hrgang igz^
>9
Zkeit
Bremen zur bremische Landesamt ^
seit der Macht, samtes Bremen im Baugewerbe usw. Industrie rbe und im Be. , im Holz- und bei den häuz. --regen im Nab. lur um 19 Pro. rn um 24 P^. 'angestellten „m
ber den Be. gibt die fol.
'S l'U
vremer
das amüiche Vrgan -es Senats
)eiwna
-er Freien Hansestadt vremen
MonatS-B-zng: Bei täglichem Erscheinen RM. 3.30 einschließlich 30 Rps. Zustellungsgebühr; durch die Post RM. 2,30 einschließlich Ueberweisungsgebühr, auSschl. Postbestellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu entrich- ten. — Postscheck Hamburg 172 72. - Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz.
Bremer Zeitung, Berlagsgesellschaft m. b. H., Eeeren 8 bis 8 / Fernruf: Sammelnummer Roland 823.
19 3 4
Anzeigen-Grundprelse: Die 82-mw-Zeile im Anzeigenteil 12 Rps. die 70-mm-Zeile tm Tertteii 7S Rpi. Ermähigte Grundpreise lsür kleine Anzeigen. Familienanzeigen u a.j sowie sonstige Bedingungen laut Preisliste 1. lNachlaßstatsel vi Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr Annahmetchluß 18 Uhr. Sprechzeit des Verlages werktäglich von 12—18 Uhr. der Schriftleitung werktäglich von 18—17 Uhr.
154 1075
ig
ln
St 57« 2 357 1655 55» AS 21t? SA 127
SK 5 W
42
112 5S2
010 28 SS 120 102 !Z3 »SS >24 >S4 SS »47 558 574 1S1 3 213 5SS 1S3 SIS 9 786 251 214
39
228
S4S
7 778 26 78 105 1178 1S4 821
3 2SS 1820
848
323
4 «52 45» 172
1VS4
6177
1235
Nr. i8i / 3. Vierteljahr
Dienstag. 3. Äuli
Einzelpreis 13 Rpf.
8 7« AI 411« 7ZS 6t7 38 41«
7S5
255
644
4 821 938 685
481 48 014 >hrt.
VDA.
für die Teil« rt (Leitung: Sommerlager e) findet am teutschen Oberstatt.
t sind noch r Teilnehmer Anmeldung VDA. (Letzte
t „Kraft mit:
Westfaliea
h jeder Wmh« mit Luxus- Freilichtbühne diesen Tagen « Teilnehmer, s „Räuber" ür dies,lAich»t, Mich Mittag- M und Besuch :s 7 Uhr, An- sthal, daselbst afel. Rückkehr ligen Fahrten beim Kreis- 814.
18. Juli einige Plätze
>2. Juli
29. Juli.
»flegung und n noch ent- nt, Wilhelm« imer 814.
August flegung und können noch rden.
ten werden Wilhelm« änlich.
r jede Reise k der Deut- r Lesehalle) ^raft durch
h nicht fest- nd deshalb int ist» wer« öffentlichen.
neu Vutter- , 8 bis 8.10
l.-Landwirt
wertes aus Milchwirt« m Thema: den neuen
nterüliebe- skasse. Ab g in zwei
ge
der staat- Zitterungs- Rödelheim
chläge beer nächstes ands «ar- s bis sehr n. Mit zu- c 2. Hälfte ändigerem n. im well rechnen.
nordöstlich
treten als
peraturen
»rt liegen-
Die GäubenmgsakNon abgeschlossen
Berlin, 2. Juli.
Amtlich wird mitgeteilt: Die Säuberungsaktion fand am Sonntag abend ihren Abschluß. Weitere Aktionen in dieser Richtung finden nicht mehr statt. Somit hat der gesamte Eingriff zur Wiederherstellung und Sicherung der Ordnung in Deutschland 24 Stunden gedauert. Im ganzen Reich herrscht völlige Ruhe und Ordnung. Das gesamte Volk steht in unerhörter Begeisterung hinter dem Führer.
Goebbels dankt der Vresse
' Berlin, 2. Juli.
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Eoebels, spricht der deutschen ' Presse seinen Dank aus für die vorbildliche Disziplin und die unbeirrte Jnstinktsicherheit, die die deutsche Presse anläßlich der Röhm-Revolte bewiesen hat.
