Ausgabe 
(30.1.1940) Nr. 29
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Nürgermeister» der Freien Hansestadt Vremen

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lmS^onnioo»^?ernkprrKer'5N >5 Obernitraßk 86. Fernspr. 5 41 21 In Syke Mühlendamm Nr. 2

der Nationalsozialisten Vremens

flmkliHes verkündungsblatt des Neichsstaltiialters in Mdendurg und Sreme«

Nr. 2S / 10. Jahrgang

Dienstag, Z0. Januar 1940

kinzelpreis 15 Npf.

Esclanlrsn Lum 30, I«nuar 10^10

flm flnfang stellt unsere Pflicht

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Nehmt dieses einen Tages gewaltigen Schimmer mit in die Zeit, wo immer ihr seid.

Denn hier stand ein Mensch nnd schuf aus Bekenntnis das Reich, Glaube und Sehnsucht wurden zur Gegenwart.

Nehmt dieses einen Tages Glanz in die Zukunft mit, daß ihr wißt, wofür ihr kSmpft nnd darbt und lebt, gebt seines Daseins ewige Wiederkehr in die Fackelt» der Zunge«, wenn sie vom Brandenburger Tor heraufziehen so leuchtenden Blickes, als erglühte das Land von Reichtum und Glück, das aber nennt Wallfahrt. Reinen Glaubens an das Ziel dieser Fahne, die ein Gott im Siege berührte, zu wallen, daß das Gemäuer der Toten davon erbebt.

Nichts soll unbändiger sein, als dieser unendliche Marsch, der mit diesem Tag anhob, das Zepter zu tragen. Dreißigster Zanuar, wie jubelt das Land.

Seht, und die Herzen sind hell und die Fenster erleuchtet, und die Straßen Mhen, und blank ist der Blick.

Führer, wir schreiten zu dir nnd sagen dir Dank. Du erbautest das Mahnmal der ewigen Sehnsucht, schwangst die Glocke des unsterblichen Vaterlandes, daß sie ertönte vom Gesang deines Liedes. Deutschland Großdeutschland.

Da glüht der Kristall, den du aus Schächten unserer Herzen schlugst.

sind mächtiger noch hebst du dich über das Tal der Zerworfenen, daß die Feigen sich von dir drängen nnd die Hadernden vor deiner Größe erschrecken und die Niedrig­keit mit letzter Gier das Gemeine auswirft, dich zutreffen. In Einem traf es dich tausendfach, aber tausendfach heilte der Glaube eines stolzeren Volkes die Wunde an diesen: Tag deines Sieges: Hans Maikowsky.

Wir hören den Namen dessen, der mitmarschierte, da «ns der Jubel des Festes «mklammern wollte.

Sein Tod wurde uns Mahnung.

. Am Anfang steht unsere Pflicht.

So glüht der Kristall unserer Herzen und schmilzt eines zum anderen, und aus Jubel und Schmerzen formt sich die Bruderschaft unseres also geeinteren Volkes.

So schreiten wir durch die mitternächtliche Stunde, als leuchteten die Sterne in uns, und als stünde der Himmel unter unseren Schritten, wenn wir es sage» wenn wir an Hans Maikowsky denken:

Was ist der Tod!

Dies ist gewiß: Der Tag trug unserem Glauben das Zepter zu, wir abe> bewahren die Krone. Anfang ist er im Heere von ewig Millionen Tagen dee deutschen Schicksals in diesem Reiche, und wir geben die Glut seines Willens voi Stunde zu Stunde mit schaffenden Händen, im Flug der Gedanken, im Wettstreit dei Kräfte weiter an Söhne und Enkel. Das ist das Reich. i-

Prüfe sich jeder auf diesem Marsch vor dem Führer, ob er mit Reinheit wahrte, was ihm übergeben, ob er die Krone der inneren Freiheit noch trägt als ein Kämpfer und trotzig Krieg sagt dem, der sie ihm hehlt.

