^ r-r« s ^
^ ^ ^
, ^ § ^ ^ ^ ^ ^ ^ 8
^§2.8» T'S Z
r ^ » <» Hs
-. ^- «s^ ^ ^
^GkW „°Z -ÄZ.Z ^ALKIZ
^ 3
r v A^" : 5^—,^2 2
§8^-
> 8 r» s.",
-7- -; ^ » y
r " - r
§ ^ n
!. § ^ ?^L
^u> ^ ^
> >s Z§>2>- H- -- -- ->T
o» 2.»--« ^ -A <» !^ <,
^§8 - S c
' r> -.-^
'3 " --§>^
'L'L
kZ»L8Z8'
A-ZffZlZ!
-
2^ <» S ^ 2 C'
° w »Z° "2"° lsL D" r-I
eoZ.» „ n,/ ^ ^ 8 ^
^ s V ^ 2 V'
< >3^ V»
^ Z . ^e ^ » ^ ^
^ § v 3 L ^ 2'
'§WE
!<z>B^ »2s:
S-
, rd s-L ---
» ->w 7-" , >« -««: " n st st' '^"Zst:
- wL -
>2 <» ^ M» ^
^ <i u» v - r v> «-»- » » 8 «
- s?-°ri
.§ s ^ r:
°Z v-°:
, o !>?: »k k>- v "Z:
^ ? Q-- 7
! " § - fl
: « s»:.
' Ä-p 2 '
! 5> 7?Ä:k.
> -.ö^t
!. t- v^.
:
2°:!
? t
Z-i
8 o* ! 8"?
vremer
das amtliche Organ Ses Senats
Zeitung
Ser Sreien Lanfestadt vremen
Monats-BeZug: Bei täglichem Erscheinen RM. 2,30 einschließlich 30 Rps. Zustellungsgebühr: durch dr» -post RM. 2,30 einschließlich Ueberweisungtzgebühr, aussch! Postbestellgeld. Der Bezugtzpreis ist im voraus zu entrich. ten. — Postscheck Hamburg 172 72. - Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz. NS.-Eauverlag Weser-Ems G. m. b. H., Zweigniederlassung Bremen. Geeren 6-8 / Fernruf: Roland 623.
1 9
3
4
Nnzcigen-Grundpreisc: Die Ermäßigte Grundpreise (f Preisliste t. lNachlaßstane Sprechzeit des Verlages
22-mm.AeiIe tm Anzeigenteil IS Rps. die lo-mm-geile im Lextteä 7b Rr» ltr kleine Anzeigen. Jamtllenanzcigen u. a.» sowie sonstige Bedingungen laui 0.i Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeichtutz Iv llyr werktäglich von 12—13 Uhr. der Schristleitung werktäglich von IK—17 Uhr.
Nr. 264 / 3. Vierteljahr
Freitag, 14. September
Einzelpreis 16 Nps.
Der ^8cr^e5t^Lrkt
k. !itü. Die drei baltischen Außenminister Lozoraitis, Seljamaa und Munters haben, wie bereits kurz berichtet, in Genf den Pakt zwischen Litauen, Estland und Lettland unterzeichnet. Damit hat das seit einiger Zeit lebhaft erörterte baltische Abkommen politische Realität gewonnen. Wenn wir schon vor einer Woche daraus hinwiesen, daß in diesem Rigaer Pakt ein so weitgehendes Bündnis wie etwa das der „Kleinen Entente" zwischen der Tschechoslowakei, Südslawien und Rumänien nicht vorliegt, so findet diese Feststellung in dem jetzt bekannt werdenden Wortlaut des auf 10 Jahr abgeschlossenen Vertrages ihre Bestätigung. Es ist lediglich von der Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern im „Geiste des Völkerbundspaktes" sowie von der Verständigung in d en Fragen der auswärtigen Politik die Rede, für die ein gemeinsames Interesse vorliegt, wobei die Unterstützung auf politische und diplomatische Mittel beschränkt bleibt. Mit anderen Worten: ein militärisches Zusammengehen ist nicht in Aussicht genommen, und es sollen die heißen Eisen der Ostpolitik, die Wilna- und die Memelfrage, — eben weil sie keine gemeinsamen Interessen berühren — weiterhin nur vom Einzelstaat angefaßt werden. Das ist zwar nicht mit dieser Offenheit gesagt; aber damit man sich trotz der üblichen diplomatischen Verschleierung deutlich versteht, erkennen die vertragschließenden Parteien in Artikel 3 des Paktes ausdrücklich an, „daß ganz besondere Probleme bestehen, die eine gemeinsame Haltung schwierig machen könnten."
