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das amtliche Organ -es Senats
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Nr. yi / 2. Vierteljahr
Dienstag, den 3. April
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„Ihr gehört zu uns"!
Eindrucksvolle Berliner Abschiedsfeier für die Saardeutschen
Berlin, 2. April.
In dem festlich geschmückten Kroll-Saal hatten sich am Ostersonntag, am Vortage der Abreise in die Heimat, noch einmal die Saardeutschen in der Reichshauptstadt zu einem zwanglosen Beisammensein eingefunden.
Im Mittelpunkte der Feier stand eine Rede des Präsidenten des Bundes „Deutscher Westen", Reichstagsabgeordneten Spiewok, der u. a. ausführte: Wir Nationalsozialisten waren uns
darüber klar, wenn wir einmal dort draußen zeigen wollten, daß wir noch die alten Deutschen sind, dann mutzten wir es zuerst im Innern zeigen. Wir mußten alles ausmerzen, was uns bekämpfte, und wir haben es geschafft. Wir sind jetzt dabei, nicht, wie das bisher geschah, Staatsbürger zu erziehen, sondern wahre Volksgenossen.
All die Deutschen, die draußen wohnen, müssen genau so unsere Volksgenossen sein. Das Saargebiet aber mit anderen Augen als mit deutschen
Augen zu sehen, ist ein Unding. Das gibt es einfach nicht. (Stürmischer Beifall) „Fahrt nach Hause", sagte der Redner, „und kündet Euren Brüdern und Schwestern, daß wir Tag und Nacht daran arbeiten, daß die Saar zu uns zurückkehrt. Vergeßt es nie, was an dieser Stelle der Führer vor kurzem zu den Saarkindern gesagt hat: „Ich gehöre zu Euch, Saarkinder, so wie Ihr zu uns gehört."
Auf die Abstimmung anspielend sagte Spiewok: Mögen die anderen tun, was sie wollen, bei uns ist die Ruhe des guten Gewissens. Was Ihr bei Euch zu Heus« tut, das tut Ihr nicht für Euch, sondern für uns alle, für das teure deutsche Vaterland. Lang anhaltender Beifall folgte diesen Worten
Am Osteroormittag hatten sich die Saarländer im Lustgarten versammelt und' sich von dort zum Heldenmal Unter den Linden begeben, um zu Ehren der Gefallenen des Weltkrieges einen Kranz niederzulegen. Der feierliche Akt wurde
mit dem Sanctus aus der Deutschen Messe von Franz Schubert durch den Saarbrückener Männergesangverein eingeleitet. Eine Minute stillen Gedenkens, während derer alle Anwesenden den Arm zum Deutschen Gruß erhoben, schloß die Feierlichkeit, die in würdiger Weise die Verbundenheit der Saardeutschen mit den zwei Millionen Gefallenen aus allen deutschen Gauen zum Ausdruck brachte. Anschließend besuchte ein Teil der Saarländer das Hochamt in der St. Hedwigskathedrale, während die übrigen die Sehenswürdigkeiten Alt- Berlins besichtigten.
Berlin, 2. April.
Die 1600 Sportler und Turner aus dem Saargebiet, die zusammen mit den saarländischen Sängern erinnerungsreiche Tage in der Reichshauptstadt verbracht haben, traten am Montagnachmittag kurz nach 1b Uhr in zwei Sonderzügen die Rückfahrt in ihre Heimat an. Die saarländischen Sänger werden erst morgen früh die Rückreise nach dem Saargebiet antreten.
Große Gaarkundgebung in Hannover
SS geht um die deutsche Ehre, für die das Letzte eingesetzt wird
Kabinettskrise in Sofia
Sofia, 2. April.
Gegen den Eisenbahnminister Kosturkosf liegt im Parlament eine Interpellation vor, die offenbar der Anlaß dafür werden wird, daß die schon seit einiger Zeit erwartete Kabinettskrise zum Ausbruch kommt. Während die Minister der Bauernpartei, die auf Kosturkosf schlecht zu sprechen sind, darauf drängen, daß die Interpellation unmittelbar nach Verabschiedung des Staatshaushaltsplans zur Verhandlung kommt, scheint sie Ministerpräsident Muschanoff erst nach den orthodoxen Feiertagen zur Tagesordnung zulassen zu wollen.
