Ausgabe 
(19.9.1934) Nr. 259
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^ 259 Jahrgang 1934

Bremer Zeitung

Mittwoch, den 19. September 1934

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Kleine Ursachen - Große Wirkungen

Dritter Tag der Feuerschutz-Woche

Mittwoch, 18. September Für den dritten Tag der Feuerschutz­woche ist die Parole aufgestellt:Kleine Ursachen, große Wirkungen." Ein einziger elektrischer Funken kann ganze Häuser, ganze Dörfer zur Einäscherung bringen. Die elektrische Leitung ist gefahrlos, wenn sie oom Fachmann angelegt und nötigenfalls

ausgebessert ist.

Ein großer Prozentsatz aller Brandschäden ent- '-eht durch das Spielen der Kinder mit Feuer und

,feuergefährlichem.

Das Feuer hat für das Kind eine merkwürdige, M dämonische Anziehungskraft. Fast jedes Kleine M erst seine trüben Erfahrungen mit diesem bösen Feind machen,sich die Finger verbrennen" - denndas gebrannte Kind scheut das Feuer", xie Mutter kann ihre Kinder durch gewissenhafte Jeaufsichtigung und rechte Erziehung aber in den misten Fällen vor solch schlimmem Spiel und sei­nen unabsehbaren Folgen bewahren. Nicht da­durch, daß sie ihnen den alten Kinderspruch Messer, Gabel, Scher' und Licht, dürfen kleine Mder nicht" vorplappert und ihnen verbietet, alle diese Dinge anzurühren. Dadurch bleibt das Kind unselbständig und ungeschickt, außerdem rei- ^n solche Verbote gerade zu heimlichen Uebertre- iungen. Denn das Kind hat instinktiv das Be­dürfnis, alles anzufassen.

Nach Möglichkeit lasse man kleine Kinder nie Min in der Wohnung: wenn es durchaus sein auch, räume man die Streichholzschachtel und alles sonstwie Gefährliche aus ihrer Reichweite fort, versorge vorher den Ofen so, daß weder Funken beraussprühen können, noch daß er zu früh zuge­schraubt ist und damit Erstickungsgefahr entsteht. Bon all diesen und tausend anderen Gefahren, die m, Gasherd, der elektrischen Leitung, der Petro­leumlampe und Benzinflasche stecken, mutz das Kid wissen, je früher, desto besser. Man soll ihm, ohne seine Phantasie mit Schauergeschichten zu erregen und es dadurch überängstlich zu machen, den Feuerfeind zeigen, ihm erzählen, wie er schon vielen Kindern schadete, und es lehren, geschickt und sorglich mit allen Sachen des Gebrauches um­zugehen und sich im Falle der Gefahr zu helfen.

Die Feuerschutzwoche vom 17. bis 23. Septem­ber 1334 ist den Erziehern darin ein guter Helfer. Zie klärt großzügig über solche und alle ver­wandten Gefahren, die jeder wissen mutz, auf. Die kleine SchriftBrandschaden ist Landschaden" sagt das ganze Thema in interessanter, lehrreicher und lebendiger Form zusammen, sie sollte in kei­nem deutschen Haufe fehlen!

Der Schalter ist kein Kleiderhaken!

Jede vorschriftsmäßig gelegte und sorgsam in­stand gehaltene elektrische Leitung ist absolut un­ehrlich. Solange die stromführenden Metall- mle der Leitung vollkommen isoliert und mithin M jeder Berührungsmöglichkeit ausgeschlossen iid, kann weder Kurzschluß entstehen, noch kann M einen mehr oder minder, gefährlichen elektri- ->r Schlag erhalten. Wenn jedoch die elektri- h, Lichtschalter so behandelt werden, als wenn si! .us Stahl geschmiedete Wandhaken wären, so msihr inneres Eefüge locker werden. Derartige rMer sind ja auch nur mit verhältnismäßig «am Schrauben und Holzdübeln in die Wand einlassen, die nicht darauf berechnet sind, schwere kmichte zu tragen oder hart angefaßt zu werden, --wohl das heftige An- und Ausknipsen, womög­lich im schnellen Vorbeilaufen mit Zerren und Reihen an den Kontakten, als auch die Benutzung der elektrischen Lichtschalter als Kleiderhaken oder zum Aufhängen anderer schwerer Gegenstände ist daher gefährlich, weil dadurch die stromführenden Metallteile im Innern des Kontaktes locker wer­den und sich berühren können.

