Ausgabe 
(25.7.1934) Nr. 203
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Preisliste ,. tNachlaßstassel 6., Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Eewähr. Annahmeschluß 18 Uhr.

Sprechzeit des Verlages werktäglich von 12—13 Uhr. der Schristleitung werltagltch von 16—17 Uhr.

Nr. 203 / 3. Vierteljahr

Mittwoch, 23.

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(Anzerpr-etS 15 Npf.

Ein Aufruf des Führers an die Vartei

Oeffentliche Sammlungen vorläufig nur in ganz besonderen Ausnahmefällen

Zwei Todesurteile in Wien

„In Zukunft statt Selbstmörder Attentäter" Wien. 24. Juli.

In dem Prozeß gegen die beiden wegen Sprengung der Donau-Ufer-Bahn und Mord­versuchs an einem Wachbeamten vor dem Wiener Standgericht angeklagten Sozial- demokraten Gerl und Anzdöck erkannte das Gericht auf Todesstrafe.

In der Verhandlung gab der Hauptangeklagte Eerl an, daß er einen Terrorakt gegen die Re­gierung beabsichtigt habe, weil die Regierung das Volk versklave und die Arbeiterschaft unter­drücke. „Ich kann schon jetzt sagen," fuhr der An­geklagte schreiend fort, „in Zukunft wird es statt sieben Selbstmördern täglich sieben Attentäter gegen die Regierung geben." Auf die weitere Frage des Vorsitzenden erklärte der Angeklagte, daß ihm von allen politischen Parteien die na­tionalsozialistische weitaus am besten gefalle, dag er aber aus Eesinnungstrsue die Sozialdemokra- tie nicht verlassen wollte. Seinen Mitangeklag­ten versuchte er soweit als möglich zu entlasten. Ueber die Herkunft der Sprengstoffe verweigerte er jede Auskunft. Die Polizei hat große Sicher- heitsvorkehrungen getroffen. Das Landesgerichts­gebäude ist in weitem Umkreis abgesperrt.

Nach einer späteren Mitteilung aus dem Justiz­ministerium ist der vom Standgericht zum Tode verurteilte Rudolf Anzböck zu lebenslänglichem schweren Kerker begnadigt worden. Für den zwei-

Weitefsahrt der „Monte Rosa"

Hamburg, 2t. Juli.

Wie die Hamburg-Südamerikanische Dampf- schiffahrtsgssellschaft mitteilt, hat das Dampf­schiff „Monte Rosa" nach erfolgter Untersuchung des Schiffsbodens durch Taucher das Seetüchtig- teitsattest erhalten. Das Schiff hat die Fahrt am Dienstag um 15 Uhr fortgesetzt und wird die Nordkapreise programmägig zu Ende führen. An Bord ist alles wohlauf.

ien Verurteilten Joseph Gerl ist kein Enadenakt erfolgt. Das Urteil an ihm wird durch den Strang im Hof des Landgerichtes vollzogen werden.

Wie verlautet, soll der tschechoslowakische Ge­schäftsträger im Interesse des Gerl, der tschecho­slowakischer Staatsangehöriger ist, heute nachmit­tag gleich nach Bekanntwerden des Todesurteils im Bundeskanzleramt vorgesprochen haben.

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Das Standgericht in Salzburg verurteilte die Angeklagten Rudolf Käfer und Leopold Bach zu zwölf und acht Jahren schweren Kerkers - Beide hatten einen Bombenanschlag auf das Herz-Jesu-Kloster in Kiefering unternommen, wo­bei 400 Fensterscheiben zertrümmert wurden.

Ein Schöffensenat in Salzburg verurteilte den 23jährigen Johann Säger zu 6 Jahren schweren Kerkers, weil er in Hofgastein drer Bomben­anschläge, und zwar gegen das Kurhaus, gegen das Hotel Maria-Hilf und im Eemeindepark aus­geführt hatte. Der gleiche Schöffensenat verur­teilte zwei 19jährige Burschen zu 5)4 und 5 Jah­ren schweren Kerkers, weil sie Sprengstossmate- rial transportiert hatten.

Aufstandspläne in Oesterreich

Wien, 24. Juli.