Wie in Regierungskreisen bestimmt angenommen wird, wird die Interpellation den allgemein mißliebig gewordenen Eisenbahnminister zum Sturz bringen, worauf Muschanoff zur Umbildung der Regierung schreiten werde. Ob nun die Radikaldemokratische Partei, der Kosturkosf angehört, ganz aus dem Regierungsblock ausscheidet, oder ob sie einen anderen Vertreter in dirs Kabinett entsenden wird, ist noch nicht abzusehen. Die Bauernpartei ist für gänzliche Aus schal- tungderRadikaldemokraten und offensichtlich bestrebt, den frei werdenden Ministerplatz zu besetzen. Bei der allgemeinen Uneinigkeit innerhalb der Regierungskoalition sind Ueber- raschungen keineswegs ausgeschlossen.
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Als Abschluß der Kammerdebatte über den Haushalt des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten hielt Ministerpräsident Muschanow eine längere Rede, in der er sich ausführlich über dje.AMnpolitik Bulgariens äußerte. Der Ministerpräsident betonte mit Nachdruck, daß das einzige Ziel der bulgarischen Außenpolitik der Friede und die Freundschaft mit allen Nationen, insbesondere mit den Nachbarvölkern sei. Nachdem Muschanow Bulgariens Treue zum Völkerbund betont hatte, kam er auf den kürzlich abgeschlossenen Balkanpakt zu sprechen. Der Pakt sei eigentlich überflüssig. Der Friede auf dem Balkan sei durch niemand bedroht. Das System der Nichtangriffspakte, das Bulgarien vorgeschlagen habe, würde die Festigkeit des Friedens vollauf garantiert haben, umsomehr, als sämtliche Balkanstaaten Mitglieder des Völkerbundes und Signatarmächte des Kelloggpaktes sind.
Als Hauptgrund für den Nichtbeitritt Bulgariens zum Balkanpakt führte Muschanow an, daß eine Unterzeichnung des Paktes für Bulgarien außerordentlich große Hindernisse bei der Änstrebung einer RevisionderFriedens- vertrüge zür Folge gehabt hätte. Eine Unter- zeichnung des Paktes wäre für Bulgarien gleichbedeutend gewesen mit einem freiwilligen Verzicht auf die Hoffnung, die sich auf die feierliche Erklärung in Artikel 19 der Völkerbundssatzung gründe. In diesem Sinne sei der Balkan- pakt nicht in Einklang zu bringen mit den Grundsätzen des Völkerbund e s und dem Geiste der Völkerbundssatzung. Ministerpräsident Muschanow schloß diesen Teil seiner Erklärungen ab mit der Versicherung, daß trotz alledem die Politik Bulgariens gegenüber den vier Signatarmächten des Valkanpaktes dieselbe bleiben werde, eine Politik der guten Beziehungen zwischen Nachbarländern.
Zum Schluß kam der Ministerpräsident auf die Beziehungen zu Slldslawien zu sprechen. Der Besuch des bulgarischen Königspaares in Belgrad im Dezember vorigen Jahres und die Gefühle, denen man bei dieser Gelegenheit ganz spontan Ausdruck gab, seien ein Zeichen dafür, daß eine Freundschaft zwischen beiden Ländern durchaus möglich ist.
Abschluß des „Heiligen Jahres"
Rom, 2. April.
Mit der Heiligsprechung des Gründers der Salesianer-Kongregation, Don Boscos am Ostersonntag und der Schließung der Heiligen Pforte am Ostermontag erreichte das außerordentliche Heilige Jahr 1933/34 seinen Abschluß. Eins ungeheure Menge von Pilgern, man schätzt ihre Zahl auf etwa 159 990 und zahllose Ver- gnügungsreisende aus dem Ausland hatten sich in den letzten Tagen vor Ostern in Rom eingefunden. Es genügten die Straßen der Hauptstadt kaum noch, um den gewaltigen Verkehr aufzunehmen.
Bei der Heiligsprechung Don Boscos war die Peters-Kirche bereits um 7 Uhr morgens überfüllt. Zum ersten Male waren auf dem Petersplatz Lautsprecher angebracht. Gegen 142 Uhr mittags endete die feierliche Handlung mit dem Segen, den der Papst von der äußeren Loggia der Basilika aus erteilt«. Auch am Ostermontag war die Teilnahme der Gläubigen an der Schließung der Heiligen Pforte, außerordentlich stark. Der Papst schritt allein durch die Heilige Pforte und nahm im Vorraum auf dem Thron Platz. Die Schließung der Heiligen Pforte ging in der herkömmlichen symbolischen Weise vor sich, indem der Papst die eisten drei Steine selbst einmauerte.
Hannover, 2. April.
