Ausgabe 
(7.9.1934) Nr. 247
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Nr. 247 / z. Vierteljahr

Freitag, 7. September

Einzelpreis 15 Rps.

Der Arbeitsdienst marschiert

Riesenausmarsch der braunen Arbeitskolonnen aus der Nürnberger Zeppelinwiese

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Nürnberg, 6. September.

Der dritte Tag des Parteitages 1934 war dem nationalsozialistischen Arbeitsdienst vorbehalten, der mit 82 990 Mann in einem großen Zeltlager in Langwasser Quartier bezogen hatte. Während in der Stadt ununterbrochen die ganze Nacht hin­durch Sonderzüge der politischen Organisation eintrafen, brach der Arbeitsdienst schon gegen 147 llhr morgens in zwei gewaltigen Säulen mit klingendem Spiel zur Zeppelinwiese auf, wo sich der Einmarsch in mustergültiger Ordnung abwickelte. Die Spielmanns- und Musik­zuge nahmen vor der großen, das gewaltige Feld beherrschenden Tribüne Aufstellung, während die Abteilungen innerhalb der Gruppen in Linien zu vier Gliedern aufmarschierten. Ein großes Vorfeld blieb für die Darbietungen der Lehr- abteilungen frei. In gewaltigen Dimensionen erhebt sich über der Mitteltribiine das Hoheits­abzeichen, rechts und links von je drei Fahnen flankiert, deren mittlere die des Arbeitsdienstes ist. Kurz vor 19 Uhr ertönt das Kommando: Arbeitsdienst stillgestanden!" Wie aus Erz ge­gossen stehen in unübersehbaren Reihen die brau­nen Kolonnen.

Spaten über! Achtung! Die Augen links!" Heil-Rufe künden schon von ferne die Ankunft des Führers an, der nun in Begleitung des Nekchsinnenministers Frick und seiner Adjutan­ten Brückn er und Schaub auf den Platz fährt. Die Heil-Rufe steigern sich zu einem Orkan,

Der Führer legt das Frontkämpferkreuz an Nürnberg, 8. September. Der Neichsminister des Innern, Dr. Frick, hat am 4. September in Nürnberg den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler gebeten, das vom ver­ewigte» Reichspräsidenten von Hindenbnrg ge­stiftete Frontkämpferkrenz anzulegen. Reichs­minister Dr. Frick überreichte dem Führer das Frontkämpferkrenz unter gleichzeitiger Uebergabe des folgenden Schreibens:

Mein Führer! Als der von dem verewigten Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hin- denburg, mit der Durchführung seiner Verord­nung über die Stiftung eines Ehrenkreuzes be­auftragte Reichsminister bitte ich Sie, als Front­kämpfer des Weltkrieges das von ihm gestiftete Frontkämpferkreuz anlegen zu wollen."

Der Führer und Reichskanzler erklärte sich zur Annahme des Frontkämpserkreuzes bereit.

als der Führer zur Ehrentribüne hinaufsteigt. Die Musik spielt den bayerischen Avanciermarsch. Wie eines Messers Schneide fliegen die blinkenden Spaten der Arbeitsmänner empor. Die vier Musikzüge vor der Tribüne schlagen den Präsen- tiermarsch. Als der Führer auf der Rednertribüne eintrifft, meldet ihm der Reichsarbeitsführer Hier!:82 009 Arbeitsmänner zum Appell an­getreten".

Der Führer grüßt:Heil Arbeitsmänner". Donnernd schallt die Antwort aus 82 099 Kehlen: Heil mein Führer".

Die Lehrabteilungen marschieren vor der Füh- rertribüne auf. Wenige Musiktakte, wieder Trom­melgedröhn, und nun tönt ein altes Landsknechts­lied auf. Zum Takte schwingen die Fahnenträger ihre Fahnen, ein wunderschönes Bild in der leuch­tenden Morgensonne. Aus dem gewaltigen Block der erdbraunen Arbeitsmänner löst sich eine helle klare Stimme und schwingt sich über das Feld:

Gin Gelöbnis

des Arbeitsdienstes an den Führer. Der Sprech- chor antwortet erschütternd, aufwühlend und mit­reißend seine Motte: .Hier stehen wir, wir find bereit und tragen Deutschland in die neue Zeit". Fragend erhebt sich eine Stimme:Kamerad, wo­her kommst du?" und aus allen Ecken des Feldes schallen nun die Antworten:Aus Pommern, aus Bayern, vom Rhein, aus Königsberg, von der Waterkant, aus Thüringen, aus Schlesien, von der Saar, um die wir kämpfen." Eine zweite Stimme fragt:Kamerad, von welcher Arbeit kommst du?"

