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Anreiaen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeil° im Anzeigenteil 12 Rps.. die 70 -n^- 3 elle . lm Textteü 7L Rps. KrinLkiate Grundpreise (für Stellengesuche, Fannlienanzergen, klerne Anzeigen, DerernZnutteilungen u. a.) s stnstL B°Äu7g°nP«isiiste° tzA 'Anzeigen du?/ Fernsprecher keine EewShrAnnahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit des Verlages werktäglich von 12-13 Uhr, der Schriftleitung werktäglich von 18—17 Uhr.
Nr. 79 / i. Vierteljahr
Mittwoch,
den 21 . März
Einzelpreis 12 Rps.
Wir alle helfen öle Arbettsschlacht gewinnen
Ganz Deutschland folgt der Losung, die der Führer heute ausgibt
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— Oer Treuhänder der Arbeit ^ für das Wirtschaftsgebiet Diederfachfen
Dach langen Jahren des Elends und der Kot ist zum ersten Mal im letzten Fahr wieder Hoffnung und -Lebensfreude in die Herzen unzähliger deutscher Volksgenossen eingezogen. Ueber zwei Millionen unserer erwerbslosen.Kameraden sind wieder in Arbeit und vrot gebracht worden. Mit beispiellosem Opfermut hat das durch die Kraft der nationalsozialistischen Idee geeinte deutsche Volk für seine hungernden Drüder und Schwestern in diesem Winter gesorgt und damit wahren Sozialismus Tat werden lassen. Dun gilt es einen neuen und entscheidenden Angriff gegen die Arbeitslosigkeit vorzutragen. Mit unbeugsamem Willen und alterprobtem Kampfgeist wird auch dieser Feind bezwungen werden. Jeder Einzelne musi bereit sein und zu seinem Teil zum Gelingen der Arbeitsschlacht beitragen: keiner darf abseits stehen. Auf den Einzelnen kommt es an, hier zeige jeder, dasi er den Ginn unserer nationalsozialistischen Volksgemeinschaft voll ersaht hat. Doch sind vor allem in unserem Gebiete, das durch seine besondere Struktur des auf den Welthandel gerichteten Unternehmertums gekennzeichnet ist, große Aufgaben zu erfüllen, um auch in unsere Häfen und in die mit ihnen verbundenen Städte wieder den Gegen reicher Arbeit einziehen zu lassen. Hanseatischer Wagemut wird hier in altgewohnter Weise den endlichen Sieg im Arbeitskamps gewinnen helfen
gez. Or.Markert
VotSdamer Geist in der Arbeitsschlacht
k'. L. Bremen, 21. März.
... 21. März 1933: Deutschlands u nvergeh l i ch st e r und denkwürdigster Tag. Tag des deutschen Frühlings, da in Potsdam ein Deutsches Reich seine Wiedergeburt erlebte.
21. März 1934: Deutschlands kraftvollster Tag. Tag des deutschen Frühlings, da ein deutsches Volk die schweren Ketten der Arbeitslosigkeit endgültig sprengen will.
^Potsdam! Der Geist des großen Königs ist wieder lebendig geworben. Jener Geist, den man über ein Jahrzehnt lang verhöhnt und gelästert hat. Weil sie, die roten und schwarz-rot-gelben Machthaber wohl ein großes Maul, aber einen kleinen Verstand hatten, sich vor dem unbändig starken Geist von Potsdam fürchteten, gaben sie dem Volke ein Surrogat und bezeichneten es als den „Geist von Weimar". Aber sie verstanden nicht unter dem Geist von Weimar senen freiheitsdürstenden eines Schillers oder den eines Goethes, des tiefen Denkers. Sie meinten, man könne Geist erzeugen, wenn man viel rede und aus tausend Anschauungen Anleihen nehme. Der Geist von Potsdam, so redeten sie dem -Volke vor, sei kriegerisch, ihr Weimarer Geist aber sei friedlich. Dabei verstanden sie unter „friedlich" nur pazifistisch. Einen Frieden auf Kuhhandel. O ja! Der Geist von Potsdam war und ist im gewissen Sinne kriegerisch, aber nur zum Zwecke der Selbstverteidigung, im Kampfe um Lebensrecht und Lebensraum. Wenn der große König in Potsdam auch manchen Krieg geführt hat, so doch nicht, weil ihm etwa der Krieg Selbstzweck gewesen wäre, sondern, weil er seinem Volke die Scholle sicherte. Und auf dieser gesicherten Scholle baute er seinen Staat auf, von dem er mit Stolz erklärte, daß er dessen erster Diener sei.
