Ausgabe 
(17.12.1933) Nr. 341
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

ö reiner

Üas amtliche Organ kies Senats

Dr^le^eitung^Verlag^esellschaf^onb^H^Eeeren S bis 8 . / Fernruf: Sammelnummer Roland 825 .

Ä

!3

öer Freien Hansestadt vremen

Nr 341 / 4. DierteNabr

Anzeigen-Tttl: v,os,ge ,e mm-sieile M Rpi au-wäctige >7 Rps: im Teitteit VebM 75 RP aus, mn Rps Mein A',,einen bis Ä- MM gnmüien Anzeigen nnt- Wnhnungsiiiark, bei plxanszanlnng Steven,leinche K Rps Plnyvviichrllten ebne jede Verbindlichkeil Alle wnslljie,' Beviiignnaen nach Sprechzeit des Verlages und der Schriftleitung 18 bis 17 llhr. / Schluß der Anzeigenannahme^^lthr,

Tnrii.

Sonntag, den 17. Dezember

Einzelpreis 15 Npf.

Z.

der

an-

die

uns

Herr

wie

ein,

err-

Guvich in München

, München, 18. Dezember.

Der Leiter des italienischen Außenministeriums T'ratssekretär Fuloio Suvich, traf am Sonn­abend früh um 8.l0 Uhr von Köln in der Landes- du.chtsiadt Bayerns ein. In seiner Begleitung be'anden sich als Vertreter des Aus­wärtigen Amtes Freiherr Marschall von Me­tz utein, der Vertreter der Obersten SS.- Mhrung Sturmbannführer Kohlroser und. als Dertreter der Obersten SÄ-Führung Sturm­bannführer Wietersheim. Staatssekretär Tuvrch b gab sich sofort in einem Kraftwagen der Lan- d.rpclizei ins Hotel.. Wie wir aus der Umgebung des Staatssekretärs erfahren, war er von dem warmen Empfang in Berlin äußerst befriedigt. Lm Bahnhof hatte auf Wunsch des Staatssekretärs ks n offizieller Empfang stattgefunden.

Die Reichspressestelle der RSDAP. teilt mit: Bu seinem Münchener Aufenthalt' besuchte der Leiter des italienischen Außenministeriums. Un- terüaats'ekrebr Suvich, am Zonnabendoormittag das Braune Haus Der Stellvertreter des ssi.'uers, Rudolf Heg.' empfing den italienischen kcht. Zur Begrüßung war die erste SS-Hundert- ickiast München sowie eine Hundertschaft der SA angetreten: Der Stellvertreter des Führers

me.hhe Exzellenz Suvich mit den anwesenden lei­tenden Männern der RSDAP. bekannt. Er zeigte itz.ni u. a. das im großen Sil-ungslaal aufgeste'lke Dell der neuen Berwaltungsbauten für die T bsleitung der RSDAP.. Das besondere In- u-ise des iialieni'chen Unieritaatssekretärs fand die rissige Kartei der Mitglieder der RSDAP

llm Lause --s Vormittags stattete Unteritaats- se'rstär Suoick dem Reichsstatthalter in Banern. h^eral Ritter von EpP, dem bayerti-hen Mt- nürerpräsidenten Siebert und dem Staats- minilrer Hermann Esser Besuche ab.

Deksüguna des Gtellvekireters des Führers

Berti», 16. Dezember.

Die Reichspressestelle der RSDAP gibt fol­gende Verfügung des Stellvertreters des Führers bekannt:

Mir liegt dir Anordnung des Präsidenten der Reichspressekammer vom 13. Dezember 1833 über Fragen des Vertriebs und der Bezieher- werbung sowie über Neugründungen auf dem Erbiete der Presse vor

Zwecks Gewährleistung des organischen Aus­baues der deutschen Presse im nationalsozialisti­schen Staat und der lückenlosen Wirksamkeit der Anordnung der Reichspressekammer übernehme ich die Unordnungen für den gesamten Bereich der Partei und bestimme hiermit zu deren Zif­fern L bis 5:

Alle Parteigenossen, gleichgültig, in welchen politischen oder wie immer gearteten Organisa­tionen sie tätig find, find verpflichtet, dieser über Fragen des Pressewesens erlassenen Anordanag innerhalb ihres Arbeitsbereiches nachzukommen, Berlin, den 13. Dezember 1L3Z.

Der Stellvertreter des Führers gez. Rudolf Heß.

