Üas amUiche lieg an Ses Senats
^—
Ser Smen Hansestadt vremen
Monats-Bezug: Bei täglichi . ..lich Ueb>
, , , em Erscheinen RM. , 2,3V einschließlich 3V Rps. Zustellungsgebühr: durch die Post
RM. 2,3V einschließlich Uederweisungsgebühr, ausschl. Postbestellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. — Postscheck Hamburg 172 72. — Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz. Bremer Zeitung, Verlagsgesellschaft m. b. H„ Eeeren 6 bis 8 / Fernruf: Sammelnummer Roland 625.
Nr. 126/ 2 . Vierteljahr
Dienstag, den 8 . Mai
Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Rps.. die 7ü-mm-Zeile im Tertteii 7b Rps Ermäßigte Grundpreise (sür Stellengesuche. Familienanzeigen. kleine Anzeigen Vereinsmitteilungen u a.- iowie sonstige Bedingungen laut Preisliste. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr Annahmelchluß IS Uhr Sprechzeit des Verlages werktäglich von 12—13 Uhr, der Schristleitung wer ktäglich von 17 Uhr.
Einzelpreis 19 Rps.
Katastrophe im Kalibergwerk Buggingen
80 Bergleute lm brennenden Schacht
Wieder daheim
L. Bremerhaven, 7. Mai 1934.
Wieder daheim! Wenigstens daheim aus deutscher Erde. Ihr eigenes Heim werden die Teilnehmer der Nordsee-Reise erst im Laufe der heutigen Nacht erreichen. Manchem wird es schwer fallen, sich sofort wieder auf die engen Verhältnisse umzustellen und mancher wird bei seiner Arbeit morgen oder übermorgen zeitweise sich ertappen, wie seine Gedanken plötzlich aufs fern« Meer hinausgeeilt sind. Und an seiner Arbeitsstätte wird er in den Vesperpausen oder abends am -Biertisch seinen Kameraden viel erzählen müssen. Es hat sich ja jeder irgend etwas als Andenken mitgenommen. Und wenn es auch nur eine Speisekarte gewesen ist. „Zeigen mutz man das den Leuten, wie wir hier gelebt haben, sonst glauben sie es gar nicht", meinten die Braven schon am Schiff. Wieviel tausend photo- graphische Aufnahmen sollten wohl in den Tagen in Bremen und auf See gemacht worden sein. Mit viel Liebe, aber auch >mit strenger Selbstkritik, ist jede Aufnahme zustande gekommen! Und Dutze-nd neue Freundschaften sind geschlossen worden, Freundschaften, die vielleicht unter den jungen Damen und Herren hier und da noch zu einem Ehebund führen werden. So wird sich, alles in allem genommen, das Wort Dr. Leys an die Arbeiter erfüllen: „Ihr sollt die Apostel, der neuen Gemeinschaft werden!"
Der Dampfer „Dresden" traf bereits morgens gegen drei Uhr auf der Bremerhavener Reede ein. Nachdem der Dampfer einige Stunden geankert hatte, machte er dann bei vollem Flaggenschmuck um 6.39 Uhr am Columbus-Kai fest. An der Pier hatte sich eine Abordnung der NSBO. und des Marinesturms mit seiner Kapelle eingesunken. Sofort nach dem Anlegen begaben sich Kapitän Müller als Vertreter des Norddeutschen Lloyd, sowie Kapitän Scharf vom Schnelldampfer „Europa" mit seinen Offizieren zur Begrüßung an Bord. Alles war schon auf den Beinen, wohin man blickte, sah man trotz der kurzen Reise braun gebrannte und gut erholte Gesichter. Alle waren begeistert und voll des Lobes über das Gebotene und Gesehene. Nach Verlassen des Dampfers „Dresden" hatten die See-Urlauber noch Gelegenheit, den gerade am Columbus-Pier liegenden Schnelldampfer „Europa" zu besichtigen. Die Teilnehmer werden am Montag in ihre Heimat zurückkehren, während bereits die Ablösungen aus dem Binnenlands, vorzugsweise aus Berlin, im Anmarsch begriffen sind und am Dienstag um 7.30 Uhr die zweite Reise mit der „Dresden" antreten. Der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, begibt sich zunächst nach Bremen, um von hier aus nach Hamburg und München weiterzureisen.