Hannover stand am ersten Osterfeiertag im Zeichen einer großen Saarkundgebung. Zur Begrüßung der 459 Saardeutschen hatten sich am Vormittag viele Hannoveraner am neuen Rathaus eingefunden. Bürgermeister Müller bat in seiner Begrüßungsansprache die Gäste, auch allen anderen Volksgenossen an der Saar die Grüße der Stadt Hannover zu überbringen. Das Saar- land, gewaltsam vom Mutterland getrennt und lange Zeit hindurch auf sich selbst gestellt, habe der deutschen Bluts- und Schicksalsgemeinschaft in Kampf und Not unwandelbar die Treue gehalten. An dem unbeugsamen Willen der Saarländer sei der Plan der Gegner zuschanden geworden, kerndeutsches Land mit kerndeutscher Bevölkerung von Deutschland zu trennen.
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten des ersten Ostertages stand die von Zehntausenden besuchte große Kundgebung im Hindenburg- Stadion. Gauleiter-Stellvertreter Schmalz führte in seiner Ansprache u. a. aus:
„Das deutsche Volk bekennt sich zur Saar und will den Männern und Frauen von dort zeigen,
Ausbildung von Dolkstumswarten
Das Presse- und Propagandaamt der NSG. „Kraft durch Freude" teilt mit: „Die Ausbildung von Volkstumswarten durch das Reichsamt Volks- tum und Heimat in der NSG. „Kraft durch Freude" in Verbindung mit dem Reichsbund Volkstum und Heimat nimmt größeren Umfang an. In der Woche nach Ostern werden in vier Landschaften neue Rüst wochen durchgeführt werden, und zwar für Sachsen in Ostrau bei Bad Schandau, für Hannover im Heideheim bei Bissendorf, für Schlesien im Jugendhof Hassitz bei Elatz und für Thüringen in Blankenburg, Thüringen. Die Wochen werden sämtlich am 3. April eröffnet und am 8. April mit einem öffentlichen
Tirschenreuth, 2. April., In der Nacht zum Ostersonntag wurde der verheiratete SA-Mann Hans Uebelacker von dem auf der Wanderschaft befindlichen Schlächter- gesellen Kopp erstochen. Kopp hatte in einer Gastwirtschaft die Gäste belästigt. Nachdem er die Wirt- schast verlassen hatte, ersuchte ihn llebelackcr um seine Papiere und wollte ihn zur Polizeiwache bringen, woraus dieser, ohne ein Wort zu sage», mit einem Messer aus den SA-Mann einstach und diesen durch einen Stich ins Herz tödlich verletzte Ucbelacker hatte noch die Kraft, sich ungefähr 189 Meter bis zu seiner Wohnung zu schleppen, wo er dann nach wenigen Minuten starb. Der Täter flüchtete, wurde aber von einer SA-Streise im Walde entdeckt und ins Tirschenrcuther Gefängnis eingeliefert. Der erstochene SA-Mann hinterläßt
daß zwischen dem Deutschland vor dem 39. Januar 1933 und dem Deutschland von heute ein sehr großer Unterschied besteht.
Das Deutschland von heute ist ein Deutschland der Bolksgemeinschast, das sich wieder bekennt zu den Begriffen der Ehre, der Treue und der Tapferkeit. Es ist ein neues Deutschland, das den Tag der Schmach vom 9. November 1918 aus der Geschichte ausgelöscht hat durch das Blut, das vierhundert Männer der SA, SS und der Hitler- Jugend für die Freiheit dieses Deutschlands opferten."
Der Führer der saardeutschen Gäste, Dr. Neu, dankte für den überwältigenden Empfang und sagte: Saar und Reich gehören zusammen, sie gehören zusammen seit 1999 Jahren und werden in alle Ewigkeit zusammengehören. Das ist unser Schwur, den wir bekräftigen mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unser Deutschland.
Den Ausklang des ersten Ostertages brachte die Kundgebung im Kuppelsaal der Stadthalle auf der Gaupropagandaleiter Huxhagen die Gäste begrüßte, und der Führer der Saardeutschen, Dr. Neu, sich mit folgenden Worten an die Volks-
Volkstumsabend beschlossen werden. Eine Morgenfeier auf der Rllstwoche im Jugendhof Hassitz am Sonntag, 8. April, wird vom Reichssender Breslau von vormittags 19.99 bis 10.45 Uhr auf den Rundfunk übernommen werden.
Änsull in Haft genommen
Jnstanbul, 2. April.
Samuel Insult, dessen Auslieferung an Amerika das-türkische Kabinett beschlossen hat, ist jetzt in Polizeigewahrsam genommen worden. Sein türkischer Rechtsanwalt hat Beschwerde eingelegt.