Staatssekretär Feder in Hamburg

Hamburg, 16. Dezember. Staatssekreiär Feder ist mit Stabsleiter von Dven und dem Hamburgischen Vertreter in Ber­lin in Hamburg eingetroffen- Nach Besuchen beim R-ch-statthalter. dem Reg'ercnden Blirnermeüter und dem Präses der Handelskammer, fand eine Z 'ammenkunst von Vertretern der hamburgifchcn D'lischest statt, bei der der Staatssekretär Aus- iüllrungen über die Stellung' des Kaufmanns im nationalsozialistischen Deutschland machte. Spät­nachmittags und abends fanden interne Be­sprechungen mit Vertretern des Hamburgischen Staates und der Hamburgischen Wirtschaft statt.

Keine Störungen des Weihnachtsgeschäfts

Berlin, 13. Dezember.

Der Reichswirtschaftsminister hat in einem schreiben an die Landesregierungen und die Tp.'zenverbände gebeten, alle Maßnahmen zu treffen, um die ungestörte Abwicklung des Weih­nachtsgeschäftes sicherzustellen Diese Anordnung lichtet sich vor allem gegen Maßnahmen und Touderakttonen, die eine Benachteiligung der Tiaren- uno Kuushäuser, Einheitspreis- und Fllialgeschäfte owie nichiarischer Geschäste gegen­über einzelnen Gruppen des Einzelhandels dar­stellen Ohne eine geordnete Abwicklung des Ti ^nachtsgesckäftes würden die betroffenen Tci'r des Einzelhandels nicht imstande sein. ihren Abnahm-'- und Zahlungsverpslichtungen

aach'u'oinmen und weiterhin durch Erteilung neuer Aufträge neue Arbeitsmöglichkeiten zu schassen.

„Wir wollen keinen Mvanchekrieg!"

Ein Interview der Mriser Leitung „Midi

Paris, 16. Dezember.

Das Pariser Mittagsblatt „Midi" veröffent­licht folgende Unterredung des Reichsministers Dr. Goebbels mit seinem Vertreter Louis Thomas. .

Sie wünschen eine Erklärung, so sagte der Mi­nister. über die allgemeine Politik? Wir denken nicht daran, im Sinne unseres Friedenswunsches alte Freundschaften dürch neue zu ersehen. Wir denken ebensowenig daran, die zwischen den Ländern, zu denen wir bessere Beziehungen zu haben wünschen, bestehenden Freundschaften zu zerstören.

Für Interesse unseres Volkes selbst wünschen wir, daß zwischen den Völkern eine Harmonie herrsche, die unserem Volk, das arbeiten will und das, wie jedes andere Volk, dazu einen dauer­haften Frieden benötigt, die Fortsetzung des Er­neuerungswerkes gestattet, das wir in Angriff genommen haben.

Der Minister bat den französischen Pressever­treter, ihm eine Erklärung für die eigenartige Hartnäckigkeit eines Teiles der nichtdeutschen Presse zu geben, die über die Ereignisse in Deutschland weder objektiv noch umfassend be­richten wolle. Wie sei es möglich, daß man objek­tiv über andere Staaten rede und dann weniger

gerecht, wenn es sich um Deutschland handle? Ob die Journalisten, von denen die Rede sei, und die Deutschland besuchten, wohl blind, kurzsich­tig, weitsichtig oder farbenblind seien?

Auf einen Einwurf des französischen Journa­listen, daß die Kritik des Ministers vielleicht übertrieben sei. antwortete Dr. Goebbels: „Leider nicht. Die Presseausschnitte, die morgens zur Be­arbeitung vorgelegt werden, enthalten tagtäglich Telegramme und Berichte aus Deutschland, die erstens durch die Tatsachen zweitens durch unsere off zielten Reden widerlegt werden, die stenogra phisch nachgeschrieben und von unsere- Presse ver­öffentlicht werden und schließlich im Gegensatz zu den privaten Unterredungen diesen selben aus­ländischen Pressevertretern zugehen, die sich mit uns in Berlin unterhalten Das ist ein geheim nisvolles Rätsel Ich lege Wert darauf, das laut zu sagen, und ich bitte Sie, es festzuhalten: dieses Rätsel ist sehr bedauerlich

Ich habe von der Aufgabe und der Misston der ausländischen Pressevertreter, die sich in allen Ländern der Welt frei bewogen müssen, eine zu hohe Meinung, um zu glauben, daß ihre Aufgabe ausschließlich darin besteht, dem nachzuspüren und das zu sammeln, was Usbelwollende oder die Leute, die unser Land verlassen haben, frei

" mit Dr. Goebbels

erfinden. Man unterrichtet sein eigenes Volk schlecht, wenn man nur das sieht und nur das wiedergibt, was ungenau und unrichtig ist. Wenn sich Ihr Land z V über Deutschland ein fal­sches Bild macht. was. kann daraus Gutes für Frankreich selbst entstehen.

