Ausgabe 
(12.6.1934) Nr. 160
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das amtliche Vrgan Ses Senats

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der Freien Hansestadt vremen

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Nr. 160 / 2. Vierteljahr

Dienstag, 12. Juni

Einzelpreis 15 Rps.

Dollfuß nicht mehr Herr der Lage

Trotz verstärkter Eicherungömahnahmen zahlreiche neue Anschläge

Wien, 11. Juni

Der außerordentliche Ministerrat am Sonntag, der sich mit den Anschlägen der beiden letzten Tage und den zu treffenden Abwehrmaßnahmen befaßte, hat beschlossen, jeder Gemeinde eine frei­willige Ortswshr errichten zu lassen mit der Auf­gabe, gegen die Verbrecher vorzugehen. Soweit die Mitglieder dieser Ortswehren, so heißt es in der amtlichen Ministerratserklärung, sich bei ihren Amtshandlungen in jenen Grenzen, deren Einhaltung ihnen zugemutet werden kann, halten, werden sie Lei unbeabsichtigten Verstößen gegen Vorschriften, die für einen wohl ausgebildeten und geschulten Sicherheitskörper aufgestellt sind, behördliche Verfolgung nicht zu be­fürchten haben. (Anmerkung der Schrift­leitung: Dieser Satz ist höchst interessant. Sein Sinn ist offenbar eine Blankovollmacht für schärf­stes Vorgehen seitens der Ortswehren.)

Ferner kündigt die Regierung Dollfuß eine Er­höhung der Belohnungen für Anzeigen an, die zur Aufdeckung von Verbrechen führen. Die Bun­desregierung sei entschlossen, die Öffentlichkeit über alles, was sich etwa noch ereignen sollte, so­fort und rückhaltlos aufzuklären. 2n kürzester Frist würden gesetzliche Vorschriften ergehen, die die Möglichkeit böten, dem neuartigen Verbrecher­tum mit strengster Bestrafung, insbesondere auch durch Anwendung der Todesstrafe, rasch und ent­schieden entgegenzutreten. Während bisher alle Standgerichtsfälle zuerst dem Standgericht beim Landgericht Wien angezeigt werden mutzten, sollen jetzt lokale Schnellgerichte eingerichtet werden.

D!e Todesstrafe

soll in Zukunft nicht nur im standgerichtlichen Verfahren, sondern auch im ordentlichen Verfah­ren verhängt werden können. Weiter plant die Regierung eine großzügige Säuberungsaktion der Behörden und Aemter von allen unzuverlässigen Elementen. Die Regierung hofft, so den Terror wirkungsvoll bekämpfen zu können. Aus den offi­ziellen Mitteilungen ergibt sich der übereinstim­mende Eindruck, daß die Regierung sich mit allen Kräften bemüht, die volle Verantwortung und die Beteiligung der Nationalsozialisten an den Bombenanschlägen der letzten Tage nachzuweisen sucht.

Dei-stättter Bahnsicherungsdienst

Im Innsbrucker Rustdfunk wurde folgende Mit­teilung des Innsbrucker Brigadekommandos im Einvernehmen mit der Tiroler Landesregierung verbreitet: „Es tritt sofort ein verstärkter Bahn- ficherungsdiewst ein, an dem auch Wachpatrouillen des Bundesheeres mitwirken. Diese Patrouillen haben den

Auftrag zum rücksichtslosen Waffengebrauch gegen Saboteure.

Diese Maßnahme erfolgte im Zusammenhang mit den letzten Anschlägen auf Bahnstrecken in Ofterreich. In ganz Tirol werden die Bahnen von Patrouillen, die vom Vundesheer, dem Schutz­korps und anderen Verbänden gestellt werden, streng bewacht. Auf jedem Kilometer steht «in Posten. Die für diesen außerordentlichen Bahn- schutz aufgestellten Wachmannschaften hoben strengste Weisung, gegen alle Personen vorzugehen, die sich des Versuches eines Anschlages auf die Eisenbahn schuldig machen.