Das Bauerntum hinter Hitler
Berlin, 2. Juli.
Der Führer empfing am Sonntagvormittag den Reichsleiter des agrarpolitischen Apparates der NSDAP. und Reichsvauernsiihrer Walther DarrL mit seinen Unterführern im Reichsnährstand. Wie immer steht das deutsche Bauerntum zum geschlossenen Einsatz bereit, hinter seinem Führer Adolf Hitler.
Dr. Leu an den Führer
Köl«, 2. Juli.
Der Stabsleiter der PO., Dr. Ley, sandte an den Führer folgendes Telegramm:
An den Führer
Reichskanzlei, Berlin.
In Fortsetzung meiner Vesichtigungsreise durch die Gaue werde ich von der Bevölkerung und insonderheit vom deutschen Arbeiter gedrängt, Ihnen, mein Führer, den unerschütterlichen Glauben an Sie und die Bewegung zum Ausdruck zu bringen. Die Treue der politischen Führer Ihnen gegenüber nochmals zu beteuern, erachte ich für überflüssig, da wir uns nicht allein durch den Ihnen gegebenen Eid, sondern auch durch den jahrzehntelangen Kampf unlöslich mit Ihnen verbunden fühlen.
gez. Dr. Robert Ley, Stabsleiter der PO.
Hieel an Lutze
Berlin, 2. Juli.
Rsichswrbettsführer Hier! hat an den Chef des Stabes folgendes Telegramm gesandt: „Lieber Pg. Lutze! Ich beglückwünsche Sie zu dem Vertrauen des Führers und wünsche Ihnen vollen Erfolg bei der Durchführung der Ihnen übertragenen Ausgaben. Frei von Selbstsucht, E-iferfucht und Uebsrhoblichksit, lediglich wetteifernd in den Leistungen, jeder in seinem Amtsbereich, wollen wir Führer der NS.-Eliederung unverbrüchlich treu zusammenstehen als Diener unserer nationalsozialistischen Bewegung und damit unseres deutschem Volkes und als gehorsame und treue Gefolgsleute unseres großen Führers. Heil Hitler! In alter nationalsozialistischer Kampfverbundenheit Ihr (gez.) Konstantin Hierl, Reichsarbsitsfühver."
Bremen vollkommen ruhig
Gegen Gerüchtemacher
Bremen, 2. Juli.
Die Geheime Staatspolizei teilt mit: Folgende Mnflagenachricht wurde im Auftrage des Herrn Senator für Inneres und Justiz dem Vremer Rundfunk zur Bekanntgabe übergeben: Die politische Lage in Vremen ist vollkommen ruhig. Die vom Führer befohlene Reinigungsaktion wird in enger Zusammenarbeit mit dem vom Stabschef Lutze eingesetzten Führer der Gruppe Nordsee, LberführerDr.Ra ecke, reibungslos durchgeführt Die Regierung, SS., SA., und PO. von dem Führer bis zu den letzten Männern sind sich einig über die '»nehmenden Aufgaben. Ueber die getroffenen itznahmen wird die Presse lausend unterrichtet. Von der Bevölkerung wird eiserne Disziplin verlangt. Gegen Gerüchtemacher wird schärfftens vorgegangen. Gerüchte über Festnahme von Standartenführern entbehren jeder Grundlage.
Jsolierungslager — in den Pripetsiimpfen. Im Sinne der Verordnung des polnischen Staatspräsidenten vom 17. Juni über die Schaffung von Jsolierungslagern für solch« Elemente, die die öffentliche Ruhe und Ordnung gefährden, soll bereits in der nächsten Zeit in der Ortschaft Bereza Kartuska im Bezirk Pruzany ein solches Lager errichtet werden. Die genannte Ortschaft befindet sich im Pripet-Gebiet in der östlichen Wojwodschaft Polesien; das Städtchen zählt etwa 3590 Einwohner und liegt an der Eisenbahn- strecke zwischen Brestlitowsk und Baranowitschi.
Hindenburg
dankt dem Führer und Göring
„Das deutsche Volk aus einer schweren Gefahr gerettet"
Berlin, 2. Juli.
