Ausgabe 
(18.2.1933) Nr. 42
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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten

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selbst in 14 Jahren schlecht gemacht haben. Von 23 Millionen Erwerbsfähigen ist heute ein Drittel erwerbslos. Der Bauernstand und der Mittel­stand stehen am Rande des Abgrundes. Die marxistischen Parteien haben zwei Millionen Mark Steuergelder für Parteizwecke verwendet. Allein im letzten Jahre sind 800 000 RM. ausgegeben, für die keine Belege vorhanden sind.

Die Regierungen der letzten 14 Jahre wurden von den drei Internationalen beherrscht. Die Irrtümer die diese Regierungen gemacht haben, müssen Millionen Deutscher mit ihrer Existenz und ihreni Arbeitsplatz bezahlen.

Die neue Regierung wird in den nächsten Tagen eine ungeschminkte Generalbilanz vorlegen.

Zur Neuordnung der Dinge in Deutschland sind 19 Milliarden erforderlich. Die nationalsoziali­stische Bewegung wird eines Tage? Deutschland wieder dem deutschen Menschen bilden. Die erste

Voraussetzung zu allem Tun muß sein, die natio­nalen Kräfte des deutschen Volkes wieder lebendig werden zu lassen. Millionen von Deutschen sind heute lisch gegen eine deutsche Volksgemeinschaft, aber diese Millionen werden dazu gezwungen wer­den. Der Bauer ist die Quelle, aus der immer die Kraft der Nation geschöpft worden ist. Aber ohne die deutschen Arbeiter gibt es einsach keine deutsche Ration und diese Millionen von deutschen Arbeitern müssen in die Volksgemeinschaft einge­gliedert werden. Dies wird gelingen. Ich be­grüße es weiter, daß sich mit diesen beiden Stän­den auch nach und nach die deutsche Intelligenz zum gemeinsamen Wiederaufstieg der deutschen Nation zusammengefunden hat.

Hitler schloß: Deutsches Volk hils, das Deutsche Reich der sozialen Gerechtigkeit, der inneren Stärkr, der Kraft und damit auch der Herrlichkeit für unsere Kinder zu bauen.

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tu. Dortmund, 17. Februar. In der po­lizeilich abgesperrten Dortmunder Westfalen- halle veranstaltete am Freitag abend die NSDAP. eine große öffentliche Wahlknnd- gebnng, aus der auch nach einem Rahinen-- bericht von Dr. 'Goebbels Adolf Hitler eine Rede hielt, die vorn Westdeutschen Rund­funk übernommen und gleichzeitig auch durch Lautsprecher auf vier großen Plätzen in Dortmund-Horde bekannt gegeben wurde. Um Gegenknndgebungen im Keime zu er­sticken, hatte die durch Heranziehung aus­wärtiger Kräfte erheblich verstärkte Dort­munder Schutzpolizei schon in den frühen Abendstunden umfassende Vorkehrungen ge­troffen. Insbesondere waren die Laut- prechevünlagen und das Rundfunkkabel Ge­genstand schärfster Bewachung.

Hitler, der bei seinem Erscheinen von der Menge stürmisch gefeiert wurde, führte in einer einstündigen oft von Beifallskund­gebungen unterbrochenen Rede u. a. folgen­des aus:

Am 30. Januar 1933 hat eine Geschichts- w-ende ihren Anfang genommen. Es wäre eine Lüg«, wollten wir behaupten, in weni­gen Tagen das wieder gutzumachen, was in den vergangenen 14 Jahren verdorben wurde. Wir wollen unser Regiment nicht mit einer Lüge beginnen. Das Programm der marxistischen Parteien ist das unmög­lichste gewesen, das jemals existiere. Wenn das Volk gewußt hätte, daß es von den frü­heren Machthabern derart ins Elend ge­stürzt werden würde, wäre bei der Revo­lution kein Mensch auf die Barrikaden ge­gangen.

Die Gegner sollten sich nicht über mein Pro­gramm unterhalten, sondern über das, was sie

Rom, 17. Februar. Der Wiener Vertreter des halbamtlichen „Giornccke d'Jtalia" ist in der Lage, seinem Blatte den Wortlaut der französischen Note an Oesterreich wegen der Waffenangelegen- heit von Hirtenberg über die wir seinerzeit be­richteten, zu übermitteln. Die Note, der sich auch England angeschlossen hat, erinnert im Ton und in ihren Forderungen an die schlimmste» Zeiten nach Versailles. Sie faßt zunächst den vorher­gehenden diplomatischen Notenwechsel zwischen Paris und Wien zusammen und erklärt dann, daß die französische Regierung in der Wasfenschmuggel- angelegenheit eine Verletzung des Artikels 134 des

Vertrages von St- Germain und des Artikels 1 des österreichischen Gesetzes von 1928 erblicke. Sre fordert die österreichische Regierung diktatorisch auf, folgende Maßnahmen zu treffen:

1. In Uebereinstimmung mit ihren bisheri­gen Versprechungen hat die österreichische Re­gierung das Nötige zu veranlassen, um eine völlige Rücksendung der in Hirtenberg und Steyr

liegenden Waffen an den absendenden Spediteur sicherzustellen.

2. Im Falle, daß diese aus die Weigerung deß Spediteurs stößt, muß die österreichische Regie, rung zur Zerstörung der fraglichen Wasser schreiten.

3. Die österreichisch« Regierung hat den Beth trete«, Frankreichs und Englands den Beweist der Rücksendung oder Zerstörung der Waffen zv lieferns!). In jedem dieser beiden Fälle habe« die österreichischen Bundesbehörden ihre ErklS» rungen unter Eid abzulegen(l).