. doch weitere Zwischenfälle

dem neuesten Lagebericht der Sicherheits­ist in der letzten Nacht auf der Triester mstrecke bei Steinhaus am Semmering ein -prengstoffanschlag auf das Bahngleis ver- rden. Der Eisenbahnverkehr wurde zunächst Imsteigen aufrecht erhalten. Der Bahn­kante jedoch in kurzer Zeit wieder in lg gebracht werden. Der Verkehr wickelt der Südbahnstrecke wieder normal ab. er haben sich in den Bundeslandern rm der letzten Nacht Sprengstoffanschlage er- Die Sicherheitspolizei teilt mit, datz ,n im Laufe der Nacht ein umfangreiches lager beschlagnahmt wurde, bei dem 117 :anaten, Bomben und Sprengkörper gefun- lrden. Die Polizei erklärt, daß es sich hier- i die gleichen Sprengkörper handelt die letzten Tagen bei den Sprengstoffanschlagen isenbahnbrücken und Eisenbahngleise ver- wurden.

Ueber eine Reihe weiterer Zwischenfälle, die sich in der letzten Nacht ereignet haben, liegen jetzt weitere Mitteilungen vor.

In Vorarlberg wurde bei Vludenz der Eck­pfeiler einer Uel-er^'e'mng durch eine Ekra-

sitbombe gesprengt. — In Körnten bei Paternion wurden Angehörige der ostmärkischen Sturmscha­ren in einem offenen Kraftwagen beschossen, in einem anderen Ort mit Steinen beworfen. Es kam zu einem heftigen Zusammenstoß, als die Sturmschärler zum Gegenangriff übergingen. — In Liefering (Salzburg) wurden bei einem Kirchweihfest Rauchbomben geworfen. Vier Per­sonen wurden verhaftet. — Bei einer Feier der

ostmärkischen Sturmscharen auf der Tllrkenschanze in Wien wurden vier Papierböller zur Explosion gebracht.

Auf der Eisenbahnstrecke Amstetten—Linz wur­den bei Aschbach die Eisenbahngleis« beschädigt. In Amstätten ist der Leiter einer Papierfabrik verhaftet worden. Bei einer Haussuchung fand man bei ihm zahlreiche Schmierbüchsen. — Auf der Strecke Wien—Preßburg ist ein Leitungsmast

gesprengt worden. — An zahlreichen Stellen in Niederösterreich wurden Telegraphenleitungen zerstört.

Das Kabinett wird, wie verlautet, noch im Laufe des heutigen Tages zu einer außerordent­lichen Sitzung zusammentreten, um über weitere Maßnahmen zu beraten. Nach bisher noch unbe­stätigten Mitteilungen soll die Regierung auch internationale diplomatische Schritte erwägen.

Neueinteilung -es Schuljahres

Die Sommerferien werden um 4 Wochen verlängert

Berlin, 11. Juni.

In Ergänzung der Ausführungen, die der Reichserziehungsminister Rüst am Freitag vor der bayrischen Lehrerschaft der NSLV. über die kom­mende Neueinteilung des Schuljahres machte, er­fahren wir von amtlicher Seite:

Der Plan einer Neueinteilung des Schuljahres, der auf Veranlassung und unter führender Mit­wirkung des Reichsministers Ruft aufgestellt ist, steht gegenüber der in Preußen geltenden Ferien- ordnung als wesentlichstes eine Verlänge­rung der Sommerferien um etwa vier Wochen vor. Die übrigen Ferienzeiten werden eine entsprechende Kürzung erfahren. — Die zu­sätzlichen vier Wochen Sommerferien sollen der Lehrerschaft dazu dienen, sich alljährlich in Ee- meinschaftslagern nationalpolitisch, wissenschaft­lich und körperlich zu überholen. 2n diesen vier Sommerwochen soll sich der deutsche Lehrer in Gemeinschaft und Kameradschaft immer wieder von neuem die Kraft holen, um an der ihm an­vertrauten deutschen Jugend die Aufgaben er­füllen zu können, die ihm der nationalsozialistische Staat zugewiesen hat.

