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„Wild wsi*r>sn wsi*1sn UNÄ unsvps Svnssn gssoklißisn ksltsn"
Drahtbericht unseres an der Wohlfahrt Adolf Hitlers teilnehmenden Sonderbericht-- ierstatkers.
Detrnold, 8. Januar. So ziehen wir auch itn die neue Wahlkampfwoche mit der Parole: macht frei das Hermannsland! Unsere Trommeln wirbeln, unsere Fahnen flattern Und die braunen Bataillone marschieren.
Eine gewaltige Kundgebung der Heimarbeiter in Hoherthausen. Diese Menschen hier wissen, daß auch in Lippe Schluß mit dem roten verderbenbringenden System gemacht werden muß. 48 Stunden Heimarbeit für 15 Mark geben mehr zu denken als ein rosiger Aufsatz in dem üblen Volksblatt. Auch die Männer von Kalldorf, die sich in zwei Sälen des kleinen arm- jsoligen Fleckchens zusammengefunden haben, haben auf ihrem kärglichen Anwesen !tn 16 Jahren genug Armut und Elend zu jspüren bekommen, als daß sie sich noch weiter an lügenhaften Leitartikeln der Systemjournaille berauschen könnten. —Die verwaisten Sägewerke, die vernichteten Fabriken, die verschuldeten Kotten, die vielen Arbeitsämter, die leeren Kassen, die zermürbten Gesichter, die unterernährten Kinder, die h'.mgernden Münder lassen sich nicht mit Phrasen trösten.
In seinen mitreißenden Ausführungen zur politischen Lag-e umriß der Führer das graue, trübe Bild der bisherigen willkürlichen Rettungsversuche:
„Die Wiederzusammensügung des deutschen Volkes kann nicht mehr von oben, sondern nur noch von unten heraus erfolgen, wer ldie Verkalkung durch Vorurteile schon zu weit vorgeschritten ist. Der neue Staat der Autorität, der Disziplin und der Kampfentschlossenheit wird bereits in dieser Bewegung aufgebaut sein, wenn sie die Demokratie ablöst. Eines ist uns gewiß, man soll niemals mähen bevor das Korn reif ist. Wir werden warten und unsere Sense« geschliffen halten."
Detmold, 8. Januar. Wie glühende Würmchen auf einer Schnur zieht sich die Lichterkette der schwelenden Fackeln. So leitet seine SS. den Führer durch die lebenden Mauern hindurch, feierlich in die Halle.
Nach jubelndem, Aicht endentvollendem Begeisterungssturm wird es endlich still in den Hallen. Nun sitzen sie andächtig wie in der Kirche auf ihren Sitzen, schauen vornübergebeugt und lauschen versunken.
Es ist immer wieder das große herrliche Erlebnis: der Führer! Jeden einzelnen
packt er, redet nur für ihn, sieht nur ihn und reiht ihn mit durch seinen Einfluß, der srch nicht in Worte Neiden läßt. Das Wort hat der Führer:
„Es ist, als ob diese Regierungen von einem förmlichen Unglück verfolgt werden.
Was sie auch angreifen, alles geht schief. Das ist kein Wunder, das muß so sein, selbst wenn sie die besten Absichten haben, denn es fehlt ihnen das Instrument, ihre Pläne zu verwirklichen: die Heilung der schweren Katastrophe, von der unser Volk heimgesucht wird, ist nicht durch Notverordnungen möglich, sondern nur aus der Lrefe des Volkes heraus.
Ich habe eine Bewegung erzogen, in der rch von Anfang an vom kleinsten bis zum größten die Demokratie verbannte und durch Autorität ersetzt habe. Ich baue in dieser neuen Gemeinschaft den Geist der blntm essenden völkischen Gemeinschaft auf!
Daß ich regiere, das ist nicht wichtig, aber wichtig ist, daß das deutsche Volk wieder einmal schlagkräftig wird. Ich habe die feste Ueberzeugung, daß das deutsche Volk seiner Leiden Herr werden wird, wenn es der Zwietracht Herr wird."
Linst«,viligs Vsp-ügung gvgsn itis i»otsn VsnieumrSei*
Dresden, 8. Jan. Die 16. Zivilkammer des Landgerichts Dresden hat eine einstweilige
Verfügung erlassen, durch die der Dezirks- gruppe Sachsen-Ost der Sozialdemokratischeu Partei verboten wird, die Broschüre „Feme über Dresden — Ist Hitler mitschuldig?" zu verbreiten und öffentlich in Druck oder Schrift Behauptungen auszustellen, der Antragsteller Hitler sei der intellektuelle Urheber des Mordes an Hentsch in Dresden, oder er habe die Zusammenhänge des Falle Hontsch gekannt und gewußt, daß Hentsch einer „Feme" seiner Partei zum Opser gefallen sei»
VIs Istrls k^ski'l üss undsksnnlsn
Hi'bsilsi'iungsn
Lins^ lisl — IMMansn tasten »n svins Ttsiis
(Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung)
Berlin, 7. Januar. Tiefe graue Wolken hingen über der Reichshauptstadt. Ein feiner Regen stäubte hernieder, eine traurige Stimmung.