Wie man erfährt, soll tatsächlich ein Putsch- Plan der radikalen Sozialdemokraten und Kom­munisten für die nächste Zeit bestanden haben. Die Marxisten wollten einen Zeitpunkt, an dem die österreichische Regierung ihre Aufmerksamkeit m erster Linie auf Sprengstoffanschläge richten mutzte, dazu benutzen, um einen neuen Auf­stand zu entfachen. Besonders in den Arberter- dezirken Floridsdorf und Ottakring geht dieser Plan flüsternd von Mund zu Mund. Die Schutz- bündler besitzen noch von früher zahlreiche Was- fen. die sie in sicheren Verstecken untergebracht haben. Angeblich soll es Gemeindehäuser geben, in denen auch jetzt noch Waffen versteckt sind. Die Bevölkerung ist hauptsächlich durch die Erhöhung der Mietpreise in den Gemeindehäusern sehr aus­gebracht. Anscheinend ist der Plan durch frühere Sozialdemokraten den Behörden zur Kenntnis gekommen. Wie man hört, befinden sich "uch - kannte Marxistenführer unter den neuen Ver­hafteten.

Reichskanzler Adolf Hitler hat an die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei folgenden Aufruf gerichtet: In hingebungs­voller Arbeit hat eine große Zahl von Mitgliedern der Partei, der SA., der SS., der NS.-Frauenschaft, der HI. in den letz­ten Monaten sich dem Einsammeln von Spenden gewidmet, um Not zu lindern oder sonst zur Erfüllung wichtiger Aufgaben der deutschen Volksgemeinschaft beizutragen. Ihnen allen danke ich ebenso wie den Volks­genossen inner- und außerhalb der Partei, die Spenden gegeben haben.

Nunmehr hat die Reichsregierung ein Ge­

setz erlassen, durch das alle Sammlungen von Geld- oder Sachspenden auf Straßen und Plätzen, von Haus zu Haus, in Gast­oder Vergnügungsstätten oder in anderen öffentlichen Orten bis zum 31. Oktober 1934 verboten werden.

Bis zu diesem Tage sollen gleichsam Sam- melserien fein. Sie sollen den Sammlern selbst und allen Volksgenossen zugute kom­men, die in der letzten Zeit oft über ihre Kräfte hinaus Opfer gebracht haben. Nur in ganz besonderen Ausnahmesällen, die ledig­lich der Stellvertreter des Führers im Ein­vernehmen mit dem Reichsminister der Fi­

nanzen bestimmen kann, werden in der Zeit bis zum 31. Oktober Sammlungen geneh­migt werden. In Aussicht genommen sind solche Ausnahmen durch Gestaltung eines Sammeltages sür das Hilfswerk „Mutter und Kind", sowie sür einige Haussammlungen charitativen Charakters. Am 1. November soll es dann mit frischen Kräften an das Hilfswerk für den Winter 1934/35 gehen.

Ich empfehle der Partei und allen ihren Gliederungen die strenge Durchführung des erlassenen Gesetzes und verbiete jeden Ver­such, seine Bestimmungen auf irgendeinem Wege zu umgehen. (gsz.) Adolf Hitler.

Zwischensatz in Saarbrücken

Schüsse auf den Volizeikommissar Machte / Neue Haussuchungen bei der

Deutschen Front und dem Nachrichtenbüro

Saarbrücken, 24. Juli.

Heute morgen hat ein gewisser Johann Baum­gärtner ans Saarbrücken auf den Polizeikom­missar Machts einige Schüsse abgegeben, die fehl hingen. Machts machte seinerseits kehrt und gab mehrere Schütze auf Baumgärtner ab. Dieser brach zusammen und mutzte ins Krankenhaus ein­geliefert werden.

Die marxistische Presse macht durch Extra­blätter den Versuch, diesen Anschlag der Deut­schen Front in die Schuhe zu schieben. Demgegen­über ist festzustellen, bah Vaumgärtner nicht der Deutschen Front angehörte, er war auch nicht früher etwa Mitglied der NSDAP oder der SA oder SS, war vielmehr von der NSDAP im April 1933 wegen politischer Unzuverlässigkeit ab­gelehnt worden. Es ist ganz selbstverständlich, dah die Deutsche Front ein derartiges Vorgehen aufs schärfste verurteilt, da es vollkommen in Widerspruch zu ihren Richtlinien steht.

