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Nr. 22Z / 3. Vierteljahr
Dienstag, 14 . August
Einzelpreis is Npf.
Führer und Volk - eine geschlossene Front!
Rede des Reichöinnenministerö Dr. Frick in der Kölner Messehalle
(Fortsetzung auf Seite 2)
Der Führer in Oberammergau
Begeisterte Ovationen im Vasflonsdorf und auf dem Wege nach München
einer starken und verantwortungsbewußten Führung erfreut. Nicht das Volk selbst kann Entschlüsse fassen, sondern nur Las von ihm berufene Organ, die Regierung. Sie'muß führen und in so wichtigen Fragen wie der gegenwärtigen das Volk um feine Zustimmung befragen. Nur so läßt sich ein großes Staatswesen ohne Gefährdung feines Bestandes durch die Klippen der Tagespolitik vollends hindurchsteuern. Daher zuerst das von der Reichsregiernng rechtsgültig beschlossene Gesetz vom 1, August und dann die Volksabstimmung „Ja" oder „Nein" am 19- August.
Dos Gesetz vom 1. August bedeutet einen weiteren großen
Schritt zur Neichsresorm;
die Einheitlichkeit in der Führung des Reiches ist damit vollkommen. Adolf Hitler bestimmt nunmehr nicht nur wie bisher schon als Reichskanzler die Richtlinien der Politik, sondern er ist zugleich Staatsoberhaupt und Oberster Befehlshaber der Wehrmacht.
Unsere Gegner haben bisher mit Vorliebe von einem angeblichen Gegensatz zwischen Partei und Wehrmacht gefaselt, sie waren um so mehr ent-
Die größte Revolution der Neuzeit
Es wäre unrecht, darüber zu klagen, daß nach dem furchtbaren Zusammenbruch der letzten Jahrzehnte heute noch nicht alles wieder so ist, wie wir es gerne haben möchten. Wir stehen tatsächlich inmitten der größten Revolution der Neuzeit, in einer völligen Abkehr von der liberalistisch individualistischen Ideenwelt der französischen Revolution von 1798. Wenn Sie in diesem großen Rahmen das deutsche Geschehen der letzten anderthalb Jahre betrachten, dann erscheinen Ihnen die Dinge, die Ihnen vielleicht nicht gefallen, so klein, daß es garnicht lohnt, davon weiter Notiz zu nehmen.
Wir dürfen stolz sein, daß die nationalsozialistische Revolution sich durchaus in legalen Formen vollzogen und weniger Blutvergießen erfordert hat als irgendeine Revolution zuvor. Was soll es dann schon bedeuten, wenn eine Handvoll von Verrätern in berechtigter Staatsnotwehr niedergeschlagen werden mußte, wo es galt, durch blitzschnelles Handeln das Leben von Zehntausenden unschuldiger Volksgenossen zu retten? Dann spielt sogar die bedauerliche Tatsache keine entscheidende Rolle, wenn bei einer solchen Aktion hier und da Fehltritte vorgekommen sein sollten. Die große Masse der SA. ist von dem Verrat unberührt geblieben und steht nach wie vor makellos da in ihrem braunen Ehrenkleid.
In einer großen Bewegung wie die nationalsozialistische, die in kurzer Zeit Millionen von Anhängern gewonnen hat, können sich auch einmal
täuscht, als die Wehrmacht unmittelbar nach dem Hinscheiden des Reichspräsidenten freudig und in vorbildlicher Treue und Disziplin den Eid auf die Person des Führers leistete.
Die Einheitlichkeit und starke Führung des Reiches war heute notwendiger als je, soll Deutschland die mannigfachen innen- und außenpolitischen Schwierigkeiten und Gefahren glücklich bestehen.
Wir Deutsche begehen nur zu leicht den Fehler, über verhältnismäßige Kleinigkeiten, die uns aber persönlich stark berühren, den Blick für das große Ganze zu verlieren. Es gibt sicher niemanden unter uns, der nicht das oder jenes an den Dingen in Deutschland auszusetzen hätte, der nicht glaubte, das oder jenes hätte anders oder besser gemacht werden können. Das ist menschlich, denn alles Menschenwerk ist Stückwerk. Aber man soll nie den richtigen Maßstab vergessen, und den haben Sie, wenn Sie das Deutschland vor dem 30. Januar 1933 mit dem heutigen vergleichen. Es ist geradezu ungeheuer, was in dieser kurzen Spanne Zeit von knapp 1!^ Jahren alles geschaffen worden ist.