Mit dem Dampfer „Monte Olivia" kehrten am Sonntagabend die Teilnehmer der ersten Urlauberseefahrt der NSE. „Kraft durch Freude" nach Hamburg zurück. Zahlreiche Volksgenossen waren auf Barkassen dem Schiff auf der Unterelbe entgegengefahren, um die Heimkehrer zu begrüßen. Nach der Ausschiffung an der Uebersee- brücke ging es in geschlossenem Zuge durch die Stadt zum Hause der Deutschen Arbeit, wo ein Abschiedsabend für die Fahrtteilnehmer stattfand. In der Nacht zum Montag kehrten die Urlauber in Sonderzügen in ihre Heimat zurück.
Am Montag vormittag ist eine weitere große Gruppe deutscher Volksgenossen aus dem Südwesten des Reiches in Hamburg eingetroffen, um ebenfalls die Schönheiten einer Seereise in einer mehrtägigen Fahrt mit der „Monte Olivia" kennen zu lernen. Die Einschiffung erfolgte am Montagvormittag, am Dienstagvormittag geht das Schiff in See.
Wir möchten unseren Reisebericht nicht schließen, ohne noch einmal im Namen aller Teilnehmer, denen diese Worte aus den Herzen gesprochen sein werden, allen Stellen der NS.- Organisation „Kraft durch Freude" für die vorzügliche Vorbereitung der Reise aufrichtig zu danken. Die mühevolle Arbeit ist sowohl bei den Stellen im Rheinland und Westfalen, wie in Bremen, Oldenburg und Berlin mit viel Liebe und Aufopferung geleistet worden. Dank auch der Reichsbahn für das Entgegenkommen und besonderen Dank dem Norddeutschen Lloyd, der nichts unterlassen hat, diese Reise billig und gut zu gestalten. Dank soll aber auch jenen Firmen in der Westmark ausgesprochen werden, die vorbildlich ihren Urlaubern die Reise ermöglicht haben. Diese Firmen können überzeugt sein, daß sie in ihren Urlaubern die gewissenhaftesten und freudigsten Mitarbeiter haben werden. Und zum Schluß heißester Dank Dr. Ley und seinem Stäbe. Was diese Herren geleistet haben, ging schon fast über die Kräfte hinaus. Dem Führer aber, dem alles zu verdanken ist, gilt das Gelöbnis der Treue. Auf seinem Werke liegt Gottes Segen!
(Der ausführliche Bericht befindet sich im Innern des Blattes.)
Durch Rauchvergiftung ums Leben gekommen
Karlsruhe, 7. Mai.
Im Untertagebetrieb des Kaliwerkes Duggingen ist Montag 1v Uhr ein Grotz- brand ausgebrochen. Durch Bruch eines Pfeilers wurde eine elektrische Leitung durchgeschlagen. Es entstand Kurzschluß. Der größte Teil der Belegschaft konnte sich bis aus 8Ü Mann sofort retten. Nachdem alle Rettungsversuche aussichtslos waren, ist der Schacht abgeriegelt worden, womit das Schicksal der eingeschlossenen Bergleute besiegelt ist.
Nach dem Entschluß, den Vrandschacht abzuriegeln, empfing Oberbergrat Ziervogel vom Bergamt Karlsruhe die Vertreter der Presse und machte Mitteilungen über Ursache und Auswirkung des Unglücks. Der Brand entstand unterhalb der 783-Meter-Sohle und zwar bei der sogenannten „einfallenden Strecke VI" durch Kurzschluß. Es hatte sich ein Schaden im Kabel gezeigt. Der
Sicherungsschalter wurde herausgeschlagen. Der Elektriker sowie der Grubensteiger Hinzer bemerkten eine sechs bis acht Meter lange Stichflamme. Durch diese Stichflamme wurde der Holzausbau in Brand gesetzt. Das Feuer brach gegen 10 Uhr aus und ist sofort bemerkt worden. Es entstand sogleich eine überaus starke Rauchentwicklung. Die Rettungsmannschast drang in Stärke von 14 Mann in den brennenden Schacht ein. Dort war die Rauchentwicklung so dicht, daß nichts mehr zu erkennen und an Nettungsmöglichkeiten auch mit Sauerstoffapparaten nicht zu denken war.
