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Bremer Nationalsozialisten
Von nvuon XLmpton unrl
Liegen
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Berlin, S. Dezember. Ueber die am Montag abend in Anwesenheit Adolf Hitlers abgehaltene erste Sitzung der nationalsozialistischen Reichstags- fraktion gibt die Reich-Pressestelle der NSDAP. nachstehenden Bericht auS:
„In Anwesenheit Adolf Hitlers trat am Montag abend die Reichstag-fraktion der NSDAP. zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Der Fraktionsvorfitzende Dr. Frick eröffnete die Sitzung mit einer Begrüßungsansprache, in der er feststellte, daß die Fraktion zusammengekommen sei, um zu bekunden, daß sie geschlossener und einiger denn je hinter ihrem Führer stehe und in den Kampf eintrete.
insgesamt in Thüringen prozentual im Verhältnis zu den anderen Parteien nicht zurückgegangen sei, sondern sogar gegenüber der letzten Reichstagswahl im Verhältnis etwas gewonnen habe.
In zahlreichen Gemeinden sei sogar die Stimmen- zahl der letzten Reichstagswahl überschritten worden.
Keine Sekunde werde die nationalsozialistische Bewegung in ihrem Kampfeswillen und in ihrer Kampfentschlossenheit erlahmen.
Sie habe dsn längeren Atem und werde daher auch den letzten Sieg erringen.
Nachdem Adolf Hitler sodann die politischen Richtlinien für die Reichstagsfraktionen im einzelnen bekannt gegeben hatte, schloß der Fraktionsvorsitzende Dr. Frick die Sitzung, indem er dem Führer namens der gesamten Fraktion das Gelöbnis unerschütterlicher und unverbrüchlicher Ge- folgstreue in die Hand ablegte."
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Dann nahm Adolf Hitler das Wort und legte in mehr als einstündigen Ausführungen nach einem Rückblick auf die letzten politischen Ereignisse die Richtlinien fest, die für die Haltung der Reichstagsfraktion der NSDAP. Im kommenden Kampf maßgebend sein werden. Ausgehend von den immer gleich bleibenden weltanschaulichen Zielen und der großen nationalen Ausgabe der Bewegung, von der Millionen Deutscher die Erfüllung ihres Sehnens nach einer besseren deutschen Zukunft erwarten, gab er seiner durch nichts zu erschütternden Ueberzeugung Ausdruck, daß Energie und eiserne Fähigkeit der nationalsozialistischen Idee den Sieg sichern werde.
Niemals habe eine große Bewegung gesiegt, wenn sie den Weg des Kompromisses eingeschlagen habe.
Je mehr die Ereignisse zur Entscheidung drängten, um so mehr Opfer erfordere der Kampf. Entscheidend sei allein, wer in diesem Kampf das letzte Ausgebot und das letzte Bataillon auf die Walstatt bringe.
Es sei nicht war, daß die NSDAP. in Thüringen eine Niederlage erlitten habe. Wenn man schon diese Gemeindewahl als politischen Maßstab nehmen wolle, dann stelle er fest, daß die NSDAP.
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Neben der Fraktionssitzung der NSDAP, über deren bedeutungsvollen Verlauf wir oben berichten, hat im Reichstagsgebäude gestern sich eine fieberhafte Tätigkeit entwickelt. So trat auch die deutschnationale ReichstagSsraktion unter dem Vorsitz von Dr. Oberfohren zu einer Besprechung zusammen und ließ sich von Dr. Hugenberg berichten, mit welchem Mißerfolg sein Jrp- trigantenspiel der letzten Woche geendet habe. Der Pressechef der Deutschnationaken kündigt in den parteiamtlichen Mitteilungen an, daß die Stellung der Deutschnationalen zum Kabinett Schleicher noch nicht geklärt sei und daß sie es von den ersten Schritten der Regierung abhängig machen würden, wie sie sich zu einem Kabinett verhalten würden, für das sie sich noch vor wenigen Wochen mit Leib und Seele eingesetzt haben.
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München, 5. Dezember. Der Beauftragte der NSDAP für Arbeitsdienst, Oberst a.D. Hierl, beschäftigt sich im völkischen Beobachter" mit der bisherigen Regelung des
freiwilligen Arbeitsdienstes.
