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Verlag, Redaktion und Geschäftsstelle: Papenstraße 15. Sprech- ^ Hunde der Redaktion: Mmrtag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr. Kernsprecherr Domsheid« 258 78. — Die BNZ erscheint wöchent- Nch siebenmal als Morgeuzeitung und kostet 2.30 frei Haus. durch die Post zuzüglich 42 Bestellgeld.
Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten
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Der Wille zur Leistung, der Glaube an die Idee und die Geschlossenheit der Bewegung haben sich auch seit der Stunde bewährt, in der das deutsche Volk diese Be-
- Wegung zur Machtübernahme im Reich und in den Ländern beauftragte- Wir waren
! uns in Bremen keinen Augenblick im ! jZweifel, daß wir die aktive Führung der politischen Entwicklung nicht mehr aus der : Hand geben würden und so war es für ! «ns Nationalsozialisten eine Selbstver- A pändlichkeit, daß der vom Führer beauf- ^ »ragte Senatskommissar Dr. Markert mit fester Hand und kluger Voraussicht die Dinge so meistern würde, wie es für den Wiederaufbau unseres Stadt-Staates erforderlich ist. Das Vertrauen, das die bisherigen Regierungsparteien und deren Presse in 14jähriger Mißwirtschaft vergeudet haben, hat Dr. Markert und mit ihm s die Bewegung in wenigen Tagen wieder aufgebaut. Wir haben erlebt, daß unsere Gegner nicht nur klein bekgegebcn haben, sondern mit fliegenden Fahnen zu uns übergegangen sind. Wir haben es begrüßt, daß die in der Handelskammer verkörperte bremische Kaufmannschaft sich vorbehaltlos hinter die neue Regierung acstellr hat. Der ^ Kreis ist geschlossen, nachdem es in zähefier . Kleinarbeit der Bewegung in Bremen ge- i lungen war, alle anderen Berufsschichten, ° insbesondere den deutschen Arbeiter in die neue Volksfront einzugliedern Die ! nationalsozialistische Idee und die Männer, j die sie im neuen Senat vertreten, haben sich ein Recht auf die geistige Führung erstritten. die sie zum Besten des Ganzen in j, schöpferischer Arbeit umsetzen werden.
- Der neue Bremer Senat ist gebildet. Bremen drohte durch unhaltbare Negierungs-
s Verhältnisse gegenüber den anderen Hanse- : städten ins Hintertreffen zu geraten. Durch das energische Zugreifen wußte der Reichskommissar Dr. Markert diese Gefahr zu -—verhindern und es war eins Gefahr, denn heute fallen täglich die wichtigsten politi- t schcn Entscheidungen, bei denen Bremen auf i Grund seiner besonderen Aufgabe als Welt- handelsplatz mitwirken muß, wenn es nicht unnötigen Härten ausgesetzt sein will Damit waren die Voraussetzungen für die tatsächliche Amtsübernahme der Staatsgeschäfte gegeben und Bremen konnte in der gestrigen Mittagsstunde mit einer in sich geschlossenen und zielklaren nationale,> Regierung überrascht werden. Der alte Senat hat seine Geschäfte übergeben und der wirtschaftliche, vor allem aber seelische Wiederaufbau unseres Stadt-Staates kann be- , ginnen.
