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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien kjansestodr vremen
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_a^ionntaas^1teiniprecher 51115' Ohernstraße 86. Fernspr. 5 41 21 Ln Sykr Mühlendamm 51i. 2
der Nationalsozialisten Bremens
flmNiches Verkünöungsdlatt des Neichsstattiialrers in videnburg und Lremen
Nr. Z1 / 10. Zalirgang
Donnerstag, 1. Lebruar 1940
Linzelpreis 15 Nps.
Ves sülirers klares und starkes kcho
„fllle Hoffnungen der Segner auf eine Zerstörung des Neiches vergebens"
Sie fluslandspresse bat das Wort
Rom:
Die Rede Adolf Hitlers wird von der gesamten italienischen Presse als das Ereignis des Tages in großer Aufmachung auf den Titelseiten in ausführlichen Aus- zügen, zum Teil mit Bildern von der Kundgebung der Berliner Feier der Machtergreifung, wiedergegeben. Die Betonung der unerschütterlichen Siegeszuversicht des nationalsozialistischen Deutschland wird besonders in den Vordergrund gestellt.
Die Presse kennzeichnet die ganze Bedeutung der Rede und die zustimmende Aufnahme durch Überschriften wie: „England und Frankreich werden den Krieg bekommen", „Neue Bekräftigung der Freundschaft mit Italien" und durch die Betonung der Einsatzbereitschaft und des Siegeswillens des deutschen Volkes.
Der Mailänder „Lorriere della Sera" erklärt in seiner Ueberschrift, daß es keine Verständigung geben könne, ohne daß die deutschen Rechte anerkannt und verwirklicht würden. Deutschland werde nicht kapitulieren. Das Reich werde leben und siegen. Der „Popolo d'Jtalia" stellt den Satz des Führers au die Spitze, datz England und Frankreich den Krieg haben würden, den ste gewollt hätten. Die „Stampa" hebt hervor, datz alle Hoffnungen der Gegner aus eine Zerstörung des Reiches vergebens seien, während die „Eazetta del Popolo" die festgefügte Einheit des deutschen Volkes und die militärische Macht des Reiches betont.
Einen besonders günstigen Eindruck haben die Worte des Führers über das freundschaftliche Verhältnis zwischen Deutschland und dem faschistischen Italien gemacht. Mit Genugtuung werden die Worte des Führers unterstrichen, datz die gemeinsame Politik der beiden Staaten keine Aenderung erfahren habe.
In großen Lettern überschreibt „Tevere": „46 Millionen Engländer breiten sich über 40 Millionen Quadratkilometer aus, während 80 Millionen Deutsche aus 600 000 Quadratkilometer zusammengedrängt sind. Das ist das Problem, das gelöst werden mutz." „Lavore Fa- scista" betont in großer Ueberschrift, daß der Führer den Weltmächten den Kampf bis aufs Messer angesagt habe.
Bei der Wiedergabe des ersten Auslandsechos der großen Führerrcde stellen die Korrespondenten der gestrigen römischen Abendblätter die riesige Begeisterung sowie restlose Zustimmung des gesamten deutschen Volkes der großen Verlegenheit und Ratlosigkeit in England und Frankreich gegenüber, wo man erfolglos bemüht
vor Vstkror spricht im Berlin«' 8p»rtpslu»t mim »Kutschen Volk (krssss-Sokkmsvn)
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sei, die beweiskräftigen Argumente des Führers von der „Macht und dem Recht Grotzdeutschlands" zu entkräften und zu verdrehen. ^
Großes Interesse habe in London, wie der dortige Vertreter des „Giornale d'Jtalia" hervorhebt, Hitlers Erklärung über die Gemeinsamkeit der Auffassung und der Interessen zwischen Deutschland und Italien ausgelöst, eine Erklärung, die manche in den vergangenen Wochen von Zeitungen und Zeitschriften geäußerten Hoffnungen und Ansichten zerstöre.
Madrid:
Auch die Madrider Zeitungen stehen ganz im Zeichen der Führerrede, deren markanteste Sätze sie in Schlagzeilen wiedergeben, wie: „Englands Ziele waren, Gold-
minen und Diamantenfelder zu gewinnen und die Menschen mit Opium zu vergiften", „Die englische Admiralität wird bald die Auferstehung der deutschen U-Boote verkünden müssen."
