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Parteiamtliches Organ der
Bremer Nationalsozialisten
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Wiptseksttsgssunrlung
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Die Maßnahmen der Reichsregierung zur Säuerung der deutschen Wirtschaft werden jetzt Schlag auf Schlag eingeleitet. Baustein auf Baustein wird auseinandergesetzt, wobei entsprechend der nationalsozialistischen Weltanschauung bei dem Fundament der deutschen Volkswirtschaft begonnen wird, bei der Landwirtschaft. Wir erinnern daran, daß die Reichsregierung durch die Erhöhung der Zölle für Fleisch und Schmalz zunächst eine überflüssige Einfuhr abstoppte und damit den Weg beschickten hat, der
dem deutschen Bauern den Binnenmarkt sichern,
d h. beleben soll. Von der Kündigung des deutsch-ffranzösischen Handelsabkommens hat die Reichsregiernng Gebrauch gemacht und damit für wichtige landwirtschaftliche, gärtnerische und industrielle Produkte die Zollautonomie wiederhergestellt. Diesen bereits durchgeführten bzw. geplanten Maßnahmen der Reichsregierung liegt das klare Ziel zu Grunde, den Binnenmarkt wieder zu beleben und damit das Unheil wieder gutzumachen, das die früheren Regierungen 14 Jahre durch ihre überbetonte Exportpolitik angerichtet haben. Diese
Wiedergutmachung der durch die früheren Regierungen herbeigeführten Schäden kann naturgemäß nur ganz allmählich vor sich gehen und muß logischerweise ihren Ausgang vorwiegend bei der Landwirtschaft nehmen.
Daß sich die Reichsregierung auch in erster Linie die
Hebung der sozialen Lage der Arbeiter angelegen sein läßt, ist selbstverständlich. Diese Sorge gilt hier nicht zuletzt auch den Rentenempfängern, der erste Schritt, den die Reichsregie- rung hier unternommen hat, bezieht sich auf die Milderung der größten Härten, die durch die letzten Notverordnungen der früheren Regierungen eingetreten waren.
Berlin, 18. Februar. Die Verordnung des Reichspräsidenten zur Linderung von Härten in der Sozialversicherung und in der Reichsversor- gung ist soeben vom Reichspräsidenten unterzeichnet worden.
de^ Verordnung werden insbesondere bis Härten, die sich aus der Bestimmung ergaben, daß bei Personen, die Kriegsbeschädigteurcnten beziehen, die Angestellten- und Jnvalidenoersicherungs- renten ruhten gemildert. Invaliden- u-nd Ange- stclltenrente sind in Zukunst zu einem Drittel zahlbar. Der abzuziehende Höchstbetrag ist aus 50 RM. festgesetzt.
Ferner ist der Anspruch auf Kinderzulagen und Waisenrenten vom 15. auf das 16. Lebensjahr aüs- gedehnt worden.
Außerdem werden Erleichterungen im Verwaltungswege eingeführt. Beispielsweise sollen Kriegsopfern, die bereits eine Kapitalabfindung erhalten haben, aber in Not geraten find, Unterstützungen bis zu 500 RM. jährlich gewährt werden können. In besonderen Fällen auch darüber hinaus.
Die Zusatzrente für Witwen, die für den Unterhalt von Kindern und nahen Angehörigen aufkommen müssen, wird in besonderen Härtefällen wiederhergestellt.
Für studierende Kriegsweisen werden in besonderen Notfällen von den Bersorgungsämtern Unterstützungen gegeben.
Die finanziellen Auswirkungen dieser Verord
nung belaufen sich auf etwa 27—29 Millionen RM. jährlich.
Der Reichspräsident und die Reichsrcgicrung sehen diese Erleichterungen nur als einon Ansang an. Es wird demnächst erwogen werden, welche weiteren sozialen Härten gemildert werden können, die sich aus der Notverordnung vom 14. Juni 1932 ergeben. Der Reichspräsident hat erklärt, daß er sich dafür einsetzen werde, daß weitere Milderungen in absehbarer Zeit eintreten.
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Berlin, 18. Februar. In der Sonnabend-Abendausgabe des „Deutschen Reichsanzeigers" lyird eine neue Verordnung über Zollmaßnahmen veröffentlicht, die neue Zölle auf dem Gebiete des Ackerbaues, des Gartenbaues, der Vieh- und Milchwirtschaft, der See- und Binnenfischerei und der Bienenzucht enthält.