Wir würden es begrüßen, wenn uns eine M Bürgerschaftswahl erspart bliebe An den ^ politischen Verhältnissen wird sich nichts ändern und es scheint uns durchaus möglich, mit Hilfe einer Ermächtigungsgesetzes, das der Reichstag in den nächsten Tagen verabschieden wird, die bremische Bürgerin schaft auf Grund der alten Neichstagswahl ohne Neuwahl zu bilden. Die neue Regierung verfügt über eine Mehrheit von 58 Sitzen gegenüber 47, wobei wir es für besonders wesentlich halten, saß die Deutsche
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Der Reichskommissar für den Bremischen Staat hat die Ernennung des kommissarischen Senats aus Grund der ihm von der Rcichsregierung erteilten Ermächtigung gemäß 88 2 und 3 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 aus Mitgliedern der Nationalen Front (NSDAP. und Kampffront Schwarz-Weisr-Rot) zum 18. März 1933 wie folgt vorgenommen:
1. Dr. Markert: .Präsident des Senats (Präsidialsachen, auswärtige An
gelegenheiten),
2. Konsul Otto Flohr : Stellvertreter des Präsidenten des Senats (Finauzen),
3. Theodor Laue: (Rechtspflege, Polizeiherr, innere Verwaltung),
4 Dr. von Hofs: (Kirchliche Angelegenheiten, Schulwesen und Bildnngs-
austalten),
5. Haus Halter mann: (Bauwesen und städtische Einrichtungen, Kommissar
für Arbeitsbeschaffung),
6. Otto Heider: (Arbeit und Wohlfahrt, Versicherungswesen),
7. Erich Bagts: (Gesundheitswesen, Landherrnamt, Hafenstädte),
Die unter 2, 8 und 9 genannten Herren üben ihre Tätigkeit als kaufmännische Senatoren ehrenamtlich aus.
Kraft besonderen Auftrags übernimmt Dr. Müllcrshausen den Vorsitz in der Behörde für Handel und Schiffahrt.
Zum Kommissar für Bottsanftlärung und Propaganda ist Paul Wcgeuer ernannt worden.
Ueber die weitere Verwendung des bisherigen Kommissars Dr- Hoffmann, der in den Staatsdienst nicht überzutreten wünscht, wird noch beschlossen werden.
Am gleichen Tage ist der bisherige geschästsführende Senat aus seine» Aemtern ausgeschieden. Die Neubildung der Regierung entspricht dem Ergebnis der letzten Neichstagswahl in Bremen.
Volkspartei als Hauptverantwortliche der politischen Entwicklung der letzten Jahre von der Mitarbeit ausgeschaltet ist. Vornehmlich in unserer Bewegung vereinen sich außerdem alle Schichten oer Bevölkerung und verbinden sich die Interessen aller Berufsstände. so daß die Gewähr für eine gerechte, aber zugleich aufbauende und Werteschaffende Staatsführung gegeben ist.
Auch die BNZ. steht einer neuen Aufgabe gegenüber. Bislang hab sie allein geigen den alten Senat, gegen die Schüire- mannpresse und die von ihr in der Bevölkerung verbreitete falsche politische Auffassung gekämpft und sie darf mit einigem Stolz von sich sagen, daß sie nicht unwesentlich' zu dem' gewaltigen politischen Umschwung Bremens beigetragen hat. Heute ist es leicht, sich zu dem nationalen Bremer Senat zu bekennen, aber auch wip wollen in erster Linie vorwärt-sblicken, wollen der neuen Regierung nicht nur Sprachrohr sein, sondern uns verpflichtet halten, Meinungen und Wünsche aller Be- völkerungskreise vorzutragen und ganz besonders uns zum Ziele zu setzen, das Wohl und Wehe der bremischen ArbeMv- schaft zu vertreten. Darum erwarten wir auch von der neuen Regierung, daß sie als wichtigste Aufgabe die Arbeitsbeschaffung ins Auge faßt, die nicht nur der Arbeiterschaft, sondern auch Handel und Gewerbe'Äne neue EzMmL. bringen soll. ,Bortz,
aussetzung hierfür aber ist und bleibt eine gute Entlohnung der Arbeiterschaft, die bislang nur Almosen empfing. Wir« wissen, daß neben dem Senator Heide»» gerade der Präsident des neuem Senats diesen Fragen nicht nur großes Interesse, sondern, ein marines Herz entgcgesnbringt und wir werden stets an ihrer Seite ste»- ,hen, wenn es gilt, im Rahmen des Gle- samtanfbaus der Wirtschaft die Lebens - interessen der bremischen Arbeiterschaft wahrzunehmen.
