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Bremer Nationalsozialisten
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Halle, 19. Dez. Vor 2000 Amtswaltern, Orts- Gruppenleitern und Abteilungsleitern der politischen Gliederung der NSDAP. sprach am Sonnabend Adolf Hitler über den künftigen Weg der NSDAP. und ihr politisches Programm. Hitler führte aus:
Heute ist unsere Bewegung ein unübersehbarer Faktor, so unübersehbar, daß alle Regierungen immer nur zu einem gewissen Preis zu haben sind, der tm wesentlichen von uns selbst bestimmt werden muß. Diese Sorge um den Preis ist so Kroß, daß man uns in die Regierung hincinbit- ten wollte, allerdings auch wiederum zu einem Preis, don ich für unannehmbar hatte.
Wenn es unseren politischen Gegnern wirklich i ernst wäre mit einer Verständigung, dann frage ich sie: Warum haben Sie, meine Herren Befürworter u-nd Gönner aus dem bürgerlichen Lager unserer Bewegung nicht die Macht bewilligt, die Sie doch bisher jedem SPD.-Bonzen ohne weiteres zugestanden hatten? Ich laste mich nicht schlechter behandeln als die „Organisationen des Landesverrats". Glauben Sie, es wäre für unsere Bewegung vorteilhafter gewesen, wir wären jetzt gleichzeitig mit Papen zusammen torpediert worden? Für mich ist die' Reichsregierung niemals das Verdun der Westfront. Wir find auch nicht dazu da, etwa verkrachte und ruinierte Staaten in Ordnung zu bringen und uns dann zum Schluß einen Fußtritt geben zu lasten. Wir haben das Beispiel schon einmal in Thüringen erlebt. Ich verwahre mich ganz entschieden gegen den Vor- wurf, wir hätten nur Fehler gemacht. Wäre meine Arbett lauter Fehler gewesen, wie hätte aus den sieben Mann eine Millioneubewrgung wachsen können. Ich habe die Bewegung gegründet und ihr gegeben, was sie an Symbolen besitzt. Niemals kann ich daher so handeln, wie ein beliebiger Parteiführer, der eines Tages als Hospitant auftritt, weil sein eigener Laden in die Brüche gegangen ist. Ich kämpfe nicht, um Konzessionen zu machen oder gar zu kapitulieren.
Die Amtswalter-Kundgebung schloß mit einem Treue-Gelöbnis für Adolf Hitler.
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Am Sonntag vormittag sprach dann der Führer vor über 4200 Amtswaltern des Gaues Magdeburg-Anhalt in der Magdeburger Stadthalle.
Er begründete eingehend seine Haltung zur Frage des Eintrittes in die Reichsregierung und verwies dabei auf die Tatsache, daß man zu Ansang dieses Jahres den Versuch gemacht habe, die NSDAP auszulösen. Am Ende des Jahres aber habe man versucht, den Führer dieser Bewegung in die Regierung zu bekommen. Die Taktik der Bekämpfung der nationalsozialistischen Bewegung habe mit dem Totschweigen begonnen und ende jetzt geradezu mit der Bestechung.
Der Gegner sei aber stets der gleiche geblieben.
Wenn man die NSDAP jetzt einlade, in die Regierung einzutreten, so geschehe dies aus dem gleichen Grunde, aus dem man vorher die Bewegung verbieten wollte. Als man ihn eingeladen habe, in die Regierung einzutreten, sei der einzige Zweck gewesen^ die Bewegung zu zerstören. Niemals aber werde er sich und die NSDAP für ein Lin
sengericht verkaufen. Die Macht dürfe der Nationalsozialismus nur dann annehmen, wenn er überzeugt sei, daß er sie auch halten könne. Niemals dürfe die StSDAP in eine Reichsregiernng eintreten, wenn die Gefahr bestehe, -atz man sie wieder verlassen müsse. Wer einmal nach Berlin gehe, dürfe nicht mehr herausgehen, und keine Macht der Welt dürfe dann den Nationalsozialismus herausholen können. Die nationalsozialistische Bewegung sei stark in ihrer Verwurzelung im Volke. Der Gegner werde verlieren, da der Nationalsozialismus die ewigen Krastreserven der Nation hinter sich habe und diese mobilisieren werde. Unter großem Jubel erklärte Hitler, daß er kein anderes Endziel kenne, als den Sieg der Bewegung. Wenn irgendjemand das Schiff des Nationalsozialismus verlasse, so kümmere ihn das nicht.
