Ausgabe 
(14.9.1934) Nr. 254
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Nr. 264 / 3. Vierteljahr

Freitag, 14. September

Einzelpreis 16 Nps.

Der ^8cr^e5t^Lrkt

k. !itü. Die drei baltischen Außenminister Lozoraitis, Seljamaa und Munters haben, wie bereits kurz berichtet, in Genf den Pakt zwischen Litauen, Estland und Lettland unter­zeichnet. Damit hat das seit einiger Zeit leb­haft erörterte baltische Abkommen politische Realität gewonnen. Wenn wir schon vor einer Woche daraus hinwiesen, daß in diesem Rigaer Pakt ein so weitgehendes Bündnis wie etwa das der „Kleinen Entente" zwischen der Tschechoslowakei, Südslawien und Ru­mänien nicht vorliegt, so findet diese Fest­stellung in dem jetzt bekannt werdenden Wortlaut des auf 10 Jahr abgeschlossenen Vertrages ihre Bestätigung. Es ist lediglich von der Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern im „Geiste des Völkerbundspaktes" sowie von der Verständigung in d en Fragen der auswärtigen Politik die Rede, für die ein gemeinsames Interesse vorliegt, wobei die Unterstützung auf politische und diplomatische Mittel be­schränkt bleibt. Mit anderen Worten: ein militärisches Zusammengehen ist nicht in Aussicht genommen, und es sollen die hei­ßen Eisen der Ostpolitik, die Wilna- und die Memelfrage, — eben weil sie keine ge­meinsamen Interessen berühren — weiterhin nur vom Einzelstaat angefaßt werden. Das ist zwar nicht mit dieser Offenheit gesagt; aber damit man sich trotz der üblichen diplo­matischen Verschleierung deutlich versteht, erkennen die vertragschließenden Parteien in Artikel 3 des Paktes ausdrücklich an, „daß ganz besondere Probleme bestehen, die eine gemeinsame Haltung schwierig machen könnten."

Hier liegt übrigens der Punkt, der für die praktische Anwendung des Paktes auch sonst von entscheidender Bedeutung ist. Unter Be­rufung auf diesen Artikel vermag nämlich jeder der drei Staaten, wenn es ihm zweck­mäßig erscheint, außenpolitisch doch wieder seine eigenen Wege zu gehen. Immerhin ist das Bemühen Estlands, Lettlands und Li­tauens unverkennbar, sich durch ein ge­meinsames Auftreten der Bevormundung seitens „uneigennütziger" Großmächte zu entziehen. Der Pakt steht, womit jene Ten­denz noch unterstrichen wird, dem Beitritt anderer Staaten offen. Gedacht ist hierbei offenbar an Finnland, das vorerst aber wohl keine Neigung zum Beitritt verspüren wird. Mit Deutschlands Absage an die Pa­riser und Moskauer Ostpakt- Politiker dürfte übrigens ebenso wie mit der Unterzeichnung des Baltenpaktes der endgültigen Stellungnahme der drei Ostsee­staaten zu Barthous und Litwinöws Projekt nicht unwesentlich vorgearbeitet worden sein. Alles in allem hält sich der Zusammenschluß der drei Baltikumländer juristisch und poli­tisch ungefähr in der Mitte zwischen dem Zusammengehen der Staaten der Kleinen Entente und derjenigen Form der Zusam­menarbeit, die sich die drei skandinavi­schen Länder für die Vertretung ihrer ge­meinsamen Interessen gewählt haben.

Abkommen mit Oesterreich

London, 13. September.

Reuter meldet aus Gens: Wie verlautet, er­wägen die Großmächte auf Veranlassung Italiens einen Vorschlag, nach dem die Großmächte die Nachbarstaaten Oesterreichs zur Unterzeichnung eines Paktes einladen, in dem sie sich zur Nicht­einmischung in österreichische Angelegenheiten verpflichten. Deutschland würde natürlich zur Be­teiligung an dem Pakt eingeladen werden. Von der deutschen Antwort würde es abhängen, welche Maßnahmen die in Frage kommenden Staaten später ergreifen würden. Bundeskanzler Schusch- nigg ist bei Sir John Simon, Barthou »nd Baron Aloisi gewesen. Letzterer hatte eine lange Unterredung mit Sir John Simon.

