volke aber gelten den Befreiern! Deutschland hat in den Län­dern des Ostens, unter den Arabern, eine unvergeßliche Erinnerung zurückgelassen. Die kriegerischenTu- genden desDeutschen, seine 'Ritterlichkeit be­gegnen sich mit der Ritterlichkeit der Araber. Der Geist der Selbstverleugnung und des Opfers der hohe, von

Unsvr IssessySsgel

(Die bsutlxs umksllt sscbs Zsitsn)

Das Schlußkommunique der Belgrader Konferenz bestätigt den Friedens- und Neuträlitätswillcn aller beteiligten Staaten.

Die englischen Kriegshetzer Stanley und Eden hielten zum Wochenende die üblichen Brandreden.

Die Ausstände in Nordwestindien nehmen weiteren Umfang an.

Dem Wehrmachtsbericht zufolge wurden von, 21. bis 31. Januar über 143 909 Tonnen versenkt. Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach in Berlin vor den Schulungsmännern der Partei und DAF. Heute beginnt in Wien das gerichtliche Nachspiel zum Phoenix-Skandal.

Das erste Wunschkonzert des Kreises Brcmen-Lesum in Vegesack erbrachte rund RM. 4399.

Der Schlußtag der IV. Internationalen Wintcr- jportwoche erbrachte Siege von Chris« Cranz und Weltmeister Jennewein.

In der Berliner Deutschlandhalle ergab der Auf­takt des neuen Boxjahres für Ko.-Siege.

Die nicdersächsische Fußball-Eauliga trug die bei­de» Freundschaftsspiele VfL. Osnabrück Schinkel und Arminia Hannover 96 aus.