Im weiteren Verlaus der Unterredung ersuchte der Reichsminister den französischen Presserer- treter, nach seiner Rückkehr in Paris ausdrück­lich zu erklären, daß Deutschland nicht intrigiere, um einen Revanchekrieg vorzubereiten, daß sich Deutschland nicht aus seine Nrchbarn werfen wolle, daß Deutschland den Frieden wolle, der allen die gleichen Rechte sichere und die gleichen Pflichten gebe. Die guten Beziehungen zwischen den Völkern stellten ein viel zu beachtliches Gut dar. als daß Personen, die nicht immer ein rich­tiges Bewußtsein ihrer Verantwortlichkeit hätten, dieses wertvolle Gut dem niedrigen Zweck opfern dürsten, dunkle Gefühle des Publikums anzufachen und sensationelle Artikel zu schreiben.

Louis Thomas schließt den Bericht über seine Unterredung mit folgenden Worten: „Ich habe Herr» Goebbels angesehen, ich habe aus seinem Gesicht nur Züge der vollsten Aufrichtigkeit er­blickt."

Marxistisches Provokateur-Stück

Eine verräterische Höllenmaschine in Saarbrücken

Saarbrücken, 16. Dezember.

Die sozialdemokratische „Dolksstimme" berichtet in großer Aufmachung von einem. Höllen- maschinenattentät aus den Marxistensühxer Max Braun. Die ganzen Umstände des Attentats sind jedoch so verdächtige und eigenartige, daß be­gründete Annähme besteht, daß Max Braun die­ses Attentat selbst veranlaßt hat oder es sich um ein Provokateur stück handelt.

Nach dem Bericht sei am Freitag gegen Mittag ein an die Geschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt gerichtetes Paket in der Wohnung Max Brauns abgegeben worden. Die Sekretärin Brauns habe das Paket geöffnet und zu ihrem Entsetzen fest­gestellt, daß es eine Steingutflasche mit Spreng­stoff und einem elektrischen Zündkontakt enthielt. Als Absender sei aus dem Paket angegeben wor­den: „S. V. 25 Neunkirch-n". Der Sprengstoff sei mit Nageln und Stahlstücken durchsetzt ge­wesen. Der Zündkontakt sei auf dem Transport jedoch zerrissen und die Fla'che geplatzt, so daß die Maschine nicht hätte explodieren können Die Kriminalpokizei habe bereits eine Untersuchung eingeleitet. Die „Bolksstimme" will auch schon von der Verhaftung eines angeblichen Täters wissen, die Polizei kann diese Meldung jedoch

bisher nicht bestätigen Selbstverständlich weiß die „Polksstimme" auch schon, daß die National­sozialistische Deutsche Arbeiterpartei dieses Atten­tat veranlaßt habe und in sozialdemokratischen Kreisen spricht Man bereits von einem bevor­stehenden Verbot der RSDAP im Saargebiet.

Wie zu der ganzen Affäre bekannt wirds dürfte es sich entweder um ein von Max Braun selbst bestelltes Attentat oder um eine Tat von Pro­vokateuren handeln. Max Braun hat bereits mehrfach aus Reklamegründen sich inter­essant zu machen versucht. Vor einigen Monaten z B. behauptete er. der Eau Pfalz der RSDAP habe auf seinen Kops einen Preis von 3008 Fran­ken ausgesetzt, eine vollkommen unsinnige Behaup­tung. die nur Gelächter auslöste, vor einigen Wochen wollte er plötzlich festgestellt haben, daß er durch ein sinnreiches Spitzelsystem überwacht werde und man ihm nach dem Leben trachte. Den Beweis für seine Behauptungen ist er jedoch stets schuldig geblieben. Bereits setzt dürfte feststehen daß der angebliche Attentatsversuch mit völlig untauglichen Mitteln unternommen worden ist Wenn das Paket mit dem Sprengstoff aus der Post so hingeworfen worden ist. daß di" Flasche platzte und der Zündkontakt riß. dann wäre es zweifellos zu einer Explosion ge­