Prüfe ein jeder sich an der Glnt dieses Tages, ob er noch brenne, ob sein Kristall auch noch glüht. Sein ist der Glaube. Lischt er, verlischt auch die Kraft, verlischt auch das Wunder, und der Alltag steht im alltäglichen Licht.

Wir aber wollen das innere Leuchten sehen, freie Bereitschaft wandelt die Knechte zu Herren. Der Lohn läßt nur fronen.

Seht den Sinn dieses Daseins im Dienst an dem Ganzen. Stein sind wir oder Zacke am Kronen- rand, aber die Krone selbst ist des Vaterlandes heilige Freiheil. So sind wir einbezogen in Tagen und Träumen, alle in einem brüderlich dienend vereint.

7 B

I?itr dieSisinar Leitung" gsreiclmet von Lmii Köders

sind der dreißigste Januar wächst wie ein gewaltiges Bauwerk über den Jahren auf, der Dom aller Deutschen schwingt von der Gläubigkeit einer freien Nation.

Dies ist unsere Wallfahrt: neu unsere Treue bekennen.

And die Geschichte schreibt sich mit den Gestalten heldischen Daseins in seilten Opferkranz, und wie eme Fuge zwischen den Gezeiten des Kampfes sieht man den Tod.

Es ist so, als fügte er Stein erst zu Steinen, schüfe also die Höhe vom Fundament aufwärts ru Gott aus der Kraft unseres Opfers. .

Den» daß wir Sehnsucht haben, ist unsere Kraft. Wolken, was sind da schon Wolken, es scheint doch deicht. Herbert Lökme.

kroßer Schlag der

Neun bewuffnete britische Schiffe versenkt krneut Seleitziige erfolgreich angegriffen

Berlin, 3V. Januar

Im Rahmen der Aufklärungsslüge der Luftwaffe in der Nordsee wurden am 29. Januar 1940 feindliche Geleitzüge bewaffneter Handelsdampfer und Vorpostenboote angegriffen- Trotz stärksten feindlichen Abwehrfeuers und trotz Einsatzes von Jagd­verbänden wurden vernichtet: sieben feindliche bewaffnete Handelsschiffe und zwei Vorpostenboote. Ein feindlicher Jäger wurde bei Hartlepool abgeschossen. Sämtliche eigenen eingesetzten Flugzeuge sind wohlbehalten zurückgekehrt.

fln knglands Küste lauert der lad

Amsterdam, 3V. Januar.

Berichten der holländischen Presse zufolge, ist der holländische DampferNora" (299 BRT.) am Montag früh an der Südostküste Englands auf eine Mine ge­laufen. Trotz eines großen Lecks sei es noch gelungen, - das Schiff auf Strand zu setzen. Man nehme an. daß die Besatzung in Sicherheit sei.

Norwegen verlor bisher Z5 Schiffe

Oslo, 30. Januar.

Nach derHandels- und Schiffahrtszeitung" hat Norwegen bis heute 35 Schiffe mit insgesamt 79 289 BRT verloren.

der lvehrmachtobericht vom 2S. lanuor

dub. Berlin. 3». Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kein« besonderen Ereignisse.

kingeständnis der deutschen Seekriegserfolge

Amsterdam, 30. Januar

Nach der Beschlagnahme des ganzen privaten Frachr- schiffraumes und der Uebernahme der Neubautätigkeit ist mit Wirkung oom 1. Februar auch die gesamte Passagierdampferflotte Großbritanniens und seiner Ko­lonien der Admiralität unterstellt worden.

Uns bewegt bei dieser Meldung nur die eine Frage: warum das alles, wenn diedeutsche U-Voot-Gefahr" nach den Versicherungen des Herrn Churchillso gut wie beseitizt" ist und manmit den Minen sehr bald fertig werden" wird?

kngland flicht veraltete türkische Schiffe

Istanbul, 30. Januar , England muß sich ichon sehr anstrengen, um dem be­drohlichen Mangel an Schiffsraum abzulösen. Eng­lische und auch französische Reedereien haben nämlich ^tanbuler Schiffsbesitzern das Angebot gemacht, die aufliegenden alten türkischen,Frachtdampfer. welche demnächst abgewrackt werden sollten, in Dienst zu nehmen. Wie läßt sich dieses Vorgehen vereinbaren mit Churchills starken Worten, daß -er den U-Booten und Minen längst den Garaus gemacht habe?