Die Belegschaft war in Stärke von 159 Mann heute früh um K Uhr in die Grube eingefahren und arbeitete in den Gruben- bauten in der Nähe der Unglücksstelle. Derjenige Teil der Belegschaft, der vor der Unglücksstelle arbeitete, konnte ins Freie gelangen, während durch die Geschwindigkeit der frischen Wetter der dichte Qualm in die übrigen Baue getragen wurde und somit den dort beschäftigten Bergleuten den Rückweg
abschnitt. Sie sind durch Rauchvergiftung, besonders durch Kohlenoxyd, ums Leben gekommen. Man hat versucht, die Wetterführung auch in umgekehrter Richtung laufen zu lassen, um etwa noch eingeschlossene Bergleute retten zu können. Doch war auch dies infolge der großen Wettergeschwindigkeit und des dichten Qualmes unmöglich, so daß nichts anderes übrig blieb, als schließlich die Grube abzudämmen.
Diese Maßnahme war notwendig, da sonst infolge der Hitze die Grubenbaue zusammengebrochen und später jede Bergungsaktion überhaupt unmöglich geworden wäre.
Die Alarmierung der Rettungsmannschast erfolgte kaum eine halbe Minute nach Ausbruch des Brandes. Man versuchte noch auf telefonischem Wege mit den Eingeschlossenen in Verbindung zu kommen, was auch in einem Falle gelang. Spätere Versuche blieben erfolglos.
So arbeitet die Partei
Die Rechtsabteiiung der RGDAV.
ii. *)
Im Spätsommer 1932 wurde die bisher der PO. unterstehende Rechtspolitische Abteilung der Rechtsabtsilung der Reichsleitung als Abteilung 2 eingegliedert, so daß die Rechtsabteilung der Reichsleitung damals wie folgt gegliedert war:
a) Leiter: Der Reichsleiter: b) stellvertretender Leiter; e) Abteilung 1: Rechtsverwaltung; ä) Ab- .teilung 2: Rechtspolitik.
Entsprechend war die Gliederung bei den Gauen:
a) Rechtsstelle bei dem Gau .... Eaurechts- stellenleiter; b) Abteilung 1: Rechtsverwaltung; e) Abteilung 2: Rechtspolitik.
Die Aufgaben der Abteilung ergeben sich bereits aus ihrer Dienststellenbezeichnung.
Der Abteilung 1 (Rechtsverwaltung) obliegt:
a) die Rechtsberatung und -Vertretung aller Dienststellen der Reichsleitung der NSDAP.; b) der Rechtsschutz für die Mitglieder der NSDAP.; o) die Wahrung der gesamten Rechtsbelange; 0) Lllgenabwehr in Zusammenarbeit mit der Lllgenabwehrstelle der Reichspropagandaleitung.
Ueber die Tätigkeit der Abteilung 1 geben die für das Jahr 1932 angeführten Zahlen Ausschluß. Nach der Machtübernahme ging die Bedeutung des Rechtsschutzes zurück, dafür wurde die Abteilung 1 mehr für die Rechtsberatung der Dienststellen und der Parteimitglieder in Anspruch genommen.
Die Ausgabe der Abteilung 2 (Rechtspolitik) ist die Gestaltung des deutschen Staats- und Kulturwillens im Sinne des deutschen Rechtsgedankens, wobei als Grundlage ihrer Arbeiten die Rechtsauffassung des Volkes zu dienen hat, die sie mit Hilfe der Eaurechtsstellen Abteilung 2 (Rechtspolitik) zu erforschen sucht.