Was Feuer verzehrt

Wenn die Allgemeinheit jetzt verstärkt auf die Notwendigkeit der Feuerverhütung durch Ver­anstaltung einer Feuerschutz-Woche hingewiesen wird, so kann man dies von dem volkswirtschaft­lichen Standpunkt aus begrüßen. Einige wenige Ziffern mögen dartun, welche Werte jährlich durch Brandschäden vernichtet werden. Im Durchschnitt der letzten vier Jahre find der deutschen Volks­wirtschaft durch Schadenfeuer aller Art jährlich fast 500 Millionen Reichsmark verlorengegangen. Dies bedeutet, daß täglich vom Feuer Häuser und Sachwerte im Betrage von 1,1 Millionen Reich- mark oder stündlich 48 0l>0 RM. vernichtet werden, wahrlich in unserer Zeit drr Kapitalknappheit Summen, deren Herabdrückung angestrebt werden muh. Daß dies möglich ist, geht daraus hervor, daß nahezu drei Viertel aller Brände auf Fahr­lässigkeit bzw. vorsätzlich« Brandstiftung zurück­gehen, so daß man hoffen darf, dem Uebel durch weitgehende Aufklärung der Bevölkerung steuern zu können. Eigenartig ist es, daß die Zahl der Brandschäden stets in einem gewissen Zusammen­hang mit drr allgemeinen Lage steht. Das Be­treuen des Sachbesitzes tritt z. V. in außerordent­lichen Zeitläufen stärker hervor. Während des

Krieges ist die Zahl der Brände in der Heimat von Jahr zu Jahr zurückgegangen. Die gegen­teilige Entwicklung setzte dann nach dein Wieder­eintritt normaler Währungs- und Wirtschafts­verhältnisse ein.

Nun ist der einzelne Besitzer von Sachgiitorn, besonders von Häusern, zwar fast durchweg durch eine Feuerversicherung gedeckt und erleidet auf die Dauer keinen Schaden, wenn ihm hieraus Ersatz gewährt wird. Aber man darf hierbei nicht über­sehen, daß es für die Volkswirtschaft trotzdem gleichsam weggeworfenes Geld ist, wenn Sachbesitz in solchem Umfange vernichtet wird. Denn schließ­lich müssen diese Summen ja doch von allen an der Versicherung beteiligten Personen aufgebracht werden und auf die Dauer wirkt sich >>ine steigende Schadenskurve in einer Erhöhung der Prämien aus, die die Gesellschaften von der Eefcihren- gemeinschaft der Versicherten erheben müssen. Da­her hat auch jeder einzelne Versichert: selbst das größte Jntersse an der Brandverhütung.

Ungefähr drei Viertel aller Brände sind nach einwandfreien Feststellungen vermeidbar. Diese Summen müssen daher dem deutschen Volksv:r- mögen gewonnen werden. Man braucht ja nur einmal daran zu denken, daß von der täglichen Million, die die Brandschäden erfordern, jährlich 20 890 Siedlungshäuser gebaut werden können. In der Erkenntnis, daß die Vernichtung von Sachwerten für die ganz: Volkswirtschaft ver­derblich ist, ist von der Obersten Leitung der PO., Amt für Volkswohlfahrt, Abt. Schadenverhütung, unter Leitung des Reichsministeriums für Volks­aufklärung und Propaganda die Veranstaltung der Feuerschutz-Woche vom 17. bis 23. September 1834 beschlossen. Durch Wort und Bild, durch Bortrag und Belehrung, durch Verbreitung der offiziellen AufklärungsbroschüreBrandschaden ist Landichaden" und von anderthalb Millionen Werbeplakaten soll der Gedanke von der Not­wendigkeit und Möglichkeit der Feuerverhütung in all: Dolkskreise getragen werden.

