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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten
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Davor haven wie Deutschland bewahrt
Grobe kommunistische SpretWoss- organisation ausgedeÄ
Rccklinghausen, 2S. März. Der PollÜ- schcn Polizei in Recklinghauseu ist es gelungen, im rheinijch-westsälischen Industriegebiet eine umfangreiche Sprengstossorganisatio» der KPD fest» zuftekrn, die den Namen „Apparat" trug. Stützpunkte für die Verbrecher waren in Bottrop, Mül- hrini, Oberhausen und in verschiedenen anderen Orten des Industriegebietes eingerichtet.
Die Mitglieder der Sprengstofforganisation wurden in langen Kursen von führenden Kommunisten unterrichtet und haben hierbei genaue Anweisung für die Sprengung von Brücken, Gebäuden und Straßen erhalten. Die Angehörigen der Sprengstofforganisation hatten u. a. die Aufgabe, zur gegebenen Zeit planmäßig Terroraktionen, insbesondere Sprengungen von wichtigen Gebäuden, Brücken, Straßen usw. vorzunehmen.
Der Landeskrimmalpolizei Recklinghausen ist «s gelungen, bis jetzt folgende Sprengstoffe, bezw. Waffen zu beschlagnahmen: Stausferbettbuchsen,
die zum Teil als Handgranaten angefertigt waren, ein Revolver-Kanonen-Geschotz, 59 Handgranaten, 3 Wursmesser, 14 Rohrslücke für Handgranaten, 15 Gewehre und Karabiner, 4 Seitengewehre, 10 Pistolen, 1 Dose Detonit, 48 Päckchen Sprengstoffe, 80 Sprengkapseln, 24 Meter Zündschnur, nehrere Dum-Dum-Geschossc, eine Gewehr-Gra- ,ate, eine Flügelmine, 38 Schutz Pistolenmuni- tion, 359 Schuß Jnfanteriemunition, 27 Stück englische Jagdpatronen, 2 Höllenmaschinen u>nd 2 Brandbomben.
Das gesamte Material war fachmännisch verpackt und befand sich in bestem Zustande. Der größte Teil wurde durch die Polizei bereits gesprengt. Im Münsterlande wurden in einem Steinbruch vergraben 355 Stück scharfgeladene Pa» tronen zum Militargewehr 98 gefunden und beschlagnahmt. An einer anderen Stelle wurde ein Kommunist beim Vergraben zweier Infanterie- gewehre von der Polizei überrascht. Die Gewehre und 30 Schuß Munition wurden sichergestellt.
Besonders bemerkenswert ist der Fund im Bahndamm Bottrop-Recklinghauson. Hier wurde mitten im Bahndamm vergraben eine Milchkanne mit vierzig Staussersettbuchsen, die als Handgranaten angefertigt waren, Detonit, sechs Eierhandgranate,:, ein Satz von 66 mit Sprengstoff gefüllten Staussersettbuchsen, zwei Rohrstücke für eine Handgranate und eine Zinkkassette mit Detonit, eine 10-Zentimeter-Granate mit Zünder, 3 Handgranaten und eine Eierhandgranate mit Zünder vorgefunden und beschlagnahmt. Unübersehbar und fürchterlich wäre die Katastrophe gewesen, wenn durch irgendeinen Umstand die Sprengstoffe im Bahndamm zur Detonation gekommen wären.
Ein größerer Sprengstoffund wurde in der Nähe der stillgelegten Zeche Arenberge sowie im Garten eines Kommunisten, 1,20 Meter tief vergraben, gemacht. Nach den Feststellungen der Polizei wurden die Staussersettbuchsen durchweg auf der Zeche „Rheinbaben" in Bottrop gestohlen.
Die Buchsen wurden in Masten als Sprengkörper hergestellt. Sie sind ein besonderes gefährliches Material, deren Sprengwirkung geradezu verheerend ist.
