«»»vrnvn, rtsn 2. VSLsmv««'
27 »
«^.27»
^adogsaz, 1S32
^onslprsi» sSplA,
Krem«
Verlag, Redaktion und
Somsheids
vke VAZ ers^int^Werktags^ und^kostet H 1LS frei Hans, ! durch die Post zuzüglich 36.H/ Bestellgeld.
Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten
Anzeigen: hiesige die 10 gespaltene mm-Zsile O.lO, auswärts PL-6 0.12; in»Textteil 0.50, auswärts 0.70; Stellengesuche O.üü; sonstige kleine Anzeigen Kit 9.08. PlatzvorschrW ohne Verbindlichkeit. Bei Betriebsstörung, Streik, Verbot usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises.
o«r ^>nsnr-2ussmmvnbii>ek
stellt bevor I
KstssiropksIsl^insnLlsgs vsxsrns
Entschlief robjetzmr,
!. Dezember, In Justuumenhaug Mt »inem natiorralsozialistischen Antrag Im Bayrffchen Landtag, die Beamtengehälter «och vor Weihnachten auszuzahlen, gab t« Haushaltsausschuß des Landtages der Leiter des Finanzministeriums Dtaatsrat. Schäffer eine errkste Schilderung der bayrische» Finanzlage, aus der sich vor allem er-> gibH daß die Einnahmen des Staatshaushaltes »ine Verschlechterung von über 56 Millionen Mark erfahren haben. Das ist «in Achtel des ganzen Zu- schnßbedarfes des bayrischen Staats. Die Gehaltsverschiebung sei eine unbedingt notwendige Maßnahme, um die bayrischen Finanzen wenigstens etwas zu entlaste» und um so eine ordnungsgemäße Gehaltszahlung überhaupt zu ermöglichen. Die Lage Bayerns sei im Augenblick derart schlecht, Latz in Zukunft die eine GchaltshLlfte erst in der ersten Woche des nächsten Monats gezahlt werden könne. Nur auf Grund einer solche» Regelung werde sich die Gehaltszahlung überhaupt ermöglichen kaffen.
Ouisdupg In 2ÄKIungs- selRRnspIgksttsn
Duisburg, 8. Dezember. Die Stadt Duisburg- Hamborn ist zurzeit außerstande, ihren am l. Dezember fälligen Verpflichtungen nachzukommen. Die Wohlfahrtslasten find in den letzten Monaten derart angestiegen, datz es der Stadt Duisburg unmöglich war, die zum Ultimo fälligen Ainsscheine einer Anleihe von 7 Millionen Mark aus dem Jahre 192Y einzulösen. Man hofft, daß es im kommenden Sommer gelingen wird, die Zahlungen uachzuleisten. Duisburg zahlt zurzeit uunmtlich etwa 3,2 Millionen Mark Unterstützung.
küli» pisste!
Köln, 2. Dezember. Die Stadt Köln war ebenfalls in den letzten Monates nicht in der Lage, ihren Anleiheverpflichtungen nachzukommen. Ministerialdirektor Bakl hat setzt die von den Kölner Schatzanweisungsgläubigern geforderte Abschlagszahlung von 10 Prozent abgelehnt, da die Stadt Kok: zurzeit nicht in der Lage ist, auch nur diesen Betrag flüssig zu machen. Wie wir erfahren, wird der Vertreter der Stadt Köln versuchen, von den Gläubigern die Einwilligung zur drei- oder mehrjährigen Stundung der fälligen Schatzanweisungen zu erhalten.
tt rrssgsi'ms S'S ek
nsvks LvkwsSm
Mit Karabinern gegen Erwerbslose
Schwrlm, 2. Dezember. Unter der Leitung des Erwerbslosen-Ausschusfes für den Enneper Ruhrkreis hatten sich gestern Tausende von Erwerbslosen aus dem ganzen Kreis aufgemacht, um nach Schwelm zu marschieren und dort vor dem Kreishaus gegen die von der Regierung herabgesetzten Wohlfahrtsfätze zu Protestieren. Der Landrat hatte die Demonstration verboten und gleichzeitig polizeiliche Verstärkungen angefordert. Obwohl Tausende von Erwerbslosen unterwegs schon von der Polizei aufgehalten und zurückgeschickt worden waren, gelang es einer größeren Zahl, in kleineren Gruppen Schwelm zu erreichen. Die Polizei, die mit Karabinern ausgerüstet war, ging in mehren ren Fällen mit dem Gummiknüppel und mit dem Karabinettolben gegen die Menge vor. In der Ktadtratssitzung des Schwelmer Stadtparkamentes
wurde eine gegen die Herab
chlietznng angenommen, die sich g der Wohlfahrtsfätze richtet.