Amtlich wird mitgeteilt: Reichspräsident von Hlndenburg hat heute aus Neudeck folgendes Telegramm an den Reichskanzler Adolf Hitler gesandt:
„Aus den mir erstatteten Berichten ersehe ich, daß Sie durch Ihr entschlossenes Zugreifen und die tapfere Einsetzung Ihrer eigenen Person alle hochverräterischen Umtriebe im Keime erstickt haben. Sie haben das deutsche Volk aus einer schweren Gefahr gerettet. Hierfür spreche ich Ihnen meinen tiefempfundenen Dank und meine aufrichtige Anerkennung aus.
Mit besten Grützen
(gez.) von Hlndenburg."
Ferner hat der Herr Reichspräsident aus Neudeck an den preußischen Ministerpräsidenten, General der Infanterie, Hermann Göring, folgendes Telegramm gerichtet: „Für Ihr energisches und erfolgreiches Vorgehen bei der Niederschlagung des Hochverratsversuches spreche ich Ihnen meinen Dank und meine Anerkennung aus. Mit kameradschaftlichen Grützen
(gez.) von Hlndenburg."
London, 2. Juli.
Die Glückwunsch-Telegramme des Reichspräsidenten an Hitler und Göring habe» hier ungeheuren Eindruck gemacht. „Hindenburg back Hitler" („Hindenburg hinter Hitler") steht im Fettdruck auf den Plakaten der Zeitungskraft
wagen, die durch die Straßen Londons fahren. Die Blätter veröffentlichen aus der vordersten Seite in großer Aufmachung die Worte des Reichspräsidenten: „Sie haben das deutsche Volk gerettet". Allgemein wird auch die Erklärung des preußischen Ministerpräsidenten hervorgehoben, daß die Säuberungsaktion ihr Ende erreicht habe.
In einem Leitartikel schreibt „Evening News": Hitler hat rücksichtslos, aber mit riesigem Mut im besten Interesse des deutschen Volkes gehandelt. Dies ist die allgemeine Ansicht der Deutschen selbst und wird bestätigt durch die Tatsache, daß die verfassungsmäßige nicht politische Reichswehr weiterhin Hitler ihre loyale Unterstützung gibt. Das Blatt schließt: Es ist Tatsache, daß nichts in den letzten drei Tagen geschehen ist, was darauf hindeutet, daß das Hitler-Regime in seiner großen aufbauenden Aufgabe der Errichtung des Deutschlands, das das deutsche Volk will, versagt.
Die Außenpolitik der Tschechoslowakei
Erklärungen BeneschS: Für den Oftpakt, gegen gebietsmäßige Revision
Prag, 2. Juli.
Der Minister des Auswärtigen, Dr. Benesch, sprach am Montag in Leiden Kammern des Parlaments über „Die neue Phase im Kampf um das europäische Gleichgewicht". Die Lage in Europa sei ernst, wenn auch nicht kritisch. Es werde darüber entschieden werden, ob die weitere Entwicklung in Ruhe und Frieden oder unter Konflikten, Wirrnissen und Krisen vor sich gehen werde. Dr. Venesch skizzierte sodann die Lage nach dem Abgang Deutschlands aus Genf, wie er sie gesehen wissen möchte. Im Sinne der französischen Propaganda versuchte er, den Tatsachen zum Trotz, Deutschland für das Scheitern der Abrüstung verantwortlich zu machen. Nachrichten über innere Schwierigkeiten Frankreichs seien in einigen Ländern verbreitet gewesen, die Saarauseinandersetzung habe die Lage verschärft, der Streit im Fernen Osten habe unabwendbar geschienen. Ferner sei inzwischen dann die innere und äußere Lage Frankreichs gefestigt worden. Die Kleine Entente habe ihre Stellung in Mitteleuropa verstärkt, sie habe ihre Armeen und ihre Verwaltungen in Ordnung gebracht.
Der Bolkanpakt mit seiner Devise: „Der Balkan den Balkanvölkern", sei als weitere Fviedonsgavantiie gefolgt. Als weitere Folge sei die schon längere Zeit vorbereitete Neuorientierung Sowjet-Rußlands mit seiner Annäherung an, einige europäische Staaten, vor
Deilammlungsverbot aufgehoben
Bremen, 2. Juli.
