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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten
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Bei dem feierlichen Staatsakt in der weihevollen Potsdamer Garnison-Kirche anläßlich des uften Zusammentritts des neuen Reichstags, über den wir aussührlich auf Seite 8 und 18 berichten, hielt -er Kanzler des Deutschen stmches, Adolf Hitler, die folgende Ansprache;
Herr Reichspräsident!
Abgeordnete, Männer und Frauen des Deutschen Reichstages!
Schwere Sorgen lasten seit Jahren auf unserem
Volk.
Nach einer Zeit stolzer Erhebung, reichen vlühens und Gedeihens auf allen Gebieten «nseres Lebens, sind — wie so oft in der Vergangenheit — wieder einmal Not und Armut bei uns eingekehrt.
Trotz Fleiß und Arbeitswillens, trotz Tatkraft, einem reichen Wissen und bestem Wollen suchen Millionen Deutsche heute vergebens das tägliche Brot. Die Wirtschaft verödet, die Finanzen sind zerrüttet, Millionen ohne Arbeit!
Die Welt kennt nur das äußere Scheinbild unserer Städte, den Jammer und das Elend sieht sie nicht.
Seit zwei Jahrzehnten wird unser Volk von diesem wechselvollen Geschick begleitet. Immer wieder folgt dem Emporstieg der Verfall.
Die Ursachen waren immer die gleichen Der Deutsche, in sich selbst verfallen, uneinig im Geist, zersplittert in seinem Wolle» und damit ohnmächtig in der Tat, wird kraftlos in der Behauptung des eigenen Lebens. Er träumt vorn Recht in den Sternen und verliert den Boden auf der Erde.
Je mehr aber Volk und Reich zerbrechen und damit der Schutz und Schirm des nationalen Lebens schwächer wird, um so mehr versuchte man zu
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Stur der Verfall der Nation, der allgemeine Zusammenbrach zwangen ein schwaches Geschlecht, wider eigenes besseres Wissen und gegen die heiligste innere Ueberzeugung die Behauptung unserer Kriegsschuld hinzunehmen.
Diesem Zusammenbruch aber folgte der Verfall auf allen Gebieten. Machtpolitisch, moralisch,
allen Zeiten, die Not zur Tugend zu erheben. Die Theorie der individuellen Werte unserer Seele unterdrückt die Erkenntnis von der Notwendigkeit eines gemeinsamen Willens. Am Ende blieb deni deutschen Menschen dann immer nur der Weg nach innen offen.
Als Volk der Sänger, Dichter und Denker träumte es dann von einer Welt, in der die anderen lebten.
Und erst wenn die Not und das Elend es unmenschlich schlugen, erwuchs vielleicht aus der Kunst die Sehnsucht nach einer neuen Erhebung, nach einem neuen Reich und damit nach neuem Leben.
Als Bismarck dem kulturellen Streben der deutschen Nation die staatspolitische Einigung folgen ließ, schien damit für immer eine lange Zeit des Haders und des Krieges der deutschen Stämme untereinander beendet zu sein.
Getreu der Kaiserproklamation nahm unser Volk teil an der Mehrung der Güter des Friedens, der Kultur und der menschlichen Gesittung. Es hat das Gefühl seiner Kraft nie gelöst von der tiefempfundenen Verantwortung für das Gemeinschaftsleben der europäischen Nationest.
In diese Zeit der staats- und machtpolitischen Einigung der deutschen Stämme siel der Beginn jener weltanschaulichen Auflösung der deutschen Volksgemeinschaft, unter der wir heute noch immer leiden.
Und dieser innere Verfall der Nation wurde wieder einmal wie so oft zum Verbündeten der Umwelt.
Die Revolution des Novembers 1818 beendete
einen Kamps, in den die deutsche Nation in der
heiligsten Ueberzeugung, nur ihre Freiheit und
damit ihr Lebcnsrecht zu schützen, gezogen war.
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kulturell und wirtschaftlich sank unser Volk tiefer und tiefer.
Das Schlimmste war die bewußte Zerstörung des Glaubens an die eigene Kraft, die Entwürdigung unserer Traditionen und damit die Vernichtung der Grundlagen eines festen Vertrauens!
Krisen ohne Ende haben unser Volk seitdem zerrüttet.
Aber auch die übrige Welt ist durch das politische und wirtschaftliche Herausbrechen eines wesentlichen Gliedes ihrer Staatengemeinschaft nicht glücklicher und reicher geworden. Aus dem Aberwitz der Theorie von ewigen Siegern und Besiegten kam der Wahnsinn der Reparationen und in der Folge die Katastrophe der Weltwirtschaft.
Während so das deutsche Volk und Deutsche Reich im inneren politischen Zwiespalt und Hader versanken, die Wirtschaft dem Elend entgegentrieb, begann die neue Sammlung der deutschen Menschen, die in gläubigem Vertrauen auf das eigene Volk dieses zu, einer neuen Gemeinschaft sonnen wollen.
Diesem jungen Deutschland haben Sie, Herr Generalseldmarschall. am 38. Januar 1S3S in
großherzigem Entschluß die Führung des Reiches anvertraut.
In der Ueberzeugung, daß aber auch das Volk selbst seine Zustimmung zur neuen Ordnung des deutschen Landes erteilen muß, richteten wir Männer dieser nationalen Regierung einen letzten Appell, an die deutsche Nation.
