Ausgabe 
(26.3.1933) Nr. 78
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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten

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Goering widerlegt die iiidWe Vett-

hetze gegen JeusichSmS

Neue Sberprüftdenten «ud Volizei-rMdeuten in Vreutze«

Gsering empfSugi die «usliiudische Vrege

Sie euMche« Fudeu Een zum..GrMarM"

Diese Erklärungen Goerings gibt die englische

Hetze gegen Denischland inszeniert lvorden. Angeblich werde das deutsche Volk unter­drückt, während in Deutschland in Wirklich­keit ei» politischer Frühling angebrochen sei. Wenn heute nochmals gewählt werden würde, dann würden nicht zwanzig, son­dern dreißig Millionen Deutsche für die na­tionale Regierung stimmen. Die Welt müsse Deutschland danken, daß es die abendländi­sche Kultur vor dem Bolschewismus ge­rettet habe.

Wenn er, Gocring, die sozialdemokrati­schen Zeitungen in Preußen verboten habe, dann nur deshalb, weil die Presse der mar­xistische» Internationale im Ausland hetze. Solange die ausländische soziatdcmokrati- sche Preffe in so gemeiner Weile Deutsch­land steschimpsc, solange würden in Deutsch­land keine soziatdemvkratischcn Zeitungen mehr erscheinen.

Wenn der jüdische Staatsbürger sich in gewissen Grenzen halte, werde ihm auch unter der neuen Regierung nichts passieren. Regierung seien bestrebt, jedes Mittel zu Die Reichsrcgierung und !is preußische ergreifen, um Disziplin, Ruhe und Ord­nung aufrecht zu erhalten Die Beruhigung in Deutschland werde mit jedem Tag größer.

angebliche Hebelgriffe gegen amerikanische Ge­schäftsinteressen nnd sonstige Ansschrcitungen hat Vizekanzler von Papen heute in einem ausführ­lichen Kabel geantwortet, baß diese Nachrichten jeder Begründung entbehrten.

Außerdem sandte die Deutsche Gruppe des Pro-

RMSressemm gegen Verteuerung

ss» Margarine u«S Speisefetten

Berlin, 25 März. Der kommissarische preußische Innenminister Gocring empfing heute die gesamte ausländische Preffe, so­weit sie durch offizielle Korrespondenten in Berlin vertreten ist, um ihnen bedcritsame Erklärungen über die Vorgänge in Deutsch­land abzugeben, die zugleich dazu diene» sollten, die Greuelnachrichten im Auslande über Progrome in Deutschland g» wider­legen.

Goering erkürte einleitend, die Regierung fei erschrocken empört nnd schließlich fas­sungslos gewesen über das, was im Aus- lande über die Zustände in Deutschland ge­schrieben werde. In Wirklichkeit habe Deutschland seine nationale Auferstehung gefeiert, und ein Volk habe sich endlich zu­sammengefunden. Seit dem 3V. Januar habe sich eine Revolution in Disziplin voll­zogen, und, abgesehen von einigen bedauer­lichen Ausnahmen, sei in Deutschland nie­mandem etwas zuleide getan worden, je­denfalls bei weitem nicht soviel, wie 1918, als die Revolte des Spartakismus die kommunistische Weltdämmcrnng eingeleitet habe. Es gebe in Deutschalns nicht einen Menschen, dem ein Fingernagel abgehackt oder ein Ohrläppchen abgezwickt worden sei, und das Augenlicht hätten alle be­halten.

Die Zahl der Tote» sei täglich nicht höher gewesen als die der politischen Zwischen- fälle vergangener Jahre. Es habe sich nicht einmal ein Dutzend Zusammenstöße er­eignet bei denen es Tote gegeben habe.