Der Senator für Inneres und Justiz teilt mit: Das Verbot von Versammlungen und Aufmärschen der SA. und sonstigen Formationen wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben.
allem an Frankreich, eingetreten, wobei es auch zur Regelung der Beziehungen zwischen Rußland und der Kleinen Entente gekommen sei, die die Grundlage für das künftige Freundschaftsverhältnis zu der größten südslawischen Nation werden würde. Das alles bildeten die Voraussetzungen, unter denen die heute viel erörterte Idee eines europäischen Ostpaktes entstanden sei, dessen Sinn darin bestehe, zu verhindern, daß sich in Europa etwas ereignet, falls im Fernen Osten ein Krieg ausbräche.
Wenn die Sicherheit bestehe, daß Europa ruhig bleibe, würde wahrscheinlich im Osten kein Streit ausbrechen. Wenn auch kein Wunder von dem Pakt erwartet werden könne, würden doch alle Schwierigkeiten in der Sicherheit durchgekämpft werden, daß es keinem Krieg gebe. Falls der erste Versuch mißlinge, werde die Idee bald in anderer Form Belebung finden. Inzwischen, fuhr Dr. Bsnefch fort, arbeiten wir mit unseren Freuden an der Sicherung des Frieden, an der eigenen Sicherung mit eigenen Kräften, an unserer eigenen Verteidigung.
Die tschechoslowakische Regierung werde wahrscheinlich gezwungen sein, die Verlängerung der Militärdienstzeit zu verlangen, um in jeder Hinsicht vorbereitet zu sein.
In seinen weiteren Ausführungen unterstrich Dr. Benesch nochmals die Bedeutung der Kleinen Entente, von der Europa schon begreifen könnte,
daß sie ein Faktor des Gleichgewichts in Europa sei. Ihr Ziel bleibe unverändert: Eegenjede gebietsmäßige Revision, gegen den Anschluß und gegen jede Habsburger Restauration.
Auf die Beziehungen zu den einzelnen Staaten übergehend, erklärte der Minister, daß sich das Verhältnis zu Polen in der letzten Zeit nicht so entwickelt habe, wie es die Republik wünschen würde. Es handele sich aber um keinen politischen, sondern um einen lokalen Streit und es wäre ein Irrtum, anzunehmen, daß dieser Zustand seine Ursache in irgendwelchen direkten Schwierigkeiten nur zwischen Polen und der Tschechoslowakei habe. Ein Einvernehmen über alle Fragen, die nur die beiden Länder betrafen, wäre wahrscheinlich leicht. Die wirkliche Schwie
rigkeit sei die einfache Tatsache, daß die heutigen Ansichten der beiden Regierungen über gewisse Fragen der europäischen Politik nicht gleich seien. Daraus folge ein verschiedenes Vorgehen. Diese Tatsachen müßten als solche hingenommen werden und man müsse die Fragen reis werden lassen.
Unser Verhältnis zu Deutschland, so führte der Minister weiter aus, ist ein gutes und korrektes und es wirken auf unsere Beziehungen eigentlich nur die allgemeinen internationalen Verhältnisse störend, weshalb wir auch den Abschluß des Ostpaktes wünschen. Auch unser Verhältnis zu Oesterreich ist gut. Der Minister appellierte an die Presse, sich in ihrer Kritik gegenüber den inneren Verhältnissen der Nachbarstaaten Reserve aufzuerlegen. Zu Ungarn bleiben die Beziehungen, wie sie waren.
Treuekundgebungen aus dem Reich
2m ganzen Volk: Blindes Vertrauen zu Adolf Hitler
Stuttgart, 2. Juli.
Die Gaupressestelle Württembergs teilt mit:
Zu der Entrüstung über die unerhörte Tat gerade von feiten derer, denen der Führer sein ganzes Vertrauen gegeben hatte, ist nun in Württemberg eine beispiellose und unbegrenzte, alle bisherige Liebe und Treue zum Führer übersteigende Achtung und Ehrerbietung getreten, die das ganze Land ergriffen hat. In bewunderungswürdiger Einigkeit bricht sich die Stimme des Volkes Bahn. Die politische Führung, PO., SS. und SA. sind sich restlos einig in ihrer unbeschränkten Treue zu Adolf Hitler und bewundern seinen persönlichen Einsatz und sein persönliches rücksichtsloses Vorgehen gegen die, die ihre Treue frevelnd gebrochen haben. Es gibt nur ein Urteil im ganzen Lande, im ganzen Volk: Blindes Vertrauen zu Adolf Hitler. Wer gerichtet ist, hat es tausendfach verdient, und es gibt nur einen Wunsch im ganzen Lande, restlos aufzuräumen, wo die Treue zum Führer gebrochen ist.