Durch die Straßen zogen sie, die kampferprobten Kolonnen der nationalsozialistischen Sturmsoldaten, die frische Jugend der HJ-, die strammen Gestalten der SS. Dumpf klangen die Trommelwirbel durch die Straßen der Reichshauptstadt, dumpf klangen die Tritte der Zehntausend- auf dein kalten Pflaster.
Von den Schäften der nationalsozialistischen Freiheitszeichen wehten die Trauerflors, wehten jene Zeichen, die von Opfer und Kampf, von Sterben und Tod künden.
Walter Wagnitz trugen wir zu Grabe, den unbekannten Arbeiterjungen aus dem Berliner Wed- ding, den jungen Stürmer und Kämpfer, der vielleicht nicht verstandesmäßig, aber gefühlsmäßig wußte, wo sein Platz war, der in unseren Reihen in der Armee der deutschen Revolution mitkämpfte und mitlitt, mitsiegte und starb. Wer kannte ihn noch vor einigen Tagen, den 16jährigen Arbeiterjungen aus dem Berliner Wedding, seine Kameraden, ein Paar Freunde, aber sonst niemand.
An der Wende zum neuen Jahr traf ihn der Mordstahl, in der Nacht, da das neue Jahr begann, da hauchte er sein junge Leben aus, da trat er ein in den Sturm unseres unvergeßlichen Horst Wessel, da wurde auch er zu einem Zeugen unserer Idee, zu einem Zeugen unseres Kampfes, zu einem Zeugen, der seine Treue und seinen Glauben mit dem Höchsten besiegelt hatte, was ein Mensch besitzt, mit seinem jungen Leben.
*
Endlos marschierten sie, die braunen Kolonnen, dumpf klangen die Trommeln, feierlich die Posaunen. Ein Wald von roten Fahnen mit dem weißen Feld und dem schwarzen Hakenkreuz wogte durch die Straßen und durch die Gassen. Von Fackelträgern eskortiert der Wagen, der das barg, was von Walter Wagnitz sterblich ist. 4 Pferde zogen die Leiche des gemordeten Jungen, den man begrub, wie man in früheren Jahren einen König begraben hatte.
Und hinter dem Leichenwagen, hinter dem Sarg, auf dem die Farben der deutschen Freiheit leuchteten, da schritten- die 2 Menschen, denen ein feiger Mörder das nahm, was ihnen Inhalt ihres Lebens war, ihren Jungen, ihr Kind, für das sie gedarbt und gehungert hatten, sür dessen Zukunft sie alles hergaben.
Kolonne auf Kolonne rückte heran. Kein Wort, kein Lied klang zu den kalten Mauern der Häuser empor. Die Fäuste waren geballt, hart die Blicke
unserer SA-Männer unter dem Mützenschirm, hart der Zug, den die Soldaten der deutschen Revolution um den Mund hatten.
Zehntausende schritten vor und hinter dem Sarg. Hunderttausende stauten sich in den Siraßcn. Mauern von Menschen standen und grüßten den toten jungen Kämpfer, grüßte den toten Arbeiter- jungen Walter Wagnitz. Stumm nahmen sie die Hüte von den Köpfen, stumm erhoben sie die Hand zum letzten Gruß.
Fein stäubte der Regen aus dem grauen Himmel, dumpf klangen die Trommeln.
Auch draußen, auf der grünen Insel inmitten der grauen Steinwüste, auf dem Friedhof standen die Massen. Tausende, Abertausende standen und harrten tm Regen in eisernem Schweigen.
Langsam senkte sich die Dämmerung über den Friedhof. Alle Konturen verschwanden. Dürr!) das Spalier der zu Standbildern erstarrten SS.-Leute wurde der Sarg getragen. Fackeln flammten am Grabe auf und jenes Lied erklang, mit dem wir schon so manchen unserer Besten der kühlen Erde übergeben haben, das Lied vom guten Kameraden. Die Fahnen und Standarten, die Wimpel senkten sich. Stumm standen die Tausende mit erhobenem Arm. Aus der Ferne, aus der Stadt drangen verwehte Klänge von Glocken.
Dann sprach der Pfarrer, warme herzliche Worte fand der Geistliche.
Es war ein evangelischer Pfarrer, der sprach, obgleich der Arbeiterjunge Walter Wagnitz ein treuer Sohn der katholischen Kirche gewesen war. Aber man hatte dem armen, vom Mörderftahl zersetzten Leib des 16jährigen Jungen die letzten Ehren der katholische« Kirche verweigert, man wollte ihn einscharren lassen, ohne Gebet und ohne Segen, wie einen Marodeur, wie einen räudigen Hund, den man totgeschlagen hatte.
Warum?