Mit wirtschaftlichen Maßnahmen allein wird man jedoch kaum der Lage Herr werden. Wir haben von jeher den Stande Punkt vertreten, daß Politik und Wirtschaft durch charakterliche Werte bestimmt werden und so halten wir es für richtig, Laß die bremische Verwaltung aus der Ber- antwortungslofigkeit wieder zur Verantwortung des einzelnen, d. h. desieweiligen Senators zurückgeführt wird. Die Mitarbeit der Deputationen kann gut und richtig sein, aber wenn sie znr Zerstörung der Verantwortlichkeit führt, wenn sich der eine auf den andern vjerläßt, so ergeben sich unhaltbare Zustände, wie wir sie in Bremen in vielen Verwaltungs- zweigen feststellen konnten. Auch hier wird und muß Wandel geschaffen werden znm! Wohle des Ganzen. ! i
Unser befonideres Augenmerk richten wir aus hie Jugend, die wir -richt mist Verfaffungs-
parngraphen füttern, Wohl aber ihnen Vertrauen und Glauben zu den Kräften chres Vaterlandes einflößen wollen. Hier eüvachsenl dem Kommissar der Volksaufklärung, unserem Standartenführer und Änrinissarischrn Kreis- leiter, Paul Wegener, große Aufgaben, die er alleMngs -rur erfüllen kann, wenn die neue Regierung dafür Sorge trägt, daß alle marxistischen u»nd pazifistischen Lehrkräfte aus der Schule verschwinden. Der bremische Lshrer- verern scheint bereits die Konsequenzen aus den «neuen politischen Tatsachen gezogen zu haben, dörrn er hat bereits seinen alten Vorstand gestürzt, und sich — zunächst mit Worten — hinter die nationale Regierung gestellt. Trotzdem fordern wir, daß die Erpomcmton her bisherigen demokratisch-liberalistischsn Schulpolitik verschwinden, unter ihnen an erster Stelle der in Bremsn sattsam bekannt« Professor Dieß. Ein Schnlmainn, der dem Aufbruch der Natron so verständnislos gegenübersteht wie dieser. Hat das Recht verwirft, sein Amt auszuüben, und es gibt mich in Bremen genug junge Kräfte, die den neuen Geist der Zeit »nr Heiden tragen.
Wir halten es für richtig, schon an diesem Tage alle diese Gedanken anszusprechen, denn! der neue Senat wird »ächt einen alten Bev- Waltumgskörper ablösen, um weiter zu vorwalten, sondern er wird schöpferische Arbeit leisten, pnd das auf allen Gebieten des staatlichen Lebens. Aufbauen aber kann man nur, wertn vorher alles Morsche >nnd Faule ausgemerzt ist, wenn sichere Grundlagen vorhanden sind, auf denen dann Stein für Stein Mn neuen Bau gefügt werden kann. —
Uns ist nm das Endziel nicht bange. Mr haben dem deutschen Volk bewiesen, was wir sind Und was wir können und werden jetzt unserem Willen zur Tat freien Lauf lassen.
—art.
So sott vs nsokt wiottoi» kommon
Braunschweigische Staatsgelder für das Reichsbanner
Braunschweig, 18. März. Der Präsident des Braunschweigrschen Landtages hatte an den Rechnungshof des Freistaates Braunschweig das Ersuchen gerichtet, die Staatshaushaltsrechnnng von 1929, für die Zeit also, da der Sozialdemokrat Dr. Jasper braunschweigischcr Finanzminister war, einer genauen Prüfung zu unterziehen. Der Bericht des Rechnungshofes ist dem Landtage jetzt zugegangen.
Er enthält u. a. eine außenordentlich schwere Anklage gegen die drei sozialdemokratischcn Minister unter Führung Dr. Jaspers. Aus dem Bericht geht hervor, daß der ehemalige Vollsbildungs- minister Sieverts und der damalige Innenminister Steinbrecher in den Jahren 1929 und 193Ü aus staatlichen Mitteln insgesamt 10 400 Mark an da- Reichsbanner bezahlt haben.
Dr. Jasper wurde nachts von der Hilsspolizei tu Schutzhaft genommen. Der Jnhaftnahme folgte eine Durchsuchung seiner Wohnung und seiner Büroräume.
Wie verlautet, hat der Präsident des braun- schweigischen Landtages den beiden kommunistischen Abgeordneten des LandesparlamentS die Diäten und die Freifahrtscheine entzogen.