Feuer verhüten heißt Volksgut bewahren

Von

Landesbranddirektor Ecker, München

Führer des deutschen Jeuerwehrverbande-

Dic nachfolgenden programmatische» Aus­führungen, die uns von dem obersten Führer des deutschen Feuerwehrverbandes zur Feuer­schutzwoche zur Beifügung gestellt wurden, sollten jedem deutschen Volksgenossen ein­dringlich die tiescre Bedeutung dieser Werbe- veranstaltung deutlich machen.

Die Schristleitung.

Unser ganzes Denken ist heute erfüllt vom Willen zur Volksgemeinschaft, zum Füreinander- eintreten; wir arbeiten alle nicht nur um unseres eigenen Lebensunterhaltes willen, wir arbeiten für das deutsche Volk, für die Erhaltung und Mehrung deutscher Werte und deutschen Besitzes in Kultur und Wirtschaft. Diese Arbeit durch Aufklärung zu fördern, ist Sinn und Zweck der vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und der AbteilungSchadenverhütung" des Amtes für Volkswohlfahrt gemeinsam mit den Feuerwehren durchgeführten Feuerschuhwoche.

Erschreckend groß und wohl weiten Kreisen des deutschen Volkes nicht bewußt sind die Ver - luste, die dem deutschen Volksvermögen durch Schadenfeuer zugefügt werden. Nicht nur, daß jährlich rund eine halbe Milliarde, also täglich weit über eine Million Reichsmark an Sachwerten aller Art vernichtet werden, auch über tausend Menschen verlieren jährlich bei Bränden ihr Leben und schwere Schäden werden der Volksgesundheit zugefügt durch die Unzahl von Verletzungen und Erkran­kungen als Begleiterscheinungen der Brände und Folgen der Brandbekämpfung. Dabei werden bei Bränden nicht selten Werte deutscher Kultur und deutscher Kunst vernichtet, die unwiederbringlich dem Deutschtum verloren sind.

Die Gefahr, in der sich der einzelne befindet, ist also die Gefahr aller; des einen Leid ist des anderen Weh; hier sind die BegriffeBesitzender" undNichtbefltzender" ausgetilgt, hier gilt nur mehr die alte Feuerwehrlosung:Einer für alle und alle für einen!". Eine Gefahr aber bekämpft man am wirksamsten, wenn man ihre Ursachen beseitigt; das gilt vor allem auch für die Brandgefahren und ihre Schrecken. Helft Feuer verhüten durch Beseitigung der Brand- ursachen! Abgesehen von Naturereignissen wie Blitzschlag und Erdbeben oder von den mit Luft­angriffen verbundenen Brandgefahren find alle übrigen, also der weitaus größte Teil de; Brand­ursachen bekämpfbar und vermeidbar.

dieses, rund 300 Millionen betragenden Auf­wandes der Herstellung ganz neuer Wohn statten zugeführt werden, wenn die durch gedankenlosen, sträflichen Leicht­sinn verursachten Brände vermieden blieben. So stellt sich uns der Brandschaden als ein Land­schaden dar, der nicht nur den einzelnen, sondern in jedem Falle das ganze deutsche Volk trifft. Und

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Es" gibt Volksgenossen, die dazu neigen, Brand­stiftungen und Brände milder zu beurteilen. Man tröstet sich auch damit und versucht, die Bedeutung des Brandunglücks zu verkleinern, wenn bekannt wird, daß der Schaden ganz oder größtenteils durch Versicherung gedeckt ist. Nichts ist ver­hängnisvoller, abwegiger und irriger als diese Ansicht. Gewiß sind Versicherungen, notwendig im Interesse des einzelnen, wie der Gesamtheit; sie bedeuten aber nichts anderes als die Bereit­stellung von Mitteln zur raschen Behebung der Brandschäden, aber auch hier nur soweit dies mit Geld überhaupt möglich ist, was bei sehr vielen Schäden nicht der Fall ist. Grundsätzlich aber ist jeder Brandschaden, auch der durch Versicherungen gedeckte, ein unwiederbringlicher, hundertprozenti­ger Verlust am Volksvermögen. Daß mit Prämien angesammelte Gelder dazu verwendet werden können, niedergebrannte Gebäude wieder zu er­richten, ändert an dieser Tatsache nicht das ge­ringste. Dagegen könnte ein erheblicher Teil