Und wieder lösen sich die Antworten:Vom Amboß, vom Schreibtisch, aus dem Hörsaal", und dann anklagend:Ich war arbeitslos, und mein« Hände verdorrten mir am Leibe". Nun schallt ein Chor herauf zur Tribüne: ,Z8ir standen nicht im Donner der Granaten und find doch Solda­ten." Gedämpft und getragen spielt die Kapelle nun das Lied vom guten Kameraden. Die Arme heben sich zum Gruß im Gedenken an die Toten, und die Fahnen senken sich auf den grünen Rasen, unter dem überall in Europa und der Welt die Toten des deutschen Heeres

liegen, und aus den grauen Blöcken lösen sich wieder Worte:Flandern, Somme, Lüttich, Düna, Jsonzo, Osten, Westen, Süden", und das Ge­denken an die Toten der national­sozialistischen Revolution schließt mit dem Ruf:Kameraden, die Rotfvont und Reak­tion erschossen", und nun heben sich wieder die Fahnen und flattern im frischen Morgenwind, und ein Helles Lied braust über den Platz:Wir dienen dir mit dem Spaten, denn wir sind der Arbeit Soldaten" und noch -einmal hören wir be­schwörend: .Mir werden dich niemals verraten, denn wir sind der Arbeit Soldaten."

Dem nationalsozialistischen Arbeitsdienst, der

In atemloser Stille tritt der Führer an das Mikrophon und hält folgende Ansprache:

Mein Parteigenosse Hierl! Das Werk, das ich hier vor mir sehe, ist, ich weiß es, Ihr Werk. Den Dank für diese große Arbeit wird die ganze deutsche Nation abstatten, wenn der Segen und die Früchte dieser Arbeit dereinst erblühen.

Meine Arbeitsmgnner! Zum ersten Male nehmt ihr an dem Parteitag der nationalsozialistischen Bewegung Deutschlands teil. Zum ersten Male seid ihr in dieser Form zum Appell vor mir und damit vor dem ganzen deutschen Volke angetreten. Ihr repräsentiert eine große Idee. Was ich gestern in der Proklamation an das deutsche Volk ver­künden ließ, erfährt durch euch seine lebendige Verkörperung.

Der Nationalsozialismus ist nicht eine reine Staatsanffassnng, ist auch nicht eine Angelegen­heit der äußeren Macht, sondern er ist als Welt­anschauung eine Angelegenheit der Erziehung und damit der Zucht des ganzen Volkes. Wir sind nicht Nationalsozialisten deshalb, weil wir die Macht besitzen, sondern wir wollen, daß Deutsch­land nationalsozialistisch wird, weil seine Söhne Nationalsozialisten sind! Und ihr seid nicht Natio­nalsozialisten deshalb, weil ihr ein äußeres Lip­penbekenntnis auf ein Programm abgelegt habt, sondern weil ihr innerlich euch bemühen wollt, nach diesem Programm zu leben und nach ihm zu handeln.

- Das, was diesem Programm aber seinen tiefsten Sinn gibt, istdieBildungeinerwahrhaf- ten Volksgemeinschaft und der Glaube an sie. Wir alle wissen, daß diese Volksgemeinschaft nicht bestehen kann, solange nicht über die bisher trennenden Auffassungen von Beruf, Klasse und Stand hinweg eine einzige gemeinsame Auffassung unser Volk erfüllt. Und dazu ist es nötig, zuerst den Begriff der Arbeit herauszustellen gegenüber nur mammonistischem Denken, eigensüchtigen Zwecken und eigensüchtiger Absicht. Es ist ein große-- Unter­fangen, nun ein ganzes Volk zu diesem neuen Arbeitsbegriff und zu dieser neuen Arbeits-

' Nürnberg, 6. September.

