Ausgabe 
(17.9.1934) Nr. 257
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Nr. 257 / z. Vierteljahr

Montag, 17. September

Einzelpreis 15 Rpf.

Reichsminister Dr. Goebbels spricht zur Berliner SA.

Kampf bis zum letzten Atemzüge!

Auch im kommenden Winter wird keiner hungern, keiner frieren und keiner Not leiden

gemeinsam in den Straßen demonstrierten, gemeinsam hinter den Fahnen unserer Re­volution marschierten, gemeinsam den Terror brachen, da wir gemeinsam die Revolution durchführten, gemeinsam auf den Zinnen des Staates die Zeichen unserer Erhebung hoch­zogen, da wir gemeinsam den Marxismus niederschlugen und die Reaktion zu Paaren trisben, da, Kameraden, habt ihr nicht nach eurer Aufgabe gefragt, da habt ihr sie erfüllt. Und glaubt ihr denn, nur die Vergangenheit habe Aufgaben gehabt, die Gegenwart aber und die Zukunft haben deren keine mehr? Jede Zeit hat ihr e Aufgaben und jede Zeit hat auch ihre Männer, die die Aufgaben lösen.

Berlin, 16. September.

Am Sonntagvormittag fand auf dem Tempel- hafer Feld ein Appell der Reservebrigade, der Motorbrigade, der Marinebrigade und der Reiter- slandarte 28 der SA.-Gruppe Berlin-Brandenburg statt. Nach einer Ansprache des Obergruppen­führers von Jagow hielt Reichsmimster Dr. Eoebbel s eine Rede, in der er ausführte: „SA.-Männer! Noch stehen wir alle unter dem liefen Eindruck der Nürnberger Partei­tage. Sie waren für uns in diesem Fahre besonders ergreifend, weil sich die Front der gesamten nationalsozialistischen Bewegung nach den schweren Kämpfen der vergangenen zwölf Monate aus den Schützengräben der Tageskämpfe erhob, um wieder einmal vor dem Führer zu defilieren und der ganzen Welt ihre ungebrochene Kraft zu zeigen. Unvergeßlich ist uns allen der Augenblick, da die alte sieg- und kampferprobte »ationalsozialistischs SA. vor dem Führer zum Appell antrat, der in seiner Rede vor ihr sie von jeder Schuld an den unerquicklichen Vorgängen des 3V. Juni freisprach. Auf dieses Wort hatten alle SA.-Männer gewartet, denn für sie war der ksdanke unerträglich, daß man sie im In- oder Auslande mit dem Verrat an der Bewegung irgendwie in Beziehung bringen konnte. Für hden, der die SA. kannte, war das von vornherein «geschlossen.

die SA. ist ja nicht das Produkt unseres Ste­tste ist das Ergebnis unseres Kampfes. Zn ihr Dn und marschieren die altbewährten Partei- Mdisten. Sie war in der Kampfzeit die eigent-

Das uns nicht umbringt.

Es war eine Reinigungskur, die wir durchgemacht haben, sie hat die schädlichen und krankhaften Säfte aus unserem Organismus aus­geschieden. Die SA. steht heute wieder sauber und intakt vor der Oeffentlichkeit, sie ist eine ma­növrierfähige Formation in der Hand des Füh­rers. Wie wenig diese Vorgänge die innere Kraft der Partei zu gefährden in der Lage waren, das hat dann der 19. August bewiesen. Am 19. August hat die nationalsozialistische Bewegung als die Repräsentantin der Macht in Deutsch­land die ganze Nation zum Appell aufgerufen. Das war umso notwendiger, als eine gewissenlose Emigrantenpresse im Ausland den Eindruck zu erwecken versuchte, als seien die Tage des natio­nalsozialistischen Regimes gezählt und als könne man über Nacht seinen Zusammenbrach erwarten. Das deutsche Volk hat selbstverständlich diese kin­dischen Lügen lachend beiseite geschoben, aber es gab gewisse Teile des Auslandes, die allmählich unter dem Eindruck dieser Verleumdungskampagne wankend wurden und zn der Meinung kamen, die nationalsozialistische Machterhebung sei nur auf kurze Zeit berechnetes politisches Abenteuer.