darum wird in der Feuerschutzwoche das ganze deutsche Volk aufgerüttelt und aufgerufen, sich frei zu machen von jener Gedankenlosigkeit, die im Brandschaden nur eine Angelegenheit des unmit­telbar Betroffenen sieht; von jener Gedankenlosig­keit, die keine Mitverantwortung an der Erhal­tung des deutschen VMsvermögens kennt, die Brandursachen nicht verhindert, sie duldet oder gar herbeiführt.

Erschreckend groß sind in diesem Jahr besonders die Waldbrände der Zahl und dem Ausmaße nach. Der deutsche Wald ist eines der kostbarsten Güter unseres Volkes, nicht nur dem materiellen Werte nach, sondern auch in seiner ideellen Be­

deutung; er ist ein Urquell der Volksge­sundheit; wir suchen ihn auf in den Stunden der Erholung; wir finden in ihm die Ruhe und den Frieden, die den Leib erfrischen und die Seele beglücken. Darum lieben wir ihn nicht nur, wir müssen ihn auch schützen.

Groß ist auch hier die Zahl der durch Achtsam­keit absolut vermeidbaren Explosionen und Brände! In einem Landstädtchen brennen vierzig Häuser bis auf die Grundmauern nieder, weil beim Eetreidedreschen eine durchgebrannte elek­trische Sicherung überbrückt wurde. Groß ist die Zahl der Bauernhöfe, die alljährlich diesem Leichtsinn zum Opfer fallen und viele Zimmer­brände entstehen aus der gleichen Ursache. Schad­hafte elektrische Kleingeräte aller Art verursachen Brände, obwohl den Benutzern der Schaden be­kannt ist.

Noch eine Unsumme von Gedankenlosig­keiten, wie das'Rauchen an feuergefährlichen Orten, das Fehlen von Blitzableitern führen ebenso zu Bränden wie das Spiel der Kinder mit dem Feuer, das im Jahr durchschnittlich 5000 Schadenfeuer als Ursache hat!

Muß das alles sein? Nein und tausendmal nein"! Wir wollen Schluß machen mit dieser verheerenden und Elend stiftenden Gedanken­losigkeit! Sie ist des Deutschen unwürdig, für sie ist kein Platz mehr in unserem Deutschland, das wir über alles in der Welt lieben, für das wir kämpfen und dem kein Leid geschehen darf, am allerwenigsten durch unsere eigene Unachtsamkeit. Das ist der tiefe Sinn, der wahrhaft nationale Zweck der Deutschen Feuerschutzwoche.

So wie der nationalsozialistische Staat den Dienst an der Volksgemeinschaft jedem Volksge­nossen zur Pflicht macht, haben auch die Feuer­wehren ihre Sonderpflicht zu erfüllen. Und sie tun es auch. Der Feuerwehrmann hat mit Leben und Gesundheit für Dienst und Pflicht einzu­stehen; er ist von innen heraus im besten und ge­meinnützigsten Sinne Sozialist!

Darum versage kein Volksgenosse dem Feuer­wehrmann die ihm gebührende Wertschätzung, wenn er in der Feuerschutzwoche für die Brand­verhütung werbend zu ihm kommt. Denn nicht nur ein Vrandbekämpfer ist der Feuerwehrmann, er hat auch die Pflicht, zu seinem Teil an der Feuerverhütung erfolgreich mitzuwirken. Den Reihen der Feuerwehren neue, junge begeisterte Kämpfer zuzuführen, liegt daher im Aufgaben- kreis der Feuerschutzwoche.

