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Nr. 133 / 2 . Vierteljahr
Dienstag, den is. Mai
Einzelpreis 15 Rps.
Die feierliche Grundsteinlegung für den
„Ein Sinnbild höchsten und echtesten Sozialiömus"
Cosel-Hafen, 14. Mai.
Am Montagabend fand die feierliche Grundsteinlegung für den Adolf-Hitler-Kanal im Beisein des Stellvertreters des Führers, Reichs- minister Rudolf Hetz, statt. Auf einer großen Tribüne, deren Hintergrund das Hoheitszeichen auf rotem Grunde schmückte, nahmen die Ehrengäste Aufstellung. Vor den Tribünen' hatten sich die am Kanalbau beschäftigten Arbeiter in ihrer Arbeitskleidung mit ihren Werkzeugen aufgestellt. Rechts und links der Tribüne standen die Formationen der SA. und der Untergliederungen der Bewegung sowie des Arbeitsdienstes, deren Fahnenabordnungen die Tribüne flankierten.
Elockengeläut und Sirenengeheul leiteten den Festakt ein. Nachdem der Reichsminister Rudolf Hetz die Urkunde der Grundsteinlegung im Namen des Führers unterzeichnet hatte, sprach Eouleiter und Oberpräsident Hellmuth Briickner als Chef der Oder-Strombauverwal- tung und im Namen Schlesiens Vegrützungsworte. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer erklärte der Oberpräsident den Festakt als eröffnet.
hierauf nahm Reichsverkehrsminister Freiherr Sitz von Rüben ach das Wort. Er führte nach einem geschichtlichen Rückblick u. a. aus: Das Werk, das wir heute beginnen, und das bestimmt ist, durch Verbesserung des Verkehrs Schlesien zu stützen und zu stärken, ist iu besonderem Matze geeignet, schon während der Bauausführung Segen auszustrahlen. Wird doch bei den umfangreichen Erdarbeiten vielen Tausenden von schaffenden Arbeitskräften auf Jahre hinaus Arbeitsgelegenheit gegeben. Der Kanal, zu welchem wir den Grundstein legen, ist ein Teil jenes großen Wasser st raßen-Baupro-
gramms, welches die preußische Regierung für das Flußgebiet der Oder aufgestellt und die Reichsregierung erweitert hat. Das Programm der preußischen Regierung knüpft an den Bau des Mit ell and k an al es an, der das Ruhrgebiet mit Berlin verbinden soll, und war dazu bestimmt, Schlesien einen Ausgleich für die Vorteile zu schaffen, welche der Mittellandkanal dem Westen bringen würde.
Die Zusagen, welche Schlesien von der preußischen und später von der Reichsregierung erhalten hat, werden eingelöst. Die Reichsregierung wird es nicht zulassen, daß Oberschlesien in seinem Absatz von Kohle und Eisen von seinem natürlichen Markt in Berlin durch den Mittellandkanal verdrängt wird, und Oberschlesien mag in dem Kanal, dessen Inangriffnahme in diesem Zeitpunkt es der besonderen Initiative des Herrn Oberpräsidenten Briickner zu verdanken hat, die Bürgschaft dafür sehen, daß es in seinen Lebensrechten von der Reichsregierung gestützt wird.
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler war es persönlich, welcher in seinem Weitblick den Befehl zum Beginn des Kanalbaues gegeben hat, und ihm wird in Treue und Dankbarkeit ein ewiges Denkmal gesetzt, indem dieser Kanal den Namen „Adolf-Hitler-Kanal" tragen wird. So bleibt der Name Adolf Hitler, unseres Retters und Befreiers aus Schmach und Knechtschaft, aus immer verbunden mit Schlesien und dem deutschen Osten, der deutsch ist und sich als ein untrennbares Glied fühlt im wiedererwach- ten einigen deutschen Reiche.
Mit den Worten „Der Arbeitsnot zur Wehr, Schlesien zum Verkehr, Adolf Hitler zur Ehr" mauerte der Minister die Urkunde in den Grundstein ein.
Hierauf ergriff Reichsminister Rudolf Hetz den Hammer und vollzog die Hammerschläge mit dem Spruch „Diene dem Frieden, diene der Pflicht, so dienst du Deutschland". Oberpräsident Hell-
Lokaltermin LLnter den Linden
Berlin, 14. Mai.
