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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten
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Gestern abend hatte das Reichinnenministerium Bremen den Befehl zur offiziellen Flaggenhissung, entsprechend der Anordnung des Herrn Reichspräsidenten vorn gestrigen Tage erteilt.
So sammelte sich denn heute morgen eine große Menschenmenge aus dem Marktplatz, um den feierlichen Akt beizuwohnen.
Kurz vor 8 Uhr marschierte der Sturmbann 2/75 der SA auf dem Marktplatz aus. Vor ihnen nahm eine Polizeiabordnung Aufstellung.
Mit dem Glockenschlag 8 Uhr erging der militärische Befehl: „Stillgestanden! Flag- gensetzen!" Die Polizei mit aufgepflanztem Bajonett und eine Abordnung des Stahlhelms grüßte durch Handanlegen an die Kopfbedeckung. Die Flaggen: Schwarz
weiß-rot und Hakenkreuzfahne, die unter den Klängen der Polizeikapelle auf dem Rathaus gehißt wurde, grüßt- die SA erhobenen Armes mit dem Heilgruß. Die Menge schloß sich dem Gruß an Der kommandierende Polizeiossizier brachte ein Hoch auf das Deutsche Reich aus, in das die Tausende einstimmten. Dann folgte der gemeinsame Gesang des Deutschland-Liedes
Die Parade hinterließ einen sichtbar tiefen, feierlichen Eindruck aus die Versammelten. Damit, daß Bremen bereits um 8 Uhr heute morgen zur Flaggenparade ausrief, wird es der erste Staat in Deutschland sein, der die Flaggenverordnung durchführte.
(Drahtbericht u. Berl. Schriftl.) Berlin, 13. März. Sonntag mittag um 14 Uhr gab Reichskanzler Adolf Hitler über sämtliche deutsche Sender folgende Erklärung des Reichspräsidenten von Hinden- burg ab:
„Am heutigen Tage, an dem in ganz Deutschland die alten schwarz-weiß-roten Fahnen zu Ehren unserer Gefallenen aus Halbmast wehen, bestimme ich, daß vom morgigen Tage ab bis zur endgültig.a Regelung der Reichssarben die schwarz- weiß-rote Fahne und die Hakenkreuzfahne gemeinsam zu hissen sind. Diese Flaggen verbinden die ruhmreiche Vergangenheit des Deutschen Reiches und die kraftvolle Wiedergeburt der deutschen Nation. Vereint sollen sie die Macht des Staates und die innere Verbundenheit aller nationalen Kreise des deutschen Volkes verkörpern.
Die militärischen Gebäude und Schiffe hissen nur die Reichskriegsflagge.
Berlin. 12. März 1933.
Der Reichspräsident
gez.: von Hindenburg.
Der Reichskanzler:
gez.: Adolf Hitler." Im Anschluß daran nahm der Führer zu diesem Erlaß wie folgt Stellung:
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„Mit diesem Erlaß hat der Herr Reichspräsident bis zur endgültigen Regelung von sich aus verfügt, daß die Fahne der nationalen Erhebung nunmehr auf den Staatsund öffentlichen Gebäuden neben unserer unvergeßlichen ehrwürdigen Traditionssahne des alten Deutschen Reiches künftighin zu wehen hat.
Nationalsozialisten! SA- und SS-Männer!
Damit ist nach außen hin sichtbar durch diese Vermählung der Sieg der nationalen Revolution gekennzeichnet. Uns qste muß in dieser historischen Stund«, da wir gerade zurückkehren von den Feiern für unsere toten Kameraden, nebe em Gefühl der tiefen Dankbarkeit für den hochherzigen Entschluß des Generalseldmarschalls eine stolze Befriedigung erfüllen. Ein 14jähriger Kampf um die Macht hat nunmehr seinen sichtbaren symbolischen Abschluß gefunden. Es ist aber nunmehr an uns selbst, dafür zu sorgen, daß diese Macht von jetzt ab durch nichts mehr erschüttert wird. Als euer Führer und im Namen der Regierung der nationalen Revolution fordere ich euch daher auf, die Ehre und damit auch die Würde des neuen Regiments so zu vertreten, daß es vor der deutschen Geschichte dereinst auch in Ehren und Würde zu bestehen vermag.