Die Feuerwehr im Dienste der Brandschaden-Verhütung

Anläßlich der Feuerschutzwoche stellt sich die Bremer Feuerwehr im Rahmen dieses Pro­gramms selbst aktiv in den Dienst der Sache. Be­sichtigungen sämtlicher Feuerwehrwachen, Vor­führungen von Feuerbekämpfung und Rettungs­übungen, Propaganda zwecks Entrümpelung der Dachböden und sonstige Darbietungen nehmen in dieser Woche einen großen Raum ein. Heute, Freitag und Sonntag haben alle Einwohner un­serer Stadt Gelegenheit, diesen Besichtigungen und praktischen Vorführungen beizuwohnen.

Den Auftakt der von der Feuerwehr veranstal­teten Vorführungsreihe bildeten am Montag­nachmittag die praktischen Uebungen, zu denen eine große Zuschauermenge erschienen war. Plötz­lich ertönte eine laute Alarmglocke, das Zeichen eines Brandes. Blitzschnell sausten die Beamten aus ihren Ausenthaltsräumen an den Messing­stangen in die Kraftwagenhallen hinunter. Im Augenblick öffneten sich sofort die Tore und mit lautem Sirenengeheul rasten die Wagen . . . in den Hof der Hauptfeuerwehrwache. Nach einigen Runden war dann der Löschzug an der markierten Brandstelle angelangt. Schon war die lange Magirusleiter in die Höhe gedreht und bald darauf gab man aus drei Rohren Wasser. Dann ein kurzer Pfiff des Brandmeisters, dieUebung" war beendet.

Nach interessanten Rettungsvorführungen wurde richtiger Alarm vom Parkbahnhof ge­meldet. Auch hier wieder zeigt« sich der bis ins feinst« eingespielte Apparat. Bevor dieser Wagen von der Brandstelle zurückgekehrt war. wurden schwierige Uebungen an Halteleitern gezeigt, die an die ausführenden Beamten großes artistisches Geschick erforderten. Damit waren die Vorfüh­rungen beendet. Anschließend wurden den An­wesenden die Einrichtungen der Hauptfeuerwehr­wache unter sachkundiger Führung gezeigt, die allgemein großes Interesse erweckten. Wir emp­fehlen unseren Lesern, an den nächsten Vorfüh­rungen teilzunehmen, da diese ein außerordentlich großes Gebiet Wissenswertes vermitteln.

Der Vertrieb der Feuerschutzbroschüre gestattet

Zur Veranstaltung der NSB.-Schadenverhiitung"

Die Wichtigkeit der Feuerschutzwoche vom 17. bis 23. September 1934 ist von allen führenden Stellen im deutschen Reiche anerkannt. Wenn es gilt, dem deutschen Volke Sach- und Lebenswerte zu erhalten, die sonst jährlich den Flammen ge­opfert werden, darf niemand zurückstehen. An alle geht der Ruf:Helft mit Brände verhüten! Brandschaden ist Landschaden!"

Der Reichsschatzmeister Schwarz in seiner Eigenschaft als Bevollmächtigter des Stellver­treters des Führers hat im Einvernehmen mit dem Reichsministerium der Finanzen unter dem 13. September 1934 den Vertrieb der Feuerschutz- broschüre im Rahmen der vom Reichsministerium des Innern angeordneten Feuerschutzwoche ge­nehmigt.

Der Verkauf der FeuerschutzbroschllreBrand­schaden ist Landschaden" erfolgt durch die Feuer­wehrleute, Mitarbeiter der NSV. sowie der NSV. nahestehende Personen.

Die Stellungnahme des Preußischen Ministers des Innern zum Vertrieb von Schriften anläß­lich der Feuerschutzwoche ist, laut Runderlaß II. O. 2411. IV vom 21. August 1934, wie folgt:

Durch beschleunigte Zusammenarbeit der Stel­len, die gewerbe- und verkehrspolizeiliche Fragen zu bearbeiten haben, mit den Führern der Feuer­wehren, ist dafür Sorge zu tragen, daß der Ver­trieb von Schriften polizeilicherfeits in jeder Weise gefördert wird.

Mitgliederversammlung der Orts­gruppe Osten der NSVO. und DAF.