Reichsarbeitsführer Staatssekretär Hierl führte in seiner Ansprache bei dem großen Appell der 32 099 Arbeitsdienstmänner aus:

Mein Führer! Wir danken Ihnen, daß der Ar­beitsdienst heute zum ersten Male in Massen vor Ihrem prüfenden Auge steht und zeigen kann, was aus ihm im Laufe des letzten Jahres geworden ist. Zur Zeit des letzten Parteitages vor einem Jahr standen wir noch mitten im Kampf mit den chaotischen Zuständen, die das überwundene System uns auch auf dem Gebiet des Arbeits­dienstes hinterlassen hatte. Der deutsche Arbeits­dienst war damals noch völlig uneinheitlich in Führung, Geist und Form. Beim letzten Partei­tag war ich persönlich noch der einzige offizielle Vertreter des nationalsozialistischen Arbeits­dienstes und trug damals allein die erdbraune Tracht des Arbeitsdienstes.

Heut« stehen hier als sichtbares Zeichen der Entwicklung 82 090 Arbeitsmänner in dieser Ein- heitstracht aufmarschiert, und einheitlichwie die Tracht ist heute Führung, Form und Geist imdeutschen Arbeitsdienst. Es gibt nur noch einen: den nationalsozialistischen Arbeitsdienst. So wie hier die 82 909 auf diesem Platze, so stehen in dieser gleichen Stunde im ganzen Deutschen Reich in mehr als tausend Ar­beitslagern 189 900 Arbeitsmänner zum Appell angetreten, um mit uns diese Feierstunde des Arbeitsdienstes gemeinsam zu erleben. Sie alle tragen die gleiche Tracht, stehen in der glei­chen festen Ordnung und sind beseelt vom gleichen Geist.

die schönste Verkörperung nationalsozialistischen Geistes darstellt, blieb es vorbehalten, aus echt nationalsozialistischem und revolutionärem Geist eins Feierstunde zu gestalten, die wirklich eine Andachtsstunde war.

Reichsarbeitsführer Hierl, der leuchtenden Auges und mit Stolz auf fein Werk sieht, nimmt nun das Wort, und der Führer, auf dessen Gesicht man die ganze Zeit die Freude über das sah, was wir alle erleben konnten, dankt ihm mit herzlich-warmem Händedruck (Die Ausführungen des Reichsarbeitsführers Hierl geben wir an an­derer Stelle wieder.)

stets nur uns als: dienendes Glied des Ganzen betrachten, kameradschaftlich verbunden mit den übrigen Gliederungen der nationalsozialistischen Partei und den Einrichtungen des nationalsozia­listischen Staates.

Dienst am Volke, das soll der Inhalt unseres Daseins bleiben. Unsere Ehre aber wollen wir darin suchen, Ihn««, mein Führer, unserem deut­schen Volke und unseren Pflichten als Arbeits­männer stets treu zu bleiben.

Mein Führer! Der Arbeitsdienst will stets ein zuverlässiges, scharfes und sauberes Werkzeug in der Hand Ihrer staatsmännischen Führung sein. Mein Führer! Im Namen aller meiner Kame­raden darf ich Ihnen die Versicherung an dieser Stelle und in dieser feierlichen Stunde geben:

Mein Führer! Sie können sich auf Ihren Ar­beitsdienst verlassen, in jeder Lage, in schweren Tagen nicht weniger als in guten! (Stürmischer Beifall und Heil-Rufe.)

Aufmarsch vor dem Führer

Nürnberg, 6. September.

Wieder hängen aus allen Fenstern rostrote und weiße Tücher mit goldenen und silbernen Fransen- ketten gespannt. Wieder flattern von allen Dä­chern und Erkern die alten Wimpel und Fahnen- tücher, und wiederum prangt auch der Erker der Liebfrauenkirche im violett-braunen Baldachin.

Dir im offenen Viereck erbauten Tribünen, die fast bis zum Erker der Kirche emporsteigen, sind längst bis auf den letzten Platz besetzt. Die ersten Ehrengäste treffen ein. Kurz nach 1 llhr wird der Frankenführer, Gauleiter Streicher, mit stürmischen Heilrufen empfangen, Leni Riefen- stahl trifft ihre letzten Vorbereitungen.

Die Mitglieder der Reichsleitung des Arbeits­dienstes haben in der Straße Aufstellung genom­men, ebenso die Oüergruppen- und Gruppen­führer der SA. Ein immer mächtiger anschwellen­des Jubeln kündet das Eintreffen des Führers an, der zunächst die Mitglieder der Reichsleitung des Arbeitsdienstes und dann die SA.-Führer begrüßt. Als er sich der Ehrentribüne zuwendet und allen weithin sichtbar wird, braust erneut der Jubel los, der kein Ende nehmen will, wäh­rend der Führer zunächst die Reichs- und Ttaats- minister, die Staatssekretäre, die Generalität der Reichswehr und der Polizei, den Reichsbischof, den Abt Schachleitner und schließlich auch die An­gehörigen der für die deutsche Freiheit in den Tod gegangenen Kämpfer begrüßt.

