Ausgabe 
(9.2.1933) Nr. 34
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MG K^r*sQSinung mit üsm ßVianxismus

Der kommende politische Kampf wird von uns »euc, besondere Aufgaben verlangen, mit denen sich jeder rechtzeitig vertraut machen mutz. In allen früheren WahMmpfen standen wir uns feindlich gesonnenen Regierungen gegenüber, die mit ihren verhängnisvollen politischen und wirt­schaftlichen Maßnahmen uns täglich das Auf­klärungsmaterial gaben, was für unsere Propa­ganda notwendig war. Diese unsere bisherige Arbeit schließt mit dem grandiosen Erfolg der Kanzlerschaft unseres Führers Adolf Hitler ab, und wir stehen vor neuen Ausgaben, für die heute einige Gesichtspunkte angedeutet werden sollen.

Wir Nationalsozialisten haben von feher nicht In der Verteidigung, sondern im Angriff gekämpft und so wäre es unsinnig, jetzt versuchen zu wollen, die neue Regierung zu verteidigen, zumal sie selbst stark genug ist und ihre Maßnahmen jeden: Volksgenossen einleuchten, als daß es uottvendig wäre, sich schützend vor sie zu stellen.

Unser Kampfziel für diesen Wahlkamps ist und bleibt der Marxismus in alle« feinen Spielarten einschließlich seiner Zuhälter.

Ikw gilt es in seiner ganzen Volksverderbenden, wirtschaftszerstörenden Ungeistigkeit zu entlarven. Aber auch hier werden wir uns nicht von tages- politischen Ereignissen leiten lassen, sondern große Gesichtspunkte 'voranstellen, die jedem Deutschen sofort einleuchten und die dazu geeignet find, den Wahlkamps auf eine weltanschauliche Basis zu leiten, auf der uns keiner unserer Gegner ge- vachse» ist.

Ficht ist die Zeit gekommen, Abrechnung zu haltte, über M, 46 Jähre deutscher Geschichte, u»deutscher Geschichte, in der der Marxismus vor, wahrend und nach dem Weltkrieg Deutsch­lands Machtstellung in politischer und wirt­schaftlicher, vor allem aber in kultureller Be­ziehung zerstört hat.

An erster Stelle ist die Tatsache zu nennen, daß der Marxismus schon in feinen ersten Kämpfen sich nicht für das Wohl und Wehe der deutschen Ar­beiterschaft einsetzte, nicht den Versuch machte, ihnen im Vaterland den Platz zu erkämpfen, den wir Nationalsozialisten ihnen heute schon ge­sichert haben, sondern einen Keil trieb zwischen Arbeiterschaft und Vaterland, ihnen die wichtigsten Bindungen zwischen Heimat, Familie und Volk stahl, sie entwurzelte und so sie schließlich zum Spielball leihkapitalistsscher Interessen werden ließ, denn heute nicht nur die sechs Millionen Arbeits­lose, sondern jeder schaffende Mensch in Deutsch­land ausgesetzt ist. Hier liegt wohl das größte Verbrechen des Marxismus und alle anderen Un­taten finden ihre Begründung in dieser vater- londslosen, deutschfeindlichen Einstellung der So- zialdemokratie. Das toktsche Ziel mag sich lm Laufe der Jahre geändert haben, aber noch ist ein Künstler Mitglied der fvzielldcmvkratrschen Reichs­tagsfraktion, dem der Verrat deutscher Lebensinter- rffeu Ehrensache ist. Und noch läßt man den um sein Schicksal bangenden deutschen Arbeiter die Internationale singen, obwohl man an verant­

wortlicher Stelle genau weiß, Latz die internationa­len Kräfte Deutschland durch das Versailler Diktat zu Grunde richteten.

Mit der seelischen Vergiftung des deutschen Volkes begnügte sich der Marxismus nicht. Schon lange vor dem Kriege benutzte er jede Gelegen­heit, die Wehrmacht des deutschen Volles zu schwache«, sei es Lurch wehrfeiudliche Propaganda, durch Landesverrat oder durch parlamentarische Ablehnung notwendiger Wehrvorlageu. So wurde 1912 im Reichstag die Neuaufstellnug von zwei Armeekorps abgelehnt, die in der Marneschlacht fehlten und die dem Krieg einen völlig anderen Ausgang hätten geben können. Wir wölkn heute jedem deutschen Arbeiter vergegenwärtigen, wieviel Rot, Kummer und Elend dem deutschen Volle er­spart geblieben wäre, weune eine siegreiche Marne­schlacht den Krieg günstig um- frühzeitig wendet hätte.