liche Trägerin des nationalsozialistischen Gedan­kens. In jedem Jahr trat sie zum Appell vor dem Führer an. Der Führer gab ihr dann jedesmal neue Kraft, neuen Glauben und neues Selbstbe­wußtsein. Im Zeichen diesen inneren Verbunden­heit zwischen Führer und Mannschaft verlieh er ihr aus den Parteitagen die Feldzeichen der na­tionalsozialistischen Revolution. Und wenn dann die SA.-Männer wieder in ihre Städte und Dör­fer zurückkehrten, dann gab ihnen der Parteitag jene Kraftreserven, deren sie bedurften, um den schweren Kampf des Alltages zu bestehen. Wie aber konnte es jetzt anders sein, nachdem wir den Sieg erfochten haben? Denn das ist ja das Unter­pfand des Fortbestandes unserer Macht, daß die Kämpfer der Idee sich nicht ändern, sondern genau so idealistisch und Hin­gabeb e reit für die Idee und für den Führer eintreten wie in den Jahren, da wir um die Palme des Sieges rangen.

An den 39. Juni hatten unsere Feinde ihre großen Hoffnungen geknüpft. Sie witterten hier «ine Möglichkeit, die nationalsozialistische Bewe­gung von innen heraus aufzurollen, sie und da­mit das Reich selbst in Krisen und Schwierig­keiten zu stürzen und unter dem Druck all ihrer Gegner die Bewegung allmählich so zu zermür­ben, daß der Fortbestand des nationalsozialisti­schen Regimes auf das ernsteste gefährdet war.

Es ist der Treue und der Standhaftigkeit der nationalsozialistischen SA.-Männer zu verdanken, daß solche schmählichen Versuche mißlangen, und auch bei diesem Vorgang hat sich das Wort be­wahrheitet:

das macht uns nur stärker!

Allen diesen trügerischen Illusionen unserer Geg­ner hat die geeinte Nation am 19. August ein jähes Ende bereitet. In nie dagewesener Einig­keit und Geschlossenheit hat sich das ganze deutsche Volk zum Führer und damit zur nationalsozialisti­schen Idee bekannt. Denn der Führer ist Sprecher und Repräsentant unserer Bewegung. Er verkör­pert die nationalsozialistische Staatsidee, die na­tionalsozialistische Macht und die Verantwortung. Es behaupte in der ganzen Kulturwelt ein Staats­oberhaupt oder ein Ministerpräsident von sich, daß 9V v. H. seines Volkes so geschlossen hinter ihm stünden!

Aber selbst das genügt uns nicht. Schon am Tage nach der Wahl erging der Aufruf des Führers an das Volk, daß es nun unsere Auf­gabe sein müßte, die noch fehlenden 10 v. H. in ihren größten Bestandteilen für den national­sozialistischen Staat zu gewinnen. Auch jetzt be­gann wieder das Rätselraten des Auslandes. Es fragte besorgt: Was will Hitler? Steht eine neue