Als Auftakt zu dem Prozeß gegen den kommunistischen Sprengstoffattentäter Emil Schulze, der sich am Mittwoch vor dem Berliner Sonder- gericht zu verantworten haben wird. fand Montag um 14 Uhr eine Lokaltermin-Vorbesichtigung statt. Die Mitglieder des Sondergerichts, der Staatsanwaltschaft, der Sonderkommission des Polizeipräsidiums sowie die Verteidiger des Angeklagten nahmen eine genaue Besichtigung des Tatortes und der Explosionsstelle auf der Mittelpromenade der Linden vor. Der Raum, in dem Schulze arbeitete und seine Lage zu der Dachluke, aus der er die Handgranate hinaugeschleu- dert hatte, wurden einer gründlichen Prüfung unterzogen. Besonders wurde auch die Frage erwogen, ob Schulze sich etwa mit irgendwelchen auf der Straße Unter den Linden stehenden Mitbeteiligten hat durch Zeichen verständigen können.
muthBrückner vollführte drei Hammerschläge mit den Worten „Dies Land bleibt deutsch".
Der Präsentiermarsch leitet« zur Anspräche des Stellvertreters des Führers, Rudolf Hetz, über. Er führte etwa aus: „Das große Kanalwerk, das 40 bis 80 Millionen Tagewerke Arbeit und dem gefährdeten deutschen Wirtschafts- und Lebensraum neue Zukunftssicherung bringen soll, steht im Namen des Führers. Damit zugleich ist auch dieses Friedenswerk der schaffenden Arbeit mit dem Namen, dem Begriff und der geschichtlichen Sendung der NSDÄP. verbunden.
Unsere deutsche nationale und sozialistische Welt- anschauungsbewegung findet ihren Hauptausdruck in Arbeit schaffenden Werken. Die späteren Generationen werden nur noch an den schaffenden Werten und Werken das Wesen jenes Mannes ablesen, dessen Leben in unserer Zeit die Beglückung unseres Daseins ist: Adolf Hitler!
Berlin, 14. Mai.
Das Presseamt der Obersten SA.-Führüng teilt mit:
Bei der Obersten SA.-Führung sind aus allen Gruppenbereichen Beschwerden eingelaufen, wonach die Aufstellung des NSDFB. dem Sinn und dem Wortlaut der Gründungsverfassung nicht entspricht. Danach ist versucht worden, NSDFB-Männern vom Eintritt in die SA.-R. 1 abzuhalten und, soweit sie schon SA.-Männer waren, wieder zum Austritt zu bewegen. Vielfach ist der NSDFB. als die Vereinigung dargestellt worden, die allein berechtigt wäre, Frontkämpfer zu erfassen und ihren Geist zu vertreten.
Berlin, 14. Mai.
Zu dem neuen Reichsgesetz über die Zusammenfassung und Verschärfung der Straf- und Vet» fahrensvorschriften für Hoch- und Landesverrat und die Schaffung des DoLsgerichtshoss veröffentlicht Ministerialrat Hans Richter vom Reichsjustizministerium in der „Deutschen Justiz" einen beachtlichen Kommentar. In dem Gesetz wird deutlich ausgesprochen, daß Hochverrat und Landesverrat als unmittelbare Angriffe gegen die Volksgemeinschaft die schwersten Verbrechen innerhalb des ganzen Strafrechts-Aufbaues bilden. Das kommt in der Androhung der Todesstrafe zum Ausdruck.
Die (Aat-VolMk im neuen Staat
Jeder einzelne für das Gelingen des Wiederaufbauwerkes verantwortlich
In der Verwaltungsakademie Berlin sprach am Montagnachmittag Reichsfinanz mini st er Graf Schwerin von Krosigk über „Haushaltsgestaltung im Dritten Reich". Die nationalsozialistische Regierung habe eine grundsätzliche Umgestaltung des Haushaltsrechtes vorgenommen. Der Minister wies auf dse jctz'ge Form der Verabschiedung des, Haushaltes durch das Kabinett hin. Da auch die Entlastung vom Kabinett selbst erteilt werde, so komme der Rechnungsprüfung durch eine unabhängige Stelle, dem Rechnungshof, im neuen Haushaltsrecht entscheidende Bedeutung zu. Wer den Haushalt des Deutschen Reiches für das Rechnungsjahr 1834 mit offenen Augen lese, werde daraus die veränderte politische Erundeinstellung der den Haushalt erlassenden Regierung ersehen sowie die politische und wirtschaftliche Entwicklung des letzten Jahres und die voraussichtliche Entwicklung des kommenden Jahres übersehen können.