Unerhört schwer muß die seelische Belastung unserer SA. sein, die in blindem Gehorsam zu ihren Führern steht, die nun mit Verabscheuung hören mußte, daß der Stabschef und ein Teil der höchsten Führer wortbrüchig wurden und die Ehre der Fahne beschmutzten. Mögen aber auch die Herzen in Unruhe sein über den schauderhaften Treuebruch jener gerichteten.Rebellen, um so klarer und fester ist jedem SA.-Mann Württembergs heute das Bewußtsein, daß er allein für den Führer steht und iHllt. Der SA.-Mann marschiert für Adolf Hitler und fordert gemeinsam mit PO. und SS. den Kopf jedes Rebellen. Mitleid mit Verrätern kennt die SA. nicht; und wenn ihr all das, was getan werden mutz, auch bitter schwer wird, sie ist sich einig mit PO. und SS. die ihr schweres Werk tun muß. Ueber allem Hitler, denn er ist Deutschland! Württemberg ist fest in der Hand seines Reichsstatthalters. Er steht fest für das Land, das Land für ihn und beide für Hitler bis zum jüngsten SA.-Mann, bis zum jüngsten Hitler-Jungen. In Ruhe und fester Entschlossenheit steht er vertrauensvoll'und gehorsam zu seiner Verfügung und erwartet mit ihm die
Befehle des Führers für die restlose Säuberung der Partei.
Bei dem Aufmarsch der Brigade 65 in Stuttgart am Sonntagvormittag hielt Obergruppenführer von Jagow eine Rede, in der er etwa folgendes ausführte:
Der Aufmarsch der Brigade 55 sollte zu einem Tage der Erhebung und der Freude werden. Aber wir sind mit ihm ins Dunkle geraten. Der Aufmarsch findet in einem Augenblick von weitgehendster Bedeutung für die SA., für die nationalsozialistische Bewegung, für das Volk und für den Führer statt. Der Führer hat mit der notwendigen Strenge durchgegriffen. Wir danken ihm, daß er ganz reinen Tisch gemacht hat, so schwer das Schicksal auf mancher Seele lastet. Wir danken ihm aus das tiefste erschüttert über die Feststellung des aufgedeckten Schmutzes. Die Ehre der SA. ist nicht verloren wegen der Untaten weniger. Sie steht noch heute bei den Fahnen und Standarten. Sie liegt auch bei der Brigade 55. Es kann nicht anders sein, daß die Ehre der SA. bei der Brigade 65 in guten Händen ist.
Vreslau, 2. Juli.
In Breslau sind die mit der Unterbindung der Revolte notwendig gewesenen Aktionen in vollkommener Ruhe und Ordnung verlaufen, zumal die schlestsche SA. in ihrer Gesamtheit geschlossen hinter dem Führer steht. Auch die Nacht auf Sonntag ist in ganz Schlesien sehr ruhig verlaufen. Von der schlestschen SA. sind zahllose Ergebenheitstelegramme und Treuekundgebungen an den Führer abgesandt worden. Der Gauleiter selbst hat dem Führer noch im Laufe der Nacht telegraphisch die reibungslose Durchführung der Aktion in Schlesien gemeldet und festgestellt, daß der Gau Schlesien wie immer in Treue zu ihm stehe.