Mit dem heutigen Tage, da nun auch symbolisch die gesamte vollziehende Gewalt in die Hände des nationalen Deutschland gelegt wurde, beginnt der zweite Abschnitt unseres Ringens.
Von nun ab wird der Kampf der Säuberung und Jnordnungbringung des Reiches ein planmäßiger und von oben geleiteter sein. Ich befehle euch daher von jetzt ab strengste und blindeste Disziplin!
Alle Einzelaktionen haben von jetzt ab zu unterbleiben. Nur dort, wo die Feinde der nationalen Erhebung sich unseren ge
setzlichen Anordnungen mit Gewalt widersetzen oder wo sie einzelne unserer Männer oder marschierenden Kolonnen überfallen, ist der Widerstand dieser Elemente sofort und gründlich zu brechen. Im übrigen aber ist es nun unsere Aufgabe, dem ganzen deutschen Volk und vor allem auch unserer Wirtschaft das Gefühl der unbedingten Sicherheit zu geben. Wer es von jetzt ab versucht, durch Einzelaktionen Störungen unseres Verwaltungs-- oder des geschäftlichen Lebens herbeizuführen, handelt bewußt gegen die nationale Regierung. Denn heute sind wir für das Reich verantwortlich, weil es in unsere Hand gegeben ist.
Meine Parteigenossen!
Ihr habt in 14jShrigcr Arbeit für dieses nunmehr entstehende Deutschland gelärnpft. Heute ist die Fahne dieses Kampfes staatlich sanktioniert! Ihr könnt daran aber auch ersehen, wohin uns Eure Disziplin und Unterordnung geführt hat. Nur sie allein kann uns nunmehr weiterleite». Unser Sieg ist so groß, daß wir nicht kleinliche Rachsucht empfinden können. Sollten die Feinde der nationalen Erhebung irgendeine» Widerstand suchen, dann wird der Wille der Regierung der nationalen Revolution sie blitzschnell niederzwingen und Ihr werdet die Befehle erhalten. Hütet Euch aber vor Provokateuren und Spitzeln, die, wie wir heute durch Belege wissen, von der Kommunistische Partei in unsers Formationen entsandt worden sind. Wir werden sie dank unseres heutigen Einblicks in das Treiben dieser Verbrecherorganisationm in kürzester Zeit ohnehin entfernt haben.
Indem ich Euch so die Reinheit und damit i e Ehre unserer nationalen Erhebung zu schützen befehle, danke ich Euch aber auch für das Uebermaß an Treue, Disziplin und Opfern, die Ihr dieser Idee gebracht habt. In wenigen Wochen ist, in erster Linie durch Eure Arbeit und durch Euer Wirken, eine der größten Umwälzungen vollzogen worden, die Deutschland bisher kennt. Sie wird
dem deutschen Volk sichtbar gezeigt werden durch die Anordnung des Reichsinuenmini- sters Dr. Frick, die ich hierdurch bekanntgebe.
»Zur Feier des Sieges der nationalen Revolution haben sämtliche öffentlichen Gebäude des Reiches von Montag ab auf die Dauer von drei Tagen in den vom Herrn Reichspräsidenten anbefohlenen beiden Fahnen zu flaggen."
Der Reichskanzler schloß: „Meine Parteigenossen! Es lebe die nationale Revolution! Es lebe unser heißgeliebtes deutsches Volk und unser stolzes De-ttsches Reich!"
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Berlin, 12. März. Die vom Städtischen Nachrichtenamt vorgenommene vorläufige Aufrechnung der Mandate für die neue Berliner Sbadtveronbnetendevsammlung ergibt eine Mehrheit der nationalen Front, die von insgesamt 225 Mandaten 113 Mandate (NSDAP 86, Kampffront 27) auf sich vereinigen konnte: Diese Aufrechnung ist selbstverständlich noch nicht endgültig' und muß daher mit Vorbehalt wiedergegeben werden.