Hier liegt übrigens der Punkt, der für die praktische Anwendung des Paktes auch sonst von entscheidender Bedeutung ist. Unter Berufung auf diesen Artikel vermag nämlich jeder der drei Staaten, wenn es ihm zweckmäßig erscheint, außenpolitisch doch wieder seine eigenen Wege zu gehen. Immerhin ist das Bemühen Estlands, Lettlands und Litauens unverkennbar, sich durch ein gemeinsames Auftreten der Bevormundung seitens „uneigennütziger" Großmächte zu entziehen. Der Pakt steht, womit jene Tendenz noch unterstrichen wird, dem Beitritt anderer Staaten offen. Gedacht ist hierbei offenbar an Finnland, das vorerst aber wohl keine Neigung zum Beitritt verspüren wird. Mit Deutschlands Absage an die Pariser und Moskauer Ostpakt- Politiker dürfte übrigens ebenso wie mit der Unterzeichnung des Baltenpaktes der endgültigen Stellungnahme der drei Ostseestaaten zu Barthous und Litwinöws Projekt nicht unwesentlich vorgearbeitet worden sein. Alles in allem hält sich der Zusammenschluß der drei Baltikumländer juristisch und politisch ungefähr in der Mitte zwischen dem Zusammengehen der Staaten der Kleinen Entente und derjenigen Form der Zusammenarbeit, die sich die drei skandinavischen Länder für die Vertretung ihrer gemeinsamen Interessen gewählt haben.
Abkommen mit Oesterreich
London, 13. September.
Reuter meldet aus Gens: Wie verlautet, erwägen die Großmächte auf Veranlassung Italiens einen Vorschlag, nach dem die Großmächte die Nachbarstaaten Oesterreichs zur Unterzeichnung eines Paktes einladen, in dem sie sich zur Nichteinmischung in österreichische Angelegenheiten verpflichten. Deutschland würde natürlich zur Beteiligung an dem Pakt eingeladen werden. Von der deutschen Antwort würde es abhängen, welche Maßnahmen die in Frage kommenden Staaten später ergreifen würden. Bundeskanzler Schusch- nigg ist bei Sir John Simon, Barthou »nd Baron Aloisi gewesen. Letzterer hatte eine lange Unterredung mit Sir John Simon.
Gegenbesuch des Führers
beim Doyen des Diplomatischen Korps Berlin, 13. September.
In Erwiderung des gestrigen Besuches des Diplomatischen Korps stattete der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler heute mittag 12 Uhr dem Doyen der in Berlin beglaubigten fremden Vertreter, dem apostolischen Nuntius Monsignore Orsenigo, in der Nuntiatur in der Rauchstraße einen Gegenbesuch ab; der Führer war hierbei von dem Staatssekretär der Präsidialkanzlei, Dr. Meißner, und seinem persönlichen Adjutanten, Gruppenführer Briickner, begleitet.
Eine Rebe des Neichsaußenministers in Stuttgart
Bekenntnis LE AMree
Ausländsdeutsche und Volkstum
Für aufrichtige Verständigung von Staat zu Staat, ohne Bündnisse und Bündniögruppen Beschränkung der Souveränität des Gaargebietes durch Deutschland völlig »indiskutabel
Stuttgart, 13. September.
Bei der Tagung des Deutschen Ausland- Instituts in Sruttgart hielt Reichsaußenminister v. Neurath eine Rede, in der er u. a. ausführte:
Es ist mir eine besondere Freude, in diesem Jahr persönlich an der Jahrestagung des DAJ. teilnehmen und die Glückwünsche der Reichsregierung überbringen zu können.
Wir Deutschen im Reich haben es gegenüber unseren Brüdern und Schwestern im Ausland verhältnismäßig sehr leicht. Wir sind seit dem großen Umbruch des vorigen Jahres ein innerlich geschlossenes, fest gefügtes, von einem einheitlichen Willen beseeltes Volk, das unter der starken Führung seines Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler steht. Die Tage von Nürnberg, die soeben verklungen sind, haben uns und aller Welt hierfür wieder einen erhebenden Beweis erbracht.