Nachdem der Minister aus die in den sinkenden Zolleinnahmen liegenden Gefahren für die Aus-
Unser Reich sucht in schöpfender, ehrender Arbeitsleistung nach seinem historischen Ausdruck. Während andere Nationen Riescngeschützc, Riesenflugzeuge, Riesenschlachtschisse, Riesentanks und viele andere neuartige Waffen der Zerstörung bauen, saßt Deutschland seine Arbcitslrast zusammen zur Gestaltung von Werken des Friedens und des kulturellen Fortschritts. Greifbarer Beweis dafür wird auch der Adolf-Hitler-Kanal sein.
Dienen diese Werke Frieden und Fortschritt, so sind sie zugleich Sinnbilder höchsten und echtesten Sozialismus. Weitschauend für die kommenden Geschlechter gebaut, werden sie in ihrem Gesamtwirken dazu beitragen, die soziale Stellung des einzelnen durch die Hebung des Lebenshaltungsniveaus der Gesamtheit ebenfalls zu heben Vergessen wir als deutsche Sozia- listen nicht, daß nur das gemeinsame Schaffen aller den Plan dieses Kanals zur Wirklichkeit gelangen lasten konnte.
Stabschef Rohm hat infolgedessen einen Befehl erlassen, in dem er sich gegen diese Methoden wendet. Trotz der unfreundlichen Haltung des NSDFB. verbietet jedoch der Stabschef den SA- Einheiten, mit Einzelaktionen gegen den NSDFB. vorzugehen. Er weist aber ausdrücklich daraus hin, daß sich Hunderttausende von Frontkämpfern der SA angeschlossen haben, weil sie den stattlichen Willen der Frontkämpfer und das geistige Erbe der Schützengrabenfront in der SA am besten verkörpert und in ihr vertreten wissen. Männer allerdings, die sich bereden ließen^ nicht in die SA-R I einzutreten, oder den Austritt aus ihr zu vollziehen, seien für die SA nicht zu gebrauchen. Sie sollen ausscheiden. Aber es
Auf Todesstrafe kann in allen Fällen des hochverräterischen Unternehmens, >a selbst im Falle der bloßen Vorbereitung, wenn sie in gefährlichen Formen geschieht, ferner in der Mehrzahl der Fälle landesverräterischer Verbrechen erkannt werden. Sie, ist darüber hinaus zwingend als einzige Strafe angedroht beim Hochverrat, wenn er sich gegen die Unversehrtheit des Reichsgebietes richtet und beim Landesverrat, wenn der Täter seinem Volk die Treue gebrochen und das Wohl des. Reiches gefährdet hat.
Sowohl beim Hochverrat als beim Landesverrat wird zur Verschärfung der Freiheitsstrafe eine neue Strasart eingeführt, die Einziehung des Vermögens. Die weitergehende Frage,
fuhr und Einfuhr und weiter auf die Notwendigkeit hingewiesen hatte, immer wieder zu betonen, daß wir ausländische Rohstoffe nur kaufen könnten, wenn das Ausland unsere Waren abnehme, andernfalls wir zu einer immer stärkeren Selbst- versorgung gezwungen wären, beschäftigte er sich mit der Einnahmeseite und hier besonders mit der aus der „Veräußerung liquider Werte" zu erwartenden Beträge für mehrere hundert Millionen Mark.
Er, der Minister, habe, wie er bereits mehrfach betont habe, keinen. Zweifel daran, daß die Belastung, die einschließlich der Fehlbeträge der letzten Jahre sechs Milliarden ausmache, durch die infolge der Wirtschaftsbelebung mit Bestimmtheit zu erwartenden vermehrten Einnahmen in den nächsten fünf Jahren abgedeckt werden könne. Wenn wir seit dem Frühjahr 1933 überhaupt vorwärts kamen, dann sei das auf das Vertrauen in eine politische Stabilität zurückzuführen.
Die Maßnahmen der Reichsregierung könnten nur insoweit Erfolg und Bestand haben, als tatsächlich eine innere Umstellung in der Wirtschaft und im Einzelmenschen vor sich gehe.