Die Arbeit der Abteilung 2 erstreckt sich auf alle Rechtsgebiete. Im Lauf« der Jahre hat sich ein riesiges Material angesammelt, das gesichtet und verarbeitet zur Grundlage der Zusammenarbeit mit dem Reichsjustizkommissariat, dem Bund Nationalsozialist ischerDeutscherIuri st enund der Akademie für Deutsches Recht dient.
In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen finden Sitzungen von Vertretern dieser Organisationen statt, bei denen die von den einzelnen geleisteten Arbeiten verglichen und die erzielten Resultate ausgetauscht werden. Die Rechtspolitische Abteilung hat ferner zur Vorbereitung der Rechtserneuerungsarbeiten Arbeitsgemeinschaften auf dem Gebiete des Zivilrechts und des Strafprozeßrechts gebildet. Monatlich sinken je zwei Sitzungen statt, zu denen sich nach Bedarf eine Plenarsitzung beider Arbeitsgemeinschaften gesellt. Die Mitgliederzahl der Arbeitsgemeinschaften beläuft sich auf je 15 bis 20 Parteigenossen, die den Richter-, Staatsanwalts- und
*) Siehe unseren Artikel in der letzten Sonn- tagsausgade.
Rechtsanwaltsfachgruppen angehören. An größeren wissenschaftlichen Arbeiten hat die Rechtspolitische Abteilung vorgelegt die Sicherungsübereignung an Hand der Rechtsprechung des Reichsgerichtes und ihre Neugestaltung in der Zukunft mit einem Gesetzesvorschlag samt Begründung; Vorarbeiten zu einem neuen Vodenrecht; eine Programmschrift über den Geist des deutschen Rechtes; Denkschrift zum Strafrecht, deren besonderen Teil in Kürze vorgelegt werden wird; Vorarbeiten zum Strafvollzug.
, Neben diesen größeren Arbeiten werden eine Menge kleinerer Arbeiten, in der Hauptsache Begutachtungen von Gesetzesvorschlägen über Mietzinsprivilegien, Vergleichsordnung, Einführung eines Reichsbewachungsgewerbes, bäuerliches Entschuldungsrecht, Richtlinien über die Einfüh-
Der Führer dankt
Berlin, 7. Mai.
Reichskanzler Adolf Hitlerhat an den Oberbürgermeister Dr. Neikes in Saarbrücken folgendes Telegramm gerichtet:
„Die mir durch die Stadt Saarbrücken am Tage der nationalen Arbeit zuteil gewordene Ehrung hat mich hoch erfreut. Ich nehme das Ehrenbiirgerrecht der Stadt, die sich auch in ernsten Zeiten von keiner anderen übertreffen ließ, mit aufrichtigem Dank an. Das schaffende Volk an der Saar kann von dem Tage der Wiedervereinigung ab meiner Fürsorge gewiß sein!
Reichskanzler Adolf Hitler.
rung eines Zwangstilgungsgesetzes zur allgemeinen Entschuldung, insbesondere aber des Grundbesitzes, Gutachten über das Jagdrecht auf Grundeigentum und die Frage, ob jenes eine Auswirkung des Grundeigentums werden soll; Gutachten über Reichsstädteordnung, über Kraft- fahrwesen, Inangriffnahme einer Neuordnung des Apothekerwesens, Gutachten über die Neugestaltung des Patentrechtes, des Eesellschaftsrechtes, der Sozialversicherung usw. vorgenommen.
2n allerjllngster Zeit wurden bei der Rechtsabteilung der Reichsleitung noch drei weitere Abteilungen errichtet.