Gegenbesuch des Führers

beim Doyen des Diplomatischen Korps Berlin, 13. September.

In Erwiderung des gestrigen Besuches des Diplomatischen Korps stattete der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler heute mittag 12 Uhr dem Doyen der in Berlin beglaubigten fremden Vertreter, dem apostolischen Nuntius Monsignore Orsenigo, in der Nuntiatur in der Rauchstraße einen Gegenbesuch ab; der Führer war hierbei von dem Staatssekretär der Präsidialkanzlei, Dr. Meißner, und seinem persönlichen Adjutanten, Gruppenführer Briickner, begleitet.

Eine Rebe des Neichsaußenministers in Stuttgart

Bekenntnis LE AMree

Ausländsdeutsche und Volkstum

Für aufrichtige Verständigung von Staat zu Staat, ohne Bündnisse und Bündniögruppen Beschränkung der Souveränität des Gaargebietes durch Deutschland völlig »indiskutabel

Stuttgart, 13. September.

Bei der Tagung des Deutschen Ausland- Instituts in Sruttgart hielt Reichsaußenminister v. Neurath eine Rede, in der er u. a. ausführte:

Es ist mir eine besondere Freude, in diesem Jahr persönlich an der Jahrestagung des DAJ. teil­nehmen und die Glückwünsche der Reichsregierung überbringen zu können.

Wir Deutschen im Reich haben es gegenüber unseren Brüdern und Schwestern im Ausland ver­hältnismäßig sehr leicht. Wir sind seit dem gro­ßen Umbruch des vorigen Jahres ein innerlich geschlossenes, fest gefügtes, von einem einheitlichen Willen beseeltes Volk, das unter der starken Füh­rung seines Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler steht. Die Tage von Nürnberg, die soeben verklungen sind, haben uns und aller Welt hier­für wieder einen erhebenden Beweis erbracht.

Eewiß ist dem deutschen Volk und Reich sein« Behauptung inmitten fremder Völker und Staaten keineswegs leicht gemacht. Aber wir können die großen außenpolitischen Aufgaben, die uns bevorstehen, wagen, in dem sicheren Be­wußtsein, daß die Erhaltung unserer völkischen Eigenart nicht bedroht ist und daß sie uns nie­mand nehmen kann.

Ganz anders unsere Volksgenossen im Ausland, insbesondere die außerhalb der Reichsgrenzen lebenden deutschen Volksgruppen. Sie müssen täglich schwer um die Erhaltung dessen ringen, was uns im Reich ohne weiteres sichergestellt ist, und was auch ihnen gleich uns das Teuerste und das für die Erhaltung ihrer Existenz Wichtigste ist, nämlich die Wahrung der von den Vatern er­erbten Sprache, Religion, Sitte und Kultur. Was ist natürlicher, als daß sie zugleich dengeistigen A ustausch mit dem deutschen Volk in der Hei­mat dauernd gesichert wissen möchten? Und doch müssen wir immer wieder di> Erfahrung machen, daß die Ideen, die wir in dem Volkstumsgedanken verkörpert sehen, von fremden Völkern vielfach nicht nur verstanden, sondern absichtlich mißver­standen und falsch ausgelegt werden.

Das Volk, die Gemeinschaft derer, die gleichen Blutes, gleicher Sprache und gleicher Gesinnung sind, ist das Naturgegebene und Wesentliche, vdn dem der Nationalsozialismus ausgeht. In diesem Sinne hat, wie Sie, meine Volksgenossen und Volksgenossinnen, alle wissen, der Führer und Reichskanzler zu wiederholten Malen betont, daß

unserer heißen Liebe zum eigenen Volk die Ach­tung vor fremden Völkern gegenüber­steht. Daraus geht klar hervor, daß die Erhal­tung und Förderung des deutschen Volkstums, wie sie der Nationalsozialismus will, nichts mit Im­perialismus zu tun hat. Sie verträgt sich viel­mehr durchaus mit den Rechten und Interessen anderer Völker.