Der Führer gab dem deutschen Volk Kraft, Glauben und inneren Lebensmut wieder, aus dem der Wille zu schassender Arbeit erst emporwächst. Der Wirtschaftler erkannte die Notwendigkeit dieses Neubaues, der Ingenieur errechnete seine technische Dürchführung, der Arkpiter setzte seine ganze Kraft in die endgültige Formung des Werkes. Der Oberpräsident setzte es durch, aus daß es Wirklichkeit wurde. Der Wert der Arbeit aller für das schaffende Volk ist der gleiche. Als höchste Ehre kennt der Nationalsozialismus nur die Ehre der Arbeit, Nationalsozialisten. deutsche Arbeiter, wir kennen den schweren Weg zur deutschen Einheit, zum deutschen Staat Adolf Hitlerscher Prägung. Nur Arbeit schweißt Unseren neuen Staat, den Staat des Nationalsozialismus, zusammen.
sei auch gleichzeitig dafür Vorsorge zu treffen, daß sie nie wieder in die SA ausgenommen werden.
Der SA-seindlichen Haltung des NSDFB. stellt der Stabschef Röhm die Haltung des Kqsfhäuser- bundes entgegen, der sich nicht nur durch die Pflege alter kameradschaftlicher Soldatentradition bewährt habe, iondern der auch in seinem gesamten Verhalten, in seiner restlosen Mitarbeit an den Ausgaben der SA-R II eine. Kameradschaft der Frontkämpfer bildet, die dem nationalsozialistischen Staat wertvolle Dienste zu leisten verspricht. Der Stabschef befiehlt daher der SÄ, den Kqffhäuserbund in jeder Weise zu unterstützen.
ob der Verrat die Ausstoßung aus dem Volksverband zur Folge haben soll, mußte der großen Strasrechtsresorm vorbehalten bleiben. Beim Landesverrat wird außerdem die Sicherungsverwahrung zugelassen. Der Landesverräter wird dadurch zu einem Schädling der Volksgemeinschaft gestempelt, der solange unschädlich gemacht werden muß, als noch eine Gefahr von ihm droht. Er wird dem Gewohnheitsverbrecher gleichgestellt. Das Gesetz beseitigt für das ganze Gebiet des Hoch- und Landesverrats die im bisherigen Recht fast überall vorgesehene mildernden Umstände. Die notwendige Ergänzung wirksamer Strasdröhungen ist ein schnelles und straff durchgeführtes Verfahren.
Römische Abkommen
Rom. 14. Mai
T-er Chef der italienischen Regierung hat Montag im Palazzo Venzia mit dem österreichischen Eesandteni n Rom, Rintelen, und dem Führer der österreichischen Abordnung, Schriller, mit dem ungarischen Gesandten in Rom, Baron Villany und dem Führer der ungarischen Abordnung, Winckler, Abkommen unterzeichnet, die die wirtschaftlichen Protokolle von Rom vom 17. März in die Praxis umsetzen. (Den Inhalt der Abkommen geben wir im Handelsteil der morgigen Ausgabe wieder. Die Schrift!.)
Der Kommandant des Kreuzers „Karlsruhe" ist am Montag in Washington zu einem eintägigen offiziellen Besuch eingetroffen. Unter Führung des MarineattachSs Weithöfft besuchte der Kommandant mit drei Offizieren seines Stabes den Marineminister und den Adiniralstab.
Ein wichtiger Erlaß des Stabschefs Röhm
Gegen reaktionäre Sabotage
SA. und NationalsoziaUstischel- Fi-ontkämpsei-bund
Kür ein arteigenes Bolksrecht
Unerbittliche Härte gegen Hoch- und Landesverräter
Jetzt geht es Euch an den Kragen!
Von einem nörgelnden Besserwisser gehen uns die folgenden Zeilen zu: „Hochverehrte Fanatiker! Das ist ja alles ganz gut und schön, was Reichsminister Goebbels am Freitagabend im Berliner Sportpalast gegen die sogenannten Miesmacher, Kritikaster und Konfessionshetzer ausgeführt hat. Aber er wird uns, die wir vieles anders machen würden als er, doch nicht klein kriegen! Wir werden uns in Zukunft sehr hüten, so laut zu sprechen, daß die SA. und die anderen Helfer der Partei uns hören. Ebenso fest steht aber auch, daß wir weiterhin nicht völlig schweigen, sondern unsere besondere Ansicht über die Maßnahmen der Regierung immer wieder im vertrauten Kreise äußern, ja über diesen hinaus zu tragen versuchen werden. Unsere Parole wird von jetzt an lauten: Vorsichtiger kritisieren! Glauben Sie etwa im Ernst, daß die Methode Dr. Goebbels die richtige ist? Das müßte ganz anders gemacht werden: Mit Güte und Freundlichkeit hätte man uns vielleicht umstimmen können, aber unter Druck lassen wir uns nicht setzen,' auch mit 400 000 öffentlichen Versammlungen und 12 300 Vrandrednern wird man uns nicht besiegen . . .! Ein „Kritikaster" für viele."