Die Abteilung 3 (NS.-Rechtsbetreuung)
hat die Aufgabe, die von der Reichsfachgruppe Rechtsanwälte im Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen ehrenamtlich ausgeübte Rechtsbetreuung der unbemittelten deutschen Volksgenossen, ohne Unterschied von Parteizugehörigkeit und Stand, dienstaufsichtlich zu überwachen. — Die NS.-Rechtsbetreuung ist das große soziale Werk der nationalsozialistischen Rechtsanwälte. — Bei allen deutschen Amtsgerichten werden NS.-Rechtsbetreuungs- stellen eingerichtet, die völlig kostenlos den unbemittelten deutschen Volksgenossen nicht nur Rechtsberatung gewähren, sondern darüber hinaus in Fällen, wo es notwendig ist, auch kürzere Schreiben und Schriftsätze verfertigen.
Die Abteilung 4 (Bund NS. Deutscher Juristen)
hat nicht nur die dienstaufsichtliche Ueber- wachung des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen in organisatorischer und personeller Hinsicht, sondern es soll vor allem durch diese Eingliederung des BNSDJ. auch nach außenhin gekennzeichnet werden, daß der NS.- Juristenbund eine Nebenorganisation der NSDAP. ist und als ein Teil derselben zu gelten hat.
Abteilung 5 (Schulung)
Aufgabe der Abteilung, die noch im Ausbau begriffen ist, ist die Schulung der deutschen Juristenschaft, sowohl der beamteten wie der nicht- beamteten, in der nationalsozialistischen Ideologie.
Neben der Rechtsabteilung-Reichsleitung hat auch der Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen und die von ihm getragene, am 1. Juni 1933 in Hamburg ins Leben gerufene Deutsche Rechtsfront unter der Reichsführung Dr. Franks einen starken Ausbau erfahren. Der BNSDJ. umfaßt heute an die 70 000 Mitglieder. Er ist in 27 Gau« eingeteilt; seine fachliche Arbeit wird in den Reichsfachgruppen der Rechsführung unermüdlich vorwärts getrieben. Der Kampf für das deutsche Recht ist Angelegenheit aller in ihm zusammengeschlossenen deutschblütigen und deutschfllhlenden Juristen geworden. Der große Juristentag im Oktober 1933 in Leipzig, auf dem der Führer zum ersten Male in einer gewaltigen Kundgebung vor 17 000 Juristen sprach, war der sieghafte Ausdruck für die Beseelung der deutschen Juristenschaft mit den Erkenntnissen eines volksnahen deutschen Rechts.
Durch die gleichzeitig von Dr. Frank vollzogene
Gründung der Akademie für Deutsches Recht
wurde eine Institution geschaffen, die der wissenschaftlichen Bearbeitung des künftigen Volksrechts eine vorzügliche Heimstätte schuf. Die ferner auf Vorschlag des Führers und Reichskanzlers vollzogene Ernennung des bayerischen Justizministers Dr. Hans Frank zum Reichsjustizkommissar durch den Reichspräsidenten hat ihm auch die staatlichen Mittel in die Hand gegeben, die Erneuerung des deutschen Rechts mit aller Energie und in Zusammenarbeit mit allen Reichsstellen vorzunehmen.
Der Reichsleiter der Rechtsabteilung der Reichsleitizug der NSDAP. ist heute durch das Vertrauen des Führers die führende Persönlichkeit des neuen deutschen Rechtslebens. Gleichgeblieben mit den Anfangszeiten der Bewegung ist die Volksnähe auch auf dem Gebiete des Rechts; gleichgeblieben ist der kämpferische Wille und gleichgeblieben die Erkenntnis, daß es in diesem Kampf nicht um die Person geht, auch nicht um die Generation, die den Kamps führt, sondern allein um die Ewigkeitswerte des deutschen Volkes, deren Grundlage zu festigen durch eine dem deutschen Menschen und dem deutschen Boden innerlichst verwandte Rechtsordnung, das unermüdliche Ringen des Juristen des Dritten Reiches gilt.
Weg der NG.-Aresse
Aus Anlaß der heute und morgen in Berlin stattfindenden Reichspressetagung derNS DA P. veröffentlicht die „Deutsche Presse", die Zeitschrift des Reichsverbandes der Deutschen Presse, folgenden instruktiven Artikel des Chefs vom Dienst der NSK. Helmut Sündermann.