4. Die österreichische Regierung hat eine Uns tersuchung zu veranstalte», um festzustellen, ob ein Teil dieser Waffen über die österreichische Grenze wciterbesördert worden ist. Die Ergebs niste dieser Untersuchung müssen den Vertreter» Frankreichs und Englands mitgeteilt werden« Falls sich die Frage bejaht, muß die Zahl der aus diese Weise wciterbesörderten Waffen aus gegeben werden.

5. Zur restlosen Durchführung der vorstehen« angegebenen Maßnahmen wird eine Frist von zwei Wochen, beginnend mit dem Datum der vorliegenden Mitteilung, festgesetzt^).

Der französische Botschafter ist beauftragt, hin» zuzufügen, daß wohl verstanden durch diese Midi teilung das Recht aller Regierungen, die Fragst dem Völkerbundsrat vorzulegen, wenn es die Unm stände notwendig machen, nicht angetastet wird.

Kommunisliseks

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kommisssi'sn

Eisleben, 17. Februar. In der Nacht zum Freitag versuchten Kommunisten, in die Leichen­halle -es Knappschastslazaretts einzudringen, in der der am Sonntag bei dem kommunistischen Feuerüberfall erschaffene SS.-Mann Paul Berak aufgebahrt liegt. Bon einer Krankenschwester wurden die Eindringlinge beobachtet. Die noch in Eisleben stationierte Halle'sche Schutzpolizei umstellte das Haus «ud konnte zwei bewaffnete Kommunisten festnehmen. Beide führten zerleg­bare Jagdgewehre mit rlj Schutz Munition bei sich.

Die Mauer des Knappschastslazaretts ist von nnbekannter Hand mit Drohungen und Rachean­kündigungen gegen die NSDAP. beschmiert wor­den. Die Leiche des SS.-Mannes wird am Frei­tag vormittag nach seinem Heimatort überführt, wo dir Beisetzung stattfindet.

Kalos Wol-onisgoi» susgokodsn

Kö ltn, 18. Febr. tEigener Drahtbericht.) Ltn der Kürzestraß« in Köln waren vor e«nt-

qeür Tagen SA- und SS-Männer aus den Hänsevn beschossen und. schwer verletzt worden. Am Freitag führte die Polizei ebne großange- i legte Durchsuchung der kommunistischen Schlupf- Wörrkel durch. Bet der Durchsuchung von insges amt 18 Häusern wur­det» zahlreiche Schußwaffen mo­dernster Konstruktion, zahlreiche Munition, Schlag- und Hieb Waf­fen aller Art uud zahlrejche Fla­sche n mit Salz- und Schwefelsäure gefunden. In verschiedenen nach der Straße hin gelegenen Zim­mern kommunistischer Wohnungen wurden Wäschekörbe mit Steinen gefunden. 28 Ko mmun ikten wurden festgenommen.

Anläßlich eines Propagandamarsches der SA in Mühlhcim konnte ein kommunistischer Ban­dit rechtzeitig festgenommen werden. Der Moskauer Fremdenlegionär trug «iür« geladene Armeepistole und gefülltes Reserven,aga-iu bei

sich.

(Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleitung)

Berlin, 17. Februar. In der Berliner Aus­gabe des „Völkischen Beobachters" vom Freitag sind folgende interessanten Abführungen enthal­ten: „Die sogenannte „Hoheitsregieruug" Braun- Severing regt sich auf, weck ihr die Vertretung Preußens im Reichsrat entzogen worden ist. Sie hat sogar gewagt, eine Klage beim Siaatsgerichts- hof zu erheben. Auch die süddeutschen Länder regen sich auf. Dabei ist es noch nicht drei Jahre her, daß die rote Preußenregicrnng ganz anders dachte.

Im Jahre 1929 tagte i-:i Berlin der Versassungs- ausschuß der sogenannten Länderkonserenz, der über die Rcsvrm des Deutschen Reiches redete: Man dachte damals an die Zerschlagung Preußens in Länder neuerer Ordnung und unterhielt sich unter anderem auch über die Frage, was aus den bisherigen preußische» Reichsrats­stimmen im Falle der Neuorganisation des Reiches werden soll. Damals führte Herr Ministerial­direktor Dr. Brecht im Namen der Preußen- regierung Herrn Otto Brauns folgendes aus:

„Es liegt kein Grund dafür, vor, daß die vier alten Länder einen Teil der Stimmen der nord­

deutschen Länder führen, sondern wenn deren Stimmenanteil durchschnitten wird, so kann dies nur zugunsten der Zentrale der RcichsregierunF geschehen."

Das heißt also eine» Teil der bisherigen preus ßischcn Stimmen wollte die Regierung Braun der Reichsregierung zuschustern. Das hieß nämlich der, R e i ch s in n e n m i n i st c r S e v e r i n g glaubtv fest im Sattel zu sitze». Bei der Begründung sei-^ ner Ansicht ging Herr Brecht sogar so weit, daß er aus den Bundesrat des alten Kaiserreiches ver­wies, iu dem der Reichskanzler als preußischer Minister ebenfalls die preußischen Bundesratsstim­men für die Reichsregierung abgegeben hat.

In derselben Sitzung, in der Herr Brecht das vorschlug, was die rote „Hoheitsregierung" jetzt verurteilt, trat auch der damalige demokratisches thüringische Staatsmnnster Dr. Pausten dafür ein, daß ein Teil der preußischen Stimmen int Rcichsrat auf die Reichsregierung übergehen sollte: Damals war den roten Herrschaften das, was jetzt die Regierung Hitler getan hat, recht, weil sie da« mals noch in der Macht saßen.

Heute schreien sie Ach und Weh und das ganzst neiutt mau demokratische Prinzipienfestigkeit. .