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von dem wir wissen, daß es zu tun pot»
Von unserem an der Wahlfahrt Adolf Hitlers teilnehmenden Sonderberi chterstattcr Detmold, 5. Januar. Nun rollt die Ver- fammlungslawine. Schon der Auftakt ein voller, ein großer Erfolg. Der Führer hat .sich selbst eingesetzt und so sind die riesigen Zelte vor den Toren und in den Städten wie immer bei Hitler-Versammlungen überfüllt. Schon ein Erstaunen in Bösingfeld. Dieses kleine Städtchen mit knapp 2000 Einwohnern hatte in einer gewaltigen Zeltstadt über 8908 Menschen mobil gemacht Vnd in Detmold sind über 18888 zusammengekommen, um den Führer zu sehen und zu hören. Die Ankunft des Führers verschiebt sich bis gegen Mitternacht, aber sie warten unentwegt und weichen nicht von ihren Plätzen, die sie seit den frühen Nachmittagsstunden eingenommen haben.
So erreicht uns dann das Verbot aller Umzüge und Versammlungen unter freiem Himmel. Der Sozi wird nervös!
Dieses Versammlungsverbot, in den Beginn unseres Wahlkampfes gestellt, wird Uns nicht schrecken können. Wir haben 14 Jahre lang eine Verbotswelle schwerster Art über uns ergehen lassen müssen.
Adolf Hitler führte in seiner Rede etwa folgendes aus: "
„Was die nationalsozialistische Bewegung ins Leben gerufen hat, ist die Sehnsucht nach einer wahren Gemeinschaft des deutschen Volkes, die jahrhundertelang die Besten der Nation bewegt hat. Diese Bewegung gibt uns etwas, das man nicht in Worte «assen, sondern imr empfinden kann und
Berlin, 5. Januar (Drähtber. u. Berl. Schriftl.) Der Aeltestenrat des Deutschen Reichstages trat gestern nachmittag zusammen, um über die Einberufung des Reichstages zu beraten. Unsere Fraktion hatte beantragt, den Termin für die nächste Sitzung der Entscheidung des Präsidenten Pg. Goe- ring zu überlassen. Die Systemparteien glaubten diesem Antrage aber widersprechen zu müssen. Nach langer fruchtloser Debatte einigte man sich schließlich dann aus den 24. Januar als nächsten Sitzu-ngstag. Die Tagungsordnung wird in einer am 20. Januar stattfindenden Aeltestenratssitzung festgesetzt werden.
Die nationalsozialistische Fraltion wird für den nächsten Tagungsabschnitt Mihtrauensanträge gegen das Kabinett von Schleicher einbringen. Der Kamps gegen den Nachfolger des Herrn von Pa- pcn ist damit eröffnet und dürfte im Parlament in ein akutes Stadium treten. Die nat.-soz. Bewegung, die jetzt nach Ablauf des Burgfriedens die Möglichkeit hat, die schaffenden Schichten des Volkes zum Kamps gegen das System der Halbheit aufzurufen, weiß, daß bis zum Zusammentritt des Reichstages noch mehr als jetzt schon der restlose Zusammenbruch der Schleicher'schen Politik offenbar sein wird. Das sich gegenseitig be-
wendig ist.
Wenn ich heute vor der Alternative stände Reichskanzler zu werden, aber dadurch nicht mehr Arbeiter zu erobern als bisher, oder umgekehrt, nicht zu regieren, aber im Laiche der nächsten Monate Millionen neuer arbeitender Menschen der Nation zuzuführen, dann würde ich sagen: behaltet die Regierung, ich greise nach dem Volke! Die Tür gur Wilhelmstraße werde ich mir dann über kurz oder lang schon aufsperren.