In der ausländischen Presse seien maß­lose und schamlose Entstellungen über die Zustände in Deutschland erschienen, nur deshalb, weil das nationale Deutschland es gewagt habe, jene, die seine Ehre zer­stört hätten, aus ihren Nennern und Pfrün­den zu werfen und in schuhhaft zu neh­men. Er bestreite nicht, daß mehrere Tau­send kommunistische Funknonäre verhaftet worden seien, aber diese würden genau so behandelt, wie jeder andere Gefangene anch- Wo Uebergriffe vorgekommen seien, habe die Regierung alles getan, um diese Vor­gänge abzustellen. Es habe auch Fälle ge­geben, wo Juden festgenommen und ge­schlagen worden seien. Er könne aber ver­sichern, daß bereits eine ganze Reihe An­gehöriger nationaler Verbände, die sich Uebergriffe hätten zuschulden kommen las­sen, bestraft und entlassen worden seien. Wo etwas geschehen sei, habe die Regierung durchgegrifsen. Der beste Beweis dafür, sei die Tatsache, daß seit einer Woche jegliche Uebergriffe aufgehört hätten. Die! Regierung habe unerhört scharfe Bestimmungen gegen derartige Uebergriffe ertasten, und fir gehe mit ganz besonderer Energie gegen diejeni­gen vor, die Ausländer belästigen würden.

An einem Beispiel in Köln wies der Mi­nister nach, daß gewöhnliche Verbrecher in Uniforrrst sich hätten Uebergriffe zuschulden kommen lasten. Da, wo Kommunisten oder andere Personen als Provokateure tätig feien, um diplomatische Verwicklungen her­

vorzurufen und der Regierung Schwierig­keiten zu bereiten, werde die Regierung mit drakonischen «strafen vorgehen. Niemals seien Uebergriffe von der Regierung ge­fordert oder geduldet worden. Zwar seien Rathäuser besetzt und vereinzelte Geschäfte vorübergehend geschlossen gewesen, aber niemals sei auch nur ein einziges Waren­haus geplündert worden. Die Regierung und ich selber dulden niemals, daß jemand einer Verfolgung ausgesetzt ist nur deshalb, weil er Jude ist. Wenn die Regierung Maß­nahmen gegen eine Uebsrwucherung des jüdischen Elements ergreift, dann ist das ihre Sache.

Man darf nicht vergessen, daß im Volke eine starke antisemitische Stimmung vorhan­den ist. Aber wenn trotzdem die Geschäfte offen find. dann ist das ein Beweis für die eiserne Disziplin, von der die nationale Erhebung begleitet war

Alle die völlig entstellten Gerüchte hätten ihren Ursprung in den internationalen Be­ziehungen marxistischer Kreise. Aber anch vom Judentum selbst sei im Auslande eine

Presse an hervorragender Stelle wieder

Die neugegrmidete sogenannte „WellaMmz zur Bekämpfung des Antisemitismus" kündigt am Sonnabend nach einer Konferenz der „gesamten Judenschast" an, Laß auch kein Jude Lichtspiel­theater besuchen dürfe, in denen deutsche Filme gezeigt würden. Am Sonntag wird eine ent­scheidende Sitzung des jüdischen Dcputiertcnvcr- bandes stattfinden, auf der die Maßnahmen für die Bohkottbewegung endgültig entschieden werden solleir.

Die jüdische Bevölkerung in London ist Lurch die häßliche jüdische Greuelpropaganda außer­ordentlich verhetzt und neigt zu Ausschreitungen gegen Deutsche.

Ein deutscher Pressevertreter, der sich in Soho Notizen über das Strüßenbild nnd die Firmen­namen machte, wurde von der jüdischen Bevölke­rung aufs ernstlichste bedroht. Juden wollten ihn zur Rede stellen und stießen Drohungen aus, daß sie jeden Deutschen totschlagen wollten. Der deutsche Journalist mutzte sich unter den Schutz eines englischen Polizisten stellen. Die Juden waren charakteristischenveise der Polizei gegenüber sofort mit einer Lügenbehauptung zur Hand,

Angesichts der ungeheuerlichen Wischen Hetz­kampagne gegen Deutschland hat es sogar der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten für richtig ge­halten, in einem Schreiben an die amerikanische Botschaft in Berlin, das in Amerika verbreitet werden soll, von der schamlosen Greuelpropa­ganda des Weltjndentums abzurücken.