Zum 30. Januar fanden in allen Städten Spaniens, wo Deutsche wohnen, eindrucksvolle Gedenkfeiern statt. Im Mittelpunkt des Tages stand die Führerrede, die die Deutschen in Spanien an den Lautsprechern vereinte. Die Ausführungen Adolf Hitlers, insbesondere die scharfe Kampfansage gegen England und Frankreich, wurden mit lebhafter Begeisterung aufgenommen.
Auch in Lissabon beging die deutsche Kolonie in besonderen Feiern den Jahrestag der Machtergreifung, wobei man im Eemeinschaftsempfang die Führerrede hörte.
Vas stnd deutsche Kostproben für knglan-!
Me wirksamen ffngriffsflüge unserer Luftwaffe gegen die britische statte
Berlin, 1. Februar
In beispiellosem Angriffsschwung vernichtete die deutsche Luftwaffe bei ihren Aufklärungsflllgen bis weit hinauf in den Norden Englands an zwei aufeinanderfolgenden Tagen (2g. und 3». Januar) vierzehn bewaffnete feindliche Handelsschiffe und vier Vorposten- schiffe. Eine Reihe weiterer Schiffe wurde schwer beschädigt. Reuter selbst mutzte zugeben, datz die unter besonders schlechten Wetterverhältnissen durchgeführten Aktionen am 2g. „die kühnste Serie von Angriffen" gewesen seien, die die deutschen Flieger jemals unternommen hätten.
Die kühne Wiederholung des Angriffs am folgenden Tage allerdings hat den Engländern zunächst die Sprache ziemlich, verschlagen. Es fiel ihnen nichts Besseres ein, als ihre alte Lügenmethode wieder einmal anzuwenden und die deutschen Erfolge abzuleugnen. Notgedrungen gaben sie lediglich den Verlust dreier geringer Objekte zu: nämlich des Dampfers „E st o n (1487 BRT.) und zweier Feuerschiffe. Nun, es ist auch diesmal nicht schwer, dem englischen Gedächtnis nachzuhelfen. Wie schon am 28., so kommt auch über die tatsächlichen englischen Verluste am 30. Januar aufschlußreiche Kunde aus holländischen Quellen. Danach befinden sich unter den Opfern allein fünf fette Brocken der englischen Handelsflotte, nämlich: „Ungeni"
(8180 BRT.), „City of Bath" (5078 BRT.). „Eo- ryton (4553 BRT.), „Eiralda" (2178 BRT.) und der große Tanker British Triumph" (8466 BRT.).
London hat sich über eine Teilaktion der Kampfhandlungen vom 30. Januar folgende Lügenmeldung aus- gcdacht: „Wie man erfährt, waren die Explosionen und der Kanonendonner, die man heute abend gegen 17 Uhr in Ereat Parmouth hörte, das Echo eines Kampfes zwischen einem deutschen Bomber und einer bewaffneten britischen Schaluppe auf See. Die Schaluppe schlug schließlich den feindlichen Flieger in die Flucht und kehrte unbeschädigt in den Hafen zurück." Der Amsterdamer „T e l e g r a a f" aber schreibt, daß das Gefecht bei Yarmouth besonders heftig gewesen sei. Deutsche Flugzeuge hätten hier einen britischen Ee- leitzug angegriffen. Ein englisches Schiff sei von Bomben getroffen worden und sofort gesunken. Der gesamte Geleitzug sei auseinandergespritzt und habe das sinkende Schiff und die Schiffbrüchigen gemäß den Anweisungen der Admiralität einfach ihrem Schicksal überlassen. Es wiederholte sich also der gleiche Fall, der erst vor wenigen Tagen bei der Persenkung der französischen Dampfer „To « rn y" und „Alsacie n" durch deutsche
Unterseeboote aus einem Geleitzug heraus zu verzeichnen war! Die Engländer selbst sind es gewesen, die durch die Bewaffnung ihrer Fischdampfer und ihrer gesamten Handelsflotte, durch das System der Eeleitzüge das ganze Meer um Englands Küsten zur Kriegszone gemacht haben, in der sich jedes Schiff der tödlichen Gefahr aussetzt, in Kampfhandlungen verwickelt zu werden. Sie haben den Krieg, den sie wollten. Es sind allerdings nur „Kostproben", die sie bisher empfingen. Aber sie haben gereicht, um die Welt erkennen zu lassen, datz England den wuchtigen deutschen Schlägen gegen seine Küsten nicht wirksam zu begegnen vermag.