Am Sonntag abend sprach Adolf Hitler in sämtlichen Sälen von Sagebiel vor den Amtswaltern und den SA.- und SS.-Füh- rern der Gaue Hamburg, Schleswig-Holstein und Hannover-Ost. Der Führer ging zunächst aus Schleichers Rundfunkrede ein und sagte u. a.:
Die Rundfunkrede Schleichers habe viele Gedanken enthalten, von überall hergeholt, aber nicht, einen einzigen Weg, wie er im großen diese Gedanken zu realisieren beabsichtige. Es sei irrig, zu glauben, die NSDAP. kämpfe um die Wilhelm- straße; nein, sie kämpfe um das deutsche Volk. Das sei der Schlüssel, der dann auch einst die Wilhelmstraße öffnen könne. Als Wahrer der Einheit, des Mutes und der Entschlossenheit der Bewegung werde er sich für sie und ihr Ziel Persönlich einsetzen bis zur Selbstaufopferung und seinen Weg gehen, ohne nach rechts oder links zu schauen. Gerade in Notzeiten sei die NSDAP. widerstandsähig geworden. Wenn ein wenig Treibholz abschwimme, schließe sich der Kern umso fester zusammen zu einem Bund unerschütterlicher Treue und Kameradschaft. Die NSDAP. könne in keine
(Drahtbericht u. Berl. Schriftl.)
Berlin, 19. Dezember. Die letzte Woche vor dem Weihnachtssest zeigt Termine, die leicht zu politisch außerordentlich wichtigen. Ereignissen führen können.
Heute nachmittag tritt der Aeltestenrat des Reichstages zusammen, um über den kommu - nistischenAntragaufsofortiFeEin- berufung des Reich sdtages zu beraten Das Schicksal des kommunistischen Antrages ist noch ungewiß, obgleich die Zweckmäßigkeit eines Zusammentritts des Reichstages bor Weihnachten nicht recht einzusehen ist.
Noch wichtiger dürste die Arbeit des Reichsrates, die am Dienstag vormittag beginnt, sein, da der Reichsrat in seiner Vollsitzung am Dienstag über die Amnestie- vorlage des Reichstages abstimmen wird. Ein Einspruch gegen die Amnestie, der praktisch eine Sabotage der Amnestie bedeuten würde, könnte schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, da die Erregung des deutschen Volkes
Regierung hineingehen und später herausgehen.
Ebenso habe sie «richt einmal einen Reichs-SA.- Aufmarsch in Berlin abhalten können, denn wer einmal in die Reichshauptstadt ekimarschiere, müsse auch darin bleiben.
Die Amtswalter des Gaues Weser-Ems waren gestern zu einer Gautagung nach Oldenburg zu- sammongerusen worden, die einen begeisternden Verlaus nahm. Landesinspekteur Rüst sprach ca. 2 Stunden lang über die politische Lage. Wir werden über die Tagung noch berichten.
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(Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung)
Berlin, 19. Dez. Am Sonnabend und Sonntag kam es in der Reichshauptstadt zu größeren Ausschreitungen kommunistischer Banditen. Ein schwerer Zusammenstoß ereignete sich am Sonnabend gegen 19 Uhr in der Landsbergerstraße, wo kommunistische Demonstranten das nationalsozialistische Verkehrslokal zu stürmen versuchten. Die Bandit«, gaben mehrere Schüsse ab, durch die eine völlig unbeteiligte Passantin, eine 44jährige Frau, am Unterschenkel schwer verletzt wurde. Die in dem nationalsozialistischen Verkehrslokal anwesenden wenigen Nationalsozialisten konnten das Eindringen der Banditen in das Lokal verhindern, bis das Ueberfallkommando eintraf. Die Haupttäter konnten entkommen; lediglich 3 Verdächtige wurden festgenommen.
Auch am Sonntag organisierten die Kommunisten Demonstrationen und. Zwischensälle. In der Leipzigerstraße, der Müllerstraße, auf dem Bott- buser-Damm und der Schönhauser-Allee bildeten sich Demonstrationszüge, die wüste Hetzrufe gegen den Nationalsozialismus ausbrachten und teilweise versuchten, Passanton anzupöbeln und Läden zu plündern. In verschiedenen Fällen mutzte die Polizei Schreckschüsse abgeben, durch die aber niemand verletzt wurde. Vom Gummiknüppel wurde ausgiebig Gebrauch gemacht.
stark gesteigert werden würde, wenn man die Zehntausende politischer Gefangener über das Weihnachtssest hinaus in den Kerkern des Systems schmachten lassen würde. Der Einspruch des Rcichsrares wäre nicht nur volksfeindlich^ sondern auch dumm, denn im Reichstag würde auch eine erneute Abstimmung die Annahme der Amnestievorlage zur Folge haben.
Die Ausschüsse der Parlamente treten teilweise ebenfalls in der Weihnachtswoche zusammen. Im Hauptausschuß des Preußischen Landtages werden in der Hauptsache nationalsozia- sozialistische Anträge zur Behebung der Not der Erwerbslosen behandelt werden. Der landwirtschaftliche Siedlungs-Ausschuß des Reichstages hat sich heute mit Anträgen zu Gunsten der Siedler zu beschäftigen.