Um als Führer nicht nur in der Schule, son­dern im Leben selbst Vorbild sein zu können, er­fordert es des immer währenden Einsatzes aller Kräfte und einer Erprobung der ganzen Persön­lichkeit. Eine solch« Erprobung sollen daher die vier Wochen Eemeinschastslager für den Lehrer ebenfalls darstellen.

Aus diesem Grunde ist die verlängerte Ferien­zeit gleichzeitig auch gedacht als eine ständige, > alljährlich wiederkehrende Leistungsprll- I

fung, bei der sich zu ergeben haben wird, wer als Lehrer und Erzieher für sein verantwortungs­volles und hohes Amt noch die notwendige jugendliche Spannkraft besitzt, ohne die weder nach nationalsozialistischen Zielen erzogen, noch in nationalsozialistischem Geist gelehrt werden kann. Der deutsche Lehrer wird daher in Zukunft mit dem Staatsexamen nur eine notwendige Vorbildung abgeschlossen haben nicht sein« Bil­dung überhaupt. Bei ihm, der in täglicher un­mittelbarer Fühlung mit der Jugend steht, heißt dies: Fortwährende Ergänzung und Uebung aller Kräfte.

Die vier übrigen Ferienwochen werden dem Lehrer uneingeschränkt für seine Familie und zu seiner anderweitigen Verfügung stehen. Das übrige Schuljahr ist nur noch durch wesentlich kürzere Ferien zu den Weihnachts- und Oster- feiertagen unterbrochen.

VeremWMGung öes LLnterrichtswefens

Berlin, 11. Juni.

Aus Anlaß der Anwesenheit des Neichs- erziehungsministers Rüst in den Ländern Baden, Württemberg und Bayern fanden in Karlsruhe, Stuttgart und München unter Hinzuziehung der beteiligten Referenten eingehende Besprechungen über alle im Vordergrund stehenden Fragen des Schul- und Hochschulwesens statt. Die Verhand­lungen führten zu einer vollen Uebereinstimmung zwischen dem Reichserziehungsminister und den

Kultusministern der süddeutschen Länder hin­sichtlich der in allernächster Zeit durchzuführenden Nesormmaßnahmen mit dem Ziele weiterer Ver­einheitlichung und Vereinfachung des Unter­richtswesens.

Außer der vom Reichsminister Rüst in seiner Münchener Ansprache bereits bekanntgegebenen Vereinbarung mit dem Reichsjugendsührer Bal- dur von Schirach über die Abgrenzung der zeit­lichen Inanspruchnahme der deutschen Jugend durch Elternhaus, Schule und Staatsjugend stan­den die Fragen des Schuljahrbeginns, der inneren Schulreform, der Verwaltungsvereinfachung auf dem Gebiete des Schul- und Hochschulrechtes so­wie der Lehrerbildung im Vordergrund der Ver­handlungen. Auf allen Gebieten ergab sich völlige Uebereinstimmung der Auffassungen.

In München besuchte der Minister u. a. die Universität und wurde dort von dem Rektor der Universität und der Technischen Hochschule über­aus herzlich begrüßt. Der Rektor wies auf die historische Bedeutung des Augenblicks hin, datz zum ersten Male in der deutschen Geschichte ein für die Nationalerziehung der gesamten deutschen Jugend verantwortlicher Reichsminister gerade von den Münchener Hochschulen begrüßt werden könne. In einer ausführlichen Ansprache dankte der Minister der Hochschullehrerschaft und den Studenten und benutzte die Gelegenheit zu län­geren grundsätzlichen Ausführungen über die Stellung der Wissenschaft im nationalsoziali­stischen Deutschen Reich.