Auf eine telegraphische Anfrage der deutsch­amerikanischen Handelskammer m Newyork betr.

Berlin, 25. März. Wie die „BZ" meldet, sollen 25 Millionen Aettkarten ün Werte von 199 Millionen ausgegeben werden. Die Regierung hat, um die Minderbemit­telten, Erwerbslosen und Rentner und die weitete Schichten mit geringem Einkommen von der Preiserhöhung, die zugunsten der Steigerung der landwirtschaftlichen Kauf- kraft vorgenommen wird, wieder zu ent­lasten, gleichzeitig die Einführung eines sogenannten „F-ettgeldes" verfügt. Für die­ses „Fettgeld" svll restlos das Aufkommen der Margariwesteuer, das aus etwa 199 Millionen jährlich geschätzt wird, verwandt werden.

Zu dieser Meldung wird an zuständiger Stelle erklärt, daß es sich hier nur nm überschüssige .Berechnungen privater Natur Handel» könne. Der Kreis der Fettwaren- empsänger soll so weit wie möglich gezogen werden. Zurzeit ist jHoch das Reichs­arbeitsministerium rvoch damit beschäftigt, den Kreis der Bezugsberechtigten genau

testantischen Weltverbandes an die protestantische» Kirchenleitungen in Newyork ein Telegramm, in dem versichert wird, daß Judenprogrome in Deutschland nicht vorkommen. Mau bitte drin­gend, der unwahren Greuelpropaganda entgegen­zutreten und bei den Protestkundgebungen christ-, liche Wahrheitsliebe zu achten.

Goebbels über das Ziel -es deutschen Rrmbsunls

Berlin, 25. März. Pg. Goebbels begrüßte am Sonnabend im Hause des Rundfunks in Berlin die versammelten Angestellten und Mitarbeiter der drei Berliner Rundfunk- gesellschaften. Reichsminifter Dr- Goebbels erklärte hierbei daß die Regierung der na­tionalen Revolution in den vergangenen Wochen gezeigt habe, daß sie keinen lang­weiligen Rundfunk machen werde. Es sclle auch in Zukunft kein Muckertum im deut­schen Rundfunk geben und es brauche nie­mand nach einem Parteibuch zu fragen. Konjunktnrpolitiker könne man nicht brau­chen. Der deutsche Rundfunk solle das vor­nehmste Instrument in der Hand der Re­gierung der nationalen Erhebung sein bei der Lösung der großen Aufgabe, die noch nicht hinter der Regierung stehenden Volks­teile über das Wollen des neuen Deutsch­land aufzuklären und in seine Reihen ein­zuordnen.

Im Anschluß an diese Rede empfing Dr. Goebbels in Gegenwart des Reichsrund- funkkommissars Dr. Krukenberg die Inten­danten und Direktoren sämtlicher deutschen Rundfunkgescllschasten. Dabei ührtc der Minister u. a. aus:

Am 30. Januar sei die Zeit des Indivi­dualismus endgültig gestorben nnd abgelöst

abzustecken. Auch das Reich Ss inu n zu, i nisten rium ist noch dabei, die Sie nee richt liniert! auszuarbeiten. s

Im Hinblick auf die am 23. Ätärz 1833 erlassene Berordnung des Reichspräsidenten zur Förderung der Verwendung inländische« tierischer Fette und inländischer Futter­mittel gibt der Reichskommrssar für Preis»; Überwachung bekannt, daß er die Preis«! bildung für Margarine nnd Knnstspeisefettö! in der nächsten Zeit mit ganz besonderes Aufmerksamkeit verfolgen wird. Gegeilt; Ucbertcnerungen wird mit allem Nachdruck,! gegebenenfalls mit der Schließung von Be» trieben, die ungerechtfertigte Preise füL diese Lcbensmittel fordern, vorgegangen; werden.

Vor einer spekulativen preis treibenden.^ Dorratseindeckung wird gewarnt. Eirut Nachverstenerung der Borräte beim HawÄ del. ist bei Inkrafttreten der Ausgleichs^, abgäbe für Margarine und KuristiveifeieikM vorgesehen.