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Berlin, 11. März. Die Pressestelle des Polizeipräsidiums teilt mit:
„Bei der Durchsuchung des Karl-Liebknecht-Hauses hat die Polizei nachträglich in der aufgerissenen Polsterung einer Tür einen Bries gesunden, dessen Inhalt sich mit der Zersetzung der Reichswehr besaßt sowie Angaben über chimärische Angelegenheiten enthält, die als solche nicht veröffentlicht werden können. Die KPD hat dieses Material gesammelt, um es im Falle eines bewaffneten Ansstandes zu verwenden.
Was wir in den letzten Tagen in Bremen erlebten und was uns mit ständig wachsender Ges nugtuung erfüllte, das hat sich gleichzeitig im ganzen Reich vollzogen und hat am gestrigen Sonntag in den Kommunalwahlen in Preußen erneut feinest sichtbaren Ausdruck gefunden. !
Das Reich ist unser. Die nationale "olutiost
hat auf der ganzen Linie gesiegt. Die Aufbauarbeit kann beginnen. Der Reichspräsident von Hindenburg hat diese geschichtliche Tatsache mit.
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Die Polizeidircktion teilt mit:
Verbot der „Bremer Nachrichten". Der Polizeisenator (Kommissar des Reiches) hat die „Bremer Nachrichten" auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 auf die Dauer von 3 Tagen, vom 14. bis 16. März einschließlich verboten. Das Verbot der Zeitung erfolgt im Interesse der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.
seinem Flaggenerlaß unterstrichen und wev- noch immer glaubt wie die „Bremer Nachrichten" in ihrer heutigen Morgenausgabe auf Kosten der deutschen Freiheitsbewegung ihre eigenen Geschäfte treiben zu können, der wird in den folgenden Tagen an der Fülle der Hakenkreuzfahnen sehen müssen, daß diese nicht eine freundliche Anerkennung für die Mitarbeit der deutschen Jugend zum Wiederaufbau der Nation bedeuten, sondern daß sie schlechthin das Symbol dieses Wiederaufbaues sind, daß ohne diese Fahne und die Männer, die hinter ihr standen nnd stehen, heute in Deutschland keine einzige schwarz-meiß-rote Fahne wehen würde und daß heute in Bremen wahrscheinlich auch kein Schimemann-Verlag seine gehässigen Bemerkungen in die Welt setzen könnte. Wir haben es satt, in den „Bremer Nachrichten" fortgesetzt versteckte Bosheiten gegen uns zu finden, nachdem dem Blatt der Mut gebricht, offen das . auszu- sprechen, was es gegen uns empfindet.
Die Kommunalwahlen in Preußen habe r das erwartete Ergebnis gebracht. Trotz'schwächere:' Wahlbeteiligung hat die NSDAP ihre Stimmen gehalten und auch die Kampffront Schwarz-weiß-rot dürfte ohne große:e Verluste davongekommen sein. In einer ganzen Recho von Provinzen, so in Pommern, Posen und Ostpreußen und in einer grossen Anzahl von Städten gelang es der NSDAP, die abolute Mchcheit zu erringen. Wir verweilen dabei vwf die an anderer Stelle wiedergcgcbenen Ergebnisse.
Jahrelang hat man immer wieder dem Volk weißgemacht, daß bet Kommunalwahlen politische Gesichtspunkte nicht maßgebend seien und mau hat mit Hilfe der entsprechenden Presse es verstanden, Männer in den Vordergrund zu schieben, die ohne politische Gesinnung nachher sehr rasch ein Opfer des Marxismus wurden. Gewiß, hat die Kommunalpolitik nichts unmittelbares mit großen politischen Fragen zu tun und eine Debatte über den Aoungplan in der bremischen Bürgerschaft entbehrt nicht eines komischen Beigeschmackes. Auf der anderen Seite aber — und das werden wir auch für den kommenden Wahlkampf grundsätzlich, festhalten — verlangen wir von jedem Korn»