Ausgabe 
(31.3.1933) Nr. 83
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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten

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Unser Wwetzeklmwf bearmtt

deutsche Mbetter werden als Hunnen und Barbaren beschimpft

Sem deutscher laust mehr in jüdischen

Geschäften

Jahrzehnte lang hat das deutsche Voll »nter der jüdischen Herrschaft gelitten, Jahrzehnte lang sind deutsche, schaffende Menschen von jüdischen Fremdlingen von ihren Arbeitsplätzen verdrängt worden. Deutsche Dichter, deutsche Künstler, deutsche -Schauspieler mußten dem Juden weichen, der immer wieder tausendfältig das be- ffudetttz und verhöhnte, was dem deutschen Menschen heilig und wertvoll war. Der deutsche Mittelstand wurde durch das jüdi­sche Warenhaus und durch die Einheits­preisgeschäfte um seine berechtigte Existenz gebracht und wehrt sich seit Jahren ver­zweifelt gegen die jüdische Schmutzkon­kurrenz.

Lage, allzulange, hat das deutsche Volk stillgehalten und selbst in den Tagen der nationalen Revolution wurde in bewunde­rungswürdiger Disziplin alles vermieden, was dem jüdischen Fremdling Schaden zu­gefügt hätte. Nur eine Forderung wurde aufgestellt, daß der deutsche Arbeiter, der deutsche Kaufmann, der deutsche Künstler in seinem Vaterland wieder Arbeit und Brot finden soll.

Der Jude hat diese deutsche Großmut schmählich belohnt. Mit einer für deut­sches Empfinden unfaßbaren Gemeinheit fällt das ganze internationale Judentum über Deutschland her und verbreitet, ge­nau wie im Kriege, Greuelmärchen über unser Vaterland, wie sie nur einem jüdi­schen Hirn entspringen können, wie sie nur der Jude selbst — man denke an Ruß­land — in die Tat umzusetzen vermag. In London werden Plakate herumge­tragen, auf denen zu lesen steht „Kauft nichts von den brutalen Hunnen — boykot- tiert deutsche Waren". In Hunderten von Versammlungen behaupten in England und Amerika jüdische Hetzer, daß die Deutschen Barbaren feien und jüdische Ge­schäftsleute folterten, indem sie ihnen die Augen ausstechen, die Ohren abschneiden und ihre Fußsohlen mit glühenden Eisen rösten. In Warschau haben die Juden Entschließungen gefaßt, in denen sie gegen die deutsche Barbarei vorgehen und alle deutschen Waren boykottieren wollen. Gleichzeitig aber heißt es in den Entschlie­ßungen „Hände weg von Pommerellen" oder „Es lebe das polnische Danzig". Aus Czernowitz berichtet die „Weser-Zeitung", daß die Freimaurerlogen Anweisungen er­halten haben, den Bohkott gegen die deut­schen Waren aufzuziehen, deutsche Ange­stellte zu entlassen, in den Apotheken keine deutschen Medikamente zu kaufen. Bestellun­gen in deutschen Waren rückgängig zu machen, in den Kinos keine deutschen Wochenschauen zu zeigen. Die deutschen Arbeiter der deutschen Holzindustrie, der Glashütten und der Bergwerke erhaltet kein Bargeld mehr, sondern werden mit Anweisungen entlohnt, die nur eingelöst werden, wenn sie von jüdische» Kaufleute« präsentiert werd-- -

Dabei weiß in Bremen jedes Kind, daß alle Greuelmeldungen in Deutschland frei erfunden sind, jeder weiß, daß die national­sozialistische Bewegung trotz eines Jahr­zehntes jüdischen Terrors keinen einzigen Juden mißhandelt oder gar getötet hat.

Jahrelang haben wir vergeblich vor der jüdischen Rasse gewarnt, die nicht nur den deutschen Mittelstand auf dem Gewissen hat,. sondern äuch an der Arbeitslosigkeit in weit­gehendem Maße schuldig ist. Jüdische Bör­senjobber haben in wenigen Taaen in Berlin und Hamburg Aktienpakete deut­

scher Arbeitsstätten gegeneinander ausge­spielt mit dem Erfolg, daß ein Werk nach dem anderen zusammenbrach und Tausende von Arbeitern auf die Straße gesetzt wur­den. Jüdische Banken haben große deutsche Unternehmen durch Zinswucher zu Grunde gerichtet und abermals wurde in erster Linie die Arbeiterschaft betroffen. Jüdische Intellektuelle, die nichts von der Not des deutschen Arbeiters verstanden, machten sich zu Führern der Arbeiterbewegung und ! stürzten sie ins Unglück. Unter jüdischer I Führung wurden in München Geiseln ge-