Bewegung und Geschichte

Alfred Rosenberg spricht in Münster über weltanschauliche Fragen

Snb. Münster, 16. September

Reichsleiter Alfred Rosenberg, der Be­auftragte des Führers für die weltanschaulichen Fragen der NSDAP., sprach am Sonnabend bei einem Empfang im Alten Rathaussaal in Mün­ster. Er führte u. a. aus: Mit der nationalsozia­listischen Weltanschauung ist gewissermaßen eine neue Wissenschaft eingezogen, die wir Rassen- knnde nennen. Wenn die alte Welt heute da­gegen noch protestiert, dann wird die neue Welt über diese Dinge zur Tagesordnung übergehen. Codann setzte sich Reichsleiter Rosenberg mit der geschichtlichen Auffassung der Vergangenheit aus­einander und führte u. a. aus: Die national­sozialistische Bewegung betrachtet es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben, der deutschen Nation eine unantastbare sachliche aber unter klarer Wertung stehende deutsche Geschichte zu schreiben. Der Auftrag dazu ist bereits erteilt und ich hoffe im nächsten Jahre Ihnen allen eine gute deutsche (beschichte vorlegen zn können. Wir haben unsere ehemaligen politischen Gegner nicht beseitigt, da­mit sie nach zehn Jahren unter anderen Voraus- letzungen wiederkommen können, sondern wir glauben, daß hier ein geschichtlicher Einschnitt in tas deutsche Leben vollzogen wurde. Wenn die nationalsozialistische Bewegung im Verfolg ibrer Revolution so vorgegangen wäre, wie andere Revolutionen, dann hätten solche Politiker keine Gelegenheit mehr, - '-r Form aufzutreten, wie

es gelegentlich der gewesen ist.

Im nationalsozia. „en Deutschland wird jede Konfession von der Partei und vom Staat geichüzt. Es ist nicht unsere Schuld, wenn in T:lntch>„»tz h.„,x eine Konfession be­

steht, es ist auch nicht unsere Schuld, daß wir das Erbe von 2066 Jahren deutscher Geschichte zu tragen haben. Aber uns ist die Pflicht geworden, dafür zu sorgen, daß nie wieder in reli­giösen Glaubenskämpfen deutsche Menschen zum Schwert greifen, um einander zu befehden. Wenn die Kommunisten siegreich geblieben wären, würde die Kirche ver­gehen. Daß sie heute von einem machtvollen Staat geschützt und gefördert wird, das ver­dankt sie nur uns allen, Adolf Hitler, seiner Be­wegung und allen seinen Mitkämpfern.

Was sich heute abspielt, ist ein großer seelischer Umwälzungsprozeß, der sich durch viele Jahre hindurchziehen wird. Den Kampf um die mensch­liche Seele werden wir führen in dem Bewußt­sein, daß wir in einer der größten Epochen der deutschen Geschichte leben, und daß es eine Ehre für uns alle ist, daran teilzunehmen. Die Probleme, die Deutschland durchkämpft hat, stehen noch riesengroß am Horizont der Völker. Und jene, die heute glauben, uns kritisieren zu kön­nen, sie sehen nicht, daß die selbst noch in der Vergangenheit leben und daß wir ihnen schon um Jahrzehnte voraus sind. Deutschland hat die modernen Formen des 20. Jahrhun­derts gefunden und sie auf allen Gebieten ausgestaltet. Wenn unser deutsches Volk sich diese Eedankengänge zu eigen macht, dann ist der 15jährige Kampf des Nationalsozialismus nicht umsonst gewesen, dann wird zum ersten Male er­stehen ein einiges Germanisches Reich Deutscher Nation. — Die Rede des Reichs­leiters wurde mit großem Beifall aufgenommen.

Terrorwelle zu erwarten? Will er seine Gegner in die Konzentrationslager sperren? Hat er die Absicht, ein Regiment der Gewalt einzu­führen? Nichts von alledem, meine Kameraden!

Wir wollen die Neinsager gewinnen

und am besten gewinnt man sie, indem man ihnen mit Liebe und Sorge entgegentritt und ihnen die Möglichkeit zum Verständnis für den national­sozialistischen Staat freilegt. Nicht mit Ge­walt und nicht mit Terror wollen wir sie zu uns herüberzwingen, die bisher den Weg zu uns noch nicht finden konnten. Zwar wissen wir sehr wohl, daß es unter diesem Rest von 10 v. H. Menschen gibt, die wir mit aller Liebe und Geduld und mit den besten Leistunaei nie­mals gewinnen können. Es sind jene Elemente, die nach Natur und Charakter znm Kritisieren und zum Miesmachen bestimmt sind. Es lind Menschen, die in die soziale Gliederung eines Volkes überhaupt nicht hineinpassen. Diese Ele­mente können wir nicht gewinnen. Mir wollen sie auch nicht gewinnen. Aber sie machen nicht die 19 v. H. unseres Volkes aus. Unter diesen 1- v. H. gibt es noch Hunderttausende, die roi für den nationalsozialistischen Staatsgedanken erobern können. Und wir werden sie erobern durch unser Beispiel der Tat und durch die Auswirkung«.» unserer Leistungen.