Punkt ^2 llhr kommen die vier Spiel- manns- und Musikzüge des Arbeitsdienstes die Straße herauf und schwenken stramm vor den Tribünen ein. Hinter ihnen folgen vor den ersten Fahnen Reichsarbeitsminister Hierl und die Reichsleitung und dann zieht mit geschultertem Spaten oder Hacke in vier Gruppen zu je 12 Mann eine endlose Kolonne vorüber. Die Gauarbeitsführer erstatten nach dem Vorbei­marsch dem Führer Meldung und gesellen sich der Reichsleitung des Arbeitsdienstes bei.

So zieht mehr als zweieinhalb Stun­den lang Trupp auf Trupp, Abteilung auf Abteilung, Arbcitsgau auf Arbeitsgau, im Gleich­schritt vorüber. Unermüdlich grüßt der Führer die stolzen Fahnen des Arbeitsdienstes, dankt er den 32 009 jungen Menschen, die erstmals auf einem Parteitag ihren Führer aus nächster Nähe sehen dürfen.

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L. 1. Parteitage der Bewegung sind Höhe­punkte des politischn Jahres. Nürnberg 1933 war der Parteitag des Sieges, Nürn- berb 1934 ist der Rückblick aus die Leistungen des jungen nationalsoziali­stischen Staates und beantwortet die Frage der Bewährung nationalsozialistischer Staäts- sührung.

Der Führer hat den zwischen dem letzten und dem heutigen Parteitag liegenden Zeit­raum das Jahr der politischen Machtsiche­rung genannt, das die endgültige Festigung der Staatsführung in Deutschland gebracht hat. Die nationalsozialistische Revolution hat ihre großen Aufgaben restlos erfüllt und ist, nachdem sämtliche Widerstände gebrochen sind, endgültig abgeschlossen. Ihr Sinn und Zweck ist nicht gewesen, Bestehendes zu ver­nichten, sondern den Männern den Weg zur Spitze des Staates zu. ebnen, die allein dazu in der Lage sind, traurige Zustände zu ändern, schlechte durch bessere zu ersetzen, Ordnung an Stelle von Unordnung treten zu lassen, alles zum Wohle der Gesamtheit. In den nächsten tausend Jahren wird es in Deutschland keine Revolution mehr geben!" verkündete der Führer in seiner Proklamation bei Eröffnung des Partei­kongresses. Der Gedanke des Nationalsozia­lismus wird ewig leben, er wird leben, weil wir, die heutige Generation vor zwei Jahren noch in Parteien und Interessen­gruppen zerrissen, geeint sind und einen festen Glauben haben. Wir kennen zwar noch die unglückselige vergangene Zeit aus eigenem Erleben. Die kommende Gene­ration wird sie vergessen haben und nur noch für ein Ziel arbeiten: für den Be­st and d ^nationalsozialistischen Reiches. Und dann wird die nationalsozia­listische Idee so stark im Volk verwurzelt sein, daß das ganze Deutschland nur aus ihren Anhängern bestehen wird. Aus diesem Grunde ist für die nächsten tausend Jahre die deutsche Lebensform endgültig von Adolf Hitler bestimmt worden.

Tausend Jahre sind zwar eine lange Zeit, in der sich vieles ereignen kann. Was einst groß und bedeutend war, kann in einem solchen Zeitabschnitt leicht wieder klein und bedeutungslos werden, ja, es kann sogar völlig verschwinden. Eines aber ist stärker als alles andere und an ihm zerbrechen alle Widerstände, und das ist der Glaube. Und der Glaube des deutschen Volkes der Gegenwart und der Zukunft an die national­sozialistische Idee wird so stark werden,daß er nie befristet, sondern für uns Deutsche ewig sein wird auf Grund der.sich immer mehr und mehr durchsetzenden Erkenntnis, daß das deutsche Volk nur leben und bestehen kann, wenn es nationalsozialistisches Gedan­kengut verficht und in der Praxis aus­wertet.