Als dann unser Volk an allen Landssgranzen um seine Existenz kämpfte, da begannen die gleichen marxistischen Kräfte den Widerstand der Heimat zu unterhöhlen, und wenn man auch der damaligen Regierung nicht den Vorwurf ersparen kann, nicht Lurchgegriffen zu haben, so blieben die Verbrecher doch die Männer, die den Dolchstoß führten und nach der Revolution 14 Jahre lang in hohe« Stellen ihr Zerstörungswerk fortsetzten. Wir werden unseren Parteigenossen rechtzeitig das erforderliche authentische Material geben, um auf­klärend gerade in den Kreisen zu wirken, die durch den Volksverrat des Marxismus während des Weltkrieges all das Elend erlitten haben, dein wir 14 Jahre hindurch ausgesetzt waren.

Das gleiche trifft für die Kriegsschuldluge zu, die bekanntlich die Grundlage für das Versailler Schanddiktat ist. Auch hier können wir den Beweis erbringen, daß die Sozialdemokratie bereits im .Sommer 1917 durch lügenhafte Entstellungen politischer Vorgänge der Entente Material lieferte, aus dem dann die Kriegsschuldluge konstruiert wurde. Auf der internationalen Konferenz in Stockholm im Sommer 1917 haben sozialdemo- kratische Abgeordnete zum ersten Male von der deutschen Kriegsschuld gesprochen und Behauptun­gen aufgestellt, die sofort von der feindlichen Presse aufgegriffen wurden, so von derTimes", die am 28. Juli iu großer Aufmachung die Rede des Ne'lchstagsabgeordneten Haase wiedergab, so die Depeobs cke Toulouse", die am 31. Juli 1917 unter der bezeichneten UeberschristDer schuldige Urheber" sich den sozialdemokratischen Landes­verrat zunutze machte. Auch hier werden wir mit historisch begründeten Einzelheiten unseren Le­sern an die Hand geben.

Wir erinnern heute ferner an die Tatsache, daß jeglicher Berständigungsflleden 1918 unmöglich gemacht wurde, weil der Marxismus dem deut­schen Heer die Masse« aus der Hand schlug, weil er in dem Augenblick eine Revolution entsesselte, die in dem alles daraus ankam, dem selbst völlig erschöpften Feinde zum mindesten moralische« Widerstand zu leisten. Es ist nicht nötig, 'sich

darüber r» streite», ich wir den Krieg gewönne« oder verloren Hütten, aber es muß jedem Volks­genossen immer wieder zum Bewußtsein gebracht werden, daß eine starke deutsche Regierung und ei« intaktes Heer, das am Rhein unter Waffen stchm blieb, einen völlig anderen Frieden erreicht hätte, als den, den wir mit Hilfe des Marxismus auf uns nehmen mutzte».

Hat so die Sozialdemokratie aus außenpolitischem Gebiet alles getan, um das deutsche Volk einem Hungerdasein entgegen zu führen, so versäumte sie in den folgenden Jahren auch auf innerpoliti­schem Gebiet nichts, was ihr zweckmäßig zur Zer­störung des Deutschen Reiches schien. Erst in die­sen Tagen ist es Adolf Hitler gelungen, den Zwie­spalt Reich Preußen endgültig durch das Fort­jagen der Braun-Severing-Regierung zn beseitigen. And noch jetzt versucht die Sozialdemokratie diesen Zustand mit Hilfe des Reichsgerichts wieder herzu­stellen. Bereits am 25. April 1915 wurde in Paris der Preis für den künftigen Sieg Frank­reichs folgendermaßen formuliert:

Nehmen wir einmal an, daß nach dem Kriege vou 19141915 die siegreichen Verbünde­ten beschließen würden, daß der Reichstag das Recht hatte, die Ministerien zu stürzon, und daß im Bundesrat jedes Land gleiches Stimmrecht hätte, anstatt lmß die Mehrheit der Stimmen Preußen gehörte, dann hätte man den gleichen Zustand wie im 17. Jahrhundert, als Frank­reich sich in dir deutschen Verhältnisse einmischte, um Deutschland eine liberale Verfassung zu geben, ine bestimmt war, ine deutsche Anarchie zu erhalten."

Auch hier ist also die deutsche Svzialdemo- kratie die beste Bvikämpselln französischer Machtpvlillik gewesen. Aber nicht nur auf dem Gebiete der Reichsverfassung, auf dem der Ver­waltung, auf dem der Steuergesetzgebung hat die Sozialdemokratie alles getan, um die Fun­damente des deutschen! Reiches zu zerstören und jeden Aufstieg für alle Zukunft unmöglich zu machen. Schwerer wiegt die bislang amtlich ^betriebene Vergiftung der deutschen Volksseele, die amtlich betriebene Korruption, die die Gerechtigkeit als Grundlage jedes Staates zer­störte und der amtlich betriebene Landes­verrat, dem wir alle die Schicksalsschläge verdanken, die von der Inflation bis zum Joungplan führte».

