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Nf. 219 / 3. Vierteljahr
Freitag, io. August
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Arbeitslosigkeit sinkt weiter
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Berlin, g. August.
Am 31. Juli 1931 wurden nach dem Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung bei den Arbeitsämtern im Reich 2126 900 Arbeitslose gezählt, und zwar 1 993 009 Männer und 133 000 Frauen. Damit ist die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um rund 31000 zurückgegangen.
Da fast 70 000 Notstandsarbeiter zur Entlassung gekommen sind, weil ein« weitere Einschränkung oder vorübergehende Einstellung der Notstandsarbeiten zur Sicherung des Kräftebedarfs für die Ernteeinbringung geboten erschien, ist die Abnahme in dieser Zeit besonders bedeutsam. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Großstädten und Jndustrisbezirken hat weitere erfreulich« Erfolge gezeitigt. So ist die Arbeitslosenziffer in Berlin um rund 30000 zurückgegangen. Die übrigen Bezirke zeigen nur geringe Abnahme, einzelne sogar eine geringe Zunahme der Arbeitslosigkeit, die im wesentlichen wohl auf die Entlassungen aus den beendeten Notstandsarbeiten zurückzuführen ist.
Von den Unterstützungseinrichtungen ist insbesondere die öffentliche Fürsorge weiter entlastet. Nach einem Rückgang von 35 000 im Juli wurden am 31. Juli 1931 rund 782 000 anerkannte Wohlfahrtserwerbslose in der öffentlichen Fürsorge gezählt Von der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung wurden demgegenüber rund 1090 000 Unterstützungsempfänger am gleichen Stichtag betreut. Die Zahl der Notstandsarbeiter betrug Ende Juli rund 318 000.
„Rewk-ö an Widerlichkeit"
Verbot eines schwedischen Sudelblattes in Deutschland
Stockholm, 9. August.
Die schwedische Zeitung „Göteborgs Handelsund Sjöfarts-Tidning" ist für das Reichsgebiet auf die Dauer von sechs Monaten verboten worden. Maßgebend für das Verbot waren zwei in der Nr. 177 am 2. August erschienene Artikel, in denen anläßlich des Hinscheidens des Herrn Reichspräsidenten Eeneralfeldmarschall von Hin- denburg der Führer und Reichskanzler sowie auch andere Mitglieder der Reichsregierung in unerhörter Weise beschimpft wurden. Die Auslassungen der „Göteborgs Handels- und Sjöfarts-Tidning" haben auch in vielen schwedischen Kreisen schärfste Ablehnung erfahren und werden z. B. von einem anderen Eöteborger Blatt als „Rekord an Roheit und Widerlichkeit" bezeichnet.
Der deutsche Gesandte in Stockholm hat am Mittwoch bei der schwedischen Regierung schärfsten Protest gegen diese Art der Verunglimpfung erhoben.
Protest der Berliner Schweden
Die üblen Beschimpfungen des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg und des Reichskanzlers durch die „Gotenburger Handels- und Seofahrtszeitung" haben auch einen scharfen Protest von Schweden, die in Berlin ansässig sind, hervorgerufen. In diesem Protest, der unter der Ueberschrift „Das Matz ist voll" in der Stockholmer Zeitung „Nya Dagligt Alle- handa" veröffentlicht wird, heißt es Wer die fraglichen Artikel des Gotenburger Blattes u. a.: „In diesen beiden Artikeln wird das Ableben des in der ganzen Welt geachteten Reichspräsidenten des Generalfeldmarschalls von Hindenburg zum Anlaß genommen, in überaus perfiden und höhnischen Worten die führenden Männer des Deutschen Reiches zu schmähen. Diese Schreibweise, die in der übelsten marxistischen Hetzpresse der früher feindlichen Länder nicht ihresgleichen findet, ist ebenso lumpig, wie für unser eigenes Land und unser Ansehen schädlich und herabsetzend."
Bestmster Hetzer
Kopenhagen, 9. August
Der Leiter einer Arbeitslosenversammlung, in der eine Protestentschließung gegen das „deutsche Mörderregiment" angenommen worden war, ist wegen Beleidigung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Verfahren gegen ihn ist auf Veranlassung der hiesigen deutschen Gesandtschaft eingeleitet worden, der die Entschließung zugestellt worden war.