Das bisherige System habe völlig versagt und jetzt werde der freiwillige Arbeitsdienst sogar noch abgebaut. Dies bedeute bis Bankrotterklärung des bisherigen Sy- emS. Es bestehe die Gefahr, daß der Ar- citsdienstgedanke überhaupt im Volke in Mißkredit komme. Die Neugestaltung sei on Grund auf notwendig. Es wird gliedert:
I. Grundsätzlich: -
1. daß der freiwillige Arbeitsdienst so umgestaltet wird, daß er die planvolle Vorbereitung und Vorstufe für die Durchführung der allgemeinen Arbeitsdienste Pflicht werden und den festen Rahmen für ihre Organisation schassen kann;
2. daß die Vorarbeiten für die gesetzliche Einführung der allgemeinen gleichen Arbeitsdienstpflicht für die deutsche Jugend ohne Verzug aufgenommen werden, so daß im Spätherbst 1933 der erste Jahrgang der Arbeitsdienstpflichtigen eingezogen werden kann;
3. daß Zentralstellen für Arbeitsbeschaffung mit weitgehenden Vollmachten im Reich und in d§n Ländern geschaffen werden, um eine planvolle großzügige und volkswirtschaftlich richtige Arbeitsbeschaffung zu ermöglichen.
II. Als sofort zu betätigende Ueber- Mngsumtznahmen:
1. daß alles getan wird, um die be- steheuden geschlossenen Lager der Winterlager durchzuhalten, deshalb ist die Gewährung einer Winterbeihilse unerläßlich;
2. daß die jungen Menschen, die im freiwilligen Arbeitsdienst sich bewährt und eijien neuen Lebensinhalt gesunden haben, beim Ablauf der Förderung nach 30 oder 40 Wochen nicht mehr auf die Straße gesetzt und der Verelendung preisgegeben werden;
3. daß die im freiwilligen Arbeitsdienst bewährten Führer, von deren Wert der Wert der ganzen Einrichtung abhängt durch Gewährung einer der Notlage unseres Volles angepaßten aber auskömmlichen Besoldung dem Arbeitsdienst erhalten bleiben. Die Möglichkeit, ein ausreichendes Auskommen im Arbeitsdienst zu finden, muß auch für verheiratete Führer geschaffen werden.
In der Fraktionssitzung des Zentrums wurden, wie gemeldet wird, politische Fragen besonderer Art nicht erörtert, dagegen wurden Anträge vorbereitet, so die durch Streichung der EinstellungsPrämie freiwerdenden Mittel direkt für Arbeitsbeschaffungszwecke zu verwenden. Ein weiterer Antrag verlangt die Ermächtigung zum Abbau und Umbau der Sozialversicherung. Des weiteren sprach sich die ZentrumsfraL- tion für eine Vertagung des Reichstages aus, da dem neuen Kabinett Gelegenheit gegeben werden müsse, seine Maßnahmen vorzubereiten. Für die Wahl des Vizepräsidenten werde wiederum der Abgeordnete Esser vorgeschlagen.
Die Sozialdemosiratie kündigt dem binett Schleicher allerschärfste Opposition an und spricht in ihrer Erklärung davon, daß ihr Kampf nicht nur der Wiedereroberung verlorener Positionen, sondern auch der Wiedergutmachung begangenen Unrechts gelte. Wie weit allerdings die Reue der Bonzokratie geht, wird nicht angegeben. Dieser Kriegserklärung an Schleicher scheint keineswegs die gesamte Sozialdemokratie zuzustimmen, sondern wohl nur der kommunistische Flügel unter Löbe, während die Gewerkschaftler sich zunächst abwartend Verhalten. Im übrigen kommt die SPD mit Anträgen für zusätzliche Winterhilfe für alle Unterstützungsempfänger und Hilfsbedürftige, wobei sie allerdings weder angibt, welche Geldmittel hierzu erschlossen werden können, nachdem ihre eigene Mißwirtschaft sämtliche Staatskassen erschöpft hat, noch sagt, daß die überwiegende Mehrheit der Unterstützungsempfänger ein Opfer ihrer eigenen Katastrophenpolitik ist.
Zum Schluß sei noch auf eine Fraktion der technischen Arbeitsgemeinschaft hingewiesen, die sich aus der Dollspartei und dem übrigen Rest der Splitter zusammensetzt, so den Christlich-Sozialen und einem Deutsch-Hannoveraner. Diese Fraktion des Reichstags zählt 17 Mitglieder.
Wie im einzelnen die heutige Reichstags- sitzung verlaufen wird, steht noch' dahin, jedoch erscheint es uns nicht ausgeschlossen, daß sich der Reichstag nach seiner Konstituierung und nach der Wahl des Präsidiums für eine Woche vertagt, um dann die Erklärung der neuen Reichsregierung entgegenzunehmen. Dann würde wahrscheinlich in die Aussprache eingetreten werden, wobei jeder Partei Gelegenheit gegeben würde, ihre grundsätzliche Stellung zur Reichsregierung bekanntzugeben. Ob es vor Weihnachten noch zu Beschlüssen und Abstimmungen kommt, steht noch dahin.