Selten Wohl haben sich in der Weihnachtswoche soviel politische Ereignisse zusammengedrängt, wie diesmal. Bei der allgemeinen Spannrings-und Nervosität werden unvorhergesehene Ereignisse schwerlich überraschen.
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Von Werner Haverbeck
Der Liberalismus brachte die Auflösung aller gesunden staatlichen Begriffe. Aus dem'Staat, als der Form des Volkstums wurde ein Ver« Wallungsapparat, der nicht mehr der Gesamtheit, sondern einer Vielheit von Einzelindividuen diente.
Der Liberalismus verfälschte jede gesunde wirtschaftliche Denkart, indem er die Wirtschaft aus einem Mittel zur Erhaltung des Volksganzen zu einem Ausbenteobjekt einiger gewissenloser Profitjäger machte.
Der Liberalismus zerstörte jede völkische Grundlage dadurch, daß er das Volkstum und seine Bindungen negierte, daß er das Volk aus seinem' Boden entwurzelte und es seinem Blutinstintt vergessen machte.
Heute erleben wir den Zusammenbruch der liberalistischen Weltbildes und alles dessen, wat nach seinen Grundsätzen aufgebaut wurde.
Das alles ist ein Vorgang, der sich nach zwangsläufigem Gesetz vollzieht. Ern Jahrhundert bricht zusammen, während aus Schutt und Trümmern bereits ein neues Zeitalter aufsteigt. Das Neu« ballt sich im Nationalsozialismus. Die Grenzen' sind klar gesteckt, das neue Weltbild ist ausgerichtet und der Liberalismus könnte uns nur noch ein klägliches Spottbild sein.
Aber eben dies sind nicht die letzten Auswirkungen des Liberalismus. Einer liberalistischen Staatsauffassung kann mit einer neuen völkisch gebundenen begegnet werden, eine verfälschte Wirtschaftsauffassung lehrt bereits durch ihr Versagen neue Wege. Geistig und körperlich ist der Liberalismus tot, aber seine Seele — soweit man diesen Begriff auf ihn überhaupt anwenden darf — lebt noch mitten unter uns.
Wir finden es immer in der Geschichte, daß Ideen weiter leben, auch wenn ihre Zeit bereits abgelaufen ist und so empfinden wir heute, daß der wirtschaftliche Zusammenbruch ertragbar, der staatliche aufzuhalten wäre, wenn nicht das Gifj bereits in das Zentrum des Lebens in die Volksseele und damit in die Seele des Einzelnen eingedrungen wäre. Oft genug, ohne überhaupt erkannt zu werden.
Wir erfahren heute, wo alles äußere Machwerk bereits zusammengestürzt ist, wie der Liberalismus weit über diese Auswirkungen hinaus alle tiefsten Lebenswerte bereits angefressen hat. Wie er uns, den erledigt wir glaubten, als schleichendes Gift überall begegnet, in der öffentlichen Meinung ebenso wie in der Auffassung des Einzelmenschen. Wie das ganze Denken und Fühlen noch verstrickt ist in seine Vorstellungsweise: Denn wenn heute im Volksleben Treu und Glauben nichts mehr gilt, wenn die Ehre ein Spielball geworden ist, mit dem man im Politischen Kampf leichtfertig umgehen zu können vermeint, wenn Ehrlichkeit gleich Dummheit gewartet wird, wenn Gerechtigkeit selbst bei Gerichten nicht mehr zu finden ist, wenn die Begriffe Güte und Ehrfurcht nur noch als Schranzen vergangener Zeit gelten, wenn selbst ein Eid nichts Unverletzliches ist, dann sind das alles die tiefsten Auswirkungen des liberalistischen Geistes.
Darum ist es zutiefst begründet, tyenn der Nationalsozialismus als Bewegung zur Erneuerung des gesamten Volkstums die charakterlichen Werte wieder als Grundlage herausstellt, mit der die Wiedererstehung des Volkes steht oder fällt.
Darum wendet sich der Nationalsozialismus an die Seele, um dort wieder das Gefühl zum Klingen zu bringen, das verloren ging. Der Nationalsozialismus hat der Weltausfassiiiig des Liberalismus, in der der Nutzen und Erfolg alles gilt und' der Zweck die Mittel heiligt und daher jedes Mittel zum Kampf gegen den anderen recht ist, eine neue Weltanschauung gegenübergestellt. Erle neue und doch ewig alte, denn es ist die Lebensanschauung, die aus unserem Blute spricht und die uiiseren Ahnen als Unverbrüchliches galt.
Es ist die in dieser Lebensanschauung begrün«
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