Ausgabe 
(3.7.1934) Nr. 181
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Bremer Zeitung, Berlagsgesellschaft m. b. H., Eeeren 8 bis 8 / Fernruf: Sammelnummer Roland 823.

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für die Teil« rt (Leitung: Sommerlager e) findet am teutschen Ober­statt.

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Die GäubenmgsakNon abgeschlossen

Berlin, 2. Juli.

Amtlich wird mitgeteilt: Die Säuberungs­aktion fand am Sonntag abend ihren Ab­schluß. Weitere Aktionen in dieser Richtung finden nicht mehr statt. Somit hat der ge­samte Eingriff zur Wiederherstellung und Sicherung der Ordnung in Deutschland 24 Stunden gedauert. Im ganzen Reich herrscht völlige Ruhe und Ordnung. Das gesamte Volk steht in unerhörter Begeisterung hinter dem Führer.

Goebbels dankt der Vresse

' Berlin, 2. Juli.

Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Eoebels, spricht der deutschen ' Presse seinen Dank aus für die vorbildliche Disziplin und die unbeirrte Jnstinktsicherheit, die die deutsche Presse anläßlich der Röhm-Revolte bewiesen hat.

Das Bauerntum hinter Hitler

Berlin, 2. Juli.

Der Führer empfing am Sonntagvormittag den Reichsleiter des agrarpolitischen Apparates der NSDAP. und Reichsvauernsiihrer Walther DarrL mit seinen Unterführern im Reichsnähr­stand. Wie immer steht das deutsche Bauerntum zum geschlossenen Einsatz bereit, hinter seinem Führer Adolf Hitler.

Dr. Leu an den Führer

Köl«, 2. Juli.

Der Stabsleiter der PO., Dr. Ley, sandte an den Führer folgendes Telegramm:

An den Führer

Reichskanzlei, Berlin.

In Fortsetzung meiner Vesichtigungsreise durch die Gaue werde ich von der Bevölkerung und in­sonderheit vom deutschen Arbeiter gedrängt, Ihnen, mein Führer, den unerschütterlichen Glau­ben an Sie und die Bewegung zum Ausdruck zu bringen. Die Treue der politischen Führer Ihnen gegenüber nochmals zu beteuern, erachte ich für überflüssig, da wir uns nicht allein durch den Ihnen gegebenen Eid, sondern auch durch den jahrzehntelangen Kampf unlöslich mit Ihnen ver­bunden fühlen.

gez. Dr. Robert Ley, Stabsleiter der PO.

Hieel an Lutze

Berlin, 2. Juli.

Rsichswrbettsführer Hier! hat an den Chef des Stabes folgendes Telegramm gesandt: Lieber Pg. Lutze! Ich beglückwünsche Sie zu dem Vertrauen des Führers und wünsche Ihnen vollen Erfolg bei der Durchführung der Ihnen übertragenen Ausgaben. Frei von Selbstsucht, E-iferfucht und Uebsrhoblichksit, lediglich wett­eifernd in den Leistungen, jeder in seinem Amts­bereich, wollen wir Führer der NS.-Eliederung unverbrüchlich treu zusammenstehen als Diener unserer nationalsozialistischen Bewegung und da­mit unseres deutschem Volkes und als gehorsame und treue Gefolgsleute unseres großen Führers. Heil Hitler! In alter nationalsozialistischer Kampfverbundenheit Ihr (gez.) Konstantin Hierl, Reichsarbsitsfühver."

Bremen vollkommen ruhig

Gegen Gerüchtemacher

Bremen, 2. Juli.

Die Geheime Staatspolizei teilt mit: Folgende Mnflagenachricht wurde im Auftrage des Herrn Senator für Inneres und Justiz dem Vremer Rundfunk zur Bekanntgabe übergeben: Die poli­tische Lage in Vremen ist vollkommen ruhig. Die vom Führer befohlene Reinigungsaktion wird in enger Zusammenarbeit mit dem vom Stabschef Lutze eingesetzten Führer der Gruppe Nordsee, LberführerDr.Ra ecke, reibungslos durchgeführt Die Regierung, SS., SA., und PO. von dem Führer bis zu den letzten Männern sind sich einig über die '»nehmenden Aufgaben. Ueber die ge­troffenen itznahmen wird die Presse lausend unterrichtet. Von der Bevölkerung wird eiserne Disziplin verlangt. Gegen Gerüchtemacher wird schärfftens vorgegangen. Gerüchte über Festnahme von Standartenführern entbehren jeder Grund­lage.