Entsetz««- bolschewistische Gistmoebblüne
Düsseldorf, 2S. März. Die nationalsozialistische »Volksparole" veröffentlicht aufsehenerregend« Enthüllungen über bolschewistische Mordpläne, nach denen die KPD die Absicht hatte« durch Beimen
gen von Zyankali in der Gemeinschaftsküche der NSDAP die gesamte Düsseldorfer SA zu vergiften. Ueber die Vorgeschichte wird berichtet, daß die Politische Polizei am 20. Februar eine zuverlässige Nachricht erhielt, wonach die Kommunisten mit Gift- und Sprengstoffen «inen Anschlag auf die Nationalsozialisten planten. Bei den sofort angeordneten Nachforschungen nach der Herkunft des Giftes wurde schließlich 3,5 kg Cyannatrium und 0,125 kg Kupfervitriol beschlagnahmt. Die Hälfte dieser Menge hätte genügt, ganz Düsseldorf zu vergiften. Es wurde weiter festgestellt, daß dies« Giftmenge von dein in Köln am Rhein wohnenden
August Hillgraf stammte. Hillgraf, der sich in Düsseldorf ein möbliertes Zimmer gemietet hatte, wurde verhaftet. In seiner Wohnung wurden zahlreiche chemische Meßinstrumente und Lehrbücher für Chemie sowie die Mitgliederbücher verschiedener kommunistischer Organisationen beschlagnahmt. Der Verhaftete war eine führende Persönlichkeit innerhalb der KPD. Im Zusammenhang mit dein geplanten Giftattentat wurden zunächst 15 Personen verhaftet, von denen sechs als die Urheber in Haft bleiben. Gegen Hillgraf und Genossen ist ein Verfahren wegen Hochverrats eingeleitet worden.
Auda hat Jerttfchland he» Krieg erllürt
und will den deutschen Export boykottieren
Arbeiter und Angestellte
verteidigt Cure Arbeitsplätze
VoykotLiert jedes jüdische Geschäft, jedes Warenhaus, jeden jüdischen Händler, jüdischen Arzt, jüdischen Rechtsanwatt
Nationalsozialisten, sorgt dafür, daß ganz Bremen in diesem berechtigten Abwehrkampf zusammensteht.
Die „Bremer Nachrichten" empfehlen noch heute in ihrem Anzeigenteil jüdische Geschäfte und Warenhäuser und sabotieren dadurch den einmütigen Abwehrkampf der bremischen Bevölkerung. Laßt Euch dieses gesinnungslose Verhalten nicht länger gefallen und gebt dem Verlag die richtige Antwort.
Kriihsrraierm« und Abwehr-
aktionen
Berlin, 29. März. In der heutigen Ministerbesprechung, die um 12 Uhr begann, erklärte der Reichskanzler Hitler eingangs, daß die Vorfälle in Braunschweig vollkommen geklärt und im beiderseitigen Einvernehmen beigelegt seien.
Dann sprach der Reichskanzler über die Abwehrmaßnahmen gegen die jüdische Greuelpropaganda im Auslande. Er betonte, daß diese Abwehr organisiert werden mußte, weil die Abwehr aus dem Volke heraus selbst gekommen wäre und sonst unerwünschte Formen angenommen hätte. Durch die Organisierung der Abwehr behalte man die Aktion in der Hand, und es würde verhindert werde«, daL es zu Be
lästigungen persönlicher Art und zu Gewalttätigkeiten komme.
Das Judentum müsse aber erkennen, daß ein jüdischer Krieg gegen Deutschland das Judentum in Deutschland mit voller Schärfe selbst trifft.
Auch heute lägen wieder Telegramme vor aus London, wonach plakatierte Privat- und Lastfahrzeuge zum Boykott deutscher Waren aufforderten. Diese Wagen führen in großer Zahl durch die Straßen Londons, so daß das ganze Vorgehen den Eindruck machte, daß es wohlorganisiert sei. Auch aus Newyork lägen heute wieder Meldungen vor, daß die Boykotthetze gegen Deutschland weitertobe und daß m Majsen-
versammlungen und durch Radio gegen die amerikanischen Bürger deutscher Abstammung gehetzt werde.
