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Nr. 12s / 2. Vierteljahr
Montag, den ?. Mai
Ginzeipreis 15 Npf.
Große Rede Dr. Goebbels in Zweibrücken
Die Stunde der Saar kommt!
Machtvolle Kundgebung der Gaardeutschen. / „Wir wollen heim ins Reich"
Zweibriicken, 6. Mai.
Die große Kundgebung der Saardeutschen ist von herrlichstem Wetter begünstigt. Die im Jahre 1926 erbaute Festhalle liegt quer vor dem Gelände, auf dem sich die Teilnehmer an der Kundgebung versammelt haben. Ueber die ganze Breite der Festhalle ist ein riesiger Adler mit ausgebreiteten Schwingen angebracht. Darunter stehen in meterhohen Buchstaben die Worte „Deutsch i st dieSaar !" Links und rechts von der Halle wehen die Fahnen des Dritten Reiches an hohen Masten.
Zu Beginn der Veranstaltungen sang nach dem Bayerischen Marsch die Menge gemeinsam die 8. Strophe des Saarliedes. Nachdem der Badenweiler Marsch verklungen war, begrüßte der Gauleiter der Pfalz, Joseph VLrckel, den
Reichsminister Dr. Goebbels,
der darauf unter stürmischem Jubel das Wort zu seiner großen Rede an das Saarvolk ergriff.
Der Minister überbrachte zu Beginn seiner Ausführungen unter brausenden Heilrufen der Menge die Grüße des Reichspräsidenten und des Führers, darüber hinaus aber zugleich auch die Grüße des ganzen deutschen Volkes, das sich, wie ex hetonte, mit den Saarländern verbunden fühlt und in dieser Stunde vor aller Welt bekennt, daß die Menschen an der Saar Geist von deutschem Geiste sind.
Noch sind wir im Reich alle innerlich erfüllt von der einzigartigen Millionen-Demonstration am 1. Mai, bei der sich das deutsche Volk geschlossen zum Führer bekannte. Die Tatsache, daß an diesem Tage auch im ganzen Saargebiet trotz Terrors, Schikanen und behördlichen Drucks die Fahnen Adolf Hitlers wehten, soll der ganzen Welt ein eindeutiger Beweis dafür sein, daß nicht nur das deutsche Volk sich zum Saargebiet, sondern daß auch das Saargebiet sich zum deutschen Volk bekennt.
Einig und geschlossen stehen wir auf dem Boden unseres Rechts und bekennen vor aller Welt, daß keine Willkür und keine Gewalt uns von diesem Recht und seiner Verfechtung jemals abbringen kann! — Gewalt und Willkür konnten nur zum Ziele kommen, in einer Zeit, da Deutschland seine innere Geschlossenheit verloren hatte. Die Zeiten aber sind vorbei, daß Deutschland nur Objekt der internationalen Weltpolitik war.
Sicher ist, daß alle anderen Staaten uns an Waffen überlegen sind. In einer Beziehung aber läßt die deutsche Nation sich von keiner anderen übertreffen, in der Entschlossenheit, mit allen Kräften und allen Mitteln ihr nationales Leben der Welt gegenüber zu verteidigen. — Das Deutschland der Volksgemeinschaft hat seinen inneren Glauben wiedergefunden und deshalb ist auch die Frage Eurer Heimkehr ins Reich nicht mehr eine Sache der Parlamente, der Parteien oder der Kabinette, die heute kommen und morgen wieder gehn müssen, sondern sie ist die Sache des ganze« großen 88 MMonenvolkes deutscher Nation geworden.
Wir haben deshalb allen Grund, in Beruhigung und in gesammelter Kraftreseroe der kommenden Entwicklung entgegenzusehen. Vor allem Ihr saar- ländischen Arbeiter, die Ihr trotz allem behördlichem Druck hierher gekommen seid, könnt davon überzeugt sein, neben Euch und hinter Euch steht das Millionenheer der deutschen Arbeiter, die, da sie wieder zum Deutschtum zurückgefunden haben, wie alle anderen guten Deutschen entschlossen sind, Euch zum Reich zurückzuholen und Eure Sache zu der eigenen zu machen. Wir wollen Euch gegenüber vor aller Welt bekennen: Soweit man in anderen Fragen der Außenpolitik auch gehen mag, will oder kann: In der Saarfrage kennen wir keinZurückweichenund keineKompro- misse!