Noch einmal schüttet in diesen Tagen ein be­ginnender Herbst seine verschwenderische Fülle über das deutsche Land aus. Aber diese Tage einer späten Sommerherrlichkeit sind gezählt und ein kalter, schwerer Wint er steht vor der Tür. Wir sind nicht von der Art jener früherer „Staatsmänner", die, wenn ein schwerer Winter zu erwarten stand, nichts anderes zu sagen wuß­ten, als daß dieser Winter eben schwer würde. Wir bereiten uns auf Gefahren und Schwierig­keiten vor, und wenn der Winter hart wird, so soll er uns gewappnet finden.

Schon ist die ganze Bewegung in fieberhafter Tätigkeit, um das Winterhilfswerk vorzubereiten. Millionen Hände regen sich, um die Organisation dieses grandiosen sozialen Hilfswerkes bereit­

zustellen im Zeichen des Sozialismus der Tat. Wieder wie im vergangenen Jahr werden wir vor die Nation hintreten mit dem kategorischen Imperativ: Auch im kommenden Winter wird keiner hungern, keiner frieren und keiner Not zu leiden brauchen.

Wollt ihr, SA.-Männer, mich angesichts dieser großen Verpflichtungen noch fragen, was denn eure Ausgabe sei? Nach eurer Aufgabe konntet ihr nur fragen in einer Zeit, da eine gewissen­lose Führerclique euch eure Aufgaben genommen hatte. In der Zeit, da wir gemeinsam kämpften, gemeinsam in den Saalschlachten standen, da wir

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Ausführlicher Bericht im Innern des Blattes

Komme mir also niemand und frage: Was soll ich tun? Ich könnte ihm nur antworten: Das ganze Land liegt voll von Problemen; Ausc ben gibt es zu lösen, wie sie niemals in unserer Ge­schichte einer Generation gestellt worden sind.

Hand anlegen!

Arbeiten, mithelfen, nicht müde werden!

Dich einreihen in die Front der kämpfenden Be- I wegung, das Banner tragen, das Banner sest- l halten, eine leuchtende Flamme unseres »iau- bens sein, das ist deine Pflicht, das ist deine Auf­gabe. So, meine Kameraden, verstehe ich Sinn und Zweck unserer SA. So haben wir ihn alle verstanden, die wir für die Bewegung lämpsend vor die Front traten. So haben wir ihn ver­standen, wenn wir in den Versammlungsschlachten vom Weddmg und von Neukölln standen. So haben wir ihn verstanden, als wir noch eine kleine und verlachte Sekte und trotzdem fest davon über­zeugt waren, daß wir einmal die Herren von Deutschland sein würden. Wir hätten das nicht verdient, wenn wir heute unsere Aufgabe nicht mehr erkennen wollten.

Viele gibt es, denen es eine Freude bereiten würde, wenn wir im Lande Schwierigkeiten be­kämen. Es ist der ganze Troß von Emigranten, die, als unsere Revolution über das Land herein­brach, bei Nacht und Nebel über die Grenzen gingen und nun glauben, im sicheren Port des Auslandes aus unser Ende warten zu können. Eitle Träumer und Phantasten, die das an­nehme».