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So wie Pg. Litzmann als ältester Abgeordneter seinerzeit den Preußischen Landtag eröffnet hat, wird er auch als Alterspräsident des Deutschen Reichstages die ersten Sitzungen bis zur endgültigen Präsidentenwahl leiten.
Karl Litzmann wurde am 22. Januar 4850 in Neuglobsow bei Rheinsberg geboren, wo er noch heute lebt. Als junger Leutnant kämpft«! er 1870-71. Bekannt ist der wundervolle UM schiedsgruß seiner Mutter, als er ins Feld zofft „Es ist nicht nötig, daß Du wiederkehrst, Wohl aber, daß Du Deine Schuldigkeit tust."
Dieser Gruß ist ihm Geleitspruch für sein ganzes Leben gewesen bis auf den heutigen Tag. Viouville — Mars-la-Tour — Grabe-« lotts — Paris und noch manch anderer Schlach« tenort stehen auf den Spangen feiner KriegÄ denkmünze. Nach dem deutsch-französischer« Kriege war er Kompagniechef, GenerälstabscheH Lehrer an der Kriegsakademie, Regiments^ Brigade- und Divisionskommandeur in raschem! Aufstieg. Als der Weltkrieg ausbrach, führte er zuerst die 3. Garde-Division und drang mit ihr in der Armee-Abteilung Scheffer—Bohadel bei Lodz tief in den Rücken der Russen vor. Von diesen in Uebermächt umzingelt, brach er mit seiner herrlichen Division 'bei Brzezrnh heldenhaft durch. Die große russische Offensive, die sicherste Karte der Heerführer in Paris, London und Petersburg, .war steckengebliebonr General Litzmann rettete durch seinen Durchbruch die ganze Armeegruppe. Er selber schreibt in seinen Erinnerungen dazu: !
„Wir sollten alle die Freiheit verlieren und zogen als Sieger davon, hatten kein einziges! Geschütz eingebüßt und unsere 2800 Verwundeten glücklich bergen können. Freilich von der Armeeabteilung Scheffer deckten über 1600 tapfere Soldeten die Walstatt, davon 800 aus den Reihen meiner dritten Gardedivision."
„Wäre uns der Durchburch nicht gelungen, dann hätte nach Luderrdorffs Zeugnis die ganze neunte deutsche Armee zurückgenommen loerdeN müssen, und der Zlnsgang des ersten Kriegsjahres 1914 wäre sehr ungünstig gewesen." !
„Ich habe mich damals sofort ernsthaft gefragt, wem der Erfolg meiner dritten Gardedivision zu danken sei, und bin zu der Ueberzeugung gekommen, daß nächst Gottes Hilfe die wundervollen Eigenschaften meiner Truppen, ihre vorzügliche Ausbildung und besonders ihr« hohen moralischen Kräfte den glücklichen Ausgang herbeigeführt haben. Glühende Vaterlandsliebe, starkes Gefühl für deutsche Ehre, heldenhafter Opfermut; eiserne Disziplin, treue- ste Kameradschaft und der zähe, unerschütterliche Wille zum Siege, das sind die moralischen Kräfte gewesen, von denen die deutschen Soldaten aller Grade damals beseelt waren. Sie schufen den Geist, der unter den schwierigsten Umständen den Sieg auf seine Seite zwingt/
Nach zahlreichen weiteren Heldentaten kam der Friede, der Schandfriede von Versailles. Der Stolz des alten Haudegens bäumte sich gegen die Schmach immer wieder und wieder auf, insbesondere litt er schwer unter der Lüge jwn der angeblichen Schuld am Kriege. So trieb es ihn zu den Deutschen in Südamerika, wo er in zahlreichen Vortrügen gegen dia Schuldlüge ankämpfte.
Dann sah er Adolf Hitler und erkannte in ihm, dem Gefreiten, er, der General, den Retter und Befreier. Mit der ihin eigenen ganzen Hingabe, wenn er sein Ziel als richtig erkannt, widmete er sich voll und ganz und mit jugendlicher Begeisterung der nationalsozialistischen Bewegung. Wenn die straffe Söldaten- gestalt mit dem Blücherkopf und den blitzenden Augen gerade und aufrecht durch die Säle schritt, jubelten ihm die Massen ehrlich ziu, hingerissen von seinem Beispiel, und wenn er vom hohen Rednerpult in zahllosen Versammlungen die Lehre Hitlers predigte und stolz verkündete, wie selbstverständlich er sich d-nn Gefreiten untergeordnet, da tobte stets ein