Wir können feststellen, daß eine Reihe von fremden Völkern sich den Volkstumsgedanken zu eigen gemacht haben und daß daraus in der Praxis für ihre Völker weitgehende Forderungen her­leiten. Wenn einmal auch bei anderen Völkern das Eintreten für das eigene Volkstum eine glück­liche Ergänzung finden sollte durch die Achtung vor der kulturellen Eigenartfrem- den Volkstums, wie sie unser Führer als Grundsatz nationalsozialistischer Weltanschauung so deutlich bekundet hat, dann dürfen wir davon glückliche Rückwirkungen auf das friedliche Zu­sammenleben der Völker erhoffen. Das deutsche Volk will jedenfalls nichts anderes als dies: mit

Zuspitzung im AGA.-Streik

Bereitstellung von Bundestruppen Washington, 13. September.

Der Kriegsminister hat bekanntgegeben, daß angesichts der schweren Sireikunruhen in Rhode Island 2VÜÜ Mann Bundestruppen bereitgestellt worden sind. Die Heranziehung des Bundesheeres ist ein ungewöhnlicher Schritt, da man im allgemeinen bei solchen Anlässen sich lediglich der Nationalgarde bedient. Der Gouverneur von Rhode Island hat bereits eine Reihe außergewöhnlicher Maßnahmen verfügt. Die Staatspolizei ist angewiesen worden, sämtliche bekannteren Kommunisten zu verhaften.

Da zur Bewachung der Fabrikbetriebe die Nationalgarde stark verzettelt werden mußte, hat der Gouverneur ferner die Kriegsteilnehmerverbände aufgefordert, 1000 Mann bereitzustellen, die bewaffnet und als Reserve der Nationalgarde benutzt werden sollen. (Weitere Meldungen über den Textil­arbeiterstreik auf Seite 2.)

fremden Staaten in Frieden leben und mit frem­den Völkern friedliche und freundnachbarliche Be­ziehungen unterhalten.

Die besonderen Methoden der Friedenssicherung, wie sie gerade jetzt von gewissen Regierungen empfohlen und versucht werden, können wir frei­lich nicht gutheißen. Gerade weil wir den Frieden wollen, können wir nicht komplizierten und be­denklichen Vertragssystemen zustimmen, die aus machtpolitischen Tendenzen geboren, nur den Krieg gegen den Krieg vorbereiten wollen, und nach unserer Ansicht nicht zur Entspannung der Lage beitragen.

Was wir wünschen und anstreben, ist die auf­richtige Verständigung von Staat zu Staat, ohne Bündnisse und Vündnisgruppen, die offene Aus­sprache über entgegenstehende Interessen und den Vergleich solcher Interessen auf der Grundlage gegenseitiger Achtung und der Gleichberechtigung.

Wenn wir heute die große Idee des deutschen Volkstums feiern, richten sich unsere Gedanken von selbst auf die Frage, die jetzt in besonderem Maße das ganze deutsche Volk bewegt und in naher Zeit zur Entscheidung kommen wird: Die Saarfrage. Künstlich durch den Versailler Vertrag geschaffen, hat sie 15 Jahre kerndeutsche Volksgenossen äußerlich von uns getrennt und zu­gleich die politischen Beziehungen zu unserem west­lichen Nachbar belastet. Der bevorstehenden Neu­ordnung dieses Zustandes sehen wir mit ruhiger Zuversicht entgegen, ist doch die Entscheidung in die Hände der Bevölkerung selbst gelegt, die am 13. Januar die einfache Tatsache bekunden wird, daß sie deutsch ist.

Eewiß wird noch eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit der Beendigung des gegen­wärtigen Saarregimes zu regeln sein. Aber es sind technische Fragen, die das politische Grund­problem und dessen Lösung nicht berühren und zu Schwierigkeiten schon deshalb nicht führen dürfen, weil der Vertrag selbst die klaren Richtlinien für die Regelung enthält.