Der Geist von Potsdam hat Jahrhunderte überdauert, weil er eine Quelle sich stets erneuernder K. >.st ist. Der Geist von Weimar hat nicht einmal ein Menschenalter erreicht, weil er von vornherein den Keim des Todes in sich trug und art- und volksfremd war.
Vorn Potsdam friderizianischer Zeit bis zum Potsdam, 21. März, führt eine gerade Linie. Den großen König und Adolf Hitler, den Führer des neuen Deutschlands, kann man nur in einem Atemzug nennen. Gleiche Charaktere, gleiche Staatsauffassung und gleicher Arbeitswille sind die Wesenszllge dieser beiden Männer. Im National-Sozialismus hat der Geist von Potsdam seine Wiedergeburt gefunden. In voller Erkenntnis dieser Tatsache verlegte deshalb vor einem Jahre der Führer den großen Staatsakt nach Potsdam, um aller Welt kund zu tun, daß der Geist von Potsdam denjenigen von Weimar ein für allemal überwunden hat.
Der Geist von Potsdam ist hartin seinem Denken. Er ist in einer harten, schweren und schicksalsreichen Zeit erzeugt und hat sich tausendfältig bewährt. Genau so ist es heute. Wir können nicht Menschen gebrauchen, die bei jeder Gelegenheit Kompromisse schließen. Gradlinig muß die Politik sein. Und gradlinig heißt stets hart sein. Gegen sich selbst und gegen andere. Wenn der Alte Fritz durchs Land fuhr und manchmal mit seinem Krückstock Ordnung schaffte, wo es nötig war, so haben auch wir heute in Deutschland das harte „M u ß" zu erfüllen. Wir brauchen dazu zwar nicht die Aufmunterung eines Krückstockes, wohl aber die Stimme unseres Gewissens, die uns mit hoher und schwerster Verantwortung belastet. Die schicksalsreiche Zeit, in die der. Aufbau des neuen nationalsozialistischen Staates fällt, kann daher nur einen Geist gebrauchen, der bedingungslos dem Staate und dem Volksganzen dient. Diese Zeit kennt keine Ausflüchte, kein Sich-Retten auf irgendeine einsame Insel, wo es keine Gemeinschaft gibt — sie kennt nur eins: Auf Gedeih' und Verderben zusammenstehen, arbeiten, kämpfen, siegen oder untergehen.
Der Geist von Potsdam hat uns das Dienen und Gehorchen gelehrt. Einer nur befiehlt und dieser eine dient als erster dem Staate und empfängt seine Verantwortlichkeit vom Staate. So hat es der Alte Fritz gehalten, so hält es heute der Führer. Und für uns andere soll das Dienen und Gehorchen dem Staate und dem Führer in Fleisch und Blut übergegangen sein. Wir sollen überhaupt den Ehrgeiz haben, uns alle als erste Diener des Staates zu fühlen. Dann erkennen wir erst, was Verantwortung heißt und wir werden es mit der Erfüllung unserer Pflichten doppelt peinlichst genau nehmen.
Zu dieser hohen Verantwortung wird uns heute der Führer aufrufen. Wort für Wort, das er zu uns spricht, wiegt zentnerschwer. In jedem Satz wird künftiges deutsches Schicksal verankert sein. „Großkampftag der zweiten Arbeitsschlacht" verzeichnet nüchtern der Kalender auf dem Blatt des 21. März 1934. Im Kriege hing von dem Ausgang eines Großkampftages das Schicksal und die Ehre einer Armee ab. Von diesem Großkampftag für die Arbeitsschlacht 1934 hängt das Schicksal von 4 Millionen Menschen und die Ehre des deutschen Volkes ab. Darüber hinaus aber der wirtschaftliche Aufstieg Deutschlands überhaupt. Verlieren wir diese Schlacht oder bleibt sie nur unentschieden, wird das Ausland seine Glossen über uns reißen und die Besserwisser werden triumphieren und uns sagen: „Seht Ihr, wie ohnmächtig Ihr seid, gegen ein gottgewolltes Schicksal anzukämpfen." Aber das wäre schließlich noch zu ertragen, wenn nicht die Mut- und Kopflosigkeit, die nach jeder verlorenen Schlacht einsetzt, die Massen ergreifen würde. Man schelte uns nicht Pessimisten und Schwarzseher, wenn wir dies aussprechen, aber es ist notwendig, ausgesprochen zu werden, damit jeder Deutsche sich der Folgen bewußt ist, wenn er bei dieser Arbeitsschlacht nicht an der Front steht.