Neue Verhaftungen in der Sowjet-Union. Wie aus Moskau gemeldet wird, wurde in der letzten Zeit ein großer Schmuggel an der rüssisch-man- dschurischen Grenze betrieben. Es ist bisher gelungen, eine Bande von 60 Schmugglern in Haft zu nehmen
eine Witwe mit drei unmündigen Kindern. Die Untersuchung ist im Gange.
Duell in Carcassonne
Paris, 2. April.
Das Duell zwischen dem früheren Minister Mistler und dem Führer der Lamelots du Roi in Carcassonne ist am Ostermontag ausgetragen worden. Der Royalistenführer hatte Mistler, wie bereits gemeldet, wegen seiner Zugehörigkeit zum Kabinett Daladier heftige Vorwürfe gemacht und ihn schließlich geohrfeigt, worauf Mistler mit einer Forderung auf Pistolen antwortete. Mistlers Zeugen waren der Bürgermeister von Carcassonne und der Vorsitzende der Anwaltskammer. Es fand nur ein Kugelwechsel statt, der ohne Ergebnis verlies. Eine Versöhnung der beiden Duellgegner nach dem Kampfe erfolgte nicht.
genossen Niedersachsens wandte: „Wir wissen, daß wir schweren Monaten entgegengehen, aber wir sind stolz darauf, daß wir uns für das Deutschtum einsetzen können. .Ganz .auf uns gestellt, werden wir diesen Kampf zu einem siegreichen Ende führen.
Die Franzosen haben gesehen, was der Führer aus dem deutschen Volke gemacht hat und haben erfahren, welches Echodie Wiedergeburt des deutschen Volkes im Saargebiet gefunden hat. Wenn wir nun in den nächsten Wochen wieder in den Kampf hineingehen, so wissen wir, daß es nicht allein um uns geht, sondern um die deutsche Ehre, die uns wertvoll ist. So sehr wir auch den Frieden wünschen, für Deutschlands Ehre werden wir unser Letztes einsetzen. Bedingungslos wollen wir zurückkehren zum Reich und kennen dabei keinen Schacher. Im weiteren Verlauf der Kundgebung wurden an den Führer, an Vizekanzler von Papen als Saarkommissar, an Reichspropagandaminister Dr. Goebbels, an den Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley und an den Reichsführer des VDA., Dr. Steinacher Telegramme gesandt.
Eine deutsche evangelische Kirche in Athen
Athen, 2. April
In Gegenwart des deutschen Gesandten, Eisen- lohr, des Stellvertreters des Reichsbischofs, Bischof Heckel, des griechischen Außenministers Maximos, der Gattin des griechischen Ministerpräsidenten Tsaldaris, sowie zahlreicher Persönlichkeiten des griechischen Klerus und des Finanz- und Kultusministeriums fand am Ostersonntag unter feierlichem Glockengeläut die E i nw e i h u n g der hiesigen deutschen evangelischen Kirche statt, der ersten und einzigen deutsch-evangelischen Kirche Griechenlands. Bischof Heckel übergab zunächst das neue Gotteshaus der Obhut der deutschen Gemeinde in Athen. In der anschließenden Predigt wies der Pfarrei der evangelischen Gemeinde, Dr. Kindermann, u. a. auch auf die herzlichen Beziehungen der deutschen Kirche zur griechischen orthodoxen Kirche hin und legte ein freudiges Treuegelöbnis zur Heimatkirche und zu Deutschland ab. An den Reichsrpäsidenten von Hindenburg, den Reichskanzler Adolf Hitler, Reichsbischof Müller sowie an den Eustav-Adolf- Verein wurden Ergebenheitstelegramme gesandt.
Noch immer der Balkan-Pakt
Gemeinsame Besprechungen der Außenminister von Jugoslawien, Griechenland und Rumänien in Ankara?
Istanbul, 2. April.
Nach einer Meldung der Zeitung „Cumhuriyet" wird sich an dem Besuch des jugoslawischen Außenministers in der nächsten Woche in Ankara auch eine Reise der Außenminister Griechenlands und Rumäniens nach der türkischen Hauptstadt anschließen. Dem Blatt zufolge wird dann der türkische Außenminister Tewfik Rüschty Bey seine drei Ministerkollegen bis Adrianopel begleiten, wo dann eine letzte Besprechung über den Balkan-Pakt stattfinden soll. Seit der Entscheidung Bulgariens, dem Balkan-Abkommen nicht beizutreten, erfährt Adrianopel von türkischer Seite besonders aufmerksame Behandlung.
Grauenvoller Naubmord in Amerika
Sechs Personen getötet
Newyork, 2. April.