Aus Grund der Abstimmung unserer treudeut­schen Saarbevölkerung und in Aussührung der vertraglichen Bestimmungen wird zu Beginn des nächsten Jahres das Saargebiet ohne Beschrän­kung der deutschen Souveränität, sür die der Ver­trag keine Handhabe bietet, mit dem Vaterlande endlich wieder vereinigt werden.

(Siehe auch Seite 2)

Eine Genfer „Bombe" geplatzt

polen besteht auf Verallgemeinerung ber Minderhestenschubvervstichtungen

Gens, 13. September.

Der polnische Außenminister Vcck hat am Donnerstag in einer aufsehenerregenden Rede vor der Vollversammlung des Völkerbundes die praktische Mitwirkung Polens an der Durchfüh­rung seiner internationalen Minderheiten-Schutz- verpslichtungen vom heutigen Tage ab gekündigt. Polen habe in seinem Antrag an die Bölker- bundsversammlung die Verallgemeinerung dieser Verpflichtungen verlangt, und es halte an dieser Forderung sest und erwarte eine klare und deut­liche Antwort. Wenn die Antwort positiv sei, so werde es an der Ausarbeitung der Bestimmungen sür ein allgemeines Minderheitenabkommen mit­arbeiten, wobei die polnische Regierung es sür selbstverständlich halte, daß dabei die besonderen Bedingungen der anderen Erdteile berücksichtigt werden. Allerdings habe er den Eindruck ge­wonnen, daß sich bei der Mehrzahl der Regierun­gen die ablehnende Haltung gegenüber dem pol­nischen Antrag, die schon im vergangenen Jahre zu einer Zurückweisung der polnischen Forderun­gen geführt habe, nicht verändert habe.

Bei dieser Lage habe er noch folgendes zu erklären: „In Erwartung der Inkraftsetzung eines allgemeinen und gleichartigen Systems des Minderheitenschutzes sieht sich meine Re­gierung veranlaßt, von heute ab jede Zusam­menarbeit mit den internationalen Organi­sationen abzulehnen, soweit sie die Kontrolle der Durchführung des Minderheitenschutzes durch Polen betrifft."

Beck fügte hinzu, daß diese Entscheidung der polnischen Regierung nicht gegen die In­teressen der Minderheit gerichtet sei. Diese Interessen blieben weiter durch kür grund­legenden Gesetze Polens geschützt, durch Gesetze, die den Minderheiten der Sprache, der Rasse und der Religion freie Entwicklung und gleichberech­tigte Behandlung zusicherten. So würde sich auch nichts an der wirklichen Lage der Minderheiten ändern.

Vorher hatte Beck in längeren Ausführungen aus'inandergesctzt. daß Polen den nur einigen Staaten einseitig auferlegten Minderheitenschutz als eine Ungerechtigkeit und Dis­kriminierung betrachte, die weder mit der

Gleichberechtigung aller Mitglieder !m Völker­bund noch mit der demokratischen Verfassung des Bundes im Einklang stände. Der Minderheiten­schutz sei außerdem durchaus nichts Einheitliches und Ganzes, sondern willkürlich und zufällig, da hier ganz und dort teilweise und an anderer Stelle wieder überhaupt nicht angewandt. Bei manchen Staaten habe man sich mit ganz einfachen Er­klärungen begnügt und anderen erlasse man sogar beim Eintritt in den Völkerbund diese Erklä­rungen, welches auch immer die Lage der Min­derheiten auf ihrem Gebiete sei.

Im übrigen habe sich die Anwendung der bis­herigen Minderheitenschutzgesetze als völlig ent­täuschend gezeigt. Sie habe den Minderheiten

London, 13. September.

Der gut unterrichtete Mitarbeiter des „Daily Telegraph" meldet, Polen habe endgültig be­schlossen, sich an dem osteuropäischen Pakt für gegenseitigen Beistand nicht zu beteiligen. Der Berichterstatter, dessen Informationen anscheinend teilweise aus polnischer Quelle stammen, berichtet serner, die kleinen baltischen Länder hätten ihre Beteiligung von der Teilnahme Deutschlands und Polens abhängig gemacht.