Da gehen Männer im Lande herum, die Euch Saarländern weismachen wollen, daß im Reich der Terror herrsche und deshalb das Beste sei, die Fremdherrschaft des Völkerbundes auch für die Zukunft freiwillig auf sich zu nehmen.
Ihr schlechtes Gewissen hat sie ins Saargebiet geführt und dort versuchen sie, sich eine Domäne zu schaffen. Seit jeher waren sie keine Freunde der Wahrheit, und so wie die Katze nicht vom Mausen läßt, so läßt der Sozialdemokrak nicht von der Lüge. (Stürmischer Beifall.) Nach denselben Methoden wie früher im Reich suchen sie jetzt im Saargebiet zu kämpfen. Kämen sie heute ias Reich zurück — die Regierung brauchte sich gar nicht mit ihnen zu befassen, sie würden von ihren eigenen früheren Genossen totgeschlagen werden.
Ueber die Emigranten selbst erübrigt sich jedes Wort. Im Saargebiet haben sie als Zugewanderte eigentlich gar nichts zu suchen und es ist schon eine freche Provokation daß sie dort überhaupt das Wort ergreifen können. Die deutsche Regierung hat vorläufig kein Mittel, diesen schimpflichen
Tatbestand zu beseitigen. Es gibt nur eine Instanz, die darauf eine wirksame Antwort geben kann, und diese Instanz seid Ihr! Ihr könnt die Antwort geben, indem Ihr den Emigranten mit Verachtung den Rücken kehrt (Zuruf: Das tun wir auch!), um ihnen dann bei der Wahl einen Denkzettel zu verabreichen, der sie der allgemeinen Lächerlichkeit der Welt preisgeben wird.
Die 10 000 Arbeitslosen der Saar wieder Arbeit zu geben, ist für uns eine. Frage der Selbstverständlichkeit und eine Frage des nationalen Prestige! Das ist nach Rückkehr der Saar zum Reich unsere allererste Aufgabe! Wir appellieren auch in dieser Stunde an das schaffende Saarvolk, das in seiner nationalen Lebenskraft so ungebrochen ist, das kein Zwang und kein Terror es jemals zu Boden zwingen kann. — Wir wissen, daß man, wenn das Saargebiet zu Deutschland kommt, die Probleme, die dadurch aufgeworfen werden, ganz großzügig anfassen, muß. Und dafür sind wir, glaube ich, in der Welt bekannt, daß wir nicht kleinlich sind, daß wir die Courage haben, etwas zu riskieren. Unsere Stunde kommt! (Stürm. Beifall).
Wir müssen den Emigranten, die als Biedermänner herumgehen, in Wirklichkeit aber separatistische Landesverräter sind, die Maske vom Gesicht herunterreißen. Sie kleiden sich in jede Tarnung. Sie treten ein für den Arbeiter, für Sittlichkeit, für den Katholizismus. Man muß schon sagen: Die Böcke sind zu Gärtnern gemacht. In ihrer glorreichen Vergangenheit im Reich wollten sie von Christentum und Katholizismus nicht allzu viel wissen. Jetzt gehen sie ins katholisch« Saarvolk und rufen: Die Kirche ist in Gefahr! Die Atheisten sind zu frommen Gottesdienern geworden. Sie reden nicht davon, daß wir die Kirche vor ihnen gerettet haben. Unser Kampf galt ja nur Organisationen, die einen glatten Hohn auf die Kirche darstellten.