Ununterbrochene Schiffsverluste
London, 1. Februar
Der englische Dampfer „Stanburn" (2800 BRT.), der Montag von deutschen Flugzeugen an der englischen Küste angegriffen wurde, kenterte, und nur zwei Mitglieder der Mannschaft, die aus 21 Personen bestand, konnten gerettet werden. Bon dem britischen Dampfer „Vancrest" (4450 BRT.) kamen Mittwoch SOS.-Rufe; der Dampfer befindet sich an der Nordküste Schottlands in Seenot. Ein Schiff begab sich sofort an die Unglücksstelle, um der „Bancrest" Hilfe zu leisten.
Brüssel, 1. Februar
Wie Havas aus London meldet, ist der griechische Dampfer „Adamatios Pithis" (4000 BRT.) an der englischen Westküste „gescheitert". 28 Mitglieder der Besatzung konnten sich an die Küste retten.
Selgischos Fischerboot untergegangen
Brüssel, 1. Februar.
Das belgische Fischerboot „L 24" ist in der Nordsee aus bisher unbekannter Ursache untergegangen Die vier Mann der Besatzung kamen ums Leben.
wieder zwei dänische vampfer ...
Kopenhagen, 1. Februar
Wie die gesamte dänische Presse mitteilt, sind am 30. Januar wieder zwei dänische Schiffe verlorengegangen. Zugleich mit dem Dampfer „England" (2313 BRT.) sei auch der Dampfer „Fredensborg" (2084 BRT.) untergegangen. Die Reederei dieses Schiffes erhielt durch den dänischen Dizekonsul in Kirkwall davon Kenntnis. Anscheinend ist die „Fredensborg" zuerst gesunken. Beide
Dampfer sind zusammen gefahren und wollten nach England.
Norwegischer stumpfer gesunken
Brüssel, 1. Februar.
Der belgische Dampfer „Eminent" traf am Dienstag mit der 11 Mann starken Besatzung des norwegischen Dampfers „Skude" (410 To.) in Brügge ein. Das norwegische Schiff ging in der Nacht zum Montag in der Nähe der englischen Küste zwischen Harwich und Par- mouth unter, da es, wie die belgischen Blätter melden, auf ein Schiffswrack gestoßen ist.
Norwegische Schiffsverluste in einer Woche
Oslo, 1. Februar
Die gesamte norwegische Presse stellt die Tatsache, datz Norwegen in der letzten Woche sechs Schiffe verloren hat, in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. „Asten- posten" schreibt, Norwegen habe in einer Woche mehr Opfer gebracht, als die kriegführenden Parteien an der Westfront. Im übrigen beginne man in Oslo über die vielen Verluste in der englischen Todeszone nachzudenken.
vor Heeresbericht vom Zl. lanuar
Verstärkung der U-Bootsabwehr
Berlin, 1. Februar.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Westen nur geringe Eesechtstätigkeit.
Die Kriegsmarine verstärkte in der letzte» Zeit ihre U-Vootsabwchr in der Deutschen Bucht durch vermehrten Einsatz von U-Jagdstrcitkrästcn und anderen U- Boots-Abwehrmittcln.
Deutsche Fliegervcrbändc wurden auch im Laufe des 30. Januar zur Aufklärung über der Nordsee und der englischen Küste von den Orkneys bis zur Themsemündung eingesetzt. Hierbei wurden — wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben — wiederum sieben bewaffnete Handelsschiffe versenkt, ein weiteres schwer und mehrere andere leicht beschädigt. Außerdem wurden zwei britische Vorpostenboote zum Sinken gebracht. Trotz stärkster Flakabwchr von allen angegriffenen Schiffen und trotz Einsatzes zahlreicher feindlicher Jäger wird nur ein eigenes Flugzeug vermitzt.
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Durchschlagende Wirkung der Sportpalast-Kundgebung
rä. Berlin, 1. Februar.
Die Welt steht im Zeichen der Führerrede. Ueberall, wo deutsche Kolonien fern der Heimat leben, hatten sie sich in den Stunden des historischen 30. Januar um die Lautsprecher versammelt, um Kraft aus der Stimme des Reiches zu schöpfen. Aber nicht nur die Deutschen haben mit Spannung gelauscht, überall, in der freundlichen und feindlichen Welt standen die politischen Kreise wie die Öffentlichkeit im Pann dieser „außenpolitischen Manifestation", wie die Kopenhagen« Zeitung „Politiken" die Führerrede bezeichnete.
Während die erste Reaktion des Auslandes meist nur aus Form und Art der Wiedergabe des Redetextes abzulesen ist, dringen mit dem zeitlichen Abstand dann die Stimmen der politischen Kreise in den Kommentaren durch. Was diese erste Reaktion anbetrifft, so kann man über die Wirkung in der neutralen Welt nur ei» Wort der Kennzeichnung setzen: durch
schlagend !