Es ist daher so gut wie gewiß, daß Estland, Lettland und Litauen unter den jetzigen Um­ständen ebenfalls die Vorschläge für diesen Pakt verwerfen werden, und diese Gewißheit wird noch erhöht durch die Genfer Meldung über den A b - schluß des Baltenpakts. Von den Teil­nehmern, die in Aussicht genommen waren, blei­ben also nur noch Frankreich, Sowjetrußland und die Tschechoslowakei übrig. Da England darauf beharrt, daß ein osteuropäischer Pakt gegenseitige Garantien für Deutschland enthalten mutz, ist es unwahrscheinlich, daß eine britische Zustimmung zu irgendeiner Vereinbarung zu erlangen sein wird, da diese Länder jetzt vielleicht unterein­ander schließen würden.

nichts genlltzt, aber als Mittel sür eine herab­setzende Propaganda gegen diejenigen Staaten ge­dient, die ihnen unterworfen waren und außer­dem noch als politisches Druckmittel, das von Staaten angewandt wurde, die, ohne selbst durch diese Verträge gebunden zu sein, das Recht für sich in Anspruch nahmen, an ihrer Kontrolle teil­zunehmen. Es handele sich jetzt darum, — und nach dieser Richtung richte er einen Appell an die Versammlung — die früher begangenen Fehler zu beseitigen, und eine dauerhafte, klare und gleichförmige Grundlage zu schassen, auf der das System des internationalen Minderheitenschutzes in einer endgültigen und haltbaren Art errichtet werden könne.

Der Sonderkorrespondent fährt fort: Polens Haltung wird von der Ueberzeugung diktiert, daß es eher verlieren als gewinnen dürfte, wenn es einem Ostpakt beitrete. Es hat schon Nichtan­griffspakte mit Deutschland im Westen und mit Rußland im Osten. Polen vertritt den Stand­punkt, daß es, wenn solche Pakte überhaupt irgendwelchen praktischen Wert haben, schon versorgt ist.

Ueber das polnisch-französische Ver­hältnis führt der Berichterstatter aus: Die Tatsache, daß Polen den Wünschen eines alliier­ten Frankreich nicht stattgibt, braucht nicht als Zeichen einer Entfremdung zwischen beiden Län­dern betrachtet zu werden, sondern als Zeichen der zunehmenden Entschlossenheil Polens, als durchaus gleichberechtigter und unabhängiger Staat anerkannt zu werden. Gute Beziehungen zwischen Frankreich und Polen entsprechen der Ueberlieferung, aber sie werden nicht vollkommen wieder hergestellt werden, so lange Frankreich es unterläßt, Polens Recht darauf anzuerkennen, be­fragt zu werden, und über seine Politik zu ent­scheiden, wie es nach seiner Meinung seinen eigenen Interessen entspricht.

Auch polen lehnt den Ostpakt ab?

Es ist bereits durch feine zweiseitigen Nichtangriffspakte versorgt

Von

Wilhelm Kube,

Gauleiter der Nordmark

Der Reichsparteitag der Nationalsoziali­stischen Deutschen Arbeiterpartei ist zu Ende. Er stand unter eines Mannes Eindruck. Die Persönlichkeit unseres Führers Adolf Hitler beherrschte die Tagung von Anbeginn bis zum Ende. Nie hat es in der Geschichte ein Beispiel gleicher Verbundenheit zwischen Volk und Führer gegeben, das dem Verhält­nis zwischen unserem Führer und uns nahe­kommt.

Adolf Hitler ist eine geniale und univer­selle Persönlichkeit. Es gibt wohl kein Ge­biet menschlicher Tätigkeit, das der Führer nicht souverän beherrschte. Das Schicksal bat viel von ihm verlangt. Er ist jeder Foroe- rung gerecht geblieben.