Und wenn wir letzten Winter 328 Millionen für das Winterhilfswerk aufbrachten, so glauben wir im Sinne unseres göttlichen Lehrmeisters gehandelt zu haben. Wenn wir erklären, daß der Priester auf die Kanzel, nicht aber aus die politische Tribüne gehört, so tun wir damit nicht nur dem Staat, sondern auch der Kirche einen Dienst. Wenn das von den marxistischen Emigranten umgelogen wird, so kann ich Euch nur sagen: Schaut Euch die an, die im Schafspelz umhergehen, inwendig aber reihende Wölfe sind! Wir wissen ja, daß diese „tapferen Arbeiterführer" nicht beim Volk bleiben, wenn sie es ins Unglück geführt haben. Dann nämlich drücken sie sich — in diesem Falle paßt das Wort — aus französisch und fliehen bei Nacht und Nebel über die Grenzen. Soviel gesunden Men
schenverstand traue ich dem Saarvolk zu, daß es diese Art von Landesverrätern durchschaut und ihnen den Laufpaß gibt.
Euer Bekenntnis zum Reich darf von keinerlei Eewissenshemmungen belastet sein. Es ist ein Reich christlicher Gesinnung und christlichen Tatwillens.
Das Reich erwartet von Euch, daß Ihr in den wenigen Monaten des Kampfes nicht die Nerven verliert, besonnen bleibt und davon überzeugt seid, daß die Stunde nicht mehr fern ist, wo Ihr Heimkehrt ins große einige deutsche Vaterland!
Die Regierung kennt Eure Not und steht ihr nicht untätig gegenüber. Deshalb stehe ich in dieser Stunde hier, um Euch den Mut zu stärken und Glauben und Zuversicht über die Grenzen, die Willkür gezogen hat, mitzugeben. Man mag Abstimmungsberechtigte mit kleinlichen Schikanen zu hemmen suchen und demgegenüber zugewanderten Emigranten und Landesverrätern jede Möglichkeit zu agitatorischer Auswirkung geben — es nützt ihnen nichts! Sie kommen zu spät. Ihre Zeit ist vorbei. Das Saarvolk will heim zum Reich! (Stürm. Beifall.) Und das Reich breitet seine Arme aus, um das Saarvolk wieder an sein Herz zurückzunehmen.
Wir werden Eure Rückkehr ins Reich ganz großzügig vorbereiten und durchführen. Ich kann Euch versprechen, daß die Eingliederung in die Mutterheimat für uns Sache des ganzen Volkes ist
Wir planen große Maßnahmen:
Erschließung des Warndt-Kohlengebietes durch Neuanlegung von Gruben, Instandsetzung der alten Gruben, technische Verbesserungen, Schaffung ausreichender Absatzmöglichkeiten für die Saarkohle. Die Saar wird in diesem Regenerationsprozeß bewußt eingegliedert in das große Arbeitsbeschaffungsprogramm des Reiches. Die saarländische Landwirtschaft werden wir gleichfalls durch Beschaffung ausreichender Absatzmöglichkeiten wieder lebensfähig zu machen suchen. Das gesamte Saarvolk werden wir eingliedern in das große und umfassende Siedlungswerk des Reiches. Ein großer Plan des Wiederaufbaues des deutschen Saargebietes nach seiner Rückgliederung ins Reich ist in Bearbeitung..
Dann steht Ihr national, völkisch, politisch, kulturell und wirtschaftlich unter der starken Hand des Reiches.
So seid denn, Ihr Männer und Frauen von der Saar, gegrüßt von Eurem Volk, von Eurem Führer und von der großen stolzen Volksbewegung, die nicht nur das Volk wieder zu sich selbst zurückführte, sondern auch das Saarvolk zu Deutschland zurückführen wird. Die Fahnen dieser Bewegung sind auch für Euch getragen worden, die 100, die
sterbend unter diesen Fahnen hinsanken, starben auch für Euch.
Ihr werdet die Sieger sein, wenn Ihr tapfer und zäh, besonnen, klar und zielbewußt Euren Weg geht. So wollen wir denn in dieser feierlichen Stunde, da das ewige Deutschland sich mit euch und Ihr Euch mit ihm verbindet, die Hände und die Herzen heben, wollen rufen und schwören, daß wir zum Reich halten und niemals vom Deutschtum lassen werden. Die Parole für die kommenden Monate soll heißen: Saarland, Tritt gefaßt! Deutsch die Saar immerdar! Zurück zum Reich! Das alles vereinigen wir in dem Ruf, der in dieser Stunde aus schmerz- erfüllten und leidgequälten Herzen zum Himmel emporschallen soll: Unser ewiges deutsches Volk, das im Nationalsozialismus geeinigte Reich, das mit ihm untrennlich verbundene Saarvolk und Saarland und der über allem stehende Führer Adolf Hitler Sieg-Heil!