Eewiß ist dem deutschen Volk und Reich sein« Behauptung inmitten fremder Völker und Staaten keineswegs leicht gemacht. Aber wir können die großen außenpolitischen Aufgaben, die uns bevorstehen, wagen, in dem sicheren Bewußtsein, daß die Erhaltung unserer völkischen Eigenart nicht bedroht ist und daß sie uns niemand nehmen kann.
Ganz anders unsere Volksgenossen im Ausland, insbesondere die außerhalb der Reichsgrenzen lebenden deutschen Volksgruppen. Sie müssen täglich schwer um die Erhaltung dessen ringen, was uns im Reich ohne weiteres sichergestellt ist, und was auch ihnen gleich uns das Teuerste und das für die Erhaltung ihrer Existenz Wichtigste ist, nämlich die Wahrung der von den Vatern ererbten Sprache, Religion, Sitte und Kultur. Was ist natürlicher, als daß sie zugleich dengeistigen A ustausch mit dem deutschen Volk in der Heimat dauernd gesichert wissen möchten? Und doch müssen wir immer wieder di> Erfahrung machen, daß die Ideen, die wir in dem Volkstumsgedanken verkörpert sehen, von fremden Völkern vielfach nicht nur verstanden, sondern absichtlich mißverstanden und falsch ausgelegt werden.
Das Volk, die Gemeinschaft derer, die gleichen Blutes, gleicher Sprache und gleicher Gesinnung sind, ist das Naturgegebene und Wesentliche, vdn dem der Nationalsozialismus ausgeht. In diesem Sinne hat, wie Sie, meine Volksgenossen und Volksgenossinnen, alle wissen, der Führer und Reichskanzler zu wiederholten Malen betont, daß
unserer heißen Liebe zum eigenen Volk die Achtung vor fremden Völkern gegenübersteht. Daraus geht klar hervor, daß die Erhaltung und Förderung des deutschen Volkstums, wie sie der Nationalsozialismus will, nichts mit Imperialismus zu tun hat. Sie verträgt sich vielmehr durchaus mit den Rechten und Interessen anderer Völker.
Wir können feststellen, daß eine Reihe von fremden Völkern sich den Volkstumsgedanken zu eigen gemacht haben und daß daraus in der Praxis für ihre Völker weitgehende Forderungen herleiten. Wenn einmal auch bei anderen Völkern das Eintreten für das eigene Volkstum eine glückliche Ergänzung finden sollte durch die Achtung vor der kulturellen Eigenartfrem- den Volkstums, wie sie unser Führer als Grundsatz nationalsozialistischer Weltanschauung so deutlich bekundet hat, dann dürfen wir davon glückliche Rückwirkungen auf das friedliche Zusammenleben der Völker erhoffen. Das deutsche Volk will jedenfalls nichts anderes als dies: mit
Zuspitzung im AGA.-Streik
Bereitstellung von Bundestruppen Washington, 13. September.
Der Kriegsminister hat bekanntgegeben, daß angesichts der schweren Sireikunruhen in Rhode Island 2VÜÜ Mann Bundestruppen bereitgestellt worden sind. Die Heranziehung des Bundesheeres ist ein ungewöhnlicher Schritt, da man im allgemeinen bei solchen Anlässen sich lediglich der Nationalgarde bedient. Der Gouverneur von Rhode Island hat bereits eine Reihe außergewöhnlicher Maßnahmen verfügt. Die Staatspolizei ist angewiesen worden, sämtliche bekannteren Kommunisten zu verhaften.
Da zur Bewachung der Fabrikbetriebe die Nationalgarde stark verzettelt werden mußte, hat der Gouverneur ferner die Kriegsteilnehmerverbände aufgefordert, 1000 Mann bereitzustellen, die bewaffnet und als Reserve der Nationalgarde benutzt werden sollen. (Weitere Meldungen über den Textilarbeiterstreik auf Seite 2.)
fremden Staaten in Frieden leben und mit fremden Völkern friedliche und freundnachbarliche Beziehungen unterhalten.
Die besonderen Methoden der Friedenssicherung, wie sie gerade jetzt von gewissen Regierungen empfohlen und versucht werden, können wir freilich nicht gutheißen. Gerade weil wir den Frieden wollen, können wir nicht komplizierten und bedenklichen Vertragssystemen zustimmen, die aus machtpolitischen Tendenzen geboren, nur den Krieg gegen den Krieg vorbereiten wollen, und nach unserer Ansicht nicht zur Entspannung der Lage beitragen.