Der Führer spricht selten. Die Manifestationen des Reiches in dieser Form, diese Kundgabe der politischen Ziele und Beurteilung der Weltlage bleibt deshalb für die Welt immer eine Sensation. Darin zeigt sich der Unterschied zu den Gepflogenheiten der westlichen Demokratien, wo nicht nur ganz allgemein die öffentliche politische Rede zur alltäglichen Erscheinung geworden ist, sondern wo auch das ständige Geplätscher unbedeutender Reden wohl den Kaffeesatz für die Schwätzereien in demokratischen Kaffeehäusern abgibt, aber sonst kaum Anspruch auf weitergehendes Interesse hat — es sei denn, daß sich die Reden durch eine besonders kennzeichnende Eeisteshaltung auszeichnen und charakteristisch für die Hintermänner der regierenden Kreise sind. Welch ein Abgrund klafft zwischen dieser Welt der Schwätzer und den Reden Adolf Hitlers, die Freund und Feind in gleicher Weise an die Lautsprecher bringen und als Marksteine der Weltpolitik den Weg der Geschichte durch die Zeit säumen. Das erklärt die Weltweite des Echos, das erklärt die Tatsache, daß ausländische Rundsunknetze die Rede übernahmen, daß die maßgebenden Nachrichtenagenturen der Welt noch am Abend einen Auszug Herausgaben, das erklärt schließlich auch die Eile, mit der die publizistischen Organe der Westmächte ihre kümmerlichen Versuche einer Gegenwirkung starteten.
Mit einem raschen Blick für das Wesentliche haben zahllose Blätter der Weltpresse in jenem Satz'den Kernpunkt der Rede gesehen, der den Beginn der zweiten Phase des Krieges ankündigte. „England und Frankreich werden den Kampf bekommen", dieses Wort gibt den Einsatz zu den Betrachtungen der Welt, die sich mit den kommenden Ereignissen befassen.
Allgemein kann man die Feststellung treffen: Man hat uns richtig verstanden! Das bestätigt auch das Echo aus dem faschistischen Italien, dessen giolitische Kreise sich eins wissen mit dem deutschen Volke in seinem großen Kampf. Aehnliche Stimmen sind aus Ungarn zu uns gekommen, aus dem Slldosten. Ihrer dem Meere zugewandten Lage gemäß sahen demgegenüber hollän- dische und skandinavische Blätter in dem Herausstellen unseres kolonialen Rechtes ein wichtiges Moment der Rede. Was aus den Schlagzeilen von Newyork bis Tokio, vom Haag bis Sofia, von Lissabon bis Rio spricht, wird von den Stimmen aus dem feindlichen Lager bestätigt, nicht auf die gleiche Weife, sondern in der üblichen Art westlicher Reaktion auf gewaltige Eindrücke.
So ist es geradezu vergnüglich, feststellen zu können, daß das englische Jnformationsministerium die Stellungnahme Londons zu der Rede bereits fast vor dem Beginn der Uebertragung versandfertig hatte, und daß man — wie römische Berichterstatter meldeten — den Korrespondenten der Auslandspresse in London einen Waschzettel in die Hand drückte mit dem Bemerken, das sei die Aufnahme der Rede in England. Richtiger wäre wohl gewesen, zu sagen, fo hätten sich die Kriegstreiber die Aufnahme in England gewünscht.
Was den Inhalt dieser Stellungnahme anbetrifft, so »st er derart läppisch und abgeschmackt, daß man ihn
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Unser IsgSSsmegel
(Ois ksvtigs 4asgsbs umksüt sscbs Ssitsn)
Die Führerrcde wurde in der ganzen Welt als das Bekenntnis unbeugsamen deutschen Siegeswillcns verstanden.
Mit einem Rekordergebnis des 4. Opsersonntags bekundete das ganze deutsche Volk in überwältigender Weise erneut sein Vertrauen zu seiner Staatsführung.
Deutschland verstärkte seine U-Bootabwehr in der Deutschen Bucht.
Die Tonnage der Schiffsvcrluste an der englischen Todesküste wurde durch weitere Dampfcrverscnkun- gen erheblich erhöht.
In Litauen wurde eine deutschfeindliche polnische Terrororganisation aufgedeckt.
Für die Erstlingsbcklcidung ist eine besondere Bc- zugskartc in Vorbereitung.