Die Pflichtversammlung der Mitglieder der Ortsgruppe Osten der NSBO. und DAF. in der Weserlust" eröffnete Pg. Valtzer als stellver­tretender Ortsgruppen-Betriebsoümann an Stell: des verhinderten Ortsgruppen - Betriebs - Ob- mannes Pg. Uhde, und erteilte dem bekannten Gauredner Pg. Apelt, einem alten Kämpfer der Bewegung, das Wort.

Pg. Apelt begrüßt« die Mitglieder und griff zurück auf die Anfänge des Nationalsozialismus. Er schilderte den Versammelten in packenden Worten die Kampfzeit, gab ihnen zu verstehen, daß aus dem festen Glauben und der Zuversicht heraus nur der Erfolg unserer Weltanschauung möglich gewesen ist. Nun, da der Erfolg der langjährigen Kampf- und Arbeitszeit eingetreten ist, gelte es mit allen Mitteln, die Herzen der deutschen Arbeiter der Stirn und der Faust zu gewinnen. Pg. Apelt kam dann zurück auf die Volksabstimmung am 19. August. Wenn das Re­sultat nach außen hin vielleicht auf Rückschläge schließen ließe, dürften wir nicht die Hände in den Schoß legen und mutlos werden, sondern müßten weiter an'uns arbeiten. Es sei unmöglich, eine sofortige Vollendung des großen Programmes der Bewegung zu fordern. Pg. Apelt äußerte sich weiter dahin, daß unter dem früheren System der Kapitalismus gezüchtet wurde zum Nutzen des einzelnen und zum Schaden des arbeitenden Volksgenossen. Heute aber schaffe der Staat Arbeit, um Kapital zu schaffen zum Nutzen des deutschen arbeitenden Menschen, nicht aber wie es früher war, daß das Kapital Arbeit schaffte zum Nutzen des einzelnen.

Der Redner ging dann in ausführlichen Worten zum Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit über.

Verkaufsverbot für Winteräpsel

Die Pressestelle der Landesbauernschaft Olden­burg schreibt:

Auf Grund der Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft Wer die Re­gelung des Marktes für Erzeugnisse des Garten­baues vom 22. Juni 1934 (RGBl. 1934, Teil I, S. 518) und der Anordnung des Reichsnährstandes vom 29. Juni 1934 (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 153) wird folgendes angeordnet:

Aus Wochenmärkten, in Ladengeschäften und im Straßenhandel ist der Kleinverkauf, das Feil­bieten und Feilhalten von Winterapfeln bis auf weiteres verboten.

Hierzu wird bestimmt: Daß die Apfelsorten wie Landsberger Renette, Alexander, Münster- länder Vorsdorfer inü> solche mit gleicher Reife­zeit, welch« hier nicht benannt werden, nicht vor 1. Oktober d. Fs., und daß die Apfelsorten wie Weltmanns Renette, Co-ulons Renette, Schöner von Voskoop, Roter Vorsdorfer, Pannemanns Tafelapfel, Boikenapfel, Stina Lohmann und solche mit gleicher Reifezeit, welche hier nicht be­nannt werden, nicht vor 1. November d. Js., und daß die Birnensorten wie Clairgsaus Butterbirne und solche mit gleicher Reifezeit, welche hier nicht benannt werden, nicht vor 1. Oktober, und daß die Birnensorten wie Neue Poiteau, Gräfin von Paris, Pastorenbirne, Großer Katzenkopf, Wintor- bergamotte und solche mit gleicher Reifezeit, welche hier nicht benannt werden, nicht vor 1- November d. Js. auf Wochenmärkten, in Laden­geschäften und im Straßenhandel feilgeboten und verkauft werden dürfen.

Ausgenommen von diesem Verbot ist das Fall­obst, das alsFallobst" deutlich zu kennzeichnen ist und einen Querdurchmesser von 50 Millimeter nicht unterschreiten darf.

Der Reichsbeauftragte für die Regelung des Absatzes von Eartenüauerzcugnissen Der Eebietsbcaustragte für die Landesbauernschaft Oldenburg

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