Es ist jedes Parteigenossen Pflicht, sich diese Vorgänge wieder ins Gedächtnis zu rufen und keinen Lag und keine Stunde vergehen zu las­sen, in der er nicht über diese Dinge mit Volks­genossen spricht,, die noch immer nicht begrif­fen haben, wie sehr ihr eigenes Schicksal von einem starken und gesunden Vaterlanh abhän­gig ist. Der empörende Diebstahl der Regie­rung BraunSedering in Höhe von zwei Alll- liouen Mark Steuergeldern gibt einen aktuel­len Beiveis für die moralische Minderwertigkeit marxistischer Regierungen. Darüber hinaus aber sei wieder an die Barmat, Kntisker, Skla- reks, Boeß, Brvlat, Gebrüder Rätter erinnert, ,die nachweisbar alle entweder selbst Sozial- demokraten waren, oder mit Hilfe der Sozial- demokralle ihr verbrecherisches Handwerk trei­ben könnten. >

Menü so auf.der einen Seite versucht wurde, die noch vorhandenen Lebenskräfte des deut­schen Silkes zu zerstörem so ist es selbstver­ständlich, daß auf der anderen Seite erst recht nichts unternommen wurde, um die sittlichen und seelischen Kräfte der Natwn zu heben und zu stärken. Jede Regung, sich wieder behaup­

te»! M Wollen in den politychsn und wirt­schaftlichen Kämpfen der Völker untereinander wurde brutal unterdrückt und es hat iu den letzten 14 Jahren Wohl keinen deutschen Man» gegeben, der nicht um seiner Vaterlandsliebe und Opferbereitschaft willen von deutschen Re­gierungen geschmäht, geknebelt, ins Gefängnis geworfen dorr gar dem Feinde ausgeliefert worden ist.

In diesem Zusammenhang sei auch noch ein­mal kurz auf den BremerSenat verwiesen^ dem wir vor einigen Tagen vorwarfen, daß eil den für die bremische Bürgerschaft gefallener^ Pvlizeiwachllneister Lalle heimlich über dies Landesgrenze schaffte, ohne durch eine würdig«! selbstverständlich gänzlich unpolitische Tranesikundgebung der bremischen Beamten­schaft und darüber hinaus der gesamten Be­völkerung eindringlich vor Augen zu führen« daß der Staat die Opferbereitschaft seiner Be­amten anerkennt und zu würdigen weiß. Aul dieser Auffassung ändert auch nichts die Tat­sache, daß nachher in Lingeu» denf Heimatort des Gefallenen, eins TraUerfeier stattfand, an der di« Spitzen der bremischen Behörde» und eine beschränkte Anzahl bre­mische r Schupvbeamter teilnah­men. Die deutsche Reichsregierung hat dem Polizeibeamten ZaUritz in Berlin eine würdige Totenfeier gewidmet, obwohl dieser Beamte nachher gleichfalls in seinen Heimatort über­geführt worden ist, in dem außerdem «n« selbstverständliche Beisetzungsfeiellichkeit durch­geführt wurde.

Damit haben wir heute einige Gesichtspunkte angedeutet, die in diesem Wahlkampf» vor al­lem in der Mundpropaganda, in den Vorder­grund gestellt werden müssen. Es geht diesmal weder um parteipolitische Erwägungen noch um tagespolitische Ivagen, sondern uns wird zum> letzten Male Gelegenheit gegeben, als Wähler­schaft sich zu Deutschland und seinem Aufbau zn bekennen oder. nochmals zn beweisen, durch 14 Jahre Rot und Elend nichts hinzugelernt zn haben.

*

Genau wie dieBremer Nachrichten" vor wenigen Tagen, versucht heute dieWeser- Zeitung" durch eine persönliche Anrempelet unseres Hauptschriftleiters den sachlichen, ihr unangenehmen Angriffen aus dem Wege zu gehen. Wir haben keine Veranlassung, in der gleichen Tonart zu antworten, weil es uns nicht auf persönliche Herabsetzung einzelner sondern auf die Kennzeichnung den Gesinnung beider Blätter ankommt.

Wenn sich dieWeser-Zeitung" besonders darüber entrüstet, Laß wir ihr eine gewisse Abhängigkeit von dem marxistisch beeinfluß­ten Senat vorwerfen, und damit zugleich andeuten, daß der Verlag seinen geschäft­lichen Vorteil zu wahren weiß, so dürfen wir beispielsweise an den Karstadt-Wurst­skandal in Vraunschweig erinnern, der fast völlig verschwiegen wurde und wir kennen einen besonders treffenden Fall in Bremen, bei dem eine wichtige Neuerscheinung aus dem bremischen Wirtschaftsleben nur des­halb nicht von der Redaktion besprochen wurde weil der Druckauftrag für dieses Buch einer anderen Druckerei gegeben wurde.

Die politische Abhängigkeit der Sch-üne- mann-Presse von der marxistisch beeinfluß­ten Regierung wird erst neuerdings dadurch

Lltzmamr-Vevfammlimg

Vorverkauf: Geschäftsstelle Rcnbertistr., BAZ, Papenstr., Brauner Laden, Bahnhofstr., Bolenz, Schüsselkorb. Odewald, Pappelstr. Litzmann weiht anschl. Sturmfahnen d. Sta. 75

am Freitag, lO.Febr., abends 20.30 Ahr

;m Gafino