Konjunkturritter in Führerstellen ein- schleichen. Der Führer hat in seinen 12 Punkten klar ausgesprochen, daß jeder Führer durch Einfachheit, Nüchternheit und eigene vorbildliche Lebensführung die nötige Autorität bei seiner Gefolgschaft erwerben muß. Wer dem entgegen handelt, wird rücksichtslos ausgestoßen werden. Die nationalsozialistische Revolution hat alle Lebensgebiete ergriffen, nicht nur das politische Leben. Die politischen Parteien sind verschwunden. Der Partikularismus der Länder ist erloschen. Die Reichsgewalt ist stärker als jemals in der deutschen Geschichte. Der marxistische Klassenstaatsge- danke ist niedergerungen. An seine Stelle ist der Geist der wahren Volksgemeinschaft getreten.
Wie er in der nationalen Arbeit seinen gesetzlichen Ausdruck findet. Der Neubau des Reiches ist in Angriff genommen und wird planmäßig fortgeführt bis zur Vollendung. Das allein sind politische Erfolge der anderthalbjährigen nationalsozialistischen Regierung von sekularer Bedeutung. Der Nationalsozialismus als Weltanschauung hat aber auch seine Wellen geschlagen auf das kulturelle und das religiös-kirchliche Gebiet. Rasse, Blut und Boden sind für den Nationalsozialismus die Klammern auf jeder geistigen Bewegung. Davon sind auch die Kirchen nicht unberührt geblieben.
Köln, 13. August.
Am Montagabend sah die große Messehalle in Köln-Deutz eine riesige Kundgebung zur Volksabstimmung am kommenden Sonntag, die ihre besondere Bedeutung dadurch erhielt, daß Reichsinnenminister Dr. Frick sprach, der damit im Rheinland den Wahlfeldzng eröffnete.
Schon lange vor Beginn der Kundgebung hatten sich Tausende und aber Tausende in der festlich geschmückten Halle eingefunden, von der Orgelempore grüßte eine großes von Lorbeer umrahmtes Kopfbild unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler in den Saal. Zu beiden Seiten des Führersbildes sah man riesengroße Lettern: „Dein Ja dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler" — „Führer und Volk eine geschlossene Front am 19. August". Unter den Klängen der Kapelle der SS.-Standarte erfolgte der Fahneneinmarsch. Es bot sich ein überwältigendes Bild, als die Fahnenträger mit den Fahnen auf der Empore Aufstellung genommen hatten. Bald darauf traf Reichsinnenminister Dr. Frick, in dessen Begleitung man u. a. Staatssekretär Trauert und den Gauleiter Staatsrat Grohö sah, ein. Stürmischer Jubel wurde dem vertrauten Freunde und Mitarbeiter des Führers, Reichsinnnenminister Dr. Frick, bezeugt, der heute zum erstenmal seit der Machtübernahme wieder in der alten Domstadt war. Aber nicht nur für die den Saal füllende Menge wurde die Kundgebung ein Erlebnis, sondern darüber hinaus für die ganze rheinische Bevölkerung. Durch den Reichssender Köln wurde die Kundgebung übertragen und viele Tausende erlebten in den Wohnungen am Lautsprecher die Kundgebung mit.
Zunächst nahm Gauleiter Erohö das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der er seiner besonderen Freude darüber Ausdruck gab, Reichsinnenminister Dr. Frick in Köln begrüßen zu dürfen. Er betonte in seinen weiteren Ausführungen die große Bedeutung der Volksabstimmung am kommenden Sonntag und hob, zu Reichsminister Dr. Frick gewandt, besonders hervor, daß die Bevölkerung des Rheinlandes und Westfalens am kommenden Sonntag genau so wie in den vergangenen Zeiten beweisen werde, daß sie nicht nur deutsch sei schlechthin, sondern daß sie auch treu und entschlossen zu Adolf Hitler, als den Führer des Volkes und den Retter der Nation stehe. „Wir Nationalsozialisten", so rief Staatsrat Erohs aus, „haben niemals auch nur den leisesten Zweifel gehabt, daß auch die katholische Bevölkerung des Westens genau so wie die protestantische in ihrer Treue zum Reich nicht zu übertreffen sei.