Jsolierungslager in den Pripetsiimpfen. Im Sinne der Verordnung des polnischen Staats­präsidenten vom 17. Juni über die Schaffung von Jsolierungslagern für solch« Elemente, die die öffentliche Ruhe und Ordnung gefährden, soll bereits in der nächsten Zeit in der Ortschaft Bereza Kartuska im Bezirk Pruzany ein solches Lager errichtet werden. Die genannte Ortschaft befindet sich im Pripet-Gebiet in der öst­lichen Wojwodschaft Polesien; das Städtchen zählt etwa 3590 Einwohner und liegt an der Eisenbahn- strecke zwischen Brestlitowsk und Baranowitschi.

Hindenburg

dankt dem Führer und Göring

Das deutsche Volk aus einer schweren Gefahr gerettet"

Berlin, 2. Juli.

Amtlich wird mitgeteilt: Reichspräsident von Hlndenburg hat heute aus Neudeck fol­gendes Telegramm an den Reichskanzler Adolf Hitler gesandt:

Aus den mir erstatteten Berichten er­sehe ich, daß Sie durch Ihr entschlossenes Zugreifen und die tapfere Einsetzung Ihrer eigenen Person alle hochver­räterischen Umtriebe im Keime erstickt haben. Sie haben das deutsche Volk aus einer schweren Gefahr gerettet. Hierfür spreche ich Ihnen meinen tiefempfundenen Dank und meine aufrichtige Aner­kennung aus.

Mit besten Grützen

(gez.) von Hlndenburg."

Ferner hat der Herr Reichspräsident aus Neudeck an den preußischen Ministerpräsi­denten, General der Infanterie, Hermann Göring, folgendes Telegramm gerichtet: Für Ihr energisches und erfolgreiches Vorgehen bei der Niederschlagung des Hoch­verratsversuches spreche ich Ihnen meinen Dank und meine Anerkennung aus. Mit ka­meradschaftlichen Grützen

(gez.) von Hlndenburg."

London, 2. Juli.

Die Glückwunsch-Telegramme des Reichs­präsidenten an Hitler und Göring habe» hier un­geheuren Eindruck gemacht.Hindenburg back Hitler" (Hindenburg hinter Hitler") steht im Fettdruck auf den Plakaten der Zeitungskraft­

wagen, die durch die Straßen Londons fahren. Die Blätter veröffentlichen aus der vordersten Seite in großer Aufmachung die Worte des Reichs­präsidenten:Sie haben das deutsche Volk ge­rettet". Allgemein wird auch die Erklärung des preußischen Ministerpräsidenten hervorgehoben, daß die Säuberungsaktion ihr Ende erreicht habe.

In einem Leitartikel schreibtEvening News": Hitler hat rücksichtslos, aber mit riesigem Mut im besten Interesse des deutschen Volkes gehandelt. Dies ist die allgemeine Ansicht der Deutschen selbst und wird bestätigt durch die Tatsache, daß die ver­fassungsmäßige nicht politische Reichswehr weiter­hin Hitler ihre loyale Unterstützung gibt. Das Blatt schließt: Es ist Tatsache, daß nichts in den letzten drei Tagen geschehen ist, was darauf hin­deutet, daß das Hitler-Regime in seiner großen aufbauenden Aufgabe der Errichtung des Deutsch­lands, das das deutsche Volk will, versagt.

Die Außenpolitik der Tschechoslowakei

Erklärungen BeneschS: Für den Oftpakt, gegen gebietsmäßige Revision

Prag, 2. Juli.

Der Minister des Auswärtigen, Dr. Benesch, sprach am Montag in Leiden Kammern des Par­laments überDie neue Phase im Kampf um das europäische Gleichgewicht". Die Lage in Europa sei ernst, wenn auch nicht kritisch. Es werde darüber entschieden werden, ob die weitere Entwicklung in Ruhe und Frieden oder unter Konflikten, Wirrnissen und Krisen vor sich gehen werde. Dr. Venesch skizzierte sodann die Lage nach dem Abgang Deutschlands aus Genf, wie er sie gesehen wissen möchte. Im Sinne der französischen Propaganda versuchte er, den Tatsachen zum Trotz, Deutschland für das Schei­tern der Abrüstung verantwortlich zu machen. Nachrichten über innere Schwierigkeiten Frank­reichs seien in einigen Ländern verbreitet ge­wesen, die Saarauseinandersetzung habe die Lage verschärft, der Streit im Fernen Osten habe un­abwendbar geschienen. Ferner sei inzwischen dann die innere und äußere Lage Frankreichs ge­festigt worden. Die Kleine Entente habe ihre Stellung in Mitteleuropa verstärkt, sie habe ihre Armeen und ihre Verwaltungen in Ordnung gebracht.

