Vpomvn, Lonnsvsnrl, klon 1S. k^ovsmdoi»
Linrslpnsi« 1S
»n.2«0
^aln'gsng 1V32
KrimwrAaÜLk^i^itüMlLtw LeÄmra
Verlag, Redaktion und Geschäftsstelle: Papenstraße 15. Sprech-- vnnde der Redattion: Montag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr.
Fernsprecher; Domsheide 25878.
VIe BRZ erscheint Werktags und kostet ^ 1.90 frei Haus. dnrch die Post zuzüglich 36 Bestellgeld.
Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten
Anzeigen: hiesige die 10 gespaltene mm-Ieile 0.10, auswärts ckLF 0.12; im Textteil 0.50, auswärts 0.70; Stellengesuch«
0.06; sonstige kleine Anzeigen üTF 0.08. Platzvorschrift ohn« Verbindlichkeit. Bei Betriebsstörung, Streik, Verbot usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises.
k!s gskt um /^dsHtsdssoksßkung unü Vsi'nlektung 6 ss Kommunismus
von ^üiu'oi' ksuts bsl Hinkiondung
(Drahtbericht unserer Berliner Schriftltg.)
Berlin, 19. November.
Mit dem Besuch des Führers der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung bei dem greisen Reichspräsidenten von Hindenburg dürste der erste Schritt auf dem Weg zur Klärung der politischen Situation in Deutschland getan werden.
Wir Haben in den letzten Tagen oft und deutlich genug den Standpunkt des jungen Deutschland zu den Dingen der Gegenwart und der Zukunft klargelegt. Wir müssen es ablehnen, uns in diesen Tagen von welthistorischer Bedeutung an Kombinationen zu beteiligen, da in einer solch ernsten Situation lediglich der Führer, dessen Entscheid allein maßgebend ist, zu sprechen hat.
Die nationalsozialistische Freiheitsbewegung kann in kühler Ruhe und gewohnter Disziplin den nächsten Tagen entgegensehen. Wir haben gute Nerven und diese guten Nerven halten uns davon ab, Dinge zu konstruieren, die nicht sind und Sachen zu leugnen, die bestehen.
Es wird viel quergeschossen in diesen Tagen. Alle jene, nur im Dunkel der Nacht tätigen Elemente glauben, ein besonders gutes Feld für ihre Tätigkeit zu haben. Es ist gleichgültig, in welchem Lager diese politischen Schlingensteller zu suchen sind. Sie sind wegen der Art ihrer Tätigkeit alle gleich gefährlich. Ob es die Sozialdemo- lraten sind, die die Errichtung einer, von nationalistischem und sozialistischem Geist erfüllten Regierung verhindern wollen oder ob es die reaktionäre Stahlhelmzeitung ist, >ie allen' bisher bereits gelieferten Beweisen
.. - - -
' - !^>
Hitlers Ankunft in Berlin.
Adolf Hitler nach seinem Eintreffen auf dem Tempelhofer Feld; rechts der Berliner Gauleiter Dr. Goebbels.
ihrer politischen Jnstinktlosigkeit dadurch die Krone aufzusetzen versucht, daß sie an den Reichspräsidenten ein Telegramm richtet, das in teils versteckter, teils offener Form für Franz, den Kanzler ohne Volk, eintritt und die Üebergabe der Führung an den Nationalsozialismus als unmöglich darstellt, alle diese Kreise leisten, ob gewollt oder ungewollt, spielt hier keine Rolle, den Feinden eines deutschen Wiederaufstiegs Vorschub
Die Reaktion scheint sich noch nicht bewußt zu sein, daß die politische Situation Deutschlands heute auf die einfache Formel zu bringen ist.
äufslisg rrrksn vnksi'gsng, »skvnki'sur oclsn Sowjststsnn
Der Nationalsozialismus als aus dem Volk herausgewachsene und mit dem Volk verbundene Idee einer jungen, nach einer neuen und besseren Zukunft drängenden Generation, ist allein in der Lage, die rote Bestie rechtzeitig zu ducken und sie von dem Sprung auf Deutschland, zu dem sie sich bereits vorbereitet, abzuhalten.