„Weil er sich zum Nationalsozialismus bekannt hatte", weil er mit der ganzen Inbrunst seines jungen Herzens für sein Volk, für seine Heimat stritt, weil er sein Volk über alles liebte und weil er sich einsetzte für die Idee, die die Zukunft des deutschen Volkes gestalten wird und gestalten Muß, weil es sonst kein Deutschland mehr geben wirrd.
Bitter zu werden, ist keine Zeit. Aber nicht zu vergessen wird immer Zeit sein!
Aus dem Dunkel des Friedhoss hinaus in das blendende Licht der Straßen de: Weltstadt. Die Gestalten strafften sich, die Kolonnen faßten Tritt, die Trommeln wirbelten, die Hörer gellten, die regennaßen Fahnen bauschten sich im Abendwinde.
Die SA. marschierte!
Hinein in das Leben, hinein in die Stadt.
Stundenlang marschierte die braune Schlange durch die Straßen. Stundenlang Langen die Lieder der deutschen Revolution über den Asphalt der Reichshauptstadt. Gruppe für Gruppe, Standarte für Standarte, Sturm für Sturm zog vorbei, mit wehenden Fahnen, in den Lustgarten zum neuen Bekenntnis, zum neuen Gelöbnis, zum neuen Kampf!
*
Zehntausende standen dicht gedrängt, als die ersten Formattonen der SA. und SS. im Lustgarten aufmarschierten. Stunden dauerte der An« marsch der braunen Front, bis daß, als sich der Abend senkte, auf dem historischen Ausmarschplatz der Reichshauptstadt wohl an hunderttausend Volksgenossen standen, um dem Willen des nationalsozialistischen Deutschland machtvoll Ausdruck zu verleihen, über die Gräber hinweg zum Siege zu schreiten.
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Seine ersten Motte sind noch einmal dem Gedenken unseres Walter Wagnitz gewidmet. Humanität sagen die anderen, indem sie sie für sich fordern, so rief der Berliner Gauleiter aus, und während sie die Humanität verlangten, sank einer nach dem anderen von den klüftigen sterbend auf deutsche Erde. 356 haben sie gemordet und diejenigen, die die Humanität im Munde führten, haben geschwiegen. Wir wissen, wo die intellektuellen Urheber dieser Morde zu suchen sind. Wir misten, daß das amtliche Deutschland uns 13 Jahre lang für vogelsrei erachtet hat. Aber einmal muß der Tag kommen an dem wir, Gewalt gegen Gewalt setzend, ihnen zurufen: Bis hierher und nicht weiter!
Unsere Geduld hat ein Ende. Bald muß dt« Stunde kommen, in der eine gequälte Nation aussteht und im Namen ihrer Toten das Recht auf das Leben fordert. Wir sind die Avantgarde der deutschen Revolution und wir werden nicht ruhen, noch «rasten, diese Stunde vorzubereiten Heute versuchen sie uns anseinanderznreden. Si« wissen, daß sie verloren sind, wenn wir zusammenhalten und Deutschland muß erkennen, daß das Chaos hereinbrechen muß, wenn wir nicht mehr sein werden. Sie wollen uns, so rief Pg. Goebbels, leidenschaftlich aus, von unserem Führer trennen. Niemals aber wird es ihnen ge- lingen können, das, was heute noch ihre einzigst« Rettung sein könnte, wahrzumachen.
350 Nationalsozialisten fielen im Kampse um du Idee. Sie fielen für ihren Führer und Blul kittet. Die Herren in der Wilhekmftraße solle« sich keinen Illusionen hingeben: Hier beißen sie auf Granit. Niemals wird es ihnen gelingen können, den deutschen Arbeiter von dem Manne zu trennen, der allein heute noch in der Lage ist, die Nation zum Licht zu führen. Viele Kanzler haben sich an uns versucht und sie alle haben wir in den Staub gezwungen. Tritt gefaßt Kameraden. Wir marschieren: über Gräber vorwärts!
Zehntausende Arme reckten sich und als Gelöbnis brauste das Lied unseres unvergeßlichen Horst Wessel über die Kopse der Zehntausend« hinweg. Wieder marschierten die braunen Kolonnen der deutschen Revolution über den Asphalt der Millionenstadt dem Tage entgegen, an dem sie zum letzten Entscheidungskamps antreten werden.
Um Oskpnsuüsns Wßsrßsn- vvnsmigung mit rism Ksiek
Eröffnung der Ostpreußen-Ausstellung.
Berlin .8. Jan- Am Sonntagvormittag wurde im Zentralinstitut sür Erziehung und Unterricht die „A usstellung Ostpreußen — was e.s leidet, was es leistet" «t Anwesenheit von hohen Vertretern der Reichs-, Staats- und Stadtbehövden sowie viele» Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens seierlichjl eröffnet.
Der Landeshauptmann der Provinz Ostpreußen, Dr. Blunk, eröffnete die Ausstellung mit -einer Ansprache, in der er diese Schau «M
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