Die Schöpfung Gottes wird von der Har­monie beherrscht. Die Persönlichkeit Adolf Hitlers ist ein Ausdruck dieser Harmonie. Adolf Hitler ist ein leidenschaftlicher Mensch. Seine Leidenschaft heißt und ist Deutschland! Deutschland gewinnt durch ihn ein neues Ge­sicht, dessen Gestaltung wir, die Zeitgenossen Adolf Hitlers, seine Helfer am Werke, mit­erleben dürfen.

Nur ganz selten gewinnt ein Volk ein neues Antlitz. Das Antlitz der Deutschen war immer heroisch. Die Stirn der Deutschen war immer geistvoll und klug. Das Herz der Deutschen war immer tapfer. Die Faust der Deutschen war immer stark. Das war zur Zeit der Cimbern und Teutonen. Der Che­rusker erlebte es in gleicher Form. Theode- rich der Große, Heinrich der Löwe und Fride- ricus Rex, unser König und Held, waren Träger der gleichen Gedanken. Sie alle aber wurden von Allvater nicht gewürdigt, ihres Sehnens und Ringens Vollendung zu schauen. Adolf Hitler ist der Schöpfer der deutschen Einheit. Der Reichsparteitag von Nürnberg 1934 ist die Bestätigung, die Bekräftigung, der Schwur der deutschen Einheit.

Vor den Augen der ganzen Welt wuchs das Werk Hitlers zu unerhörter Größe und Vollendung. Wir haben bereits in den Jah­ren des Kampfes gesagt, daß der National­sozialismus Adolf Hitlers mit keiner politi­schen Weltanschauung irgendeiner anderen Nation zu vergleichen ist. Die Prägung einer Weltanschauung wächst aus dem Blute. Und mögen die Zeitgenossen in anderen Nationen sich zum Heldentum bekennen: Sie werden stets in den Schranken ihrer Möglichkeiten gebunden bleiben. Das deutsche Volk aber erlebt zum ersten Male in seiner Geschichte ein Zeitalter, das alle Kräfte der Nation unter der Führung eines von Gott besonders begnadeten Mannes sich entfalten sieht.

Ueber die Einzelheiten der großen Nürn­berger Tagung hat die Tagespresse berichtet. Wir brauchen uns in der Darstellung dieser Einzelheiten nicht zu verlieren. Als Gau­leiter oer NSDAP. hat man im Dienst die Möglichkeit, gewissermaßen in der Um­gebung des Führers das gewaltige Geschehen dieser 8 Tage durch seine Seele hindurch- fluten zu lassen. Grundsätzlich unterscheidet sich ein nationalsozialistischer Reichspartei­tag von den lächerlichen Parteitagen der Ver­gangenheit und der Demokratien der Gegen­wart. Auf ihnen wurde debattiert, wurde ge­schmäht, wurde Eitelkeit vorgeführt. Ein nationalsozialistischer Reichsparteitag ist die in tausend Sonnen leuchtende Kraft und Schönheit des neuen Deutschlands.

Und wieder war es Adolf Hitlers Persön­lichkeit, die der Tagung Form und Inhalt gab. Der Kongreß wurde von seiner Bot­schaft und von seiner Schlußrede beherrscht. Gewiß kamen auch kluge Gedanken und gute Formulierungen in den Reden der von Adolf Hitler zum Vortrag befohlenen Partei­genossen zum Ausdruck. Das ist ja eine Selbstverständlichkeit, über die man kaum ein Wort zu verlieren braucht. Denn es ist eben selbstverständlich, daß der weiseste Führer der Nation nicht Dummköpfe um sich ver­sammelt.

Aber alle diese Reden sind gegenüber der klassischen Wucht Hitlerscher Wort- und Ge­dankenprägung doch nur bescheidene Aus­drucksmöglichkeiten für das, was, der Natio­nalsozialismus will. Darum lohnt es sich nicht, auf diese Einzelheiten einzugehen, mögen sie auch hier und da wie ein Brillant­feuerwerk aufgeleuchtet haben. Und die Ge-

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Marxistische Umsturzplüne in Spanien

Der Textil-Schlichtungsausschuß H

seine Bemühungen auf ,

Sulzbacher Pater gematzregelt !

Der Führer trägt den „Deutschen Ring"