kommen Es kommt hinzu, daß seit Tagen im Saargebiet bekannt war. daß Max Braun Ende dieser Woche nach Brüssel fahren werde Er be­fand sich am Freitag früh. als das Paket eintritt bereits in Belgien. Eigenartig berührt es auch Saß mehrere Stünden vor dem Eintreffen des Paketes in Saarbrücken .bereits das Gerückt» umlies, Max Braun iei erschossen war den öder man habe ein Attentat aus ikn verübt Das Paket hätte nämlich ursprünglich mit der ersten Post ankommen müssen. Die sozialdemo- kratische Greuelnachrichtenorganisation hat also offenbar zu früh zu arbeiten begonnen.

Das Attentat sollte vermutlich dazu oienen, die ^?"rregierii"g einem Vorgehen legen die NS- DAP. zu veranlasse» und zu beweisen, daß die Ruhe im Saargebiet ohne Hinzuziehung fremder Truppen nicht aufrecht erholten werden könne. Diesen letzteren Beweis zu führe» bemüht sich die Sozialdemokratie bereits seit langem.

Wie die Volizeidirektion Saarbrücken mitteilt, ist der Absender des Paketes an den Marxlftciisüh- rer M Braun ermittelt und festgenommen wor­den Bei seiner Festnahme war er im Besitz einer Schußwajse mit Munition; er «st geständig, der Absender des Paketes zr lein.

./Deutschland,

Deutschland..."

Zwischenfall in Wie«

Wien, l6. Dezember.

Bei der Eröffnungsfeier einer von der Aka­demie der Bildenden Künste veranstalteten Ausstellung, an der auch Unterrichtsmini­ster Schuschnigg. und Erzbischos Kardinal Innitzer teilnahmen, ereignete sich ein bemerkens­werter Zwischenfall. Als ein Streichquartett die ersten Sätze des Kaiserquartetts von Haydn spielte, erhoben sich plötzlich fast alle Anwesenden von ihren Sitze» und stimmten spontan das Deutschlandlied an.

Minister Schuschnigg verließ „entrüstet" seinen Platz, und auch der Erzbischos begab sich aus dem Saal. Der Rundsunk. der die Feier übertrug und dessen regierungsseitige Uederwachung offenbar heute nicht schnell genüg iunktionierte, brach die Uebertragung ab. doch zu spät: Das-Deutichland­lied war bereits zu End« gelungen, und die in seinem Gesang zum Ausdruck kommende Willens­kundgebung der deutschfühlenden Teilnehmer überall in den österreichischen Landen gehört worden.

„Der Geist, der stets veme nt"

Paris, 16. Dezember.

Ueber den Verlaus der Unterredung, diö der tschechische Außenminister Benesch in D-gleitung des tschechoslowakischen Gesandten in Paris mit dem französischen Außenminister Paul-Boncour und dem stellvertretenden Direktor für politisch« Angelegenheiten am Ouai d'Orsay. Massigli. gestern hatte, liegen ziemlich übereinstimmende Pressenachrichten vor. die alle daraus hinaus­laufen. daß die beiden Außenminister die Ver­teidigung der Verträge zum Gesprächs­thema gewählt hätten.

In einer halbamtlichen Auslastung wird er­klärt. daß Benesch und Paul-Boncour darin einig seien, daß eine Resorm des Völkerbün­de s nur nach den regelrecht vorgesehenen Me­thoden, also in einer Weise ins Auge gefaßt wer­de» könne, daß die Grundlage des Völkerbundes selbst dadurch nicht geändert werde,

Im Laufe des Tages stattete Benesch dem Vor­sitzenden des Auswärtigen Ausschusses der Kam­mer, Herrior, und Henry Berenger einen Besuch ab. Die Presse unterstreicht die vollkommene Uebereinstimmung Frankreichs und der Kleinen Entente in allen auf der Tagesord­nung stehenden internationalen Fragen. Der „Jntranfigeant" glaubt zu misten, daß Benesch sich über die Lage der Donauländer sehr optimistisch geäußert und seinen französischen Kollegen er­klärt habe. dre Kleine Entente füble sich stark genug, um den Frieden in Südosteuropa zu garantieren Die einzige Frage, die in diesem Zu­sammenhang noch zu gewissen Beunruhigungen Anlaß gebe, sei die Haltung Ungarns.