Aber wir wollen nicht zittern vor dieser Aufgabe wie die alten Weiber. Wir wollen auch gar nicht daran denken, daß wir es nicht schaffen werden. Mit dem starken kindlichen Glauben, der nicht Furcht kennt und der mit Riesen spielt, wollen wir an die Arbeit gehen. Morgen schon, nicht erst übermorgen, denn jeder Tag ist kostbar. Jeder Tag bedeutet eine Menschen-Existenz, die glücklich werden kann.
Die Voraussetzungen für den Sieg dieser Arbeitsschlacht sind heute besser als im vorigen Jahre. Der Staat selbst ebnet den Weg mit den umfangreichsten Arbeiten der öffentlichen Hand und wird vielen Hunderttausenden neue Arbeit geben. Diesem Beispiel soll die Wirtschaft nacheifern. Es muß ihr möglich sein, die Zahl der in ihr Tätigen weiter hinaufzuschrauben. Unter Wirtschaft verstehen wir nicht nur die Großbetriebe, auch die kleinen und kleinsten Betriebe. Ein Arbeiter muß zum mindesten mit durchgeschleppt werden. Was scheinbar unmöglich ist, wird möglich, wenn der gute Wille vorhanden ist. Man komme heute nicht mit dem abgedroschenen Schlagwort „rationell" und suche Schutzdeckung dahinter. Der Begriff „rationelle Betriebsführung" stinkt nach Eigennutz. Heute heißt die Losung „Opfern!", und ein Opfer sehen wir darin, daß eine neue Arbeitskraft eingestellt wird, auch dann, wenn unter normalen Verhältnissen dies nicht nötiq erscheint.
Wrr müßen uns fragen, was wir als Pri valle ute in dieser Arbeitsschlacht zu tu haben. Hier nur kurz einige Anregunger Schaue deine Wohnung nach, du wirst no genug Arbeit für den Handwerker finden. B zahle auch prompt Handwerkerrechnungen, d, mit dieser wieder neue Gesellen einstelle kann. In deinem Garten gibt es Arbeit, d einen Mann ernähren kann. Du brauchst neu Kleidung, deine Wäsche ist ausbesserung! bedürftig — schon ist neue Arbeit geschaffn Gehe auch einmal aus und gönne dir etwas - im Gaststättengewerbe gibts noch Arbeitslos Lese deine Zeitung allein, nicht mit dreie zusammen; kaufe dir gute Bücher, bestelle d! neue Drucksachen — es gibt noch Zehntausen! stellungsloser Buchdrucker. Gehe ins Theate kaufe dir Bilder — die Zahl der e werbslosen Künstler ist riesengroß. Vergiß do Baugewerbe nicht! Pfusche nicht irgend eine Handwerker in den Beruf. Beschäftige keine Schwarzarbeiter. Unterstütze möglichst keir Doppelverdiener. Ueberhaupt, schaff mit jedem entbehrlichen Pfenni Arbeit, Arbeit und wieder Ar b e i t.
Das ist der Geist von Potsdam in Nationalsozialist! siher Auffassung. Er hat nichts mit der Jrage einer Staatsform zu tun. ist aus Volkesnot geboren, berufen, das Volk aus der Not wieder herauszuführen; er kennt nur harte Pflichterfüllung und ist bereit, das Letzte für das Gesamtwohl einzusetzen. Diesen Geist hat uns Hitler wieder geschenkt. Und wenn der Führer heute dafür wirbt und trommelt dann soll die ganze Welt es wissen: Wir werden auch diese Arbeitsjchlacht gewinnen! Wir alle, vom ersten brs zum letzten Mann, bürgen dafür!