Wir haben die Macht, und wir werden die Macht behalten. Wir werden sie nicht nur be­

halten, wir werden sie auch gebrauchen. Wir werden sie einsetzen zum Segen unseres Volkes und werden selbst ihre getreuen Wächter sein. Ihr aber, SA.-Männer, sollt Eure Ausgabe wieder an­fassen. Ihr werdet sie wie in der Vergangen­heit erfüllen in Treue, Ergebenheit und unver­brüchlicher Gefolgschaft zum Führer. Mit Stolz schaut heute das ganze Land auf unsere Fahnen. Es sind die Zeichen unseres Trotzes, unserer Aus­dauer, unserer Arbeit und unserer Beständigfeit. Mag kommen was will, wir stehen und fechte». Keine Schwierigkeit ist groß genug, um uns zur Kapitulation zu zwingen. Keine Not wird uns in die Knie werfen, keine Sorge uns mutlos machen können. Im Kampfe find wir geworden, im Kampfe werden wir bestehen. Im Kampfe müssen wir leben bis zum letzten Atemzüge.

Dr. Goebbels schloß mit einem dreifachen Sieg- Heil auf Führer und Bewegung,, das von den 30 000 SA.-Männern donnernd aufgenommen wurde.

Der Tag des deutschen Volkstums

Massenveranstaltung des VDA. im Berliner Stabion / Eine erhebende

Xreuekundgebung tür das Auslandsdeuischtum

Berlin, 16. September

Bei p-achlvollem Sonnenwetter gestaltete sich das am Sonntag von etwa 30 060 Jungen und Mädel durchgeführte „Fest der deutschen Schule", das in ganz Deutschland als „Tag des deutschen Volkstums" begangen wurde, zn einer eindrucks­vollen Treuekundgebung für unser Auslands­deutschtum. Unter den Ehrengästen sah man Reichswehrmini st er General von Blomberg, den Chef des Marinekommandos Vizeadmiral Groos, Obergruppenführer von Jagow und den Polizeipräsidenten von Le­se tz o w , Oberst Keiser vom Berliner Wacht- regiment, sowie zahlreiche Vertreter der Bewe­gung, der Reichsjugendführung und der Berliner Stadtverwaltung.

Nach dem feierlichen Einmarsch der zahllosen Fahnen und Wimpel und den Vegrüßungsworten des stellvertretenden Landesfllhrers des VDA., Frankenburg, Neumann, begannen die Dar­bietungen mit Gesangsvorträgen eines Massen- chors von 12 000 Sängern. Dann nahm der Schutz­herr des Festes, Oberbürgermeister Dr. Sahm, das Wort, um zunächst die Ehrengäste zu be­grüßen. Er wies weiter darauf hin, daß dieses Fest der Schule nach dem Berliner Vorbild heute in ganz Deutschland gefeiert werde. Dr. Sahm schloß mit den Worten, die der Führer auf dem Tag der HJ. in Nürnberg gesprochen hat: „Vor uns liegt Deutschland, in uns marschiert Deutsch­land und hinter uns kommt Deutschland".

Der Bundesleiter des VDA., Dr. Hans Steinacher, hielt sodann die Festrede. Er führte nach Dankesworten an die Reichsminister Frick und Ruft für die nachdrückliche Förderung dieses Festes u. a. aus:

Adolf Hitler hat als erster Staatsmann der Weltgeschichte die Volkstumsrechte proklamiert und sie zum Grundgesetz der Völlerpolitil erho­ben. Er hat die Achtung vor fremdem Bolkstum, die der deutsche Nationalsozialismus hegt, zum Maßstab gemacht für die Achtung, die unserem deutschen Bolkstum gezollt werden muß.

Es ist das Schicksal der deutschen Gcsamtnation so schloß Dr. Steinacher seine Ansprache, welches die Ausländsdeutschen auf ihre Posten berief. Wir wollen deshalb heute ihnen unseren Gruß ent­bieten und unseren Schwur: Wir kämpfen und

arbeiten für Euch, wir lassen nicht von Euch, wir sind Euch verbunden durch die Ewigkeit deutscher Geschichte!"