Der Gauleiter erinnerte an die heldenmütige Abwehr der verbrecherischen Separatisten und an das überwältigende Abstimmungsergebnis des 12. November vorigen Jahres und versicherte dem Reichsminister, daß das gleiche Ergebnis der Geschlossenheit und Treue, der Anständigkeit und Ehrlichkeit auch am kommenden Sonntag zutage treten werde. „Wir Deutsche im Westen des Reiches", so rief er aus, „wollen uns als nichts anderes fühlen als die treuen Beschützer nicht nur der Grenze, sondern auch der inneren Einigkeit unserer Nation. Adolf Hitler ist uns allen die Verkörperung des deutschen Wesens, des deutschen Wollens und des deutschen Willen geworden."
Als dann Reichsinnenminister Dr. Frick an das Mikrophon trat, wurde ihm immer wieder stürmischer Jubel zuteil. Mit tiefem Ernst folgten die Zuhörer den Worten des Reichsministers, der immer wieder von begeistertem Beifall unter
brochen wurde. — Gauleiter Erohö richtete zum Schluß der Kundgebung an die Riesenversamm- lung noch einmal einen flammenden Appell, in- ^ dem er nochmals die Bedeutung des 19. August unterstrich.
Die Nede Dr. Tricks
Hindenburg ist tot. Der deutsche Recke, der getreue Ekkehard des deutschen Volkes ist in Walhall eingegangen. Das deutsche Volk aber muß leben und weiterringen um Frieden, Freiheit und Ehre. Die Reichsregierung war sich keinen Augenblick zweifelhaft, daß im Falle des Ablebens des Reichspräsidenten und Eeneralfeld- marschalls es niemanden in Deutschland gebe, der ihn ersetzen könne; denn der Mann, der allein dafür in Frage kommen konnte, der Schöpfer und Führer des neuen Deutschlands, muß auch weiterhin auf dem Posten bleiben, aus den ihn der Verewigte gerufen hatte. So blieb nur die Lösung, die beiden Aemter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der einen starken Hand des Führers zu vereinigen. Das Reichsgesetz vom 1. August 1934 über das Staatsoberhaupt bestimmt daher, daß die bisherigen Befugnisse des Reichspräsidenten auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler übergehen.
Die feindliche Presse des Auslandes und der Emigranten, die schon seit Wochen das Ableben des Reichspräsidenten als Signal für schärfste Auseinandersetzungen um den nächsten angekündigt hatte, war von dieser ebenso natürlichen wie raschen Lösung der Frage wenig entzückt und redete nun von Verfassungsbruch und Staatsstreich. Sie bekundet damit nur ihre Unwissenheit über die verfassungsrechtliche Grundlage des neuen Deutschland. Sonst müßte sie wissen, daß nach dem vom Reichstag einstimmig angenommenen Gesetz, das den Neuaufbau des Reiches vom 39. Januar dieses Jahres die Reichsregierung auch neues Verfassungsrecht setzen kann. Diese Presse redete weiter über Verletzung der Demokratie, weil die Regierung sich scheu«, das Volk selbst entscheiden zu lassen, ohne zu wissen, daß der Führer von vornherein entschlossen war, den Entschluß der Reichsregierung in freier und geheimer Abstimmung durch das Volk sanktionieren zu lassen.
In seinem Erlaß hat der Führer unzweideutig zum Ausdruck gebracht, daß er fest durchdrungen ist von der Ueberzeugung, daß jede Staats- gewaltvomVolkeausgehen und von ihm in freier und geheimer Wahl bestimmt sein müsse. (Lebhafter Beifall.) Das ist echte und wahre Demokratie, die für andere Staate», die ein Gewaltregiment führen und einer Volksabstimmung ängstlich aus dem Weg gehen, ein Muster sein könnte.
Eine Demokratie allerdings, die nicht ausartet in Massenherrschaft und Anarchie, sondern sich
Oberammergau, 13. August.
Der Besuch des Führers un^> Reichskanzlers Adolf Hitler in Oberammergau am Montag gab Veranlassung zu Kundgebungen stürmischer und brausender Begeisterung für Adolf Hitler, wie sie in dieser überwältigenden Art bisher im bayeri
schen Hochland gewiß noch nicht zu verzeichnen waren.
Wenige Minuten vor 8 Uhr morgens betrat der Führer mit seiner Begleitung den von etwa 6000 Besuchern gefüllten Zuschauerraum und schon brauste ihm ein tausendfaches Heil entgegen, bis das Spiel seinen Anfang nahm.
In der Pause richtete Bürgermeister Raimund Lang in bewegten Worten den Dank des Passionsdorfcs an den Führer. Er dankte ihm, daß er gekommen sei, um sich am heiligen Passionsspicl zu erbaue».