3« ganz Deutschland wird der Vsykstt

organisiert

Berlin, 30. März. Das Zentralkomitee zur Abwehr jüdischer Greuel- und Boykott-Propa- ganda veröffentlicht folgende Anordnung Julius Streichers:

1. Die Leiter der örtlichen Komitees zur Ab­wehr der jüdischen Hetz- und Greuel-Propaganda werden unverzüglich von den zuständigen Dienst­stellen der PO ernannt.

2. Die Aktionskomitees (deren Mitglieder kei­nerlei Bindung mit Juden haben dürfen) stellen sofort fest, welche Geschäfte, Warenhäuser, Kanz­leien usw. sich in Judenhänden befinden.

3. Es handelt sich bei dieser Feststellung selbstver­ständlich um Geschäfte, die sich in den Händen von Angehörigen der jüdischen Raste befinden. Die Re­ligion spielt keine Rolle. Katholisch oder prote­stantisch getaufte Geschäftsleute oder Dissidenten jüdischer Raste find im Sinne dieser Anordnung ebenfalls Juden.

4. Firmen, bei denen Juden nur finanziell be­teiligt sind, fallen unter eine noch zu treffende Regelung.

5. Ist der Ehegatte einer nichtjüdischen Ge- schastsnhaberin Jude, so gilt das Geschäft als jü­disch. Da s gleiche ist der Fall, wenn die In­haberin Jüdin, der Ehegatte dagegen nicht Jude ist.

6. Einheitspreisgeschäfte, Warenhäuser, Groß- Filialbetrrebe, die sich in deutschen Händen be­finden, fallen nicht unter diese Boykott-Aktion. Ebenso. fallen nicht darunter die „Wovlworth"- Einheitspreisgeschäfte. Diese Firma ist amerika­nisch und außerdem nicht jüdisch. Die sogenann­ten „Wohlmert"-Eiicheitspreisgcschäste dagegen sind jüdisch und daher zu boykottieren.

7. Die Aktions-Komitees übergeben das Ver­zeichnis der festgestellten jüdischen Geschäfte der SA und SS, damit diese am Sonnabend, dem 1. April 1933, vormittags Punkt 10 Uhr, die Wa­chen ausstellen können.

8. Die Wache« haben die Aufgabe, dem Publi­kum bekanntzugeben, daß das von ihnen über­wachte Geschäft jüdisch ist. Sie haben vor dem Einkauf in diesem Geschäft zu warnen. Tätlich vorzugehen ist ihnen verboten. Verboten ist auch, die Geschäfte zu schließen, die Fensterscheiben zu

zertrümmern oder sonstigen Sachschaden anzu­richten. s

S. Zur Kenntlichmachung jüdischer Geschäfte sind an deren Eingaugstüren Plakate oder Tafeln mit gelbem Fleck aus schwarzem Grunde anzubringen.

19. Entlastungen von nichtjüdischen Angestellten und Arbeitern dürfe» von den boykottierten jüdi­schen Geschäften nicht vorgenommen werden, Kün­digungen nicht ausgesprochen werden. Sind solche schon erfolgt, so hat die NSBO im Zusammen­wirken mit der SA für ihre Rückgängigmachung Sorge zu tragen.

11. Die Aktions-Komitees veranstalten am Frei­tag, den 31. März 1933 abends, in allen Orten im Einvernehmen mit den politischen Leitungen große Massenkundgebungen und Dcmonstrations- züge. Dabei sind Transparente zu tragen mit fol­gender Aufschrift:

a) „Zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykott-Hetze"

b) „Boukottiert ab morgen vormittag 19 Uhr alle jüdischen Geschäfte".

In Großstädten sind die Kundgebungen auf möglichst vielen öffentlichen Plätzen abzuhalten.