Der verletzte Baumgärtner ist bisher noch nicht vernehmungsfähig. Die Landesleitung der Deut­schen Front hat er am Montag einen Einschreibe­brief geschickt, der schon seiner ganzen Form nach auf den verworrenen Geisteszustand des Verfassers Rückschlüsse ziehen läßt: „Ich melde mich hiermit von der Deutschen Front ab. Gründe: Durch Ihre allzu große Nachsicht gegenüber den Vaterlands­verrätern und Emigranten und durch das dauernde Predigen von Disziplin, das als Mitglied der Deutschen Front eine erste Stelle einnimmt. Hoch­achtungsvoll! Hans Baumgärtner."

Die Landesleitung der Deutschen Front hat dieses Schreiben sofort der Staatsanwaltschaft übergeben, um auch ihrerseits alles in ihren Kräf­ten Stehende zur Aufklärung der Beweggründe der Tat zu tun. Die Deutsche Front lehnt es selbstverständlich ab, sich diese Gewalttat eines geistig verwirrten Menschen an die Rockschöße hängen zu lassen. Die Landesleitung wird, wie wir hören, in einer offiziellen Erklärung in schärfster Form gegen derartige Unterstellungen Front machen.

Daß man trotzdem die Deutsche Front in Zusam­menhang mit diesem Vorfall zu bringen versucht, scheint aus einer Haussuchung hervorzugehen, die heute in den Mittagsstunden im Gebäude der Deutschen Front vorgenommen wurde. Ein starkes Polizeiaufgebots darunter etwa 29 berittene Land­jäger, riegelte die Waterloostratze ab und besetzte sogar die Vorgärten der Häuser. Die mit der Mio« betrauten Beamten gaben als ihren Auf­trag an, sie hätten die Räume zu prüfen und zu versiegeln.

Auch auf der Redaktion und in der Wohnung des Chefredakteurs des „Saarbrllcker Abendblattes" wurde eine Haussuchung vorgenommen, hier we­gen „intellektueller Urheberschaft oder Mittäter­schaft". Wie groß die Nervosität und Ratlosigkeit der Regierungsstellen ist, geht aber auch daraus hervor, daß die Kriminalpolizei sich nicht gescheut hat, eine Haussuchung sogar in den Räumen der

Sayrbriicker Zweigstelle des Deutschen Nachrichten­büros vorzunehmen, eines Büros, das gar leine andere Tätigkeit ausübt als die Versorgung der Presse mit Nachrichten aus dem In- und Aus- lande.

*

Unsere Berliner Schriftleitung drahtet- uns zu dezn Attentat im Saargebiet:

Das Attentat, das am Dienstagoormittag auf Machts verübt worden ist, dürfte mit dunklen Plänen deutschfeindlicher Kreise im Zusammen­hang stehen. Was liegt näher als einen getarn­ten Handstreich marxistischer Elemente zu ver­muten oder den Akt eines bezahlten Lock-Spitzels? Einer der Attentäter ist entkommen; sollte nicht vielleicht der zweit«, den man gefaßt hat, nur sein irregeleitetes Opfer gewesen sein? Es er­scheint sehr eigenartig, daß unmittelbar nach dem Anschlag der Marktplatz von Saarbrücken mit Emigranten und Kommunisten übersät war. Sollte nicht ein vorgefaßter Plan im Bereiche des Mög­lichen liegen? Man wird die Maßnahmen Machts und der Saarregierung abwarten müssen, um sich ein abschließendes Urteil bilden zu können. In Berliner politiscken Kreisen ist man der Ansicht, daß keine Kombination zu gewagt ist, als daß sie nicht im Bereiche des Möglichen läge. Der Prozentsatz an gemeinen Verbrechern und korrupten Elementen unter den Emigranten des Saargebiets ist zu groß. als daß sich nicht für jede noch so ungeheuerliche Schlechtigkeit ein Hand­langer unter ihnen fände.