Darnach werden n. a. Aöllerhöhungen vorgenommen für Buchweizen, Speiseerbsen, Futterbohnen, Grünsutter, Rot-, Wirsing- und Weißkohl, Salat, rohes Schweine- und Gänsefett, Rindertalg, Tafelkäse, eingedickte Milch, frische Seefische, Sprotten, Karpfen, Schleie, Forellen, Lachse und Hechte und Bienenhonig.
Gleichzeitig wird eine Verordnung veröffentlicht, durch die die Zölle für Holz neugeregelt werden. Hervorzuheben ist insbesondere die Erhöhung des Zolles für hartes Rundholz auf 36 Pfennig und
Halle, 18. Februar. Im Eislebener Krankenhaus ist in der vergangenen Nacht ein weiterer Kommunist gestorben, so daß nnnmehr die Eis- lebener Vorgänge vom Sonntag vier Todesopfer gefordert haben.
'Der Oberstaatsanwalt gibt auf Grund der bisherigen polizeilichen Ermittlungen eine eingehende Darstellung der Vorgänge. Danach hatten die Nationalsozialisten den Aufmarsch in der Weise angemeldet, daß auch der Breite Weg ein- bezogen wurde. Sie sind nicht gegen den Willen der begleitenden Polizeibeamten in den Breiten Weg, in dem sich die KPD.-Geschästsstelle befindet, eingebogen.
Als der Zug bereits das Klassenkampsgebändc zum größten Teil passiert hatte, fielen plötzlich vom Dach des Hauses ein oder zwei Schüsse, durch die anscheinend ein Zugteilnehmer verletzt wurde.
Mehrere Gruppen aus dem Zuge stürmten, deshalb das Haus, während verschiedene Teilnehmer die Rolladen und die Fensterscheiben teilweise unter Zuhilfenahme einer Letter zerstörten. Darauf drangen Teilnehmer in den Hausflur und von dort in den Geschäftsraum, der durch eine hohe Barrikade von zusammengelegten eisernen Gartenstühlen versperrt war, und demolierten diesen Raum. Einige scheinen sich auch in die oberen Stockwerke begeben zu haben, wo die Fahne heruntergeholt wurde. Inzwischen müsse» mehrere Schüsse aus der Richtung der Turnhalle gefallen sein, was an einige,, Einschlägen festzustellen war. Hierbei ist anscheinend auch der SS.- Mamr Berck aetötet worden, während ein weiterer
für stärkeres Nadrlrundholz auf 40 Reichspfennige je Doppelzentner. Die Zölle für Holzwaren find entsprechend gestaltet worden.
Diese Zollerhöhung war notwendig, um der schwer notleidenden deutschen Forstwirtschaft in stärkerem Maße, als das bisher möglich war, den deutschen Markt zu sichern und überflüssige Einfuhren fernzuhalten. Die durch diese Maßnahme zu erwartende Verbesserung des Absatzes für deutsches Holz wird auch zu einer günstigen Beeinflussung der Preise führen, die zur Zeit nur etwa aus der Hälfte der Friedenspreise liegen. Dadurch wird nicht nur der privaten Forstwirtschaft geholfen, sondern auch den Ländern und Gemeinden, in deren Besitz etwa 50 v. H. der gesamten Waldfläche ist und die infolge der bisherigen niedrigeren Preise nicht mehr wie bisher Einnahmen aus ihrer Forstwirtschaft hatten, sondern sogar aus allgemeinen Steuergeldern erhebliche Zuschüsse leisten mußten.
Die Bemessung des neuen Schnittholzzolles wird ferner die Beschästigungsmöglichkeit in der Säge- industrie wesentlich heben und damit von unmittelbarer Wirkung auf den Arbeitsmarkt sein, der gerade in der Holzwirtschast eine» besonders hohen Hundertsatz vc-n Arbeitslosen ausweist.
Die Verordnung über Zolländerungen für Holzwaren, tritt am 1. März ds. Js. in Kraft. Die Verordnung über Zölländerungen für Holz selbst wird wie ergänzend festzustellen ist, bereits am Donnerstag, den 23. Februar ds. Js., in Kraft treten.