Ein Sprechchor, der u. a. die „Mahnung" Hein­rich Annackers vortrug, leitrte über zu denVoIk s- tänzen von 3000 Berliner Schülerinnen, die besonders begeisterten Beifall fanden. 600 Mäd­chen zeigten anschließend ihre Künste im Fahnen- schwingen.

Nunmehr übermittelte Ministerin! - Direktor Buttmann die Grüße der Reichs­regierung und besonders des Reichsinnen­ministers Dr. Frick Diese Kundgebung möge dem Auslandsdeutschtum beweisen, daß wir Deutsche uns ihnen in Blut und Geist zutiefst verbunden fühlen, daß wir sie als Vorkämpfer für deutschen Geist, deutsche Zucht und

Was Moskau erwartet

Die Hintergründe der französisch-sowjctrussischcn Zusammenarbeit

Paris, 16. September.

Ueber die Hintergründe der Bemühungen Frankreichs um die Aufnahme Rußlands gibt der in Gens weilende Außenpolitiker des „Echo de Paris" Aufschluß. Eine Stelle der Antwort Lit- winows gehe Frankreich ganz besonders an. Sie beziehe sich auf die Sicherheitsfrage. Der Volkskommissar wünsche Abänderungen zur An- gleichung des Völkerbundspaktes an den Briand- Kellog-Pakt. Hier nun dürfe man kein Mißver­stehen begehen. Die Staaten, die bisher etwas ähnliches gewollt hätten, seien in der Hauptsache darauf ausgewesen, dem Völkerbundspakt jede Sanktionsmöglichkeit gegen den Angreifer zu neh­men. Litwinow dagegen fordere eine Aenderung in entgegengesetzter Richtung. Deshalb vertrete er hinsichtlich der Sicherheit eine ähnliche These wie Frankreich. Das sei der Grund, warum die fran­zösische Delegation alles getan habe, um die Sowjets in den Völkerbund hineinzubringen^ (Aus diesem Grunde wird beispielsweise auch vor- „Oeuvre" die Aufnahme der Sowjets als Sieg Frankreichs über Deutschland gefeiert).

deutsche Sitte betrachten. Adolf Hitler, der selbst aus dem Volke gekommen ist und im Volke wurzelt, sei der beste Garant dafür, daß der Ge­danke an das Auslandsdeutschtum im Reiche nie­mals erstirbt.

Dann erklang das Lied d-er Hitlerjugend, das zum zweiten Programmteil überleitete: Ein großes Bewegungsfestspiel „Volksdeutscher Auf­bruch" unter Mitwirkung von sechstausend Schü­lern und Schülerinnen von Volks- und Höheren Schulen Berlins.

Es war ein herrlicher Anblick, als bei Beginn der Dunkelheit unter dem magischen Licht von Scheinwerfern eine Reihe großer Bewegungs­bilder gezeigt wurden, yie das Werden des neuen Deutschlands symbolisch darstellten.

GchiffsungliickimDanzigerHafen

Vorübergehende Sperrung des Verkehrs

Danzig, 16. September.

Der norwegische Dampfer „Dusken".der Reede­rei Eesdahl-Vergen (650 Tonnen) kenterte am Sonnabendabend bei der Ausfahrt aus dem Dan- ziger Hafen. In wenigen Minuten war das Schiff gesunken, nachdem Wasser in den Ma- schinenraum gedrungen war. Die Ein- und Aus­fahrt des Danziger Hafens war infolge dieses Unglücksfalles gesperrt. Der Unfall wurde so­fort bemerkt und die Besatzung des Dampfers konnte gerettet werden. .Zahlreiche Vergum;s- dampser erschienen sofort an der Unglücksstelle. Nachdem die Masten des verunglückten Damsicrs entfernt worden waren, gelang es, eine R:"n? für die Ein- und Ausfahrt freizuhalten. E« weilen können nur Schiffe bis zu 4000 Tonnen die Unglücksstelle passieren. Das Unglück ist dar­auf zurückzuführen, daß der Dampfer bei der Ausfahrt Schlagseite bekam.

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