Ms VS8VE. LUI* L-SAS
Weimar, I. Dez. Der Pressechef der NS. DAP., Dr. Dietrich, gibt folgende Meldung der Reichspresseftette der NSDAP. bekannt:
„Gegenüber den von politisch interessierter Seite systematisch In die Öffentlichkeit gebrachten Meldungen, wonach Adolf Hitler zugesagt, mitgeteilt oder auch nur beabsichtigt hab«, z« Verhandlungen über die Regierungsbildung mit irgendwelchen amtlichen Stellen nach Berlin z« kommen, wird hiermit parteiamtlich festgestellt, datz alle diesbezügliche« Meldungen frei erfunden sind, um die öffentliche Meinung z« verwirren. Zu derartigen Verhandlungen mit den zurzeit i« Berlin mit der Kabinettsbildung befaßte« Persönlichkeiten lag imd liegt für die NSDAP. keinerlei Anlaß vor, da ja Adolf Hitler bereits am 23. November dem Herrn Reichspräsidenten seinen in der Oeffentlichkctt bekannten fest umrissenen Plan »nd klaren und eindeutigen Vorschlag
SeklGßeksr' üsr*
dGSlMe'SZt
Berlin, L Dez. Wie wir soeben aus Berlin erfahren, hat der Reichspräsident von HLidcnburg General von Schleicher mit der Bildung der Regierung beauftragt.
znr Lösung der Regierungskrise in allerkürzester Frist unterbreitet hat.
Die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung dieses Vorschlages, der im Interesse von Volk und Vaterland unter Umgehung aller verwirrende» Begriffe gemacht ist und keinerlei Raum für Unklarheiten läßt, lag und liegt nicht bei der NSDAP., deren gradlinige Haltung seitdem täglich durch die nationalsozialistische Presse in aller nur wünschenswerten Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht worden ist. Demgemäß hat sich auch Adolf Hitler programmäßig nach Weimar begeben, um in den thüringischen Gemeindewahlkampf einzugreifen. Alle andersartige« Meldungen, insbesondere auch über Unstimmigkeiten der nationalsozialistischen Führerschaft, sind unwahr."
üss ^ükpvi'S
tlagssicbk cker trostlose» k.a§e unseres Vsterlavckes, cker immer steiZencke» dlot voll cker VerxklitckttnnZ kör fecken einrelnea Oeutscke», »ein lletries ru tun, «knockt Voll: »»ck Ikeieb siebt im Lbsos versinken, möebts icb sack vie vor ckem ebrviiräigen Usrrn UeieksprLsickente» unck kelckmarseksll ckes ^ettkrieSes ckie ostiosslsorislistiscke 8e- veßnng mit cksm kllnnben, cker Lrskt unck cker UoiinnoZ rier ckeutseben cku^enck rur Verkngung stelle». leb seblage cksker unter vvüstönckißer llmßebung aller immer nur ver- vrrrrencke» Legrille kolgeuckeu positiven tVe^ vor:
1. Her Uerr lkeicbsprssickent iorckert mieb au!, vom Tage cker ^uktragserteklunA an binnen 48 Ltuncken ein bnrres Programm über ckie beabsicktigten innen-, aullen- unck virtsebaitspolltiseben dkaönabmen vorruIeFen.
2. leb vercke naeb LiUigaag ckieses Programms binnen 24 Ltuncken ckem Uerrn lieiebs- prÄickenten eine dtioisterkiste vorigen.
leb vercke neben anckere» ans cker ckerreitißen Uegierusg r» nkernebmencken ülini- stern ckem Herrn Reieksprasickenten selbst kör ckas Ueiebsvekrministsrinw als seinen mir bekannten persönlicben Vertrauensmann Seneral v. Lebleieker, iär ckas Rsicbsauüenministerinm krelkerrn v. lleuratk vorseblaZeo.
Der Uerr Reicbspräsickent ernennt mieb ckaraa! rum Ueiebskaorler nnck bestätigt ckie von mir vvrßesebl^enea unck von ibm anerkannten däinistsr.
Der Uerr Ueiebspräsickent erteilt mir ckeo ^uktrs^, kür ckieses Itabkoett ckie ver- kassuaEsmäLkgen VoraussetrunZev rur Arbeit rn seballea nnck gibt mir ru ckiesem 2lHveek jene Vollmaekten, ckie in so kritiscben unck sebvreren selten aucb pariamentarirebe» Ueiebskanrlern nie versagt vorcken sinck.
leb verspreebe, ckall leb unter v«cklem Uinsatr meiner kerson unck meiner Levvegung mieb ankoplern vill lür ckie Rettung unseres Vaterlanckes.
sger.f: Xckol! Urtier.
3.
4.
6.
W i r N a t i o n a l s o z i a l i st e n le h n e n
jede Verantwortung für die schrecklichen Monate der Not, die jetzt vor uns liegen, ab. Der Winter steht vor der Tür, die Arbeitslosigkeit steigt ins Riesenhafte, die Bauern werden van Haus und Hof gejagt, überall krachen Industrie- firmen zusammen. Warum haben dunkle Hmtermänner aus persönlichem Haß gegen den Führer der NSDAP. es wage« dürfe», dem Herrn Reichspräsidenten die Ablehnung dieses hochherzigen Augebots zu empsehlen?