Litwinow auf der Durchreise in Berlin. Der Außenkommissar der Sowjet-Union Litwinow traf gestern früh auf der Durchreise in Berlin ein. Er wurde von einem Vertreter der russischen Botschaft empfangen und in das Botschaftsgebäude geleitet. Auf der Weiterreise zu seinem alljährlichen Kurgebrauch wird der russische Außenkommissar auch Paris berühren.
Saarseparatisten schänden Kriegergräber. Anläßlich der 61. Wiederkehr des Jahrestages der Erstürmung der Spicherer Höhen waren die Krie-ergräber in Habsterdick mit Kränzen und Schleifen geschmückt worden. Mittwochmorgen rissen nun drei separatistische Rowdys die Schleifen ab und traten sie unter den Rufen „Frei Saar" in den Schmutz.
Aus Anlaß der Zusammenlegung der beiden höchsten Staatsämter
Berlin. 9. August.
Aus Anlaß der Vereinigung des Amtes des Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers und des damit vollzogenen Ueber- gangs der bisherigen Befugnisse des Reichspräsidenten auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat die Reichsregierung ein Straffreiheitsgesetz beschlossen, das heute im Reichsgesetzblatt veröffentlicht wird. Das Gesetz enthält eine allgemeine Amnestie und eine Amnestie für bestimmte Gruppen politischer Verfehlungen.
Durch die
allgemeine Amnestie
werden ohne Rücksicht aus die Art der Straftat alle Freiheitsstrafen bis zu sechs Monaten und Geldstrafen bis zu 1900 Reichsmark erlassen, wenn der Verurteilte bei der Begehung der Tat unbestraft oder nur unerheblich vorbestraft war. Freiheitsstrafen bis zu drei Monaten und Geldstrafen bis zu 500 Reichsmark werden auch Vorbestraften erlassen. Unter denselben Voraussetzungen, unter denen der Straferlaß eintritt, werden auch anhängige Verfahren niedergeschlagen, wenn die Tat vor dem 2. August 1931 begangen ist, dem Tage des Ablebens des Reichspräsidenten von Hindenburg und des Uebcrgangs seiner Befugnisse aus den Führer. Die politischen Straftaten,
für die Straffreiheit in Gestalt von Straserlatz und Niederschlagung gewährt werden, sind:
Beleidigungen des Führers und Reichskanzlers; solche durch Wort und Schrift begangene Verfehlungen gegen das Wohl »der das Ansehen des Reiches, die nicht aus Volks- oder staatsfeindlicher Gesinnung entsprungen sind; Straftaten, zu denen sich der Täter durch Uebereifer im Kampfe für den nationalsozialistischen Gedanken hat hinreißen lassen; sonstige Beleidigungen und Körperverletzungen im politischen Meinungsstreit. Auch hier ist als Stichtag für die Niederschlagung bestimmt, daß die Tat vor dem 2. August begangen sein muß.
Ausgenommen von der Amnestierung politischer Verfehlungen sind Hochverrat, Landesverrat und Verrat militärischer Geheimnisse, alle
Gelma Grienie siegt in London
London, 9. August.
Bei den Frauen-Welt-Spielen in London fielen am Donnerstag bereits zwei Entscheidungen. Im Hochsprung siegte Selma Gr lerne. Bremen, mit 1,54 Meter gegen die schärfste und Weltbeste Konkurrenz. Und zum Zweiten Mal geht die deutsche Fahne ant SregesMast hoch, als die deutsche Meisterin, Giesela Mauermayer mit 13,87 Metern vor Tilly Fleischer das Kugelstoßen gewann.
Verbreche» gegen das Leben, Sprengstosfver- brechen, wenn ein Mensch getötet oder verletzt worden ist und schließlich alle Handlungen, bei denen die Art der Ausführung oder die Beweggründe eine gemeine Gesinnung des Täters erkennen lassen.
Eine Ausführungsanweisung des Reichsministers sür Justiz, die Vorschriften für die Strafanstalten, die Strafvollstreckungs- und Straf- verfölgungsbehörden enthält, wird in der morgen erscheinenden Nummer der „Deutschen Justiz" veröffentlicht.