Ungeheures Aussehen erregt hier ein grauenvoller Raubmord, der sich in dem am Stillen Ozean gelegenen Staat Washington in der Nähe der Stadt Bremerton abgespielt hat. An einem Nebenarm des Puget-Sound in der Nähe von Bremerton besaß der Millionär Frank F. Leider eine große Villa mit Park. Am Ostersonntag wurden nun der Besitzer, seine Frau, das Dienstmädchen und drei Herren, die zu Ostern als Gäste geladen waren, ermordet aufgefunden. Das Innere des Hauses bot einen furchtbaren Anblick. Offenbar haben sich die überrumpelten Hausinsassen noch zur Wehr gesetzt. Sämtliche Wände der Zimmer waren mit Blut bespritzt. Die Leichen der Opfer waren entsetzlich entstellt. Anscheinend ist auf sie in der brutalsten Weise eingeschlagen worden, ehe sie dann ein Schuß von ihren Leiden erlöste. Auf Grund der ersten Ergebnisse der polizeilichen Nachforschungen nimmt man an, daß zwischen der Blut- tat und ihrer Entdeckung etwa 36 bis 48 Stunden verflossen sind. Sämtliche Räume waren verwüstet, Schränke und Behälter erbrochen und ausgeräumt. Die Räuber hatten ihre Opfer nicht nur an Händen und Füßen gefesselt, sondern ihnen auch, um sie am Schreien zu hindern, den Mund mit Heftpflasterstreifen zugeklebt.
Vulkanausbruch auf Zslünd
Reykjavik, 2. April.
Der im südöstlichen Teil der Insel gelegene Vulkan Skeidar Jökel ist'wieder in Tätigkeit getreten. Bereits Ende der vergangenen Woche konnte eine starke Veränderung am Skeidar- Gletscher beobachtet werden. Riesige Eismassen stürzten in den Skeidar-Fluß und ließen diesen zu einem reißenden Strom anschwellen. Noch von Reykjavik aus, das etwa 259 Kilometer von dem Vulkan entfernt liegt, sah man eine riesige Feuersäule zum Himmel lodern, deren Höhe am Oster- sonntagabend auf mehrere 1900 Meter geschätzt wurde. Innerhalb von 29 Minuten wurden allein 78 blitze gezählt. Gleichzeitig hörte man ein unterirdisches Grollen. In der Nacht zum Ostermontag setzte ein Aschenregen ein. Der Skeidar- Fluß führt zum Teil kochendheißes Wasser mit.
Mittellandkanal vor der Vollendung
Das Reinhardtprogramm, das die gewaltige Summe von über 70 Millionen Reichsmark für volkswirtschaftlich wichtige Arbeiten in der Wasserwirtschaft bereitstellt, wird, wie das vä^-Büro meldet, zur Folge haben, daß Deutschland noch im Verlaufe eines Jahres eine wirkliche Vereinheitlichung seiner Wasserwirtschaft haben wird. Im Rahmen der vorgesehenen Arbeiten sollten vor allem die verschiedenen Netze von Wasserstraßen im Osten des Reiches bis zur Elbe hin, im Westen von der Weser bis zu den Kanälen im und aus dem Ruhrbezirk und im Süden die Anlagen am Neckar, am Main und an der Donau eine Verbindung miteinander erhalten. Hierdurch werde u. a. eine Stärkung — so wird in unterrichteten Kreisen betont — der Wettbewerbsfähigkeit der Schiffahrt auf den großen deutschen Strömen nach den großen deutschen Häfen an der Nord- und Ostsee erzielt. Die Hauptarbeiten seien bereits geleistet worden. Vor der Vollendung ständen oie Bauausführungen am Mittellandkanal, an der Oder, am Küstenkanal, am Neckar und an der Rhein-Main-Donau- Wasserstraße. Durch das Reinhardtprogramm sei es möglich geworden, die Arbeiten am oberschle- sischen Kanal, die NiedrigwasserreguUerung der Elbe und der Weser unterhalb von Mrnden, die Kanal i sierungder Mittelweser von Minden bis Bremen und die Erweiterung des Dortmund-Ems-Kanals in Angriff zu nehmen. Mit der Fertigstellung sei noch in diesem Jahre zu rechnen. Die Arbeiten an der Weser dienten auch der Verwirklichung des großen Gedankens der Mittellandkanalverbindungen.
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Fortuna-Düsseldorf ausgeschaltet
Bayern/Miinchen — Werder/Bremen 4:1 ( 3 : 1 )
Komet gewinnt das letzte Punktspiel
Ausgezeichneter Fortgang der Hocken- spiele in der Bahr
Moll gewinnt den Autopreis von Monaco
SA -Mann erstochen
Der Täter, ein Handwerksbursche, festgenommen
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