Adolf Hitler wollte die Krise löse«. In seine» sechs Punkten hat er ein Angebot gemacht, das die ganze deutsche Nation, gleich welcher Partei der einzelue angehört, mit Freuden begrntzte. Aber eine dunkle, dünne Herrenschicht, die sich hinter der Gestalt des Reichspräsidenten verkroch, lehnte das Angebot zur Rettung des Volkes aus der Not ab. Diese Hmtermänner sind es, denen die Geschick einmal die Schuld an der schrecklichen Not des kämmend«, Winters aufbürden wird.
Ms ISsttekv Vsr*1ssunZ
via SLkkssLkienits Knls«
Berlin, L Dez. (Drahtbericht uns. Berliner Schriftltg.) Es wird niemand überraschen, daß man auch heute wieder lakonisch feststelle» muß, daß eine Entscheidung wiederum nicht gefalle« ist. Das vollkommen« Durcheinander «nd die Ratlosigkeit in der Wilhelmsiratze verstärken sich von Stunde Zu Stunde. Ein Gerücht jagt das andere, rrnd von Interessenten in die Welt gesetzte Zweck-» gerächte trage« dazu bei, datz die loenigen Tatsachen auch «och vernebelt werden.
Gestern abend tagte von 18 Uhr bis 19.30 Uhr der Kronrat des Herrn von Hindenburg. Entschlüsse wurden nicht gefaßt, und eingeweihte Kreise wolle« nur wissen, daß vor Freitag init- tag «ine Entscheidung keinesfalls zu erwarten ist.
Am Mittag hatten sich die beiden Kanzlerkandidaten Papen und Schleicher getroffen, und es dürfte für die Situation immerhin einigermaßen kennzeichnend ^ftin, daß man in der Wilhelmstraße auf die Frage, wie dieses Dnell ausgelaufen sei, die Antwort bekam: „Notgedrungen un
blutig".
Das Rätselraten der Presse hätt an. Die sonst durchaus reaktionssrermdliche „Deutsche Zeitung" machte gestern abend ihrem bedrängten Herzen Lust. Sie schrieb unter der Ueber- schrift: „Wie lange noch?! Die Wilheimstraß« verhandelt und wartet. . . ." folgende Sätze: „Es dürfte angesichts der unverantwortlichen Plan- und Ziellosigkeit, mit der der Gedanke der autoritäre» SkaatssührunH nachgerade vollends in Grund und Boden verwirtschaftet wird, auch keinen Zweck mehr haben, weitere Vermutungen darüber anzustellen, ob die Krise nun „endgültig" heute oder etwa zu Neujahr beendet werden wird." Wenn ein so frommes Blatt, wie die „Deutsche Zeitung", sich eine solche Kritik erlaubt, dmm kann mau sich ja ungefähr vorstellen, wie ein nicht im präsidialen Banne lebender Staatsbürger über die augenblickliche Lage! denkt. Die Erregnng in der Reichs- hanptstadt ist unzweifelhaft durch die erstaunliche Gleichgültigkeit, mit der mau in der Wilhelm stratze der Not des Volkes gegenübersteht und sich privaten Kämpfen hingibt, beträchtlich gestiegen. Es dürfte nicht gerade zwr Beruhigung beitrage«, weirn die Shstempressr Pläne enthüllt, die auf eine weitere Verzögerung hinauslaufe«. Der .Lokalanzeige»? des Herrn Hugenberg meldet, daß man davon spricht, „daß einzelne politisch Maßgebende Persönlichkeiten ein Interesse daran hätten, zunächst das Ergebnis der Thüringer Kommunal-Wahle« vom nächsten Sonntag abzuwarten, so daß man über alle politischen Fragen erst an, Montag Klarheit haben könne". Die Verschleppung der Krise über de» Reichstagsanfang hinaus wäre dmm der nächste Schritt.
Ueber die sonstigen in den letzten Stunde« Wieder in Umlauf gesetzten Zioelgerächte etwas zu sagen, halten wir für unnötig. Wenn ein« gewfttL Presse von Verhandlungen des Führers der NSDAP mit dem Reichswehr mini st er von Schleicher wissen will, dann möchten wir diesen Zeitungen raten, die dlufnahmesähigkeit ihrer Leser für Zweckgerüchte und Tendenzmeldungen nicht zu iehr. zu becuispruchnl.
Dieses ganze Tohuwabohu, das die amtliche« Stellen augeublicklkch bieten, wäre mit einem Schlage dadurch zu beenden, daß man den ein-» zigen aus dem Wirrwarr führenden Weg be- schreitet und den Mann mit der Regierungsbildung beauftragt, der durch seine Leistungen und die treue Gefolgschaft von 12 Millionen bester deutscher Menschen Gewähr dafür bietet^ daß an Stelle der Ziellosigkeit zielbewußtes! Handeln und an Stelle eigensüchtiger Jntrio