Im Zusammenhang mit der Verkündung des Gesetzes über die Gewährung von Straffreiheit vom 7. August 1931 hat der Führer und Reichskanzler durch Erlaß an die Landesregierungen verfügt, daß sämtliche Fälle von Schutzhast einer beschleunigten Nachprüfung unterzogen werden und die Entlassung aus der Untersuchungshaft erfolgen soll, wenn der Anlaß für die Verhängung geringfügig war, oder wenn nach der Dauer der Hast und der Wesensart des Häftlings erreicht werden kann, daß dieser sich dem nationalsozialistischen Staat und seinen Organen gegenüber künftig nicht mehr feindselig verhalten wird. Dabei hat der Führer und Reichskanzler ausdrücklich betont, daß auch diejenigen Fälle, in denen die Schutzhast im Zusammenhang mit der Aktion vom 3 0. Juni 1931 verhängt worden ist, wohlwollend nachgeprüft werden sollen.
Querschösse gegen Herrn von Popen
Vor der Abreise des Gondergefandten nach Wien
(Trachtbericht unserer Berliner Schriftleitung) lNV. Berlin, 9. August
Die bevorstehende Abreise des Sondergesandten von Papen nach Wien, die in den nächsten Tagen der kommenden Woche stattfinden dürfte, nimmt das politische Interesse der Reichshauptstadt in hohem Maße in Anspruch. Der ehrliche Verständigungswille des Führers ist vor aller Welt offen dargelegt worden.
Von Wien aus wird ebenfalls betont, daß man die Rückkehr normaler Beziehungen begrüßen würde. Es bestecht nun aber die begründete Befürchtung, daß in Wien die verschiedenen widerstrebenden Einflüsse um so mehr an Stärke zunehmen werden, als die Besrisdungspläne verwirklicht werden.
Unsere Berliner Schriftleitung erfährt von Querschüssen, die von interessierter ausländischer Seite unternommen werden, um die sich anbah
nende Annäherung zu verhindern. Es scheine, so heißt es in diesen ausländischen Verlautbarungen, als ob in der unmittelbaren Unterstellung des neuen Gesandten unter den Führer eine „Mißachtung" der Souveränität Oesterreichs zu erblicken sei. Oesterreich sei weder nach seiner Ansicht über Herrn von Papen vorher befragt worden, noch habe sich die Ernennung in den üblichen diplomatischen Formen bewegt. Man habe ihn vielmehr dem österreichischen Volke auf- gezwungen. Das sei ein schlechtes Omen für die Zukunft.
Man ist demgegenüber in politischen Kreisen der Auffassung, daß die Sonderstellung des neuen Gesandten ja doch die besondere Bedeutung seiner Misston gerade bekräftigen soll, die in dem Führerbrief vom 27. Juli zum Ausdruck gekommen ist. Inmitten des Wirrwarr war es damals ja gar nicht möglich, geregelte diplomatische Schritte zu unternehmen. Wenn ferner einige italienische
Zeitungen zitiert werden, die im Eleichklang mit jenen Nachrichten „ebenfalls" der Meinung sein sollen, von Papens Berufung nach Wien bedeute nichts als ein Schachzug und als ein Versuch, „den Fall Dr. Brüning" zu wiederholen, so ist darin wohl nur der Versuch zu erblicken, Leidenschaften zu wecken, die im Augenblick von selbst keineswegs in Erscheinung treten würden.
Ferner hört man ausländische Stimmen, die herausgetiftelt haben wollen, daß Papen nur als „gewöhnlicher Gesandter" delegiert worden sei, nicht aber als Träger einer besonderen Aufgabe.
Man kann, wie unsere Berliner Schriftleitung von maßgebender Stelle hört, den Dingen ruhig ihren Gang lassen. Wenn die österreichische Regierung das gleiche Entgegenkommen an den Tag legt, wie es Adolf Hitler bereits bewiesen hat, dann sollte, trotz aller ernsten Schwierigkeiten, die Ausgabe des Herrn von Papen nicht unlösbar sein.
Ausruf Franz Geldtes
Berlin, 9. August.