12. Am Sonnabend vormittag sind bis späte­stens 10 Uhr die Plakate mit dem Boykott-Aufruf an allen Anschlagstellen in Städten und Dörfern anzubringen. Zu gleicher Zeit sind auch an Last­autos oder, noch bester, an Möbelwagen folgende Transparente in hier angegebener Reihenfolge durch die Straßen zu fahren:

„Zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boy­kott-Hetze"

„Boykottiert alle. jüdischen Geschäfte"

„Kauft nicht in jüdischen Warenhäusern"

„Geht nicht zu jüdischen Rechtsanwälten"

„Meidet jüdische Aerzte"

„Die Juden find unser Unglück"

13. Zur Finanzierung der Abwehrbewegung or­ganisieren die Komitees Sammlungen bei den deutschen Geschäftsleuten.

14. Im übrigen gelten für die Komitees zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykott-Hetze die Anordnungen der Reichsparteileitung der NSDAP.

München, 30. März 1V33 gez.: Streicher,

mordet und deutsche Frauen geschändet» ohne daß sich eine einzige Stimme des Pro­testes im Ausland erhob. Russische Bauer» und russische Arbeiter werden zu Hundert- tausenden hingerichtet, nach Sibirien ver­schickt oder gehen einem elenden Hungertode entgegen, nur weil die jüdische Mordtscheka täglich neues Blut sehen mutz» ohne daß sich ein Proteststurm im Ausland erhebt.

Alljuda, das heute der deutschen Arbeit den Krieg erklärt hat, wird seine verbreche­rische Absichten gegen das deutsche Volk nicht erreichen. In berechtigter Empörung steht die ganze Nation zu einer notwendigen Abwehraktion auf. Wir haben es nicht nötig, uns nach dem jüdischen Wüsten-Gesetz zu wehren. Wir werden den Juden dort packen, wo er am leichtesten verwundbar ist, am Geldbeutel.

Darum fordern wir die bremische Be­völkerung aus, in berechtigter Notwehr von nun ab bei keinem Juden mehr zu kaufen. Ein allgemeiner, großangelegter Boykott für sämtliche jüdischen Geschäfte. Warenhäuser, Fabrikationen wird prak­tisch durchgeführt. Kein Jude soll mehr Gelegenheit haben das Volk auszubeuten, das seine Rassegenossen im sicheren Aus- land schamlos beschimpfen.

Gleichzeitig warnen wir die bremische Judcnschaft, zu versuchen, unsere Abwehr­aktion auf die bremischen Angestellten und Arbeiter abzuwälzen. Wir werden uns mit aller Rücksichtslosigkeit dafür einsetzen» daß sämtliche Gehälter pünktlich gezahlt werden, daß leine Entlassungen deutscher Angestellter und Arbeiter vorgenommen werden, mit einem Wort, daß nichts geschieht, was dazu angetan ist, irgendeinen Deutschen in seinen Lebensinteresien zu schädigen. In den bre­mischen Warenhäusern werden sowieso zum großen Teil nur Hungerlöhne gezahlt und wir werden es uns nicht bieten lassen, daß auch nur ein Arbeiter durch unsere Abwehr­aktion betroffen wird. Jetzt ist es zu spät. an die Klagemauer zu eilen und dort sein Leid zu klagen.

Keine jüdische Zeitung, kein jüdischer Kapitalist hat danach gefragt, wie deutsche Bauernfamilien. deutsche Kaufmanns­familien, wie Arbeiter und Angestellte ihre Existenz verloren und nur von der allge­meinen Wohlfahrt vor dem Hungertode be­wahrt wurden. Für alle entstehenden Fol­gen sind jetzt die Juden selbst verantwort­lich. Nie wäre ihnen in Deutschland etwas geschehen, wenn sie, gleich der deutschen "Be­völkerung, mit Fleiß und Tüchtigkeit .hrer Arbeit nachgegangen wären, wenn sie sich nicht zum Herrn über ein Vott aufgeworfen hätten, wenn sie nicht gerafft, geschachert, spekuliert, gehamstert und gewuchert hätten, wenn sie nicht geschoben, gestohlen und unterschlagen hätten, wenn sie nicht deutsche Mädchen und Frauen geschändet hätten, wenn sie nicht das ganze deutsche Leben ver­giftet und mit ihrem verneinenden Geist er­füllt hätten.

Jeder Deutsche, jeder Bremer ist in diesen Tagen verpflichtet, bei seinen anderen Volks­genossen aufklärend zu wirken und ihnen ihre sentimentale Objektivität zu wider­legen, nach der beim Juden alles zu ent­schuldigen ist, weil er doch auch nur ein Mensch ist. Als Mensch unter Mensche«