Am 5. März hat sich das Volk entschieden und in seiner Mehrheit zu uns bekannt. In einer
einzigartigen Erhebung hat es in wenigen Wochen die nationale Ehre wieder hergestellt und dank Jhreni Verstehen, Herr Reichspräsident, die Vermählung vollzogen zwischen den Symbolen der alten Größe und der jungen Kraft.
Indem nun aber die nationale Regierung in dieser feierlichen Stunde zum ersten Mals vor den neuen Reichstag Hintritt, bekundet sie zugleich ihren unerschütterlichen Willen, das große Reformwerk der Reorganisation des deutschen Volkes und des Reiches in Angriff zu nehmen und entschlossen durchzusühren.
Im Bewußtsein, im Sinne des Willens des Nation zu handeln, erwartet die nationale Regierung von den Parteien der Volksvertretung» daß sie nach ISjähriger deutscher Not sich emporhebe» mögen über die Beengtheit eines doktrinären parteimäßigen Denkens, um sich dem eisernen Zwang unterzuordnen, den die Not und ihre drohenden Folgen uns allen auferlegen.
Denn die Arbeit, die das Schicksal von uns fordert, muß sich turmhoch erheben über den Rahmen und das Wesen kleiner tagespolitischerz Aushilfen. "
Ois 2isls unssi'si' Ksgisnung
Wir wollen wieder herstellen die Einheit des Geistes und des Willens der deutsche« Nation!
Wir wollen wahren die ewigen Fundamente unseres Lebens: Unser Volkstum und die ihm gegebenen Kräfte und Werte.
Wir wollen die Organisation und die Führung unseres Staates wieder jenen Grundsätzen unterwerfen, die zu allen Zeiten die Vorbedingung der Größe der Völker und Reiche waren.
Wir wollen die großen Traditionen unseres Volkes, seiner Geschichte und seiner Kultur in demütiger Ehrfurcht Pflegen, als unversiegbare Quellen einer wirklichen inneren Stärke und einer möglichen Erneuerung in trüben Zeiten.
Wir wollen das Vertrauen in die gesunden, weil natürlichen und richtigen Grundsätze der Lebensführung verbinden mit einer Stetigkeit der politischen Entwicklung im Inneren und Aeußeren.
Wir wollen an die Stelle des ewigen Schwankens die Festigkeit einer Regierung setzen, die unserem Volke damit wieder eine unerschütterliche Autorität geben soll.
Wir wollen alle die Erfahrung berücksichtigen, sowohl im Einzel- und im Gemeinschaftsleben, wie aber auch in unserer Wirtschaft, die sich in Jahrtausenden als nützlich für die Wohlfahrt der Menschen erwiesen haben.
Wir wollen wieder herstellen das Primat der Politik, die berufen ist, den Lebenskampf der Nation zu organisieren und zu leiten.
Wir wollen aber auch alle wirklich lebendigen Kräfte des Volkes als die tragenden Faktoren der deutschen Zukunft erfassen, wollen uns redlich bemühen, diejenigen zusammenzuführen, die eines guten Willens sind und diejenigen unschädlich zu machen, die dem Volke zu schaden versuchen.
Aufbauen wollen wir eine wahre Gemeinschaft aus den deutschen Stämmen, aus den Ständen, den Berufen und den bisherigen Klassen. Sie soll zu jenem gerechten Ausgleich der Lebensinteressen befähigt sein, der des gesamten Volkes Zukunft erfordert, Aus Bauern, Bürgern und Arbeitern mutz wieder werden ein deutsches Volk
Es soll dann für ewige Zeiten in seine treue Verwahrung nehmen unseren Glauben und unsere Kultur, unsere Ehre und unsere Freiheit.
Der Welt gegenüber aber wollen wir die Opfer des Krieges von einst ermessen, aufrichtige Freunde sein eines Friedens, der endlich die Wunden heilen soll, unter denen alle leiden.
Die Regierung der nationalen Erhebung ist entschlossen, ihre vor dem deutschen Volk übernommene Aufgabe zu erfüllen. Sie tritt daher heute hin vor den deutschen Reichstag mit dem heißen Wunsch, in ihm eine Stütze zu finden für die Durchführung ihrer Mission. Mögen Sie, Meine Männer und Frauen, als gewählte Vertreter des Volkes den Sinn der Zeit erkennen, um mitzuhelfen am großen Werk der nationalen Wiedererhebung.
In unserer Mitte besindet sich heute ein greises Haupt,
Wir erheben uns vor Ihnen, Herr Gcnrralseld- marschall.
Dreimal kämpften Sie auf dem Felde der Ehre für die deutsche Einheit in den Heeren des alte« deutschen Kaisers für des Reiches glanzvolle Aufrichtung, im größten Kriege aller Zeiten aber als unser Generalfeldmarschall für den Bestand des. Reiches und für die Freiheit leeres Volkes. >
Sie erlebten einst des Reiches Werden, sahen noch des großen Kanzlers Werk, den wunderbaren Aufstieg unseres Volkes und haben uns endlich ge« führt in der großen Zeit, die das Schicksal uns selbst miterleben und mitdurchkämpfen ließ.
Heute, Herr Generalseldmarschall, läßt Sie Vorsehung Schirmherr sein über die neue Erhe« bu-.ig unseres Volkes. Dieses, Ihr wundersames Leben, ist für uns alle ein Symbol der «»zerstör« bare» Lebenskraft der deutschen Nation. So daNA Ihnen heute des deutschen Volkes Luaend und nAj