Was wir wünschen und anstreben, ist die aufrichtige Verständigung von Staat zu Staat, ohne Bündnisse und Vündnisgruppen, die offene Aussprache über entgegenstehende Interessen und den Vergleich solcher Interessen auf der Grundlage gegenseitiger Achtung und der Gleichberechtigung.
Wenn wir heute die große Idee des deutschen Volkstums feiern, richten sich unsere Gedanken von selbst auf die Frage, die jetzt in besonderem Maße das ganze deutsche Volk bewegt und in naher Zeit zur Entscheidung kommen wird: Die Saarfrage. Künstlich durch den Versailler Vertrag geschaffen, hat sie 15 Jahre kerndeutsche Volksgenossen äußerlich von uns getrennt und zugleich die politischen Beziehungen zu unserem westlichen Nachbar belastet. Der bevorstehenden Neuordnung dieses Zustandes sehen wir mit ruhiger Zuversicht entgegen, ist doch die Entscheidung in die Hände der Bevölkerung selbst gelegt, die am 13. Januar die einfache Tatsache bekunden wird, daß sie deutsch ist.
Eewiß wird noch eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit der Beendigung des gegenwärtigen Saarregimes zu regeln sein. Aber es sind technische Fragen, die das politische Grundproblem und dessen Lösung nicht berühren und zu Schwierigkeiten schon deshalb nicht führen dürfen, weil der Vertrag selbst die klaren Richtlinien für die Regelung enthält.
Aus Grund der Abstimmung unserer treudeutschen Saarbevölkerung und in Aussührung der vertraglichen Bestimmungen wird zu Beginn des nächsten Jahres das Saargebiet ohne Beschränkung der deutschen Souveränität, sür die der Vertrag keine Handhabe bietet, mit dem Vaterlande endlich wieder vereinigt werden.
(Siehe auch Seite 2)
Eine Genfer „Bombe" geplatzt
polen besteht auf Verallgemeinerung ber Minderhestenschubvervstichtungen
Gens, 13. September.
Der polnische Außenminister Vcck hat am Donnerstag in einer aufsehenerregenden Rede vor der Vollversammlung des Völkerbundes die praktische Mitwirkung Polens an der Durchführung seiner internationalen Minderheiten-Schutz- verpslichtungen vom heutigen Tage ab gekündigt. Polen habe in seinem Antrag an die Bölker- bundsversammlung die Verallgemeinerung dieser Verpflichtungen verlangt, und es halte an dieser Forderung sest und erwarte eine klare und deutliche Antwort. Wenn die Antwort positiv sei, so werde es an der Ausarbeitung der Bestimmungen sür ein allgemeines Minderheitenabkommen mitarbeiten, wobei die polnische Regierung es sür selbstverständlich halte, daß dabei die besonderen Bedingungen der anderen Erdteile berücksichtigt werden. Allerdings habe er den Eindruck gewonnen, daß sich bei der Mehrzahl der Regierungen die ablehnende Haltung gegenüber dem polnischen Antrag, die schon im vergangenen Jahre zu einer Zurückweisung der polnischen Forderungen geführt habe, nicht verändert habe.
Bei dieser Lage habe er noch folgendes zu erklären: „In Erwartung der Inkraftsetzung eines allgemeinen und gleichartigen Systems des Minderheitenschutzes sieht sich meine Regierung veranlaßt, von heute ab jede Zusammenarbeit mit den internationalen Organisationen abzulehnen, soweit sie die Kontrolle der Durchführung des Minderheitenschutzes durch Polen betrifft."
Beck fügte hinzu, daß diese Entscheidung der polnischen Regierung nicht gegen die Interessen der Minderheit gerichtet sei. Diese Interessen blieben weiter durch kür grundlegenden Gesetze Polens geschützt, durch Gesetze, die den Minderheiten der Sprache, der Rasse und der Religion freie Entwicklung und gleichberechtigte Behandlung zusicherten. So würde sich auch nichts an der wirklichen Lage der Minderheiten ändern.
Vorher hatte Beck in längeren Ausführungen aus'inandergesctzt. daß Polen den nur einigen Staaten einseitig auferlegten Minderheitenschutz als eine Ungerechtigkeit und Diskriminierung betrachte, die weder mit der
Gleichberechtigung aller Mitglieder !m Völkerbund noch mit der demokratischen Verfassung des Bundes im Einklang stände. Der Minderheitenschutz sei außerdem durchaus nichts Einheitliches und Ganzes, sondern willkürlich und zufällig, da hier ganz und dort teilweise und an anderer Stelle wieder überhaupt nicht angewandt. Bei manchen Staaten habe man sich mit ganz einfachen Erklärungen begnügt und anderen erlasse man sogar beim Eintritt in den Völkerbund diese Erklärungen, welches auch immer die Lage der Minderheiten auf ihrem Gebiete sei.