Der Führer des NS-Deutschen Frontkämpfer- bundes (Stahlhelm), Reichsarbeitsminister Franz Seldte, erläßt zum 19. August folgenden Ausruf:
Tiefbewegten Herzens haben wir den Reichspräsidenten Eeneralfeldmarschall von Hindenburg, den Vater des Vaterlandes zur letzten Ruhe in Tannenberg geleitet. Mehr denn je heißt es jetzt für die ganze Nation, einig wie ein Mann zusammenzustehen und so den Willen des Verewigten zu verwirklichen. Am 19. August appelliert der Führer an das ganze deutsche Volk, ob es die von der Reichsregierung beschlossene Vereinigung der Aemter des Reichspräsidenten und Reichskanzlers und den llebergang der Amtsbefugnisse des dahingegangenen Reichspräsidenten Eeneralfeldmarschall von Hindenburg auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler billigt. Das Schicksal hat dem deutschen Volk in Adolf Hitler den würdigsten Nachfolger unseres Mar- schall-Präsidenten geschenkt. Für uns, meine Kameraden des NS-Deutschen Frontkämpferbundes (Stahlhelm), steht es fest, wie wir am 19. August stimmen. Wir übertragen, wie ich den Kameraden vom Ehrenbataillon des Bundes am Tannen- berg-Denkmal zurief, das Gelöbnis, das wir einst unserem Schirmherrn, dem Reichspräsidenten und Eeneralfeldmarschall von Hindenburg geleistet haben, auf den Führer. Aber über den Kreis des Bundes hinaus wende ich mich heute als alter Frontsoldat an alle deutschen Volksgenossen und ermähne sie im Geiste Hindenburgs:
Seid einig, steht zusammen, sagt ja, sagt freudig ja dem Führer, auf dessen Schultern künftig alle Verantwortung für Deutschland gebärdet ist. Deutschland kann in der Welt nur bestehen, wenn es einig ist. — Frontheil Hitler!'
Franz Seldte,
Bundesführer des NS-Deutschen Frontkämpfer- bundes (Stahlhelm)
Ehrung der deutschen Gefallenen
Wien, 9. August.
Der Oberbefehlshaber der königlich-ungarischen Armee, von Karpathy, der in Begleitung des Majors von Szurmay die Königlich-ungarische Regierung und Armee bei den Beisetzungsfeier- lichkeiten für den Eeneralfeldmarschall von Hindenburg im Tannenberg-Denkmal vertreten hatte, legte am Donnerstag mittag am Ehrenmal einen Kranz nieder. Der prachtvoll geschmückte Lorbeerkranz trägt auf grün-weiß-roten Schleifen die Inschrift: „Den gefallenen Helden der ruhmreichen deutschen Armee. Die königlich-ungarische Hon- ved."
Vor dem Ehrenmal hatte eine Kompagnie des Berliner Wachregiments Aufstellung genommen. Generalmajor Schaumburg begrüßte die ungarischen Militärs, die in schlichter grüngrauer Uniform mit Stahlhelm erschienen waren. In ihrer Begleitung befand sich der ungarische Militärattache in Berlin, Oberstleutnant von Maklas. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritten die ungarischen Offiziere die Front ab, um sich dann zusammen in das Ehrenmal zu begeben. Anschließend nahm der Oberbefehlshaber der königlich-ungarischen Armee, von Karpathy, den Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie ab.
Gchufchnigg besucht Gömbös
Wien, 9. August.
Bundeskanzler Dr. Schuschnigg hat sich Donnerstag nachmittag in Begleitung seiner Gattin und des Staatssekretärs für Unterricht, Dr. Pernter, und seines persönlichen Sekretärs im Flugzeug nach Szegedin begeben, um dort der Aufführung des ungarischen National- schauspiels, der Tragödie des „Menschen von Nadach", beizuwohnen. Bundeskanzler Schuschnigg wird sich sodann anschließend am Freitag nach Budapest begeben, um Ministerpräsident Gömbös einen Besuch abzustatten. Der Bundeskanzler kehrt bereits Freitag abend nach Wien zurück.
Doi- dem Wiener Militärgericht
Wien, 9. August.
Die Verhandlung gegen die neun Wachleute, die der Teilnahme an der Besetzung des Bundeskanzleramtes angeklagt sind, wurde heute vor dem Militärgerichtshof fortgesetzt. Sie erklärten, sie hätten nicht gewußt, daß sie an einer illegalen Aktion teilnehmen sollten, als sie am Mittwoch, 25. Juli, nachmittags, aufgefordert seien, sich in der Bundesturnhalls in der Siebensterngasse ein- zufinden Die Aufforderung hätten sie von einer unbekannten Person erhalten, die ihnen einen Dienstzettel übermittelt hätte. Nach Aussage zweier Angeklagter handelte es sich um den seit dem Aufstand flüchtigen Kriminalbeamten Steiner. Die Angeklagten erklärten ferner, sie wären das Opfer derer geworden, die die Sache durchführen wollten.