Rücktritt des Kabinetts in Spanien

Madrid, >6. Dezember

Der Ministerpräsident hat »em Präsidenten de, Republik die offizielle Demission des Kabinetts überreicht.

Nach dem formalen Rücktritt des Kabinetts hat der Präsident der Republik am Sonnabend die ersten Besprechungen mit dem Kammerpräsi­denten und den Parteiführern ausgenommen Man nimmt an. daß die Besprechungen mit den letzteren nur formalen Charakter haben, da die Bildung der neuen Regierung durch Lerroux am der Grundlage der radikalen Partei bereits fest­zustehen scheint.

Das deutsch-polnische Wirtschastsprovisorivm vom 14. Oktober ist gestern neuerdings auf zwe> Wochen bis zum 31. Dezember verlängert worden.

Statt 152

nur 8 Millionen Dollar

Washington. 16. Dezember.

Der gestrige Fälligkeitstag für die alliierten Kriegsschulden hat folgendes Ergebnis gebracht: Erzählt hat nur Finnland. England, Italien, Tschechoslowakei und Lettland haben formale Teilzahlungen aus ihre Schuldenrate gemacht, Frankreich, Belgien. Polen und Estland haben gar nichts gezahlt. Ungarn hat gleichfalls erklärt, nicht zahlen zu können, es werde aber einen eni- sprechenden Betrag als Pengöscheck bei seiner eigenen Nationalbank deponieren. Das finanzielle Ergebnis besteht darin, daß die Bereinigten Staaten von ihren Schuldnern anstatt 152,9 nur 8,8 Millionen Dollar erhielten.

Die französische Schuldennote hat im Weißen Hause beträchtliche Verstimmung erregt. Die französische Regierung erklärt darin in ziem­lich hochfahrendem Ton sie habe vom Staats­departement die Aufforderung erhalten, am 15. Dezember eine bestimmte Summe zu zahlen Fran­zösischer Ansicht nach iei es müßig, sich über eine derartige Aufforderung zu unterhalten. Das Schuldenabkommen sei durch die >831 und 1632 getroffenen Abmachungen in dem ihm zugrunde liegenden Tatbestands fundamental geändert worden. Frankreich könne daher die Frage einer Wiederaufnahme der Ratenzahlungen aus seine Kriegsschulden nicht diskutieren.

Diese Antwort hat das amerikanische Kabi­nett, dem sie von Unterstaatssekretär Phillips vorgelegt wurde, offenbar stark erregt. Es han­dele sich um einseitiges Aufgeben einer von Frankreich eingegangenen Verpflichtung. Bezeichnend war, daß die amerikanische Regierung England und Italien, die kleine Formalraten gezahlt haben amtlich bestätigte sie seien nicht in Zahlungsverzug ge­raten Die französische Note wurde kurz mit der Feststellung beantwortet. die Regierung nehme davon Kenntnis, daß Frankreich die heute fällige Rate nicht zahlen könne.

ES gibt

kein Gaarproblem!

Saarbrücken» 18. Dezember.

Der Oderstaatsauwatt Hai im Auf­trage der Regierungskommission des Sachgebietes in dem Prozeß gegen Kommerzrenrat Röchling und Direktor Hall von der Saarbrücker Lanveszettung Beeusung eingelegt, obwohl der Slaats- anwalt selbst in allen Punkten Frei­sprechung beantragt hatte. Der Prozeß wird daher in Kürze vor dem Obersten Gerichtshof in Saarlouis auss neue aus­gerollt werden.

kr. klii. Frankreich verfolgt wieder einmal der Saar gegenüber eine ans Groteske gren­zende Als-ob-Politik. Von marxistischen Landesverrätern ermuntert, versuchen Pari­ser Regierungsstellen und Parlamentsaus­schüsse, vor allem aber französische deutsch­feindliche Blätter, die schicksalhafte, in Blut und Boden wurzelnde Verbundenheit des „Saargeblets" mit dem deutschen Mutterland zu ignorieren als ob nicht Frankreich son­dern Deutschland den für das Jahr 1935 fest­gesetzten Abstimmungstermin zu fürckten hätte. Dieses erstaunliche Sichab wenden von den politischen Realitäten hat an der Seine die seltsame Bemerkung zur Folge gehabt, in der Feststellung des Füh­rers nach Rückkehr der Saar zu Deutschland würde es zwischen den beiden großen Natio­nen kein Streitobjekt mehr geben, müsse eine Beleidigung Frankreichs erblickt werden Wir meinen: eine Beleidigung unseres mestliclren Nachbarn würde es se n. wollte man ihm das Wissen um die wirkliche Volksmemung im Saarland absprechen.