Im übrigen habe sich die Anwendung der bisherigen Minderheitenschutzgesetze als völlig enttäuschend gezeigt. Sie habe den Minderheiten
London, 13. September.
Der gut unterrichtete Mitarbeiter des „Daily Telegraph" meldet, Polen habe endgültig beschlossen, sich an dem osteuropäischen Pakt für gegenseitigen Beistand nicht zu beteiligen. Der Berichterstatter, dessen Informationen anscheinend teilweise aus polnischer Quelle stammen, berichtet serner, die kleinen baltischen Länder hätten ihre Beteiligung von der Teilnahme Deutschlands und Polens abhängig gemacht.
Es ist daher so gut wie gewiß, daß Estland, Lettland und Litauen unter den jetzigen Umständen ebenfalls die Vorschläge für diesen Pakt verwerfen werden, und diese Gewißheit wird noch erhöht durch die Genfer Meldung über den A b - schluß des Baltenpakts. Von den Teilnehmern, die in Aussicht genommen waren, bleiben also nur noch Frankreich, Sowjetrußland und die Tschechoslowakei übrig. Da England darauf beharrt, daß ein osteuropäischer Pakt gegenseitige Garantien für Deutschland enthalten mutz, ist es unwahrscheinlich, daß eine britische Zustimmung zu irgendeiner Vereinbarung zu erlangen sein wird, da diese Länder jetzt vielleicht untereinander schließen würden.
nichts genlltzt, aber als Mittel sür eine herabsetzende Propaganda gegen diejenigen Staaten gedient, die ihnen unterworfen waren und außerdem noch als politisches Druckmittel, das von Staaten angewandt wurde, die, ohne selbst durch diese Verträge gebunden zu sein, das Recht für sich in Anspruch nahmen, an ihrer Kontrolle teilzunehmen. Es handele sich jetzt darum, — und nach dieser Richtung richte er einen Appell an die Versammlung — die früher begangenen Fehler zu beseitigen, und eine dauerhafte, klare und gleichförmige Grundlage zu schassen, auf der das System des internationalen Minderheitenschutzes in einer endgültigen und haltbaren Art errichtet werden könne.
Der Sonderkorrespondent fährt fort: Polens Haltung wird von der Ueberzeugung diktiert, daß es eher verlieren als gewinnen dürfte, wenn es einem Ostpakt beitrete. Es hat schon Nichtangriffspakte mit Deutschland im Westen und mit Rußland im Osten. Polen vertritt den Standpunkt, daß es, wenn solche Pakte überhaupt irgendwelchen praktischen Wert haben, schon versorgt ist.
Ueber das polnisch-französische Verhältnis führt der Berichterstatter aus: Die Tatsache, daß Polen den Wünschen eines alliierten Frankreich nicht stattgibt, braucht nicht als Zeichen einer Entfremdung zwischen beiden Ländern betrachtet zu werden, sondern als Zeichen der zunehmenden Entschlossenheil Polens, als durchaus gleichberechtigter und unabhängiger Staat anerkannt zu werden. Gute Beziehungen zwischen Frankreich und Polen entsprechen der Ueberlieferung, aber sie werden nicht vollkommen wieder hergestellt werden, so lange Frankreich es unterläßt, Polens Recht darauf anzuerkennen, befragt zu werden, und über seine Politik zu entscheiden, wie es nach seiner Meinung seinen eigenen Interessen entspricht.
Auch polen lehnt den Ostpakt ab?
Es ist bereits durch feine zweiseitigen Nichtangriffspakte versorgt
Von
Wilhelm Kube,
Gauleiter der Nordmark
Der Reichsparteitag der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ist zu Ende. Er stand unter eines Mannes Eindruck. Die Persönlichkeit unseres Führers Adolf Hitler beherrschte die Tagung von Anbeginn bis zum Ende. Nie hat es in der Geschichte ein Beispiel gleicher Verbundenheit zwischen Volk und Führer gegeben, das dem Verhältnis zwischen unserem Führer und uns nahekommt.