Als der Reichsminister geendet hatte, überreichten ihm junge Mädchen im Namen des Saarvol- kes eine Schale mit saardeutscher Erde. Dann verlas der Landesleiter Joseph Pirro einen Aufruf der Deutschen Front, in dem es heißt:
Das Versailler Diktat stellt an uns die unerhörte Zumutung, nach Ablauf von 15 Jahren, also im Jahre t935, über die Frage abzustimmen, zu welcher Nation wir Saarländer uns bekennen wollen. Wir wissen alle, daß diese Frage überflüssig und heute mehr denn je mit einem einstimmigen „Ja" für Deutschland beantwortet wird, und auch jeder Franzose, der einmal an der Saar gewesen ist, weiß genau so wie wir, daß es nur eine Saarbevölkerung gibt, die rein deutsch denkt, und ist sich klar darüber, daß die Abstimmung mit einer eindeutigen Niederlage Frankreichs enden wird.
455171 Abstimmungsberechtigte stehen fest organisiert in den Reihen der Deutschen Front. Das sind 83 v. H. aller Abstimmungsberechtigten, die im Saarland wohnen. Die wenigen Unbelehrbaren, die sich noch nicht unserer Front angeschlossen haben, zählen aber nicht zu den sagenhaften Saarfranzosen, sondern sind Männer unseres Blutes, die von falschen Propheten verhetzt wurden und eine Rückkehr des Saargeüietes nicht verhindern, sondern nur aufschieben möchten.
Der Wille, zum angestammten Vaterland zurückzukehren, beseelt alle deutschen Menschen an der Saar. Diesen Willen kann man nicht durch Terror erzwingen, sondern er wird durch die blutsmäßige und völkische Verbundenheit aller derjenigen, deren Vorfahren seit Jahrhunderten Deutsche waren, bestimmt. Das Saarvolk gehört seit über einem Jahrtausend zur deutschen Nation, und so soll es ewig bleiben! Vor aller Welt bekennen wir: Dieses Land bleibt deutsch!"
Die Reichsbank des neuen Staates
L. L. Bremen,?. Mai.
Die im Auftrage des Führers Adolf Hitler von Dr. Schacht vollzogene Grundsteinlegung des Reichsbankeriveiteruvgsbaues gab dem Reichsbankpräsidenten Gelegenheit, vor aller Öffentlichkeit zu bekennen, daß, wer auch immer im Dienste der Reichsbank stehe, vor allem das Wohl des deutschen Volkes und des Reiches verfolgen und immer vor Augen haben müsse, eine Aufgabe, die, riesengroß, den nationalsozialistischen Grundsatz des Dienens auch in den Vordergrund des deutschen Notenbankwesens stellt und ein geordnetes Geld- und Kreditwesen zum Wähle der Gesamtheit zur Voraussetzung hat. Unwandelbare Treue, stolzes Pflichtgefühl, hingebende Arbeit, aus Wissen um die großen Zusammenhänge gegründet, und Fähigkeiten zur Erreichung des als richtig erkannten Zieles sollen die Leitsterne sein, die das Schiff des deutschen Reiches in seinem unbeirrbaren Kurs geleiten, damit es seine Fahrt, die es angetreten, glücklich vollende!