Am Quai d'Orsay weiß man, daß die Bevölkerung des Saarbod-ns zu tast 100 Prozent n > e französisch denken und fühlen wird daß die He mkebr zum Reich nur noch eine Fraae der Zeit ist. Aber wie so oft schon in der französischen Politik wir er­innern uns der.Saarpolitik Napoleons M. unb auch der Saarverbandlungen d'e Brinnd 19Ü9 nttt Deutschland führte Frankre ch erkennt wob! d'e historischen Tatsachen aber es will sie nicht a n erk-mwm lind weil es aus Gründen falsch ael->iieien Naiianalstolzes

veMl

sn WWerMksverk!

nicht den Schritt nom Erkennen zum Han­deln wagt. kommt es in die Teuselsschlnige politischer Unvernunft, bietet es an der Saar auf dem Wege über den Völkerbund und die Regierunaskommission ein klassi- schesBeispielzwischen staatlicher Rechtsbeugung.

Gebeugt haben die regierenden „Treuhän­der" der Saarbevölkerung das kultur­elle Recht einer völkischen Gemeinschaft. Der Prozeß gegen den Eroßindustr eilen Röchling hat auch vor dem Forum der Welt­öffentlichkeit den Beweis erbracht, daß die französische Bergwerksdirektwn den Nicht- besuch deutscher Schulen durch wirtschaft­lichen Druck aus die Bergarbei- t e r erzwingen wollte. Mehrere Zeugen haben bekundet, daß sie nur desbalb Brot und Arbeit verloren, weil sie sich dem Ver­langen. ihre Kinder französischen Schulen anzuvertrauen, nicht fügten: andererseits ist der ursächliche Zusammenbang zwischen der Einstellung einzelner Volksverräter in den Bergwerksbetrieben und ihrem Bekenntnis zur französischen ..Sache" klar aufgedeckt. Wenn setzt von der Reaierungskommissicm gegen das freisprechende Urte l >m Röchling- Prozeß Revisionsantrag gestellt worden ist, so wird die Franzosen d a s N i ch t - j e h ? ir­rn ollen erwiesenen kulturellen Unrechts, in nur noch unangenehmere Situationen bringen.

Ein anklagend's Unrecht liegt weiter vor in der Unterbindung der politischen Mei­nungsäußerung des sich zu Deutschland be­kennenden Abstimmungsberechtigten bei gleichzeitiger Förderung separa­tistischer oder ausgesprochen französisch ..orientierter" Mar­xisten Tressen will man in erster Linie die Nationais ozialistiichi Par­teides Saarlnndes Die neuen jetzt in Kraft retr-'tenen Notverordnunoen der Reo'erungs- komm ssion sehen - um nur eine Bestim­mung herauszugreifen Gefängi'isstrctten für die Teilnahme des Sciardewodners an NSBO-Versammlungen >m Mulierlrmde vor Daß mit Zwanosmitte'n dieser Art das vöb irische Bewusitsein der den Abstimm>'>ruttag berb° sehnenden Saarbewobner ganz von se'bsi nur noch vertieft wird. dafür bürgt die unverwüstliche geistige Kraft der nationalsozialistischen Weltan­schauung.

Die an anderer Stelle des Blattes berich- ie e durchsichtige . H ö l I e n m a > cb - n e n - assare" in Saarbrücken wirft ein grelles Schlaglicht aus das B-streben der w nigen stch mchi der Teutschen Front nngeschlos eneir Sozialdemokraten, das Saarland unter

Lei- nus lten ch e reue

r

die

uns,

imer

liche

Im

des

:chen

:eres

und

:chsel

Ver- ung" ck zu Zei- sicnst ichcn stellt lahre läuft

s

ien

ittel- die eine d im und üahre

Wolf t. Es ver- zu Das nächst

satz- nur :egie- > der rgen: eigc- :rbeit ikraft

st im einer Die ! des n sich

der verbe leucn mit iolks- ntsche >' den rd. gilt dabei e in nt er der Viri­lsten,