Es ist nicht mehr lange Zeit zu verlieren, darüber sollte man sich überall klar sein, Der Nationalsozialismus wird sich durch nichts davon abhalten lassen, seiner Pflicht
Paris, 19. Nov. (Eigene Meldung.) Der Rücktritt der Reichsregierung wird in der Pariser Morgenzeitung sehr eingehend besprochen. Am Mittelpunkt der Beurteilung der innerpolitischen Entwicklung Deutschlands steht fast bei allen Blättern die Feststellung, daß die Gesamtdemission des Kabinetts ein Erfolg des Nationalsozialismus sei. Der „Petit Puristen" ist der Auffassung, daß Papen der einzige Gegenspieler des Nationalsozialismus gewesen sei. Der Rücktritt des Kabinetts habe bewiesen, daß die Welle des Nationalsozialismus durch ein diktatorisches Regiment nicht aufzuhalten sei. Für Hitler habe jetzt die Stunde geschlagen, seine Worte in die Tat umzusetzen. Das „Journal" stellt fest, daß die innere .Umwälzung in Deutschland sich sicherlich auch auf die Außenpolitik auswirken werde. Die neue deutsche Regierung werde sehr Wahrscheinlich versuchen, gegenüber Frankreich neue'Forde- rungen geltend zn machen und neue Zugeständnisse du rchzudrücken. Das Schlimmste wäre, wenn die Neue Regierung sich nach Genf begeben würde, um dort Verhandlungen über die Einzelheiten des Planes einzuleiten, die der englische Außenminister Simon am Donnerstag vor der Abrüstungskonferenz entwickelt habe. Im allgemeinen kann man feststellen, daß die Nachrufe, die die französische Presse dem „größten und wirksamsten Gegenspieler des Nationalsozialismus" — Herrn von Papen meint man damit — recht aufschlußreich sind.
Konsequente Entwicklung
Basel, 19. November. Die schweizerischen Blätter nehmen ebenfalls ganz ausführlich zum Rück-
zu genügen und Deutschland vor der roten Pest zu rette».
Die Leute, die aus jämmerlicher Eigensucht den Nationalsozialismus von der Macht fernhalten möchten, haben unter Beweis gestellt, daß sie nicht nur nicht fähig sind, den Bolschewismus zu bekämpfen, sondern daß ihre volksfrcmde und volksfeindliche Politik den denkbar besten Nährboden zum Gedeihen der bolschewistischen Sumpfpflanze darstellt.
Es sind allgemein gültige Feststellungen, oder man sollte wenigstens meinen, daß sie allgemein gültig fein müßten. Da sie es nicht sind, stellen wir den Tatbestand noch einmal sachlich fest.
Mitte nächster Woche wird die erste wirklich ausschlaggebende Entscheidung fallen. Bis dahiu wird lediglich festzustellen sein, wer es jetzt noch wagt, den Wiederaufbau Deutschlands aus persönlichen Gründen zu verhindern.
Wenn der Führer am heutigen Tage sich zu dem greisen Reichspräsidenten begibt, dann spricht er nicht für sich, nicht einmal für die Partei, dann spricht er, der Mann, der unser Volk erweckte, für Deutschland.
Die Stimme Deutschlands muß gehört werden, wenn nicht Land und Volk in unsägliches Elend gebracht werden sollen.
tritt des Kabinetts Stellung. Die „Baseler Na- tional-Zeitung" schreibt u. a., daß wohl niemand erwartet habe, daß es dem Reichskanzler von Papen gelingen würde, den schwierigen Knoten zu entwirren. Deshalb sei ihm ein ähnliches Schicksal zuteil geworden, wie letzten Frühsommer seinem Vorgänger Brüning. Die Erledigung Papens habe unter Beweis gestellt, daß in Deutschland eine Diktatur gegen das Volk unmöglich sei.
„Kein großer Verlust."
London, 19. Nov. Das Interesse der Londoner Presse an der deutschen Regierungskrise ist ebenfalls außerordentlich stark. Die „Financial News" stellt fest, daß die Papen- Regierung nichts getan habe, was „gefährlich oder schädlich" sein könne. Für England versteht sich. Im übrigen sei jedoch festzustellen, daß die Demission des Kabinetts für Deutschland keinen allzu großen Verlust 'bedeute. „Daily Expreß" erklärt, von Papens Nachfolger werde entweder von Papen oder Hitler sein.