Der Ort, auf dem der zukünftige Neubau erstehen soll, mag für Dr. Schacht Anlaß gewesen sein, den altpreußischen Geist der Einfachheit, Schlichtheit und Gradheit zu beschwören. Wenn er Friedrich den Großen als einen wahren Nationalsozialisten auf dem Thron bezeichnet, so liegt offenbar der tiefere Grund für den Rückblick auf die Entwicklung des Bankwesens in Preußen und im Deutschen Reich in einem Vergleich der Aufgaben, die Friedrich II. vorfand, mit denen unserer heutigen Zeit. Unter die Regierung dieses Preußenkönigs fiel die Ueberwindung der alten, überlebten Wirtschaftsform durch den Ausbau der Machtmittel des modernen Einheitsstaates. Die Manufakturen, aus denen sich unsere jetzigen Unternehmungsformen entwichelten, kamen zum Aufblühen, so daß neben dem Leinengewerbe das Woll- und Baumwollgewerbe in den Vordergrund wirtschaftlicher Tätigkeit trat. Die schleppende Rechtspflege entfesselte des Königs „größtes Mißfallen". In seinem bekannten Erlaß an das Kammergericht wandte er sich gegen die „eigennützige" Bauernplackerei, die seinen Unmut um so mehr erregte, als er nach dem großen Ostsiedlungswerk der Hanse mit der kulturellen Erschließung seines Landes begonnen, die willkürliche Verschuldung des Grund und Bodens durch neue Rechtsgrundlagen ausgeschlossen und den schrankenlosen Handel mit dem kostbarsten Gut eines Volkes, dem Boden, unterbunden hatte.
Friedrich faßte sein Urteil über den Oesterreicher Joseph II. in nüchterner Beurteilung des Sachverhaltes in den Worten zusammen, dieser Fürst wolle oft den zweiten Schritt tun, bevor der erste getan sei, und äußerte in anderem Zusammenhang, ein Unrecht, gleichmäßig verteilt, sei immer noch leichter als ein Zustand, in dem Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit nebeneinander stehen. Von ihm stammt der Ausspruch, daß die Zahl der Menschen den Reichtum des Staates ausmache! Notzeiten, die den nimmer müden ersten Diener seines Staates festbleiben ließen, führten zum zeitweiligen Verbot der Ausfuhr von Schafwolle und Androhung von Strafen, falls verminderte Absatzmöglichkeiten im „Ausland" eine Einschränkung der Schafhaltung zur Folge hätten.
Sorge um die Staatsfinanzen und die Steuerkraft seines Volkes zwang zur Ueberwachung der Grenzen. Wer eine Reife ins Ausland unternehmen wollte, mußte die Genehmigung dafür einholen, und der König bestimmte wohl auch selbst, wieviel Gold der Reisende mitnehmen durfte. Das Gesamt- wohl des Staates war erstes Gebot! Harte Kriegsjahre hatten den König mit seinen Soldaten zusammengeführt und auf diese Weise sein tiefes Verständnis für das Denken und Fühlen einfacher Menschen geweckt.
Was lag also näher für Dr. Schacht, auf diese Zusammenhänge hinzuweisen, als uns heute ähnliche, nicht minder schwierige Aufgaben gestellt sind, die ein Verschieben auf den andern Tag nicht mehr zulassen, sondern tatkräftige Männer von Sachkunde und harter Entschlossenheit, die lieber brechen als sich beugen, auf der Brücke verlangt — um bei dem Beispiel des Staatsschiffes zu bleiben!
Die von Friedrich dem Großen 1765 ins Leben gerufene Kgl. Giro- und Lehnbank,
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Schalke 04 schlägt Werder Eimsbüttel unterliegt gegen Benrath Polizei von Schinkel geschlagen Hockey: Deutschland — Schweiz 5:3 Ansegeln auf der Weser
Kunst Aeußerung des Volkstums
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Düsseldorf, 6. Mai.
' In Verbindung mir einer Gemeinschaftsausstellung deutscher Künstler, die einen großen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen der neuen Zeit bringt, wurde am Sonnabendmittag die große Ausstellung „DerKampfderNSDA P." eröffnet. Der feierliche Eröffnungsakt fand in Gegenwart von Vertretern der Reichs- und Staatsbehörden, zahlreicher höherer Führer der Partei, der SA., SS., HJ., der Landespolizei sowie einer Anzahl namhafter Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft, Handel und Industrie und mehreren tausend Besuchern in der Rheinhalle statt. Nach einleitenden Begrlltzungsworten des Leiters der Ausstellung Eaupropagandaleiter Pg. Vrou- wers, des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Dr. Wagenfür und einer Rede von Staatsrat Florian eröffnete Reichsleiter Alfred Rosende r g die Ausstellung. In einer kurzen Ansprache sagte er u. a. folgendes:
Eine neue Epoche deutscher Geschichte hat begonnen. Ein besonders hervortretendes Kennzeichen der Vergangenheit war die Vereinzelung allen Schaffens und Lebens. Immer mehr wurden die deutschen Begriffe abstrakt, so auch in der deutschen Kunst. Die losgelöste Kunst wurde immer blutleerer. Die Kunst verlor immer mehr die Einwirkungsmöglichkeit auf den deutschen Menschen. Eiiw kleine Gruppe von Menschen ließ die Kunst sich nicht mehr zu einer Lebensmöglichkeit Deutschlands, gestalten, iondern fälschte sie um zur Befriedigung des Luxus. Das Bestreben der nationalsozialistischen Bewegung ist genau entgegengesetzter Natur. Wir
eröffnet die Ausstellung „Der Kamps der RGDAP.