Gegen Ehrabschneider

Eine Bekanntmachung des Stellvertreters des Führers

Berlin, 24. Juli

Wie der „Völkische Beobachter" meldet, hat der Stellvertreter des Führers folgendes bekannt­gegeben:

„Ich habe am 18. April dieses Jahres bekannt­gegeben, daß jedem Partei- und Volksgenossen, den die ehrliche Sorge um Bewegung und Volk dazu treibt, der Weg zum Führer oder zu mir als seinem verantwortlichen Vertreter offensteht, ohne daß er deshalb zur Rechenschaft gezogen werden kann.

Ich bin nach wie vor fest entschlossssen, im Inter­esse der Sauberkeit und Reinheit der Bewegung notfalls auch gegen verdiente Führer der NSD­AP., die durch Verfehlungen das Ansehen der Bewegung schädigen, mit den schärfsten Maß­nahmen vorzugehen und aus jeder berechtigten Beschwerde, die mir durch mein Gewissen als Na­tionalsozialist und durch mein Verantwortungs­gefühl dem Führer gegenüber vorgeschriebenen Folgerungen zu ziehen.

Ich kann aber nicht zulassen, daß meine An­ordnung vom 18. April von gewissenlosen, berufs­mäßigen Denunzianten mißbraucht wird, um ver­diente und makellose Führer, die seit Jahren treu ihre Pflicht erfüllt haben, bewußt oder leichtfertig in den Schmutz zu ziehen und damit auch das Ansehen der Bewegung in weiten Kreisen des Volles herabzusetzen.

Daß dies von Feinden der Bewegung und des Volkes, die sich teilweise in die Partei einzuschlei- chen verstanden haben, immer wieder versucht

wird, geht aus einer großen Anzahl von Be­schwerden hervor, die von meinen Beauftragten an Ort und Stelle untersucht worden sind.

Wer in berechtigter Sorge um die Bewegung unter Nennung seines Namens mein Eingreifen gegen Schädlinge und Versager unter den Füh­rern der NSDAP. erbittet, darf stets meines Schutzes gewärtig sein, auch dann, wenn seine Angaben sich als nicht ganz richtig erweisen, die Untersuchung aber ergibt, daß ihm der gute Glaube zugebilligt werden kann.

Andererseits aber bin ich entschlossen, mich schützend vor jeden treuen und sauberen Führer der NSDAP. zu stellen, der als Vertreter der Bewegung zu Unrecht verleumdet wird und künf­tig böswillig« und leichtfertige Verleumder und Ehrabschneider sowie nach Möglichkeit auch alle feigen anonymen Denunzianten durch das öffent­liche oder Parteigericht zur Rechenschaft ziehen zu lassen.

Bon allen Führern der NSDAP. aber erwarte ich, daß sie ihr Verhalten so einrichten, daß jeder Partei- und Volksgenosse vertrauend zu ihnen ausschauen und sich willig ihrer Führung unter­ordnen kann. lgez.) Rudolf Heß."

vorübergehenden Aufnahme der Transporte die­nen, sind bereits sämtlich bis zur llnerträglich- keit überfüllt.

Gowjetblatt gegen Litivinow

Das „zerfetzte Banner des Pazifismus" — Gegen die „Paktomanie"

Charkow, 24. Juli.

Das in Charkow erscheinende Blatt „Proletarij", das Organ des Zentralkomitees der Kommunisti­schen Partei der Sowjetukraine und des Zentral- rats der ukrainischen Sowjetgewerkschaften, ver­öffentlicht einen Artikel, der sich, naturgemäß ohne Namensnennung, entschieden gegen die Pakt- politikLitwinows wendet. Das ukrainische Blatt spricht von dem „zerfetzten Banner des Pa­zifismus", das in Wirklichkeit ein Deckmantel für eine neue Methode der Kriegsvorbereitung dar­stelle. Heute stehe die Welt vor einer „zweiten Runde der Revolutionen und Kriege". Die „Paktomanie", die den Gedanken der „Zusammen­fassung von Staaten zu sogenannten Friedens­blöcken" propagiere, führe nur dazu, daß mehrere Staatengruppen geschaffen würden, die sich gegen­seitig bekämpfen. Die im Rahmen des Völkerbun­des geschaffenen und geplanten „Friedensverein- barungen" seien ebenfalls eigenartige Gebilde, die den Stempel bürokratischer Gedankengänge auf der Stirn trügen.