Die bei der Uebernahme der Staatsgewalt vorgefundenen Zustände sind beseitigt bzw. geändert worden. Das Jahr der poli­tischen Machtsicherung stand neben der end­gültigen Festigung der Macht im Staate auch im Zeichen einer gewaltigen produktiven Aufbauarbeit im Innern. In die­sem einen Fahre wurde das Bauerntum

Arbeit kein trennender Begriff"

Pionierdienst am Volk

Das Treuebekenntnis Hierls vor Adolf Hitler

auffassung zu erziehen. Wir haben es gewagt und es wird uns gelingen, und ihr seid die ersten Zeugen dafür, daß dieses Werk nicht mißlingen kann. (Jubelnde Zustimmung.) Durch eure Schule wird die ganze Nation gehen! (Anhaltende Bei­fallskundgebungen.)

Die Zeit wird kommen, da kein Deutscher hinein­wachsen kann in die Gemeinschaft dieses Volkes, der nicht zuerst durch eure Gemeinschaft gegangen ist. (Brausender Beifall und stürmische Heilrufe.)

Und wir wissen, daß dann für Millionen unse­rer Volksgenossen die Arbeit nicht mehr ein tren­nender Begriff sein wird, sondern ein allen ge­meinsam verbindender, und daß insbesondere dann keiner mehr in Deutschland leben wird, der in der Arbeit der Faust etwas Minderes sehen will als in irgendeiner anderen. (Stärkster Beifall.)

Wir wollen nicht Sozialisten der Theorie sein, sondern als wahrhafte Nationalsozialisten auch dieses Problem wahrhaftig anfasse» und wahr­haftig lösen. Und dieses große Werk wird gelingen, weil hinter ihm nicht nur die Weltanschauung einer Deutschland beherrschenden Bewe­gn« g, sondern weil hinter ihm unser Wille steht! (Neuer Beifall.)

Ihr werdet heute auch zum ersten Male marschiere» zu Zehntausenden hinein in die Stadt der deutschen Reichsparteitage, und ihr werdet es wissen: In diesem Augenblick sehen euch nicht nur die Augen der Hunderttausende in Nürnberg, sonder» in diesem Augenblick sieht euch zum ersten Male Deutschland. Und ich weiß: So wie ihr in stolzer Ergebenheit diesem Deutsch­land Dienst tut, wird heute Deutschland in stol­zer Ergebenheit in euch seine Söhne marschiere» sehen! Heil! (Minutenlange Beifallsstürme der begeisterten Massen.)

Mit erhobener Rechten singen die Zehntausende das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied, während der Führer in seinen Wagen steigt, um nun durch das große Spalier wieder zurückzu­fahren in die Stadt.

Im harten Ringen gegen Anfeindungen. Schwie­rigkeiten und Hindernisse aller Art hat der natio­nalsozialistische Arbeitsdienst im verflossenen Jahr seine Lebenskraft und damit sein Lebensrecht be­wiesen. Die WorteHohe Anerkennung", die Sie, mein Führer, bei der Besichtigung am 29. Juni die­ses Jahres unseren Leistungen gezollt haben, haben uns tief beglückt. Was der 39. Januar 1933 für die gesamte nationalsozialistische Bewegung bedeutete, das war dieser 29. Juni 1934 für den nationalsozialistischen Arbeitsdienst. Diese Aner­kennung, mein Führer, ist uns ein Ansporn, mit der zähen Beharrlichkeit wie bisher weiter zu ar­beiten, um die hohen Aufgaben zu erfüllen, die Sie dem Arbeitsdienst gewiesen haben. Der Arbeits­dienst ist ja, wie kaum eine andere Einrichtung, sichtbarer Ausdruck Ihres staatsmännischen Wol­len«, nämlich durch Arbeit in Frieden und Ehre unserem Volke bessere Lebensverhältnisse zu schaffen.

Wir bearbeiten deshalb im deutschen Arbeits­dienst den deutschen Boden, um ihm das abzu­ringen, was unser deutsches Volk braucht, um seine wirtschaftliche Selbständigkeit und Freiheit wahren zu können. Wir bearbeiten den jungen deutschen Menschen im Geiste der nationalsozia­listischen Weltanschauung und helfen so mit, unser Volk zu erneuern aus dem ewig sprudeln­den Quell deutschen Geistes und deutscher Kraft. Wir freuen uns der Erfolge, die wir im ver­flossenen Jahr in beiden Richtungen erzielt haben. Wir schöpfen aus dieser Freude die Kraft zu weiteren Arbeiten und weiterem Ringen. Nie­mals aber sollen uns Erfolge felbstüberheblich oder selbstzufrieden machen.

Wir wollen fleißig und bescheiden sein und