„Der Herr Reichspräsident, Generalfeldmarschall von Hindenburg, ist nicht tot, er lebt, denn indem er starb, wandelt er nun über uns inmitten der Unsterblichen unseres Volkes, umgeben von den großen Geistern der Vergangenheit, als ein ewiger Schutzherr des Deutschen Reiches und der deutschen Nation."
Diese Worte des Führers im Deutschen Reichstag werden als großes Leitwort über dem Zukunftsweg Deutschlands stehen. Im Geiste dieses Schutzherrn, dessen höchstes Lob im Munde aller Nationen der Welt es war, daß er ein treuer Diener seines Volkes gewesen ist, wird das deutsche Volk in wenigen Tagen seine Stimme erheben, um dem Manne sein Vertrauen auszusprechen, der von Hindenburg in schwerster Stunde an die Spitze der Staatsarbeit berufen wurde und durch das gewaltige Werk der nationalsozialistischen Revolution gemeinsam mit dem großen Toten diesem großen Leben die innere Vollendung gab.
Mit Ueberraschung und Erstaunen hat die Presse in allen Teilen der Welt von der Tatsache der großen Volksabstimmung in Deutschland Kenntnis genommen. Wir verstehen die Ueberraschung, weil dieser Akt schlecht zu dem Bild paßt, das verantwortungslose Hetzer gerade in den letzten Wochen vom nationalsozialistischen Deutschland gezeichnet hatten. Aus dem Erstaunen aber lesen wir die schlechte Kenntnis, die man draußen vielfach noch vom innersten Wesen des nationalsozialistischen Staates besitzt.
Denn: wer Adolf Hitler und wer seinen nationalsozialistischen Staat kennt, der weiß, daß beide nur einen Sinn ihrer Arbeit kennen: das Volk; weiß, daß beide nur einen Lohn und einen Dank erstreben: das Per trauen der Nation.-
Das gerade unterscheidet ja unseren Staat von dem vergangenen: seine Führung kennt nicht als Prüfstein ihres Wirkens die Son- derinteressen von zwanzig oder dreißig Parteien, sondern das Schicksal der sechzig Millionen deutscher Volksgenossen. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei hat nie etwas gemein gehabt mit jenen Bildungen, sie war nie Selbstzweck und ist auch heute nur Mittel zum Zweck, um eine engere tägliche Verbindung zwischen Volk und Staatsführung herzustellen, als es tausend Parlamente der alten Schule es jemals hätten tun können. Denn diese Parlamente kamen nur alle vier Jahre mit dem Volke in Berührung, der nationalsozialistische Staat aber bleibt durch das Werkzeug der Partei unablässig in dauernder Fühlung mit den Wünschen und Sorgen des Volksgenossen, der draußen still mitschafft am gemeinsamen Schicksal der Nation. In ganz großen Schicksalstagen tritt die Staatssührung überdies noch direkt an das ganze Volk heran und fordert es auf, sich für oder gegen sie zu bekennen.
Das erste große Beispiel einer solchen mcksalhaften Volksbefragung war der 12. November des vorigen Jahres. Jeder einzelne Volksgenosse hat hier mit die Hand an das Ruder der deutschen Zukunft gelegt und hat der Welt einen tiefen Einblick von der Einigkeit und damit der Kraft Deutschlands gegeben.
Kaum neun Monate sind seit jenem großen Tag vergangen, an dem alle deutschen Volksgenossen nicht nur der neuen Staatsführung das Vertrauen aussprachen, sondern-auch ihr beispiellos schwieriges Aufbauwerk unmittelbar erleichterten.
Heute wird abermals das Volk gerufen, um durch seine Stimme die Wetterführung der Tradition und des Vermächtnisses Hindenburgs durch Adolf Hitler zu bekräftigen.
Und auch in Zukunft — der Führer hat das oft betont — wird das Volk immer wieder aufgerufen werden, um seine Stimme in die Waagschale des deutschen Schicksals zu legen.
Wir erinnern uns, wie der frühere Staat, der sich frivol demokratisch nannte, in schick- salentscheidenden Stunden das Volk nicht nur nicht ausrief, sondern Volksentscheide mit allen Mitteln der Unterdrückung zu ver-
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