Wie keine andere politische Bewegung hat die NSDPA. vom ersten Tage ihres Kampfes an bewußt das Schwergewicht ihrer Propaganda auf das gesprochene Wort, auf die unmittelbare Ueberzeugungskraft vonMensch zu Mensch gelegt.
Die Frage, ob dabei die NSDAP. etwa auf die Zeitung als politisches Werbemittel verzichtet habe, ist müßig. Denn es kann im Gegenteil festgestellt werden, daß die NSDAP. überall, wo es ihr die Umstände gestatteten und wo es ihr faktisch möglich war, die Zeitung in ihre politische Kampfarbeit in großzügiger und systematischer Weise eingefügt hat.
Vom ersten Inferat, das im Jahre 1919 zum Besuch einer Versammlung einlud, bis zu der zielbewußten und disziplinierten Arbeit der nationalsozialistischen Millionen- vresse von heute, führt ein gerader Weg des dauernden Bestrebens, die Zeitung als den stetigen VermittlerundPropagan- distenindenDienstdesNational- soziaIismus zu stellen.
Daß dabei die nationalsozialistische Presse zahlenmäßig bis vor einigen Jahren nur mühsam mit der übrigen Entwicklung der NSDAP. Schritt halten konnte, das lag nicht etwa an fehlender Energie oder fehlendem Willen und Können der führenden Männer der nationalsozialistischen Presse, sondern einzig an der Tatsache, daß man Zeitungen, die ja nicht nur einen politischen, sondern auch einen wirtschaftlichen Faktor darstellen, nicht aus dem Boden stampfen konnte. Es mußte für jedes Zeitungsunternehmen stets erst ein— wenn auch im Vergleich zu anderen Zeitungsgründungen verschwindend kleiner — finanzieller Grundstock gelegt werden. Die Partei hatte kein Interesse daran, daß Zeitungen gegründet wurden, die nach kurzer Frist wieder ihr Erscheinen einstellen muß- ren und damit das Ansehen der Bewegung schädigten. Andererseits wollte und brauchte man überall dort, wo die Bewegung einmal Fuß gefaßt hatte, neben dem großen Zentralorgan der Partei, dem „Völkischen Beobachter", dessen Geschichte aufs engste mit der Geschichte der Partei verknüpft ist und dessen Bedeutung im Rahmen dieses kurzen Ueberblicks nicht besonders gekennzeichnet zu werden braucht, ein auf die lokalen Verhältnisse zugeschnittenes Organ. Für die Finanzierung besonders erschwerend wirkte dabei die Tatsache, daß als zahlende Bezieher fast nur Anhänger der Bewegung in Frage kommen konnten, denn im Dorf und in der Kleinstadt wurde der Bezieher eines nationalsozialistischen Blattes von allen politischen Gegnern der NSDAP. sofort als Nationalsozialist erklärt. Dazu kam. daß Inserenten in nationalsozialistischen Zeitun- gen mit Boykott u. a. zu rechnen hatten. Zum Bezug eines nationalsozialistischen Blattes oder zur Aufgabe eines Inserates in ihm war also danach oft genau so viel nationalsozialistischer Bekennermut nötig wie zum offenen Eintritt in die Partei.
Diese Umstände mutz man sich vor Augen halten, wenn man den geraden Weg nach aufwärts, den die nationalsozialistische Presse gegangen ist, in seiner vollen Bedeutung richtig beurteilen will. Man muß die klarblickende Initiative bewundern, mit der — insbesondere nach der Neugründung der Partei im Jahre 1925 — in allen Teilen des Reiches trotz dieser schwierigsten Umstände daran gegangen wurde, zuerst einmal wöchentlich oder monatlich erscheinende gauamtliche Kampfblätter zu
^s Lorrst Neues.
England droht Japan mit Handelskrieg Japanischer Marinebesuch in Berlin Früherer Reichsminister vor Gericht Ein Dorf bei Gollnow niedergebrannt