Der Neuaufbau der deutschen presse

Duisburg, 11. Juni

In der Hauptversammlung der Schriftleiter Rheinlands und Westfalens am Sonntag ent­wickelte der Führer des Reichsverbandes der Deutschen Presse, Hauptmann a. D. Weiß, in programmatischen Ausführungen die Richtlinien für den Neuaufbau der deutschen Presse. Er be­tonte u. a. einleitend, datz es unbeschadet der disziplinierten Einordnung eine wichtige Aufgabe der Provinzpresse sein und bleiben werde, dafür zu sorgen, daß die Zeitungen außerhalb der Reichshauptstadt ihre heimatgebundene Sonder­stellung bewahrten. Es wäre ein Irrweg, ver­langen zu wollen, daß die Provinzpresse weiter nichts darstelle als einen mehr oder weniger guten Abklatsch der Berliner Großstadtzeitungen.

Die Zeitung, so erklärte der Redner weiter, ist nun nicht ein totes Produkt, sondern das Er­gebnis der Geistesverfassung der Menschen, die sie machen, also der Schriftleiter. Bei dem Menschen also müssen wir den Hebel ansetzen. Der deutsche Schriftleiter muß als Verufsstand neu organisiert werden und ausgestattet werden mit allen jenen moralischen Qualitäten, die er braucht, um als nützliches Glied der nationalen Gesellschaftsord­nung im neuen Reich bestehen zu können. Drei Aufgaben müssen erfüllt werden, um den neuen Berufstyp des deutschen Journalisten zu gestalten: Eine politische, eine organisatorische und eine erzieherische Aufgabe.

Die politische Aufgabe ergibt sich eindeutig aus der Entwicklung des nationalsozialistischen Journalisten, bei dem Beruf, Gesinnung und poli­tischer Kampf stets eine Einheit sind. Der deutsche Schriftleiter der Zukunft muß seinem ganzen Wesen nach Kämpfer sein für den neuen Staat. Wir legen den allerentscheidendsten Wert auf die persönlichen und politischen Charakterwerte des deutschen Journalisten.

Die Mittel und Wege zur Schaffung der orga­nisatorischen Voraussetzungen, unter denen ein kämpferisch eingestellter Journalistentyp groß werden kann, sind das Schriftleitergesetz, die Be­rufsliste und der Reichsverband der deutschen Presse.

Ich möchte ganz offen erklären, daß das Schriftleitergesetz nicht gemacht worden ist, damit sich nachträglich durch die Lücken der Paragraphen wieder Elemente hineindrängen, die wir mühsam

los geworden sind. Der Reichsverband hat die schwere Aufgabe, überhaupt erst einmal eine neue Tradition für die deutsche Presse zu schaffen.

Für die Erziehungsaufgabe schließlich werden künftig Schriftleiter am Werk sein, die selbst mit dem Gedankengut des neuen Staates groß ge­worden und in ihm planmäßig erzogen worden sind. Wir wollen die junge Journalistengeneration einer planmäßigen, zentral geleiteten Schulung unterwerfen. Nicht ohne Absicht hat das Schrift­leitergesetz das Mindestalter der Berufsliste auf 21 Jahre festgesetzt. Aber die einzährige Berufs­ausbildung reicht nicht hin, das notwendige Maß an journalistischer Technik und Erfahrung zu ver­mitteln. Unser Ziel geht darauf hinaus, die gesetz-

Das konservative llnterhausmitglied, General­major Sir Alfred Knox, fragte am Montag den Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, ob ihm bekannt sei, daß die Dritte Internatio­nale von Moskau augenblicklich aufrühre­rische Propaganda unter den briti­schen Truppen unternehme und welche Aktio­nen dagegen geplant seien. Der Finanzsekretär des Kriegsamtes, Duff Cooper, erwiderte:

Die Antwort auf den ersten Teil der Anfrage lautet bejahend. Es würde nicht im öffentlichen Interesse liegen, die verfügbaren Informationen zu veröffentlichen. Eine Aktion kann nur unter­nommen werden, wenn genügend Beweismate­rial dafür vorhanden ist/ daß ein Bruch des Ge­setzes stattgefunden hat.