ir. Illü. Hier unsere Antwort: „Hochverehrter" Miesmacher und Kritikaster! Daß Sie mit Ihrer jüdischen Nörgelei sogar vor der durchschlagenden Propagandaaktion derNS- DAP. gegen die Miesmacher und Hetzer nicht Halt machen, überrascht uns nicht im geringsten. Im Gegenteil: wir haben Ihre moralische Minderwertigkeit und Ihre bodenlose Dummheit von vornherein in Rechnung, gestellt. Zunächst eine Frage: „Warum schreiben Sie anonym?" Sie werden vermutlich antworten: „Weil ich zu schlau bin." O nein. Herr Miesmacher, das würde mit der traurigen Geisteshaltung, die aus Ihren Zeilen spricht, nicht übereinstimmen. Wir wollen Ihnen die Wahrheit sagen: „Weil Sie zu feige sind, stehen Sie nicht mit Ihrem Namen für Ihre Worte ein. Weil Sie bei aller Frechheit ein ängstlicher Spießer sind, suchen Sie sich für Ihre Bohrtätigkeit immer einen ungefährlichen Boden Weil Ihre Hauptrolle die des Bierbankschwätzers „im vertrauten Kreise" ist, können Sie sich nie ernsthaft mit Ihrer ganzen Person hinter eine öffentliche Sache stellen " Anonym, so meinen Sie, sei ungefährlich! Fühlen Sie sich nur nicht so sicher; wir fassen Sie doch einmal! Auch wenn Sie sich hüten, laut zu sprechen! Es gibt gottlob genug Deutsche, die Unverschämtheiten auch dann mit einer kräftigen Ohrfeige beantworten, wenn Sie im Flüsterton geäußert werden. Verlassen Sie sich darauf!
Daß Sie vieles anders als unsere Führer machen würden, glauben wir Ihnen und Ihrem „vertrauten Kreis" sehr gern. Sie würden nämlich, an eine verantwortliche Stelle beordert, kläglich versagen und alles unsagbar, schlecht ausführen. Höchstens würde die jüdische Denkart Ihres Klein- gehirns dazu ausreichen. Ihnen schnell einige materielle Vorteile zu verschaffen. Was die eigentliche Arbeit betrifft, so würden Sie, da es Ihnen an Können und Wissen fehlt, Ihre Armseligkeit und Hohlheit hinter hochtrabenden Gesten der Großspurigkeit zu verbergen suchen Insofern wären Ihre Taten also wirklich anders. Was Sie aber im einzelnen in der Praxis anders machen würden, und welche Arbeitswege Ihnen richtiger erscheinen, darüber' schweigen Sie sich aus. Denn Ihre Kritik endet-ja grundsätzlich in der Nörgelei, nicht in Vorschlägen, ganz abgesehen davon, daß die nationalsozialistische Aufbauarbeit die b e st e der überhaupt möglichen Anstrengungen darstellt, Deutschland wieder zum Licht zu führen. Aber wir wissen schon, wie Ihre „besseren Rezepte" -beschaffen sind: Nach Ihrer Ansicht wäre das 'Arbeitslosenelend müheloser und schneller zu beseitigen, wenn man die Millionen Arbeitslosen einfach verhungern ließe, statt ihnen Arbeit und Brot zu verschaffen und von allen arbeitenden Volksgenossen Opfer zu verlangen
„Anders machen? Selbstverständlich! — Aber fragt uns nur nicht wie", stammeln Ihre Gesinnungsgenossen, wenn man sie ein-
Lorist Nettes.-
Zwei Hitler-Jungen ertrunken
Großes Tressen der dänischen Nationalsozialisten
Waffenstillstand in Arabien Regierungskrise in Sofia