Jnzwisrhen hatte sich im Passionsdorse längst die Kunde von der Anwesenheit des Führers verbreitet. Ueberall gingen die Fahnen hoch. In kürzer Zeit bot Oberammergau ein festliches Bild. Bar dem Theater stauten sich die Massen, so daß die Feuerwehr Seile zur Absperrung ziehen mußte. Die Hitler-Jugend und der VDM. marschierten .auf, die Mädel mit Blumen für den Führer in den Händen. Als der Führer nach dem vormittäglichen Teil des Spiels das Theater verließ, kam es zu stürmischen, jubelnden Kundgebungen. Das ganze Dorf inbelte auf, und vor dem Hotel „Wittelsbacher" ertönten nach dem Gesang der nationalen Lieder immer wieder neue Heil- rufe auf den Führer, den die Menge in Sprech- chören zu sehen begehrte.
Als der Führer aus dem Balkon erschien, brandete die Begeisterung der vielen Hunderte nur um so höher empor. Auch als der Führer um 14 Uhr wieder zum Passionstheater fuhr, erneuerten sich aus dem Wege die Kundgebungen.
Nach dem Passionsspiel begab sich der Führer ins Bühnenhaus. Bürgermeister Raimund Lang stellte ihm die Hauptdarsteller einzeln vor und gab dabei das Versprechen ab. Laß Oberammergau das von den Vatern übernommene Gut erhalten und
weiter pflegen werde. Die Oberammergauer versprachen auch, dem Führer zu dienen und damit dem deutschen Vaterlande.
' Der Führer, und Reichskanzler Adolf Hitler dankte in stürzen Worten der Erwiderung Ober- ammergaus und brachte den Passionsdarstellern zum Ausdruck, daß sie ergreifend und wunderschön gespielt hätten. Er betont«, er werde die Passionsspiele auch in Zukunft fördern. Beim Verlassen des Theaters und des Passionsortes wurden dem Führer, dessen Besuch ein ganz besonders denkwürdiges Ereignis des Jubiläumsspieljahres Oberammergau 1934 darstellt, abermals begeistert« Kundgebungen dargebracht.
Auch auf dem ganzen Wege von Oberammergau nach München wiederholten sich die gewaltigen Ovationen, In Murnau, in Wejlheim und in allen anderen Orten, die der Führer berührte, waren Menschen herbeigeströmt. Sie brachten in überwältigender Begeisterung dem Führer von Volk und Nation ihre Liebe zum Ausdruck. So wurde der Oberammergauer Besuch Adolf Hitlers zu einer ganz außergewöhnlichen Kundgebung der Liebe und Treue des bayrischen Oberlandes, wie sie schöner und eindrucksvoller nicht gedacht werden kann.
Deutscher Protest
beim Präger Außenminiftcrium
Prag, 13. August.
Die deutsche Gesandtschaft in Prag hat wegen der neuerlichen Beleidigungen führender deutscher Staatsmänner und feindseligen Ausfälle gegen das Deutsche Reich in der Präger Marxisten- und Emigrantenpresse in einigen Verbalnoten schärfsten Protest beim Präger Anßenministerium eingelegt.
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Ist L. Bremen. 14. August 1934.
Aus der Schulzeit wird sich die alte Generation mit gutem Humor noch daran erinnern können, wie das Leben des jeweiligen „Landesvaters" bis in die ent- legendsten Winkeln „durchgebüffelt" werden mutzte. Wir kannten aus tiefgründigen Vortragen der Lehrer den Herrscher, wie er noch in den Windeln lag, welch' artiger und fleitziger Junge er denn geworden war, wie er sich eine Braut suchte, wie die Hochzeit war, wie er weise und gerecht regierte, wieviel Kinder er hatte und wie sie ebenso klug und artig wie der hohe Herr Vater geworden sind. Unzählige Geschichtchen, die die Leutseligkeit des Landesvaters ins rechte Licht stellen sollten, wurden dem Volke erzählt und wenn er einmal auf Reisen ins eigene Land ging, kannte die Ehrfurcht vor dem Fürsten kein Ende. Wochen vorher wurde der Empfang schon „eingeübt". Wenn aber gar noch der Kaiser kam, dann rückten Kompagnien von Detektiven und Gendarmen an, sperrten ganze Stratzenzüge ab und die Stätte, da er wohnte, war von nun an gelobtes Land, das die Untertanen sich nur von ferne betrachten durften.