Der Bolkanpakt mit seiner Devise:Der Balkan den Balkanvölkern", sei als weitere Fviedonsgavantiie gefolgt. Als weitere Folge sei die schon längere Zeit vorbereitete Neuorien­tierung Sowjet-Rußlands mit seiner An­näherung an, einige europäische Staaten, vor

Deilammlungsverbot aufgehoben

Bremen, 2. Juli.

Der Senator für Inneres und Justiz teilt mit: Das Verbot von Versammlungen und Aufmärschen der SA. und sonstigen Formationen wird mit so­fortiger Wirkung aufgehoben.

allem an Frankreich, eingetreten, wobei es auch zur Regelung der Beziehungen zwischen Rußland und der Kleinen Entente gekommen sei, die die Grundlage für das künftige Freundschaftsver­hältnis zu der größten südslawischen Nation werden würde. Das alles bildeten die Voraus­setzungen, unter denen die heute viel erörterte Idee eines europäischen Ostpaktes entstanden sei, dessen Sinn darin bestehe, zu verhindern, daß sich in Europa etwas ereignet, falls im Fernen Osten ein Krieg ausbräche.

Wenn die Sicherheit bestehe, daß Europa ruhig bleibe, würde wahrscheinlich im Osten kein Streit ausbrechen. Wenn auch kein Wunder von dem Pakt erwartet werden könne, würden doch alle Schwierigkeiten in der Sicherheit durchgekämpft werden, daß es keinem Krieg gebe. Falls der erste Versuch mißlinge, werde die Idee bald in anderer Form Belebung finden. Inzwischen, fuhr Dr. Bsnefch fort, arbeiten wir mit unseren Freuden an der Sicherung des Frieden, an der eigenen Sicherung mit eigenen Kräften, an un­serer eigenen Verteidigung.

Die tschechoslowakische Regierung werde wahr­scheinlich gezwungen sein, die Verlängerung der Militärdienstzeit zu verlangen, um in jeder Hin­sicht vorbereitet zu sein.

In seinen weiteren Ausführungen unterstrich Dr. Benesch nochmals die Bedeutung der Kleinen Entente, von der Europa schon begreifen könnte,

daß sie ein Faktor des Gleichgewichts in Europa sei. Ihr Ziel bleibe unverändert: Eegenjede gebietsmäßige Revision, gegen den Anschluß und gegen jede Habsburger Restau­ration.

Auf die Beziehungen zu den einzelnen Staaten übergehend, erklärte der Minister, daß sich das Verhältnis zu Polen in der letzten Zeit nicht so entwickelt habe, wie es die Republik wünschen würde. Es handele sich aber um keinen politi­schen, sondern um einen lokalen Streit und es wäre ein Irrtum, anzunehmen, daß dieser Zu­stand seine Ursache in irgendwelchen direkten Schwierigkeiten nur zwischen Polen und der Tschechoslowakei habe. Ein Einvernehmen über alle Fragen, die nur die beiden Länder betrafen, wäre wahrscheinlich leicht. Die wirkliche Schwie­

rigkeit sei die einfache Tatsache, daß die heutigen Ansichten der beiden Regierungen über gewisse Fragen der europäischen Politik nicht gleich seien. Daraus folge ein verschiedenes Vorgehen. Diese Tatsachen müßten als solche hingenommen wer­den und man müsse die Fragen reis werden lassen.

Unser Verhältnis zu Deutschland, so führte der Minister weiter aus, ist ein gutes und kor­rektes und es wirken auf unsere Beziehungen eigentlich nur die allgemeinen internationalen Verhältnisse störend, weshalb wir auch den Ab­schluß des Ostpaktes wünschen. Auch unser Ver­hältnis zu Oesterreich ist gut. Der Minister appellierte an die Presse, sich in ihrer Kritik gegen­über den inneren Verhältnissen der Nachbarstaaten Reserve aufzuerlegen. Zu Ungarn bleiben die Be­ziehungen, wie sie waren.

Treuekundgebungen aus dem Reich

2m ganzen Volk: Blindes Vertrauen zu Adolf Hitler

Stuttgart, 2. Juli.