Wenn wir um den deutschen Menschen ringen, dann tun wir es letzten Endes, weil wir ihn zu der großen schicksalhaften Aufgabe bewegen wollen, als Volk sich zu einigen und damit die Nation zu befreien. Wenn die Bürger heute unsere Bewegung lästern nnd fragen, warum greifen Sie nicht nur die Marxisten, sondern auch die Bürgerlichen an, dann gebe ich ihnen zur Antwort, weil es keinen Marxisten gibt und niemals gegeben hätte, wenn nicht vorher bürgerliche Parteien gewesen wären.
Meine Gegner haben ein Menschenalter Zeit gehabt. Ich habe 13 Jahre gearbeitet, 13 Jahre nur im Kampfe oder im Gefängnis für Deutschland zugebracht und die Volksgemeinschaft dieser Bewegung geschaffen. Was haben denn meine Krittler, die diese Ausgabe auch haben lösen können, in dieser Zeit zustande gebracht?
Die Regierung Schleicher wird die Regierung Papen fortsetzen und wird genau dort enden, wo die Regierung Papen endet. Ich habe es abgelehnt Minister ohne Porte-
kiimpsende Kabinett wird sich bis zum Zusammentritt der deutschen Volksvertretung selbst so zermürbt haben, daß es nur noch eines letzten An- sturmes bedarf, um auch dieses Kabinett hinwegzufegen.
Wir fürchten keinen Kampf. Der Nationalsozialismus ist es, der Bastion um Bastion der feindlichen Stellungen im kühnen Angriff genommen hat. Der Nationalsozialismus hat in den letzten Jahren da entscheidend seine Hand im Spiele gehabt, wo entweder positiv Aufbauendes geleistet wurde oder wo Krankheitserscheinungen beseitigt wurden, die den. gesamten Organismus anzu- kränkeln drohten.
Wir wissen, daß das System der bürgerlich- liberalistisch-kapitalistischen Welt in Herrn von Schleicher ihren letzten Exponenten herausgestellt hat. Wir wisse«, -atz nach dem Abgang Schleichers nichts mehr da sein wird, das es wagen könnte, ein System zu galvanisieren, das mit Fug und Recht längst der Vergangenheit mrgehüren müßte.
Wir wissen um die Bedeutung der Entscheidungen, die jetzt fallen werden und gerade unter Würdigung dieser Bedeutung bestimmen wir den Kampfbeginn, bestimmen wir die Kampfesart.
feuille zu werden. Richt weil ich die Verantwortung scheue, sondern weil der Weg in den Sumpf führt. Niemals lasse ich mich und die Bewegung mit Halbheiten abspeisen, und wenn sie sagen: dann lösen wir wieder auf: Tut es! und macht es. Es ist letzten Endes gleichgültig, wieviel Prozent des Volkes Geschichte machen, wesentlich ist nur, daß die letzten, die in Deutschland Geschichte machen, wir sind!
Wir werden nicht müde und gehen unseren Weg unentwegt bis zum Ende.
Paris, 4. Januar. Die Brandkatastrophe des französischen Dampfers „Atlantique" hat, wie nunmehr feststeht, doch etwa 30 Todesopfer gefordert. In Cherbourg traf in den Abendstunden des Mittwoch der erste Hilssdampfer mit den Geretteten ein, unter denen sich auch der Kapitän der „Atlan- ttqne" befindet.
Er erklärte, daß er gegen 314 Nhr morgens auf eine außerordentlich starke Rauchentwicklung aufmerksam geworden sei, die aus den unbewohnten Kabinen 1. Klasse aufstieg. Gegen 5 Uhr morgens hätten die Flammen bereits die Taue erreicht, mit denen die Rettungsboote festgemacht waren und eine Stunde später habe er der Mannschaft Befehl erteilen müssen, das brennende Schiff zu verlassen. Erst in diesem Augenblick habe er festgestellt, daß etwa 30 Mann fehlten, die entweder verbrannt, erstickt oder durch herabstürzende Eisenteile erschlagen worden seien. Ueber die Ursache des Unglücks konnte der Kapitän keinerlei Mitteilungen Machen.