Knox gab sich mit ditser Antwort jedoch nicht zufrieden. Er betonte, das Agitationsmaterial der Dritten Internationale in täglichem Umlauf unter den britischen Truppen sei und forderte das Foreign Office auf, gegen die russische Regie­rung, ohne deren Zustimmung die kommunistische Internationale nicht einen Tag bestehen könne, vorzugehen. Cooper erklärte, der Eeneralstaats- anwalt habe schon vor einiger Zeit dargelegt,

lich verlangten Voraussetzungen zu ergänzen durch ein Erziehungssystem, das dem angehenden Jour­nalisten sowohl nach der politisch-charakterlichen wie nach der journalistischtechnischen Seite wesent­liche Grundlagen seiner Arbeit vermittelt. Es wird daran gedacht, vor oder während der Vo­lontärausbildung den Nachweis einer einjährigen Ausbildung bei der HJ., bei der SA. oder beim Arbeitsdienst zu verlangen. Nach dem Volontär­jahr muß der Volontär etwa ein Vierteljahr aus die Schule. Wir beabsichtigen, zunächst diese Schule in Berlin einzurichten und hoffen, mit dem ersten Schulüngskursus im Herbst dieses Jahres beginnen zu können. Das Ergebnis des ersten Schulungs­kursus soll zeigen, in welcher Form der weitere Aufbau erfolgen soll und ob es notwendig werden wird, neben den Zentralkursen in Berlin noch be­sondere Vorkurse bei den Landesverbänden abzu­halten.

daß die augenblickliche im Parlament erörterte Vorlage zur Erleichterung der Bekämpfung staatsfeindlicher Umtriebe den Behörden ermög­lichen würde, gegenüber den Leuten, die dieses Material in Umlauf setzen, wirksamer vorzugehen.

Gtreikunmhen in Amerika

ckvb. Newyork, 11. Juni.

In den verschiedenen Landesteilen ist es zu > neuen Streikunruhen gekommen. In Los Angeles überfielen Streikende arbeitswillige Dockarbeiter. Es gab 20 Verletzte, darunter mehrere Schwer­verwundete. Der Dockarbeiterstreik dauert bereits seit dem 9. Mai. Im Clevelander Kraftdroschken- streik wurden acht Personen verhaftet, da sie meh­rere Autodroschken umgeworfen und zerstört hat­ten. In Birmingham (Alabama) sprengten strei­kende Bergarbeiter zwei Häuser mit Dynamit Einige Personen wurden verletzt. Panzer­wagen mußten in Rochester (Newyork) eingesetzt werden, da sich vor den bestreikten Großschläch- lereien starke Mobansammlungen gebildet hatten. In Newyork befürchtet man infolge Zunahme des streiks in den Eroßschlächtereien eine große Fleischknappheit.

Kommunistische Propaganda in der englischen Wehrmacht

London, 11. Juni.

Blick ins Ausland

ll. U. Bremen, 12. Juni 1SZ4.

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über schwere Ueberfälle der jüdischen Unter­welt in Newark auf deutsche Veranstaltun­gen. Nur mit Mühe ist es der Polizei gelun­gen, die Ordnung wiederherzustellen. Die Zahl der Verletzten unter den Deutschen ist erheblich. Jetzt kommt eine Nachricht aus Madrid, wo eine kommunistische Bande eine deutsche Sportveranstaltung mit einem Steinhagel überfallen hat und dabei Dräuen und Kinder verletzte. Selbstverständlich sind auch in diesem Falle die Juden wieder die geistigen Führer gewesen. Die Erfahrungen haben ja gelehrt, daß überall da, wo der Kommunismus versucht, Boden zu gewin­nen, der Jude sein Geschäftchen machen will, denn er weiß ganz genau, daß in einem kommunistischen Staatswesen für ihn die Zeit des absoluten Herrschens gekommen ist. Entrechtete Menschen sind für ihn die geeig­netsten Objekte. Der Ausländsdeutsche wird sich mit diesem glühenden jüdischen Haß ab­zufinden wissen, denn die Zeit wird einst kommen, da die Völker verstehen lernen, welchen Pionierdienst das nationalsozialisti­sche Deutschland mit der Aufrollung der Iudenfrage der Welt geleistet hat. Das in­ternationale Judentum soll aber heute schon nicht vergessen, daß Druck Gegendruck er­zeugt, und würden wir in Deutschland nicht Moral genug im Leibe haben und uns an jüdische Sittengesetze halten, dann hätte das Judentum in Deutschland wahrhaftig nichts zu lachen. Die Entwicklung der Dinge in Deutschland hat gezeigt, daß ein Volk ohne Juden leben kann, die Juden aber nicht ohne andere Völker. Leider war Bescheiden­heit noch nie eine jüdische Tugend gewesen.