Die Gaupressestelle Württembergs teilt mit:

Zu der Entrüstung über die unerhörte Tat ge­rade von feiten derer, denen der Führer sein gan­zes Vertrauen gegeben hatte, ist nun in Württem­berg eine beispiellose und unbegrenzte, alle bis­herige Liebe und Treue zum Führer über­steigende Achtung und Ehrerbietung getreten, die das ganze Land ergriffen hat. In bewunderungs­würdiger Einigkeit bricht sich die Stimme des Volkes Bahn. Die politische Führung, PO., SS. und SA. sind sich restlos einig in ihrer un­beschränkten Treue zu Adolf Hitler und bewun­dern seinen persönlichen Einsatz und sein persön­liches rücksichtsloses Vorgehen gegen die, die ihre Treue frevelnd gebrochen haben. Es gibt nur ein Urteil im ganzen Lande, im ganzen Volk: Blin­des Vertrauen zu Adolf Hitler. Wer gerichtet ist, hat es tausendfach verdient, und es gibt nur einen Wunsch im ganzen Lande, restlos aufzuräumen, wo die Treue zum Führer ge­brochen ist.

Unerhört schwer muß die seelische Belastung un­serer SA. sein, die in blindem Gehorsam zu ihren Führern steht, die nun mit Verabscheuung hören mußte, daß der Stabschef und ein Teil der höchsten Führer wortbrüchig wurden und die Ehre der Fahne beschmutzten. Mögen aber auch die Herzen in Unruhe sein über den schauderhaften Treue­bruch jener gerichteten.Rebellen, um so klarer und fester ist jedem SA.-Mann Württembergs heute das Bewußtsein, daß er allein für den Führer steht und iHllt. Der SA.-Mann marschiert für Adolf Hitler und fordert gemein­sam mit PO. und SS. den Kopf jedes Rebellen. Mitleid mit Verrätern kennt die SA. nicht; und wenn ihr all das, was getan werden mutz, auch bitter schwer wird, sie ist sich einig mit PO. und SS. die ihr schweres Werk tun muß. Ueber allem Hitler, denn er ist Deutschland! Württemberg ist fest in der Hand seines Reichsstatthalters. Er steht fest für das Land, das Land für ihn und beide für Hitler bis zum jüngsten SA.-Mann, bis zum jüngsten Hitler-Jungen. In Ruhe und fester Ent­schlossenheit steht er vertrauensvoll'und gehorsam zu seiner Verfügung und erwartet mit ihm die

Befehle des Führers für die restlose Säuberung der Partei.

Bei dem Aufmarsch der Brigade 65 in Stuttgart am Sonntagvormittag hielt Obergruppenführer von Jagow eine Rede, in der er etwa fol­gendes ausführte:

Der Aufmarsch der Brigade 55 sollte zu einem Tage der Erhebung und der Freude werden. Aber wir sind mit ihm ins Dunkle geraten. Der Aufmarsch findet in einem Augenblick von weitgehendster Bedeutung für die SA., für die nationalsozia­listische Bewegung, für das Volk und für den Führer statt. Der Führer hat mit der notwendigen Strenge durchgegriffen. Wir danken ihm, daß er ganz reinen Tisch gemacht hat, so schwer das Schicksal auf mancher Seele lastet. Wir danken ihm aus das tiefste erschüttert über die Fest­stellung des aufgedeckten Schmutzes. Die Ehre der SA. ist nicht verloren wegen der Untaten weniger. Sie steht noch heute bei den Fahnen und Standarten. Sie liegt auch bei der Brigade 55. Es kann nicht anders sein, daß die Ehre der SA. bei der Brigade 65 in guten Händen ist.

Vreslau, 2. Juli.

In Breslau sind die mit der Unterbindung der Revolte notwendig gewesenen Aktionen in voll­kommener Ruhe und Ordnung verlaufen, zumal die schlestsche SA. in ihrer Gesamtheit geschlossen hinter dem Führer steht. Auch die Nacht auf Sonntag ist in ganz Schlesien sehr ruhig verlaufen. Von der schlestschen SA. sind zahllose Ergeben­heitstelegramme und Treuekundgebungen an den Führer abgesandt worden. Der Gauleiter selbst hat dem Führer noch im Laufe der Nacht tele­graphisch die reibungslose Durchführung der Aktion in Schlesien gemeldet und festgestellt, daß der Gau Schlesien wie immer in Treue zu ihm stehe.