Die Katastrophe erinnert in vielem an das furchtbare Brandunglück, von dem im vorigen Jahr der französische Passagierdampfer „Georges Philippar" im Golf von Aden betroffen wurde. Damals kamen 52 Personen «ms Leben. Noch in frischer Erinnerung ist auch der Untergang des französischen Bäderdampfers „St. Philbert", der im Juni 1931 an der Mündung der Loire mit vielen hundert Fahrgästen sank. Mehr als 390 Personen, darunter viele Frauen und Kinder, fanden den Tod in den Wellen.
Neben der Handelsschiffahrt wurde auch die französische Kriegsmarine von einer ganzen Reihe von Katastrophen heimgesucht. So ging das französische U-Boot „Promethee" am 7. Juli vorigen Jahres auf der Höhe von Cherbourg, unweit des jetzigen Unglücksortes, während eines Manövers aus bisher noch nicht geklärter Ursache unter. 66 Mann fanden dabei den Tod. Furchtbar war auch die Katastrophe des UBootes „Undine", das am 3. Oktober 1928 gerammt wurde und auf der Höhe von Vigo mit 43 Mann versank. Weiter zurück liegt der Untergang des französischen Panzerschiffes „Libertc", das infolge einer Kesselexplosion unterging, wobei 300 Mann der Besatzung den Tod fanden.
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Hamburg, 4. Januar. Nach einem bei der Hamburg-Amerika Linie eingelaufenen
Schließlich werden wir mit «nserM Glauben, unsere« Opfern, unserer Willenskraft doch siegen.
Und so wird uns auch diese Wahl wieder eine Stufe weiter bringen auf dem Wege, der uns emporgeführt auf dem Wege zur Freiheit!"
Für Donnerstag sind große Massenversammlungen in Leopoldshöhe und Erling- hausen angesetzt. Die Versammlungslawint rollt weiter.
Funllspruch hat das Hapag-Motorschiff „Ruhr* insgesamt 86 Schiffbrüchige des brennenden französischen Riesewdampsers Atlantique an Bord und befindet sich zur Zeit auf dem Wege nach Cherbourg.
In den späten Nachmittagsstunden treibt d-ic Atlantique lichterloh brennend in der Nähe der Kanalinseln und zwar etwa 30 Kilometer westlich von Les Casquets.
Dampfer „Atlantique" kann nunmehr als verloren gelten. Fünf Flugzeuge, die das Schiff in den Nachmiltagsstunden überflogen, haben festgestellt, daß es ein einziges Flammenmeer bildet und unmöglich gerettet werden kann. Die Hilfsschiffe, die von Cherbourg ausgelaufen waren, konnten überhaupt nicht eingreifen, da es ihnen nicht möglich war, nahe genug an das brennend« Schiff heranzufahren, um ihr« Wasserrohre in Tätigkeit zu setzen.
Man erwartet in Cherbourg das Eintreffen des holländischen Dampfers „Achilles", der einen Teil der Besatzung an Bord hat..
Der Schaden, den die französische Handelsflotte durch den Verlust der „Atlantique" erleidet, ist unermeßlich.
Im Marineministerium ist in den Nachmittagsstunden des Mittwoch bereits ein Alksschuß von Sachverständigen zusammengetreten, um die Brandkatastrophe der „Atlantique" im Rahmen der beiden letzten Brandungliickc einer eingehenden Prüfung zu unterziehen.
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Hamburg, »4. Januar. Wie der Kapitän der „Ruhr" der Direktion der Hamburg—Amerika-Linie telegraphierte, hat er in den Morgenstunden des Mittwoch die „Atlantique" bei Quern-seh .'angetroffen. Die „Ruhr" hielt sofort >auf die „Atlantique" zu und setzte sämtlich« Rettungsboote laus. Es gelang, die im Dunkel treibenden vollbesetzten Boote des französischen Dampfers tzu bergen und die Schiffbrüchigen an Bord zu nehmen. Es herrschte frischer Südwestwind, grobe See und hohe Dünung. Insgesamt konnten von der „Ruhr" 86 Mann gerettet werden.
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