Die Zeiten haben sich geändert. Wenn heute der Führer kommt, gibt es keine großen Vorbereitungen mehr. Adolf Hitler als Mann aus dem Volke bewegt sich frei und ungezwungen unter dem Volke. Im offenen Wagen fährt er durch das riesige Spalier der Hunderttausend. Er hat es nicht nötig, sich von Detektiven bewachen zu lassen. Jeder kann ihn sehen und, wenn es sein mutz, auch sprechen. Tausende pilgern, wenn er Erholung in seinem Landhaus auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden sucht, zu ihm und selten geht jemand von dannen, dem er nicht die Hand gedrückt haU Das ist unser Adolf Hitler, unser Führer, der es nicht nötig hat, „leutselig" zu sein, weil ihm die Verbundenheit mit seinem Volke eine Selbstverständlichkeit ist, die nicht erst durch: Zeremonien ihren sichtbaren Ausdruck zu finden braucht.
Es ist deshalb das schönste Erlebnis für einen Deutschen, einmal dem Führer in die Augen geschaut zu haben. Diese Augen sprechen und ein seltsamer Glanz geht von ihnen aus. Jeder, der den Führer gesehen, spürt die Größe seiner Persönlichkeit. Wie verblaßt ihm gegenüber der frühere monarchische Begriff des sogenannten Gottesgnadentums! Heute wissen wir, daß dieses Gottesgnaden- tum den echten tiefen Inhalt durch den Führer erhalten hat: Gottes Gnade schenkte uns diesen genialen Mann!
Aber auch selten ist ein Mensch so verlästert und verkannt worden in seinem Leben wie Adolf Hitler. Die 14 Kampfjahre der Bewegung waren eine ununterbrochene Kette von unglaublichen Haßausbrüchen kleiner Geister, die die kommende Größe Hitlers gefürchtet haben. Denn sie wußten, wenn dieser Mann einmal an das Steuer des Staatsschiffes treten würde, ist auch das Ende der Korruption gekommen; dann werden alle jene Elemente verschwinden, die aus purem Eigennutz Volk und Land ihren eigenen persönlichen Interessen dienstbar machten. Gefürchtet haben diese kleinen Geister Hitler immer, wenn sie ihn auch in der Öffentlichkeit als unbedeutend hinstellten. Gefürchtet wird Hitler heute erst recht im Auslande und von all' denen, die durch ihn ihre Felle wegschwimmen sehen. Ein Blick z. B. m die saarländische Marxisten- und Emigrantenpresse beweist am besten, wie diese Gesellschaft Hitler wie die Pest fürchtet. Da wimmelts nur von Ausdrücken, wie „Blutkanzler", usw. und von Prophezeiungen, daß Hitler-Deutschland am Ende sei. Wenn man auch mit Fäusten in diese schmutzige Verleumdergesellschaft hineinschlagen möchte, so bleibt auf der anderen Seite doch das stolze Gefühl, daß diese Schreiberlinge nur deshalb den Führer begeifern, weil sie weder würdig noch fähig sind, ihm das Wasser zu reichen.
Es wird selten eine führende Persönlichkeit geben, die so tief in der Volksseele lesen kann, wie es beim Führer der Fall ist. Unvergeßlich ist uns eine Rede des Führers, die er im Frühjahr dieses Jahres vor nationalsozialistischen Journalisten in Berlin gehalten — wir haben in unserem gestrigen Leitartikel schon kurz darauf hingewiesen — und in der er dem Sinne nach etwa ausführte: Das deutsche Volk gleiche der Familie, in der der Vater am Tisch mit seinen Kindern sitze. Zehn Mal habe der Vater schon den Kindern gesagt, sie sollten nicht mit Messer und Gabel spielen. Eben habe er dem einen Kind die Gabel aus der Hand genommen, da spiele das andere schon wieder mit dem Messer. Eben habe er ihnen des Langen und Breiten erklärt, daß die Ofenplatte heiß sei und schon hat eines der Kinder den Finger auf der Ofenplatte, um sich zu überzeugen, ob sie auch tatsächlich heiß sei. So sei es auch bei unserem lieben deutschen Volke. Immer und immer muß man ihm die Wahrheit sagen, immer wieder Selbstverständlichkeiten predigen. Nie darf man die Geduld verlieren. Die Liebe muß aus einem unerschöpflichen Quell ständig fließen, denn es
Photo: Heinrich Hossman
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