Adolf Hitler ist eine geniale und universelle Persönlichkeit. Es gibt wohl kein Gebiet menschlicher Tätigkeit, das der Führer nicht souverän beherrschte. Das Schicksal bat viel von ihm verlangt. Er ist jeder Foroe- rung gerecht geblieben.
Die Schöpfung Gottes wird von der Harmonie beherrscht. Die Persönlichkeit Adolf Hitlers ist ein Ausdruck dieser Harmonie. Adolf Hitler ist ein leidenschaftlicher Mensch. Seine Leidenschaft heißt und ist Deutschland! Deutschland gewinnt durch ihn ein neues Gesicht, dessen Gestaltung wir, die Zeitgenossen Adolf Hitlers, seine Helfer am Werke, miterleben dürfen.
Nur ganz selten gewinnt ein Volk ein neues Antlitz. Das Antlitz der Deutschen war immer heroisch. Die Stirn der Deutschen war immer geistvoll und klug. Das Herz der Deutschen war immer tapfer. Die Faust der Deutschen war immer stark. Das war zur Zeit der Cimbern und Teutonen. Der Cherusker erlebte es in gleicher Form. Theode- rich der Große, Heinrich der Löwe und Fride- ricus Rex, unser König und Held, waren Träger der gleichen Gedanken. Sie alle aber wurden von Allvater nicht gewürdigt, ihres Sehnens und Ringens Vollendung zu schauen. Adolf Hitler ist der Schöpfer der deutschen Einheit. Der Reichsparteitag von Nürnberg 1934 ist die Bestätigung, die Bekräftigung, der Schwur der deutschen Einheit.
Vor den Augen der ganzen Welt wuchs das Werk Hitlers zu unerhörter Größe und Vollendung. Wir haben bereits in den Jahren des Kampfes gesagt, daß der Nationalsozialismus Adolf Hitlers mit keiner politischen Weltanschauung irgendeiner anderen Nation zu vergleichen ist. Die Prägung einer Weltanschauung wächst aus dem Blute. Und mögen die Zeitgenossen in anderen Nationen sich zum Heldentum bekennen: Sie werden stets in den Schranken ihrer Möglichkeiten gebunden bleiben. Das deutsche Volk aber erlebt zum ersten Male in seiner Geschichte ein Zeitalter, das alle Kräfte der Nation unter der Führung eines von Gott besonders begnadeten Mannes sich entfalten sieht.
Ueber die Einzelheiten der großen Nürnberger Tagung hat die Tagespresse berichtet. Wir brauchen uns in der Darstellung dieser Einzelheiten nicht zu verlieren. Als Gauleiter oer NSDAP. hat man im Dienst die Möglichkeit, gewissermaßen in der Umgebung des Führers das gewaltige Geschehen dieser 8 Tage durch seine Seele hindurch- fluten zu lassen. Grundsätzlich unterscheidet sich ein nationalsozialistischer Reichsparteitag von den lächerlichen Parteitagen der Vergangenheit und der Demokratien der Gegenwart. Auf ihnen wurde debattiert, wurde geschmäht, wurde Eitelkeit vorgeführt. Ein nationalsozialistischer Reichsparteitag ist die in tausend Sonnen leuchtende Kraft und Schönheit des neuen Deutschlands.
Und wieder war es Adolf Hitlers Persönlichkeit, die der Tagung Form und Inhalt gab. Der Kongreß wurde von seiner Botschaft und von seiner Schlußrede beherrscht. Gewiß kamen auch kluge Gedanken und gute Formulierungen in den Reden der von Adolf Hitler zum Vortrag befohlenen Parteigenossen zum Ausdruck. Das ist ja eine Selbstverständlichkeit, über die man kaum ein Wort zu verlieren braucht. Denn es ist eben selbstverständlich, daß der weiseste Führer der Nation nicht Dummköpfe um sich versammelt.
Aber alle diese Reden sind gegenüber der klassischen Wucht Hitlerscher Wort- und Gedankenprägung doch nur bescheidene Ausdrucksmöglichkeiten für das, was, der Nationalsozialismus will. Darum lohnt es sich nicht, auf diese Einzelheiten einzugehen, mögen sie auch hier und da wie ein Brillantfeuerwerk aufgeleuchtet haben. Und die Ge-
HlAi Ls Neues.'
Marxistische Umsturzplüne in Spanien
Der Textil-Schlichtungsausschuß H
seine Bemühungen auf ,
Sulzbacher Pater gematzregelt !
Der Führer trägt den „Deutschen Ring"