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glauben, daß ein ganzes Lebensgefühl zerbrochen und ein neues angebrochen ist, eines, das den ganzen Menschen in seinem Denken und Fühlen beansprucht.
Es darf also keine Spcziallinie und Sander- gruppe mehr geben, sondern alles muß sich zu einem Ganzen zusammenschließen. Wir glauben, daß nicht nur unsere Generation, sondern auch viele kommende Geschlechter um die Ausgestaltung dieses neuen Lebensgefühls ringen werden. Die nationalsozialistische Bewegung hat in 11 Jahren deutsche Weltanschauung und andere überlieferte Geisteselemente der Vergangenheit beschirmt und beschützt und hat in diesem Kamps
das Recht erworben, sie auszugestalten. Wir glauben, daß eine echte Kultur nur einen Sinn hat, wenn sie verbunden ist mit einer starken selbstbewußten Macht.
Wenn heute in Düsseldorf, so betonte Rosen- berg zum Schluß, diese Ausstellung eröffnet wird, die Revolution und Kunst gemeinsam Deutschland vorführt, so ist das ein symbolisches Zeichen für das Leben und Wollen unserer Zeit. Unsere Zeit ist nicht mehr liberalistisch und individualistisch, sie trennt nicht die Kunst vom Volke, sie trennt auch nicht die Wirtschaft vom Staat. Es ist ihr vielmehr alles Aeußerung eines einzigen großen Wollens, dem zu dienen unsere Aufgabe ist.
Wir hatten den Sieg
Stabschef Rohm in Jngolstadt
Jngolstadt, 6. Mai.
Am Sonnabend und Sonntag weilte Stabschef Rohm in Jngolstadt. Tausende erwarteten vor dem Hotel „Wittelsbacher Hof" den Stabschef, der sogleich nach dem Eintreffen die Fronten des Ehvensturmes der SA., der HJ. und des JV. abschritt. Es folgte die feierliche Einweihung und anschließend die Besichtigung der SA.-Schule für Leibesübungen, die den Namen des Stabschefs trägt. Am Abend fand zu Ehren des Stabschefs auf der Jahnwiese ein von den Jngolstädter SA.-Kapellen ausgeführter großer Zapfenstreich statt, zu dem sich der Stabschef mit den Herren der obersten SA.-FUHrung und vielen Parki- und Behördenvertretern eingefunden hatte. An
schließend fand im Schaeffbräukeller, Jngolstadt- größtem Saal, ein Kameradschastsabend statt, auf dem der Stabschef das Wort ergriff. Er gab zunächst dem freudigem Stolz darüber Ausdruck, seine alten Kameraden vom 10. Infanterieregiment Jngolstadt wiederzusehen, denen er fürs Leben Kamerad und Freund sein wolle. Die alten und jungen Kämpfer in der SA. verbinde ein Glaube und ein Ziel: Deutschland. Die SA. werde dafür sorgen, daß die Volksgemeinschaft in Deutschland bleibe, daß das Volk nicht wieder zerrissen und gespalten werde in Klagen. Schichten und Jnteressentengruppen. Mut und Tapferkeit, Pflichterfüllung und Disziplin, Kameradschaft und Einfachheit müßten wie früher dte SA. auch weiter beseelen, denn dann könne man sagen: „Wir haben gesiegt und wir halten den Sieg."