weiten tün ttitisn
Nachdem die „DAZ." schon in ihrer gestrigen Ausgabe sich für einen nationalsozialistischen Kanzler ausgesprochen hatte, schreibt sie in ihrer heutigen Ausgabe u. a.:
Auffassungen, die dem Reichspräsidenten vorschreiben möchten, er müsse die Parteien fragen: Wo ist Eure starke Persönlichkeit? Wo ist Euer Programm: Wo ist Eure Mehrheit? und bei
nicht zureichender Beantwortung sofort die Verhandlungen als ergebnislos einstellen, um unter Verzicht auf die angestrebte Konzentration auf das alte Kabinett zurückgreifen, dürste nicht den wahren
k'sntvigsdiiris sttsn Systems? kßsini
Von einem Bremer Kaufmann
Heute ist das Wichtigste für jeden politisch interessierten Deutschen — das müssen wir Deutschen, Männer und Frauen, heute alle sein — darüber Klarheit zu suchen und zu finden, was die nationalsozialistische Freiheitsbewegung für das deutsche Volksleben und für die deutsche Zukunft bedeutet. Aufgaben und Ziele sind schwer mit wenigen Worten zu umreißen, jede Formulierung sagt immer noch zu wenig. Es genügt aber zur Vorbereitung für die nachfolgenden Ausführungen, uns bewußt zu werden, wie stark diese Bewegung von ihrer Geburt an sich an die Seele des deutschen Menschen, und an das Bolksgewissen gewandt hat. Wir stellten nach dem Niederbruch 1918-19 dem äußeren Feind nichts mehr entgegen, gar- nichts, auch keine geistigen Kräfte. Im Innern war alles zusammengesunken und zertrümmert, dahin Ehrfurcht vor allem Großen, die Achtung vor Recht und Gesetz und vor den Einrichtungen des Staates, kein Vertrauen zu irgendeiner Staatsfokm. Verächtlich gemacht wurden die Leistungen des Heeres und seiner Heerführer. Bei denen, die kraft ihres Amtes sich allem Unrecht und allem Zersetzenden, zn widersetzen hatten, fehlten Kraft und Pflichtgefühl, herrschten Mutlosigkeit, Resignation, Feigheit und Furcht. Das scheint in unserer schnellebigen Zeit alles vergessen zu sein; wir müssen uns aber diese Tatsachen als Gefahrenmomente für deutsches Sein oder Nichtsein immer wieder vergegenwärtigen und uns alle Folgeerscheinungen in die Erinnerung zurückrufen. Dabei brauchen wir nur an die vielen Milliarden Volksvermögcn, die ins Ausland gingen, ehe dem Halt geboten wurde, und an die großen Wirtschaftsskandale zu denken.
Es gebührt ohne allem Zweifel Adolf Hitler das Verdienst, daß er in einem Ausmaße und mit einer Klarheit, wie kein anderer, diesen Nieder- brnch, seine Ursachen und seine Gefahren erkannt, auf sie hingewiesen und zum Kampf aufgerufen hat. Er hat dann nicht nur die Kräfte und die Geister gesammelt; sondern auch die Praktische Kampforganisation geschaffen und so die große deutsche Freiheitsbewegung, deren Führer er heute ist, ins Leben gerufen. Diese große deutsche Freiheitsbewegung verkörpert die deutsche Sehnsucht frei zn werden von äußerer und innerer Knechtschaft und den deutschen Menschen in seiner Eigenart, Kraft und Rechtlichkeit, Treue und Pflichter- füllung wieder zn neuer Entfaltung erstehen zn lasten.
Ich kenne unter meinen Parteigenossen so viele — es ist eine Freude, mit ihnen zusammen zu sein _für welche diese Darlegungen nur Wiederholungen, längst Vertrautes und Unzerstörbares sind; aber es gibt auch unter uns manchen und im deutschen Volke viele, die mir sagen werden, daran
Intentionen des Reichspräsidenten entsprechen. Für die ausschlaggebende Frage, ob eine Verständigung zwischen Hindenburg und Hitler möglich ist, wird es von großer Bedeutung sein, daß die nationalsozialistische Parteiführung offenbar entschlossen ist, unter den Mißverständnissen der Ver» gangenheit einen Strich zu ziehen und den ehrlichen Versuch einer Zusammenarbeit zu unternehmen. Im Vordergrund dürften nach dem, was aus nationalsozialistischen Kreisen verlautet, zwei Forderungen stehen:
1. Die Arbeitsbeschaffung.
2. Die unbedingte Vernichtung des Kommunimns.
Dis Slunrls /^otß Kai gvsoklsgsn
Stimmen 6SS Husisnüss