Nationalsozialist verletzt wurde. Die inzwischen in den Hausflur der Geschäftsstelle eingedrungenen Polizeibeamten erwiderten das Feuer. Daraufhin stürmten die Nationalsozialisten über den Hof zur Turnhalle, in die sich die Kommunisten zurückgezogen hatten. Dabei wurden die Angreifer mit Flaschen beworfen. Es soll auch noch geschossen worden sein. Zugteilnehmer wollen vom Breitenweg her noch weitere Schüsse aus dem Haus und aus einem oberhalb gelegenen Grundstück beobachtet haben. Die Spitze des Zuges wurde wenige Augenblicke nach dem Angriff vom Dach der Turnhalle, auf dem Steine bereitgelegt waren, anscheinend von zwei Schützen beschossen. Es befanden sich noch weitere Personen aus dem Dach. Hier versuchten zunächst Polizeibcamte. unter Lebensgefahr die Dachschützen durch Schreckschüsse zu verscheuchen, wurden aber weiter beschossen. Ein Nationalsozialist hatte inzwischen das Dach erstiegen und die dort befindlichen Kommunisten zum Verlassen des Daches gezwungen. Auf der Straße sind noch zwei aus dem Gebäude des Klassenkampfes herauskommende Kommunisten erheblich mißhandelt worden.
40 engüseke tun
London, 18. Febr. England führte, einer amtlichen Mitteilung zufolge, im Jahre 1982 65 Tanks unid 11 Panzerfahrzeuge nach dem lsland aus. Die überwiegende Mehrzahl der Tanks, nämlick» 40 Stück, ging noch Polen.
8 m SüÄssLvn
Ein Rauschen geht durch den Blätterwald? der europäischen Presse, die Funken spielen! in den Drähten zwischen den europäischen! Hauptstädten . . . und in den großen Was-, fenfabriken werden vielleicht neue Arbeiter! eingestellt. Am 15. Februar haben diÄ Staaten der kleinen Entente, Rumänien^ Südslawien und die Tschechoslowakei in Genf das Abkommen abgeschlossen, das in Europa einen neuen „Block der Sicherung" schaffen soll. Die französische Presse ist begeistert, Eduard Herriot spricht von dein Abkommen als einem weiteren Schritt zn einem neuen, organisierten Europa, England stimmt zu, die italienische Presse kommentiert heftig ablehnend, Ungarn und Oesterreich sehen neue Gewitter an ihren Grenzen emporziehen. Drei Staaten, von denen jeder einzelne mit große» inneren Schwierigkeiten zu kämpfen hat, die alle in den schweren Kamps der Krise hineinge« stellt sind, schließen sich zu einem engen Block zusammen und schreiben den Widerstand gegen jede Revision auf ihre Fahnen«
Als vor zwei Jahren das deutsch-österreichische Handelsabkommen bekannt wurde, da waren es diese Staaten, die im Verein mit Frankreich Sturm liefen gegen dieses Abkommen, das den ersten Schritt zu einer wirklichen Befriedung hätte sein können. Deutschland und Oesterreich erlitten die Niederlage, die sie erleiden mußten, Curtius ging und Schober wurde gestürzt.
Andre Tardieu warf seinen Donauplan in die europäische Diskussion, um einen neuen Stein in den Bau der französischen Hegemonie einzufügen. Im Widerspruch mit den wirtschaftlichen Entwicklungslinien der Völker inr Südvsten, in der strikten Ablehnung jeder Revision unsinniger und lehen- tötender Staatengrenzen, sollte dieser Plan eine Lösung Herbeizwingen, die einem Großdeutschland für immer den Weg in den Südosten verbaut hätte. Die natürliche Entwicklung der Kräfte ist über den Plan weg- geschritten. Schon auf der Konferenz zu Stresa sprach man kaum noch von dem französischen Plan, schon dort war man sichs darüber klar, daß es eine Lösung nur geben könne unter Einbeziehung Deutsch-- lands. Nach längeren Verhandlungen gelangte man zu Abmachungen, die wohl nichts anderes bleiben werden als Abmachungen, die eben auf dem Papier stehen.' Eine französische Machtpolitik, die nö'cH immer nicht erkannt hat oder nicht erkennen will, daß es natürliche Entwicklungslinien gibt, die auf die Dauer nicht in ein unnatürliches politisches System gezwungen wer-, den können, hat fürs erste die einzig mögliche Lösung verhindert..
Und wieder haben Vcrsailler Erwägungen die Oberhand gewonnen. Die Angst vor der! Revision der Pariser Vorortsverlräge, die kommen muß und die kommen wird, hat Rumänien, die Tschechoslowakei und Südtz slawien erneut zusammengeführt, um denk schon tot geglaubten Körper der kleinen! Mirenre neues Leben enizublascn. Diq Rede Mussolinis, die Forderungen des! neuen ungarischen Ministerpräsidenten Gönptz bös, die unbedingte Forderung der deutschen! Nation nach dem Lebensraum. den 65 MiH4
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