Die österreichischen Aerr Dollfuß und seine

Getreuen machen augen- PMveN blicklich wieder böse Tage durch. Dollfuß meinte, nachdem er unter den Marxisten im Frühjahr ein Blutbad ange­richtet hatte, diese schnell wieder versöhnen zu können, indem er seine Enadensonne über die Marxisten scheinen ließ, während er die Nationalsozialisten einsperrte. Diese be­sondere Verbeugung nach links ist ihm aber schlecht gedankt worden, denn nun vergeht kein Tag, an dem nicht irgend etwas durch marxistische Bomben in die Luft fliegt. Be­sonders die Eisenbahnen hat man dabei aufs Korn genommen. Die Marxisten sind also recht aktiv, ja gänz gefährlich gewor­den. Was diese Bombenanschläge für ein Land wie Oesterreich bedeuten, das sich jetzt auf den Reiseverkehr einrichtet, braucht nicht besonders unterstrichen zu werden. Diese Eisenbahnanschläge werden dem Fremden­verkehr Oesterreichs den letzen Rest geben.

Es ist eine furchtbare Zeit, die das schwer­geprüfte österreichische Volk durchmachen muß, weil die Herrschenden nur ein Ziel kennen: ihre selbstsüchtigen Pläne zu ver­wirklichen. . Kürzlich war sogar Herr Star- hemberg bei Mussolini, um von ihm, wie die Zeitungen berichten, die Herzogswürde von Oesterreich zu erhalten. Alles will verdienen an diesem ausgepowerten armen Volke. In Wien die Juden und die Beauftragten dei^ internationalen Hochfinanz, die ihr Geld in das pleite Land gesteckt haben; auf dem Lande der Klerus, der in Politik, statt in Religion macht und im übrigen die „Vater­ländischen", die sich Posten ergattern wollen. Nur an das Elend des Volkes denkt nie­mand und wir befürchten, daß in absehbarer Zeit dieses getretene und geschundene Volk eine furchtbare Abrechnung mit den jetzigen Gewalthabern vornehmen wird.

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Das Werben W Während es um das Bünd- NlMM E- Sowjetrußland-Frank-

-"«IM,in reich in der letzten Zeit

wieder still geworden ist, haben etwas über­raschend die Tschechoslowakei und Rumänien Sowjetrußland anerkannt. Für Rumänien bedeutet dieser Schritt gleichzeitig ein diplo­matischer Erfolg, denn die Veßaräbien-Frage, die seit Kriegsende der ständige Zankapfel zwischen Rußland und Rumänien gewesen ist, scheint jetzt völlig in den Hintergrund gedrängt zu sein Rußland hat anscheinend seine Ansprüche auf Beßarabien zurück­gestellt. Wir haben vom deutschen Stand­punkt aus absolut nichts gegen diese Ent-

Ehrung Richard Ärsutz' dis Nsichs- regierung

Eröffnung des Wisentgeheges durch Mi­nisterpräsident Göring

Erhebliche Gegensätze in der Abriistungs- frage

Wüste marxistische Ausschreitungen gegen die deutsche Kolonie in Madrid