(Siehe auch Seite 2)
Nach dem 30. Äuni
L. Bremen, 3. Juli 1934.
Die trüben Ereignisse des 30. Juni gehören längst der Vergangenheit an. Man könnte die Dinge mit einem Menschen vergleichen, der schon lange Zeit an Blinddarm- reizungen gelitten hat und nun plötzlich innerhalb weniger Stunden operiert werden muß, damit der mit Eiterstoff gefüllte Blinddarm nicht das Leben gefährdet. Nach wenigen Tagen ist die Operation vergessen und der Mensch geht, vom lästigen, überflüssigen Blinddarm befreit, frisch und gesund einem neuen Leben entgegen. Der Führer hat am Sonnabend persönlich an der Bewegung eine solche überraschende Blinddarmoperationvor- genommen und heute atmet nicht nur die Bewegung erleichtert aus, daß sie von lästigen Zeit- und Krankheitserscheinungen befreit ist, sondern das ganze Volk. Selten hat ein Volk solche erschütternden politischen Ereignisse mit einer vorbildlichen Ruhe und Genugtuung aufgenommen, wie diejenigen vom 30. Juni. Wie so oft in all der Zeit nach dem 30. Januar 1933 hat das Volk diesmal wieder die Ueberzeugung gewonnen, daß es in Adolf Hitler einen Führer besitzt, dem es blindlings in allen Fragen des Lebens vertrauen kann.
Es ist nicht unsere Absicht, gerade weil diese ganze Angelegenheit heute nur noch eine geschichtliche Episode ist, rückblickend noch einmal alle die Fragen und Probleme aufzurollen, die mit ihr verbunden waren. Das deutsche Volk nach dem 30. Juni hat größere Aufgaben zu erfüllen, als sich mit dem Schicksal von Verrätern nachträglich noch zu besassen. Ihre Namen sind ausgelöscht für immer. Man wird sie nicht gekannt haben und wird nie mehr von ihnen sprechen.
Nur ein kurzer Hinweis wird zu diesem Schlußartikel noch nötig sein: nämlich, daß dieser Geist des Verrats am Führer und an seiner Idee versucht hat, auch in Bremen sich breitzumachen. Das waren jene wenigen Kreise, die die stolzen Begriffe „Revolution" und „alte Käinpfer" zu Schlagworte n und Phrasen gestempelt haben. Jene ewig unruhigen Landsknechtsnaturen,
Die Rede deZ Neichsministers Dr. Goebbels vom Sonntag wurde aus sämtliche amerikanischen Sender übertragen.
die nur ein Zerschlagen kannten und nichts - an Fähigkeiten mitbrachten, was aufbauend gewesen wäre. Diese Elemente haben den braven SA.-Mann, dem Disziplin und Gehorsam zum höchsten Gebot geworden waren, für ihre oft sehr durchsichtigen persönlichen und ehrgeizigen Zwecke mißbraucht. Die verschiedenen Demonstrationen, die sich in den letzten Monaten in Bremen zugetragen haben, entsprangen diesem Geist. Niemand hat mehr unter diesen Vorgängen innerlich gelitten, als der ehrliche, überzeugte Nationalsozialist, der die in die Irre gegangenen und verleiteten Kämpfer nicht mehr verstanden hat.
Schlußstrich darunter! Es war immer unser fester, unerschütterlicher Glaube, daß dieses Kartenhaus durch den Führer eines Tages mit einem Griff niedergerissen werden wird. Wir haben uns nicht getäuscht. Oft ist an dieser Stelle von dem unbedingten blinden Gehorsam dem Führer gegenüber geschrieben worden. Gar mancher hat es nicht verstanden. Zuschriften an uns aus den Miesmacher-Wochen beweisen, wie wenig manche Kreise den tiefen Sinn der Aktion begriffen haben. Heute werden sie diese Ermahnungen verstehen, denn der Führer hat am Sonnabend tatsächlich das deutsche Volk und damit jeden einzelnen vor schwersten wirtschaftlichen und politischen Erschütterungen bewahrt. Alle diese kleinen Bier- bank-Nörgler werden heute erkennen, daß die Fürsorge des Führers dem gesamten Volke gilt und daß er nicht der Mann ist, der sich hermetisch vom Volke abschließt, sondern der jederzeit auf das genaueste über die Sorgen und Nöten des Volkes unterrichtet ist, der auch keine Schwächen leugnet, die sich hier und da zeigen und was dar Wichtigste ist, im richtigen Zeitpunkt die Fehlerquellen beseitigt.
Noch nie war Deutschland innerlich so stark wie nach dem 30. Juni. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß die 95 Prozent
N)as gibt ^s sonst Neues.
Siamesisches Königspaar in Berlin Ozeanflieger wieder in Warschau Ergebnis der Präsidentenwahl in Mexiko Dammbruch in Spanien