Dann lag der Ministerbesprechung ein Gesetzentwurf des Reichsministeriums des Innern zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vor. Dieser Gesetzentwurf sieht zunächst eine Vereinfachung der Landesgesetzgebung überhaupt vor und bestimmt weiterhin, daß die Volksvertretungen der Länder mit Ausnahme des Preußische« Landtages ausgelöst und neugebildet werden und zwar nach den Stimmenzahlen, die sich bei der Wahl zum Reichstag am 5. März innerhalb eines jeden Landes bezw. soweit diese Stimmen auf die Wahlvorschläge entfallen, ergeben haben. Es werde« für die neu zu bildenden Landtage in de« einzelnen Ländern Mandatshöchstziffer« vorgesehen werden. Ferner sollen Bestimmungen getroffen werden, wegen der gemeindlichen Selbstverwaltungskörper. Auch hier soll der Schlüssel vom 5. März zugrunde gelegt werden und es sollen auch hier Höchstziffern nach der Größe der Gemeinden vorgesehen werden.
Es ist mis der^ Möglichkeit zu rechnen, daß dieses Gesetz noch am Sonnabend in Kraft tritt. Die zuständigen Instanzen solle« schleunigst damit befaßt werden, so daß noch im Laufe des Monats April die Gleichschaltung durchgeführt werden kann.
Ferner stimmte das Kabinett der Verlängerung der Nelkeneinfuhr aus Italic« bis zum 1. Mai d. I. zu.
Das Reichskabinett genehmigte ferner die nachträgliche Feststellung des Reichshaus- Halts für 1932 auf Grund des Ermächtigungsgesetzes sowie den Voranschlag des Reichsfin,anzmiuisters für das erste Viertel des Haushaltsjahres 1933. Genehmigt wurden weiterhin die Garantieermächtigung für den Außenhandel, die Getreidebewegung und die Seefahrt sowie die Aufhebung des Wohnungsmangelgesetzes, das mit dem 1. April d. I. außer Kraft tritt Gleichzeitig wurde ein Gesetzentwurf über Räu- mungsfristen verabschiedet, der zu Gunsten der Mieter Härten beseitigt, die durch die Aufhebung des Wohnungsmangel-Gesetzes entstehen könnten. ^
Der neue KeichSwirMMtsriN
Berlin, 29. März. Das Reichskabinetk verabschiedete am Mittwoch das Gesetz über die Abänderung des vorläufigen Reichs- Wirtschaftsrates. Damit wird der bisherige vorläufige Reichswirtschaftsrat mit sofortiger Wirkung aufgelöst. An seine Stelle tritt ein neuer vorläufiger Reichs- Wirtschaftsrat, in den der Reichspräsident auf Vorschlag der Reichsregierung bis zn> höchstens 89 Mitglieder berufen wird. Die Mitglieder werden für vier Jahre einberufen. In jedem Jahre, vom Ende des Jahres 1934 an, scheidet ein Viertel der Mitglieder aus und kann durch neue Mitglieder ersetzt werden. Wiederberufung ist zulässig. Das Gesetz regelt im übrigen die Bildung von Ausschüssen in neuartiger Weise. Neben den ständigen und nichtständigen Ausschüssen, die nur aus Mitglieder« des Reichswirtschaftsrates bestehen können und außenstehende Persönlichkeiten nur als Sachverständige zuziehen dürfen, können ständige oder nichtständige Sonderausschüsse im Reichswirtschaftsrat durch Verordnung des Reichspräsidenten oder Anordnung der Neichsregierung gebildet werden. In diese Sonderausschüsse können auch Persönlichkeiten mit vollem Stimmrecht berufen wer- den, die nicht Mitglieder des Reichswirtschaftsrates sind. Zusammensetzung, Aufgaben und Befugnisse dieser Sonderausschüsse werden jeweils durch den Reichspräsidenten oder die Reichsregieruriü bo»