Vas knde einer Lügenkampagne

Berlin, 30. Januar.

Nachdem sich die in aller Welt ausgestreuten englisch- iranzösischen Behauptungen, wonach sich deutsche Trup­pen in Russisch-Ostgalizicn befänden, durch Feststellungen von amtlicher deutscher Seite als abgefeimte Liigen- manöver erwiesen haben, sucht das bloßgestellte eng­lische Lügenministerium nunmehr nach einer letzten Rück- zugsmöglichkcit nach dieser blamablen Situation. Als letzte Phase dieser Lügcnkampaqne läßt es durch Havas erklären, daß zwar keine regulären deutschen Truppen, wohl aberschwarze Milizen" undTotcnkopfverbände" rn Russisch-Ostgalizicn ständen.

Dazu wird von der zuständigen deutschen Stelle fest­gestellt, daß sich auch keinerlei si-Formationen in den genannten Gebieten jenseits der deutsche» Grenze be­finden. Damit ist dem englischen Lügenministerium auch der letzte Rückzugsweg versperrt. Es steht wieder einmal nackt vor aller Welt am Pranger.

fluch Moskau dementiert

Die westdemolratischcn Lügen über Russisch-Ostgalizien

Moskau, 30. Januar.

Der MoskaNer Sender verbreitet ein Taßdementi zu den Lügeiimeldungcli der französischen Nachrichtenagen­tur Havas, wonach sich in Ostgalizien zur Kontrolle der Eisenbahnen deutsche Truppen besändcn. Auf Anwei­sung der zuständigen Stellen, so heißt es in der Rund­funksendung, dementiert Tatz diese neue Lüge und er­klärt, daß sich kein einziger fremder Soldat oder Offi­zier auf dem Territorium der Westukraiue befunden habe, noch befind«. Die freundschaftlichen Beziehungen

zwischen der Sowjetunion und Deutschland schlössen die Anwesenheit von Truppenteilen des einen Landes aus dem Territorium des anderen Landes von vornherein

aus.

Unser IsgessnßeVvI

(vis dsntigs LusAsbs nintsLr acbt 8sitsn)

Die deutsche Luftwaffe vernichtete gestern 7 bewaff­nete feindliche Handelsschiffe und 2 Vorpostenboote. England ist gezwungen, abwrackrcife Handelsschiffe in der Türkei aufzukaufen.

In Rangoon sind erneut blutige Unruhen ausge- brochen,

Die führende rumänische ZeitungCurcntul" gibt der nationalen Empörung über die frechen briti­schen Einmischungsvcrsuche in Rumäniens Wirt­schaftspolitik Ausdruck.

Auch Moskau weist die britische Behauptung vom angeblichen Aufenthalt deutscher Truppen in der Westukraine zurück.

Die Regierung Kjossciwanosf hat bei den bulgari­sche» Parlamentswahlen eine bedeutende Mehrheit errungen.

Der Führer hat zum 30. Januar zahlreiche Ve. förderungen in der Wehrmacht ausgesprochen.

Seit Einführung des Großen Befähigungsnach­weises haben sich bisher 300 000 Handwerker der Meisterprüfung unterzogen.

Unser >. li.-Verichterstattcr schildert die Herstellung der reizvollen Abzeichen für die kommende Reichs- straßcnsammlung.

Der Gewaltverbrecher Hugo Wage, der bei einem Ausbruchsversuch in Bassum einen Oberwachtmeister und den Hausreiniger niedergeschlagen und lebens, gefährlich verletzt hatte, wurde zum Tode verur­teilt.