(Siehe auch Seite 2)

Nach dem 30. Äuni

L. Bremen, 3. Juli 1934.

Die trüben Ereignisse des 30. Juni ge­hören längst der Vergangenheit an. Man könnte die Dinge mit einem Menschen ver­gleichen, der schon lange Zeit an Blinddarm- reizungen gelitten hat und nun plötzlich in­nerhalb weniger Stunden operiert werden muß, damit der mit Eiterstoff gefüllte Blind­darm nicht das Leben gefährdet. Nach wenigen Tagen ist die Operation vergessen und der Mensch geht, vom lästigen, überflüssigen Blinddarm befreit, frisch und gesund einem neuen Leben entgegen. Der Führer hat am Sonnabend persönlich an der Bewegung eine solche überraschende Blinddarmoperationvor- genommen und heute atmet nicht nur die Bewegung erleichtert aus, daß sie von lästigen Zeit- und Krankheitserscheinungen befreit ist, sondern das ganze Volk. Selten hat ein Volk solche erschütternden politischen Ereig­nisse mit einer vorbildlichen Ruhe und Genug­tuung aufgenommen, wie diejenigen vom 30. Juni. Wie so oft in all der Zeit nach dem 30. Januar 1933 hat das Volk diesmal wieder die Ueberzeugung gewonnen, daß es in Adolf Hitler einen Führer besitzt, dem es blind­lings in allen Fragen des Lebens vertrauen kann.

Es ist nicht unsere Absicht, gerade weil diese ganze Angelegenheit heute nur noch eine geschichtliche Episode ist, rückblickend noch einmal alle die Fragen und Probleme aufzurollen, die mit ihr verbunden waren. Das deutsche Volk nach dem 30. Juni hat größere Aufgaben zu erfüllen, als sich mit dem Schicksal von Verrätern nachträglich noch zu besassen. Ihre Namen sind ausge­löscht für immer. Man wird sie nicht gekannt haben und wird nie mehr von ihnen sprechen.

Nur ein kurzer Hinweis wird zu diesem Schlußartikel noch nötig sein: nämlich, daß dieser Geist des Verrats am Führer und an seiner Idee versucht hat, auch in Bremen sich breitzumachen. Das waren jene wenigen Kreise, die die stolzen BegriffeRevolu­tion" undalte Käinpfer" zu Schlag­worte n und Phrasen gestempelt haben. Jene ewig unruhigen Landsknechtsnaturen,

Die Rede deZ Neichsministers Dr. Goebbels vom Sonntag wurde aus sämtliche amerikanischen Sender übertragen.

die nur ein Zerschlagen kannten und nichts - an Fähigkeiten mitbrachten, was aufbauend gewesen wäre. Diese Elemente haben den braven SA.-Mann, dem Disziplin und Ge­horsam zum höchsten Gebot geworden waren, für ihre oft sehr durchsichtigen persönlichen und ehrgeizigen Zwecke mißbraucht. Die verschiedenen Demonstrationen, die sich in den letzten Monaten in Bremen zugetragen haben, entsprangen diesem Geist. Niemand hat mehr unter diesen Vorgängen innerlich gelitten, als der ehrliche, überzeugte Nationalsozialist, der die in die Irre gegange­nen und verleiteten Kämpfer nicht mehr ver­standen hat.

Schlußstrich darunter! Es war immer unser fester, unerschütterlicher Glaube, daß dieses Kartenhaus durch den Führer eines Tages mit einem Griff niedergerissen werden wird. Wir haben uns nicht getäuscht. Oft ist an dieser Stelle von dem unbedingten blinden Gehorsam dem Führer gegenüber geschrieben worden. Gar mancher hat es nicht verstanden. Zuschriften an uns aus den Miesmacher-Wochen beweisen, wie wenig manche Kreise den tiefen Sinn der Aktion begriffen haben. Heute werden sie diese Ermahnungen verstehen, denn der Führer hat am Sonnabend tatsächlich das deutsche Volk und damit jeden einzelnen vor schwer­sten wirtschaftlichen und politischen Erschüt­terungen bewahrt. Alle diese kleinen Bier- bank-Nörgler werden heute erkennen, daß die Fürsorge des Führers dem gesamten Volke gilt und daß er nicht der Mann ist, der sich hermetisch vom Volke abschließt, sondern der jederzeit auf das genaueste über die Sorgen und Nöten des Volkes unterrichtet ist, der auch keine Schwächen leugnet, die sich hier und da zeigen und was dar Wichtigste ist, im richtigen Zeitpunkt die Fehlerquellen beseitigt.

Noch nie war Deutschland innerlich so stark wie nach dem 30. Juni. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß die 95 Prozent

N)as gibt ^s sonst Neues.

Siamesisches Königspaar in Berlin Ozeanflieger wieder in Warschau Ergebnis der Präsidentenwahl in Mexiko Dammbruch in Spanien