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k'. L. Bremen, 25. Juli

Der 24. Juli als Tag der Weihe eines Denkmals sür den südamerikanischen Frei­heitshelden Simon Bolivar in Bremen kündet nicht nur die treue Freundschaft des nationalsozialistischen Deutschlands mit den südamerikanischen Republiken, sondern ist auch wegweisend für die zukünftige deutsche Politik gegenüber allen Völkern der Erde, die mit uns in Frieden und Freundschaft leben wollen Es gibt Dinge in der Ge­schichte und im Leben aller Völker, die von keinen wirtschaftlichen Sonderinteressen, keinen politischen Weltanschauungen und keiner ewigen Feindschaft beeinflußt werden können, weil sie zu den unvergänglichen Tu­genden gehören und zum Gemeinschaftsideal der Welt geworden sind. Mögen Ozeane und Erdteile die Völker trennen, mögen Grenz­steine und kanonenbespickte Befestigungen wie eine chinesische Mauer sich zwischen, die Völker drohend schieben, mag man mit wirt­schaftlichem Boykott die Fackel des Hasses zwischen die Völker werfen oder durch diplo­matische Verträge dieses oder jenes Volk zu isolieren versuchen — immer werden sich über alle Hindernisse hinweg gegenseitig d i e E>ände finden, die Verständnis und Freund­schaft suchen, werden Herzen im.Gleichklang schlagen. Jede große Tat, die irgendwo ge­schieht, jedes Heldentum, das überragend aus der Masse sich hervorhebt, jedes Treue­bekenntnis, das in der tiefsten Not am stärk­sten betont wird, sind Signale der Völker, die die Welt aufhorchen lassen. In dem Augenblick, da diese Signale erklingen, wird anderswo vergessen, was an bitterem Leid der Feind von gestern angetan hat. Alle Gemeinheit verblaßt vor der Größe der Tu­gend und des Heldentums und die, die im Schatten leben, grüßen das Heldische des fremden Volkes wie eine eigene innere Er­lösung.

Aus berufenem Munde wurde uns gestern in Bremen das Wirken, das reine Wollen und das heldisch-tragische Leben Simon Bo- livars vor Augen geführt. Wer hat dabei wohl nicht von selbst sofort Vergleiche mit unserem Führer Adolf Hitler gezogen! Und so ist keine Zeit berechtigter als unsere, dem Geiste Simon Bolivars ein Opfer zu bringen, und kein Land hat mehr Anlaß, inneren An­teil an dem Schicksal der südamerikanischen Republiken zu nehmen, als das national­sozialistische Deutschland. Denn schließlich war es ein Geist, der vor mehr als 100 Jahren Simon Bolivar und heute Adolf Hit­ler bewegte, ihren Völkern die Freiheit zu geben.

Die schlichte Denkmalsweihe am 24. Juli in Bremen war letzten Endes auch nichts weiter als eine eindrucksvolle Friedenskund­gebung des deutschen Volkes an die Welt. Dadurch, daß wir das Heldische anderer Völker anerkennen, ihm in unserem Lande für alle Zukunft ein Mal in Marmor setzen, bringen wir sinnfälligst zum Ausdruck, daß wir die Freiheit der anderen respektieren und uns mit jedem Volke, das sich seine Freiheit errungen hat, innerlich verbunden fühlen. Diese Freiheit aber nehmen auch wir für uns in Anspruch und wir werden nicht eher ruhen und rasten, bis die letzten Ketten von uns gefallen sind. Im Zeichen des Hel­dentums, dem wir gestern in Bremen ein Denkmal gesetzt haben, wenden wir Deutsche uns im Kampfe um unsere Freiheit und um den Frieden der Welt an das Heldentum der übrigen Welt. Und wenn vor wenigen Tagen Rudolf Heß sich an die Frontkämpfer der Welt gewandt hat, so wissen wir, daß damit Millionen und aber Millionen Front­kämpfer von der zündenden Wahrheit, die aus der Rede Rudolf Heß' Herausklang, ge­packt worden sind. Mögen diese Frontkämp­fer in Amerika oder in Europa sein — sie

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